Ausgabe 
(5.1.1938) Nr. 4
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NachrichlenblaN der Deutschen flrdeitssront vremen

lalisten Vremens

flmtsdlatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

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Nr. 4 / S. Jahrgang

Mittwoch, 5. Zanuar 1SZS

kinzelpreis 15 Npf.

Strenger Naffenschuff in Numämen

Juden und christliche stausangesteltte

Mödchenliandel unterbunden/Sebrittfche NedakNonen ausschaben/Seltsame vesorgnisse an der Seine / Sperrung französischer Kredite? / Pariser Waffenlieferungen eingestellt

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Bukarest, S. Januar Das Blatt der rumänischen Regierung „Tcara Noastra" veröffentlicht den Wortlaut einer Verfügung des Arbeitsministeriums, durch die jedem Juden untersagt wird, eine christliche Bedienstete im Alter unter 40 Jah­ren zu verpflichten oder im Dienst zu halten. Die Arbeitsämter in Rumänien sind ange­wiesen, jede Anstellung dieser Art zu verwei­gern. Die Verfügung wird mit den zahl­reichen Fällen begründet, in denen Juden rumänische Jugendliche als Dienstmädchen angeworben haben, um Mädchenhandel zu treiben.

Das rumänische Innenministerium hat eine- Reihe von Provinzzeitungen verboten, die ganz oder fast ausschließlich von Juden redigiert wur­den. Darunter befinden sich sämtliche in deutscher Sprache erscheinenden Jndenblätter von Czerno- witz. Weitere Verbote von Blättern, dje gegen die Belange des Rumänentums verstoßen haben, stehen bevor.

Der französische Gesandte in Bukarest, Thierrq, erhielt vom Quai d'Orsay den Auftrag, bei König Larol um eine Audienz nachzusuchen und ihm von den „Besorgnissen" der französischen Regierung hinsichtlich der Politik des neuen rumänischen Ministerpräsidenten Kenntnis zu geben. Wie man in diplomatischen Kreisen hört, soll Thierry dabei Befürchtungen über die Aenderung der rumäni­schen Haltung gegenüber der Kleinen Entente und dem Balkan-Bund geäuhert und daraus hinge­wiesen haben, datz das Kabinett Eoga die fran­zösisch-rumänischen Beziehungen ungünstig beein­flussen könne. Ferner soll der französische Gesandte bei dieser Audienz die Bemerkung eingeslochten haben, daß die Entscheidung über den Kredit Frankreichs an Rumänien, der während des Aufenthaltes Delbos' in Bukarest vereinbart wurde, noch nicht gefallen sei. Dazu verlautet, datz das französische Kriegsministerium bereits „vor­sorglich sämtliche Waffenlieferungen für rumänische Rechnung gesperrt habe".

fluch Prag beugt vor

Prag, 5. Januar.

Die Tschechoslowakei plant Vorkehrungen, die anscheinend «ine jüdische Einwanderung aus Ru­mänien verhindern sollen. Wie die Präger Blätter melden, schweben zwischen Außen- und Innen­ministerium Verhandlungen über Maßnahmen zur schärferen Ueberwachung der tsche­chisch-rumänischen Grenze, um eine un­erwünscht« Zuwanderung abzustoppen. Die lleber- wachung «st deshalb besonders notwendig, weil zwischen Rumänien und der Tschechoslowakei kein Sichtvermerkzwang besteht. Die Maßnahmen wer­den nach einer Aeußerung in Reg.erungskreisen getroffen, um den Arbeitsmarkt vor einem grö­ßeren Druck durch zugewanderre „Arbeitskräfte" zu schützen.

In den letzten Jahren hat sich zwischen dem Deutschen Reich und den Staaten des Ostens und Südostens Europas eine weitgehende Annäherung ergeben, die nicht nur zu den wertvollsten Ergeb­nissen der deutschen Außenpolitik gehört, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Befriedung dieses Raums und damit zur Festigung des europäischen Friedens darstellt. Diese aufbauende Politik ist fortwährend von Störungsfeuer be­gleitet, von immer und immer wieder auf­tretenden Versuchen, den Geist gegenseitiger Achtung und gemeinsamen Friedenswillens zu trüben, den Wirtschaftsverkehr zu hemmen, und von den ewigen Verdächtigungen, die Deutschland eine imperialistische Politik unterschieben wollen. Wenn man den Kräften nachforscht, die für diese unerfreulichen Störungen verantwortlich zu machen sind. so stößt man überall auf das ein­heitliche Wirken des Judentums. Es ist in einzelnen östlichen und südöstlichen Staaten zah­lenmäßig relativ stark, es ist aber auch hier wie überall in der Welt sein kennzeichnendes Merk­mal, daß es weiter über seinen Anteil an der Beoölkerungszahl hinaus verstanden hat. Schlüs­selpositionen im wirtschaftlichen und kul­turellen Leben zu besetzen, die es politisch ein­setzt.

Nach polnischen Statistiken haben die etwa 12 Prozent Juden neun Zehntel der pol­nischen Wirtschaft in Händen, insbesondere haben sie den Handel und das Finanzleben weit­gehend erobert. In 11 Woiwodschaften stehen fast 60ÜV jüdischen Aerzten nur 1060 polnische gegenüber, bei den Zahnärzten beträgt der Pro­zentsatz der Iuden 70 Prozent, sie sind aber auch weitgehend in das Kulturleben eingedrungen. Dft starke antisemitisch? Bewegung in Polen fül te im Einvernehmen mil Frankreich zu der ernsthaften Prüfung eines Plans nach Ansiedlung polnischer Julrn auf der französischen Kolonial- ins?! Madagaskar. Die Tschechoslowakei

hat bei 11,7 Millionen Einwohnern nur 375 000 Juden. Allerdings ist auch hier der Einfluß im wirtschaftlichen und kulturellen Leben bedeutend größer, als es dieser Zahl entsprechen würde, so ist die tschechische Filmindustrie, ebenso wie die Vertretung der auswärtigen Filmgesellschaften, restlos in jüdischen Händen. Wenig bekannt ist noch, daß der tschechische Staat mit Vorliebe jüdische Referenten und Beamte znr „Wahrnehmung" kultureller und wissenschaftlicher Dinge bestimmt. L

In Rumänien lebt rund eine Million Ju­den, die sich meist in den Stützten zusammenballen: so bilden sie in Bukarest mit 200 000 ein Viertel

der Eesamkbevölkerung. In Beffaräbien u-nd in der Bukowina gibt es Städte, in denen der jüdische Vevölkernngsanteil überwiegt, so datz 20 jüdischen Synagogen nur zwei bis vier christliche Kirchen gegenüberstehen.- Der neue rumänische Ministerpräsident Eoga klagte kurz vor seiner Ernennung in einer Wahlversammlung, datz sich die ganze Wirtschaftsmacht in den Händen von Juden befinde, datz cke Zeitun­gen zum großen Teil von Juden geführt seien und daß sie sich jetzt auch in die Literatur drängten. Der Vorsitzende der rumänischen Kulturliga und frühere Ministerpräsident Pros. Iorga stellte vor kurzem anläßlich eines Aufrufes zur Abwehr fest,

datz die Juden die rumänischen Städte erobert hätten und datz die Führung Rumäniens in wirt­schaftlicher, finanzieller, ja selbst in kultureller Hinsicht fast ganz von den Juden an sich gerissen worden sei. '

In Ungarn machen die Juden 5 v. H. der Be­völkerung aus. es sind aber 31 Prozent der Berg­werksbesitzer, 60 Prozent der Eroßpächter, 62 Pro­zent der Bankinhaber, 50 Prozent der Händler, aber auch 19,2 Prozent der Rechtsanwälte. 31,5 Prozent der Aerzte und 33ch Prozent der Privat- ingenieure Indem Von 19 Tageszeitungen sind 11, von 6 Montagsblättern 5 jüdisch. Etwa 6 0 Pro -- zent aller Schriftleiter sind Juden. Weniger die Zahl als der Einfluß des Juden­tums. das auch in Ungarn sich vor allem in den Städten festsetzt, hat auch hier eine kräftige, die breitesten Volksmassen erfassende antisemitische Be­wegung erstehen lassen, die sich im größten Teil der Organisationen und Parteien auswirkt.

(Siehe auch Seite 2)

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Oldenburg, 5. Januar

Außer diesem Schreiben des Führers sind dem Gauleiter, wie der NS.-Gaudienst mitteilt, aus dem Gaugebiet und aus dem ganzen Reich, u. a. von allen Reichsleitern, Reichsmini­stern und Gauleitern zahlreiche Glückwünsche zum Licht- und Neujahrsfeste sowie Genesungswünsche zugegangen. Da es dem Gauleiter nicht möglich ist, auf all diese Schreiben persönlich

zu antworten, läßt er auf diesem Wege für die guten Wünsche herzlichst danken.

Der Gesundheitszustand des Gauleiters hat sich wesentlich gebessert. Es ist aller Voraussicht nach damit zu rechnen, daß er schon in einigen Wochen seine Dienstgeschäfte wieder über­nehmen kann. Im Interesse der weiteren guten Genesung wird gebeten, von persönlichen Besuchen beim Gauleiter zunächst ab­sehen zu wollen.

„Her friedlichste aller wettkämpfe

Neichsministec flr. öoedbels ;um NeichsberufsroeNkampf

^wkLLllios^ lotuvjclt.

Reichsminister Dr. E o e b b el s hat zur Durch­führung des Reichsberusswettkampfes aller schaffenden Deutschen einen Ausruf erlassen. Darin heißt es:

„Der Reichsberufswettkampf soll im Jahre 1838 erstmalig von allen schaffenden Deutschen durchge­führt und ausgetragen werden. Zur deutschen Ju­gend, die im vergangenen Jahr der alleinige Träger des Wettstreites um die Berufsleistung war, treten nunmehr weiter Gesellen und Fach­arbeiter, um der deutschen Volkswirtschaft durch ihr Können und durch ihren Willen zur fachlichen Höchstleistung neuen Boden zu erringen. Durch die Freiwilligkeit der Teilnahme ist die Gewähr da­für gegeben, daß sich aus diesem friedlichsten aller Wettkämpfe eine wahrhafte Arbeiterauslese, die pch ihrer weltanschaulichen und wirtschaftlichen Aufgabe voll bewußt ist, herausgebildet wird.

flarrs jätirt nach Italien

Berlin, 5. Januar.

Am Schluß jedes Wirtschaftsjahres findet in Rom die wich;!gfte Veranstaltung auf landwirt­schaftlichem Gebiete, die Preisverteilung an die -i^.-'r der Getreideschlacht durch den Duce statt -es? Preisverteilung wird der Duce am 9. ds Mls. vornehmen. Reichsminister R. Walther Darrt- ist gebeten worden, dieser Feier beizuwoh­nen. Darre wird der Einladung Folge leisten.

N. bist. In letzter Zeit sind die französischen Kolonien Nordafrikas mehrmals der Schau­platz umfassender Terrorakte aufgewiegelter Eingeborener gewesen; Araber- und Neger- Revolten, das teuflische Werk kommunisti­scher Berufshetzer, erwiesen sich in Ziel­setzung und Durchführung nicht nur als eine Herausforderung gegenüber der französischen Nation, sondern den europäischen Kultur­staaten überhaupt. Man hat in Paris bisher stets taube Ohren gehabt, wenn an die Tat­sache erinnert wurde, daß Lenin bereits 1920 als eines der „wirksamsten Mittel" der bol­schewistischen weltrevolutionären Umtriebe die „Absonderung der Kolonien von ihren Mutterländern" er­klärte; inzwischen haben aber die ernsten Vorfälle in Tunis, Algier und Marokko die kommunistischen Anstrengungen, Frankreich von seinen nordafrikanischen Rohstoffreser­ven und Absatzgebieten abzuschnüren, allzu deutlich erkennen lassen.

So durchsichtig wie die Absichten sind die Methoden der bolschewistischen Wühl­arbeit in Nordafrika. Unter dem scheinheili­gen Vorwand, die „Befreiung der unter­drückten Kolonialvölker" zu erstreben, ist der ganze Apparat der Kominternsektionen in den Kolonialmächten, vor allem in Frank­reich, aufgeboten worden, den Regierungen der Stammländ er die geistig-politischen Voraussetzungen ihrer Kolonialarbeit durch Lähmung des kolonisatorischen Willens der Bevölkerung zu entziehen. Daneben wurde auch in den Kolonien der Aufbau kom­munistischer Parteigruppen betrieben, denen die Aufgabe zufällt, das Eingeborenenprole­tariat mit den „Ideen" der kommunistischen Weltrevolution vertraut zu machen, Was Moskau jedoch unter der Befreiung geknech­teter Völker in Wahrheit versteht, das de­monstriert soeben erst wieder die grausame Nationalitätenpolitik der UdSSR., die jede nationale Regung der in das Sowjetjoch ge­zwungenen Völker mit Massenerschießungen ihrer Führer und Verbannung ganzer Be­völkerungsschichten beantwortet.

Mit besonderem Eifer wird in Nordafrika idie Tarnung der kommunistischen Stoßtrupps innerhalb des Islams und der nationalen Bewegung versucht. Die „Freiheitsbewegungen" wer­den, was hier noch an den Vorgängen in Tunis und Algier im einzelnen nachgewiesen werden soll, von den Agenten Stalins für kommunistische Zwecke auf weiteste Sicht umgeformt und systematisch mißbraucht. Be­zeichnend ist, daß den vom Kreml nach Fran- zösisch-Afrika entsandten Aufruhr-Spezia- listen die Beschäftigung mit dem Koran, wie überhaupt mit der Ideenwelt des Islams zur „unbedingten Pflicht" gemacht- worden ist. Schließlich bedient sich die zentrale Ver­brecherclique des Bolschewismus der far­bigen Eingeborenen selbst, um pro­grammgemäß die Revolutionierung der Ko­lonien in die Wege zu leiten: Man läßt'„be­sonders geeignete" Vertreter der farbigen Rassen nach Moskau kommen, um sie dort zu kommunistischen Agitatoren auszubilden und sie dann wieder auf ihre Stammes­genossen loszulassen. Neuerdings werden diese „Eingeborenenschulen" auch in Paris eingerichtet, was angesichts des Einflusses der Kommunisten innerhalb der „Volks"- Front vielleicht nicht einmal so erstaunlich ist wie der Langmut, mit dem die französische Regierung dieser gegen das gallische Im­perium gerichteten „Betreuung" der Farbi­gen zusieht. Diese Duldsamkeit ist um so folgenschwerer, als die in Frankreich „stu-

Unssr lagesspiegs!

Das rumänische Kabinett veröffentlicht ei wichtiges Judengesetz.

Die britische Regierung hat dem Peel-Pla ihre Billigung versagt.

Reichsminister Dr. Goebbels erläßt eine Ausruf zum Reichsberufswettkampf.

Unser Gauleiter erhielt ein persönlich. Schreiben des Führers.

Aus zahlreichen Gegenden Europas wird ve stiirkter Kälteeinbruch gemeldet.

In der deutschen Einsuhr nehmen Verbrauch! gllter die erste Stelle ein. .

Der Produktionswert der Fifchkonservenin»! strie hat erheblich zugenommen.

Ein norwegisches Vesatzungsmitglied d, Walfangmutterschiffes Walter Ran schrieb i einer norwegischen Zeitung anerkennen! Worte über die Einrichtungen des Schiffe 18 Bremer Jungvolkführer kehrten ar ihrem Skilager in St. Andreasbera mied! zurück.

Der deutsche Meistersahrer Ewald Kluj feierte in Australien einen zweiten Sieg.