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parteiamtliche Lageszeitung
Nachnchtenblatt der Deutschen flrbertsstont Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
Erscheint 7mal wöchentl, Monatsbezug: 2.ZY einscbl, ZusteNgeb.; Poktdezugspreis monatl, 2.80
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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
SInzeigen-Krundpreis»: Die 22-mm.ZeiI->m Anzeigenteil I2^k, vte 7 N-mm-Zeile tm T-rtterl 78 Rpj. Ermäßigte Nnindpreise liür kleine Familien-Anzeigen u, ->.» sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 cNachlaßstas'el 0, Für Anzeigen durch ssernsprecher keine Äewähr,Annahmeschlutzl6 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-1» Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12'/--l>P/, Uhr.
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Neue kisenbatznen und vefestigungen Nüterußlands im örenzgebiet Sstaflens
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pg. krnst Schulze, oidenburg, berichtet über seine liitigkeil am Werkplay
Isgung äsr UsWisckrittleiier ües Laues IVeser-Lms Lriednisse an üer kroni äer Lrdeii / „Miei äss üerr äes äeulscksn Lrbsiters!"
tLigeosr vrsktberickt Sei „Bremer Leitung") r. Amsterdam, 14. Januar.
In einem interessanten Bericht teilt „All- gemeen Handelsblad" näheres über die Absichten Sowjetrutzlands in Fernost mit. Die Maßnahmen, die Moskau getroffen habe und immer noch treffe, um seine Stellung in Ostasien zu verstärken, so betont das Blatt u. a., seien deutlich auf die Möglichkeit eines Krieges gegen Japan eingestellt.
Seit dem russisch-japanischen Kriege im Jahre 1908 habe die Kapazität der transsibirischen Eisen-. bahnen um nicht weniger als WO Prozent zugenommen. Bis Chabarowsk sei eine doppel
gleisige Strecke vorhanden. Außerdem seien strategische Eisenbahnverbindungen zwischen Semipara- tinsk und Uljasutai sowie zwischen Saissan und Lhuguchak geschaffen worden. Von der transsibirischen Eisenbahn seien verschiedene Nebenlinien an die Grenze der Aeutzeren Mongolei gelegt worden. Eine Eisenbahnverbindung von Alan-Ude zur Hauptstadt Urga sei im Van. In fieberhafter Eile werde zurzeit außerdem, an der Befestigung der Linie Baikal-Amur gearbeitet.
Oestlich von Baikal liege ein Betonsort und ein Flugzeug neben dem anderen. In lllan-llbc seien Eisenbahnreparaturwerkstiitten mit eiinm Fassungsvermögen von 1199 Lokomotiven, 2999 Personenwaggons und 12 999 Frachtwaggons geschossen worden. Die Stärke der sowjetrussischen Streitkriiste östlich des Baikal-Sees schätze man auf 399 999 Mann, 999 Tanks und 1999 Flugzeuge.
tkaulemps warnl vor öewall
?rankreichs Ministerpralident stellt in der Kammer die Vertrauensfrage
(vraktbsriedt nvssrss Larissr Vsrlisbsrsz kv. Paris. 14. Januar.
In der französischen Kammer richtete Ministerpräsident Ehautsmps in einer Regierungserklärung einen dringenden Appell anall e P a r- teien zur Ueberwindung der gegenwärtigen Krise. Obwohl die Kommunisten zuvor die Wiederwahl des Vizepräsidenten Duclos durchsetzten und Herriot eine pathetische Dersöhnungsrede gehalten hatte, war die Stimmung äußerst gespannt, Ehautemps erklärte baß die schweren finanziellen Erschütterungen -burch die im Lande herrschende Erregung hervorgerufen worden seien, die durch eine systematische Agitation ausgelöst würde Die Regierung sei jedoch entschlossen, die Währung und deß-Haushalt zu verteidigen und unverändert an ihrem Programm festzuhalten, Chautemps gaö dabei auch eine am Vortage durch ultimative Forderungen an Bannet erzwungen« Ablehnung der von den Gewerkschaften verlangten Wälnungskantrolle bekannt. Zuletzt warnte der Ministerpräsident die Arbeiterschaft davor, sich zur Gewaltanwendung hinreißen zu lassen, da sie dadurch die ganze Schwere des Gesetzes herausfordern würden. Das Land befinde sich in einem Zustand moralischer Erkrankung; trotzdem hoffe er, alle Schwierigkeiten überwinden zu können, deshalb werde er auch seine Bemühungen um den Arbeitssrieden fortsetzen. Abschließend verlangte Chautemps eine klare Stellungnahme und Vertrauensbekundung der Kammer.
Wie am Nachmittag in der Kammer bekannt wurde, hatten Chautemps und Bannet das Aeußerste aufwenden müssen, um in der vorausgegangenen Kabinettssitzung ihre Ansichten durchzusetzen. Trotz aller Bemühungen ist jedoch der Pfundkurs in der Pariser Donnerstagbörse gestiegen. In der Börse kursierten Gerüchte, in denen die Möglichkeit eines Rücktritts Chautemps' eine große Rolle spielte. Es hat den Anschein, als ob das linke Lager der „Volksfront" bereits Vorbereitungen für ein etwaiges Kabinett Vlum trisft. während die Radikalsozialisten bereits die Möglichkeit eines Kabinetts Sarraut unter Einbeziehung der rechten Mitte ankündigen.
Die gegenwärtige Lage ist also noch ziemlich verworren. Von der „Libertö" werden übrigens alarmierende Nachrichten verbreitet, nach denen die Kommunisten die Absicht haben sollen, durch die Provozierung von Zwischenfällen den Generalstreik auszulösen.
Vor?ranc fiMr weiter
London, 14. Januar.
Die Flucht aus dem Franc hat am Donnerstag auf dem Londoner Devisenmarkt weiter angehalten. Die Befürchtung einer Regierungskrise in Frankreich hat zu außerordentlich hohem Frank- angebot geführt, so daß der Franc auf 151 gegenüber dem Pfund absank.
H.
kselc in ksrtin
Berlin, 14. Januar.
Der polnische Außenminister Oberst Beck, der sich auf einer Reise nach Genf befindet, hat Donnerstag vormittag in Berlin dem Rerchsministcr des Auswärtigen, Freiherr« von Nemath, einen Besuch abgestattet, an den sich eine längere Unterhaltung knüpfte. Mittags sah ihn Ministerpräsident Generaloberst Göring bei sich z« Gast. Am Nachmittag suchte der polnische Staatsmann den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels auf.
wieder tarl-Növer-Spende
Das Geburtstagsgeschenk der Bevölkerung an den Gauleiter d!80. Oldenburg, 14. Januar Die in den Vorjahren so erfolgreich durchgeführte Fettsammlnng für die Carl-Röver-Fett- spende soll — wie wir bereits mitteilten — auch in diesem Jahre stattfinden, um unseren Hilfsbedürftigen größere Fettzuweisungen machen zu können. Das Spendenergebnis wird Gauleiter Röver am 12. Februar von Eauamtsleiter Denier, dem Eaubeauftragten für das Winterhilfs- werl, als Geburtstagsgeschenk überreicht werden.
„Keine Spitze gegen Veulschland"
Schuschnigg über die Vudapester Konferenz Wien, 14, Januar,
Zu der gemeinsamen Erklärung der drei Staaten der römischen Protokolle veröffentlicht die Wiener Politische Korrespondenz Aeußerungen des Bundeskanzlers Dr, Schuschnigg, Darin heißt es u, a,: „Das deutsch-österreichische Abkommen vom 11. Juli 1936 ist eine erfreuliche
und zweckentsprechende Ergänzung des
Rompaktes. Es wird gut sein zu erinnern, daß Oesterreich sich seit je als deutscher Staat deklariert hat, auch längst bevor die Achsenpolitik noch in Sicht kam, und daß es bei jeder Gelegenheit betonte, es wäre unter keinen Umständen bereit, eine Politik zu machen, die eine Spitze gegen Deutschland habe. Diese Auffassung fand in Rom und Budapest volles Verständnis,"
Der mit ilom ventnebon Xalionnlprvis niisxo-ieielinerv -V»lent«>iselioi- v,-. Ililbelm b'ileliiicu »nrä«, viv dorvita deriobtat, dvi »einer llvimkobr ,n Sei- ke.ebsbanptstaSt zubelnä befallt.
Bi-ssss-LoHmsiiii
nso. Oldenburg, 14. Januar.
Wer Propagandist sein will, mutz die Seele des Volkes kennen. Niemals kann einer zum Herzen sprechen, der nicht das Herz des anderer kennt. Darum schickte Dr. Goebbels, der Reich-minister für Voiksausklärung und Propaganda, seine höchsten Beamten an die Front der Arbeit, damit der Aktenstaub aus ihren Lungen käme und sie jene Menschen aus eigenem Erleben kennenlernten, die in ihrer täglich erneuten Pflichterfüllung und Opferbereitschast, in ihrer schlichten Geradheit unser Volk reich machen. Unter ihnen befand sich auch der Leiter des Reichspropagandaamtes Weser-Ems, Pg. Ernst Schulze, der in der Zeit vom 29. Oktober bis zum 23. Dezember vorigen Jahres als Hilfsarbei
ter in der „Württembergischen Cattun-Manu- faktur, Heidenheim" tätig war.
Im Rahmen einer Pressekonferenz des Relchs- propagandaamtss, an der die Hauptschriftleiter des Gaues Weser-Ems. Vertreter der Partei, der Gliederungen und Behörden teilnahmen, sprach nun nach' der Eröffnung der Tagung durch den Pressereferenten des Reichspropagandaamtes "
Athen, Ganpropagandaleiter Schulze über seine Erlebnisse wahrend der HilssarLeiterzeit.
Parteigenosss Schulze ging aus von dem Begriff der Symphonie der Arbeit, die gerade alle Propagandisten stets in den Vordergrund ihrer Ee- dankenaänge stellen und betonte, daß es ein außerordentlich großes Erlebnis sei, als Außenstehender einmal diese Symphonie der Arbeit persönlich mitzuerleben und Gelegenheit zu haben, den wahrhaft treuesten Sohn des Volkes, den Arbeiter, an -seinem Werkplatz kennenzulernen.
(Fortsetzung auf Seite 2)
AtgoskawLett «»ci DetttscMattci
Von !)t, stchian 5tojoclinoivltscs>, jugoslowiscsisr svllmstsspräsicksiit unck ^ustsmnmktsf
„Samoan tlipper" erplomen
Siebenköpsige Besatzung umgekommen
Newyork, 14, Januar.
Der amerikanische Flugzeugträgertcndcr „Aoo- cet" kehrte nach Samoa zurück und brachte die in der Umgebung der Oellache ausgefundcnen Trümmer des abgestürzten Grogslugbootcs „Samoan Clipper" und auch einige Kleidungsstücke der Besatzung mit zurück. Die „Avocet" hatte den ganzen Tag nach den Leichen der siebenlöpsigen Besatzung gesucht, doch mußte sie schließlich die.Hossnung ausgeben, die Leichen aus dem von Haifischen wimmelnden Meer zu bergen. Die verkohlten Trümmer deuten an, daß das Flugboot einer Explosion zum Opfer siel, als es Brennstoff bei einem Lan- Sungsversuch über Bord warf.
Beamte der Panamerican Airways erklärten, der infolge der Katastrophe unterbrochene Flugverkehr zwischen Hawai und Neuseeland werde mit neue« Flugbooten wiederaufgenommen werden.
Stojadinowitsch ist, zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Teutschland aus Belgrad abgereist, um den Besuch zu erwidern, den der Reichsaußenminister von Neurath im sommer letzten Jahres in Belgrad abstattete. Im Sonderheit der Zeitschrist „Volk und Reich" verössentlicht der jugoslawische Ministerpräsident den folgenden Artikel:
Zwischen dem jugoslawischen und dem deutschen Volke bestehen seit über einem Jahrhundert vor allem auf kulturellem und geistigem Gebiet enge und fruchtbare Wechselbeziehungen, Die vor kurzem stattgefnndene Feier des 159, Geburtstages unseres großen Sprachschöpsers Vut Karadzitsch gab besonders auch Anlaß, dieser Beziehung zu gedenken, die sich in unserem Volke so sichtbar und für sein Wirken entscheidend verkörperten. Erfuhr doch das Werk Vuks eine maßgebliche Förderung durch Jakob Grimm, Goethe und andere Repräsentanten des deutschen Geisteslebens der ersten zwei Jabrzehnte des vorigen Jahrhunderts. Die Tatsache, daß Vut Karadzitsch dem großen deutschen Historiker Leopold von Ranke das Material für dessen Geschichte der serbischen Revolution lieferte, ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Zusammenarbeit der beiden wichtig, sondern auch deshalb, weil durch das Werk Rankes die ganze europäische Oeffentlichkeit mit dem Freiheitskampf unseres Volkes näher bekanntgemacht wurde. Diese gegenseitigen geistigen Beziehungen wurden nie unterbrochen und sind auch heute in erfreulichem Umfange vorhanden.
Obwohl sich Serbien und Deutschland im Kriege gegenüberstanden, waren sie doch nicht Feinde, sondern ritterliche Gegner. Dies wird jerbtscher- und, wie ich weiß, auch deutscherseits vorbehaltlos anerkannt. Gleich nach dem Kriege aber begannen sich die Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern rasch wieder zu normalisieren. Ihr Wirtschaftsverkehr, der heute einen entscheidenden Faktor für beide Partner darstellt, war schon wenige Jahre nach dem Kriege wieder im Ausblühen begriffen. Jugoslawien, das überwiegend ein Agrarstaat ist, und das industrielle Deutschland ergänzen sich in ihren wirtschaftlichen Bedürfnissen gegenseitig hervorragend. Deshalb hat auch der Handelsverkehr zwischen unseren beiden Staaten in den letzten Jahren auf Grund des Handelsvertrages vom Jahre 1934 eine so erfreuliche aufsteigende Entwicklung genommen.
Wir sind uns, immer der Tatsache bewußt, daß Deutschland im Donauraum eine entscheidende Rolle spielt und daß keine Lösung der sogenannten Donauraumfragen ohne die Mitwirkung Deutschlands möglich ist. Die deutsche Politik hat ihrerseits, wie ich anerkennen muß, stets ein volles Verständnis für die Bedürfnisse und Interessen Jugoslawiens bewiesen und die Unabbängigkeit unserer Außenpolitik, die sich immer nur an unsren eigenen Interessen ausrichten kann, stets -n vollem Umfange gewürdigt.
Auf dieser Grundlage haben sich die jugoslawisch-deutschen Beziehungen auch auf politischem
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Gebiet ungetrübt freundschaftlich gestaltet. Der Besuch des Herrn Reichsaußenmiuisters in Belgrad im Sommer 1937 hat dies bestätigt. Ich konnte in meinen Unterredungen mit Herrn von Neurath feststellen, daß unsere beiderseitigen Auf-
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Die Moskauer Kriegsvorbereitungen in F oft treten immer mehr zutage.
In Paris rechnet man mit einer Kabini krise.
Der jugoslawische Ministerpräsident hat s Deutschlandreise angetreten.
Der polnische Außenminister weilte «einer Reise nach Genf in Berlin.
Das amerikanische Flugboot „Samoan Clip« ist über dem pazifischen Ozean explod In Wien stand der jüdische Spießgeselle Capones, Eduard Jacob, vor Gericht.
Der Leiter des Rcichspropagandaamtes W> Ems. Pg. Schulze, berichtete über seine Tö kett als Hilfsarbeiter.
Der frühere Gouverneur von Deutsch- afrika, Schnee, sprach vor der Verwalt»: akademie Bremen.
In der Preußisch-Süddeutschen Staatslotl fiel ein 190 999-RM-Eewinn nach Brei: Leopold-Berlin wurde in Köln Deuts Villardmeister.