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^parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Bremen
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flmtsdlatt des Senats der Freien Hansestadt Lremen
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vtemen
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Nr. Z? / 8. Jahrgang
Montag, 7. sebruar 1858
kinzelpreis 15 Npf.
Ueber eme kalbe MMion ergaunert
Sgstemzelt-Vonzen verdienten in skrupelloser Welse an der vesatzungsnot des Mieinlandes
der Korruptlonsprozeß Jobn in Koblenz / Logenfreunde als Sutachter Unterschriften mlt verbundenen Bugen geleistet / 50000 Mark Schmiergelder / Zelznsache Uberkichung der Summen
Koblenz, 7. Februar.
In der vergangenen Woche kam im Betrugs- und Korruptionsprozetz gegen den früheren Koblenzer Oberstadtinspektor John und dessen Mitangeklagten der Besatzungsschaden der Krabbenschen Druckerei zur Sprache. Der Direktor dieses von der Besatzung sieben Monate lang beschlagnahmt gewesenen Betriebes war der Verleger Duckwitz, der sich während des Ermittlungsverfahrens durch Selbstmord dem Arm der Gerechtigkeit entzogen hat. Duckwitz war in Koblenz ein allmächtiger Shstembonze, dessen Beziehungen zu den höchsten Stellen reichten. Die Gutachter, die er zur Abschätzung seiner angeblichen Besatzungsschäden hinzuzog, waren säst ausschließlich seine Geschäfts- und teilweise sogar Freunde seiner Loge, in der er Meister vom Stuhl 1 war. Diese Leute unterschrieben die Gutachten, wie er sie wünschte, mit verbundenen Augen.
Do-n 1923 bis 1934 hat Duckwitz die Reichs- fimnizen in der unverschämtesten Weise angezapft, bis schließlich 316739 Mark an Sachschäden und 253 367 Mark an sogenannten „indireckten Schäden" in sein« Tasche wanderten. Die Angeklagten John und Dr. Müller arbeiteten nach besten Kräften mit und bekamen dafür Schmiergelder. Dr. Müller bekam rund 59 909 und John rund 12999 Mark. Auch der Besatzungsdezernent der Stadt Koblenz, Dr. Wirtz, und der Oberbürgermeister verschlossen sich den Wünschen dieser Systemgrößen nicht.
Die Gutachten bei den Sachschäden kamen so zustande, daß Duckwitz Kostenanschlag« zur vollkommenen Renovierung des Betriebes mit modern-. sten Mitteln (nagelneuen Setzmaschinen usw.) ausstellte und aus Gründ dieser Kostenanschläge, die als Gutachten aufgemacht waren, seine Ansprüche erhob. Bemerkenswert ist, daß er sowohl bei den Sachschäden als auch Lei den übrigen die Summen um das Zehnsache überhöhte. Bei den Sachschäden hatte der Reichssachverständige lediglich 30 990 RM, in Ansatz gebracht und bei den indirekten Vermögensschäden hat der vom Gericht
Die IVieäerbolungsübungvn kür äas 8^.-8portat>reieksn beginnen. Unser Dilä rsigt blönnsr an äsr Lskalaäisrrvaoä.
Der nene ävni ebe I.uktiiesv I.-i. 139 sieln meiner Vollemliiiig eii!a>'g<'ii. Husar Lilä reizt äie Kullsnssits äsr nabsrn tsrtiggestelirsn üüdr.srgoväol.
ernannte Sachverständige anhand der Akten Und Unterlagen im Verlag Krabben selbst festgestellt, daß statt der geforderten 575 909 Mark bei reichlichster Berechnung 55 909 Mark berechtigt gewesen wären.
Die Gutachter des Duckwitz erklärten, daß sie die ihnen vorgelegte Aufstellung als amtliches und stichhaltiges Material betrachtet und geglaubt hätten, es sei nur noch eine allgemeine Stellungnahme zu dem Wert der Aufstellung des Duckwitz abzugeben.
vrirukeslitter Alosksu!
Paris, 7. Februar Der französische General Niessel wendet sich im „Echo de Paris" gegen eine Zusammenarbeit mit der Sowjetunion. Es sei zweckmäßig, im Interesse der künftigen Beziehungen zwischen Frankreich «nd einem neuen Rußland sich jetzt schon von der Sowjetunion zu trennen, die ihre Schulden nicht anerkenne und durch Vermittlnng der Komintern Unruhe in Frankreich schaffe und zudem als Gegenleistung des politischen Abkommens nicht einmal einen ernstlichen handelspolitischen Vorteil für Frankreich eingeräumt habe. Man müsse im Hinblick auf die bestehende „Vereinigung der Freunde der Sowjetunion", die nichts anderes sei als eine Vertretung der kommunistischen Propaganda, eine Gesellschaft der Freunde des nationalen Rußlands gründen. Die Zdee sei bereits aufgegriffen worden, Senator Lemery, habe den Vorsitz dieser Gesellschaft übernommen.
Vürchbruch an der leruel-sronr
Sän Sebastian, 7. Februar.
Nach dem nationalspanischen Heeresbericht haben die nationalen Truppen an der Teruel- front im Abschnitt von Alfambra die bolschewistische Front an mehreren Stellen durchbrochen und dem Gegner schwere Verluste zugefügt. Im Heeresbericht heißt es über diesen erfolgreichen Vorstoß: Unseren Truppen gelang es, die feindliche Front im Abschnitt von Alfambra (nördlich von Teruel) an verschiedenen Punkten zu durchstoßen, nachdem der Widerstand der Bolschewisten gebrochen war. Unsere Truppen drangen in einer Tiefe von 19 Kilometer vor. Der Feind hatte große Verluste, bei dem Angriff einer unserer Formationen allein über 1999 Tote.
Der nationalspanische Kriegsberichterstatter meldet ergänzend: Nach Artillerie- und Fliegervorbereitung gingen Tanks und Infanterie zum Angriff im Abschnitt zwischen Celada und Alfambra vor. Nachdem der Gegner in den ersten Stunden starken Widerstand leistete, mußte er sich später fluchtartig zurückziehen und seine Stellungenauf- geben. Der nationalspanische Angriff wurde vollst r e i Gruppen durchgeführt: die erst« Gruppe stieß im nördlichen Abschnitt 12 Kilometer bis in die Nähe der Ortschaft Alfambra vor. Die weiter südlich operierende Gruppe drang acht Kilometer vor, die südlichste dritte Gruppe, die von General Äranda angeführt wurde, konnte ihre Stellungen um 19 Kilometer vorverlegen.
Insgesamt wurden 16 Dörfer sowie 49 seit Kriegsausbruch von den Roten besetzte und stark befestigte Stellungen erobert. Durch' dies« bedeutende militärische Operation sind die Palo- mera-Berge, von wo aus die Bolschewisten die wichtige Berbindungsstraße von Saragossa und Teruel bedrohten, umgangen und der Gegner nach Osten abgedrängt.
flnttoort auf 6 e;eler der Noten
Paris, 7. Februar.
Der nationalspanische Sender.inSalamanca verbreitet eine Antwort auf das bolschewistische Gezeter gegen die Bombardierung offener Stadt«. Es wird darin festgestellt, daß es die Roten waren, die von Anfang an offene Stadt« bombardiert haben. Klipp und klar wird in der Rund- . fnnkerklärung bewiesen, daß die nationalen Flugzeuge dagegen lediglich militärische Plätze der Roten angegriffen haben. „Wir haben", so heißt es in der Sendung, „in Reus die Waffen- sabrik.und in Albacete die ausländische Brigade Lombardiert. Tartagena und Mahon ßrd «ilitivrjsch KlLtz«,
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Von ksicksli-ousnsüliksrin 8clioItz-KIincIc
So oft die Frage aufgeworfen wird, welche Frauenberufe wohl als die schönsten, befriedi- gendsten'"g«lten können, sehen wir die Ansichten über diesen und jenen auseinandergehen. Denn was für den einen Menschen angemessen erscheint wie ein just für ihn zugeschnittenes Gewand, das empfindet der andere als Beengung und wieder ein anderer als etwas, das er nicht auszufüllen vermag. Im allgemeinen aber bleibt die alte Wahrheit in ihrer unvergänglichen Gültigkeit anerkannt, daß ein Frauenberuf um so beglückender ist, je mehr er seinen „Ruf" an jene Kräfte richtet, die die Natur der Frau als die ihr eigentümliche Stärke verliehen hat.
Wir sprechen in diesem Sinne von der „M ll t - terlichkeit" der Frau. So betrachtet hat von jeher neben dem Erlebnis der Mutterschaft vor allem ein Frauenöeruf als ideale Erfüllung des Frauenlebens gegolten: der Beruf der Schw e st e r. Eine Flut von Vertrauen und Hilfsverlangen strömt der Schwester entgegen. Trotzdem ist oder war es zuweilen so, als ob eine kleine unsichtbare. Schranke zwischen ihr und den übrigen Menschen läge, etwas, das sie zugleich verehrend über die Menge hinaushob und ungewollt, fast unmerklich ein wenig — ausschloß. Etwas, das mit achtungsvoller Scheu allein nicht zu erklären ist und das wahrscheinlich in dem kleinen Wort „krank" liegt, das ihrem Namen meist voran- gesetzt wird (und das die Gesunden nicht hören mögen).
Nein, denkt eine Mutter, deren Tochter vor der Berufswahl steht, „Krankenschwester" soll das Kind nicht werden. Diese Auffassung war früher schon einseitig und voller Vorurteil und ist es heute noch ungleich mehr. Wir wissen, daß kein Beruf, sei es von Männern oder Frauen, in seinem Wesen durch den geistigen und weltanschaulichen Umbruch unserer Zeit unberührt geblieben ist. Diele haben durch ihn erst wieder ihren ursprünglichen Sinn zurückerhalten, find erweitert M» vertieft Worden, Ideal«, hj» M
unerreichbare Wunschbilder über ihnen standen, sind plötzlich als reale Ziele in zeitlich absehbare Entfernung gerückt. Zu diesen Berufen gehört auch der der Schwester.
Es soll hier gewiß nicht die Behauptung aufgestellt werden, daß der Gedanke „vorbeugender Gesundheiisführung" erst., heute entdeckt worden sei. Kein Gedanke, der so sehr der gesunden Vernunft entspricht, kann „neu" sein Neu aber ist die gewaltige, gesammelte Krast, die den Kampf gegen alle Gefahren aufnimmt, die der Volks- gesundheit drohen: Erbkrankheiten, Rassenverfall, Säuglingssterblichkeit, Geburtenrückgang. Neu sind eine ganze Reihe von Frauenberufen, die im
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Aancos Truppen konnten vor Teruel roi Stellungen erobern.
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der Ausstellung „Bremen — Schlüssel zu- Welt werden KdF.-Sonderziige aus den ganzen Reich kommen.
Am Osterdeich ereignete sich wieder ein schwerer Verkehrsunfall.
Die Bremer Technische Nothilfe besserte bei Strom einen von der Flut zerstörten Deich
Der Fußball-Ländcrkamps Deutschland-Schweiz in Köln endete vor 89 999 Zuschauern 1:1.
In der Eauliga Niedersachsen erlitten Werder Bremen «nd Hannover 96 doppelten Punktverlust.
Im Hallenhandvall-Weltturnier in Berlin Iiegte die deutsche Mannschaft.
Bei den deutschen Skimeisterschafteil wurden E hristl^r anz ; -,d H. Lantschner dreifache