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Fparteiamlliche Lageszeitung 2 2
Nachrichtenblatt der deutschen flrbeitsfront Vremett
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblait des Senats der Freien Hansestadt vremen
-K-ck2,Z0einschl.Zustellgeb.: Postbezugspreis monatl. 2,34^-« ^».(einschl. 48,88 Postzcitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar, ^Posts». ^ .... ' '
^^'popicheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz, RS.-Gauverlag Wcser-Ems 8. m. b. H., Bremen. Geeren 8-8 / Fernsprecher: 54121 und 51115.
2 Nr. 45 / S. Jahrgang
Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen
Anzcigen-8rundpr->s--. Die 22-mw-Aeile tm Anzeigenteil 12 die 70-mm-Zcile im Textteil 7b Rpf. Ermäßigte Grundpreise (kür kleine Familien-Anzeigen u, a.) sowie sonstige Bedingungen Prers- liste 8 lNachlaßstaiiel 0, Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeichlutz 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12-/^->3-/, Uhr.
Sonntag, 15. sebruar 1S5S
kinzelpreis 15 Npf.
der sichrer empfing Nr. Schuschmgg
Inoffizielle vegegnung auf dem oberfalzberg
flussprache über sragen, die das NeutscheNeich
und öfterreich berühren
6nb. verchtesgaden, 15. sebruar. Vor österreichische vunveskan;ler Vr. Schuschnigg stattete gestern in Vegleitung des österreichischen Staatssekretärs siir die auswärtigen stngelegenkeiten Vr. Suido Schmidt und des deutschen Votschafters von Popen in öegenwart des Neichsministers des stuswärtigen von Mbbentrop dem siistrer und Neichs Kanzler aus dessen kinladung einen Vesuch aus dem vbersahberg ab. Viese inoffizielle vegegnung entsprang dem beiderseitigen Wunsche, stch über alle fragen, die dos Verhältnis zwischen dem deutschen Neiche und österreich betreffen, auszusprechen
verfassungsreform in Numänien
Las Programm der neuen Negierung — Unerwünschte klemente werden abgeschoben
Bukarest, 18. Februar. I
Die neue rumänische Regierung, die sich als „Kabinett der nationalen Union" bezeichnet, hat in einem Aufruf an das Volk ihr Programm be- j kanntgegeben. Darin werden zunächst Verfassungsreformen angekündigt, die den Wünschen nach Erneuerung des rumänischen Volkes entsprechen sollen. Dabei soll die Durchdringung aller Gebiete des staatlichen Lebens mit der nationalen Idee garantiert werden. Die Regierung erstrebe die Wiedergutmachung historischen Unrechts gegenüber dem herrschenden rumänischen Bevölkerungsteil an, wobei jedoch ungerechte Handlungen gegenüber den alten Minderheiten im heutigen Rumänien auszuschließen seien.
All« nach dem Kriege gewährten Bürger- rechte sollen einer aufmerksamen Ueberprü- fung unterzogen und rückgängig gemacht werden, wenn sie erwiesenermaßen auf betrügerischem Wege erworben worden sind. Dadurch werde die weitestmögliche Beteiligung der rumänischen Bevölkerung am Wirtschaftsleben des Landes erreicht. Diejenigen Elemente, die sich erst in jüngster Zeit in Numänien niedergelassen haben und für den ethnischen Charakter Rumäniens schädlich sind, sollen abgeschoben werden, Rumänien beabsichtige, auf der Grundlage internationaler
Abkommen mit anderen Staaten, die einen Ueber- schuß an jüdischer Bevölkerung haben, zusammenzuarbeiten, um für die Juden andere Unterkunftsmöglichkeiten zu finden.
Die Regierung erstrebt die völlige Entpolitisie- rung aller öffentlichen Einrichtungen. Zu den wirtchaftspolittschen Programmpunkten gehören die Aufrechterhaltung des Haushaltsgleichgewichtes und die Verteidigung der Währung. Auf außenpolitischem Gebiet werde die Regierung die überlieferte Politik fortsetzen, die auf die Sicherung des Friedens und die Verteidigung der Grenzen abziele.
kille Venksthrist Sagas
Die Haltung der rumänischen Parteien zum autoritären Kabinett ist durch eine Reihe von Erklärungen gekennzeichnet. Die liberale Partei will das Vorgehen des Königs nicht stören und ist zur Einordnung bereit. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die liberalen Minister auf Grund ihrer früheren Tätigkeit und nicht als Parteimänner dem Kabinett angehörten. Der Präsident der National zarani- sten, Maniu, hat mehrere Erklärungen abgegeben, in denen er überaus scharfe Kritik Wt. Der König hätte seinen Vorschlag, eine Re
gierung der Nationalzaranisten zu bilden, annehmen sollen. Don feiten Gogas liegt ein« umfangreiche Denkschrift vor, in der er erklärt, die nationalchristliche Partei hätte sich an der neuen Regierung nickt beteiligen können. Eodreanu, der Führer der LeFionärbowegung, hat keine Erklärung abgegeben. Das Leaionärs- blatt „Buna Vestire" äußert sich zurückhaltend, wünscht jedoch der neuen Regierung um des Vaterlandes willen vollen Erfolg.
»rimes" warnt Frankreich
London, 13. Februar.
Die „Times" befaßt sich in einem Leitartikel mit dem Fall der Regierung Goga, über den das Blatt seine Befriedigung nicht verbirgt. Gogas gemäßigte antisemitische Maßnahmen seien nicht gering genug gewesen, „daß sie nicht höfliche Wünsche von Seiten einiger Großmächte hervorgerufen hätten". Sein Rücktritt habe ohne Zweifel das Land vor gewissen Schwierigkeiten gerettet. Der weitverbreitete französische Glaube jedoch, daß das, was man eine „königliche Diktatur" nennen könne, Rumänien in die Reihen der demokratischen Mächte zurückbringen werde zumindest etwas unlogisch.
(Siehe auch Seite 2)
Japan begründet seine Haltung
ssntwort an Washington, Lonöon und Paris in der -klottenfrage
Tokio, 13. Februar
Die japanische Regierung hat die Noten Englands, Frankreichs and Amerikas beantwortet, in denen diese Staaten eine bindende Erklärung Japans bis zum 20. Februar verlangten, daß es kerne Schlachtschisse über 35 üüü Tonnen baue. Die japanische Regierung erklärt in ihrer Antwort, daß sie nicht in der Lage sei, dem Wunsch nach Bekanntgabe ihres Flottenbauprogramms zu entsprechen.
In den Antworten erinnert die japanische Regierung daran, daß sie bei der letzten Londoner Flottenkonferenz die Abschaffung von Schlachtschiffen und Flugzeugträgern als Angriffswaffe vorschlug und gleichzeitig erklärte, daß eine qualitative Begrenzung ohne eine quantitative Beschränkung keine gerechte Maßnahme für eine Abrüstung darstelle. Die japanische Regierung habe gemäß ihrem Grundsatz des Nicht- angriffs und der Nichtbedrohuna keine Absicht, eine andere Länder bedrohende Rüstung zu besitzen.
Wörtlich heißt es dann: „Da die anderen Länder die vernünftigen Wünsche Japans zur Abrüstung nicht angenommen haben, so besteht bis jetzt kein gerechter Abrüstungsvertrag, an dem Japan beteiligt ist. Die japanische Regierung ist deshalb der Meinung, daß die bloße Mitteilung über Schiffsbauten in Anbetracht des Fehlens einer quantitativen Begrenzung nicht zu irgendeiner gerechten und billigen Abrllstungs- maßnahme beiträgt und bedauert, nicht in der Lage zu sein, diesbezüglichen Wünschen' na^u- kommen." Schließlich wird in der Antwortnote betont, daß die japanische Regierung es nicht als eine logische Begründung betrachten könne, wenn die anderen Staaten lediglich aus der Tatsache der Ablehnung einer solchen Erklärung über den Flottenbau nun auf den Bau von Schiffen schließen wollten, die über die im Londoner Vertrag festgelegte Grenze hinausgingen.
Noch stärkere Kriegsflotte lür USfl.
Washington, 13. Februar.
Nach längeren Besprechungen zwischen Präsident Roosevclt, Außenminister Hüll und Admiral Leahy ist eine Klarlegung der amerikanischen Flottcnpolitik erfolgt, die in den letzten Wochen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand.
Im Auftrage Roosevelts brachte der Vorsitzende des Flottenausschusses, Vinson, einen Zusatz a n t r a g zum Aufrüstungsgesetz ein. Darin heißt es, die Flotte müsse groß genug sein, um beide Küsten der Vereinigten Staaten und ihre überseeischen Besitzungen gleichzeitig schützen zu können, dürfe aber nicht für Angriffszwecke benutzt werden.
Außenminister Hüll erklärte in Beantwortung eines Briefes Ludlows, worin dieser zwar die Notwendigkeit einer angemessen starken Flotte zugibt, aber die Zusammenarbeit mit anderen Flotten für bedenklich hält, daß der Grundsatz strikter Nichteinmischung unverändert sei. Es sei aber vollkommen klar und eine selbstverständliche Folge praktischer Ueberlegung, wenn Amerika mit anderen Regierungen Informationen austauschen und Beratungen pflege. Nötigenfalls werde man auch paraflel zu anderen Regierungen vorgehen.
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I. L. O. Bremen, 13. Februar.
Die Blamage, die sich eine von der Greuelpropaganda ivährend des Weltkrieges her dem deutschen Volke wohlbekannte jüdische Weltjournaille bei ihren Orakelkünsten und Fehlprophezeiungen über das, was in Deutschland vorgehen sollte, vor dem 4. Februar zuzog, hat sie nach diesem Tage nicht allein nicht belehrt, sondern anscheinend noch angespornt, weiter mit Latrinen- gerüchten über Deutschland bei ihren unzurechnungsfähigen Lesern hausieren zu gehen. Mit einem Esser sondergleichen erfindet diese Journaille noch stündlich Lügen über Deutschland, deren einziger Ursprung eine verwilderte Phantasie ist, hinter welcher allerdings der heiße Wunsch als Vater des Gedankens steht. Bedauerlich, daß auch ein großer Teil der sonst ernster zu nehmenden Weltpresse sich nicht entblödet hat, an diesem tollen Treiben teilzunehmen und doppelt bedauerlich diejenigen Kräfte guten Willens, deren ernsthaftes Bemühen in der Welt dahin geht, eine freundliche und frie- denssestigende Atmosphäre zwischen den Völkern Europas zu schaffen.
Man könnte über die dem deutschen Volke dämlich erscheinenden Greuelmärchen vielleicht mit sarkastischem Lächeln hinwegsehen, wenn der Lügenpropaganda nicht mehr als der Wille zugrunde läge, durch lärmende Sensationshascherei das Interesse einer etwas abgestumpften Leserschaft im Ssnne der jüdischen Unruhestifter immer wieder aufzuputschen. Indes hat das verantwortungslose Treiben der in höchstem Lügentaumel rasend gewordenen Journaille auch noch ernstere Hintergründe. Es ist System dahinter, und der Versuch, das Dritte Reich vor der Welt als erschüttert hinzustellen, zielt dahin, die durch die Kräftekon- zentration vom 4. Februar Deutschlands politischen Gegnern so überaus überraschend gekommene ganz gewaltige Stärkung vor der Welt abzuleugnen in dem Bestreben, des Dritten Reiches diplomatischen Einfluß einzudämmen und bestehende Neigungen Deutschland freundlich sich nähernder Staaten von engeren Beziehungen zu Deutschland abzuschrecken.
Es hieße die Urteilsfähigkeit der verantwortlichen Staatsmänner der europäischen Staaten sehr gering einschätzen, wollte man ihnen unterstellen, daß sie nicht selber klar genug aus der jüngsten Greuelpropaganda der in ihren Ländern erscheinenden Juden- und Freimaurerpresse ersähen, wie wenig derlei Greuelfeldzüge gegen Deutschland geeignet sind, ihre doch immerhin bestehenden Wünsche nach korrekten Beziehungen mit Deutschland zu unterlMen, zu fördern. Wir fragen uns, warum sie zulassen, daß solche unsinnigen Gerüchte, wie wir sie jetzt immer noch in der Auslandspresse zu lesen bekommen, weiter aufgewärmt oder gar
vermehrt werden dürfen? Es.ist beka-mit, daß man auch in Paris seit längerer i Zeit bei den zuständigen Stellen des Auswärtigen Amtes einzusehen beginnt, es könne doch für Frankreich nur von Vorteil sein, wenn die gegenseitigen Pressebezietzungen zwischen Deutschland und Frankreich , sich bessern. Um so gewissenloser erscheint uns darum eine Pressekampagne, woran- sich Blätter beteiligen, von denen man sonst , anzunehmen berechtigt ist, daß sie den verantwortlichen französischen PoNMern eher ihre Arbeit erleichtern als erschweren wollen.
Vielleicht ist es den Einwirkungen des Quai d'Orsays zu verdanken, wenn wenigstens einige Zeitungen, wie jetzt die „Epo- que" von den wilden Gerüchtemachern abrücken und die anonymen Greuelfabrikanten verurteilen. Usbrigens läßt sich ähnliches heute von Warschau her feststellen, wo, wie es scheint, die wenig korrekte Haltung der polnischen Presse endlich die entsprechende Aufmerksamkeit der politisch führenden Kreise gefunden hat. Ob „Epoque" recht hat, wenn sie behauptet, die englischen Zeitungen hätten alle Rekorde geschlagen, die geeignet seien eine Panik zu verbreiten, lassen wir dahingestellt. Die englische Presse hat jedenfalls redlich auch das ihre dazu beigetragen,
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Unser Vagssspivgel
Der Führer empfing Bundeskanzler Schuschnigg aus dem Obersalzverg.
Die neue rumänische Regierung kündigte eine Verfassungsreform an.
Mit Jugoslawien wurde ein Abkommen über die Einfuhr von Schnittholz getroffen.
Nach Ausführungen Hermänn Eörings steht der Vierjahresplan Deutschlands Anschluß an den Welthandel nicht entgegen.
In Hamburg wurde das Schulschiff „Albert Leo Schlageier" in Dienst gestellt.
Bei Potsdam fand das Richtfest des Auslandshauses der HJ. statt.
Unser Gauleiter erhielt zu seinem Geburtstag aus allen Kreisen der Bevölkerung Geschenke. Mitte März wird der erste deutsche Robbenfänge» in See gehen.
Die NSDAP. Kreis Bremen führt eine neue Versammlungswelle durch.
Gestern begann in Bremen die Tagung der Propagandisten des Gebietes und Obcrgaues Nordsee.
Standartenführer Günther Hossmann wurde zum Leiter der Behörde für Kunst, Wissenschaft und kirchliche Angelegenheiten in Bremen ernannt.
In Bremen hat die Arbeitstagung der Nord- seeschützen begonnen.
Das Klootschießerfest in Nordenham hatte mit der Begrüßung der holländischen Käste einen großartigen Auftakt.
In Halle wurde ein roter Mörder 18 Jahre nach der Tat gefaßt.