Ausgabe 
(3.1.1938) Nr. 2
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Nachrichtenblatt d« Deutschen flrbeitsston» Bremen

flmlsblatt des Senats der Lreien Hansestadt Bremen

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I Das amtliche verkündungsblatt des

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Nr. 2 / S. Jahrgang

Montag, Z. Januar 1SZS

kinzelpreis >5 Npf.

Nationalspamsche flagge über leruel

Paris: Ungeheure moralische Niederlage

für die volschewisten

Ner rote Mng gesprengt, die heldenhaften Verteidiger besreit / Versolgung der Moskauer Mordbanden / Umsangreiches KriegImaterial erbeutet / Unter den vesangenen ein „veneral" mit seinem „Stäbe"

Salamanea, 3. Januar. Die nationalspanischen Trup­pen haben, nachdem ihre Vorhut bereits am Freitag den Stadt­kern von Teruel erreichte, den gesamten roten Gürtel um Teruel gesprengt, sind in die Stadt eingezogen und haben dort die nationalspanische Flagge gehißt. Der Gegner wurde in glänzen­dem Kampfe vernichtet. Der Einmarsch der siegreichen Kame­raden löste in der Stadt unbeschreibliche Begeisterung aus. Die Befreiung der heldenhaften Verteidiger Teruels nach 18tägiger

Belagerung ist ein Beweis für die Stärke und Zuverlässigkeit der nationalspanischen Truppen. Das Ziel der nationalen Ge­genoffensive, bei der es außer der Befreiung Teruels aus die Abschnürung bestimmter roter Truppenteile ankam, ist auss glänzendste erreicht worden. Mehrere Brigaden sowie eine ganze Division der Volschewisten wurden von den national­spanischen Truppen vollkommen eingeschlossen, so daß eine Ge­fangennahme dieser großen roten Truppenverbände unmittel­bar bevorsteht.

bleujc>krsglück«,ünseke ausgetousckt

Dar kükrsr «n Lrootsoksrkiiuptsr ä>»s /^uskonelsn

Berlin, 3. Januar.

Der Führer und Reichskanzler hat am Neujahrstage in der üblichen Weise mit einer Anzahl fremder Staatsoberhäup­ter auf drahtlichem Wege Neujahrsglück­wünsche ausgetauscht. Ein solcher Tele­grammwechsel fand statt mit den Königen von Belgien, Bulgarien, Dänemark, England, Griechenland, Italien, Nor­wegen, Rumänien, Schweden, dem Prinzregenten von Jugoslawien, dem Neichsverweser des Königreiches Un­garn, dem Präsidenten von Guatemala, dem österreichischen Bundespräsidenten, dem Staatspräsidenten der Tschechoslo­

wakei und dem Chef der spanischen Na- tionalregierung, General Franco. Eben­so hat der Führer und Reichskanzler dem Papst seine und der Neichsregierung besten Wünsche für das neue Jahr über­mitteln laßen, für die der Papst gedankt und sie für den Führer, die Neichsregie­rung und das deutsche Volk in gleicher Weise erwidert hat. Außerdem gingen bei dem Führer Glückwünsche des Königs von Afghanistan und des Schahs von Iran ein, denen drahtlich gedankt worden ist. Ferner hat der Führer und Reichs­kanzler die Glückwünsche der Minister­präsidenten von Kanada und von !ln- garn dankend erwidert.

Die roten Horden versuchten noch in letzter Stunde eine» wütenden Gegenangriff aus Le­rnet, der aber scheiterte. In ganz National- spanien löste der Sieg und die Befreiung Teruels ungeheure Freude aus.

Der; Entscheidungslamps spielte sich bei einer Kälte von 7 bis 11 Krad ab. Ein großer Teil der gefangenen Volschewisten war halb verhun­gert und erfroren, so daß bei vielen Arme und Beine amputiert werden mußten.

Der rote „General" Pallos wurde mitsamt seinem Stäbe von den nationalen Verstärkungs­streitkräften gefangengenommen.

Der amtliche Heeresbericht meldet die erfolg­reiche Verfolgung der bolschewistischen Trup­pen trotz des schweren Schneesturms. Dem ge­schlagenen Gegner wurden bei dieser Verfolgung weitere sehr starke Verluste zugefügt. Ueber 498 Tote blieben nach dem Versuch des Gegenangriffs auf seilen der Roten auf dem Schlachtfeld. Um­fangreiches Kriegsmaterial, darunter vier sowjet-

russtsche Tanks, fiel in die Hände der siegreichen nationalen Truppen.

Paris, 3. Januar.

Der Sieg bei Teruel wird von den französischen Rechtsblättern als eine „ungeheure moralische Niederlage für die-Roten" bHeichnet. Die Ober­häupter des bolschewistischen Spaniens hätten be­wiesen, daß sie ihren „Aufgaben" in keiner Weise gewachsen seien.

verichterslatker getötet

Salamanea. 3. Januar.

An der Teruel-Front explodierte in der Nähe der nationalen Stellungen eine von sowjetspani- scher Seite kommende Granate unmittelbar neben einem von ausländischen Journalisten besetzten Auto. Dabei wurde ein nordamerikanischer Jour­nalist auf der Stelle getötet. Der Korrespondent der Reuter-Agentur und der Berichterstatter des amerikanischen Nachrichtendienstes Associated Preß erlagen kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen.

sranco an seine Iruppen

Salamanea, 3. Januar.

General Franco richtete eine Neujahrsansprache an die tapferen Verteidiger Teruels, an die Be­freier, welche die bolschewistischen Truppen ver- ' nichteken, und an die nationalspanischen Soldaten an allen Fronten. Er erinnerte an die lange Reihe der nationalen Siege im alten Jahre. Die Nordfront der Roten sei verschwunden, der Eisen­gürtel um Asturien gesprengt, und vier Provin­zen seien gewonnen. Mit ihnen habe man die wichtigsten Erubengebiete erobern können. Das Ausland schenke der Wahrheit in zunehmendem Maße Gehör. Die Volschewisten dagegen Hütten nichts als-Niederlagen zu verzeichnen. General Franco schloß seine Ansprache mit der Ueberzeu­gung, daß das Jahr 1938 den endgültigen Sieg bringen werde.

vareelona bombardiert

Paris, 3. Januar

Barcelona wurde am 1. Januar gegen 19 Uhr von drei nationalspanischen Flugzeugen, die etwa 19 Bomben auf militärisch wichtige Punkte abwarfen, angegriffen.

fünf wchrlMen und ihre folgerungen

votschaster srancois-ponret vor der französischen Kolonie

Berlin, 3. Januar.

Beim alljährlichen Neujahrsempfang der fran­zösischen Kolonie in Berlin erklärte der französische Botschafter Francois-Poncet am Sonn­abend in einer Rede u. a., daß'sich unter den Hun- derttausenden von Ausländern die die Pariser Weltausstellung l937 besucht hätten auch zahl­reiche Deutsche bekunden hätten, über deren Kom­men sich Frankreich gefreut habe. Es sei selbst­verständlich, caß'ein großer Teil der Deutschen die Ausstellung des Dritten Reiches habe bewun­dern wollen, die übrigens Deutschland reichen Lorbeer eingebracht habe. Die Besucher vom jen­seitigen Rheinufer würden sicherlich festgestellt haben, , daß die französische Einstellung weniger statisch sei, als man behaupte, und im Hinblick auf Deutschland nicht aus einem Standpunkt der Rachiucht und des Haffes beharre, sondern daß Frankreichs Einstellung vielmehr einen Ausgleich mit seinen östlichen Nachbarn über alle Verschie­denheiten der Regierungssysteme hinweg erstrebe.

Francois-Poncet erinnerte an die zahlreichen gegenseitigen Besuche sowie an den während des verslossenen Jahres abgeschlossenen deutsch-franzö­sischen Handelsvertrag. Im Lause des Jahres 1937 sei man zu einer sehr fühlbaren Verbesserung der Atmosphäre der deutsch-französischen Beziehun­gen gekommen. Reichsaußenminister von Ncurath und Frankreichs Außenminister Delbos hätten das während ihrer Zusammenkunft auf dem Schle- sischcn Bahnhof am 3. Dezember anerkannt und sich dazu beglückwünscht.

Der Botschafter kam dann auf die französisch- britischen Bemühungen zur Festigung des Frie­dens zu sprechen. Sein Vertrauen beruhe auf der Tatsache, daß sich im Augenblick vier oder fünf Grundwahrheiten in allen Ländern durchgesetzi hätten. Die erste dieser Wahrheiten besage, daß es absurd sei, sich einem unbestimmten Rüstungswettlauf auszuliefern, der in Wirklichkeit einen Wettlauf zum Bankrott be­deute. Die zweite der Wahrheiten laufe darauf hinaus, daß es nicht weniger absurd sei, diese Rüstungen einem Kriege zu opfern, der überaus langwierig und blutig sei und Besiegte und Sie­ger verschlingen sowie die Kultur Europas in einen Abgrund des Schreckens treiben würde. Die dritte Grundwahrheit erkläre, was für Wunder eine Autarkie auch vollbringen kö nie, so sei eine Wiederherstellung des normalen internationalen Lebens doch erstrebenswerter, da dann die Völker stabile Währungen haben wür­den. Die vierte Wahrheit besage, daß eine solche wirtschaftliche Beruhigung und eine derartige Rückkehr zum normalen Leben nur in einer durch eine politische Regelung geschaffenen Atmosphäre

möglich seien, zu der jeder seinen Teil beitragen müßte und die auf lange Zeit hinaus das Ge­spenst des Krieges aus Europa verbannen würde.

Die fünfte Wahrheit endlich habe vor wenigen Tagen Rudolf Heß in seiner Weihnachtsbotschaft umrissen. „In allen zivilisierten Ländern", so habe er gesagt, „sowohl außerhalb Deutschlands wie auch in Deutschland, weisen alle anständigen Menschen den Gedanken an einen Krieg von sich."

Adolf Hitler habe bereits erklärt, daß die Franzosen und die Deutschen mehr Gründe hätten, sich gegenseitig zu bewundern und zu schätzen als sich zu hassen. Wenn diese Vorschläge, so führ der Botschafter fort, von allen anerkannt würden, könnte man die logischen Folgerungen daraus ziehen, und man würde schnell die Kraft finden, die praktischen Probleme in Angriff zu nehmen und zu lösen, die uns noch behinderten.

In nächster Zeit schon werden 129 junge SA.- Sturmführer, die sich im aktiven Sturmdienst zu dieser gehobeneren Stellung heraufgedient haben, die schlichten Räume der Reichsführer­schule beziehen. In nenn Monaten werden sie dann systematisch im altbewährten SA.-Geist der Kampfzeit ausgebildet werden. Mit dieser grundsätzlichen Umstellung reiht sich die SA. in die vorderste Linie aller derjenigen Partei­institutionen ein, die das für die Partei lebens­wichtige Problem des Führernachwuch- l e s einer entscheidenden Lösung näherbringen.

Die intensivere kameradschaftliche Zusammen­arbeit zwischen SA.-Führern und Politischen Lei­tern, wie sie Obergruppenführer Herzog auf der diesjährigen Tagung der Kreisleiter und

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Die Reichssührerschule der SA. in München kann als älteste Führer­schule der SA. aus eine mehr als sechsjährige erfolgreiche Tätigkeit im Dienste nationalsozialistischer Erziehung zurückblicken. Am 15. Juni 1S31 übergab der Führer sie der SA. als ein Instrument der Erziehung zu echtem nationalsozialistischem Denken und Handeln. Seitdem wirkt diese Stätte mit an erster Stelle an der Festigung des hochragenden Baues der national­sozialistischen Weltanschauung. Vor kurzem hat der 42. Normallehrgang mit einem Empfang beim Führer und bei SA.-Obergruppensührer Göring seinen würdigen Abschluß gesunden. Ueber ISO SA.-Einheitsführer aus den verschiedensten Gauen des Reiches stehen nun wieder in den Reihen ihrer Kameraden, bereichert durch neue politische Erkenntnisse und untereinander fester verbunden durch gegenseitige kameradschaftliche Wertschätzung. Von nun an erhalten die nachfolgenden Lehrgänge der Reichssührerschule ein ganz neues Gesicht. ,

Gauamtsleiter auf der Ordensburg Son-thofen verkündete, steht ganz im Zeichen dieses gemein­sam erstrebten Zieles. Der Weg des jungen SA.- Nachwuchsführers wird in Zukunft von diesem leitenden Gedanken bestimmt werden. Nur der­jenige kann überhaupt zum Nachwuchsführer vor­geschlagen werden, der sich im Dienste der SA. und auch als Block- oder Zellen- leiter der Partei bewährt hat. Dann steht ihm aber immer noch eine dreijährige Bewäh- rungszeit bevor. In diese lange Zeitspanne ist der neunmonatige Besuch der Reichsfllhrerschu.le in München eingeschlossen und eine mehr als halbjährige Tätigkeit als Politischer Lei- terderNSDAP. Der Weg des jungen Nach­wuchsführers zur Reichssührerschule geht also durch ein steiles Gebirge von vielen Pflichten. Die Berufung nach München ist schon wie eine Anerkennung der langen und bestandenen Probe­zeit.

In organisatorischer Hinsicht untersteht die Reichssührerschule als selbständiges Arbeitsgebiet dem Erziehungshauptamt der Obersten SA.-Füh- rung. Es wird von Obergruppenführer Luycken geleitet. Dem Erziehungshauptamt ist ferner das

Tschiairgkaischek ist als Ministerpräsident zu­rückgetreten.

Bei Wien ereignete sich ein schweres Lawinen- unglück.

Francos Hauptstreitkräfte haben Teruel be­seht.

Frankreichs Botschafter Francois-Poncet hielt in Berlin eine beachtenswerte Ansprache.

Der Führer wechselte mit einer Reihe aus­ländischer Staatsoberhäupter Neujahrstele­gramme.

Der Reichsjugcndführer hat das Jabr 1938 für die HJ. zum „Jahr der Verständigung" erklärt.

Zwischen Vertretern der Handelsmarine und der Kriegsmarine fand ein Austausch von Neujahrsglückwünschen statt.

Negierender Bürgermeister SA.-Gruppen- führer Vöhmckcr zeichnete vier bremische Lebensretter aus

Am 1 Januar fand im Neuen Rathaus Bremens ein Neujahrsempjang statt.

Bei anhaltendem Frost wird heute die Spritzeisbahn in der Neustadt eröffnet.

Die Reichshauptstadi feierte einen klaren ä:N-Ersolg über eine Auswahlelf Dauzigs. Einen unerwarteten Punkts-' - Hannover 99 durch ein l :1 in LsnaMäck. Werder-Bremen siegte in Peine 1:1; oer ASB. Vlumenthal bezwäng Algermissen L:l. Bei Wilhelmshaven entsteht eine Arbeiter- Wohnstätten-Siedlung für 1399 Familien.