Ausgabe 
(22.1.1938) Nr. 21
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

An^siiZ

;Wtz

KtzK

«< ^

f..

p-''

>L d« ^ lkb-

>ti, ^->

M'!'

-'tzNt:

-is 41«

^lirv-

parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen prbeitssront Vremen Amtsblatt des Senats der freien Hansestadt Vremen

Erschsint7malwöchentl.Monatsbez»c,: -2^2.80einschl rrustellaeb - «i>n « «

(einschl. 48.88 ^ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^'BUWd ^

keinen Anspruch aus Erstattung oder EZais ««.-Gauveriag Lue,er-«ms G. m. b. H.. Bremen, G-eren 8-8 / Fernsprecher: 84121 und 81115.

Das amtliche verkimLungsblatt des Neichsstatchalters m Oldenburg und Vremen

Nnzeigen-Srundpr-Ise: Ti« 22-mm.ZeIle im Anzeigenteil 12 W, die 7«-mm-geIls Im Textteil 75 Rpf. Ermäßigte Grundpreise liür kleine Fomilien-Anzeigen u. a.) sowie sonstig« Bedingungen Preis­liste 8 (Nachlaßst-Mel 0>,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz16Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Tchristleitung Dienstag und Freitag 12»/»—13»/, Uhr.

Nr. 21 / S. Jahrgang

Sonnabend, 22. Januar1SZS

klnzelprels 15 Npf.

„Kneg vcüer knsrien in kurvpa ?"

Sie NSVflp. gab die Antwort!

wuchtiger Verlauf der vremer Mafsenkundgebungen / Zl Männer der vewegung sprachen in überfüllten Sälen

. ^ ''V

M«8

WMIL

-T

'' M

, .-O

M?W

^Vis in lliosom Las!. so Irrusedton Kvslsrn advnä in allen Klaüttoilvn I!i vmons <Uo. Alasson rieu ^r^iLoiulou ^nskiUnunxcn ävr Nviinov äor (^.nsii^rlie^sr Lvrio^^ iin Innern rles IZIaNos)

Nur eine Stimme gegen tliautemps

Nie Negleeungserklürung des franzößschen Ministerprüsidenten / Innen- und außenpolitischer Kurs fast unveründert

Paris, 22. Januar.

Die französische Kammer trat Freitag nachmit- tag erstmwvig mach der Regierungskrise wieder '«"Hil! zusammen. Mimfftevpräsideut Chautemps nahm das Wort und verlas die Regierungserklärung, in der es u. a. heißt: „Die Regierung, die sich Ihnen voerstellt, ist gebildet worden, um einer politischen Krise em Ende zu bereiten, deren Dauer und Verwirrung ernste lleberlsgung for­dert. Um sie gerecht zu beurteilen, darf man nicht die ernsten finanziellen Schwierig­keiten vergessen, aus der sie hervorgegangen ist. Die Krise sei aus der Schwierigkeit hervor­gegangen, die gerechten Wünsche des Volkes mit den obersten Forderungen des Staatsinteresses -u vereinbaren. Gegen alle Unordnung, gegen alle Umstürzler und gegen die verdächtigen Hand- Bungen gewisser Ausländer müsse die entschlossene ,insi-! Anwendung des republikanischen Gesetzes die 7'° Kiiiköffentliche Ruhe, die Unabhängigkeit und die > A« t Sicherheit des Vaterlandes garantieren.

l Es sei notwendig, die volle Gewähr dafür zu er vor M'Z »eben, daß die sozialen Vorteile nicht ange­

tastet würden. Weit davon entfernt, die bereits verwirklichten Reformen einzuschränken oder zu beschneiden, müßten sie dem nationalen Leben angepaßt werden. Das Werk des demokratischen Fortschrittes müsse einen immer fester werdenden Willen nach Ordnung und zivi­lem Frieden enthalten. In diesem Geist werde die Regierung am nächsten Dienstag einen Vor­schlag über die Beziehungen zwischen Arbeit­gebern und Arbeitnehmern unterbreiten. .

Ein fest begründetes sinanzielles Gerüst sei eine Bürgschaft sowohl für die Un­abhängigkeit des Regimes als auch für die Sicher­heit des Landes. Es müßte deshalb mit Unter­stützung des Parlaments die formelle Verpflich­tung erneuert werden, über die Beibehaltung des Haushaltsgleichgewichtes und die energische Ver­teidigung der Währung im Rahmen der Wäh- rungsfrerheit und des Dreier-Abkommens zu wa­chen die Frankreich glücklicherweise mit den angel­sächsischen Demokratien verbinde. Eine der haupt­sächlichsten Aufgaben der Regierung werde ferner die Durchführung der Schlußfolgerungen des Un-

Ldi°« Ä

'rs°

Ll-'E

i!>

Hit d«

<'andd-s 7K-'

HsA

- L iK

v-l-

b(>>- liuiirösiseli«! i'iidlirist (link «ie Lrinoii beim ueick-iministei' Dr. krank. Von rsciits naeb I> ^Mister Or. Vrauk, Oral do Lrinon, dl. I-ama otseiiaki, dsr üugsncHülirer des Oeutsebsn Re

I'rä-üileiit«!» dar Akademie kür deut^ekes lteelU. nks- lisiellsjustixministsr vr. Ourtnsr, tisicns rle der l. ßotsciiaktssekretär der kranrösisclion iolivs, Lsldur von Seblraeb. (Lrssse-Lotkinanni

tersuchungsausschusses über die Wirtschaftslage sei, um das Tempo der Erzeugung zu beschleuni­gen, den Widerstand gegen die Erhöhung der Le­benshaltungskosten zu verstärken, die bedauerliche Zunahme der Arbeitslosen abzu­stoppen und den beunruhigenden Unterschuß der Handelsbilanz herabzusetzen.

Die Außenpolitik Frankreichs sei be­gründet auf der Treue zur Genfer Liga. Die Regierung werde keine Anstrengung unter­lassen, um das Vertrauen und den Willen der Völker wieder zu beseelen, die Genf treubleiben wollten. Frankreich bleibt dem gemeinsamen Ideal treu, das es mit den großen Demokratien verbindet, vor allem der Entente, die es herzlich mit Großbritannien vereint. Es bleibt seinen überlieferten Bündnissen und Freundschaf­ten ergeben, es ist entschlossen, alle Pakte, die es

mit befreundeten Nationen hat, aufrechtzuerhalten und zu achten.

Die Hoffnung, die kürzlich leitende Persönlich­keiten unserer Demokratie zum Ausdruck gebracht haben, daß die Nation in einer umfassenden Sammelbswegung zugleich nationalen und volkstümlichen Charakters geeint werde, konnte durch die Zusammensetzung der Regierung nicht in die Tat umgesetzt werden. Wir rufen das Volk auf, sich sowohl der es bedrohen­den nur allzu wirklichen Gefahren bewußt zu wer­den, als auch die unbesiegbare Kraft zu spüren, die es zu ihrer Ueberwindung in sich trägt.

Die Abstimmung in der Kammer für die vom Ministerpräsidenten Chautemps gestellte Ver­trauensfrage über die von den Volksfront-Frak­tionen eingebrachte Entschließung ergab eine Mehrheit von 5l>1 zu einer Stimme.

kin keinsall

Hstsblättsr rvrisatisir küsrv unä Lpsck (üllg. Dr.ilitbo,Petit dsr „Lrsinsr 2tg.") l.e. D r e s d e n, 22. Januar.

Einige der wenigen Kommunisten, die es noch auf der böhmischen Seite des Erzgebirges gibt, haben dieser Tage eine lehrreiche Lektion erhalten. Unter dem Eindruck der fortgesetzten Lügenmeldun- gen der jüdischen Presse über die angeb­lich in Deutschland herrschende Hungers­not taten sich in dem Ort Trinksaifen die Sowjetjünger zusammen und schick­ten — auf fremde Kosten — an einige ihnen von früher her bekannte Berliner Adressen Pakete mit Lebensmitteln. Als Absender gaben sie znr Tarnung Namen von Mitgliedern der Sudetendeutsche? Partei an.

Hauptzweck dieser „Liebesgabenspen den" war allerdings, die kommunistischen Flugblätter, die die Anbeter Moskaus sorgfältig zwischen Eiern und Speck ver­

steckt hatten, an den Mann zu bringen. Zum großen Erstaunen der roten Pro­pagandisten gelangte jetzt die gesamte Sendung wieder am Herkunftsort an. Die Empfänger hatten die Pakete un­verzüglich wieder zurückgehen lasse», nicht ohne in sehr deutlichen Worten den Absendern die Meinung über ihr merk­würdiges Beginnen zu sagen. Ein Ber­liner, der einst den Trugparolen des Kommunismus gefolgt war, erklärte in einem beigefügten Schreiben, er sei froh, jetzt unter Adolf Hitler Arbeit und damit Brot zu haben, das ihm die Kommunisten früher immer nur verspro­chen, niemals aber zu vermitteln ver­mocht haben.

In Trinksaifen sieht man seitdem einige Gestalten recht bedrückt an den Ecken herumstehen. Es sind die enttäusch­ten Genossen, die sich von den Sudeten- deutschen, deren Namen sie mißbraucht hatten, ihre „Liebesgabenpalete" wieder zurückholten und sich dabei verschiedene Wahrheiten anhören mußten, über die sie seitdem sehr gründlich nachdenken.

^ukv.: Febwidt '

Vtttnln tmc Latten

Von

H s l m u t 8 il o. d s I m L u v

Ist es ein Zufall,, daß.wir heute die Spur von vergangenen Jahrhunderten, ja Jahr­tausenden zuerst in den Bauwerken suchen, die sie uns überliefert haben? Ist es Spie­lerei oder Uebermut gewesen, die beim Bau der Pyramiden, bei den. Tempeln der Akro- polis, beim Kolosseum in Rom, bei den Palästen der Renaissance oder bei den Schlössern der französischen Könige Pate ge­standen haben? Ist es ein Zeichen geistigen Fortschrittes gewesen, daß durch 150 Jahre hindurch die großen architektonischen Ueber­lieferungen der Vergangenheit fast ganz ver­gessen wurden, und die Baukunst sich in der Gestaltung von Fabrikgebäuden und Mets­kasernen erschöpfte?

Solche Fragen stellen, heißt sie beantwor­ten: Bauen ist mehr als eine wirtschaftliche Aufgabe. Seit es denkende Menschen gibt, haben sie im Bauen, im Gestalten von blei­benden und sichtbaren Kunstwerken die Er­füllung höchster Kulturaufgaben gesehen. Die Aegypter. die Griecbcn die Römer und auch die großen Baumeister der deutschen Ver­gangenheit haben nicht gebaut, um Unter­künfte zum Schutze gegen die Witterung zu erhalten — sie haben gebaut, um Denk­mäler einer Gesinnung zu errichten,

Unser lagesspsegel

Roosevclt plant einen riesigen Ausbau der amerikanischen Kriegsflotte.

Chautemps erzielte nach Abgabe der Regie­rungserklärung eine Kammermehrheit von 581:1 Stimmen.

Stojadinowitsch besuchte die Hauptstadt der Vewegung.

Der deutsche Außenhandel war auch 1837 aktiv.

Auf der Leipziger Frühjahrsmesse wird die Hanseatische Aussuhrvermittlungsstelle wie­der vertreten sein.

Hansa-Lloyd stellen aus der Amsterdamer Antomobilausstellung aus.

NSDAP. Kreis Bremen Antwort aus die Frage „Krieg oder Frieden in Europa?"

Der Chef der argentinischen Luftflotte Gene­ral Berdaguer weilte in Bremen.

Im Bremer Rathaus wurde die Besatzung des Olympia-Bobs USA. I durch Staatsrat Köwing empfangen.