Ausgabe 
(20.1.1938) Nr. 19
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Dationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

Erscheintlmalwöchkntl. Monatsbezug: ^ 2,30einschl.Zustcllgeb.; Postbezugspreismonatl. 2.3N ^ seinschl. 47 8V ^ Postzeitungsgebuhr, zuzugl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 1 .272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz „T.-Gauberlag Weser-Ems 8. m. b. H.. Bremen, Geeren k-8 / Fernsprecher: 54, 21 und 8,1 ,5.

! Das amtliche verkündungsblatt des l

! Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen >

Anzelgen-Grundpreise: Die 22 -mm.Aeil- lm Anzeigenteil 12 die 70.mw.Aelle lm Textteil 7S Rvs.

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Nr. 1S / S. Jalzrgang

Vonnerslag, 20. Januar 1SZS

kinzelpreis 1S Npf.

VVM -Werk ölaube und Schönheit

Volliskrolltäsmmsnillg suek in üer Isckscdonlo«skei

Neuerung in der lugenSerzietzung

Moskau-Pakt bringt Isolierung

ver kelcksjllgsnäkülirer verkümlst umvslrenäe klsünskmen rur Lelreuimg äer Mäel vom 17. bis 21.1.eben8jsbr / Mrperpklege unä Vertiebmg kultureller IVerle / Neue kleiäuug ües Lv^l.

„Lusgleick mit äem äeutscksu keick wertvoller", erklärt äss VIstt äer grollten tschechischen kegierungspsrtei / Mrä äen krsger Selbsterkenntnissen äie Ist kolgen? / kstlose binkspsrteien

Berlin» 2V. Januar.

Die Führertagung der Amtschefs und Ge­bietsführer der HJ. in der Krolloper in Ber­lin schielt durch eine große Rede Baldur von Schirachs eine außerordentlich weittragende Bedeutung.

Mit berechtigter Freude konnte der Jugend­führer des Deutschen Reiches zunächst auf die Er­folge der Heimböschaffung, der Arbeitsparole des alten Jahres, zurückblicken. Die Hitler-Jugend habe die künstlerischen Gesetze der Baukunst, wie s» der Führer aufgerichtet habe, in ihrem Auf- Mbenbereich verwirklichen dürfen.

Mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, die Hermbanaktion in den kommenden Jahren fort» zusehen, bis alle Standorte der Jugend ihre Heim« besagen, ging Baldur von Schirach auf die ver­schiedenen Sonderausgaben des Jahres 1938 ein. Er wies auf die. erzieherische Notwendigkeit der Verbindung der Jugend , mit dem Ausland hin. Niemand könnte heute noch leugnen, daß die deutsch-französischen Beziehungen durch Front­kämpfer und Jugend eine spürbare Entspannung erfahren hätten. Im Zusammenhang Mit den Auf­gaben der Auslandsarbeit gab Baldur von Schl- rach bekannt, daß tm Sommer in Eatow Lei Ber­lin ein großes Auslandshaus der HJ. er­öffnet werde, das die zwischenstaatliche Verbindung der Jugend fördern solle.

Entscheidend bleibe in Zukunft Jahr für Jahr die Arbeit an der Formation. Sie stehe immer wieder im Vordergrund. Der aktive HJ.-Führer habe immer in erster Linie der Aufgabe in der' Einheit zu dienen. Die Arbeitspläne eines jeden J-chres seien zusätzlich, die Arbeitsgrundlage bleibe die kleine Einheit. Der Grundsatz der Frei­willigkeit verlange immer wieder, Jahrgang um

Jahrgang zu erobern. Vor dieser Aufgabe stehe das Führerkorps auch im neuen Jahr.

Der Redner schilderte sodann die erfolgreiche Entwicklung der Adolf-Hitler-Schulen, die bisher alle Erwartungen des ersten Anlauf- jahres erfüllt hätten. Schließlich ging er in lan­gen Ausführungen dazu über, eine umwälzende Maßnahme der gesamten deutschen Jugend­erziehung zu verkünden.

Aus Anordnung des Jugendführers des Deut­schen Reiches werden danach ab sofort innerhalb der Hitler-Jugend die Mädel vom 17. bis 21. Lebensjahr in einer besonderen Organisation, die ihrem Wesen und Lebensalter entspricht, erfaßt. Baldur von Schirach gibt dieser Neuen Einrich­tung den Namen „BDM.-Werk, Glaube und Schönheit«.

Hierzu erklärte der Reichsjugendführer im ein­zelnen: „Der Name dieser neuen Organisation

mag vielleicht im ersten Augenblick seltsam er­scheinen, aber er umschließt nach meinem Gefühl vollständig unser Programm, denn was ich mit dieser Organisation will, liegt im Namen voll be­schlossen. Ich möchte, daß hier, und zwar unter Führung und Sportwartinnm des BDM. auf dem Gebiet der Gymnastik, des Sports, der Kör­perpflege, aber auch der kulturellen Arbeit Vor­bildliches geleistet wird. Auch möchte ich, daß durch diese Organisation Tanzkurse veranstaltet werden und eine ganz moderne Körpererziehung in dieser wesentlichen Altersstufe der weiblichen Jugend gefördert wird. Wir wollen Menschen, die vielleicht bisher als Eymnastiklehrerinnen oder Sportlehrerinnen nicht viel mit Politik zu tun gehabt haben, in unseren Kreis aufnehmen. Hier müssen wir ihnen Arbeit geben, und sie müssen an diesem Werk „Glaube und Schönheft" dem mo­dernen Erziehungsideal einer gläubigen und schönen Jugend dienen." (Forts, auf Seite 2j

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Die Antwort gibt morgen abend die

NSDAP., Kreis Bremen

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Jeder, der tieferen Einblick in die außenpolitische Schicksalsfrage der Gegenwart gewinnen will, besucht die Massenversammlung in seiner Ortsgruppe

„Kurzer Urlaub"

Warschauer Sowjetgeschiiststräger in Ungnade gefallen

Warschau, 20. Januar.

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Der Geschäftsträger der polnischen Sowjetbot­schaft, Winogradow, hat Warschau verlassen um­so heißt es in einer offiziellen Mitteilung — für kurze Zeit in Urlaub zu gehen. Die Leitung der Botschaft liegt jetzt in den Händen des erst vor rund vier Wochen aus Moskau eingetroffenen Vertauensmannes der GPU. Listopad.

Winogradow scheint jetzt den gleichen Weg zu gehen, den der Warschauer Sowjetbotschafter Dawtjan vor drei Monaten antrat. Auch er reiste plötzlich nach Moskau „um einen kurzen Urlaub anzutreten", ohne bisher in War­schau wieder aufzutauchen. Damit bestätigen sich die Gerüchte, wonach sich Winogradow den Zorn und die Ungnade der Machthaber im Kreml zu­gezogen hat.

dompleur von Löwen zerrissen

Budapest, 20. Januar

In der Nähe von Fllnskirchen in Ungarn wurde während der Vorstellung eines Wanderzirkus ein junger Dompteur vor den Augen der Zuschauer von einem Löwen angefallen und durch einen Biß in die Kehle aus der Stelle getötet. Daraufhin stürzten sich sämtliche Löwen auf den Dompteur und zerfleischten ihn. Die rasend gewordenen Tiere mußten durch Rcvolverschiisse getötet wer­den. Unter den Zuschauern brach eine Panik aus.

Unser« Vilcler!

Oben:

ln einigen Tagen vrökknet die Usutsede -Vrbeitskront am Oravisnplatr in Uerlin «ine ständige blodellseban, »m ru rieige», was bisber von der ank den kle­

ideten banlielisr Osstaltnng, siedlnng »nd Vobnliultnr geleistet wurde. llnser liild Egt das blöde» des im Lau IieOndliebe» l<dT.-8ekill'os „IVillielm 6nstlokk".

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Xsdvnstekend:

»er bisksrigs lranriisiseb« blinisterpräsi- dsnt Ldautemps ist, wie beriebtst, erneut 7-nni blinistvrpräsidenton bernkvn worden, liier gewährt der „neue alte" liabinettseliek Vertretern der kranÄrsiseksn Tresse eine Unterredung.

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A.

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Prag, 20. Januar.

Die Entwicklung der europäischen Politik in den letzten Monaten hat in Präger poli­tischen Kreisen nachdenklich gestimmt. Man sieht sich immer mehr der Gefahr gegenüber, durch die einseitige Bindung an die Freund­schaft mit der Sowjetunion in eine auf die Dauer für das Land unerträgliche Isolierung hineinzugeraten. Nach der Ablösung des Ka­binetts Tatarescu in Bukarest durch das Kabinett Goga sind die letzten Hoffnungen geschwunden, daß Rumänien sich doch noch zu einer engeren Zusammenarbeit mit Moskau bereitfinden könnte. Aber auch andere Er­eignisse, wie beispielsweise der enge freund­schaftliche Kontakt zwischen Berlin und Bel­grad, haben sich auf die Stimmung in Prag ausgewirkt. Es macht sich ein wachsender Widerstand gegen den Geist der „Volksfront" und der Linkspolitik bemerkbar, und vor allem die Anhänger der Agrarpartet lassen

immer weniger Neigung erkennen, noch mit den marxistischen Gruppen zusammenzu­arbeiten.

Wie sehr der Wunsch nach einer neuen politi­schen Orientierung und dieSnchenach neuen Freundschaften laut wird, ist u. a. in den Spalten des Blattes der Agrarpartet, im „Ven- kow", zu erkennen, der erst jüngst schrieb, daß ein Ausgleich mit dem Deutschen Reich viel wertvoller sei als die Sowjetfrenndschast. Während die tsche­chischen Linksparteien ihre Ratlosigkeit dadurch zu verbergen suchen, daß sie am liebsten die augen­blickliche Situation totschweigen oder höchstens mißgünstig und kurz besprechen, weist der „Ven- kow", also das Blatt der größten tschechischen Re­gierungspartei, in ziemlich offener Sprache dar­auf hin, daß die Agrarpartet bereits vor zwei Jahren zweiseitige Verträge mit den Nachbar­staaten und eine vorsichtige Haltung gegenüber der Genfer Entente befürwortet habe. Das Blatt stellt weiter fest, daß heute linksgerichtete Zeitun­gen, der „Czesko Slovo" und die „Lidooe Noviny", deren gute Beziehungen zum Präger Außenmini- sterium bekannt seien, schon nicht mehr zu schrei­ben wagten, zweiseitige Abmachungen seien Per- > träge unter vier Augen, sondern sie bereits empfehlen.

0er Vsllävpllllßt

Visrlclkrs Osssts 2nr Orcknnny cksr national«» Lrbsit

Im Vertrauen auf den neuen deutschen Menschen, den die nationalsozialistische Idee formt, wurde vor nunmehr vier Jahren, am 20. Januar 1934, das Ge­setz zur Ordnung der nationalen Arbeit erlassen. Es gab dem schaffende» Deut­schen die Verantwortung, die nur aus dem richtigen Verständnis nationalsozia­listischen Denkens zu tragen ist. Somit stellt es nicht nur gesetzgeberisch den großen Wendepunkt unseres ganzen so­zialen Lebens dar, sondern ist auch die Ausgangsstellung jener großen und für unser Volk so fruchtbaren inneren Wandlung. Es sagt: „Im Betriebe arbeiten der Unternehmer als Führer des Betriebes, die Angestellten und Ar­beiter als Gefolgschaft gemeinsam zur Förderung der Betriebszwecke und zum gemeinsamen Nutzen von Volk und Staat." Zweitens: „Der Führer des Be­triebes entscheidet der Gefolgschaft gegenüber in allen betrieblichen Ange­legenheiten, soweit sie durch dieses Ge­setz geregelt werden. Er hat für das Wohl der Gefolgschaft zu sorgen. Diese hat ihm die in der Betriebsgemeinschaft begründete Treue zu halten."

In der Stunde des Erlasses dieses Gesetzes hat es Skeptiker gegeben, die an seinen Erfolg nicht glauben zu können meinten. Wie sollten auch Menschen, die Jahrzehnte hindurch nichts anderes zu hören bekommen halten, als daß ihre Arbeit geleistet würde, um anderen ein gutes Leben zu ermöglichen, oder daß

der Sinn einer Unternehmertätigkeit die Erzielung höchstmöglicher Gewinne sei, plötzlich begreifen, daß hier eine Be­trachtung von höherer Warte zu erfolgen habe und daß eine solche Amorientiemng des Denkens und Handelns durchaus im Bereiche der Tatsächlichkeit läge.

Aber es hat gar nicht sehr lange ge­dauert, da war das, was man für eine Lltopie gehalten — wenn man es auch nicht aussprach — geschehen. Unter­nehmer und Gefolgschaft fanden sich schneller zusammen, als sie sich einst aus­einanderlebten. In diesem Prozeß der Befriedung des deutschen Arbeitslebens aber regierte weniger der kategorische Imperativ eines äußeren Zwanges, als vielmehr ein aus Einsicht geborenes Wollen aller Beteiligten.

IM Verlaufe dieses Schmelzprozesies jedoch stand das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit sozusagen als ruhen­der Pol in der Erscheinungen Flucht. Seine im Menschlichen begründeten Formulierungen gaben Richtlinien und Grundlagen. Es ist heute die erfreuliche Feststellung möglich, daß seit dem In­krafttreten dieses Gesetzes die Betriebs- gemcinschaft der schaffenden Deutschen in vielen Beziehungen sich bereits über die Gesetzesparagraphen hinaus im Sinne des Begriffes der deutsche» Be­triebsfamilie weiterentwickelt hat,

Danrit haben Betriebsführer und Ge­folgschaften der nationalsozialistischen Staatsführung und der Deutschen Ar­beitsfront ihren Dank für den Segen der Neuordnung des deutsche» Arbeits­lebens abgestattet und bewiesen, daß sie würdig des Wortes „Arbeit ist Ehre!" sind.

Onssr sagesspiege!

In der Tschechoslowakei macht sich ein Stim­mungswechsel gegenüber Moskau bemerkbar. Ueber Deutschlands Mitwirkung an einem japanisch-chinesischen Ausgleich werden Ein­zelheiten bekannt.

Der jugoslawische Ministerpräsident Stoja- dinowitsch nahm an einer Ttaatsjagd im Gau Magdeburg-Anhalt teil.

Die Reichsanleihe wurde stark überzeichnet. Das deutsche Volkseinkommen hat sich 1938 aus 83,1 Milliarden RM. erhöht und ist in­zwischen um mindestens 4 Mrd. RM. gestiegen.

Der Reichsjugendsührer verkündete ein neues „VDM.-Werk Glaube und Schönheit".

Im Kottbuser Batermord-Prozeß wurden zwei Todesurteile gefällt.

Den internationalen Sternslug von Hoggar gewannen die deutschen Fliegerossiziere Goetze/v. Harnier.

Als Vczirkswart des DRV. wurde sj-Sturm­bannführer Otto Löblich eingesetzt.

Aus der Kreisamtsleitertagung des Amtes sllr Volkswohlsahrt in St. Magnus sprachen Eauamtsleitcr Denker und Gaufraucnschait«- leiterin Friede! Clausing.