Ausgabe 
(8.4.1938) Nr. 97
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parteiamtliche 'tagesz eitung M der Nationalsozialisten Vremens

Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen flmtliches verkündungsbiatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Nremen

Nr. 9? / 8. Jahrgang

Zreitag, 6. flpril 19Z9

Linzelpreis 15 Npf.

dassänget an!" der keichsautobatznen in öfterreich /der Mich ist frei in alle deutschen 6aue"

krster Spatenstich des Meers bei Salzburg

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vor I'ükror renk seiner üulirt llureli Orolillentseklsnil (Lrssss-Hokkmann)

flppell der österreichischen flrbeiter

See Stellvertreter des sührers sprach vor den Schaf enden in Wien

flusdruck der kinigkek»

(vrgllidericlit unseres Konäsrbsrivklorstattvrs)

». Salzburg, 8. April Noch einmal wurde die Mozartstadt Salzburg am Donnerstag nach dem großen Erlebnis der Führerkundgebung am Vortag zum Schauplatz eines historischen Ereignisses. Etwa acht Kilometer von der Stadtgrenze entfernt tat der Führer an der Baustelle am Walserberg kurz nach 12 Uhr den ersten Spatenstich für die Reichsautobahn Salz­burgWien, der gleichzeitig das gewaltige Arbeits­werk in der deutschen Ostmark symbolhaft ein­leitete. 30VVV Menschen waren Zeugen dieses feierlichen Augenblicks.

Zu den 7000 Kilometer langen «trecken innerhalb der alten Reichsgrenzen, von denen Anfang 1938 bereits 2014 Kilometer vollendet und dem Verkehr übergeben waren, werden weitere 1100 Kilometer neuer Strecken im österreichischen Landesgebiet treten. Von diesen wer­den die beiden West-Ost-Autobahnen, die über Salzburg hzw. Schärding und Linz die Hauptstadt der deutschen Ostmark Wien mit dem Netz des alten Reichsgebietes verbinden und für das größere Deutschland als Ver- bindungsstrecken nach dem europäischen Südoisten ver- kehrsmätzig und wirtschaftlich die größte Bedeutung er­langen werden. Diese Strecken sollen bereits 1941 dem Verkehr zur Verfügung stehen.

Zur Vorbereitung der Arbeiten ist die erste Bau- abteilung schon am 20. März in Linz errichtet worden. Weitere Abteilungen in Salzburg, St. Polten und Wien werden in den nächsten Tagen eingesetzt. Auf diesen Straßen des Führers wird man die Strecke Wien bis Nürnberg in Zl- Stunden, WienMünchen in 4V- Stunden und WienInnsbruck auf der später zu er­richtenden Anschlußstrecke an die Autobahn München bis Salzburg in 5 Stunden durchführen köpnen.

Die Bedeutung dieser großzügigen Planung, die durch weitere Nordsüdstrecken und Querverbindungen aus österreichischem Gebiet ihre Ergänzung findet, für die Arbeitsbeschaffung im Lande Oesterreich erhellt schon daraus, daß in der eisten Vauphase bereits 15 000 Ar­beiter unmittelbar zum Einsatz kommen^ während eine größere Zahl mittelbar durch die Auftrage der Reichs­autobahnen bei den Steinbrüchen, Zemeutfabriken und andere Lieferfirmen neu in Arbeit und Brot gebracht wird.

Spaleniibergabe an die österreichischen flrbeiter

Der historische Tag fand seinen würdigen Auftakt mit einem festlichen Akt auf dem Residenzplatz in Salzburg, in dessen Mittelpunkt die feierliche Ueber- gabe der Spaten an die ersten 120 Autobahnarbeiter des Landes Oesterreich durch den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr. Tod t stand.

Aum Zeichen der Verbundenheit aller Schaffenden des größeren Deutschlands waren ISO - deutsche Arbeits­kameraden aus allen Gauen eingetroffen, die seit langen Jahren an den Straßen Adolf Hitlers bauen. Nach seiner Ankunft richtete Dr. Todt das Wort an die österreichischen Volksgenossen, die nun wieder Arbeit und Brot finden werden. Er unterstrich die Bedeutung der großen öffentlichen Arbeiten der Reichsautobahne,n auch für das Land Oesterreich und fügte hinzu, er sei gekommen, um diesen ersten österreichischen Arbeitern an den 'Straßen Adolf Hitlers den Spaten selbst in die Hand zu geben mit der Aufforderung, ihn stets in Ehren zu hatten und immer daran zu denken, daß alle Be­lebung der Wirtschaft und die ganze Wisderaufvichtung einzig und allein Adolf Hitler zu danken sei. Gauleiter Winter st eiger bezeichnete den Beginn des Baues der Straßen Adolf Hitlers als Symbol für den Aufstieg in ein neues glücklicheres Oesterreich, in dem Arbeit und Brot wieder für alle da sein sollen und die Zeit der Stempelkarte vorüber sein werde. Dann gaben General- inspektor Dr. Todt und Gauleiter Wintersteiger die Spaten selbst in die Hände der Arbeiter.

Symbolhaft klang das LiedVolks aus Gewehr" in diesem Augenblick über den Platz. Diese Männer er­hielten zwar keine Gewehre, aber die Waffe der Arbeit, mit der Deutschland sich unter der kraftvollen Führung Adolf Hitlers wieder zu der heutigen Größe empor­gearbeitet hat.

fldoli Hitler volhietzt den Spatenstich

Schon in den frühen Morgenstunden versammelten sich aus dem Walserberg bei Salzburg die Teilnehmer der aus Oesterreich und dem Altreich eintreffenden Sonder- züge mit der Salzburger Bevölkerung aus dem Fest­gelände zusammen etwa 30 099 Menschen.

Im Waldt-al hallen die Heil-Rufe. Ihr Echo über­tönt die Präsentiermärsche der Ehrenformationen. Die Menschen stehen auf der nassen Wiese zwischen gelben Schlüsselblumen. Ein weites Viereck ist abgeschlossen durch Fahnenmasten. Die Rednerkavzsl ist auf halber Höhe des Hügels errichtet worden Luch die rotweißen Markierungsstäbe, mit denen die Mittelachse der neuen Bahn abgesteckt ist, stehen dort. Neben diesen Stangen dampfte der Lorenzug, der die frischgebrochene Erde fortschaffen wird.

Der Blick schweift über Wälder hinweg zu den Berg­ketten, die heute ein wenig vom Nobel umhüllt sind. Der Heuberg erhebt sich im Osten, dann kommt der Schwarz- berg und ganz rechts der Eaisberg. Ihr Blau setzt sich ab vom dunklen Grün der Tannenwälder, vor denen wiederum das frische Frühliugsgrün des Planes leuchtet.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Wien, 8. April.

Wien und mit ihm ganz Oesterreich erlebte am Donnerstagnachmittaa eine Kundgebung von so eindrucksvoller Gestaltung und solcher Größe, daß sie nur noch übertrofsen werden kann von jener Kund­gebung, bei der der Führer von der Hauptstadt der Ostmark aus zu seinem Volke sprechen wird. Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führer, sprach, nachdem ihm die Bevölkerung Wiens schon am Nachmittag bei seiner Ankunft am Bahnhof Ovationen dargebracht hatte, in der Wagenhalle im 18. Bezirk, einem ausgesprochenen Arbeiterbezirk, in einem Appell aller schaffenden Volks­genossen. Und von dieser Stätte der Arbeit aus wurde sie Rede des Stellvertreters des Führers übertragen in unzählige Betriebsappelle. Hunderttausende hörten Heß.

Die Wagenhalle der Stadt Wien, sonst Depot der tädtischen Omnibuslinien, ist schon Stunden vor Beginn der Versammlung bis auf den letzten Platz besetzt. Auch die breite Straße vor der Wagenhalle ist viele hundert Meter weit schwarz von Menschen, die wenigstens am Lautsprecher den Worten des Reichsministers Heß lauschen wollen.

Kurz nach 16 Ilhr klingen die Kommandos für den Fahneneinmarsch-durch den riesigen Raum. Unter den Klängen des Bad-enweiler Marsches rücken die Feld­zeichen der Wiener SA., sj und der anderen Formatio­nen in die Halle. Die Erwartung der Menschenmasse ist auf das höchste gestiegen. Dann hört man in der Ferne brausende Sieg-Heil-Rufe. Das sind die Männer und Frauen, die Rudolf Heß auf seiner Fahrt zur Wagen­halle begrüßen Ein Marsch klingt auf. Die Menge in der Halle stimmt ein in die Jubel rufe der Drautzen- tehenden Zehntausend« von Händen recken sich zum Deutschen Gruß Der Stellvertreter des Führers ist ge­kommen.

Major Klausner in der Uniform eines jj-Oberfüh- rers eröffnet die Kundgebung der Arbeiter. Unter leb­haftem Beifall meldet er dem Stellvertreter des Füh­rers, daß die NSDAP. hier in Oesterreich in schwerer

Zeit ihre Pflicht getan hat und daß sie ihre Pflicht auch weiter tun wird. Mit erneuten brausenden Sieg- Heil-Rufen begrüßt, tritt dann Rudolf Heß an das Rednerpult. Mit stärkster innerer Anteilnahme folgt alles den ruhigen, klaren und bestimmten Worten des Stellvertreters des Führers. Immer wieder setzt der Beifall und die begeisterte Kundgebung der Zustimmung ein. (Ausführlicher Bericht im Innern des Blattes).

wir vergessen die ?olen nicht!

Wie«, 8. April.

Gestern Vormittag fuhr der Stellvertreter des Führers, begleitet von begeisterten Zurufen der Wiener Bevölkerung, nach Dornbach zu den Gräbern der am 25. Juli 1934 wie gemeine Verbrecher von dem damaligen System Hingerichteten Parteigenossen Planetta und Domes.

Die begeisterten Zurufe wichen einem ehrfurchtsvollen Schweigen, als Rudolf Heß mit seinen Begleitern langsam durch das Spalier der si-Männer auf die Gräber der Vorkämpfer des Nationalsozialismus in Oesterreich zuschritt. Die Kränze, die der Stellvertreter des Führers an beiden Gräbern niederlegte, trugen das Hoheitszeichen und den Namen des Ministers. In tiefer Ergriffenheit grüßte Rudolf Heß die toten Kameraden, deren Gräber dicht nebeneinander liegen. Unter den Sieg-Heil-Rufen der vor dem Eingang des Friedhofes wartenden Menge fuhr Rudolf Heß dann weiter nach Mauer. Hier galt sein Besuch der Ruhe­stätte eines anderen Kämpfers, der ebenfalls in die Geschichte der Bewegung eingegangen ist. Der Hügel ist mit einem schlichten Holzkreuz geschmückt, das die Auf­schrift trägt: Holzweber. Auch hier legte der Stellvertreter des Führers einen Kranz nieder.

Zur gleichen Zeit wurden durch Abordnungen auch an allen übrigen Gräbern der für das national­sozialistische Eroßdeutschland Gestorbenen Kränze nieder­gelegt.

wuchtige wichrlieiten

Unterm sliigelschlag des Schicksals

F. L. o. Bremen. 8. April.

Wuchtige Wahrheiten hat der Stellvertreter des Führers gestern in seiner großen Rede vor den Schaffenden Wiens ausgesprochen. Sie werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Geben sie doch dem seines Volkstums sich bewußten Volke in Oesterreich das Rüstzeug in die Hand, das es zur Widerlegung der vom Ausland ihm beflissen ein­geflüsterten Lügen bedarf.

Eine Dankespflicht der Nation erfüllte Rudolf Hetz, als er vor allem derer gedachte, die als hero­ische Kämpfer der Partei in Oesterreich in uner­schütterlichem Glauben an Adolf Hitler- und die nationalsozialistische Idee Leiden über Leiden aus sich nahmen und nicht wankten und wichen vor dem Schuschniggschen Gewaltsystem, bis sie am ent­scheidenden Tage, des Führers Befehl entsprechend, handeln und dem Volkswillen in Oesterreich end­gültig zum Siege verhelfen konnten. Für eine nicht geringere Ehrenpflicht hielt es der Stellvertreter des Führers, auch den Tausenden von heldischen Frauen und Mädchen in Oesterreich zu danken da- für, daß sie in fanatischer Hingabe und in Treue ohnegleichen als Kameraden ihren Männern zur Seite standen und damit nicht nur den Männern das Durchholten erleichterten, sondern auch durch persönlichen Einsatz im Dienste der illegalen Be­wegung die deutsche Sache förderten und vor- wärtstrieben.

In tiefer Ergriffenheit vollends vernahmen wir das Gedenken an die Hunderte von Kameraden, die während des Kampfes in Oesterreich ihr Leben geben mußten, ohne die Erfüllung ihres schönsten Sehnens geschaut zu haben. Und innerer Grimm gegen das Schuschniggsche System erfüllte von neuem alle bei der Erwähnung der ermordeten Opfer der blutigen Vergewaltigungen der Deut­schen in Oesterreich. Für diese Märtyrer, die im Glauben an Großdeutschland ihr Leben aushauchen mußten, kann kein besseres Wort geprägt werden als das, was Rudolf Heß sagte:Würdig der Größe ihrer Haltung ist die Frucht ihres Handelns."

Die aus der Rede des Stellvertreters des Füh­rers strahlende Güte, gepaart mit dem Willen, auch der bisher marxistischen Arbeiterschaft Oester­reichs gerecht zu werden, ist herzgewinnend. Ver­führt und aus Irrwege geraten, hat diese Arbeiter­schaft tatsächlich geglaubt, auch für eine gute Idee zu kämpfen. Sie hat dafür ihr Leben eingesetzt und blutige Opfer gebracht. Die Idee war falsch; das hat diese Arbeiterschaft wohl heute schon er­kannt. Aber richtig ist es, was Rudolf Heß sagte, als er aussprach, daß uns Nationalsozialisten diese verführt gewesenen Menschen darum achtens­wert erscheinen, weil sie wenn auch für eine falsche Idee immerhin aus Idealismus Blut und Leben eingesetzt haben.

Verachtung und tiefste Abscheu hegen wir da­gegen für die Abstimmungsfaree des Herrn Schusch- nigg, der das deutsche Volk Oesterreichs mit schon vorher festgesetzten Wahlergebnissen zu einer

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Francos Truppen haben Tremp genommen.

Die Pariser Streikhetze ist aus dem Siedepunkt angelangt. Auch kam es bereits zu Straßenunruhen im Senatsviertel.

Der Führer tat den ersten Spatenstich zur Reichs­autobahn SalzburgWien.

Rudols Heß sprach zu den Schassenden Wiens.

Dr. Goebbels ordnete für Oesterreich weitere WHW.-Lerstungen an.

Die Kandidatenliste für den Reichstag liegt vor.

Die deutsche Bauwirtschast erreichte 1937 eine Steigerung ihrer Proouktlon um das Vierfach« gegenüber 1932.

Nach einstigem wirtschaftlichen Ruin zeige« die Kreise des Gaues Weser-Cms heute eine stolze Auf­wärtsentwicklung.

Am morgigen Sonnabend steht Bremen rm Zeichen eines motorisierten Hinmarsches der Wehrmacht und der großen abendlichen Eemeinschastsempfänge sowie des Fackelzuges der NSDAP., ihrer Gliede­rungen und der gesamten Bevölkerung znm Domshos.

Bremens Finanzkrast hat weiterhin eine wesentliche Stärkung erfahren.

Im Kamps um die Weltmeisterschaft im Mittel­gewicht schlug Tenet-Frankreich Iupp Vesselmann. 380 Hitlerjungen des Gebietes 7 sicherten sich die Teilnahme an den Reichs-Schießwettkiimpsen.

Der 5599 To. große englische DampferAnglo- Australian" wird vermißt.

Gauleiter Lacher, Wien, sprach zu den Oesterreichern in Bremen.