NachrichtendlaN der veuMen flrdeitsfront Vremen
Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen
Erscheint 7mal wöchentl. Monatsbezug: -K«« 2,30 einschl. Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2,30 (einichl. 48,86 ^ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. NS.-Gauvcrlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen. Geeren 6-8 / Fernsprecher: 64121 und 61116.
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und vremen
Anzcigen-Krundpreise: Die 22-mm.Zeile im Anzeigenteil 12 M, die 70-mw-tzeIls im Textteil 75 Rps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 lNachlaßstastel 0,. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-18 Uhr; Schristleitung Dienstag und Fteitag 12>/^13»/> Uhr.
Nr. 51 / s. Jahrgang
Menstag, 1. sebruar 1S5S
kinzelpreis 15 Npf.
IlzSlmannausschuß besudelt Veutschland
politische öangsterbande in Paris „macht in antinationalsozialistischer Ausstellung
Unerhörter Vergistungsversuch zwischen dem deutschen und französischen Volke / Vie jüdische Kratze im Hintergrund stammender Protest aller pnstündigen
* Bremen, 1. Februar
Während verantwortungsbewußte Deutsche und Franzosen sich seit längerer Zeit ge- wissenhast bemühen, das gegenseitige Verständnis der beiden Nachbarvölker untereinander zu sördern, während die Besten der beiden Nationen längst zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß es ein Verbrechen an Europa, ja, an der ganzen Menschheit ist, die aus einer tausendjährigen Geschichte überkommenen Gegensätze heute noch gelten zu lassen, während die beiden Völker selber, d. h. die wirklich zum Volke zählenden Schichten rein gefühlsmäßig sich bereits wirklich näherzukommen beginnen, ist es eine kleine gehässige pölitische Clique in Paris, die all diesen guten Beziehungen entgegenarbeitet und es sich zur Aufgabe gemacht hat, die deutsch-französischen Beziehungen in unerhörter Weise zu vergiften. —
Die soeben in Paris unter dem Namen „Fünf Jahre Hitler-Regime" eröffnete antinationalsozialistische Ausstellung ist eine der schlimmsten Vergiftungsversuche. Man braucht bloß zu wissen, daß die von schandbarer Verlogenheit und übelster Hetze
strotzende Ausstellung von dem berüchtigten Thiilmann-Ausschutz durchgeführt wird, um auch bereits dessen gewiß zu sein, daß in ihr sich die jüdische Internationale lebendig verkörpert.
Daß diese Ausstellung, wie wir dem „Oeuvre" entnehmen, dank der Unterstützung der verschiedenen Gruppen der Volksfront zustande gekommen ist, zeigt leider wie wenig diese Volksfront geneigt ist, der französischen Oessentlichkeit eine wirkliche Vorstellung von dem heutigen Deutschland zu geben.
Es ist tief bedauerlich, daß die französische Regierung diese neue völkeroergiftende Hetze duldet. Will sie sich nicht vergegenwärtigen, was in Frankreich geschehen würde, wenn Deutschland eine Ausstellung etwa über das heutige Frankreich, die französische Ehre besudelnd und das französische Volk beleidigend, zur Schürung der Kriegspsychose in Berlin veranstalten wollte? Das ganze deutsche Volk ist empört, und wir — sowie die gesamte deutsche Presse — stehen nicht an, es auszusprechen, daß solche politischen Methoden in einem gesitteten
Volke überhaupt nicht denkbar sind. Daß das internationale Judentum, geführt und verkörpert durch die kommunistische Internationale, seinem Haß gegen das nationalsozialistische Deutschland freie Bahn läßt, wollten wir schließlich noch hinnehmen. Dem aber gilt vor allem unser Protest, daß diese Ausstellung das Volk der Franzosen in übelster Weise gegen Deutschland aufhetzt und der endgültigen Aussöhnung der beiden Völker diesseits und jenseits des Rheins einen fast unverrückbaren Riegel vorschiebt.
Wir glauben nicht bloß im Namen Deutschlands, sondern der ganzen anständigen Menschheit zu sprechen, wenn wir der Schmach in Paris ein entrüstetes Pfui hin- überrusen und der bestimmten Erwartung Ausdruck geben, daß es der einfache Anstand der französischen Regierung nicht dulden wird, daß das deutsche Volk durch diese Ausstellung weiter besudelt und das französische Volk durch eine politische Gangsterbande über Deutschland belogen und betrogen wird.
veutsche flrbeiter fahren nach lokio
gr. tey zeigt neue klappen des nationalen Sozialismus aus
Berlin, 1. Februar
Im Mittelpunkt der Betriebsappelle, die in der Reichshauptstadt zum fünften Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung abgehalten wurden, stand eine Rede des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley, der in der Halle des Siemenswerkes sprach. Vor rund 80 000 Eefolgschaftsmit- gliedern dieses Unternehmens zeichnete Dr. Ley ein Bild vom Wesen der deutschen Revolution und vom Inhalt des deutschen Sozialismus.
Heute gehöre der schaffende deutsche Mensch mit ganzer Seele dem Führer Adolf Hitler. Welche ungeheure Wandlung sich in diesen fünf Jahren vollzogen habe, gehe allein schon aus der einzigen Tatsache hervor, daß damals noch Streiks, Aussperrungen und Wirtschaftskämpfe unser Wirtschaftsleben aufs schwerste beeinflußten, während heute dieselben Menschen zu einem in der ganzen Welt ohne Beispiel dastehenden, ungeheuren Leistungswettkampf antreten. Obschon der Nationalsozialismus erst in den Anfängen seines Aufbauwerkes stehe, nehme Deutschland be
reits wieder eine führende Stellung in der Welt ein. Sorgen werde es immer und für jeden geben: das sei nicht das Entscheidende. Der Führer selbst trage ja unausgesetzt die schwersten Sorgen zum Wohle seines Volkes. Entscheidend sei, daß wir einen Mann unter uns wüßten, der die Sorgen aller Deutschen zu seinen eigenen Sorgen mache.
Zu den Aufgaben und Plänen des 6. Jahres der nationalsozialistischen Erhebung übergehend, teilte Dr. Ley mit, daß eine großzügige Altersversorgung für den schaffenden Menschen in Angriff genommen wird, daß das KdF.-Seebad auf Rügen in Betrieb genommen und der Bau eines zweiten deutschen Bades bei Kolberg beginnen wird und daß am Rhein mehrere Erholungsheime geschaffen werden. Fetner gab Dr. Ley bekannt, daß das erste KdF.-Schiff im April und auch das zweite noch im Laufe dieses Jahres fertiggestellt sein wird — beide würden als die schönsten Schiffe der Welt gelten können — und daß im Jahre 1940 eine ganze Flotte von KdF.-Schiffen bereit steht,
um Zehnlausende von deutschen Arbeitern in Begleitung von Einheiten der deutschen Marine auf einer Weltreise zu den Olympischen Spielen nach Tokio zu bringen.
Söring sckaLßr vHnsn
Berlin, 1. Februar.
Ministerpräsident Generaloberst Gering hat in seiner Eigenschaft als Beauftragter Wirtschaftsminister einen Wchrwirtschaftsrat geschaffen, der bei der Neichswirtschaftskammer eingerichtet wird. Zu Mitgliedern des Wehrwirtschaftsrates werden hervorragende Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um die deutsche Wirtschaft erworben haben, unter gleichzeitiger Ernennung zum Wehrwirtschaftsführer berufen. Die neuernannten Wehrwirtschaftsführer sollen sich im Wehrwirtschaftsrat mit allen Kräften für eine Stärkung der deutschen Wirtschaft einsehen, um so zu gewährleisten, daß diese allen Anforderungen gerecht werden kann, die zur Sicherung des deutschen Volkes an sie gestellt werden müssen.
Italien dankt dem sützrer
Berlin, 1. Februar
Der italienische Botschafter in Berlin hat dem Führer und Reichskanzer den herzlichen Dank des Königs von Italien, Kaisers von Aethiopien sowie des italienischen Regierungschefs und der italienischen Regierung für die aus Anlaß des Explosionsunglücks bei Segni zum Ausd -uck gebrachte Anteilnahme übermittelt.
Ernennungen beim Volksgel-chislzos
Berlin, 1. Februar
Der Führer und Reichskanzler hat auf Bor- schlag des Reichsministers der Justiz, Dr. Gärtner, ernannt: den Oberstaatsanwalt Parrisius zum Reichsanwalt beim Volksgerichtshof den Landgerichtsrai Sauermann zum ersten Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht in München, die Staatsanwälte Folger, Jaeger, Spahr, Dr. Drullmann, Bischofs, Spelthahn, Oelze, Dr. Eeipel sowie den ersten Staatsanwalt Dr. Obermayer zu ersten Staats- anwältep beim Volksgerichtshof.
vor orkaoartigs Lturw, äsr aucb äss britiseks I vsslrsicb bsiwZssuokt bat, rsrstörts bsi Ooombs Llill äissss gtzvaltigs LrirMsrnvgsäsukwal au äsp sückakiikaolssbüL LrigL.
""ÄW M n! pst *
e ' * .. r-
Bis ksivi'Iidis IloberrsicknnA äor Nationalpreise änreb <ien Vükrsr. Von links: Professor 8anse> brnob, pran Prozessor Droost, äsr bübrsr, Rsiebslsitsr Losonbsrg, krokessor Hier, Dr. piloknsr.
2um künktsn üabrsstag äsr nationalsosialistiscbsu llovolntion muräsn in allen äsutsobon Arbeitsstätten Lstrisbsappslls änrckgekübrt, in äsrsn lllittslpunkt äis Veranstaltung bsi äsn Lismsns- msrksn in Berlin stauch vo Bsiobsorganisationslsitsr l)r. I-sz: spräob. (l?rssss-blokkmann 3)
Von äsr „LsIbsIMs" rur Lmsusrung
vis kicktlinisn tür «las vsutsckinrn In Runiänlsn
Als in der Zeit des tiefsten deutschen Niederganges viele an der Zukunft ihres Volkes verzweifelten, waren es nur wenige, die sich zusammenfanden, aus der Verzweiflung einen neuen Weg zu suchen, den Gedanken der deutschen Volksgemeinschaft lebendig zu tragen. Zu ihnen gehör-' ten in Siebenbürgen die Männer, die im Jahre 1922 sich zusammenfanden, um durch eine Organisation/ die sie „S e l b st h i l fe b e we- gung nannten, dem Zerfall ihres Volkes Einhalt zu gebieten. Fritz Fabritius., heute der Führer der Volksgemeinschaft der Deutschen in Rumäitien, setzte der neuen Bewegung als Ziel nicht nur wirtschaftliche Aufgaben, sondern gab ihr vor allem die Aufgabe, unter den Volksgenossen in Siebenbürgen für eine neue sittliche und geistige Haltung zu werben. Die Jugendbewegung erhielt durch die Mitarbeit Fritz Fabritius' Weg und Richtung; die Fragen der Volksgesundheit fanden in der Bewegung einen begeisterten Vorkämpfer in dem unlängst verstorbenen Arzt Dr. Siegmund in Mediwsch. Wirtschaftlich stand die Selbsthilfebewegung auf dem Grundsatz: Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Die Gründung der Bausparkasse, der Arbeiter- Spar- und Hilfsgemeinschaft und des Kinderlandfonds sind hervorragende Beispiele für ein neues wirtschaftliches Denken, das sich hier vorbereitete. „Von dem Gedanken ausgehend, daß eigener Grund und Boden bzw. dessen Bearbeitung den Menschen ertüchtigen, wurde Boden gekauft und verteilt. Es war ein Vergnügen, zu sehen, wie die ersten Mitglieder mit ihrem Stückchen Grund bald verwuchsen, seiner Pflege und Ausnutzung ihre Sorge zuwendeten, und siehe da. bald erstanden durch Fleiß und Zähigkeit die ersten Häuschen. Es war durchaus eigene Kraft und Fähigkeit, die da schuf.
Im ersten Jahre konnte man bereits zwanzig Neubauten, die in der Tat Werke der Kameradschaft waren, errichten. Der Mitgliederstand stieg von 28 im Gründungsjahr der Bausparkasse (1925) bis zum Jahre 1929 auf 950 und betrug 1930 bereits 1500. Bewußt nahm die Selbst-
hilfebewegung das große Beispiel Stephan Ludwig Raths und Dr. Karl Wolffs zum Vorbild, die beide immer wieder betont haben, „daß eine Aenderung der wirtschaftlichen Not nur dann möglich sei. wenn unser Volk von Grund auf wieder uyidenken lernt, wenn die Geldwirtschaft sich wieder der Art unseres Volkes anpaßt, aus einem nur den eigenen selbstischen Zwecken dienenden Apparat der internationalen jüdischen Hochfinanz wieder nur zur W a r e n a u s t au s ch- ve.rmittlung im Volkskörper wird, welche sich so wie Politik. Religion und Gesetzgebung
Onssr Ic>gessxsisZsl
In Holland herrscht große Freude über die Geburt einer Prinzessin.
Baris eine antinationalsozialistische Ausstellung.
(öeneral Franco hat den technischen Staatsausschuß aufgelöst und eine neue Regierung gebildet.
Der nationalspanischcn SUdarmee gelang es, die bolschewistische Front zu durchbrechen.
Zwischen England, Frankreich und den Vereinigten Staaten sollen Flottenberatungcn ausgenommen werden.
Dr. Ley kündigt KdF.-Fahrten zu den Olympischen Spielen nach Tokio an.
Für die Verleihung der Treuedienst-Ehren- ;eichen sind die Aussüheungsbestimmungen ergangen.
Der Jahresbericht 1937 der Baumwolltermin- börse weist eine erfreuliche Eeschäftsbelcbung aus.
Der Deutsche Meister Ewald Kluge gewann den großen Preis von Australien.