°°n 5?
-°u?b
L'K
" dch'L
W
' «>'W
ttinuten-dk Kamei« >7
ach der M lle oied-l c
MderM
SÄ.-K-l-- Kaum >§
lenFLt
"»S°«
ienn B-A eine« ^ leucht-"^
-chte E
' K-^
°M d- k
ZS
tzland. ^ it au!F^ ien
SSM
furda-H von III^ ->°rd-/c
?! - "L.Z
parteiamtliche Tageszeitung
TIachrichtendlatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtsblatt des Senats der jreien kjansestadt Dremen ^
D°llU°ck W ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.
NS ^auder^W^er-Sm's^K begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz,
^.-wauv-oag lUeser-kms G.m.b.H., Bremen, G-eren 6/8 / Fernsprecher: SII LI^nd 51118.
Das amtliche Derkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Dremen
Anzcigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zcile im Anzeigenteil 12 die 7V-mm-Zeile im T.extteil 75
Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstafsel 0,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 1211 -1311 Uhr.
Nr. 1S4 / 7. latirgang
Sonntag, 18. Juli tSZ?
kinzelpreis 15 Npf.
deutsches Volk und deutsche Kunst solidarlsch
Vr. Soebbels: „Des sichrers ganzes Werk ist ein Vokument künstlerischer Sestnnung"
andern tzj ue Mit
WM VG,
o rstch! gM tze zm W
> m Äitz
: Schweins beim AM heiliche W r fast
um ein,:,« tag der M erden sL k
^oden's wieder s rpo wirds n unseres tehernitc-
maisch Ä FeldwMtz Kolonnen» vorgeschn»
! Minutni rträglichiii : Tomißni Eai m« duichhalt»! bei Kilo« haft gibt^ r MarM-'- iltige tegleiiuinD j:
Festsitzung in München
in flnwesenlzeit des sülzrers
München, 18. Juli.
Im Mittelpunkt der Veranstaltungen zum Tage der deutschen Kunst am Sonnabend stand die Festsitzung der Reichskammer der bildenden Künste im Kongreßsaal des Deutschen Museums. In Anwesenheit des Führers wurde die Sitzung zu einer würdigen Repräsentation der deutschen bildenden Künste. Die Veranstaltung erhielt ihre besondere Bedeutung durch die kulturpolitische Red« des Schirmherr« der deutschen Kunst, Reichsminister Dr. Goebbels, der den bildenden Künstlern die Wege zu einer von der national-
Unser lagssLpiegel
Deutschland und England schlössen ein ergänzendes Flottenabkommen.
In Bulgarien wurde das illegale kommunistische Komitee verhaftet.
Anläßlich des Tages der deutschen Kunst gab die Reichsregierung in München einen Empfang.
Dr. Goebbels hielt vor der Reichskammer der bildenden Künste eine richtungweisende Rede.
Die Zahlungsbilanz der Seeschiffahrt war 1836 verstärkt aktiv.
Die Einfuhr der Vereinigte« Staaten von Amerika aus Deutschland ist gestiegen.
Die Eaukeitung „Weser-Ems" gibt einen „Wochenspruch der Bewegung" heraus.
In Oberneuland wurde ein Gemeindehaus für die Partei und die Dienststellen ihrer Gliederungen gerichtet.
Stabsführer Hartmann Lauterbacher und Obergebietssührer Lühr Hogrefe weilten im Freizeitlager der Bremer HJ. in Brook.
Die Weser-Woche 1837 nahm einen vielversprechenden Austakt.
In den Eau-Schwimmeisterschasten Nieder- sachsens sielen in 6 Wettbewerben 3 Meistertitel an Bremen.
sozialistischen Weltanschauung getragenen Kunstgestaltung wies.
Die Zufahrtstraßen zum Deutschen Museum waren von einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge besetzt, die den Führer bei seinem Eintreffen mit stürmischen Heil-Rufen begrüßte. Der Führer schritt zunächst die Front der vor dem Deutschen Museum angetretenen Ehrenformation der Standarte „Deutschland", der Wehrmacht und der Parteigliederungen ab. Im Festsaal kündigten Fanfarenklänge die Ankunft des Führers an. Mit erhobener Rechten ehrten die deutschen Künstler Adolf Hitler als den Mann, der ihnen allen die Impulse zu ihrem Schaffen im nationalsozialistischen Deutschland gibt.
2n dem festlich geschmückten Saal, der die stilvolle Ausgestaltung wie am Vortage Lei der Eröffnung auswies, war die Elite des deutschen Kunstschaffens versammelt. Weiter sah man die in München weilenden Mitglieder des Diplomatischen Korps, nahezu alle Reichsminister, die Reichsleiter der NSDAP., beinahe alle Staatssekretäre und die hohe Generalität der Wehrmacht. Das Leipziger Gewandhausorchester eröffnete unter der Leitung von Professor Abend- roth die Festsitzung mit dem ersten Satz aus der Eroika von Ludwig van Beethoven. Die erhabenen Klänge waren ein würdiger Auftakt für diese Veranstaltung der deutschen Kunst. Als Staatskommissar für das Haus der Deutschen Kunst begrüßte
Sauleiter Slaotsminister stdolj Wagner
den. Führer und die Teilnehmer der Festsitzung. Er führte aus: „Mein Führer! Sie haben mir den Auftrag gegeben, den Tag der deutschen Kunst in München zu leiten. Ich darf Ihnen melden, daß die deutsche Künstlerschaft, das Haus der Deutschen Kunst und seine Gauleitung die Aufgabe nach Ihren Weisungen so gut, schön und würdig gelöst haben, wie das möglich war. In einem bisher ungeahnten Ausmaß hat sich vor allem die deutsche Künstlerschaft hieran beteiligt. Die einen dadurch, daß sie ihre Werke für die große deutsche Kunstausstellung 1937 zur Verfügung stellten, die anderen dadurch, daß sie die Gestaltung eines noch nie in dieser Vollständigkeit gesehenen Festzuges über die Kultur der letzten 2900 Jahre schufen, und die dritten, indem sie München, die Hauptstadt der deutschen Kunst, schmückten. Wenn ich gestern unsere ausländischen und unsere inländischen
Ehrengäste hier begrüßen durfte, so gilt mein Gruß heute den hier in diesem Festsaal versammelten deutschen Künstlern, an ihrer Spitze aber ihren Meister, den Führer." Als nächster Redner hieß
Neichsleitee oberdürgsrmeister sielzlsr
den Führer und die versammelte Kunstgemeinde namens der Hauptstadt der Bewegung willkommen Der Redner erinnerte zunächst daran, wie traurig es noch vor sechs Jahren ausgesehen habe, als der Münchener Elaspalast in Flammen aufging und mit ihm unersetzliche Werke deuticher Kunst aus vergangenen Tagen vernichtet wurden. Der brennende Glaspalast aber mußte fast als Sinnbild jener Zeit gelten, in der der gesamten deutschen Kultur die Zerstörung drohte. Nicht die materielle Not jener Zeit, die wohl schmerzlich genug war für das deutsche Volk, ließ die Hoffnung auf einen Wiederaufstieg deutschen Lebens so gering erscheinen. Die Zerrissenheit des deutschen Volkes, die Durchsetzung mit volks- fremden Elementen, die immer weiter um sich greifende Materialisierung ließen befürchten, daß der Niedergang unaufhaltsam sei. Und unendlich viele Menschen schienen sich bereits damit abgefunden zu haben, daß es keine arteigene deutsche Kunst mehr gebe und dqß damit das deutsche Volk auf ewige Zeiten als kulturschöpferischer und kulturbestimmender Faktor der Menschheit ausscheide.
Daraus nahm der Präsident Der Reichskammer der bildenden Künste,
Professor Dr. Ziegier,
das Wort zu einem ausführlichen Arbeitsbericht über die bisherige Tätigkeit der von ihm geleiteten Kammer.
Er knüpfte in seinem Jahresbericht än die erste Kulturrede des Führers auf dem Nürnberger Parteitag 1933 an, die die Entfaltung und Durchsetzung der nationalsozialistischen Weltanschauung im gesamten Leben der Nation und damit auch in der Kunst einleitete. Bei der Errichtung der Reichskammer der bildenden Künste als Einzelkammer der Reichskulturkammer vor vier Jahren habe es nicht viele Künstler gegeben, die wußten, was diese Kammer zu bedeuten hat.
(Fortsetzung auf Seite 2)
krgSnzendtr deutsch-englischer flottenverttag
Neuer Veweis für Neutschlands willen zur Zusammenarbeit
,'nn d>e A bett.
London, 18. Juli.
Am Sonnabend wurde im englischen Außen- -mt in Ergänzung des deutsch-englischen Flotten- abkommens von 1935 ein weiteres deutsch-englisches Flottenabkommen abgeschlossen. Es wurde für Deutschland von Botschafter von Rrbbentrop und für Großbritannien von Außenminister Eden und dem Marineminister Duss Cooper unterzeichnet.
Das neue Uebereinkommen besteht aus drei Teilen: a) einer qualitativen Vereinbarung, d.h. einem Uebereinkommen über Schifssgröße und Bestückung der Kriegsschiffe und einer Verabredung, Nachrichten über künftige Schifssbauten auszutauschen; b) einer als „Erklärung bezeichneten Ergänzungsvereinbarung zum deutsch-englischen Flottenabkommen von. 1935, die der besonderen Lage Deutschlands nach diesem Abkommen Rechnung trägt; o) einem Notenwechsel, der die Bau-
Feierzeit für große Kreuzer behandelt.
Das Uebereinkommen tritt nach Ratifikation und gleichzeitig mit dem Londoner Flottenvertrag von 1936 und einem englisch-sowjetrussischen Vertrag, der ebenfalls am 17. Juli 1937 in London unterzeichnet wurde, in Kraft.
Das deutsch-englische Flottenabkommen oom 18. Juni 1935 bestimmt, daß die deutsche Flotten- ftärke 35 v. H. der britischen, in Tonnage gemessen, betragen sollte. Der Vertrag enthielt redoch keinerlei Bestimmungen über die Eröge der Echiffstypen oder ihre Bestückung. Eine Regelung dieser Fragen konnte selnerzelt noch nicht getroffen werden, da zur Zert des Abschlusses des Abkommens von 1935 Verhandlungen zwischen den Mächten des Londoner Vertrages von 1930 darüber schwebten, was für Bindungen in bezug auf Schisfsgröße und Geschützkaliber künftig getroffen werden sollten. Deutschland erklärte sich seinerzeit bereit, Vereinbarungen mit England zu treffen, falls eine solche Regelung auch von den übrigen Seemächten einschließlich der Sowiet- union angenommen würde. Eine derartige Vereinbarung ist zwischen England, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika am 25. März 1936 im sogenannten Londoner Flottenvertrag von 1936 zustandegekom- men. Nach Abschluß, dieses Abkommens wurden daher Verhandlungen zwischen Deutschland und Großbritannien und zwischen Großbritannien und der Sowjetunion aufgenommen. Diese Verhandlungen sind mit der Unterzeichnung der obenerwähnten Vereinbarungen abgeschlossen worden Das Uebereinkommen sieht im einzelnen vor.
as Das qualitative Abkommen enthält in ,einem ersten Teil Begriffsbestimmungen furdie verschiedenen Schiffsklassen, die in Schlachtschiffe, Flugzeugträger, leichte Ueberwasserfahrzeuge,
Unterseeboote, kleine Kriegsfahrzeuge und Hilfs- fahrzeuge eingeteilt find. Das Abkommen bestimmt.'wann Fahrzeuge dieser Schiffsklassen als überaltert zu gelten haben und ersetzt werden können. Schlachtschiffe dürfen nicht mehr als 35 000 Tonnen groß sein, und keine schwereren Geschütze als 10,6 Zentimeter führen, Flugzeugträger nicht über 23 000 Tonnen, bei einer Höchstgrenze von 15,5-Zentimeter-Geschlltzkaliber. Die Klasse der leichten Ueberwasserfahrzeuge ist in 3 Unterabteilungen eingeteilt: Große Kreuzer bis zu 10 000 Tonnen Wasserverdrängung und keinem größeren Eeschiitzkaliber als 20 Zentimeter, kleine Kreuzer bis zu 8000 Tonnen und 15 , 5 -Zentimeter- Geschlltzkaliber sowie in eine 3. Unterabteilung nämlich Schiffe bis zu 3000 Tonnen und 15,5- Zentimeter-Eeschützkaliber, die etwa den Zerstörern und, Flottillensiihrern entspricht. Unterseeboote dürfen keine größere Wasserverdrängung als 2000 Tonnen und keine schwereren Geschütze als 13 Zentimeter haben. Besonders hervorzuheben ist Art. 6 des Abkommens, der eine grundsätzliche Einigung über eine Bau-Feierzeit für große Kreuzer, sogenannte K-Kreuzer enthält. Die Bau-Feierzeit läuft bis zum 1. Januar 1917.
Angesichts der Tatsache, dag die Sowietumon während der Dauer des Abkommens große Kreuzer auf Stapel zu legen beabsichtigt, ist jedoch eine besondere Bestimmung ausgenommen worden, der zufolge die Bau-Feierzeit gekürzt werden kann. Der 'deutsch-englische Notenwechsel über diese Frage setzt im einzelnen die Gründe auseinander, die eine vorbehaltlose Annahme der Bau-Feierzeit unmöglich gemacht haben und bringt klar zum Ausdruck, daß die Verantwortung für eine etwaige Beendigung der Bau-Feierzeit nicht Deutschland trifft 'Das Abkommen bestimmt weiter, daß beabsichtigte Neubauten im voraus den Vertragspartnern mitgeteilt werden sollen. Ferner sind Vereinbarungen über einen gegenseitigen Nachrichtenaustausch über die Fertigstellung von Kriegschiffen getroffen worden. Endlich enthält das Abkommen entsprechend dem englischfranzösisch-amerikanischen Vertrag sogenannte Sicherheitsklauseln. Diese gestatten be, Eintritt besonderer Umstände eine Ueberprüfung des Vertrages. Der Vertrag bleibt, falls er nicht vorher gekündigt wird, bis zum 31, Dezember 1912 in Kraft. Es ist vorgesehen, daß neue Besprechungen über eine Verlängerung oder Abänderung des Abkommens im letzten Vierteljahr des Jahres 1910 stattfinden sollen.
b) Die „Erklärung", d. h. das Zusatzabkommen zum deutsch-englischen Flottenvertrag von 1935, enthält Bestimmungen über die Anwendung des Stärkeverhältnisses der deutschen Flotte zur britischen in Höhe von 35 zu 100 auf die einzelnen Schiffsklassen, die Möglichkeit der Tonnageüber
tragung von einer Schiffsklasse auf eine andere, sowie Sonderbestimmungen über das Alter der nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages gebauten deutschen Kriegsschiffe. Die Erklärung trägt der besonderen Lage Rechnung, in der sich Deutschland als einzige quanitativ gebundene Macht befindet.
a) Der deutsch-englische Notenwechsel behandelt wie bereits unter a) angeführt, die Möglichkeit für eine etwaige Kürzung des Bau-Feierjahres für große Kreuzer.
Der gleichzeitig mit dem deutsch-englischen Flottenübereinkommen unterzeichnete englisch- sowjetrussische Flottenvertrag beruht auf den Bestimmungen des Londoner Flot- tsnvertrages 1936. Er enthält somit für Sowjet- rußland die gleichen Bestimmungen wie für die übrigen Mäche über die Begrenzungen der Schiffsgrößen und ihre Bestückung. In dem Vertrag sind sodann eingehende Sonderbestimmungen in bezug auf den Fernen Osten enthalten.
-so
Mit.der Unterzeichnung tzes neuen Flotten- vertra'ges erbringt Deutschland üm so mehr einen Beweis für seinen zielbewußten Willen zur zwischenstaatlichen Zusammenarbeit und zur Verhinderung des Wettrüstens, als es die einzige qualitativ und quantitativ gebundene Seemacht ist. Sogar schwierige Fragen sind nunmehr zischen Deutschland und England nach der loyalen Durchführung des Hauptvertrages als Abschluß längerer Verhandlungen gelöst worden. Irgendwelche nennenswerten offen gebliebenen Flottenfragen gibt es zwischen den beiden Staaten, die einst als Rivalen der See galten, nicht mehr. Wieder leistete der Führer einen hochherzigen, überaus bedeutsamen Beitrag zum Frieden der Welt. Im' Interesse der Rüstungsbeschränkung wäre es zu wünschen, daß sich auch andere Staaten dem deutschen Vorgehen anschließen, ist das neue Abkommen doch geeignet, durch die Verpflichtung der vertragsschließenden Staaten, zum Nachrichtenaustausch jedes Mißtrauen auf dem Gebiet des Flottenbaues zu beseitigen. Deutschlands Kriegsflotte dient allein der Verteidigung des Reiches — nach der Veröffentlichung des deutsch-englischen Ergänzungsvertrages kann die Weltöffentlichkeit die hetzenden Urheber entgegengesetzter Behauptungen getrost ihrem aussichtslosen Ränkespiel überlassen. wü.
In Limv'iviii^: >>>-- I', IIII'N IK'I' üi'ivlisunmmvi' der billlenüen Künste Li'okessoi's 2/iSAlev bssnibi,' I »Iii'lN' eine x»">e >>»»2 entnetvtei' Kunst, ckiv moexen in ziitnebtzn erükknet'vpirck. Hink- neben «lein I eine, /legier, reebts äer Hole,- VVoltsi' llsnsen. (Lr.-Uokkmsnn)
saA ciec „ eittArc/ie ÄcMtLose?"
^Isinungsoustouscsi lllost clisi wiclftigs
Unser 8. dlü.-Schriftleiter hatte bei seinem Besuch der Pariser Weltausstellung Gelegenheit, mit Angehörigen fast aller Be- völkerungsschichten Frankreichs auch über Fragen der nationalsozialistischen Politik zu sprechen. Er gibt hierüber folgenden zusammenfassenden Bericht:
„Es ist bekannt, daß die Franzosen nicht die Fähigkeit besitzen, ihr Verhalten nur von kaltem und unerbittlichem Kalkül bestimmen zu lassen, und daß ihre fast immer untadelige Logik durch Gefühlsmomente durchkreuzt oder gemildert wird." Dieses zutreffende Urteil des französischen Froni- kämpferführers Henri Pichst über seine Landsleute kennzeichnet eine der psychologifchen Schwierigkeiten, die in Frankreich bei einer Unterhaltung von Mensch zu Mensch über nationalsozialistische Fragen zu überwinden sind. Um es sogleich festzustellen: Die „Gefühlsmomente", die in unserem westlichen Nachbarland hemmend im Wege stehen und das sachliche politische Urteil sooft trüben, sind zum nicht geringen Teil das Produkt einer fystematischen Irreführung seitens der jüdisch-marxistischen Presse. Gerade in der Seine- Stadt zeigt sich auf Schritt und Tritt, wie recht Alfred Rosenberg hatte, als er vor einiger Zeit äußerte: „Um ein wirkliches Verständnis für
Eigenart und Lebensnotwendigkeit eines Volkes erzeugen zu können, müßten die Werkzeuge für die Uebermittlung dieses Gefühls vorhanden sein und sich nicht unter Umständen in Händen von denen befinden, die an einem derartigen tiefen Verständnis kein Interesse haben . . ." Angesichts des Fehlens dieser Werkzeuge ist der Versuch einer unmittelbaren persönlichen Verständigung mit werktätigen Franzosen, etwa auf Grund einiger (von der großen Pariser Presse unterschlagener) Stellen des amtlichen französischen Textes der Führerrede vom 30. Januar dieses Jahres, doppelt aufschlußreich. Der Verfasser dieses Berichts hat in seinen politischen Gesprächen mit Franzosen im wesentlichen drei Punkte berührt: die Erklärungen des Führers in der erwähnten Reichstagsrede 1. zur Rassenfrage, 2. zum deutschfranzösischen Verhältnis und 3. zum arbeitspoliti- schen Sinn des Vierjahresplans.
Ueber die völkerversöhnende Auswirkung der nationalsozialistischen Rassenlehre hatte der Führer u. a. folgende Sähe geprägt:
„So wie die Erkenntnis des Umlaufs der Erde um die Sonne zu einer umwälzenden Neugestaltung des allgemeinen Weltbildes führte, so wird sich aus der Blut- und Rassenlehre der nationalsozialistischen Bewegung eine Umwälzung der Erkenntnisse und damit des Bildes der Geschichte der menschlichen Vergangenheit und ihrer Zukunft ergeben. Und dies wird nicht zu einer Entfremdung der Völker, sondern im Gegenteil zum ersten Male zu einem wahren gegenseitigen Verstehen (uns rsslls eompröden- sion reoiproque) führen! Es wird dann allerdings aber auch verhindern, daß das jüdische Polt unter der Maske eines biederen
Weltbürgers alle anderen Völker innerlich zu zersetzen und dadurch zu beherrschen verbucht!"
Franzosen, denen diese Erklärung in ihrer Landessprache, vorgelegt wurde, waren zunächst nicht wenig erstaunt über den Gegensatz, in dem die Darlegung des Führers zu ihren eigenen, in der Hauptsache aus der jüdisch-marxistischen Presse stammenden Anschauungen über die „völkerent- zweiende" Rassenlehre des Dritten Reiches steht. Sofern sie im Verlaufe des Gesprächs nicht in unnatürliche, der Logik widersprechende „Gefühlsmomente" zurückfielen, was nur vereinzelt der Fall war, blieben sie zum mindesten nachdenklich. 2a, einige äußerten spontan: „Dann ist ja die Rassenpolitik des deutschen Reichskanzlers alles andere als ein Stein des Anstoßes, geschweige denn eine Kriegsgefahr!" Soweit es dieser Gruppe der Einsichtigen gegenüber noch nötig war, Jrrmeinungen auszumerzen, konnte die Aufklärung nicht schwerfallen, und nicht selten machte sich auch ein an Empörung grenzendes Ungehaltensein über die Lügen- und Entstellungsmethoden der entsprechenden Pariser Presse bemerkbar. „Eigentlich hätten die Worte des Reichskanzlers von jeder großen Zeitung Frankreichs gebracht werden müssen, da sie wirklich Klarheit schaffen könnten!", so lautete das Urteil eines Bauarbeiters.
Zum Verhältnis Deutschlands zu Frankreich hatte der Führer im Reichstag u. a. betont:
„Deutschland hat, und ich wiederhole dieses Hier feierlich, immer wieder versichert, daß es z. V. zwischen ihm und Frankreich überhaupt keinerlei menschlich denkbaren Streitpunkt geben kann!"
Diese Kundgebung des Führers dürfte im Gegensatz zu den Ausführungen über die Rassenlehre der nationalsozialistischen Bewegung zur Kenntnis aller politisch interessierten Franzosen gelangt sein. Sogar im (übersetzten) Wortlaut ist sie den meisten bekannt. Die um ihre Rüstungsgeschäfte besorgten Gegner einer deutschfranzösischen Verständigung haben aber, nachdem die . bedeutsamen Versicherungen Adolf Hitlers dem französischen Volk nicht länger zu verschweigen waren, sofort wieder einen Dreh gefunden: sie ließen durch ihre Zeitungen die „Meinung" verbreiten, jene Reichstagserklärung des Führers sei lediglich aus taktischen Erwägungen heraus abgegeben worden. Sie entspreche insofern nicht der vollen Wahrheit, als sie nur die Zeit bis zum Abschluß der Wiederaufrüstung Deutschlands „friedlich überbrücken" solle. Diese wiederholt vorgebrachte „Ansicht" sitzt denn auch so fest m den Gehirnen vieler Pariser Zeitungsleser, daß es nicht gerade leicht war, sie in einzelnen Fällen zu widerlegen. „Wir trauen dem Frieden nicht" — dies war fast immer der Grundton der ersten Einwendungen. Jenes Mißtrauen konnte bis zu einem gewissen Grad zerstreut werden durch den Hinweis aus die auch in Frankreich