parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichtenbla« der Deutschen flrbeitsfront Bremen
der NationcchsZlalisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen
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Nr. ZZ / 8. Jahrgang
Das amtliche Verkündungsblatt des Rei chsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Vonnerstag, Z. Februar W58
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fluf brennendem Flugzeug im fltlantik
Pilot Stoppani in letzter Minute gerettet
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Berlin, 3. Februar
Am Mittwochfriih um S.lll Uhr startete der bekannte italienische Nekordflieger Mario Stoppani von Natal in Brasilien aus zum Rirckflug nach Italien. Auf diesem Flug geriet die Maschine über dem Atlantik in Brand. Auf die SOS.-Rufe des italienischen Flugzeuges starteten sofort zwei Dornier- Iv-To.-Walflugboote vom Südatlantikflugdienst der Deutschen Lufthansa. Einem von ihnen gelang es, den Führer der italienischen Maschine, Stoppani, noch in letzter Minute zu bergen, während feine beiden Kameraden leider nicht mehr zu retten waren.
Ueber die Rettung des italienischen Fliegers werden folgende Einzelheiten berichtet: Der schwimmende Flugzeugstützpunkt der Lufthansa „Schwabenland", der bei der Felseninsel Ferando de Noronha liegt, hatte mit dem italienischen Flugzeug in Funkverbindung gestanden. Es meldete um 13 Uhr, daß es wegen einer Motorenstörung nach Natal zurückkehren müsse. Um 15.55 Uhr wurden dann mehrere SOS.-Rufe von den Lufthansafunkstellen auf der „Schwabenland" und in Natal aufgenommen.
Unverzüglich wurden die beiden Dornierwale „Doreas" unter der Führung des Flugkapitäns Blume von Bord der „Schwabenland" und „Samum" unter Führung des Flugkapitäns Erotz- schopff von Natal zur Suche ausgesandt. Schon nach 31 Minuten Flugzeit konnte die Besatzung des „Samum", der neben Flugkapitän Erotzschopff Flugzeugführer Esau, Flugmaschinist Schmischke und Flugzeugfunker Preufchoff angehörten, das brennend im Atlantik treibende Wrack auffinden.
Obwohl außergewöhnlich schlechtes Wetter herrschte, führte Flugkapitän Erotzschopff ohne Bedenken in echter Fliegerkameradschaft die sehr
schwierige Landung durch. Vier Minuten nach dem Aufsetzen des Flugbootes im Wasser befand sich Stoppani schon an Bord des „Samum". Bedauerlicherweise konnten seine beiden Begleiter aus dem völlig zerstörten Flugzeug nicht mehr
geborgen werden. Der „Samum" befindet sich zur Zeit an der Unfallstelle, um dort die aus Fernando do Noronha ausgelaufene „Schwaben- land" zu erwarten, die das Flugboot in denkbar kürzester Zeit übernehmen wird.
»er anpassungsliikiigS Vatikan
Berlin, 3. Februar.
Zu den rührigsten Politikern in den Reihen des römischen Episkopats gehört zweifellos der Pariser Erzbischvf Ver- dier, dessen Aeußerungen in den letzten Monaten wiederholt Aufsehen erregt haben. Die ihm vom Vatikan gestellte Aufgabe besteht offensichtlich darin, einen politischen Pakt zwischen katholischer Kirche und dem die Volksfront in Frankreich beherrschenden Marxismus herzustellen. Bekanntlich hat er bereits bei der Llebermrttlung einer Weihnachtsbotschaft des Papstes den Bolschewisten offiziell die Hand gereicht und dann in einer Ansprache unter Hinweis auf seine Kardinalsrobe in nicht mißznverstehen- der Weise erklärt, daß er ja auch „von oben bis unten rot" sei.
Jetzt veröffentlicht die „Agence chre- tienne de Presse", die Christliche Nachrichtenagentur in Paris, „Missivnsge- danken" des Kardinals, in denen er wieder offensichtlich um die Gunst der Volksfront wirbt und ausgerechnet an marxistische Führer die Worte richtet: „Es wird immer deutlicher erkennbar, daß Frankreich die Mission hat, die kommende Welt mit dem Geist des Christentums zu durchdringe». Frankreich wird
dem Papste auch weiterhin als die älteste Tochter der Kirche zur Seite stehen". Für jene, die dazu vielleicht behaupten könnten, der Vatikan habe bisher gegenüber dem von den Ideen der „großen Revolution" erfüllten Frankreich der dritten Republik eine wesentlich andere Stellung eingenommen, hat der Politische Exponent des Vatikans in Paris auch schon eine Erklärung bereit, indem er in seinen „Missionsgedanken" vor diesen Kritikern das Bekenntnis ablegt: „Die Kirche weiß sich den Erfordernissen jederzeit anzupassen. Ständig ändert sie die Methode des Apostolats".
Es ist nur sonderbar, daß sich diese Anpassungsfähigkeit der Kirche in unserer Zeit nur dort zeigt, wo es gilt, sich mit Bolschewismus, Liberalismus und ähnlichen Erscheinungen gut zu stellen, daß sie sich aber sonst mit aller Energie an die Starrheit des Dogmas klammert und so tut, als ob wir heute noch im Mittelalter lebten. Vergleicht man diese Unterschiede in der politischen Haltung der Römischen Kirche, dann erkennt man auch das wahre Gesicht der von Kardinal Verdier so sehr gepriesenen Anpassungsfähigkeit der Methode des Apostolats . . .
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(Vresss-ilotfinsnn)
Stoppani hatte am 29. Dezember 1937 durch einen Flug von Eadiz nach Caravellas in Brasilien einen neuen Streckenweltrekord für Wasserflugzeuge mit einer Leistung von 7690 Kilometer aufgestellt. Er befand sich am Mittwoch auf dem Riickflug in die Heimat. Stoppani hat für Italien insgesamt nicht weniger als 19 internationale Flugrekorde errungen.
Schwindelmanöver Valencias
Salamanca, 3. Februar. Bon nationalspanischer Seite wird auf ein neues Manöver Valencias im Zusammenhang mit der Versenkung des englischen Dampfers „Endq- mion" hingewiesen. Obwohl noch nicht festgestellt sei, ob von der Besatzung des torpedierten Schiffes ein ll-Voot gesehen worden oder das Schis? aus eine Mine gelaufen sei, sei schon wenige Stunden ! nach dem Untergang des Dampfers von Valencia eine Meldung ausgegeben worden, datz ein nationalspanisches U-Boot — in einer weiteren Meldung hietz es sogar ein italienisches U-Boot — den englischen Dampfer torpediert habe. Das sei wieder eines der üblichen rotspanischen Manöver, Zwifchenfälle, an denen man aus nationalspani- schcr Seite gar kein Interesse habe, herbeizuführen. -
Man müsse sich an die Feststellungen erinnern, datz sich in Cartagena und in Murcia die bekannten Einmischungszentralen unter sowjetrussischer Führung befänden, deren Aufgabe es ist. durch Angriffe auf Fahrzeuge von Großmächten Zwifchenfälle herbeizuführen. Es sei auffällig, datz das englische Schiff in nächster Nähe des rotspanischen Kriegshafens Cartagena gesunken fei. Diese Tatsache berechtigt zu der Annahme, datz es sich hier wieder einmal um ein rotspanisches U-Boot gehandelt habe.
Es fei ferner noch eine Frage auszuwerfen: Die „Endqmion" habe keine Funkanlage gehabt. Das Sinken des Dampfers fei von anderen Schiffen nicht beobachtet worden. Der Sender Valencia habe nun die erste Meldung von der Versenkung der „Endqmion" zu einer Zeit gefunkt, als die Vesatzungsmitglieder, die sich retten konnten, noch nicht einmal die Küste erreicht hatten. Woher wußte man in Valencia von der Versenkung des englischen Schiffes? Man könne daraus nur eine Antwort geben: Das rotspanische ll-Boot, da» den Auftrag zur Versenkung eines englischen Schisses hatte, habe sofort funkentelegraphisch seinen Auftraggebern den Vollzug des Befehls gemeldet.
(Siehe auch Seite 2)
Ver König von Schweden In verlin
Berlin, 3. Februar.
Der König von Schweden traf aus der Durchreise nach der Riviera Mittwoch vormittag aus dem Stettiner Bahnhof in Berlin ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich der schwedische Gesandte Richert sowie der Chef des Protokolls, Gesandter von Biilow-Schwante, auf dem Bahnhof einge- funden. Fm Laufe des Vormittags statteten her Führer und Reichskanzler, sowie der Reichsminister des Auswärtigen, Freikerr von Neurath, dem König in der schwedische» Gesandtschaft einen Besuch ab. Der König setzte Mittwoch abend seine ! Reise fort.
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Jugend ruft Jugend zum Dienst an der Scholle
Die Hitlerjugend, der Reichsnährstand, und das Reichsminist-rium für Volksausklarung und Propaganda eröffneten gestern in Berlin mit einer protzen Kundgebung die Werbeaktion für Landarbeit der Jugend.
K. klü. Neben der Umstellung einzelner Zweige unserer Industrie auf die Erzeugung neuartiger Rohstoffe ist für die Verwirklichung des Vierjahresplanes dieHebung der Landwirtschaftserträgnisse von entscheidender Bedeutung. Diese Produktionssteigerung wiederum ist in erheblichem Matze von der Ueberwindung der Verknappung unserer Landarbeitskräfte abhängig. Standen vor zwei Jahren 606 000 Gesuchen um Zuweisung von Landarbeit fast eine Million offene Stellen gegenüber, so ist jetzt zwar die Richtigkeit des Ausspruchs Hermann Görings „Landflucht ist Fahnenflucht!" dank der intensiven Aufklärungsarbeit des Reichspropagandaministeriums, des Reichsnährstandes und der HI. allgemein erkannt, doch ist mit der Einsicht allein diese brennende Frage noch nicht gelöst: Es galt und gilt auch hier, Fehlerquellen der Vergangenheit aus wirtschaftlichem und sozialem Gebiet zu beseitigen, nämlich unabhängig vom vorübergehenden Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte den Landarbeiterwohnungsbau mit durchgreifenden Mitteln zu fördern und dem Landarbeiter auf Grund des Leistungsprinzips geregelte berufliche Aufstiegsmöglichkeiten zü geben.
Um das Wesentliche sogleich zu unterstreichen: Beiden Notwendigkeiten gegenüber hat die nationalsozialistische Staatsführung bereits mit zielweisender Tatkraft bedeutsame Maßnahmen ergriffen. Was zunächst die noch fehlenden Landarbeiterwohnungen betrifft — ihre Zahl wurde vor einiger Zeit von sachkundiger Seite aus 350 000 geschätzt — so ist angesichts der lebhaften Bautätigkeit auf dem Lände die Schaffung des nötigen Wohnraumes nur noch eine Frage der Zeit. Jeder strebsame Landarbeiter soll zudem einst über eine kleine Eigenwirtschaft verfügen, die ihn und seine Familie dem Boden unmittelbar verbindet. Besonders tüchtigen Landarbeitern ist schon seit längerer Zeit Gelegenheit zum Erwerb einer Neubauernstelle gegeben; die Auswirkung dieser begrüßenswerten Verfügung ist durchaus zufriedenstellend, konnte doch in den beiden letzten Jahren mehr als der dritte Teil aller Neubauernstel- len mit sichtbarem Erfolg erbgesunden kinderreichen Landarbeitern anvertraut werden.
Noch revolutionärer ist die berufliche Gleichstellung des Landarbei- ters mit dem Schaffenden in der Industrie, wie sie der Erlaß vom 1. Oktober 1937 über die Grundregeln der Ausbildung in den Berufszweiaen der Landwirtschaft brachte. „Die Einheit des bäuerlichen Betriebes als Lebens- und Schaffensgemeinschaft" erfordert, wie es an amtlicher Stelle eingehend begründet worden ist, einh 0 hes Maß beruflichen Könnens. Die grundsätzliche Anerkennung des Landarbeiterberufs als ein innerhalb der Aufbaufront gleichwertiger und gleichberechtigter Fachberuf ist deshalb nur folgerichtig. Die „Bremer Zeitung" hat über die Landarbeitslehre für Jungen und die ländliche .Ißausarbeits- lehre für Mädel wie auch über die Fortbil- düng des Landarbeiters seinerzeit ausführlich berichtet. Die Bestimmungen des Ausbildungsganges zur Erlangung des Landarbeiterbriefes sind von der Grundauffassung dik- tiert, daß die Berufsbezeichnung „Land- arbeiter" in Zukunft nicht anders als die des Industriefacharbeiters, des Kaufmannes oder des Technikers einen Ehrentitel darstellt und deshalb durch Leistung erworben werden muß. Die gerade Linie der
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Japan schickt zwecks Austausch von Erfahrungen über die kommunistische Agitation Vertreter nach Berlin und Rom.
Der Versenkung des englischen D. „Endqmion" folgte ein Schwindelmanöver Valencias. Deutsche Piloten retteten den italienischen Nekordflieger Stoppani aus brennendem Flugbvvtwrack.
Der Führer sprach von Neurath zu dessen l>5. Geburtstag persönlich seine Glückwünsche aus.
für neuen Reichsmelde dni-^g sind ? iührungsbcstimmungen ergangen. -A.-Obersiihrer Hangen verlieh an 208 Männer verschiedener Formationen und Organisationen SA.-Sportabzcichen.
Das Polnische Ballett traf in Bremen ein.