Ausgabe 
(9.2.1938) Nr. 39
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Parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront vremen

der Nationalsozialisten Vremeus

flmtsblav des Senats der Zwirn kjansestadk Dremen

ErscheintlmalwSchcntl. Monatsbezug: ^.^S,Z0einschl.Zustellgeb.; Pvstbeziigspreis monatl. 2.Z4 (einschl. 48,86 Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aufErstattung oder Ersatz. Rs.-Gauderlag Weser-EmS G. m. b. H.. Bremen, Seeren S-8 / Fernsprecher: 54121 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm.Zelle Im Anzeigenteil 12 die M-mm-Zells im Textteü 75 Rpf.

Ermäßigte Grundpreise l!ür kleine Fomilien-Anzeigen u. a.) sowie sonstig« Bedingungen Preis­liste 5 (Nachlatzstassel v> Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 1S Uhr. Sprechzeit; B-rlag werktäglich >2-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag I2>/^-13>/> Uhr.

Nr. ZS / S. Jahrgang

Mittwoch, 9. sebruar 19Z8

kinzelpreis 15 Npf.

Vom deutschen Mädel zur deutschen srau

Nichtlinien für das VVM. werk»ölaube und Schönheit

Arbeitsgemeinschaften mit w Mädeln / Aufnahmebedingungen vorgesehen krste Fachkräfte werden eingesetzt / Neugestaltung des Heimabends / Pflege ^ des persönlichen Lebensstils / Vom Leistungssport bis zum Nachrichtendienst

lvrsktberickt unserer Lerliosr Scllriktleitung)

rck. Berlin, s. Februar.

Für die Verwirklichung und praktische Durchführung des vor kurzem geschaffenen BDM.-WerkesGlaube und Schönheit" sind jetzt die ersten Richtlinien herausgegeben worden. Die neue Organisation wird sich aus die zurzeit 18- bis 20jährigen BDM.-Mädel erstrecken, die in Arbeitsgemeinschaften von Ili Mädeln zusammengeschlossen werden sollen.

Glaube und Schönheit" ist nicht, wie zunächst vielfach irrtümlicherweise angenommen wird, eine Neuschöpfung neben dem BDM., sondern ein Werk, das einer Vertiefung der Jugend­arbeit innerhalb der H2. dienen soll. Dies wird schon rein äußerlich daraus hervorgehen, daß die

Tracht des BDM. beibehalten und lediglich ein besonderes Abzeichen die Zugehörig­keit zum BDM.-WerkGlaube und Schönheit" kundtun wird. Um jedoch allen deutschen Mädeln aus den Jahrgängen 1917 bis 1929 die Möglich­keit zu geben, an dieser großzügigen neuen Ein­

richtung der nationalsozialistischen Jugend teil­zuhaben, sind neue Aufnahmebedingun­gen in Aussicht genommen.

Die Hauptarbeit des neuen Werkes, dessen ein­heitliche Durchführung durch die Berufung einer Beauftragten fürGlaube und Schönheit" in der Reichsjugendfiihrung, der Obergauführerin Cle- mentiNezuCastell und durch die Einsetzung von Beauftragten in den Obergauen Aewährlei- stet ist, wird sich in besonderen Arbeitsgemein­schaften mit jeweils 10 Mädeln abspielen.

Um eine wirklich wertvolle und fruchtbare Er­ziehungsarbeit leisten zu können, werden zu der Gestaltung dieser Gemeinschaften erste Fachkräfte herangezogen werden. Zehn Gebiete sollen im ein­zelnen erfaßt werden. Es sind: Leistungssport, Gymnastik, Kunsttanz, Werkarveit, Vrauchtmns-

arbeit, Auslandskunde, Spiel und Musik, Gesund­heitsdienst, Luftschutz und Nachrichtendienst.

An jedem Heimabend soll ein Thema möglichst erschöpfend behandelt werden. So wird man an einem Abend beispielsweise den Mädeln deutsche Frauengestalten nahebringen und ihnen an einem anderen Abend das Ringen um das deutsche Weltbild aufzeigen. Auch die p r a k t i s ch e n Fra­gen, die eine junge deutsche Frau, die mit beiden Füßen im Leben steht, interessieren müssen, sind in den Plan aufgenommen worden. Der persön­liche Lebensstil soll seiner Bedeutung entsprechend gepflegt und gefördert werden. Dazu wird sehr viel gehören, angefangen von den Grundbegriffen der Körperpflege und modischen Zutaten bis zur Kleidung. Nichts, was den eigentlichen Bereich einer deutschen Frau und eines deutschen Mädels angeht, wird dabei vergessen werden. In der Ge­meinschaft Tanz wird selbstverständlich auch der Gesellschaftstanz nicht vergessen werden, wenn im Vordergrund auch der Kunsttanz stehen wird. Die Arbeitsgemeinschaften sollen die Mädel an drei Mittwochabenden in jedem Monat zusammenfüh­ren. Der erste Mittwoch in jedem Monat wird daneben einem Heimabend vorbehalten bleiben.

Ms nach Vraz vorgedrungen

Die Juden-Jnoafion aus Rumänien nach Oesterreich

' Wien, 9. Februar.

Die österreichische Regierung hat sich bekannt­lich dem Verlangen weitester Volkskreise nach ge­setzlichen Maßnahmen gegen die ostjüdische Inva­sion nicht verschlossen. Bei dem langsamen Arbei­ten der gesetzgeberischen Maschinerie aber dürfte es noch einige Zeit dauern, bis die entscheiden­den Gesetze in Kraft treten können. Diese zeitliche Lücke haben sich vor allem die Juden aus Ru­mänien zunutze gemacht, die schon jetzt bis nach Eraz vorgedrungen sind. Zu den vielen Stim­men, die ein rasches Jnkraftsetzen der Einwände- rungssperre fordern, gesellt sich nun auch noch der Verband der Christlich-Deutschen Bundesbahn-Bediensteten, der in sei­nem OrganDer Oesterreichische Eisenbahner" die maßgebenden Stellen Wiens um schnelles Zu­greifen ersucht, wobei besonders auf die zahllosen iLdischen Verbrechen der Nachkriegszeit hingewie­sen wird.

Unsere vilclerü

lm Hans >lsr Deutschen Kunst in blünelren Rev­üen KeAvnvärtiA ank äer Krsten Deutselien ^reüitektnr- unä Kiinstlianärverksansstelliiiijg äis bl « ä e i I e äer Krollbautsn äes Dritten Ksiekes Zerleixt, äie unter äer Sekirinlierrsebakt äes Külirers entstellen oäsr noeb xeplant sinä.

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Das bloäell ägs vnedtigsn Kongrsbbanes in dinrnbsrg; Krebltsktsn: lmärrig linkt h unä Kranr linkt.

Unten links:

8o rvirä äas Kuslsnäskaus äer llitlsr- öugsnä in Klaäorr aussehen; ^.reliitskt: K. O. IVlutsr.

llntsn rsekts:

Der Leböpksr äer Till-linlsnspiegel-öugenä verberge in blölln ist Architekt Kar! Lehönlng.

Kulnakwsn: Kresse Kokkmanv (3)

kin Jude ruiniert US1I.-Schiffahrt

Vor Senat gegen die vralittielier des Seemannsstreiks frau flrbeitsminister Kar merkwürdige flnsichlen

Washington, S. Februar.

Nachdem der bisherige Vorsitzende der USA.- Schiffahrtsbehörde, der jetzt zum Botschafter in London ernannte Präsident Kennedy, schon mehr­fach die skandalösen Zustände in der amerikani­schen Handelsmarine schärsstens gegeißelt und er­klärt hatte, daß die Wiederausrichtung der Diszi­plin eine Vorbedingung für die Gesundung und den Ausbau der USA.-Handelsmarine sei, sind jetzt auch im Senat ernsthafte Bestrebungen im Gange, das Uebel an der Wurzel zu packen und gegen die kommunistisch durch und durch verseuch­ten Seemannsgewerkschaften an der USA.-West- küste vorzugehen.

Auf Veranlassung des Wirtschaftsausschusses des Senates soll vom Arbeitsministerium eine Unter­suchung gegen den Juden Harry Bridges, einen aus Australien eingewanderten Kommu­

nisten, dessen kommunistischer Ausweis auf den Namen Dorgan lautet, eingeleitet werden. Bridges ist der Leiter der gesamten CJO.-Organi- sation an der Westküste und zettelte im Winter den großen, sowohl für die Teilnehmer' als auch für die Betroffenen äußerst kostspieligen See­mannsstreik an. Der Senatsausschuß dringt dar­auf, das Bridges ausgewiesen wird. Außer­dem beantragte der Vorsitzende des Wirtschafts­ausschusses eine Untersuchung der kommunistischen Umtriebe im ganzen Seehunde! einschließlich des Personals der amerikanischen Handelsmarine.

Neuer lerrsrakt See WLl.

Der sowjetrussische Geschäftsträger in Bukarest spurlos verschwunden

Bukarest, 9. Februar.

Der sowjetrussische Geschäftsträger in Bukarest, Legationsrat Vudenko, ist, wie erst jetzt bekannt

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In einem Verhör vor dem Senwtsausischuß wurde dem ArbSttsminister Frau Perkins in­direkt vorgeworfen, Bridges Vorschub geleistet zu haben. In ihren Aussagen vor dem Ausschuß gab Mrs. Perkins zu, Bridges und andere Ee- werkschaftsagenten zu kennen. Auf die Frage eines Senators, ob sie es nicht für schädlich für die Volkswohlfahrt und die national« Sicherheit halte, wenn in vielen Gewerkschaften drei Viertel der Bonzen Kommunisten seien, antwortete Frau Perkins:Das ist schwer zu sagen . .

wird, seit Sonntag nacht verschwunden. Die An­gelegenheit hat größtes Aussehen hervorgerufen, und die rumänischen Behörden setzen alle An­strengungen daran, das Geheimnis zu lüften.

VMenko war Sonntag nach Mitternacht von einer Geselligkeit aufgebrochen und hatte sich mit dem sowjetrussischen Gesandtschastswagen in eine Wohnung fahren lassen, die er mit anderen Mitgliedern der Gesandtschaft teilt. Nach Aus­lage des sowjetrussischen Chauffeurs ist Budeuko in sein Haus gegangen. Weder die übrigen Bewohner noch die Angestellten wollen aber etwas von seiner Heimkehr gehört haben. Am anderen Morgen wurden Spuren auf der Treppe gefunden die an­geblich Blutflecken sein sollten. Die chemische Untersuchung hat jedoch ergeben, daß es sich nicht um Blut handelt. Aus Kreisen der sowjetrussischen Gesandtschaft wird auffälligerweise das in Buka­rest als lächerlich bezeichnete Gerücht verbreitet, daß Vudenko von nationaler rumänischer Seite verschleppt worden sei! Viel wahrscheinlicher ist, daß mau es mit einem neuen Terror­akt der GPU. zu tun hat, die jetzt bestrebt ist, jeden Verdacht von vornherein zu beseitigen.

Die Zahl der Rätsel wird dadurch vermehrt, daß Vudenko mehrere Wohnungen hatte, u, a. noch eine in der Geland'schaft. Vudenko, dessen Frau und Kmtzer in Sowjetrußland leben, war als ein großer Lebemann bekannt, der zahl­reiche Frauenbekanntschaften halte. Die Untersuchung der rumänischen Behörden wird dadurch sehr erschwert, daß sie nicht auf die Ge­sandtschaft ausgedehnt werden kann.

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Lügen

kin paar Meldungen - so und so

R. Uiü. Es ist ein Jammer! Immer nur dann, wenngroße Dinge" in Berlin vor sich gehen, finden die Hyänen gewisser Auslands­blätter und Nachrichtenbüros den Aktions- ramn für ihre Streiszüge auf denSchlacht­feldern der Politik". Ist diese zeitliche Be­schränkung der Hochkonjunkturen für Zeitungsenten unüberwindbar? Muß es wirklich so sein, daß die von.jüdischen Frie-. densstörern beauftragten Hetzer bei ihrer deutschfeindlichen Lügenpropaganda nur an ' Tagen außergewöhnlichen Gesche­hens auf ihre Kosten kommen? Wir ant-: Worten: Nein! Denn auch der sogenannte Alltag in Deutschland hätte der Phantasie orakelnder und querschießender Auchjourna- listen jenseits unserer Grenzen für völker- vergiftendeBerichte" so dankbareUnter­lagen" zu liefern, daß die Piraten der hebrä­ischen Asphaltpresse nur zuzugreifen brauch­ten. Hier einige Fingerzeige:

Am 4. und 5. Februar trat in Bad Saarow (Mark) der Hauptausschug des Verbandes der deutschen Volksgruppen in Europa unter dem Vorsitz seines Präsidenten Konrad Hen-lein zu. einer geschlossenen Hallbjalhressitzung zusam­men. Me zahlreich aus ihren Siedlungsgebie­ten erschienenen Delegierten der deutschen Volksgruppen berieten im. Verlaufe dieser Lei­den Tage ein« Reihe sie gemeinsam inter­essierender Rechtsfragen."

Diese knappe und klare Meldung des amt­lichen Deutschen Nachrichtenbüros dürfte, der Redaktion des PariserTemps" über­mittelt, unter der spitzen Feder eines scharf­sinnigen französischenAußenpolitikers" mühelos, folgende Form, annehmen:

Das Städtchen Bad Saarow in der Mark, Brandenburg war soeben der Schauplatz eines Komplotts des Verbandes der deutschen Volks­gruppen in Europa. Dort hatte der Führer der Sudeteudeutschsn, -Konrad Henlein, eine Zusammenkunft mit den Delegierten der deut­schen Volksgruppen anderer europäischer Staa­ten organisiert. Das abgelegene Bad war als Tagungsort gewählt worden, weil man in seiner Stille ungestört mit Vertretern der deutschen Wehrmacht militärische Operutions- pläne beraten zu können meinte. Wie wir (Lügenfabrikanten) aus unbedingt zuverlässi­ger Quelle erfahren, ist in Bad Saarow denn auch beschlossen worden, daß am 29. Februar, dem Tag des Reichstagszusammentritts, die deutschen Truppen gleichzeitig die polnische, die tschechoslowakische und die elsässisch-srantzö- sische Grenze überschreiten sollen, um den deut­schen Volksgruppen in den erwähnten Rand­gebieten die Lösung der sie gemeinsam inter­essierenden Rechtsfragen aus besondere Art zu' erleichtern."

Als Ueberschrift für diese Kreuzung zwi­schen infamer Lüge und kaum noch sichtbarer Wahrheit schlagen wir vor:Neues Attentat auf den Frieden Europas geplant wollen die 'Betroffenen abwarten, bis Deutschland zum Schlage ausholt?" Ja, es ist entsetzlich! Diese Hechte im Karpfenteich! Doch greifen wir aus dem Nachrichtenmaterial des Tages noch eine andere, an sich gleichfalls harmlose Meldung heraus. Das NdZ.-Buro in Berlin zum Beispiel berichtet:

189 beamtete Frauen find heute in Deutsch­land im Polizeiberuf tätig. Auf Grund eines Erlasses des Reichsführers ii und Chefs der deutschen Polizei steht ein weiterer Ausbau der weiblichen Krimmalpolizei bevor."

Es heißt dann zwar in der für jeden schreibenden Hetzer natürlich außerordentlich aufschlußreichen" Meldung weiter, das Ziel aller weiblichen Mitwirkung an den polizei­lichen Aufgaben des Staates sei Schaden­verhütung; insbesondere sei die weibliche Polizei zuständig für die Bearbeitung von Anzeigen gegen strafunmündige Kinder und weibliche Jugendliche aber das alles kann den ausgekochten jüdischenJour­nalisten" nicht davon zurückzuhalten, der er-

Der amerikanische Senat wendet sich gegen die jüdischen Drahtzieher des Seemannsstreiks. Der sowjetrussische Geschäftsträger in Buka- reO ist spurlos verschwunden.

1er Vormarsch der Truppen Francos bei ülsambra nimmt seinen Fortgang.

:-nen neuen Flug-Weltrekord stellte der Franzo'e Rossi auf.

Die ersten Richtlinien für das BDM.-Werk .Glaube und Schönheit" enthalten ein um- . lassendes Arbeitsprogramm.

Die Reichs-Wintersportkämpfe der HJ. ge­stalteten sich zu einem großartigen Erfolg.

In zwei Jahren verschaffte der Arbeits­gau XVII 8099 Menschen Brot.

Dem DampferEneisenau" wurde ein wert­volles Geschenk gemacht.

Bremen erhält weibliche Kriminalpolizei.

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