pi
8
do^
Stau
der Nattona
parteiamtliche Lageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
mlisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Freien lianseftadt vremen
Erscheint 7 mal wöchentl. Monatsbezug: 2,3V einschl. Zustcllgeb.; Postbezugspreis monatl. 2,3V
(einschl. 50,54 Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.
Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersah. NL.-Gauverlag Weser-Ems G. in. b. H., Bremen, Gecren S/8 / Fernsprecher: 84121 und 51115.
Vas amtliche Derkündungsblatt des Neichsstatchaiters in Oldenburg und vremen
! Anzeige »-Grundpreise: Die 22-mm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 LH/, die 7ü-mm-Aeile im Textteil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzcigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 (Nachlaßstaiiel 0>. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 1k Uhr.
> Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4 -13)4 Uhr.
Nr. 207 / 7. Ztchrgang
Sonnabend, 51. Juli 1S57
kinzelpreis 15 Npf.
«ii,
«L?
»ipl
»nt>
uch
ch
i»
ii
>»
und
lind
und
-ll
L-
untik
IN»
n>Ä
nW
rnh>;
und
All
nE
FiN-
IlNpI
Veutschland sülirendes Nundsunkland kuropas
Dr. Doebbels eröffnete die „14. Kroße Deutsche Nundfunkausstellung 18)^ in den verliner Ausstellungsdallen
Verbesserter Volksempfänger kommt
Berlin, 31. Juli.
Reichsminister Dr. Goebbels eröfsnete Freitag mittag die „11. Große Deutsche Rundfunkaus- stellung Berlin 1337". An dem Erössnungsakt »ahmen zahlreiche Mitglieder des diplomatischen Korps und führende Männer des Staates, der
.. !»>»>!»>!>"« . ..>">»»»>»>» . . . ..
tlnssr Ivigssspiegsl
Nach scharfen Erklärungen Ribbentrops gegen Sowjetrußland vertagte sich der Nichteinmischungsausschutz ohne Ergebnis.
Das Pariser „Journal" berichtet von einem Massengistmordversuch zweier Franzosen im nationalen Spanien.
Bei einem Eisenbahnunglück in Frankreich kamen 27 Menschen ums Leben.
Der Führer besuchte das Haus der Deutschen Erziehung in Bayreuth.
Dr. Goebbels eröffnete die Große Deutsche Rundfunkausstellung Berlin 1337.
Die „VZ." besuchte unsere Soldaten im Biwak bei Earlstedt.
Anfang nächster Woche beginnt der Fabrikdiensteinsatz der Fachschul-Stndenten in Vremen.
Am Ofterdrich findet heute das Riesenfeuerwerk statt.
Die Führung des Polizei-Sportvereins Vremen übernahm Oberst Dr. Lankenau.
Bewegung, des Rundfunks sowie des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens teil.
Bon den riesigen Masten am Kaiser- und am Messedamm wehen die Fahnen des Dritten Reiches. ff und Werkscharen aus den Rundfunkbetrieben bilden bei der Anfahrt der Ehrengäste Spalier. Kurz vor 12 Uhr erschien, jubelnd begrüßt. Reichsminister Dr. Goebbels, geleitet von Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lip- pert. Unter den Ehrengästen sah man u. a. die Botschafter von Argentinien, Italien, Japan und Polen, die Gesandten von Afghanistan, Kuba, Griechenland, Guatemala, Irak, Litauen, Mexiko, Panama, Schweden, Ungarn und Uruguay, die
Geschäftsträger von Belgien, Bolivien, Jugoslawien und Oesterreich; feiner den stellvertretenden Ghef des Protokolls im Auswärtigen Amt Dr. Boltze, Reichspostminister Dr. Ohnesorge, Reichsorgänisationsleitcr Dr. Ley, die Staatssekretäre Funk, Backe, Dr. Stuckart und Willi- kens, sowie Vertreter von allen Reichsministerien, den stellvertretenden Pressechef der Reichsregierung Ministerialrat Mfred-Jngemar Verndt, die Gauleiter Koch, Mutschmann und Stürtz sowie den stellvertretenden Gauleiter von Berlin, Eörlitzer, Hauptamtsleiter der NSV. Hilgen- feldt, 'Reichskulturwalter Kinkel, ferner die führenden Männer des Rundfunks, der Reichsrund- funkkammer und der Reichsfilmkammer sowie eine große Zahl führender Männer der Rund- funkindustrie, des Rundfunk-Erotz- und Einzelhandels, der Parteiorganisationen, des kulturellen Lebens sowie aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Fanfaren eröffneten den festlichen Akt. Die vereinigten großen Orchester des Deutschlands Senders und des Reichssenders Berlin unter der Leitung des Generalmusikdirektors Hermann Stange spielten den ersten Satz aus dem Konzerts grosso ck-woll von Händel. Darauf nahm Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lip- pert das Wort zu einer Begrüßungsansprache. Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Worten des Oberbürgermeisters folgte die Eröffnungsansprache durch
Neichsminister 0r. Voebbels
Der Redner erinnerte an die Zeit vor der Machtübernahme, in der diese Ausstellung lediglich eine Jndustrieschau verkörperte, die keinen Anspruch auf die Anteilnahme der breiten Massen des deutschen Volkes erheben konnte. Die Tatsache, daß die Eröffnung der Rundfunkausstellung heute eine Angelegenheit des ganzen Volkes sei. dürfe als Beweis dafür geweitet werden, wie tief der Rundfunk in die deutsche Nation eingedrungen ist.
Wenn schon der Rundfunk durch seine unaufhaltsame technische Entwicklung kraft seines eigenen Wesens zu einer weltumspannenden Macht geworden sei, so habe ihn der nationalsozialistische Staat in einem Umfang in den breiten Massen unseres Volkes verankert, daß er aus unserem öffentlichen Leben überhaupt nicht mehr weggedacht werden könne. Er verbinde innerhalb unserer Grenzen Dörfer, Städte, Provinzen und Landesteile, Stände und Konfessionen zu einer unlösbaren Einheit. Darüber hinaus schlage er die Brücke zwischen den Nationen und über Meere und Kontinente hinweg zwischen den Völkern
und Menschen. Er sei damit zum plastischen Ausdruck unseres Jahrhunderts geworden. Ueber seine technischen Bedingtheiten und Möglichkeiten hinweg habe der Nationalsozialismus ihn zu einem der wichtigsten Fllhrungs- mitte! der deutschen Politik gemacht. Dr. Goebbels sprach anschließend von den Schwierigkeiten, die darin lägen, das Rundfunknivean den Hörer- massen jeweils anzugleichen. Es wäre irrtümlich und ungerecht, daraus schließen zu wollen, daß der Rundfunk im allgemeinen den Geschmack der breiten Massen gesenkt habe. Das Gegenteil sei der Fall.
„Es handelt sich ja bei den vielen Millionen, die im Rundfunk Freude, Erholung, Entspannung und Belehrung suchen und finden, meistens um Volksgenossen, die ohne ihn überhaupt von der Anteilnahme an den kulturellen Gütern der Nation ausgeschlossen wären. Der Rundfunk erfüllt also an ihnen die große nationalpolitische Ausgabe der Beteiligung an den geistigen Entern des Volkes, und wenn er in seiner Programmgestaltung sich bemüht nach dem Geschmacks- und Vildungsstand der breiten Massen ausrichtet, so gewinnt er dadurch allein die Möglichkeit, sie wirksam anzusprechen und ihnen tatsächlich Freude und Kultur zu bringen. Es wird also dadurch nicht den Besitzenden etwas genommen, sondern vielmehr den Besitzlosen etwas gegeben. Der Rundfunk hat Einzug gehalten nicht nur in den Großstädten, die oft seiner weniger bedürfen, sondern auch in den Dörfern und Marktflecken, auf einsamen Bauernhöfen und verlassenen Fische'rhütten, und in seiner millionenfachen Ausdehnung in die Breite ist er eines der wesentlichsten politischen Erziehungsinstrumente des neuen Staates geworden."
Anschließend legte Dr. Goebbels einen überzeugenden Rechenschaftsbericht über die Errungenschaften der deutschen Rundfunkpolitik in den letzten vier Jahren ab. Allein die Zahl der Rundfunkhörer sei seit dem Jahre 1333 von 4 307 733 Hörern bis zum 1. Juni 1937 auf 8 372 803 Hörer gestiegen. Die Steigerung der Ge- samtsendestunden betrage 58 o. H. Der Volksempfänger stelle, entgegen den Sorgen der Industrie, kein Hindernis im Verkauf von Marken- apparaten, sondern ein z u s ätz l i ch e s Ee schüft dar. 2m Jahre 1935/36 wurden 638 000 Marken- empfänger und 405 000 Volksempfänger verkauft. Inzwischen Habs sich das Verhältnis zugunsten des Markenempfängers insofern verschoben, als oom 1. August 1936 bis zum 31. März 1937 822 000 Markenempfänger und 332 000 Volksempfänger abgesetzt wurden.
(Fortsetzung auf Seite 2)
tondoner siusschuß ohne krgebnls vertagt
Mbbenttop leg! dar, wie die Sowjetunion den britischen Plan zum Scheitern brachte
London, 31. Juli
Der Nichteinmischungsausschutz vertagte sich am Freitag nach 3 >/-stündiger Sitzung ohne Ergebnis. Es wurde beschlossen, daß die Regierungen die neuentstandene Lage zur Kenntnis nehmen sollen, und daß dem Vorsitzenden anheimgestellt werden soll, eine neue Sitzung einzuberufen.
Im Verlauf der Sitzung gab Botschafter von Ribbentrop eine Erklärung ab, in der es heißt: „Von den 27 im Nichteinmischungsausschuß vertretenen Staaten haben sich 26 mit den Grundsätzen des britischen Planes vom 14. Juli sowie mit seiner alsbaldigen Inangriffnahme einverstanden erklärt. Ein Staat hat sich ausgeschlossen: Sowjetrußland. Der englische Plan besteht bekanntlich aus drei Hauptabschnitten: Wiederherstellung der Kontrolle, Gewährung der Rechte Kriegführender an die beiden spanischen Parteien und Zurückziehung der Freiwilligen fremder Nationen. Es ist wiederholt innerhalb dieses Eemiums und auch von dem britischen Außenminister erklärt worden, daß die drei Teile des britischen Planes miteinander im Zusammenhang stehen und ein Ganzes bilden. Durch die plötzliche glatte Weigerung, den Spaniern kriegführende Rechte zuzugestehen, hat Sowjetrutzland den britischen Plan zum Scheitern gebracht.
Ich mutz sagen, wir sind in diesem Ausschutz ja manches gewohnt. Dieses letzte Vorgehen Sowjet- rußlands aber steht doch wohl einzig da, denn welche Begebenheiten haben denn zu dieser erstaunlichen Situation geführt?
Am 16. Juli wurde der britische Plan als Diskussionsbasis von den 27 Mächten angenommen. Auch die Sowjetunion nahm damit einen der wesentlichen Punkte des britischen Planes, die Gewährung der Rechte Kriegführender an Spanien, grundsätzlich an. Daß sie dies nicht gern getan hat, sollte sich alsbald zeigen. Es setzte nämlich ein seltsames Spiel in diesem Ausschuß ein um die Frage der Rechte als Kriegführende allmählich aus dem Gesichtskreis der Ausschußmitglieder verschwinden zu lasten. Der erste Ansatz hierzu zeigte sich bereits in dem britischen Plan selber. Während die britischen Vorschläge in klarer, logischer Reihenfolge aus folgenden Abschnitten bestanden: 1. Wiedereinführung eines Kontrollsystems, 2. weitere zu treffende Maßnahmen, um gewisse Lücken in dein Ueberwachungssystem durch die Gewährung der Rechte Kriegführender zu schließen, und die Zurückziehung der Freiwilligen, zeigte sich in dem Teil d«s britischen Dokuments, das von der Ausfüh
rung dieses Planes handelt, bereits in der Anordnung eine willkürliche Abänderung, die mit obiger logischer Reihenfolge im Widerspruch stand. In dem britischen Plan bildete nämlich die Gewährung der Rechts Kriegführender einen Teil des Kontrollsystems und wurde vollständig unabhängig von der Frage der Freiwilligen-Zurückziehung behandelt. In dem Teil des Planes dagegen, der allein die Durchführung betraf, wurde dieser fundamentale Gedanke des Planes einfach fallengelassen. Es wurde jetzt aus rein politischer Rücksicht die Gewährung der Rechte Kriegführender von einer zufriedenstellenden Durchführung der Zurückziehung der Freiwilligen abhängig gemacht.
Die britische Regierung, auf der Suche nach einem Ausweg, stellte dann einen „Fragebogen" aus. 2n diesem waren die Rechte Kriegführender als Teil der Kontrolle nun aber völlig verschwunden. Sie wurden dagegen nur noch in dem soeben erwähnten, höchst unklaren.Zusammen- hang mit der Zurückziehung der Freiwilligen erwähnt. Es ist nur zu verständlich, daß die deutsche und italienische Regierung daher in der Sitzung über den Fragebogen sich erneut für die Fest- haltung an dem englischen Plan aus- sprachen und eine entsprechende Fragestellung an die Mächte verlangten. 14 Tage hat sich nunmehr bereits der Ausschuß mit unfruchtbaren Diskussionen über die Frage der weiteren Behandlung des Planes abgegeben, die eigentlich bei loyaler Einstellung zu dem Plan gar nicht hätte existieren dürfen. Man rodete und ereiferte sich, aber letzten Endes lief alles nur darauf hinaus, zu verhindern, daß in der Frage der Rechte Kriegführender ein weiterer Schritt unternommen werde. Den Höhepunkt bildete am letzten Dienstag eine der seltsamsten Spiegelfechtereien innerhalb dieses Ausschusses, die ich ^e erlebt habe.
Den Schleier des -Geheimnisses zu lüften und endlich deren wahre Ursache zu bekennen, blieb dem Sowjetvertreter vorbehalten, der kürzlich erklärt-, seine Regierung könne einem wesentlichen Teil des britischen Planes, nämlich der Gewährung der Rechte Kriegführender/- nicht zustimmen. Eine sehr bequeme Methode: man hatte den britischen Plan als Diskussionsbasis angenommen und damit auch grundsätzlich die Gewährung der Rechte Kriegführender. Dann hatte man 14 Tage diskutiert und allerlei taktische Kniffe angewandt, um der Frage der Rechte Kriegführender auszuweichen.
Als dann aber endlich Farbe bekannt werden mutzte, erklärte man einfach, daß dieser Teil des
britischen Planes nicht annehmbar wäre. Die einzig logische Folgerung, die ich aus dieser Handlungsweise ziehen kann, ist, daß der Welt Sand in die Augen gestreut werden sollte und daß man in Wahrheit niemals gewillt war, den britischen Plan zu akzeptieren. Ich mutz sagen, datz mir das Verständnis für diese Verhand- lungpmcthoden fehlt und datz diese geeignet sind, das Ansehen des Ausschusses in der öffentlichen Meinung noch mehr zu diskreditieren als das sowieso schon der Fall ist.
Mir scheint, daß in der Behandlung des britischen Planes durch den Ausschuß die Gefühle und Wünsche der Spanier oft nur so nebenbei behandelt wurden. General F-ranco ist ein stolzer Patriot. Er ist der Befreier des Landes von den Mächten der Zersetzung. Er beherrscht den größten Teil Spaniens. Was wollten wir nun General Franco vorschlagen? Wir wollen ihm Missionen schicken, die ihm die Zufuhren zu seiner kämpfenden Truppe kontrollieren sollen.
Wir wollen ihm Missionen schicken, die ihm aus seiner kämpfenden Truppe die Freiwilligen abtransportieren sollen. Wir wollen ihm weiter sonstige Beschränkungen seiner Souveränität zumuten. — Glauben Sie wirklich, daß ein stolzer Spanier, der im Existenzkampf für das Wohl seines Volkes steht, dies alles hinnehmen würde, wenn man ihm nicht zum mindesten das primitive Recht der Anerkennung der Rechte Kriegführender, Autorität und Macht zubilligt?
Ich glaube, man sollte sich überhaupt ein für allemal darüber klar sein, datz jede Nichteinmischungsmatznahme dieses Ausschusses, die spanisches Gebiet berührt oder die die Mithilfe der Spanier crsordert, in Zukunft immer die Gewährung der Rechte Kriegführender durch die im Ausschutz vertretenen Staaten bedingt!
Abschließend möchte ich die Lage wie folgt zusammenfassen: Auf der einen Seite haben sich 26 von den im Ausschuß vertretenen 27 Staaten zu dem Grundgedanken des britischen Planes bekannt. Auf der anderen Seite hat ein einziger Staat, nämlich die Sowjetunion, den britischen Plan zum Scheitern gebracht, indem sie einen seiner drei Grundpfeiler zum Sturz brachte. Sowjetrußland allein hat hierfür die schwere Verantwortung vor der Welt zn tragen.
Der Grund für diese Haltung der Sowjetunion ist klar: Sowjetrutzland hat den spanischen Bürgerkrieg begonnen. Es möchte ihn auch aus seine Weise beendet sehen, d. h., mit der Bolschewisie- rung Spaniens. Die Nichteinmischung ist diesem
lleir>i.-!mi»i-!ter I>r. Oovbbvls bei einem llnnügang ävrelr üis gestern srökknsts llnnäknnst-^.ns- Stellung rväkrenck der Besichtigung des Standes der llsiebspropaLUndalsitung der dlSV-t.?., Abteilung knaäkuak. - , - > . - ' , rrspeo-SoHm-nn
„vis sckle Mslimsckt"/
Als Reichsminister Dr. Goebbels den Rundfunk zur „achten Weltmacht" erklärte, betonte er damit gerade für den nationalsozialistischen Rundfunk die gewaltigen Einflußmöglichkeiten auf die politische Meinung?- und Willensbildung des deutschen Volkes. Die Aufgaben, die dem Rundfunk innerhalb der deutschen Volksgemeinschaft gestellt sind, sind vom Standpunkt der nationalsozialistischen Weltanschauung rein politische. Die gesamte Programmgestaltung des Rundfunks hat eine eindeutige politische Ausrichtung erfahren, die in allen Fragen der Programmarbeit wirksam wurde. So war es möglich, in den vier Jahren seit der Machtübernahme den Rundfunk als politisches Instrument zu handhaben und die breiten Massen des Volkes aufs engste mit dem Rundfunk zu verbinden.
Repräsentation, Rechenschaft und Leistungsbericht der „achten Weltmacht" stellt alljährlich die „Große deutsche Rundfunkausstellung" dar, die die Brücke von dem vergangenen zum kommenden Rundfunkjahr schlägt und die nicht nur den Rundfunk selbst mit seinen volkstümlichen Eestaltungstendenzen aufzeigt, sondern auch einen Querschnitt durch die technische und rundfunk- wirtschaftliche Entwicklung des Jahres gibt. Die deutschen Volksgenossen in Stadt und Land, die durch ihr regelmäßiges Rundfunkhören bereits innigere Beziehungen zum Rundfunk haben, aber auch diejenigen Volksgenossen, die aus den großen Gemeinschaftsübertragungen an den politisch bedeutsamen Tagen des Jahres die allumfassende, zusammenschließende Kraft der Rundfunkeinwirkung kennen, suchen alljährlich den Weg zur Rundfunkausstellung, weil es wohl kaum eine andere Einrichtung gibt, in der sich in so totaler Form wie beim Rundfunk unser nationalsozialistisches Gegenwartslebsn, und zwar sowohl als politische wie als kulturelle, sportliche
Ziele hinderlich. Daher lehnt die Sowjetunion die Rechte Kriegführender ab, wohl wissend, datz damit der britische Plan scheitern mutz und der Nichteinmischungspolitik ein Schlag zugefügt wird, von dem sie sich schwer erholen kann. Die Parole Moskaus ist eben Einmischung um jeden Preis. Die Maske, die dieses Spiel verdeckte, ist mit dem heute hier abgegebenen Beschluß Sowjet- rußlands gefallen. Dies hat vielleicht insofern sein Gutes, als die Welt dadurch immer klarer sieht, wer der wahre Störenfried ist. Wir Deutschen wissen seit langem: Wäre Sowjetrutzland nicht da, gäbe es keinen spanischen Bürgerkrieg. Auch die übrige Welt scheint aus dem besten Wege, dies endlich einzusehen. Der Nichteinmischungsausschutz jedenfalls sollte diese Tatsache niemals aus dem Auge verlieren.
Die uns vorliegende schriftliche Erklärung der Sowjetunion zu dem britischen Plan bedeutet für meine Regierung eine völlig neue Lage. Ich bin der Auffassung, datz es keinen Wert hat, bei dieser Sachlage in eine Erörterung der Einzelheiten der vorliegenden Antworten einzutreten. Die Ltellnngnahme meiner Regierung zu dieser neuen Lage mutz ich mir daher nach jeder Richtung hin vorbehalten." (Siehe unseren Bericht über Deutschlands Antwortnote im Innern des Blattes.)
Von ÜSN8 ürioglsr, ^mtrlsltsr stundkunie der 8slcbrpiopagandci!»stllng der und
Präsident der psldrsrundkunicicammsr
und die Freizeit gestaltende Erscheinung widerspiegelt.
Die diesjährige „14. Große Deutsche Rundfunkausstellung" scheint mit den bisher gemeldeten 110 Sonderzügen und den 200 sonstigen Sonderfahrten aus dem Reich einen besonderen Anziehungspunkt für die auswärtigen Besucher zu bilden, wobei wohl kaum daran zu zweifeln sein dürfte, daß auch die Verliner mit ihren auswärtigen Gästen im Besuch der Ausstellung wetteifern werden. Die Parole: „Jeder Reichssender einmal in der Reichshauptstadt" und, bei dem Besuch der Reichshauptstadt, wieder in dem Rie- sensendesaal auf der Rundfunkausstellung, hat sich als besonders schlagkräftig erwiesen. Die volkstümliche Programmtätigkeit der deutschen Reichssender fesselt die dem Rundfunk verschworenen Masten genau so wie die . Rundfunkgestalter selbst, die in diesem Aufmarsch des Rundfunks eine willkommene Auflockerung ihrer Tagesarbeit erblicken und sich freuen, ihre Sendungen unmittelbar aus der lebendigen Volksgemeinschaft, wie sie auf der Ausstellung anwesend ist, aufbauen zu können. Die volkstümlichsten Künstler der deutschen Reichssender werden sich auf der Rundfunkausstellung mit ihren Hörern treffen, und aus der sonst nur akustischen Gemeinsamkeit, die den Hörern schon manches eindrucksvolle und schöne Erlebnis vermittelte, wird hier «ine unmittelbare Gemeinsamkeit entstehen, die die Künstler des Rundfunks und die Hörer des Rundfunks in einer Weise zusammenschließt, die sich auch auf die künftige Programmarbeit befruchtend auswirken muß.
Aber noch ein Zweites wird die Besucher auf die „Große Deutsche Rundfunkausstellung" ziehen: das ist die Jndustrieschau mit den neuen Rundfunkempfängern des Jahres 1937/38. Diese Jndustrieschau steht im Zeichen der Verbilligung der Geräte, einmal hervorgerufen durch die Senkung der Röhrenpreise und zum anderen durch die gegenüber den Vorjahren durchaus einsichtsvolle und vernünftigere Gestaltung der Produktionskosten. Dazu kommen eine Verfeinerung der einzelnen Gerät« nach ihrer technischen Seite hin, eine Vervollkommnung der musikalischen Wiedergabe, ferner eine Reihe von technischen „Schikanen", die die Bedienung der Geräts erleichtern — kurz lauter Einzelheiten, die den technisch interessierten Rundfunkhörer in beträchtlichem Maße anziehen.
Das Fernsehen hat inzwischen auch weitere Fortschritte gemacht. Die Reichs-Rundfunk-Eesell- schaft als die Gestalter!» des Fernseh-Programm- betriebes, die Deutsch« Reichspost als die für die technische Durchführung des Fernsehens verantwortliche Stelle und die Fernsehindustrie, die die für den Fernsehempfang erforderlichen Geräte herstellt, werden bemüht sein, den Ausstellungsbesuchern die anregendsten und lebendigsten Eindrücke von dem Stand des Fernsehens in Deutschland zu übermitteln.
Die Festwoche auf der „Großen Deutschen Rundfunkausstellung", die die Besucher mit ihrem Rundfunk auf dem Berliner Messegelände verbringen werden, bedeutet für alle Mitarbeiter des Rundfunks, der Rundfunktechnik, der Rund-