Ausgabe 
(1.2.1938) Nr. 31
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NachrichtendlaN der veuMen flrdeitsfront Vremen

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen

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Nr. 51 / s. Jahrgang

Menstag, 1. sebruar 1S5S

kinzelpreis 15 Npf.

IlzSlmannausschuß besudelt Veutschland

politische öangsterbande in Parismacht in antinationalsozialistischer Ausstellung

Unerhörter Vergistungsversuch zwischen dem deutschen und französischen Volke / Vie jüdische Kratze im Hintergrund stammender Protest aller pnstündigen

* Bremen, 1. Februar

Während verantwortungsbewußte Deut­sche und Franzosen sich seit längerer Zeit ge- wissenhast bemühen, das gegenseitige Ver­ständnis der beiden Nachbarvölker unterein­ander zu sördern, während die Besten der beiden Nationen längst zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß es ein Verbrechen an Europa, ja, an der ganzen Menschheit ist, die aus einer tausendjährigen Geschichte über­kommenen Gegensätze heute noch gelten zu lassen, während die beiden Völker selber, d. h. die wirklich zum Volke zählenden Schichten rein gefühlsmäßig sich bereits wirklich näher­zukommen beginnen, ist es eine kleine ge­hässige pölitische Clique in Paris, die all diesen guten Beziehungen entgegenarbeitet und es sich zur Aufgabe ge­macht hat, die deutsch-französischen Beziehun­gen in unerhörter Weise zu vergiften.

Die soeben in Paris unter dem Namen Fünf Jahre Hitler-Regime" er­öffnete antinationalsozialistische Ausstellung ist eine der schlimmsten Vergiftungsversuche. Man braucht bloß zu wissen, daß die von schandbarer Verlogenheit und übelster Hetze

strotzende Ausstellung von dem berüchtigten Thiilmann-Ausschutz durchgeführt wird, um auch bereits dessen gewiß zu sein, daß in ihr sich die jüdische Inter­nationale lebendig verkörpert.

Daß diese Ausstellung, wie wir dem Oeuvre" entnehmen, dank der Unterstützung der verschiedenen Gruppen der Volks­front zustande gekommen ist, zeigt leider wie wenig diese Volksfront geneigt ist, der französischen Oessentlichkeit eine wirkliche Vorstellung von dem heutigen Deutschland zu geben.

Es ist tief bedauerlich, daß die französische Regierung diese neue völkeroergiftende Hetze duldet. Will sie sich nicht vergegenwärtigen, was in Frankreich geschehen würde, wenn Deutschland eine Ausstellung etwa über das heutige Frankreich, die französische Ehre be­sudelnd und das französische Volk beleidi­gend, zur Schürung der Kriegspsychose in Berlin veranstalten wollte? Das ganze deutsche Volk ist empört, und wir sowie die gesamte deutsche Presse stehen nicht an, es auszusprechen, daß solche poli­tischen Methoden in einem gesitteten

Volke überhaupt nicht denkbar sind. Daß das internationale Judentum, ge­führt und verkörpert durch die kommunisti­sche Internationale, seinem Haß gegen das nationalsozialistische Deutschland freie Bahn läßt, wollten wir schließlich noch hinnehmen. Dem aber gilt vor allem unser Protest, daß diese Ausstellung das Volk der Franzosen in übelster Weise gegen Deutschland aufhetzt und der endgültigen Aussöhnung der beiden Völker diesseits und jenseits des Rheins einen fast unverrückbaren Riegel vor­schiebt.

Wir glauben nicht bloß im Namen Deutschlands, sondern der ganzen anständi­gen Menschheit zu sprechen, wenn wir der Schmach in Paris ein entrüstetes Pfui hin- überrusen und der bestimmten Erwartung Ausdruck geben, daß es der einfache Anstand der französischen Regierung nicht dulden wird, daß das deutsche Volk durch diese Aus­stellung weiter besudelt und das französische Volk durch eine politische Gangsterbande über Deutschland belogen und betrogen wird.

veutsche flrbeiter fahren nach lokio

gr. tey zeigt neue klappen des nationalen Sozialismus aus

Berlin, 1. Februar

Im Mittelpunkt der Betriebsappelle, die in der Reichshauptstadt zum fünften Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung abgehalten wur­den, stand eine Rede des Reichsorganisationslei­ters Dr. Ley, der in der Halle des Siemens­werkes sprach. Vor rund 80 000 Eefolgschaftsmit- gliedern dieses Unternehmens zeichnete Dr. Ley ein Bild vom Wesen der deutschen Revolution und vom Inhalt des deutschen Sozialismus.

Heute gehöre der schaffende deutsche Mensch mit ganzer Seele dem Führer Adolf Hitler. Welche ungeheure Wandlung sich in diesen fünf Jahren vollzogen habe, gehe allein schon aus der einzigen Tatsache hervor, daß damals noch Streiks, Aus­sperrungen und Wirtschaftskämpfe unser Wirt­schaftsleben aufs schwerste beeinflußten, während heute dieselben Menschen zu einem in der ganzen Welt ohne Beispiel dastehenden, ungeheuren Leistungswettkampf antreten. Obschon der Nationalsozialismus erst in den Anfängen seines Aufbauwerkes stehe, nehme Deutschland be­

reits wieder eine führende Stellung in der Welt ein. Sorgen werde es immer und für jeden geben: das sei nicht das Entscheidende. Der Führer selbst trage ja unausgesetzt die schwersten Sorgen zum Wohle seines Volkes. Ent­scheidend sei, daß wir einen Mann unter uns wüßten, der die Sorgen aller Deutschen zu seinen eigenen Sorgen mache.

Zu den Aufgaben und Plänen des 6. Jahres der nationalsozialistischen Erhebung übergehend, teilte Dr. Ley mit, daß eine großzügige Alters­versorgung für den schaffenden Menschen in An­griff genommen wird, daß das KdF.-Seebad auf Rügen in Betrieb genommen und der Bau eines zweiten deutschen Bades bei Kolberg beginnen wird und daß am Rhein mehrere Erholungsheime geschaffen werden. Fetner gab Dr. Ley bekannt, daß das erste KdF.-Schiff im April und auch das zweite noch im Laufe dieses Jahres fertiggestellt sein wird beide würden als die schönsten Schiffe der Welt gelten können und daß im Jahre 1940 eine ganze Flotte von KdF.-Schiffen bereit steht,

um Zehnlausende von deutschen Arbeitern in Be­gleitung von Einheiten der deutschen Marine auf einer Weltreise zu den Olympischen Spielen nach Tokio zu bringen.

Söring sckaLßr vHnsn

Berlin, 1. Februar.

Ministerpräsident Generaloberst Ge­ring hat in seiner Eigenschaft als Be­auftragter Wirtschaftsminister einen Wchrwirtschaftsrat geschaffen, der bei der Neichswirtschaftskammer eingerich­tet wird. Zu Mitgliedern des Wehr­wirtschaftsrates werden hervorragende Persönlichkeiten, die sich besondere Ver­dienste um die deutsche Wirtschaft er­worben haben, unter gleichzeitiger Er­nennung zum Wehrwirtschaftsführer berufen. Die neuernannten Wehrwirt­schaftsführer sollen sich im Wehrwirt­schaftsrat mit allen Kräften für eine Stärkung der deutschen Wirtschaft ein­sehen, um so zu gewährleisten, daß diese allen Anforderungen gerecht werden kann, die zur Sicherung des deutschen Volkes an sie gestellt werden müssen.

Italien dankt dem sützrer

Berlin, 1. Februar

Der italienische Botschafter in Berlin hat dem Führer und Reichskanzer den herzlichen Dank des Königs von Italien, Kaisers von Aethiopien sowie des italienischen Regierungschefs und der italienischen Regierung für die aus Anlaß des Explosionsunglücks bei Segni zum Ausd -uck ge­brachte Anteilnahme übermittelt.

Ernennungen beim Volksgel-chislzos

Berlin, 1. Februar

Der Führer und Reichskanzler hat auf Bor- schlag des Reichsministers der Justiz, Dr. Gärt­ner, ernannt: den Oberstaatsanwalt Parrisius zum Reichsanwalt beim Volksgerichtshof den Landgerichtsrai Sauermann zum ersten Staats­anwalt bei der Staatsanwaltschaft beim Ober­landesgericht in München, die Staatsanwälte Folger, Jaeger, Spahr, Dr. Drullmann, Bischofs, Spelthahn, Oelze, Dr. Eeipel sowie den ersten Staatsanwalt Dr. Obermayer zu ersten Staats- anwältep beim Volksgerichtshof.

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Von äsrLsIbsIMs" rur Lmsusrung

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Als in der Zeit des tiefsten deutschen Nieder­ganges viele an der Zukunft ihres Volkes ver­zweifelten, waren es nur wenige, die sich zusam­menfanden, aus der Verzweiflung einen neuen Weg zu suchen, den Gedanken der deutschen Volks­gemeinschaft lebendig zu tragen. Zu ihnen gehör-' ten in Siebenbürgen die Männer, die im Jahre 1922 sich zusammenfanden, um durch eine Organisation/ die sieS e l b st h i l fe b e we- gung nannten, dem Zerfall ihres Volkes Ein­halt zu gebieten. Fritz Fabritius., heute der Führer der Volksgemeinschaft der Deutschen in Rumäitien, setzte der neuen Bewegung als Ziel nicht nur wirtschaftliche Aufgaben, sondern gab ihr vor allem die Aufgabe, unter den Volks­genossen in Siebenbürgen für eine neue sitt­liche und geistige Haltung zu werben. Die Jugendbewegung erhielt durch die Mitarbeit Fritz Fabritius' Weg und Richtung; die Fragen der Volksgesundheit fanden in der Bewegung einen begeisterten Vorkämpfer in dem unlängst verstorbenen Arzt Dr. Siegmund in Mediwsch. Wirtschaftlich stand die Selbsthilfebewegung auf dem Grundsatz: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Die Gründung der Bausparkasse, der Arbeiter- Spar- und Hilfsgemeinschaft und des Kinderland­fonds sind hervorragende Beispiele für ein neues wirtschaftliches Denken, das sich hier vorbereitete. Von dem Gedanken ausgehend, daß eigener Grund und Boden bzw. dessen Bearbeitung den Menschen ertüchtigen, wurde Boden gekauft und verteilt. Es war ein Vergnügen, zu sehen, wie die ersten Mitglieder mit ihrem Stückchen Grund bald verwuchsen, seiner Pflege und Ausnutzung ihre Sorge zuwendeten, und siehe da. bald erstan­den durch Fleiß und Zähigkeit die ersten Häus­chen. Es war durchaus eigene Kraft und Fähig­keit, die da schuf.

Im ersten Jahre konnte man bereits zwanzig Neubauten, die in der Tat Werke der Kame­radschaft waren, errichten. Der Mitglieder­stand stieg von 28 im Gründungsjahr der Bau­sparkasse (1925) bis zum Jahre 1929 auf 950 und betrug 1930 bereits 1500. Bewußt nahm die Selbst-

hilfebewegung das große Beispiel Stephan Lud­wig Raths und Dr. Karl Wolffs zum Vorbild, die beide immer wieder betont haben,daß eine Aenderung der wirtschaftlichen Not nur dann möglich sei. wenn unser Volk von Grund auf wie­der uyidenken lernt, wenn die Geldwirtschaft sich wieder der Art unseres Volkes anpaßt, aus einem nur den eigenen selbstischen Zwecken die­nenden Apparat der internationalen jüdischen Hochfinanz wieder nur zur W a r e n a u s t au s ch- ve.rmittlung im Volkskörper wird, welche sich so wie Politik. Religion und Gesetzgebung

Onssr Ic>gessxsisZsl

In Holland herrscht große Freude über die Geburt einer Prinzessin.

Baris eine antinationalsozialistische Aus­stellung.

(öeneral Franco hat den technischen Staats­ausschuß aufgelöst und eine neue Regierung gebildet.

Der nationalspanischcn SUdarmee gelang es, die bolschewistische Front zu durchbrechen.

Zwischen England, Frankreich und den Ver­einigten Staaten sollen Flottenberatungcn ausgenommen werden.

Dr. Ley kündigt KdF.-Fahrten zu den Olym­pischen Spielen nach Tokio an.

Für die Verleihung der Treuedienst-Ehren- ;eichen sind die Aussüheungsbestimmungen er­gangen.

Der Jahresbericht 1937 der Baumwolltermin- börse weist eine erfreuliche Eeschäftsbelcbung aus.

Der Deutsche Meister Ewald Kluge gewann den großen Preis von Australien.