Ausgabe 
(9.1.1938) Nr. 8
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NackrichtenblaN der Deutschen flrdeitsstont Bremen flmtsblatt des Senats der Lreien tjansestadt Bremen

mlistm Vremens

der Natron

parteiamtliche Tageszeitung

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Nr. S / S. Jahrgang

Sonntag, S. Januar ISIS

kinzelpreis SS Npf.

Funkgespräch mir dem forscher filchner

Nadio Norddeich erreichte das Schiff mit dem heimkehrenden Nationalpreisträger

der forscher will bereits im Mai oder Juni wieder nach Indien reisen / Außerordentliche dnstrengungen und kntbehrungen erschütterten den Sesundkeits;ustand dr. filchners / kin neues Such in Vorbereitung / Voraussichtlich am 12. oder lZ. Januar seierlicher kmpsang in der Neichskauptstadt

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Bixsaer Drall tbsriebt

in. Frankfurt/Main, S. Januar.

Dr. Wilhelm Filchner, der berühmte deut­sche Forschungsreisende und Nationalpreis­träger, befindet sich aus dem DampferVic­toria" des Lloyd Triestino auf dem Wege in die Heimat. Unser nationalsozialistisches Frankfurter Bruderblatt, das parteiamtliche Frankfurter Volksblatt"' setzte sich über die Funkstation in Norddeich mit dem Ostasien­forscher in Verbindung und funkte ihm ihre Glückwünsche. Filchner gab dabei unserem Bruderblatt die ersten Erklärungen über die wissenschaftliche Ausbeute seiner Reise und über seine nächsten Pläne.

Dr. Filchner war über die unverhoffte Be­grüßung auf See, fast 3000 Kilometer von Frank­furt entfernt, hoch erfreut und dankte herzlich. Die erste Frage galt seinem Gesundheitszustand. Dr. Filchner erklärte, daß die ungeheuren An­strengungen und Entbehrungen, die ihm aus sei­ner letzten großen Forschungsreise stark zusetzten, zu Sorgen Anlaß gäben. Immer wieder aber habe er sich aus seine robuste, zähe Natur ver­lassen und seine schwierigen Forschungsarbeiten verbissen vorangetrieben.

Nach seinen weiteren wissenschaftlichen Plänen befragt, erwidert Filchner. daß er hierüber noch nicht sehr viel sagen könne. ,,Alles hängt vom Arzt ab", Vor Jahren war Filchner bekanntlich an einem Gallensteinleiden erkrankt und die letzte Untersuchung, die erst vor kurzem ein Arzt in Bombay vornahm, hat auch den Forscher be­unruhigt.

Nach seinen weiteren Aussagen hat Filchner die Absicht, im Mai oder Juni dreses Jahres

Saragossa, S. Januar An der Teruel-Front erstürmten die nationalen Truppen weitere für ihr Umgehungsmanöver gegen die Volschewisten wichtige Positionen. Ein erbitterter Kamps spielte sich insbesondere um den Besitz der Höhe 1208 ab. Sie wurde von den Volschewisten durch kilometertiefe Befestigungs­anlagen von Drahtsystemen, Gräben und be­tonierten Unterständen außerordentlich stark aus­gebaut. Nach Abwurf von 80 Tonnen Bomben

Der neue V8,^.-Botsckskter kür Berlin. Der bis kerix, Obek cker Bolitisclleu Abteilung äes aiuliiknuiselie» ^uOenamts, Uinisleriaiäirektnr Ilugb tVilsnn. xvnrüv siuin äiplomutiseken Ver­trete:- äer Vereinigten 8 taut eu in Berlin ernannt. (?röss«-8okkiuann.)

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bereits wieder nach Indien zu gehen, um seine Vermessungsarbeiten fortzusetzen. Den Aufent­halt in Deutschland will er dazu benutzen, sich zu erholen und. falls es notwendig sein sollte, sich einer Operativ» zu unterziehen. Es ist möglich, daß der Forscher seinen Erholungsurlaub in Bad Homburg verbringen wird.

Ueber die wissenschaftlichen Ergebnisse seiner letzten Expedition befragt, bezeichnete Dr. Milch­ner die Ausbeute als außerordentlich umfangreich, natürlich zunächst nach der erlebnisreichen Seite. Er werde wiederum ein Buch schreiben, obwohl er das Bücherschreiben hasse, aber ex habe sich nun einmal dazu verpflichtet. Welchen Titel sein Bück tragen wird. das über die Erlebnisse und erd-

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Zur Kronprinzen-Hochzeit in Athen

Berlin, 9. Januar.

Der Führer und Reichskanzler hat zur Vermählung des griechischen Kron­prinzen dem König von Griechenland und dem Brautpaar drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Athen hat die Vorarbeiten für die Ausschmückung der Stadt zum Hochzeitstag des griechi­schen Thronfolgers beendet. Der Stadt­schmuck und die abendliche Beleuchtung

magnetischen Untersuchungen in Zentralasien be­richten wird, war nicht von ihm zu erfahren,

Deutschland hat Dr. Filchner für seine wissen­schaftliche Arbeit mit der höchsten Auszeichnung geehrt. Das ganze deutsche Volk erwartet deshalb den heimkehrenden Forscher als einen der Seinen.

Wie der Lloyd Triestino bei dem Gespräch noch mitteilte, wird der DampferVictoria" voraus­sichtlich am 10. Januar in Genua eintreffen. Dr. Filchner wird sich von dort aus im Schnellzug nach Deutschland begeben. Nach den letzten Dispo­sitionen wird der Forscher auf dem Wege zur Reichshauptstadt Frankfurt am Main am 12. Jan. passieren. Abordnungen der DAF. werden dort als erste den Heimkehrer begrüßen. Die Empfangsfeierlichkeiten sollen ihren Höhepunkt in Berlin finden.

haben unter den Händen der besten grie­chische» Künstler eine hervorragende Ausgestaltung erfahren. Besonderen Eindruck machen die magisch bestrahlte Akropolis und die blauweiße» Licht­schlangen, die die Hauptstraße durch­ziehen. Das blauweiße Fahnenmeer ist von zauberhafter Wirkung. Die Frem­den wurden von der Bevölkerung überall freundlich empfangen, und besonders die deutschen Hochzeitsgäste. Beim Erschei­nen offizieller deutscher Persönlichkeiten spielten die Kapellen die beiden deut- fchen Nationalhymnen.

I. L. O. Bremen, 9. Januar.

Die Kunde von dem im kommenden Früh­jahr geplanten Besuch des Führers in Ita­lien hat dort einen unermeßlichen Jubel ausgelöst. Wir, die wir den italienischen Re­gierungschef, des italienischen Volkes Duce, im Herbst des vergangenen Jahres in Deutschland begrüßen konnten, wir Deutsche, die wir alle seinen Besuch als ein ebenso frohes wie geschichtlich denkwürdiges Ereig­nis erlebten, verstehen um so besser die Freude des italienischen Volkes über den Gegenbesuch Adolf Hitlers, als wir ja wissen, wie faszinierend große geschichtliche Persön­lichkeiten von jeher in Italien zu wirken vermochten. Kein Wunder darum, wenn Rom, das faschistische, das imperiale Rom Deutschlands Imperator in imperialem Rah­men auch würdig zu empfangen wünscht. Was dies heißt, kann man sich vorstellen, in Erinnerung an Triumphzllge cäsarischen Gepräges mit einer Tradition von mehr als 2 Jahrtausenden. Aber mehr wie der trium­phale äußere Glanz und die großartige Schönheit des Empfanges wird uns zu Her­zen strömen die Freude über die gefühls­mäßige Einstellung des italienischen Volkes und seines Duce bei Adolf Hitlers Gegen­wart in Rom.

Wir verstehen vollkommen dieTribuna", die schreibt, daß man Adolf Hitler in Italien mit herzlicher und glühender Begeisterung empfangen werde, und daß die italienische Hauptstadt übervollen Herzens dein Führer der deutschen Nation zu beweisen bereit sei, wie aufrichtig die das ganze italienische Volk und seinen Duce beseelenden Gefühle für den Führer Deutschlands sind. Gerade Italien, das fast ebenso lange um seine poli­tische Einheit und seine nationale Geschlos­senheit zu kämpfen hatte wie Deutschland, weiß das Titanenwerk zu würdigen, das Adolf Hitler bewältigen mußte, um Deutsch­land, sein Deutschland dahin zu bringen, wo es heute steht. Galt es doch in Deutsch­land nicht allein der vielköpfigen Parteien- hydra die Köpfe abzuschlagen und die Hälse auszubrennen, galt es doch nicht allein hier Juden und Freimaurer die Krallen zu be­schneiden, sondern vor allem auch ein und das ist wohl das Schwierigste gewesen konfessionell zerklüftetes und völlig fehlge­leitetes Volk weltanschaulich zu einigen. Daß es erst dann gelingen konnte, das von außen her in tiefst? Schmach und Knechtschaft ge­stoßene deutsche Volk aus seinen Ketten zu befreien und aus seiner tiefsten Erniedrigung wieder in die lichten Höhen der Freiheit zu führen, begreift man heute m Italien eben­sosehr, wie man versteht, daß es ungeheuer­lich und schier unausdenkbar schwer gewesen ist, das besiegte, gefesselte und ge­

knebelte Deutschland wieder zu Macht und Ansehen zu führen, wo es doch schon Italien, die den Siegern sich zuzählende Nation so ungeheuerlich schwer hatte, seine Unabhän­gigkeit und seine Freiheit von allen Bindun­gen der ehemaligen Siegergenossen zu er­kämpfen.

Italien steht heute frei von allen politi­schen und wirtschaftlichen Jwangsbinüungen aus den Fahren der Nachkriegszeit da. Und wie es seinem naturgegebenen Lebensdränge folgend, ohne Rücksicht auf Einspruch und Drohung des es einst mächtig beschattenden Englands den Weg nach Abessinien ging, so streckte es auch unbekümmert um das Gesich­terschneiden der ehemaligen Verbündeten stark und redlich seine Hand dem Führer entgegen, als es galt, die Achse BerlinRom zu schaffen, die heute zur einzigen festen und unerschütterlichen politischen Linie der Welt geworden ist. Und diese Linie wird nie­mand mehr abbiegen können. Weder mit diplomatischem Wortschwall noch mit gewal­tigen Rüstungsprogrammen, welch letzteren Italien doch nur ebensolche entgegensetzt. Daß das vorgestern verkündete italienische Kriegsschiff-Bauprogramm für 1938 in kei­ner Weise dem Londoner Flottenvertrag von 1936 widerspricht, obwohl ihn Italien gar nicht unterzeichnete, beweist übrigens wie­der Italiens guten Willen England gegen­über, ein Verhalten, das leider in London

...

Unser Hogesspiegel

Der kommende Gegenbesuch des Führers bildet den Hauptgegenstand der italienischen Presse. Bei Teruel ist eine erbitterte Schlacht im Gange.

Der Nationalpreisträger Filchner äußerte sich in einem Funkgespräch mit der NS.-Presse über seine nächsten Pläne.

Hauptamtsleiter Hilgenfeldt umriß die Stellung der Schwester im Dritten Reich.

Das erste Schiff der 6. Zerstörer-Division, Bruno Heinemann", wurde feierlich in Dienst gestellt.

Eauamtsleiter Denker eröffnete die große Wanderausstellung der NSB. in Bremen.

Das bremische Handwerk wird seinen Sitz nach Eontrescarpc 2V verlegen.

In feierlicher Weise wurde gestern das, neue Eiswcttjahr einklariert.

Von dpr Argo Reederei wurden bei der Rickmers-Werft zwei Dampfer in Auftrag ge­geben.

Die Bremer Handelskammer tritt dafür i daß Bremer Druckaiisträgc an brennichx Firmen vergeben werden.

Der Dreiländerkampf im Tennis Deutsch­landAustralienUSA. endete in Melbourne mit einem großen Triumph unserer Vertreter.

erbitterte Schlacht bei kernet

Strategisch bedeutsame Höhe von den Nationalen genommen erstaunliche Feststellungen über den Umfang

der ausländischen kinmischung auf feiten der Noten

durch nationale Geschwader und nach fünfstündi­ger heftigster Artillerievorbereitung gelang es den nationalspanischen Legionären, die von zwei internationalen Brigaden der Volschewisten be­setzte Höhe mit Nein Bajonett zu erobern.

Zur Entlastung dieses Abschnittes versuchten die Volschewisten, um die nationale Umgehungs­operation zu vereiteln, verzwe-ifelteEegen- angriffe an anderen Teilen der Teruel-Front. Sämtliche Vorstöße brachen jedoch im Abwehr­feuer der Truppen Francos zusammen. Nach Aus sagen von Gefangenen und aus den Drohungen bolschewistischer Oberhäuptlinge, daß alle Unter- häuptlinge, die nicht bis zum letzten Mann ver­teidigten, erschossen würden, läßt sich ermessen, welchen Wert die Volschewisten den Kämpfen um Teruel beimessen. Ihre dortigen Befestigungen gelten als bedeutend stärker als der einst be­rüchtigte rote Eisengürtel um Bilbao.

fluch guebec erwacht

Montreal, 9. Januar Der Ministerpräsident der kanadischen Provinz Quebec, Duplessis. der seit mehreren Monaten schon energische Säuberungsmaßnahmen gegen die Kommunisten in Quebec durchführt, hat durch die Polizei die Geschäftsräume des Canadian Labor- Lircle, einer jüdischen Organisation, durchsuchen lassen, wobei 800 kommunistische Bücher, in jid­discher Sprache beschlagnahmt wurden.

Auch die Prioatwohnungen des Präsidenten und des Sekretärs des Vereinigten Eisen-, Stahl- und Zinnarbeiter-Verbandes und anderer Agenten dieser radikalen EJO.-Eewerkschaft wurden von . der Polizei einer Durchsuchung unterzogen. Zahl­reiche kommunistische Hetzliteratur sowie Mit­gliederlisten verfielen der Beschlagnahme. Wie dieNew Pork Times" hierzu berichtet, stellen diese Maßnahmen den ersten gegen die Juden gerichteten Schritt der Regierung Duplessis dar. Ministerpräsident Duplessis hat ferner zwei kommunistische Zeitungen tv Montreal verboten.

Die Prüfung der großen Mengen von Waffen und Kriegsmaterial, die an der Teruel-Front dr» Nationalen in die Hände sielen, gibt den national­spanischen Militärbehörden Gelegenheit zu erstaunlichen Feststcllnngen über den Umfang der ausländischen Einmischung zugunsten der spanischen Volschewisten. So ergab sich, daß etwa 80 Prozent der Waffen aus französischen Waffensabriken stammten, während die Tanks ausnahmslos sowjetrussischen Ursprungs sind. Unter den Flug­zeugen befinden sich die neuen Modelle der fran­zösischen Armee, deren Fabrikation aus Gründen der französischen Landesverteidigung bisher streng geheimgehalten wurde. Die Untersuchung der vielen hundert gefallenen Volschewisten ergab ebenfalls einen hohen Prozentsatz von aus­ländischen Söldnern, besonders französischer Nationalität. Unter den am Freitag gemachten Gefangenen waren fünf Nordamerikäner.

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London, 9. Januar.

Nach einer englischen Meldung aus Tsingtau sind im Außenhafen von Tsingtau 12 japanische Transportschiffe erschienen. Bisher, sollen die Ja­paner jedoch noch keinen Landeversuch gemacht haben.

Hankau, 9. Januar.

Die chinesischen Behörden von Tsingtau geben bekannt, daß die Schantunghalbinsel von chine­sischen Truppen geräumt und Tsingtau eine unbefestigte Stadt geworden sei. Sämtliche zur Tjingtauer Flotte gehörenden Kriegsschiffe feien vor den Eingängen des Hafens versenkt worden. An Zivilbevölkerung sind von 100 000 Einwohnern kaum noch 10 000 in der Stadt geblieben Alle Regierungsbüros sind ge­schlossen. Nachdem sich die Stadt so geleert hatte setzte auf Befehl des Oberbürgermeisters eine systematische Zerstörung aller wichtigen Anlagen ein. Elektrizitäts- und Wasserwerke, die Kabel, die Telegraphen- und Telefon-Büros wur­den wie auch das japanische Eigentum zerstört.