uachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Vremen
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzeigen-Grundprcise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil >2 eH/, die 78-mm-tzeile im Textteil 75 Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Fomilien-Anzcigen u. a.) sowie sonstige ^dingungen Preisliste ll (Nachlaßstassel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher kerne Gewahr. Annahmeschluß 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12- IS Uhr; SchrMeitung Dienstag und Freitag 12/6 - 13)6 Uhr.
Nc. 202 / 7. Jahrgang
Montag, 26. Juli is;?
kinzelpreis 15 Npf.
öroßer lag im Museumsdorf tloppenburg
feierliche kröffnung des Sutsliofes flrkenstede in öegenwart unseres öauleiters larl Növer
Vorbild
für unsere Sauern
(üigsvsr vraktbsriebt äsr „Srowsr 2situng")
17. Cloppenburg, 26. Juli Das Muscumsdors in Cloppenburg erlebte am gestrigen Sonntag einen grasten Tag mit der jeicrlichen Eröffnung des Eutshoses Arkenstede, eines der schönsten und eindrucksvollsten Bauten, die das Museumsdors besitzen wird. Die Eröffnung sand in Gegenwart unseres Gauleiters und Reichsstatthalters Carl Röoer statt, der auch das Wart zu einer kurzen Ansprache nahm. Unser Eauleiter hat durch seinen Einsatz als Schirmherr des Museumsdorfes zusammen mit der Ol-
l/nser Vagssspivgsl
Frankreichs Radikalsozialisten wehren sich gegen eine Erweiterung des Volksfront- Programms.
Die Lebenshaltungskosten sind in England erheblich gestiegen.
Den Bolschewisten kann eine verstärkte Aktivität in Holland nachgewiesen werden. Im Museumsdorf Cloppenburg wurde in Gegenwart unseres Gauleiters der Gutshos Arkenstede eröffnet.
Zum 1. Oktober werden im Bereich des Arbeitsgaues XXXI (Emsländ) Führeranwärter eingestellt.
In Hemelingen wurde eine Ehrenstätte siir die Gefallenen des Weltkrieges eingeweiht. Den Grasten Preis von Deutschland gewann Caracciola auf Mercedes-Benz.
Im Berliner Olympia-Stadion gelangten die Deutschen Leichtathletikmeisterschasten zum ^ Austrag.
d Am zweitletzten Tag des Verdener Reitturniers gewann Hauptmann Stubbendors die Military.
Bei stürmischem Wetter gelangten die letzten Regatten der Weser-Woche zur Durchführung.
dcnburgischen Staatsregierung diese schnelle Entwicklung des Museumsdorses ermöglicht. Heute stehen dort zwei Erostgebäude, der jetzt eingeweihte Eutshof Arkenstede und der Quartmannshof sowie süns Nebengebäude.
Zu dem feierlichen Akt der Einweihung waren führende Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Landesbauernschaft, des Reichs- arbeitsdienstes und der Behörden erschienen. Unter den Gästen befanden sich neben dem Gauleiter u. a. Staatsminister P a u l y als Vertreter des Oldenburgischen Staatsministeriums und Lundesstellenleiter Weser-Ems des Reichsmini- fteriums für Volksaufklärung und Propaganda, Pg. Schulze. Angetreten waren Ehren- stürme der SA. und des NSKK. und eine 666 Mann starke Abteilung des Reichsarbeitsdienstes, der sich durch seinen Einsatz bei den Erdarbeiten und bei der Errichtung der Gebäude besondere Verdienste um das Werden des Museumsdorfes erworben hat.
Amtshauptmann Münzebrock eröffnete den Festakt mit einer Ansprache, in der er zunächst aus den schnellen Aufbau des Museumsdorfes innerhalb der drei Jahre seit dem ersten Spaten- ftich einging. Er betonte, daß dieses schnelle Aufbauwerk nur dank der Unterstützung des Gauleiters als Schirmherr, des Oldenburgischen Staatsministeriums, dank der unermüdlichen Arbeit des Trägers und Schöpfers des Cloppenburger Museumsdorfes, Dr. Otten- jann ermöglicht werden konnte.
„Der Amtsverband Cloppenburg und die Gesinden des Amtsbezirks Cloppenburg," so hob n Redner hervor, „sind stolz darauf, daß sie für m Gau Weser-Ems unter der Schirmherrscha,t :s Gauleiters Pg. Carl Röoer an einem Kultur- erk mitarbeiten können, das sich in seiner Art m beiden anderen großen Kulturwerken des aues, der niederdeutschen Gedenkstätte „Stedings- ne" und den Eroßsteingräbern bei Kleinenkneten ürdig anreiht." Dann sprach der Amtshauptmann )ch dem Staatsministerium für seine allzeit tat- ästige Hilfe und dem Stifter des Eutshoses rkenstede, Dr. W e l k e r, den Dank aus und oer- rnd damit die Hoffnung, daß sie wie bisher Dr. ttenjann bei seinem Werk weiter unterstützen ächten.
Dann nahm der Leiter des Museums, Dr. O t - -njann, das Wort, um seinerseits dem Eau- iter, dem Staatsministerium, Dr. Welker, dem lorbesitzer Freiherrn von Scho kleiner^ loppenburger Bauunternehmungen und weisen Verbänden und Gemeinden zu danken. Er nach die feste Zuversicht aus, daß das Werk m bsehbarer Zeit zum Abschluß gebracht werde. >as Museum habe nicht die Aufgabe, eme tote ammlung einzelner Kulturstücke zu sein, son- ern den Zweck, den Bauern des Munsterlande^ lte Bauernkultur ihres Landes zu zeigen ,n den r ihrer früheren Gestalt wieder aufgebauten Däusern mit dem schönen und zweckmaglgen musrat. Sie sollen hier ein Vorbild finden
Der neue kutsliok Xrlrenstvcke. Luknabws: 8owmor.
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für eine artgemäße Herrichtung ihrer Häuser, eine Anregung für die künftige Ausgestaltung und Weiterbildung, die selbstverständlich dabei notwendig ist. Der Eutshof Arkenstede stellt das eigentliche Museumsgebäude in dem Museumsdorf dar, in ihm werden Sammlungen verschiedenster Art, die nicht direkt in den übrigen Gebäuden in ihrem Gebrauchszusammenhang Unterkunft finden, untergebracht.
Dann gab Kreisleiter Meyer, Cloppenburg, das Wort an unseren Carl Röoer, der mit begeistertem Beifall von der Festgemeinde empfangen wurde. Der Gauleiter wies auf die Bedeutung des Werkes hin, dessen neuer Abschnitt mit der Eröffnung des Gutshofes Arkenstede jetzt zum. Abschluß gekommen ist. In diesem Werk soll ein Bild bodenständiger Bauernkultur vor uns entstehen. Wir verfolgen mit seinem Aufbau einen großen Zweck, nämlich der Bevölkerung des MUnsterlandes hier an Ort und Stelle eine Stätte der Pflege wahren Volks- tums und wahrer Bauernkultur zu geben. Wir wissen, daß wir mit diesem Werk, wie überall, wo der Nationalsozialismus Volkstums- arbeit in Angriff nimmt, auf das Wertvollste zu
rückgreifen, was wir besitzen, nämlich das mit dem Boden verbundene Bauerntum. Der Führer selbst holt immer wieder die letzte Kraft für sein Schaffen aus dem Volke, mit dem er und die nationalsozialistisch« Bewegung stets in engster Verbindung standen und weiter stehen werden.
Der Nationalsozialismus grcist immer aus die lebendige Geschichte unseres Volkes zurück und zieht aus ihr die Kraft für sein Schaffen für die Zukunft Deutschlands. Was wir hier in drei Fahren aufgebaut haben, ist ein Teil des Gesamtwertes, das hier erstehen soll, ein Werk, das Vorbild sür unsere Bauern sein soll. Sie sollen hier einen Einblick in die Kultur unserer Vorfahren gewinnen und Stunden der Erbauung und Selbstbesinnung verbringen, und dann aus diesem Vorbild heraus selbst wieder zu bodenständigem, artbewußtem Bauen und Leben kommen. Zum Schluß rief der Gauleiter alle Münsterländer aus. mitzuarbeiten an der Vollendung dieses Werkes, bei dem es gleich sei, ob es in drei oder zehn
Jahren abgeschlossen sein werde. Nur für große Ziele könne man das Volk begeistern und die Jugend zum Kamps ausrufen. Das gelte auch hier bei diesem Werk, das den Einsatz wert sei. Dieses Werk ist ein Kamps für die Heimat. Der Gauleiter schloß seine Ansprache mit einem Treue- gelöbnis aus den Führer Adolf Hitler, das von den Teilnehmern der Kundgebung begeistert aufgenommen wurde.
Dann folgte die Besichtigung des Gutshofes Arkenstede, der jetzt als zweites Groß- gebäude einen lebendigen Eindruck von dem Gesamtwert vermittelt, und der einen großen Teil der Sammlungen des Heimatmuseums birgt. Im Anschluß hieran hörten die Teilnehmer des Festaktes die Uebertragung des Gemeinschafts- empfang.es eines Heimatabends aus dem Museumsdorf. Der Heimabend war gestaltet worden von Dr. Ottenjann, Dr. Castelle, Dr. Burwinkel und Volkstumskräften des mllnsterländischen Heimatvereins.
veMliniguntz oder neue Verzögerung?
Wiederaufnahme des englischen Kompromißvorschlages in kdens sragebogen
gsnsr vrabtbsricbt üsr „Lroinor Asitung") London, 26. Juli
>ie Verhandlungen des Londoner Nichtein- hungsausschusses sind in endlosen Erörterun- über die Reihenfolge der zu besprechenden gen steckengeblieben. Trotz der Einsetzung >s technischen Ausschusses hat sich die Aus- -che sehr bald vom Grundsätzlichen entfernt. Verhandlungen haben wiederum ihren toten rkt erreicht. ' Wie wir bereits mitteilten, rt England, um die Spanien-Gespräche wieder Fluß zu bekommen, eine Denkschrift, die ch Außenminister Eden als Vorsitzenden des üchusses unterbreitet werden soll. Spätestens heutigen Montag oder am Dienstag soll die ikschrift den Vertretern der Staaten in einer ung des Nichteimnkschungsausschusses zur intnis gebracht werden. ^ .
den hat die Absicht, es mit der Methode des aeboaens zu versuchen. 2n einem Fragebogen, 6 oder 7 Abschnitte umfaßt, werden die Vorige des Kompromißplanes wieder ausgenom- - Ob Eden Recht behalten wird, daß durch e Methode die Regierungen der in Frage wenden Staaten ein „klares 2a" oder ein :res Nein" zu den vorgelegten Fragen arischen werden, bleibt abzuwarten. Der Fragten wird den Regierungen eine Frist setzen nen der sie Stellung zu den einzelnen Kapiteln wen sollen. Es kann noch nicht gesagt werden.
die Regierunlgen auf die vorgelegten gen reagieren werden, ob nicht an rchen Stellen der Wunich bestehen d, die Fragen erst gründlich zu prüfen, so daß ueFri st Verschiebungen unter Umstän- notwendig sind. Die nächsten Tage werden
zeigen, ob Edens neuer Versuch, auf diese Weise eine Lösung der Spanienfrags von der diplomatischen Seite her zu erreichen, eine Beschleunigung oder eine weitere Verzögerung der Verhandlungen über diese Frage bringen wird.
Neuregelung der öeziehungen eonSon-Nom!
Der englische Fragebogen, so schreibt der Korrespondent weiter, stelle einen vernünftigen Ausweg aus den gegenwärtigen Meinungsverschiedenheiten über die Frage des Verfahrens dar. Selbst wenn einige Regierungen ausweichende Antworten geben würden, so wäre die Lage geklärt, da es sich dann nicht mehr um einen Streit über das Verfahren, sondern um Meinungsverschiedenheiten über die Hauptpunkte des englischen Planes handeln würde. Der Korrespondent will wissen, daß Deutschland und Italien infolge des Besuches von Lord Plymouth bei Ribbentrop in der nächsten Sitzung nicht die sofortige Beseitigung der Flotten- Patrouille verlangen würden. Was die Zurückziehung der italienischen Freiwilligen betreffe, so seien wenig Anzeichen vorhanden, daß Mussolini hierzu bereit sei. Wenn er sich weigere, dann halte man in London einen Zusammenbruch des Nichteinmischungsabkommens für unvermeidlich. Im englischen Fragebogen werde ausdrücklich erklärt, daß der britische Plan als Ganzes behandelt werden müsse und daß nicht der eine oder andere Teil abgelehnt werden könne Wie der Korrespondent dann weiter berichtet, Hai die englische Regierung wahrscheinlich die Absicht, den Italienern eine Neuregelungdqrrng»
lisch-italienischen Beziehungen in Aussicht zu stellen, wenn sie den englischen Nichteinmischungsplan annehmen. Falls der britische Plan erfolgreich wäre, könne die Zeit für weitere englisch-italienische Besprechungen gekommen sein, um festzustellen, ob die Verständigung zwischen England und Italien vom Januar 'd. I. nicht doch noch erfolgreich verwirklicht werden könnte. Die britische Regierung sei ehrlich bemüht, irgendwelche Verdächtigungen zu zerstreuen, daß ihr Auf- rüstungsprogramm nichtgegenJtalien gerichtet sei.
Nach Sem kntrüsiungssturm ...
(Eigonsr Orsbtdsricbt cksr „Lrewsr Leitung")
Paris, 26. Juli
Das Wochenende wurde in Paris ausgefüllt durch letzte Besprechungen mit Botschafter Lorbin vor seiner Rückkehr nach London. Ministerpräsident Chautemps und Außenminister Delbos haben sich über die Grundzüge des englischen Fragebogens unterrichten lassen, die in Pariser diplomatischen Kreisen dahin gekennzeichnet werden, daß man von den Verfahrensfragen endlich wieder auf die Materialprobleme zurückkommen will. Im übrigen ist nach der heftigen „Entrüstung" gegenüber Deutschland in den letzten Tagen gegenwärtig ein wohl aus Erschöpfung zu erklärendes Stillschweigen in der Pariser Oeffentlichkeit in bezug auf alle inanischen Probleme festzustellen, das dem Wunich zu entspringen scheint, zunächst erst wieder eine gewisse taktische Uebereinstimmung mitE n a- land zu erreichen.
Irak kämpft
für ein ungeteiltes Palästina
(Von unserm Vertreter in Lsgäack)
Die Riesendemonstrationen im Irak und besonders der irakischen Hauptstadt Bagdad, die in der zweiten Julihälfte als Protest gegen die von der englischen Mandats-Kommission vorgeschlagene Teilung Palästinas fast 60 066 Menschen auf die Beine brachten, zeigen mit unverkennbarer Deutlichkeit, daß die panarabische Frage nicht nur gedankliches Gut einiger arabischer Politiker ist, sondern auch tief in der Seele der arabischen Volksmassen verankert ist. Bei den Kundgebungen im Irak, das vorwiegend von arabischer Bevölkerung bewohnt ist, handelt es sich auch nicht um von langer Hand vorbereitete künstliche Demonstrationen, sondern um den spontanen Gefühlsausbruch des in der Seele verletzten Mohammedaners und beleidigten Arabers. Stundenlang zogen die erregten Menschenmassen durch die Straßen Bagdads und führten in ihrem Zuge neben den Fahnen des Propheten Transparente mit, die in flammenden Worten ein ungeteiltes Palästina für die Araber fordern. Andere Plakats wiederum griffen in scharfe» Worten den englischen Teilungsvorschlag an. Auch anti- jirdische Aufschriften wurden äußerst stark, auf weißen Plakaten, die mit arabischen Flaggen geschmückt waren, im Zuge mitgefühlt. Die Demonstrationen bekamen neben ihrem politischen auch religiösen Charakter, und zwar dadurch, daß man zu Beginn der Umzüge einen Gottesdienst in der Haidarkhana-Moschee veranstaltete, in der über Z0V0 Muselmanen in heißen Gebeten Allah anriefen und auch seine Hilfe erflehten, das geheiligte Mutterland der Araber nicht den Juden zu überantworten.
Es ist unabweisbar, daß die irakische Regierung und das irakische Volk die Führung in dem Kampf: „Ein ungeteiltes Palästina den Arabern" übernommen haben. Daß die Führung des Iraks in der Palästina-Frage von den übrigen arabischen Staaten anerkannt wird, beweisen täglich die bei der Regierung in Bagdad und bei König Ghazi eintreffenden Telegramme der Herrscher und Regierungen der arabischen Staaten: Saud- Arabien, Pemen, Iran (Persien), Aegypten sowie des Scheits von Kuweit (noch unter englischem Protektorats und syrischer Staatsmänner. Nicht nur die Oberhäupter dieser Länder, sondern auch die an Zahl so reichen arabischen Organisationen aus diesen Staaten wenden sich ebenfalls an die Regierung und den König mit der dringenden Aufforderung, alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um nicht nur die vorgeschlagene Teilung Palästinas zu verhindern, sondern auch mit allen verfügbaren Mitteln dafür einzutreten, daß Palästina, vereint mit Transjordanien, als selbständiger Staat den Arabern zugesprochen wird. Jtaks Regierung ist dem Appell der arabischen Völker gefolgt. Wie weit sie nun in der Lage sein wird, die Wünsche der Araber gegen den englischen Kommissionsvorschlag durchzusetzen, bleibt abzuwarten. Die beabsichtigten Maßnahmen sind noch unbekannt. Zurzeit sondiert man noch die Lage und die Machtstellungen der einzelnen Fürsten und wie weit man mit ihnen rechnen kann. Unabläßlich spielt der Draht zwischen Bagdad und den Regierungssitzen der an der Frage beteiligten arabischen Länder.
Die Haltung der arabischen Herrscher und ihre Stellungnahme zur Teilungsfrage wird in Bagdad genauesten? registriert. Fast alle treten voll und ganz für die Ablehnung des englischen Vorschlages ein. König Jbn Saud von Saud-Arabien hat zwar vorerst eine diplomatische Antwort erteilt, aber trotzdem ist man in Bagdad davon überzeugt, daß Jbn Saud im entscheidenden Moment auf der Seite der Araber zu finden ist. Der einzig unsichere Fürst ist vorläufig noch der Emir Abdullah, der Herrscher von Transjordanien, der als besonders Interessierter auch eine besondere Rolle spielt. Durch die von England vorgeschlagene Teilung Palästinas sollen ihm beträchtliche Gebietsteile zufallen, und würden somit unerwartet seinen Machtbereich erweitern, und ferner winkt ihm mit englischer Unterstützung die Königs- wllrde, falls die Teilung Palästinas durchgeführt wird.
Gebietszuwachs und Königswllrde sind die Gründe, die den Emir Abdullah vorläufig noch mit dem englischen Vorschlag sympathisieren lassen. Führende irakische Politiker versuchen nun, einen Druck auf den Emir auszuüben und sandten ihm ein Telegramm, von dem man weiß, daß es mit Wissen der irakischen Regierung geschickt wurde, mit der dringlichen Aufforderung, klar und deutlich der irakischen Regierung seine Stellungnahme bekanntzugeben, und ferner, ob er beabsichtige und gewillt sei, den Thron des neu zu errichtenden arabischen Staates, nach englischem Vorschlag, als König zu besteigen, selbst dann, wenn der neue Staat