Ausgabe 
(11.2.1938) Nr. 41
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Nr. 40

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 41 / 8. Zalirgang

Freitag, 11. sebruar 1SZ8

kinzelpreis 15 Nps.

Numänisches Kabinett zurückgetreten

2ur dlsnorAanisation im koieksrvirtsvkukts- winisterium. Den bisksriKo L.bteilnuxslviter im Lmt tiii- dentsclis kinli- und IVorlrstocke, I.anKo, rvnrde unter Brnonnung sium Ninists- riuldirslrtor rum Deiter der IIullptudtellnnK IV bestimmt. (?rssss-8okkwann)

partetanwärter

dürfen das parteiabreichen tragen

Berlin, 11. Februar.

Der Stellvertreter des Führers hat angeordnet, daß die auf Grund ihrer aktiven Vetätigung für die Bewegung als Parteianwärter anerkannten Volksgenossen — sobald sie im Besitz der gelben Parteianwärterkarte sind — das Parteiabzeichen tragen dürfen.

flmtsübergabe im fiußenministerium

Berlin, 11. Februar.

Der Reichsminister Frhr. von Neurath verab­schiedete sich Donnerstag mit herzlichen Worten von dem engeren Kreis seiner Mitarbeiter. So­dann übergab er die Geschäfte "dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop und stellte diesem die leitenden Beamten des Auswärtigen Amtes vor. Nach der Vorstellung richtete der Reichsautzenminister herzliche Dankesworte an den scheidenden Minister und forderte seine zu­künftigen Mitarbeiter zu kameradschaftlicher Zu­sammenarbeit für Führer und Reich auf.

*

Eine Abordnung der Stadt Stuttgart übergab Donnerstag mittag in Anwesenheit des Staats­sekretärs im Auswärtigen Amt und Chefs der Auslandsorganisation Gauleiter Bohle dem Reichsminister Frhr. von Neurath den Ehrenbür­gerbrief der Stadt Stuttgart.

sol-

Schweres Verkelirsunglück

Lohr, 11. Februar.

Ein furchtbares Verkehrsunglück ereignete sich am Mittwoch spät abends in Steinbach bei Lohr. Ein aus zwei Wagen bestehender Fernlastzug aus Wittenberg/S. fuhr am Wiesenfelder Berg mit voller Wucht gegen ein an der Straße ge­legenes Wohnhaus. Der Anprall war so heftig, daß das ganze Haus und eine angebaute Scheune einstürzten. Die Bewohner wurden unter den Trümmern begraben. Der Besitzer des Hauses, der Schneidermeister Schuhmann, der mit seiner Schwester im Hause anwesend war, erlitt schwere Verletzungen und wurde in hoffnungslosem Zu­stand in das Krankenhaus Lohr eingeliefert. Seine Schwester wurde auf der Stelle getötet. Der Fahrer und der Beifahrer des Lastzuges, Sie aus dem Wege nach Frankfurt/M. begriffen waren, wurden ebenfalls unter den Trümmern begraben. Der Beifahrer wurde schwer verletzt geborgen, der Krastwagenlenker wurde getötet. Die Bergungs- bzw. Ausräumungsarbeiten gestal­ten sich deshalb sehr schwierig, weil der Lastzug eine feuergefährliche Säureladung in Fässern ge­laden hat.

SSS-Nufe bei Vorkum

Vremerhaven, 11. Februar.

Jnsolge des heftigen Sturms in der Deutschen Bucht strandete Donnerstag abend ein französi­scher Dampfer der Reederei Chargeurs Reunis Paris in der Nähe von Borkum. Das Schiff, dessen Name noch nicht bekannt ist, sandte SOS - Rufe aus. Der Bergungsschlepper „Albatroß" der Bugsier-Reederei lies von der Station Vorkum zur Hilfeleistung ans.

Her König plan» eine „Negierung der nationalen Zusammenarbeit

Sagas Nachfolger vorauslichtlich der Patriarch Miron tliristea / Legionärsbewegung in der Spposition / fluch wirtfchaftspoMische Nründe spielten beim Kabinettswechsel mit / Verfassung vorübergehend aufgehoben, Wahlen verschoben

Bukarest, 11. Februar.

Die Regierung Goga hat am Donnerstagabend ihren Rücktritt er­klärt. Die Zeitungen bringen in Sonderausgaben die amtliche Bestätigung für den Rücktritt, den der König angenommen hat. Das Blatt „Univer­sal" erklärt, daß innen- und außenpolitische Beweggründe Goga zum Rücktritt veranlaßt hätten. Alle zurückgetretenen Minister wurden zum König gerufen. Nach einer Audienz beim König teilte Maniu, der Leiter der nationalzaranistischen Partei, mit, daß der König eine neue Lösung in Erwägung ziehe. Die Wahlen würden auf jeden Fall verschoben werdest.

Die neue Regierung soll eine Regierung der nationalen Zusammen'-Z-^L^ werden. Entweder übernimmt der Patriarch Miron Christe« den Vor­sitz oder der frühere nationalzaranistische Minister­präsident Mironescu. Mit Ausnahme der Legio­närsbewegung werden alle Parteien das Kabinett stützen und wahrscheinlich Minister entsenden.

Der Rücktritt der Regierung Goga hat in der Tat außen-, innen- und wirtschaftspolitische Gründe.

Durch das neue Regierungsprogramm ist der Haushalt stark belastet. Eine lleberbrückung mit Hilfe der Nationalbank erwies sich als unmöglich. Die demokratischen Oppositionsparteien suchten den König davon zu überzeugen, daß nur eine Regierung, die alle nationalen Kräfte vereinige, dem Lande Ruhe bringen könne, da die kommen­den Wahlen sonst sehr blutig werden könnten. Mironescu, der sich besonderer Beziehungen zu

französischen Politikern und Militärs erfreut, ist vor wenigen Tagen aus Paris zurückgekehrt und berichtete dem König in diesem Sinne.

Unmittelbar vor Redaktionsschluß ging uns noch folgende Meldung aus Bukarest zu: Unter dem Vorsitz des,Königs tagte am Donnerstagabend ein Kronrat, an dem alle früheren Ministerpräsi­denten und alle Parteiführer außer Codreanu (Legionärsbewegung) teilnahmen» Anschließend betraute der König den Patriarchen Miron Christea mit der Regierungsbildung. Die Bil­dung einer Regierung, die alle Kräfte zusammen­fassen soll, scheint zu gelingen.

Wie verlautet, werden dem Kabinett die ehe­maligen Ministerpräsidenten als Staatsminister angehören; Goga und Maniu bleiben außerhalb. Die Fachminister werden den Parteien entnom­men, die sich zur Verfügung stellen. Schließlich wird in unterrichteten Kreisen versichert, daß die Verfassung auf eine noch zu bestimmende Dauer aufgehoben und die Wahlen aus unbestimmte Zeit verschoben werden.

Straffere vliederung der lM.

Nellksdetriiebsgemeinschaften werden Hochämter — sachabtettungen bilden eine Arbeitsgemeinschaft

Berlin, 11. Februar.

Der Reichsleiter der DAF., Dr. Sey, hat wich­tige Anordnungen für eine noch straffere Gliede­rung der DAF. erlassen.

Alle im Betrieb Schaffenden, so sagt er, bilden zusammen die Betriebsgemeinschast. Da dieser Begriff betriebsgebunden ist, kann er nicht auch für die Fachabteilungen und Fachämter der DAF. als Bezeichnung verwendet werben, denen die Durchführung der Betriebsbetreuung über­tragen ist. Dr. Ley bestimmt daher, daß die bis­herigen Reichsbetriebsgemeinschwften in „Fach­ämter" und deren sachlich Nachgeordnete Dienst­stellen in „F a ch ab t e i lu n g en" umbenannt werden. Es wird also in Zukunft z. B. als RBG. Nahrung und Genuß heißen „Fachamt Nahrung und Genuß". Der bisherige RBG.-Leiter führt die Tienstbezeichnung „Leiter des Fachamtes". Aus den Gaubetriebsgemeinschaften werden „Fach- abteilungen der Gauwallungen der DAF." mit dem „Fachabteilungswwlter" an der Spitze, aus den Kreisbetriebsgemeinschasten werden „Fach­abteilungen der Kreiswaltungeu der DAF." mit dem Fachabteilungswalter als Leiter. Die Stra-

ßen-Vlockwalter bzw. Straßen-Zellenwwlter führen nun die Bezeichnung „Straßen-Blockobmann", Stvaßen-Zellenobmann" und entsprechend ist es bei den Vetriebs-Vlockwaltern bzw. Betriebs- Zellenw altern.

Eine schärfere Ausrichtung der DAF.-Walter und -Warte und eine noch stärkere einheitliche Zusammenfassung aller Auf­gabengebiete wird gleichzeitig erfolgen. Deshalb sind die einzelnen Abteilungen in den Gau-, Kreis- und Ortswaltungen in Arbeits­gebiete und diese wiederum in Haupt­arbeitsgebiete zusammengefaßt worden. Die der Sache nach zusammenhängenden Fach- abteilungen werden zu Arbeitsgemeinschaften ver- bmrden.

Das Schwergewicht' der Anordnung des Neichsorganisationsleiters liegt in der Zu­sammenlegung gewisser FachämtLr zu Ar­beitsgemeinschaften. Au dem Aufbau und der Tätigkeit der Fachämter wird sich nichts ändern. Die Neuregelung führt vielmehr zu einer Verstrafsung und Vereinheitlichung

der sozialpolitischen und fachlichen Betreu­ung, die sich äußerlich in der Zusammen­fassung jeweils der Fachämter ausdrückt, die Verwaltungsarbeitsgebiete haben: also etwa das Sozialamt und das Amt soziale Selbst­verantwortung. Da das Amt für soziale Selbstverantwortung unter Führung seines Amtsleiters Dr. Hupfauer neben den sozial­politischen Arbeitsausschüssen auch den Reichsberufswettkampf leitet und betreut, wird sich im Zuge der Neugliederung sicher­lich auch die Arbeit des Sozialamtes in noch stärkerem Maße als bisher aus die Gestal­tung des Berufswettkampses auswirken.

Die von Dr. Ley verfügte Umgliederung ist ein weiterer Schritt zur endgültigen Ge­staltung des organisatorischen Gebäudes der Deutschen Arbeitsfront. Er schließt sich folge­richtig an die früheren Anordnungen an und bringt die Auswertung der Erfahrungen, die man aus der praktischen Arbeit gewon­nen hat.

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Ver lüde in kngland

Hebräische Versippung des britischen Hochadels und der Hochfinanz

Den Rassenstandpunkt vertritt in England allein die „Jmperial Fascist League" (Arnold Leese). Die „Vritish Union of Fascists" Sir Os­wald Mosleys hat keinen so eindeutigen Stand­punkt in der Judenfrage bezogen, worüber fol­gende Aeußerung Mosleys Auskunft gibt: „Das Empire kann nicht auf rassischer oder religiöser Scheidung bestehen. Aber wir werden und wir wollen uns mit unserem organisierten Juden­tum befassen, soweit es die Interessen Unseres Landes herausgefordert hat."

Es will also zunächst scheinen, wenn selbst an der Erneuerung des politischen Lebens inter­essierte Kreise, die um Mosley, vor lauter Schwierigkeiten nicht zur endgültigen Abwehr schreiten, als ob England seinen Reichtum und seine Weltstellung mit der Reinheit seines Blu­tes und seiner Rasse bezahlen soll, also mit Wer­ten, die nicht durch Verträge gesichert oder durch Bezahlung in Pfundnoten beglichen werden kön­nen. Diese Befürchtung verdichtet sich um so mehr, wenn wir im „Daily Expreß" folgende zynische Betrachtung über diese ernste Frage lesen, die mit sichtbarer Genugtuung von der zio­nistischen „Jüdischen Revue" in Prag nachge­druckt wurde: „Elf reinrassige Juden fitzen im Oberhaus. Ob es mir gelänge, zwölf reinrassige Arier dort zu entdecken, wage ich zu bezweifeln." Und dann folgt eine Liste englischer Lords und Peers, die mit Juden verwandt und verschwä­gert, stolz auf diesen jüdischen Blutsanteil sind.

,Dieses Zeugnis über die Verjudung der füh­renden englischen Kreise lenkt unser Interesse an der Judenfrage auf die politischen Beziehungen zwischen dem Britischen Weltreich und deut Welt­judentum. Denn das ist das Besondere in der Betrachtung der Judenfrage in England, daß wir wohl auch, wie in allen anderen Ländern, antisemitische Regungen feststellen können, aber zusätzlich den Pakt berücksichtigen müssen, den England mit dem Zionismus, der immer mehr das Weltjudentum sn bloc vertritt, durch die Balfour-Deklaration eingegangen ist.

Für alle anderen Länder genügt bei der Er­örterung des angeschnittenen PrSblems die Frage: Wie steht das Wirtsvolk zu den Juden? Für England reicht diese Fragestellung nicht aus. Sie mutz durch die andere erweitert werden: In welche Lage kann England kommen, wenn den Juden die bisherigen politischen Erträge aus der Balfour-Deklaration zu gering erscheinen? Wie weit die Juden sich schon in der Öffentlichkeit mit Erpressungsplänen dieser Art gegen­über England beschäftigen, mögen einige Sätze aus einer in Wien erschienenen Schrift bewei­sen: „Der Antisemitismus besteht. In dem einen Lande ist er ein beharrliches und schweres inner­politisches Problem, in dem anderen das Regie­rungsproblem schlechtweg. Das eine Land ist nicht abgeneigt, das Problem durch Abzug der Juden los zu sein. das andere muß beim Wort genommen werden. Ist das eine Land geneigt, da und dort ein gutes Wort für Erschließung von Emigrationsländern für Juden einzulegen, so ,st ihm insofern nachzuhelfen, daß man es zu solcher wohltätigen Leistung geradezu zwingt. Beteuert das andere Land immer wieder- Die Juden müssen weg, so helfe man ihm dadurch nach, daß man wirklich zum Abzug aufbricht. Das Jahrzehnt, in dem wir leben, hat gezeigt daß gegenwärtig die einzig wirksame Methode, ein Problem zu lösen, die ist, daß man sein Vorhan­densein nicht nur konstatiert, sondern auch die beabsichtigte Lösung demonstriert. Die anderen verlangen, daß die Juden gehen, wir haben ein­gesehen daß wir gehen müssen (um nicht zu sagen, daß wir gehen wollen): Also brechen wir auf zederr Fall auf! Man verstehe recht, was hier

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Im Fall Vudenko verstieg sich Moskau zu Unverschämtheit eines Protestes in Vukares

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Die Meldepflicht der deutschen Staatsanar hörigen im Auslande wurde gesetzlich geregel Weltmeister Lei den Zwcier-Vobmeisterschas ten in St. Moritz wurden die Deutsche, Fi,chcr-Thielecke.

Artur Heina-Eladbeck stellte in Kopenbaae, über BIN Meter Brust einen neuen Welt rckord aus,

Die ausländische Flugzeugindustrie konnt -m vergangenen Jahre Produktion und Um satz bedeutend erhöhen.

Bei der JHK. wurde der neue internatio nale Werberat gebildet.

Eine Anordnung Dr. Lcys bringt ein straffere Gliederung der DAF.

Im Rahmen des Aemter-Wettstreits d- Deutschen Reichspost hat das Fernsprccham Vremen Vorbildliches geleistet.

Vremens ältester Einwohner, Hugo Eöbel ikt aeltorben.