Ausgabe 
(30.9.1937) Nr. 268
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Nachrichtenbla« der Deutschen flrbeitssront Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der jreien kjansestadt Bremen

Srscheint7malwSchenLMonatsbezug: ^2.Z0eivschl.Zustellaeb.- Dvstbezuasvrcis mnnatl !> qn

ULck°H°L?a°W

N- -Kauv»I-« ^ begründen keinenAnspruch au! Erstattung oder Ersah,

Nv.-Gauvcrlag Wcser-Ems G. m. b. H.. Bremen, G-eren K-8 / Fernsprecher: 541 21 und 61115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstattlialters in Oldenburg und Dremen

Nr. 268 / ?. Zabrgang

Anzeigen-Grundpreife: Die 22-mm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 L?-/, die 7l>-mm-Zeile im Textteil 75 rH/. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u, a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste k (Nachlaßstassel 6), Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12)4 - 13)4 Uhr.

Vonnerstag, 58. September 1SZ?

kinzelpreis 15 Npf.

Parade derVchrmacht vordem Saft des fülirers

Mussolini elirte die toten des Weltkrieges / Längere politische Besprechung / Abschied des Bure von sldols Killer

^.uk der liüirvntrikiins nehmen der I)uev und den I?ilkrvr den Vorheiinunseh der Inkanterivtrnppen »b

L.Ukvuiims: IVslibild

reichten dem Duce Blumen. Er unterhielt sich einige Zeit mit den Kindern, bis ihn die Ver­pflichtungen des'Tagesprogramms abriefen,

Beginn der großen truppenparade

Der weite Platz vor der Technischen Hochschule ist bis auf zwei mächtige goldene Symbole mit den Hoheitsabzeichen des faschistischen Italiens und des nationalsozialistischen Deutschlands und bis auf die Fahnengalerie an der Dachbrüstung der Technischen Hochschule ohne Schmuck geblieben. Genau dem Haupteingang der Hochschule gegen­über ist ein kleines mit Eichenlaub abgedecktes Podium errichtet, von dem aus Mussolini und der Führe^ die Parade abnehmen werden. Die Strage ist an dieser Stelle auf einer Länge von etwa 100 Metern um das Doppelte verbreitert. An beiden Seiten weht an weißen Masten die Reichskriegsflaage, während auf der Technischen Hochschule die Dienstflagge des Reiches gehißt ist. Die ^-Absperrmannschaften tragen an diesem Ehrentag der Wehrmacht weißes Koppelzeug. Auf den kilometerlangen. Tribiinenaufbauten be­herrscht das Bunt der deutschen und italienischen Uniformen das Bild.

Wieder sind die Spitzen des Staates und der Bewegung, die Missionschefs der in Berlin akkre­ditierten Regierungen mit den Militärattaches erschienen. Auf der großen Auffahrt zur Tech­nischen Hochschule höben die faschistischen Organi­sationen, in den ersten Reihen Valilla und Äung- italienerinnen in ihren schmucken Umhängen, den weißen Blusen und den weißen Tellermützen einen bevorzugten Platz erhalten. Den Tribünen gegen­über sind hinter den Abspsrrmannschaften feste Sperren errichtet, an denen sich wie in allen diesen Tagen eine unübersehbare Menge staut und aus oer ein wahrer Wall von blitzenden Erabenspiegeln herüberblitzt. Die Kriegs- und

Arbeitsopfer haben noch. vor den Varrien, genau gegenüber den für die Regierung und die Ehren­gäste bestimmten Tribünen ihren Ehrenplatz. Der Himmel ist leicht bedeckt, ein frischer Nordwest aber verjagt die tiefhängenden Wolken und meist liegt Sonne über dem eindrucksvollen Bild.

Gegen 10 Uhr ist die Aufstellung der Truppen zur> Parade beendet. In kurer Zeit haben die Wehrmacht und die Polizei ein Meisterwerk an Organisationsarbeit geleistet; sie haben es fertig­gebracht. den außerordentlich starken Fahrzeug-" verkehr und die Heranbringung der Hundert­tausende von Schaulustigen an die Charlotten­burger Chaussee durch zahlreiche Umleitungen in Flug zu halten. Schnurgerade ausgerichtet stehen von den Linden ab die Charlottenburger Lhausse hinunter die annährend 14 000 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften und die fast 1080 an der Parade teilnehmenden Fahrzeuge.

Sie Meldung an den süßrer

Kurz vor der Meldung der zur Parade ange­tretenen Wehrmachtsteile durchführt der Stell­vertreter des Führers Rudolf Hetz die Reihen, die ihn herzlich begrüßen. Quer zu der Mittel­allee der Linden, im Zuge der Withelmstraße, hat ein Musikzug und eine Kompanie des JR. 23 Aufstellung genommen. Dann brausen Jubel­stürme vorn Wilhelmplatz hinüber zur Ecke Unter den Linden.

Der Führer erscheint, hinter ihm Reichskricgs- minister Ecneralfeldmarschall von Vlomberg und die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteil«, Generaloberst von Fritsch, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder und Generaloberst Eöring. Der Füh­rer »erläßt den Wagen. Der Kommandant des Dritten Armeekorps, General der Infanterie von Witzleben tritt vor den Obersten Befehlshaber der Wehrmacht und erstattet die Meldung von der Aufstellung der Parade:

Mein Führer, ich melde zur Parade ange­treten: 501 Offiziere, 13 093 Unteroffiziere und Mannschaften. 1894 Pferde, 145 bespannte Fahr­zeuge, 013 Kraftfahrzeuge und 144 Krafträder."

In den Jubel um den Führer mischen sich die Heil- und Duce-Nufe die Mussolini ankündigen, der in langsamer Fahrt vom Ehrenmal kommend die Linden entlang fährt. An der Ecke Unter den Linden-Wilhelmstraße verläßt er seinen Wagen. Der Führer begrüßt den Duce herzlichst. Die bei­den Staatsmänner besteigen hierauf den ersten Kraftwagen und fahren stehend unter den Klän­gen des Präfentiermarsches. dem das Deutsch­land- und Horst-Wessel-Lied folgt, die Front der angetretenen Truppen ab. Hinter ihnen folgen der Reichskriegsminister und die Oberbefehls­haber der drei Wehrmachtsteile. Der Jubel be­gleitet sie durch das Brandenburger Tor hindurch und pflanzt sich fort längs der Feststraße, in der die Truppen Aufstellung genommen haben.

Die Ehrentribüne vor der Technischen Hoch­schule hat sich inzwischen bis auf die erste Reihe gefüllt. Die Tribünenblocks sind zu beiden Sei­ten von der hohen Generalität und Admiralität besetzt. Die gelbe Fahne, das Zeichen des Heran- nahens des Führers, erscheint. Die Absperrmann- schaften setzen die Stahlhelme auf. Der Stell­vertreter des Führers trifft ein, mit lauten Heil­rufen begrüßt; wenig später folgen die italieni­schen und deutschen Gäste, unter ihnen Graf Ciano, Starace, .Alfieri und Sebastiani.

Nun rollt auch schon die Welle der Heilrufe heran, um sich zu gewaltigem Brausen zu steigern, je näher der italienische Regierungschef und Mi­nister der gesamten italienischen Streitkräfte, Benito Mussolini, und der Oberste Befehlshaber der deutschen Wehrmacht, Adolf Hitler, kommen.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Ostpreußens krnttknme für den führer

Seleilworl des Neichsbauernfüdrers ;um krnledanktag

Ver letzte lag

(Orskilbsriebt unserer Lsrlinsr gobriktlsituiig) rck. Berlin, 30. September.

Viele Tausend« von Menschen säumen schon seit den frühen Morgenstunden des Mittwoch die in der Sonne leuchtende Feststraße Unter den Lin­den, um Zeuge der Gefallenenehrung durch den Duce zu sein. In majestätischer Feierlichkeit

WUIUUWMUWWUUWUUMWUMUUWUUWMUWWW

Unser lagesspisgel

Amerikanische Blätter verbreiten neue Greuel­märchen unter dem Stichwort: Kruppkanonen! Die Dreierkonferenz in Paris hat zu einem vorläufigen Ergebnis geführt.

Nach der Parade der Wehrmacht bereitete die Reichshauptstadt dem Duce einen ein­drucksvollen Abschied.

Die Vorbereitungen für das Erntedankfest sind in vollem Gange.

Dz:. Schacht sprach in Esten in breit?« Aus­führungen über die deutsche Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Morgen beginnt in Bremen die Aktion gegen den Krebs.

Focke-Wulf schuf ein viermotoriges Groß- verkehrsflugzeug.

Am 10. und 17. Oktober sammelt die DAF. ftir das WHW.

12 Weltrekorde der Gewichtheber befinden sich in deutschem Besitz.

Schöne Erfolge erzielten Deutschlands Reiter auf dem Reit- und Springturnier in Wien. PG. Ernst Hoppenberg ist einem schweren Unfall erlegen.

m ...

erhebt sich das Ehrenmal. Auf seinen Stufen stehen wie eherne Standbilder die Posten des Wachregiments. Inmitten des weiten, von abgesperrten Platzes ragen die wuchtigen Quader des Monuments, das die Via Triumphalis ab­schließt. Von seiner Front wehen die Fahnen der Bewegung gekrönt von einem mächtigen gol­denen Hoheitszeichen. Rechts vom Ehrenmal steht eine Abordnung Schwerkriegsbeschädigter und Kriegsblinder; ihnen gegenüber versammeln sich die Ehrengäste.

Plötzlich kommen Heilrufe die Linden entlang. Sie gelten den sechs Faschisten und vier deutschen Unteroffizieren, die den Kranz des Duce zum Ehrenmal bringen einen riesigen Lorbeerkranz mit Schleifen in den italienischen Nationalfar- ben die in goldenen Buchstaben über dem Lik- torenbündel die Inschrift tragen:Benito Musso­lini Anno XV". Unter Führung des Botschafters von Hasfell und des italienischen Botschafters in Berlin, Atlolico. begeben sich die Herren der Begleitung des Duce zum Ehrenmal, an der Spitze der hohen Militärs Marschall Badoglio. Der feierliche Akt beginnt. Mit klingendem Spiel rücken die Ehrenkompanien an; Zwei Kompanien der Heeresunteroffiziersschule, eine. Kompanie Mari-ne-Lehrabteilung und eine Kompanie des Luftwachbataillons. Mit Front zum Ehrenmal nehmen die Truppen Aufstellung.

Gleich einer Lawine schwillt ungeheurer Jubel von den Linden heran.

Vor wagen des Bure naht

Immer wieder dankt Benito Mussolini für die stürmischen Ovationen der Massen. Die Trup­pen präsentieren das Gewehr. Oberstleutnant von Stockhausen meldet dem Duce die an­getretenen Ehrenkompanien. Langsam schreitet der italienische Regierungschef in Begleitung von Generalmajor Seifert die Front ab, während sich immer wieder die Begeisterung der Berliner in lauten Heil- undDuce"-Rufen kundtut. Langsam begibt sich Mussolini ehrerbietiges Schweigen Konnt jetzt die Tausende zum Ehren­mal, um zunächst die Schwerkriegsbeschädigten in kameradschaftlicher Weise zu begrüßen. Augen­minister Graf Ciano, Marschall Badoglio, die beiden Botschafter und die anderen Herren der Begleitung des Regierungschefs folgen ihm.

Bas Lied vom guten Kameraden

klingt auf. Mit erhobener Rechten grüßen alle die toten Helden des Weltkrieges, während der Duce den riesigen Kranz, im Ehrenmal nieder­legt und noch einige Augenblicke in stillem Ge­denken in dem ernsten Raum weilt. Mittlerweile habest sich die Ehrenkompanien zum Vorbeimarsch formiert. Als der Duce zwischen den Säulen des Ehrenmals sichtbar wird, braust wieder Jubel auf. in den der Parademarsch der Musikkapelle schmettert. Mit erhobenem Arm grüßt der Duce bze an ihm vorbeidefilierenden Kompanien. Als die Kapelle wieder einschwenkt, steht der Wagen des italienischen Regierungschefs schon bereit. Nochmals wendet sich Mussolini zum Ehrenmal, um mit stummem Gruß die Toten des Weltkrieges Zu ehren.

Bevor der Duce zur Kranzniederlegung am Ehrenmal gefahren war, hatte er sich im Reichs- praiidentenhans die Kinder des Berliner Eaulei- ters, Reichsministers Dr. Goebbels, vor­stellen lagen. Die Kinder riefen das helle Ent­zücken der Umgebung -es Duce hervor. Sie über-

'(küMlltzi- Bgricbt äsr.Srswsr Leitung") s. Königsberg, 30. September.

In der Bauernschule Ripkeim bei Wehlau in Ostpreußen wurde die große Erntekrone fertig­gestellt, die dem Führer am Erntedanktag des deutschen Volkes auf dem Bückeberg von ostpreu- ßischen Jungbauern und Landarbeitern überreicht werden s»ll. Die Krone ist von ostpreutzischen Kreisjugenbwarten und Kreisjugendwartinnen aus allen Eetreidearten und ostpreugischem Flachs gebunden worden. Nach einer kurzen Feierstunde wurde diese Krone, die einen Durchmesser von 1,70 Meter und eine Hohe von 1,50 Meter hat. zusammen mit einem Erntekranz, der für den Reichsbauernführer bestimmt ist. auf einem vier­spännigen Wagen in feierlichem Zuge zum Bahn­hof Wehlau gebracht.

*

Zum diesjährigen Erntedankfest schrieb der Reichsernährungsminister und Reichsbauernfuhrer R. Walther Darrö folgendes Geleitwort: Der Erntedanktag auf dem Vückeberg ist der Ausdruck des Dankes des ganzen deutschen Volkes für die Arbeit, die das Landvolk leistete, um das täg­

liche Brot der Volksgenossen zu erzeugen. Der deutsche Bauer kann stolz sein auf seine Leistun­gen. Trotz Steigerung des Verbrauches und Ver­ringerung der landwirtschaftlichen Nutzfläche hat der deutsche Bauer durch seinen Einsatz die Grundlagen der Volksernährung erweitert. Die letzten Jahre zeigen jedoch, vor welchen Schwie­rigkeiten Deutschland trotzdem immer noch steht. Die Schwierigkeiten sind nicht allein durch Mehrerzeugung zu überwinden, vielmehr sind die sachgemäße Verwertung der Nahrungsgüter durch die deutsche Hausfrau und die Anpagung der Be­dürfnisse an die Möglichkeiten der Erzeugung weitere tragende Säulen der deutschen Ernäh- rungswirtschast. Bei der Aufgabe, diese Schwie­rigkeiten zu meistern, hat die deutsche Hausfrau der Ernährungswirtschaft bereits wertvolle Unterstützung geleistet.

Ver krntedanktag im fluslanö

Berlin, 30. September.

Zum Erntedanktag, den das deutsche Volk am kommenden Sonntag in nun schon Tradition ge­

wordener Weise festlich begeht, werden auch in diesem Jahre auf Veranlassung der Auslands­organisation der NSDAP. zahlreiche führende Männer aus Partei und Staat zu den im Aus- land lebenden deutschen Staatsbürgern sprechen. Der Leiter der Auslandsorganisation der NS­DAP., Gauleiter Bohle, benutzt die Gelegenheit einer Einladung des Botschafters von Ribben- trop, um an diesem Tage zu< der deutschen Ko­lonie in London zu sprechen. Ueber 00 führende Männer der Bewegung sind in anderen euro­päischen Städten als Redner eingesetzt. So wer­den neben mehreren Amtsleitern der AO. u. a. 'sprechen die Gauleiter Bllrckel, Hildebrandt und Meyer-Münster, Staatssekretär Dr. Freisler, tztaatsrat Spaniol, der Chef des sj-Hauptamtes Obergruppenführer Heißmeyer, die SA.-Ober- gruppenführer von Jagow, Schoene und Kasche, die SA.-Eruppenführer Prinz August Wilhelm und Ludin, die Reichsamisleiter Dr. Groß und Sündermann, Oberstarbeitsführer Cretzschmann pnd Oberarbeitssührer Müller-Brandenburg.

Da« (cka

Dos ^urlcmcl Kot clsn stülirsr uncl eisn Oucs richtig vsrstonZsn

kr. E.'Europa ist auf dem Wege zu einer neuen, kulturbejahenden Politik, die der Welt den wirklichen, dauerhaften Frieden bringen wird so lautet, im Grundton, das internationale Presseecho der gewaltigen Völkerkundgebung mit Adolf Hitler und Benito Mussolini auf dem Maifeld der Reichshauptstaüt. Schon diesesWir", das uns aus den Stimmen einer ganzen Reihe großer ausländischer Blätter entgegentritt, läßt aus die gemeinschastsbildende Auswirkung des einmaligen Berliner Ereignisses aus die Massen jenseits der deutschen und italienischen' Grenzen schließen. Die Führer der beiden selbst­bewußten, starken Nationen sind - jedenfalls, da sie für die kraftvolle Proklamation ihrer Solidarität die klare Sprache, des Volkes und nicht die leeren Formeln einer überleb­ten Diplomatie wählten, auf der ganzen Linie verstanden worden, die böswilligen Quertreiber mit einbegriffen. WennDaily Mail" für eine Verlängerung der Achse Ber­linRom in Richtung London und Paris eintritt und insbesondere vor der Fort­setzung der englischenPolitik der verpaß­ten Gelegenheiten" warnt,, so können , wir nur wünschen, daß diese vernünftige, zeit­gemäße und volkstümliche Parole auch von den britischen Staatsmännern Ketzer- ^ zigt werden möge. Wir neigen hierbei nicht gerade zum Optimismus, wollen aber an- dernteils die Anzeichen einer Wandlung zum Besseren nicht übersehen. Daß sich amt­liche Kreise Englands der mitteleuropäi­schen Wirklichkeit nicht länger verschließen wollen, haben wir mit Genugtuung soeben einer Erklärung des in Newyork weilenden britischen Oberhausmitgliedes Lord Motti- stone entnommen, der aus dankenswerter eigener Initiative heraus den Friedens­willen des Führer und des Duce im Sinne einer unumstößlichen Realität gegen alle Verdächtigungen und Gerüchte nachdrücklich bestätigte.

Sogar aus Paris dringen Aeußerungen wachsender Erkenntnis des wahren Wesens der nationalsozialistischen und faschistischen Revolutionen zu uns herüber. DerPetit' Parisien" findet unsere volle Zustimmung, wenn er gegen die in Moskau sitzenden In­triganten Front macht, die London und Paris den Weg zu einer Verständigung mit Deutschland versperren wollen. Die deutsch- italienische Völkergemeinschaft durch Unter­schiebung unwahrer Ziele auflösen zu wol­len, wie es der Führer vor den Millionen des Maifeldes und der Via Triumphalis formulierte, sollte jedoch auch in den fran­zösischen Kreisen sehr bald als zwecklos an­gesehen werden, die sich das Schielen nach Moskau noch immer nicht abgewöhnen können. Nicht genug, daß sie auf dem fal­schen Pferd sitzen: sie reiten sich selbst und das Tier zu Tode!

Nicht zuletzt äußern die marxistischen Blätter aller Schattierungen ,,Gedanken, die allzusehr verraten, wohin die geheimen Wünsche gehen". Es sind gewissermaßen die Nebengeräusche des im übrigen er­freulichen Echos, mit denen wir um so mehr rechnen muhten, als die in die Enge getrie­benen politischen Brandstifter schon vor Be­ginn der glanzvollen Deutschland-Reise Mussolinis verzweifelt nach Störungsmög­lichkeiten suchten. Das Kopenhagener rote Blatt zum Beispiel stellt in einer Ueber- schrift die zynische FrageMussolini spricht von Frieden, meint er Krieg?" Die marxi­stischen Schreiberlinge, die im Dienste des jüdischen Kapitals die Wah­rung sozialer Interessen nur vortäuschen, sind auf den Widerspruch zwischen den Ver­sprechungen und den Handlungen ihrer poli­tischen Gesinnungsgenossen offenbar so gut eingespielt, daß sie die Methode der Schein- heiligkeit stillschweigend auch bei den an­deren voraussetzen.Journalisten" dieses Schlages ist nicht mehr zu helfen. Man muß sie unter sich lassen, bis ihnen ihre be­dauernswerten Leser eines Tages den Lauf- paß geben werden.

Bezeichnend ist die Art, wieNews Chro- nicle" der Tatsache, daß bereits am Tage des Duce-Einzugs in die Reichshauptstadt eine Million Berliner Mussolini und Adolf Hit­ler zujubelten,Rechnung trägt". Das Blatt erfindet einen Befehl Dr. Goebbels an 4)4 Millionen Berliner Männer, Frauen und Kinder,Duce! Duee!" zu jchreien. Nur