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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Nremen Nr. 100 / 8. Jahrgang
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TNorttag, 11. flpril 19Z8
der Nationalsozialisten Bremens
flmtliches Nerkündungsblatt des Neilhsstattkalters in Oldenburg und Dremen
kinzelpreis 15 Npf.
Das ftürkfte I a der Weltgeschichte
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würdig seines führers
die große Stunde sank» kein kleines Seschlscht 1.8.0. Bremen» 11. April
Ueberwältjgend, wie nicht anders zu erwarten war, ist das Treuebekenntnis des deutschen Volkes zu seinem Führer. Ebenso überwältigend aber caich das Bekenntnis Oesterreichs zum Reich. Hundertprozentig — das darf man wohl sagen im Hinblick aus die einfach verschwindend geringe Ziffer der geistig oder moralisch minderbemittelten Neinsager — ist die Zustimmung zu der großen geschichtlichen Tat des Führers vom 13. März ds. Is., hundertprozentig der Dank eines Volkes von 75 Millionen.
' Was soll auch das knappe Prozent, oder wenn es da und dort hochkommt das 1,1 oder 1.2 Prozent, der Ewiggestrigen und Unbelehrbaren, der Einfältigen und Schlechten besagen? Wo so viele Millionen deutsche Menschen sich blutmäßig und weltanschaulich richtig ausgerichtet erwiesen haben, da verschwinden vereinzelte Narren- oder Verbrechernaturen, wie sie nun einmal überall, wo nach Millionen gezählt wird, einzeln sich finden. Ein Volk, ein Reich, ein Führer! Die große Wahlparole des nationalen Glaubensbekenntnisses Großdeutsch- lands wurde gestern einmütig befolgt und das besonders Erhebende daran ist, daß das deutsche Volk in Oesterreich in gleicher Geschlossenheit wie das übrige Deutschland sich zum Führer und zum Reiche bekannt hat.
Es ist das Wahlergebnis vom 10. April ein in der ganzen Welt noch niemals dagewesenes Doku- . ment der politischen Reise, der politischen Disziplin, des menschlichen Anstandes, der Vernunft und der nationalen Größe eines Volkes. Das Ausland weih nun wieder einmal, wie es mit Deutschland daran ist. Alle Spekulationen auf die Uneinigkeit des deutschen Volkes, alle Hoffnungen auf einen vielleicht doch sichtbar werdenden kleinen Riß in dem ehernen Block deutscher Geschlossenheit, alle vielleicht doch von dem äußeren Feind insgeheim gehegten Erwartungen auf ein Abbröckeln der ungeheuren Ia-Stimmen- zahl.der vorletzten Wahlen haben sich als nichtig und lächerlich erwiesen.
Noch höher ist die Zahl der Ja-Stimmen und ihr Prozentsatz gestiegen, noch gewaltiger das Treuebekenntnis zum Führer geworden als bei der vorletzten Wahl. Und was der Wahl vom 10. April noch ihr besonderes Gepräge verleiht, ist, daß Oesterreich, von dem eine gehässige Auslandspresse nicht müde wurde, zu behaupten, daß es sich von Deutschland vergewaltigt fühlte, die wirklich mcht mehr bei einer Wahl zu übertreffenden Ia-Stim- menziffer von 89Prozent erreicht hat. Damit bat das deutsche Volk in Oesterreich sich vor aller Welt durch einen Willensakt von bisher unerreichter Wucht in das Reich der Deutschen eingegliedert,-und nach tausend Jahren wird die Geschichte dieses Ereignis als eines der erhebendsten geschichtlichen Ereignisse des deutschen Volkes schlechtweg verzeichnen. ,
- Wir aber, als das lebende Geschlecht rn dieser großen Zeit, wollen dieses Ereignis zum Ausgangspunkt nehmen, um, weiter ausgerichtet auf den Führer, im Gleichtritt mit ihm und nach fernen Befehlen zu marschieren nach den Zielen, Äre er uns ferner zu stechen gedenkt. Kein Führer ernes Volkes, kein Staatsmann, kein Staatsoberhaupt bat je in so unbeschränktem Matze das Vertrauen seines Volkes besessen, wie Adolf Hitler, von dem allerdings die Geschichte auch dereinst berichten wird, daß kein Führer eines Volkes, kein Staats-, mann und kein Staatsoberhaupt jemals einem Volke so Großes und so Schönes, und dies alles
— man muß es wiederholen, was der Führer in seiner großen Rede am 9. April abends in Wien hervorgehoben hat — so schmerzlos geschenkt hat.
Das deutsche Volk, mit dem Oesterreich eins geworden, hat, wie der 10. April so offensichtlich dar- tut, nicht allein gefühlsmäßig, sondern auch ver - standesmäßig nun erfaßt, was es für eine Nation bedeutet, einen Mann wie Adolf Hitler pm Führer zu haben. Keine Macht der Welbwird oieses Volk jemals von seinem Führer trennen können und jene dunklen Mächte, die es immer noch nicht zu lassen vermochten, finstere Versuche anzustellen, um zum 10. April Menschen deutschen Blutes von ihrem Volk und ihrem Führer abspenstig zu machen, werden nach dem Wahlergebnis dieses Tages endlich auch die letzte Hoffnung sahren lassen, daß ihr übles Handwerk jemals in Deutschland wieder von Erfolg gekrönt sein könnte.
Adolf Hitler ist des deutschen Volkes großer Führer. Adolf Hitler ist des deutschen Volkes grüß-
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eesamtergebnis der Volksabstimmung > »wir gns vEe!
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562 273
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Z Ohne Bahnhof Halle. ») Ohne Alton« und Wandsbek. ») Ohne Bahnhof Saarbrücken. ») Die Bahnhöfe Karlsruhe u. Konstanz fehlen.
In dankbarem Sedenken
Gauleiter Biirckel an den Gräbern Holzwebers und Planettas
Wien, 11. April.
Gauleiter Biirckel besuchte am Morgen des Wahlsonntags die Gräber Holzwebers und Planettas und legte in stillem Gedenken Lorbeerkränze- an den Grabstätten der Gefallenen nieder.
Nach diesem Akt des Gedenkens und des Dankes, der all den zahllosen Blutopfern der nationalsozialistischen Bewegung galt, besuchte Gauleiter Biirckel verschiedene Wahllokale, um sich von der reibungnslosen Abwicklung des Abstimmungsvorganges zu überzeugen.
2m Wahllokal im Alten Rathaus In der Wipplinger Straße gab Gauleiter Biirckel dann seine Stimme ab. Bei seiner Ankunft ebenso wie beim Verlassen des Wahllokals wurde er von der Wiener Bevölkerung mit großer Herzlichkeit begrüßt.
ter Mann. Adolf Hitler ist Deutschland selber, so wie Deutschland Adolf Hitler ist. Der 10. April hat es wieder bewiesen. Die Welt muß es nun glauben, und die Geschichte wird es noch vermelden nach tausend und aber tausend Fahren. Das deutsche Volk hat sich seines größten Sohnes als würdig erwiesen. Die große Stunde fand kein kleines Geschlecht.
oooo fluslanvsdeutslhe stimmten in Innsbruck
Innsbruck, 11. April
Trotz des heftigen Schneefalles in Tirol herrschte am gestrigen Tage frohe Erwartung. Die Spannung in der Bevölkerung war aus das höchste gestiegen. In den frühen Morgenstunden zogen die Musikkapellen der Wehrmacht, der Formationen der Bewegung und der Vereine durch die Stadt und gaben damit dem Tage einen festlichen-Auftakt. Sofort nach Eröffnung der Wahllokale ballten sich überall Hunderte von Menschen zusammen, um möglichst rasch ihre Stimme für den Führer abgeben zu können.
Eine besondere Note erhielt das Stimmungsbild in Innsbruck durch die Anwesenheit von 6000 Ausländsdeutschen, die in den Vormittagsstunden in festlich geschmückten Sonderzügen aus Oberitalien und SLdtirol gekommen waren. Zwei von diesen sieben Sonderzügen kamen aus Mailand und Bologna, während die übrigen Züge aus Bozen zusammengestellt worden waren. In Steinach am Brenner wurden die Ausländsdeutschen von Vertretern des Staates und der Partei und der Auslandsorganisation herzlich begrüßt. In Innsbruck wurden die Ausländsdeutschen aus Oberitalien und Südtirol am Hauptbahichof von Musikkapellen empfangen. Unter dem Jubel der Bevölkerung marschierten sie dann gemeinsam zu den für sie bestimmten Wahllokalen.
Oesterreichs Bekenntnis zum ewigen Deutschland Ansprache Gauleiter Bürckels und die Antwort des Führers
Wien, 11. April.
Der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich verkündet das Gesamtergebnis der Volksabstimmung in Oesterreich mit folgender Ansprache an den Führer:
Mein Führer! Zum zweiten Male habe ich das Glück, Ihnen, mein Führer, die Antwort eines Volkes zu übermitteln auf die Frage, die Sie, mein Führer, an dieses Volk gerichtet haben. Diese Antwort ist so eindeutig in ihrer Sprache, so verständlich für alle jene, die sich über den Weg von Verträgen anmaßten, diese Antwort vorwegzunehmen, daß sie zum vernichtenden Urteil über all das wird, was man unserem Volke im Namen eines sogenannten Rechtes bisher vorenthielt oder zumutete. Auf Versailles und St. Germain gibt dieses Volk heute die Antwort. Sie lautet:
Wir deutschen Oesterreicher haben heute unser feierliches Bekenntnis abgelegt. An d?r Wahl hat sich die ganze Bevölkerung beteiligt. Von 4 284 785 Männern und Frauen, die zur Wahlurne gingen, erklären 4 273 884, das sind 98,75 Prozent: Wir sind Deutsche und gehören für alle Ewigkeit nur Deutschland und seinem Führer! (Stürmische Heilrufej Diese Zeiten, da wir Vasallen unserer Feinde waren, sind endgültig vorbei. Das Schicksal hat den Schlußstrich unter die Vergangenheit gezogen und unsere Zukunft neu bestimmt.
Mein Führer! Noch nie hat ein Volk so offenkundig sich zu dem Willen des Schöpfers bekannt wie dieses brave österreichische Volk, die Menschen Ihrer eigenen Heimat. (Brausende Zustimmung.) Dieses Volk war berufen, erneut der Welt zu verkünden, daß das Blut eines Volkes ein stärkerer Regent seines Schicksals ist, als es Mächte und Kräfte, die sich außerhalb seiner Grenzen bewegen, je zu sein vermögen. Und wo diese beiden Kräfte miteinander ringen, siegt das Göttliche» siegt das Gesetz des Schöpfers. Seine Träger sind die Helden. War es einst im Westen eine Soldateska und hier der Geist eines Metternich und Schuschnigg (Pfui- Ruse), sie wurden in die Knie gezwungen von dem heldischen Geist eines Schlageter, eines Holzweber, eines Planetta. Diese nationalen Helden haben ihre Hand gereicht jenen deutschen Brüdern, die am 1. August 1914 auszogen, um nur als Deutsche zurückzukehren und am Ende als gleiche Deutsche in einem gemeinsamen starken Reich zu leben. Das Schicksal wollte es damals anders.
Nun aber sind die Fesseln gesprengt, und die Helden dieses Landes führten zum Siege die Vlutbande, die eine unlösbare Gemeinschaft aller Deutschen verbinden. So haben Sie, mein Führer, den Toten des großen Krieges nach 28 Jahren den deutschesten Sieg geschenkt. Ihre Helfer aber, mein Führer, sind die unvergeßlichen Helden deutscher Gemeinschaft.
Als in Oesterreich Männer aufstanden, um das Gesetz ihres Blutes zu erfüllen, da schössen die Vasallen in ihre Reihen. (Während dieser Worte erklingt leise das Lied vom Guten Kameraden, und die Versammelten erheben sich). Ein Schwerverletzter verließ dieses Land und gelangte ins Reich. Dort erfuhr er, daß sein Bruder getötet und daß auch sein Vater sterben müsse, wenn er nicht zurückkehre. In hohem Fieber begab er sich zurück, um seinem Vater die Treue zu halten. Noch in der gleichen Nacht, mein Führer, nach 2« Minuten langem Verhör, fällt ein Schergengrricht das Urteil gegen den fiebernden Mann, und einige Minuten später hat man ihn von der Bahre hinweg den Strang um den Hals gelegt. (Pfui-Rufe.)
Hier sind sie sich einander zum letztenmal gegenüber- getreten: Das deutsche Herz und sein Heldentum, der Verrat und sein Verbrechen. Wir stehen in Ergriffenheit vor diesen Opfern, vor dem letzten Einsatz, den das Schicksal zur Rettung dieses Volkes gebot, und neigen uns vor der Größe dieser Opfer. Zu ihrer Krönung
flaggen auf Vollmast!
Berlin, 11. April
Der Reichs- und Preußische Minister des Innern Dr. Frick und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels geben folgendes bekannt: „Aus Anlaß des überwältigenden Treuebekenntnisses des geeinten deutschen Volker zu seinem Führer Adolf Hitler flaggen die staatlichen und kommunalen Verwaltungen und Betriebe. die sonstigen Körperschaften. Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts und die öffentlichen Schulen im Großdeutschen Reiche am 11., 12. und 13. April vollmast. Die Bevölkerung wird gebeten, in gleicher Weise zu flaggen."