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parteiamtliche Hageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Dremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtsdlan des Senats der Zreien kjansestadt Vremen
Ersch-mt7malwöchentl. Monatsb-zug: ^L.Zoeinschl.Znstellgeb.-. Postbezugspreis monatl. S.SV^ dostzeMingsgebuhr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar Postscheck: Hamburg 1,272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz Ns.-Gauberlag Weser-Ems G. m. b. H,. Bremen, Geeren 6-8 / Fernsprecher: S41 21 und SN 1S.
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Nr. 15 / 8. Jahrgang
Sonntag, 16. Januar 1SZS
Einzelpreis !5 Npf.
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feierliche Srundsteinlegung der neuen fldolf- liitler-Schulen durch 0r. Ley und o. Schirach
das System der nationalsozialistischen Erziehung und die Heranbildung des füstrernachwuchses der Partei / „Entscheidung zwischen der Seele und dem kalten Intellekt" / Nichts vestelzendes reformiert, sondern ein Neues begonnen
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Waldbröl, 16. Januar.
Sonnabend nachmittag fand in Waldbröl die Grundsteinlegung der Adols- Hitler-Schule des Gaues Köln-Aachen statt, mit der gleichzeitig die Grundsteinlegung von neun weiteren Adols-Hitler-Schulen, und zwar in Koblenz (Westmark). Mittenwald (Hochland). Hesselberg (Franken), Weimar (Thüringen), Schneckengrün bei Plauen (Sachsen), Potsdam (Kurmark), Heiligendamm (Mecklenburg), Tilsit (Ostland) und Landstuhl (Saarpsalz) verbunden war.
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Waldbröl selbst hatte sich für diesem Tag festlich geschmückt. Der Kumidgebmngsplatz bot «in herrliches Bild. Kurz vor 3 Uhr trafen Rsichs- organisationsleliter Dr. Ley und Reichsjugendführer Baldur von Schirach in Begleitung der Gauleiter Grohs und Florians des Gauleiters und Oberprüfidenten Terboven und des Landeshauptmannes Hanke auf dem Festplatz ein. Brausender Jubel der mehr als 1Ü00Ü Zeugen dieses geschichtlichen Ereignisses brandete ihnen entgegen.
Nach dem Abschreiten der Formationen der Politischen Leiter, der HJ., SA., ss, des NSKK., NSFK. und des Reichsarbeitsdienstes begann die Kundgebung mit dem gemeinsamen Lied „Ein junges Volk steht auf". Gauleiter Grohs hieß den Rcichsorganifationsleiter und den Reichsjugendführer sowie die zahlreichen Gäste auf das herzlichste willkommen. Darauf ergriff, von stürmischem Beifall begrüßt,
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Neichojusendsiihrer Valdur von Schirach
das Wort und führte u. w aus: „Jede große Bewegung spiegelt sich in einem erzieherischen System. Unsere Bewegung legt an diesem
age nicht nur den E hstein zu neuen Bauten; sie verkündet glei. ntig das System der nationalsozialistischen Erziehung. Es sind nur wenige Schulen, die im Rahmen dieses erzieherischen Werkes. geschaffen werden. aber sie werden in diesem Ausmaß, und zwar sowohl in ihrem baulichen als auch in ihrem erzieherischen Ausmaß, ein Neues darstellen. Viele Hunderte von Jungen gehören heute schon der Adolf-Hitler-Schule an. Tag für Tag bewältigen sie .dort die ihnen, gestellten geistigen und körperlichen Aufgaben. Diese stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Geführt von jungen Erziehern, die Kameraden derselben Gemeinschaft sind, der sie selbst angehören, wachsen die Adolf-Hitler-Schüler in einer
Welt aus, in der es zwischen Lehrern und Schülern leinen anderen Unterschied gibt als den der natürlichen Autorität. Wir wissen, daß man diese weder durch Examina noch durch Gebet erhalten kann.
Die Fähigkeit, andere zu führen, kann nicht an- geschult werden. Gewiß, manches Technische kann erlernt werden^ jedoch bedeutet die Weitergabe des/Gelernten sür die Entwicklung eines jugendlichen Charakters und die Bildung eines jungen Herzens noch nicht allzuviel. Und zu allen Zeiten werde ich best reiten, daß Wissen allein weise macht. Die Entscheidung, die wir in diesem Wendepunkt der Erziehung zu erfüllen haben, ist die Entscheidung zwischen der Seele und dem kalten Intellekt. So sonderbar das im Augenblick klingen mag, es ist doch diese Entscheidung eine Frage, die über unser Sein oder Nichtsein entscheidet ' Die Vergötzung des Geistes, wie sie Jahrzehnte hindurch in unserem Volk betrieben wurde, führt zur Zerstörung der naturgegebenen Ordnung.. Der Weg des geistigen Menschen jener Zeit ging durch das Tor, über dem „Wissen ist Macht" geschrieben stand, in ein Land der V e r n e i n u n g. Dem intellektuellen Dünkel galt der Geist mehr als das Volk, Fahne und Vaterland. Gegen diese kalten Rechner erhob sich unsere Bewegung. Sie war und ist eine Revolution der Seele. Sie lebt vorn Schlage lebendiger Herzen.
(Fortsetzung auf Seite 2s
Stojadinowitsch bei Söring und Neuratk
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Herzlicher Empfang des jugoslawischen Ministerpräsidenten in der Neichslzauptstadt / Lebhafte Kundgebungen
Berlin, 1K. Januar.
' Der jugoslawische Ministerpräsident und Außenminister Dr. Milan Stojadinowitsch traf Sonnabend morgen in Begleitung seines Kabinetts- chess Dr. Protitsch und des Attaches im Außen- ministerium, Dr. Azataghitsch, mit einem Sonder- zug in Berlin ein. Auf dem festlich geschmückten Anhalter Bahnhof wurde der Ministerpräsident, der auch von seiner Gattin begleitet wird, von Ministerpräsident Generaloberst Göring, Rerchs- ministern und Staatssekretären sowie führenden Persönlichkeiten der Partei überaus herzlich begrüßt.
Auf dem Bahnhofsvorplatz war eine Ehrenkompanie, gestellt vom Regiment „General Göring", aufmarschiert, die beim Erscheinen der jugoslawischen Gäste präsentierte. Das Musikkorps intonierte die jugoslawische Nationalhymne, Unter deren Klängen Ministerpräsident Stojadinowitsch begleitet von Generaloberst Göring, dem Reichs
außenminister und dem jugoslawischen Gesandten die Front abschritt. Bei der Abfahrt der Gäste nach dem Hotel Adlon brachte eine dichte Menschenmenge, die sich angesammelt hatte, dem Ehrengast des deutschen Volkes herzliche Kundgebungen dar.
Der erste Weg führte Dr. Stojadinowitsch nach dem Ehrenmal Unter den Linden, wo er im Gedenken der gefallenen deutschen Helden einen Lorbeerkranz niederlegte. Der Totenehrung wohnten die Begleitung des Ministerpräsidenten, der Ehrendienst und zahlreiche Offiziere der Wehrmacht bei. Mit dem Vorbeimarsch der Ehrenkompanie an Ministerpräsident Dr. Stojadinowitsch und an dem Kommandanten von Berlin schloß die feierliche Totenehrung. Bei der Abfahrt wurden die jugoslawischen Gäste von der Menge herzlich begrüßt.
Später stattete der jugoslawische Gast dem Ministerpräsidenten Generaloberst Göring einen Besuch ab, um anschließend den Reichsaußenminister, Freiherr" von Neurath, zu einer
längeren politischen Aussprache aufzusuchen. In Begleitung des Chefs des Protokolls, Gesandten von Bülow-Schwante, machten der Reichsaußen- minister und Generaloberst Göring dem jugoslawischen Ministerpräsidenten im Lause des Sonnabendabend einen längeren Gegenbesuch.
Einer Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, folgend, besichtigte Ministerpräsident Stojadinowitsch mit seiner Gattin und den Herren seiner Begleitung Sonnabend nachmittag den Neubau des Flughafens Tempelhof. Auf der Fahrt dorthin wurden dem Gast überall lebhafte Sympathiekundgebungen der Bevölkerung zuteil. Auf dem Hof vor dem neuen Abfertigungsgebäude, von dessen Gerüsten neben der deutschen die blan- weiß-rote Flagge des Heimatlandes des Gastes wehte, hatte ein Ehren stürm des NS. - Fliegerkorps Aufstellung genommen, dessen Musikzug beim Erscheinen des Gastes den Präsentiermarsch spielte.
Bei dem Rundgang durch die weitgedehnten, das größte Interesse des jugoslawischen Ministerpräsidenten findenden Baulichkeiten übernahm Generaloberst Göring, unterstützt von dem Architekten Professor Sagebiel, persönlich die Führung. Anschließend stattete Ministerpräsident Stojadinowitsch dem Reichsluftfahrtministerium einen Besuch ab. Eine größere Menschenmenge begrüßte den Gast in der Wilhelmstraße mit lebhaften Heilrufen, als er an der Seite des Oberbefehlshabers der Luftwaffe und des Staatssekretärs Milch die Front der Ehrenkompanie abschritt. Die Führung erstreckte sich insbesondere auf den Fahnenraum, in dem die Fahnen der Berliner Garnison der Luftwaffe untergebracht sind, die Gcdenkräumc für die Gefallenen der Luftwaffe im Weltkriege und die Toten der deutschen Luftfahrt, den Ehren- saal und den Großen Sitzungssaal. Nach Beendigung des Rundganges nahm Generaloberst Göring an der Seite seines Gastes unter erneuten herzlichen Kundgebungen der Bevölkerung den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie ab.
Dr. Stojadinowitsch wird am heutigen Sonntag um 11.30 Uhr in Karinhall eintreffen, um unter Führung des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring und in Begleitung des jugoslawischen Gesandten Cincar Markowitsch die Waldungen der Schorsheide zu besichtigen. Am Abend wird der Ministerpräsident aus Einladung des Reichsaußenmlnisters Freiherr« von Neurath an der Aufführung der Operette Die Fledermaus" -m Deutschen Opernhaus mit einem daran anschließenden Abendessen teilnehmen.
Für Montag ist eine Abendtafel des Führers und Reichskanzlers im „Haus des Reichskanzlers" vorgesehen.
(Siehe «mch Lotte 2)
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f. L. v. Bremen, 16. Januar.
„Die Äesreiung der Presse von der Pressefreiheit ist in Wahrheit 'eine der größten geistesgescyichtlichen Taten, die der Faschismus und Nationalsozialismus vollbracht haben." Das ist das Kernwort der vom Reichspressechef der NSDAP. Dr. Otto Dietrich, vor kurzem im Eauverlag Westfälische Landeszeitung, Rote Erde, Dortmund, erschienenen überaus aufschlußreichen Kampfund Aufklärungsschrift „W eltpresse ohne Maske". In lückenloser Beweisführung hat in dieser Schrift der Reichs- pressechef die Lüge von« der Freiheit der Weltpresse widerlegt und der anonymen Macht der Presse,, diesem wahren Feind des Friedens, dem größten und gefürchtetsten Kriegstreiber unserer Zeit, dem Giftmischer der öffentlichen Meinung, die Maske vom Gesicht gerissen.
Die Gefahr, die das Problem der Presse in sich birgt, sagt der Reichspresseches, ist heute zu einem Problem von höchster weltpolitischer Bedeutung geworden und um das Geheimnis des papierenen Feindes der Völker aus dem Gesetz seiner eigenen Entwicklung zu enthüllen, ihn seiner Tarnung zu entkleiden und seiner Phrasen zu berauben, hat der Verfasser die Geschichte des Zeitungs- wesens bis zu ihren ersten Anfängen im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts zurückver- folgt. An Hand zahlreicher geschichtlicher Zitate wird aufgezeigt, wie es mit der „goldenen Freiheit" der Presse zu allen Zeiten in Wahrheit bestellt war. Dem viel mißbrauchten Worte Friedrichs des Großen, „daß Gazetten nicht geniret werden dürfen", ein Wort, daß der junge, kaum an die Macht gekommene König einmal in guter Laune und ohne es selbst allzu ernst zu nehmen, geprägt haben mag, steht die unleugbare Tatsache jener Kabinettsovder des großen Königs entgegen, die er bereits drei Jahre später erließ. Damit wurden die Verleger der Berlinischen Zeitungen unter Vorzensur gestellt mit der Begründung, daß sie einen üblen Gebrauch von der ihnen verstatteten Freiheit, die Zeitungen ohne Zensur drucken zu lassen, gemacht hätten.
»
Der Reichspresseches läßt nach Friedrich dem Großen den bekannten Publizisten seiner Zeit Christian Friedrich Daniel Schu- bart zu Worte kommen, der seine Freude darüber ausspricht, daß die Bücherzensur in Paris auf höchsten Befehl sehr streng eingerichtet werden soll und tadelt, daß es in Deutschland jedem Phantasten erlaubt sei, das Volk am Narrenseil herumzuführen.
Zur französischen Revolution kommend, die mit der Erklärung der Menschenrechte erst richtig der Ausgangspunkt der sogenannten Pressefreiheit gewesen, zeigt der Verfasser, wie selbst hier gleich eine Einschränkung des die Freiheit gewährleistenden Artikels 6 in der französischen Verfassung erfolgte, die der Pressefreiheit so weit Schranken anlegt, als ihr Grenzen durch die Gele tz e werden. Und mit den Gesetzen wußte
auch die französische.Revolution sehr bald die sogenannte Pressefreiheit einzuengen, nachdem sich herausgestellt hatte, daß durch die Presse nur die Luft vergiftet wurde, in welcher die Gesetzgeber arbeiten. Geradezu zermalmend wird hier die. Beweisführung des Reichspressechefs, wenn er daran erinnert,
' wie bereits wenige Wochen nach der Prokla- mierung der „Menschenrechte" Maltet du Pan. in dem.'von ihm geleiteten. „Mercure du France" , lamentierte: „In dem Augenblick,' da wir dem Schwerte der Zensur , entkommen sind, verfallen wir den Mordwaffen der Unduldsamkeit." .
Daß Napoleon nach seinem Staatsstreich gemäß seinen eigenen Aussprüchen „Wenn ich der Presse die Zügel locker liehe, würde ich keine drei Monate im Besitze der Macht bleiben; vier feindliche Gazetten können gefährlicher werden als 160 060 Soldaten im Felde" der Presse die Zügel fest angelegt hat, ist ohnehin eine wohl jedem bekannte Tatsache. Goethe, Lamartin, Horrors de Balzac, Emile de Girar- din werden des weiteren vom Reichspressechef als Kronzeugen gegen das Phantom der Pressefreiheit aufgeführt.
»
Im zweiten Teil seiner Schrift weist Dr. Otto Dietrich die Vergeschästlichung der Presse durch jene Mächte nach, die als Ursache aller beklagenswerten Zustände auch die Weltpresse heute in eine geistige und moralische Krise hineingeführt haben.
Die Entwicklung in der französisch e n. die Entwicklung in der amerika - Nischen Presse vom zweiten Drittel des 19., Jahrhunderts ab, das Eindringen der destruktiven jüdischen Kräfte in die Presse, ihr kapitalistisches Abhängigkeitsverhältnis,
Onssr VagsLszrisASl
Mit der Neubildung der französischen Regie rung wurde der bisherige Finanzminister Vonnet beauftragt.
Der jugoslawische Ministerpräsident wurde von Göring und Neurath empfangen.
Dr. Frick sprach anläßlich des Lipper Er- rnnerungstrcffens.
Dr. Ley und von Schirach legten den Grund- dem zu zehn Adolf-Hitler-Schulen. SA.-Eruppcnsührer Vöhmckcr sprach in Oldenburg zur SA.
Die gaueigene Straßensammlung hat mit großem Erfolg begonnen.
In den Fragen der Haushaltsnachweise zur Regelung des Speisefettbezüges ist zukünftig das Statistische Landcsamt zuständig.
Die Einzelhandelsabteilung der Industrie- und Handelskammer Bremen legt ihren Jahresbericht vor.
Ingenieur Pg. Adolf Jung trat als neuer Geschäftsführer der bremischen Hallenbäder sein Amt an.
Die Zeichnungen für die neue Reichsanleihe werde« «m Dienstag geschlossen.