Ausgabe 
(24.7.1937) Nr. 200
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblan ves Senats der Lreien Hansestadt Vremev

Postscheck: Hamburg 17272. BetriebsWnaen be^ »ahlbar.

RL.-8auv°rl°g Weser-Ems G. m. b. H.. lßreme^

Nr. 2W/?. Jahrgang

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Bremen

Sonnabend, 24. Juli 195?

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 3^, die 7st-mm-Zeile im Textteil 75 Ermäßigte Grundpreise <sür kleine Familien-Anzcigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste k (NachlMtassel 0>. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. -prechz-it: Verlag werktäglich 12 -13 Uhr; Schristleitung Diensta g und Freitag 12>b - 1W Uhr.

kinzelpreis 15 kpf.

weWeuergesetz für die Mliitdienstpslitlitigen

Unser lagesspregsl

Französische Flieger schulen ihre rotspanischen Kollegen".

Seine-Fluhschiffer streiken gegen die 49-Stun- Len-Woche.

Aus der Oxsorder Kirchenkonferenz kam es zu einer politischen Entgleisung gegenüber Deutschland.

Ein Wehrsteuergesetz für Nichtdienstpflichtige wurde beschlossen.

In Eegenwart des Führers wurden die Bapreuther Festspiele feierlich eröffnet. Deutschland hat mit Guatemala ein neues Handelsabkommen getroffen.

Bei den Erohreedereien Lloyd und Hapag haben sich die Vetrievsergebnisse im ersten Halbjahr erheblich verbessert.

Sieg. Bürgermeister Vöhmcker befindet sich aus dem Wege nach Paris.

Der neue groheFlugbahnhof Bremen" wurde in Betrieb genommen.

Ne Rattenbekämpfungsaktion zeitigte grohe Srsolge.

.....

der sülirer In Vagreulh

Festliche Eröffnung der Vühnensestspiele Bayreuth, 24. Juli

Nach den erhebenden Tagen des Festes der deutschen Kunst in München legt ein neues Ereig­nis Zeugnis ab von der Eröhe des deutschen Kunstschaffens und Kunftlebens: in Anwesenheit des Führers haben am Freitag in Bayreuth die diesjährigen Bühnenfcstspiele mit der Aufführung desParsifal" ihren glanzvollen Anfang ge­nommen.

Mit dein Führer an der Spitze ist eine. grohe Wagner-Gemeinde aus dem Reich in Bayreuth. eingetroffen,- die alljährlich an der würdigen' Kunststätte auf dem Festspielhügel in den unsterb­lichen Werken des großen deutschen Meisters Be­glückung und künstlerisches Erleben findet. 21 Aufführungen sind im Rahmen der diesjähri­gen Vühnenfestspiele vorgesehen. Wieder hat sich .unter der Oberleitung von Frau Winifred Wagner, der Hüterin des Wagner-Erbes, das bewährte Dreigestirn det vorjährigen Festspiele zusammengefunden: Generalintendant Staatsrat Heinz T i e tj en, der für die Eesamtinszenierung verantwortlich ist und zugleich sämtlicheLohen- grin"-Aufführungen dirigiert; Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler, der überragende Dirigent der.Parsifal- undRing"-Aufführun- gen, und Professor Emil Preetorius, der Leiter des gesamten Bayreuther Ausstattungs­wesens, zu dem sich in diesem Jahre als Bühnen­bildner für die Neuinszenierung desParsifal" Wisland Wagner, der Enkel des Altmeisters, gesellte.

Den freudigen Auftakt für die Aufführung bil­dete die Fahrt des Führers vom Hause Wahn- stied zum Festspielhügel vor den Toren der Stadt. Hu beiden Seiten der Straße hatten sich zu vielen lausenden die Einwohner Bayreuths und der bayrischen Ostmark versammelt, um den. Führer mit jubelnden Heilrufen begeistert zu grüßen. Am Fiirstenportal des Festspielhauses hieß die Herrin des Hauses und Hüterin des Wagner-Erbes, Frau Winifred Wagner, den Führer willkommen. In sichtlicher Spannung hatte die versammelte Kunst­gemeinde, die das Festspielhaus bis auf den letz­ten Platz füllte, das Eintreffen des Führers er­wartet. Als der Führer seine Loge betrat, grüß­ten ihn die Anwesenden mit erhobener Rechten. Nebe» dem Führer nahmen in der Loge Frau Winifred Wagner mit Fräulein Verona Wagner und Reichsminister Dr. Goebbels Platz. Dann Wua Richard Wagners weihevolles WerkPar- mal die versammelte Kunstgemeinde in seinen Bann.

keg. vurgermeister vöhmcker in Paris

Wie wir erfahren, hat der Regierende Vürger- meister SA.-Eruppenfllhrer Vöhmcker, gestern abend die Reise nach Paris angetreten, um an Besuch der Deutsch-Französischen !?asellschast in den Hansestädten, über den wir in der gestrigen Ausgabe bereits berichteten, teilzunehmen.

freiwillige für die Luftwaffe

Berlin, 24. Juli.

Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt: .1. Es steht nur noch kurze Zeit zur Verfügung n die Annahme von Freiwilligen. Den Bewer­tn wird dringend angeraten, sich sofort bei ^r Fliegerersatzabteilung, einer Luftnachrich- -nersatzabteilung oder einer Luftnachrichtenab- hlung schriftlich zu melden. Die Anschriften ur genannte Dienststellen sind bei jedem Wehr- azirkskommando und jedem Wehrmeldeamt zu llahren. DasMerkblatt für den Eintritt, als kreiwilliger in die Luftwaffe" wird ebenfalls am den genannten Stellen ausgegeben.

2. Einstellunqsgesuche bei anderen imlltarifchen stenststsllen sind' zw« ck l o s. Sie verzögern nur ^Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers, b. Bei der Flakartillerie und beim Regiment heneral Eöring werden im Frühjahr 1938 ^)iie Freiwilligen eingestellt.

4- Der Zeitpunkt für die Meldung Fre'- iülligen für die von Herbsteinstellungen 1938 bei. der Fliegertruppe, der Flakartillerie, der ^ustnachrichtentruppe und dem Regiment Gene- sal Cöring wird noch durch Presse und Rund- iank bekanntgegeben.

Vor 1914 erbarme find webrfteuerstel

öerechler flusgleich

Berlin, 24. Juli

Am 20. Juli ist ein Wehrsteuergesetz (REVl.I S. 821) erlassen worden. Der Begriff der allge­meinen Wehrpflicht gebietet danach, diejenigen deutschen Staatsangehörigen, die nicht zur Erfül­lung der zweijährigen aktiven Dienstpflicht einberufen werden, mit einer besonderen Steuer zu belegen.

Die Volksgenossen, die zum aktiven Wehrdienst einberufen werden, müssen ihre Berufsaus­bildung unterbrechen oder, wenn sie die Berufsausbildung schon vollendet haben, ihre Stellung im bürgerlichen Beruf aufgeben. Die­jenigen, die nicht aktiv dienen, können ihre Berufsausbildung ohne Unterbrechung vollenden. Sie können früher als diejenigen, die aktiv dienen, ihren erlernten Beruf ausüben oder sich sonst im bürgerlichen Erwerbsleben betätigen. Zum Ausgleich hierfür wird die Wehrsteuer durch das. Wehrsteuergesetz eingeführt. Nach diesem Gesetz haben die nicht zum zweijährigen aktiven Wehrdienst eingezogenen männlichen Deutschen mit Ausnahme der im Ausland lebenden Deut­schen eine besondere Steuer (Wehr­st e u e r) zu entrichten. Befreit von der Wehr- steuer sind nur die Männer, die bei der Erfüllung der Arbeitsdienstpflicht oder der zweijährigen aktiven Dienstpflicht für den Wehrdienst untaug­lich geworden sind.

Kerne Wehrsteuer haben die Steuerpflichtigen zu entrichten, die ein Einkommen von weniger als 224 Reichsmark jährlich oder einen Arbeits­lohn von weniger als 52 Reichsmark monatlich bezogen haben.

Die Wehrsteuer erfaßt mit Wirkung vom 1. September erstmalig die Angehörigen der Jahr­gänge 1914, 1915 und 1918, wenn über ihre Nicht- heranziehung zur aktiven Dienstpflicht bereits eine endgültige Entscheidung vorliegt. Männer, die vor dem 1. Januar 1914 geboren sind, sind nicht wehrsteuerpflichtig. Die Steuerpslicht endet am Schluß des Kalenderjahres, in dem der Steuer­pflichtige das 45. Lebensjahr vollendet hat. Die Wehrsteuer wird beim Arbeitslohn durch Steuerabzug erhoben, im übrigen ver­anlagt, Die Wehrsteuer wird nach dem Ein­kommen bemessen. Der Begriff des Ein­kommens im Sinn des Wehrsteuergesetzes stimmt mit demjenigen des Einkommensteuergesetzes überein.

Die Wehrsteucr beträgt in den ersten zwei Jahren nach Beginn der Wehrsteuerpslicht (ent­sprechend den zwei Jahren, in denen der Jahr­gang des Steuerpflichtigen die zweijährige aktive Dienstpflicht erfüllt) 5» v. H. der Einkommensteuer (nicht des Einkommens, sondern nur der Einkom­mensteuer, die auf das Einkommen entfällt), in den folgende» Jahren bis zur Beendigung der Wehr- steuerpflicht K v. H. der Einkommensteuer, die für dasselbe Kalenderjahr erhoben wird. Da diese

Tarifbestimmungen bei Personen nicht ausreichen, die keine oder nur eine sehr geringe Einkommen­steuer zu entrichten haben, ist eine Mindeststeuer vorgesehen. Diese beträgt:

1. soweit die Wehrsteuer durch Abzug vom Ar­beitslohn erhoben wird, tzn den ersten zwei Ka­lenderjahren nach Beginn der Wehrsteuerpslicht 4 v. H. des Arbeitslohnes, in den folgenden Kalenderjahren 5 v. T. des Arbeitslohnes;

2. wenn die Wehrsteuer veranlagt wird, in den ersten zwei Kalenderjahren nach Beginn der Wehr- steucrpslicht 5 v. H. des Einkommens, in den fol­genden Kalenderjahren K v. T. des Einkommens.

Die Wehrpflicht des Deutschen ist zwar eine Ehrenpflicht, die nicht durch Geld abgestattet werden kann, aber wenn junge deutsche Volksgenossen aus irgendwelchen Gründen daran verhindert sind, selbst aktiven Wehr­dienst zu leisten, so muß es ihnen eine Ge­nugtuung sein, auf andere Weise wenigstens einen schwachen Ersatz für das leisten zu können, was ihre jungen Kameraden in der Wehrmacht für die Nation einsetzen. Denn auch vom rein wirtschaftlichen Standpunkt aus ist dieser Ausgleich notwendig geworden. Die Erträge der neuen Steuer werden selbst­verständlich der deutschen Wehrhaftmachung zugute kommen.

Politischer Seitensprung ver kirchenkonferenz

Unverständliche Kontroll-und kinmisthungsversucke in Word

Berlin, 24. Juli.

Die Weltkirchenkonferenz in Oxford hat eine Botschaft an die Deutsche Evangelische Kirche be­schlossen, zu deren Einsührüng der Lord- bischof von Chichester das Wort ergriff. Er hob zunächst die furchtbare Lage der Kirche in Rußland hervor. Bei seinen Darlegungen über die Abwesenheit der Delegation der Deutschen Evangelischen Kirche gedachte er des Heimganges des Reichsgerichtspräsidenten Dr. Simons und des Eeneralsuperintendenten Dr. Zoeller. Er be­tonte die Tatsache, daß Dr. Simons im Kampf gegen Versailles gestanden habe; er machte auf die Unterlassungssünden gegenüber den Nöten Deutschlands aufmerksam und wies auf die wert­vollen Bestrebungen hin. die das deutsche Volk während der vergangenen vier Jahre unternom­men, und auf die Hingabe, mit der es an der Neuordnung seines Lebens arbeite. Der Lord­bischof sprach den dringenden Wunsch aus. daß der Kirchenkonflikt beendet werde und forderte eine Verkündigung in voller Freiheit. Diese Bot­schaft solle lediglich kirchlichen Charakter tragen. In der Erklärung wird die Abwesenheit der De­legation der Deutschen Evangelischen Kirche be­dauert und auf die angeblichen Schwierig­keiten der Kirche bei ihrer Verkündigung (!) hingewiesen. Es wird dabei auch der römisch- katholischen Kirche gedacht und der Hin­dernisse. die angeblich der christlichen Jugend­erziehung entgegenstünden (!). Die Botschaft schließt mit einem Gelöbnis der Glaubensoer- bundenheit. Es wurde beschlossen, diese Botschaft der Deutschen Evangelischen Kirche durch eine Delegation zu überbringen und über die Fort­

schritte der Oxsorder Konferenz Bericht zu er­statten.

Während es eine Zeitlang schien, als ob man in Oxford größere Schärfe gegenüber Deutschland vermeiden würde, haben, sich nun doch in den vorliegenden Resolutionen Tendenzen bemerkbar gemacht, die eine deutliche Spitze gegenüber dem deutschen Reich enthalten. Dem Be­schluß. eine Delegation nach Deutschland zu ent­senden. stehen wir gelassen gegenüber und ent­halten uns vorerst einer Stellungnahme, da noch nicht ersichtlich ist, wie die Kommission ausgewählt wird und welche fest umrissenen Aufgaben sie erhält. Allerdings ist uns das Auftreten und das System der internationalen Kontrollen aus der politischen Vergangenheit so deutlich in Erinne­rung. daß wir ein derartiges Unternehmen sehr skeptisch beurteilen.

Ueberaus merkwürdig berührt auch der in Ox­ford gefaßte Plan. einen ..Weltrat der Kirchen" zu schaffen, der alle fünf Jahrs zusammentreten soll. Wird diesem Rat etwa die Aufgabe eines kirchlichen Völkerbundes zuteil werden, in dem die anglikanische und die ameri­kanische Gruppe dominieren? Soll hier das alte Spiel, das uns von Genf her bekannt ist. wieder­holt werden? Das würde ein eindeutiges Ein­dringen der politischen Sphäre in die Angelegen­heiten der Kirche bedeuten. Damit wäre nur aus dem ökumenischen Gedanken einer geistigen Füh­lungnahme zwangsläufig eine organisatorische Angelegenheit geworden, ein internationaler kirchenpolitischer Apparat, der sich nur zum Schaden der einzelnen Kirchen aus-

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wirken kann. Hat man so wenig aus der unfrucht­baren politischen Arbeit des Genfer Völkerbundes gelernt, daß man ihnfauf kirchlichem Gebiet nach­zuahmen versucht?

Es steht z» erwarten, daß sich alle kirchlichen Kreise in Deutschland diesem merkwürdigen Treiben fernhalten. Die Kirche des Landes Luthers kann unmöglich die Rolle einer Sektion einer internationalen Kirche spielen, die ihre Befehle von einer auswärtigen Stelle entgegen­nimmt.

Ebensowenig kann man Verständnis für das in der Entschließung zum Ausdruck kommende Liebäugeln mit dem politischen Ka­tholizismus aufbringen. Man glaubt in diesen Kreisen, die Totalität des modernen Staa- tes. bekämpfen zu müssen, ist aber andererseits entschlossen, sich dem Totalitätsanspruch des poli­tischen Katholizismus stillschweigend zu fügen.

Schars zurückgewiesen werden muß aber, daß im Zusammenhang mit einer Botschaft an die Deutsche Evangelische Kirche von der kirchlichen Lage in Sowjetrußland die Rede ist. Wo sind in Deutschland Kirchen zerstört und Geistliche er­mordet worden, wie das in taufenden Fällen in Sowjetrußland geschah? Wenn der Staat sich allerdings dagegen wehrt, daß die Gottesdienste zu politischen Hetzreden mißbraucht werden, so ist er sich bewußt, damit die wahren Interessen der Kirchen im Sinne einer reineren Religiosität zu vertreten.

Die Erklärung zugunsten der sogenannten Be­kenntnisfront wirkt somit nicht nur als eine Sympathieerklärung für eine einzelne kir- chenpolitische Gruppe, sondern stellt auch eins tendenziöse und unwahrhaftige Verzerrung der Tatsachen dar. Dabei muß betont werden, daß die vom Lordbischof erwähnten Dr. Simons und Dr. Zoeller dieser Gruppe nicht angehörten.

Bei der Abfassung der vorliegenden Resolutio­nen haben sich die Kirchenvertreter in Oxford (ehr weit von der Aufgabe ihrer Kirchen ent­fernt. Die Beschlüsse von Oxford haben den Ge­danken einer ökumenischen Zusammenarbeit schwer geschädigt Daran kann auch die Tatsache nichts andern, daß sie auch in manchen Punkten z B. in der Würdigung der Aufbauarbeit des deutschen Volkes, ein leider unvollkommenes Be­mühen um das Verständnis für die Laue Deutschlands erkennen lassen.

Protest der deutschen Freikirche

London, 21. Jul!

Die Vertreter der deutschen Freikirchen auf ! Weltkirchenkonserenz haben eine Erklärung den Geichastsausschuß abgegeben, in der es'u. heißt: Die evangelischen Freikirchen in Deuts

land sind dankbar für die uneingeschränkte Fr M. dbr Verkündung des Evangeliums v Christo und für die Gelegenheit, die sie Deutzchland haben, ihren Dienst in Evange sation, Seelsorge, sozialer Fürsorge und k meindeausbau tun zu können. Dem in der De scheu Evangelischen Kirche ausgebrochenen K chenstreit gegenüber haben sich die evangelisch Freikirchen von Anfang an neutral verhalt Sie leiden aber selbstverständlich innerlich r unter den Folgen des Konflikts. Wir sind r der großen Hoffnung nach Oxford gekommen, k die Weltkirchenkonferenz ein Wort der Hil finden werde und in der Welt Verständnis s die Eesamtlage in Deutschland wecken und d Weg zu dem langersehnten Frieden bahnen wer

(Fortsetzung auf Seite 2)

Ss>. Im vlenste derwchrkrast

Zu den Vorbereitungen der Reichswettkämpss

Seit einigen Wochen bereits steht nun die ganze SA. in der Vorbereitung und Durchfüh­rung sportlicher Wettkämpfs, die in ihrer Gesamtheit einen Aufriß geben von den auf diesem Gebiet vorhandenen Kräften und noch zu erwartenden Leistungen der SA. bei den großen Veranstaltungen in Berlin und anläßlich des kommenden Reichsparteitages. Sehr vielfäl­tig sind diese Leistungen, und es ist mit Freuds festzustellen, daß in den einzelnen SA.-Gruppen eine Steigerung des Einsatzes und Erfolges zu verzeichnen ist, die mit Spannung die Kampf­spiele als ein Eesamttreffen aller hier vorhan­denen Kräfte erwarten läßt.

Es ist gewiß manches neuartig und über­raschend, was an jedem Wochenende bei den Sportwsttkämpfen der einzelnen SA.-Gruppen immer wieder gezeigt wird. Neuartig vor allem in der Vielseitigkeit der Uebungen, die einen deutlichen Ueberblick über die von der SA. geförderte und getragene körperliche Durch­bildung geben. Ob sich diese Ausbildung nun auf die Marschkolonnen und ihren eigentlichen Wehr­sport bezieht oder die Uebungen der Sonder­heiten, der SA.-Pioniere, der Marine-SA. oder der Reiter- und Nachrichteneinheiten: Sinn und Ziel dieses Einsatzes ist immer dis große Auf­gabe, das deutsche Mannestumauf d'e r Höhe feiner Leistungsfähigkeit zu halten und den Geist der Mannschaft zu erproben und hochzuhalten.

Und darin liegt der letzte Sinn der von der SA.' getragenen Arbeitz an der Erziehung der deutschen Jugend: sie soll diese Jugend dem' Volke bis ins hohe Alter hinein erhalten und ihm eine Wendigkeit und Bereitschaft, verleihen, die durch keine Ueberraschung beeindruckt wer-. den können. Dieser Geist der Bereitschaft und seine Sicherung durch den Dienst in dsr SA. aber münden in der einen großen Eigenschaft, dis Merkmal und Ehre . zugleich eines freien Volkes ist in der W eh r h a f ti g k eit, der Hoheit über die eigenen geistigen und materiellen Waf­fen völkischer Selbstverteidigung.

Bei den Kampfspielen in Stuttgart, bewies der Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall von' Vlomberg, durch seine Teilnahme sein Inter­esse für dieses Gebiet der außerhalb der Wehr­macht geförderten Leibeserziehung auf der Grund­lage der wehrhaften Ertüchtigung des Volkes. Er fand dabei Gelegenheit, die Vielfalt der be­triebenen Uebungen, wie sie sich auf dem Rasen, der Aschenbahn, auf der Straße oder dem Wasser abspielten, aus eigenem Augenschein kennenzu­lernen. Gleichzeitig konnte dis SA. in der An­wesenheit des Reichskriegsministers die Bedeu­tung erkennen, die ihr Kampf- und Wehr­sport als wesentlicher Faktor für die Einsatzbereitschaft im wehrfähigen Teil unseres Volkes gewonnen hat und noch ge­winnen wird.

Erinnern wir uns: noch ehe die Wehrfreiheit nach außen hin durch den Führer erklärt wurde, hat die SA. den Geist, der ihre Grundlage bildet, durch die Tat vertreten, einen Geist, wie er auch im SA.-Sportabzeichen Ausdruck fand. Dieses Abzeichen ist auf breitester Grundlage und in umfassender Weise «in wahrer Prüfstein für das Wehrbewutztsein und die Fähigkeit dsr Selbst­behauptung in der ganzen Volksgemeinschaft ge­worden. Auch hier wird die klare Linie fortgesetzt, auf der die SA. das politische Soldatentum ver­tritt, das die wehrsportliche und weltanschauliche Durchbildung und Aktivität in harmonischer Weise zum Bild des neuen deutschen Menschen vereinigt.

Mit der Millionenzahl der schon vergebenen Sportabzeichen der SA. ist in der Nation eine Summe von wehrsportlichen Kräf­ten aufgespeichert, die nur durch immer wieder­holte Sichtung und Ileberprüfung wachgehalten werden können. Die jährliche Durchführung von, Wiederholungsüüungeii, die mit dem Besitz des Abzeichens nach der Bestimmung des Führers ver­bunden ist, schafft diese Sichtung auf der breiten Grundlage des ganzen Volkes. Für die SA. selbst aber im besonderen sind die Wehrwettkämpfe und Kampfspiele Mittel und Wege zu erhöhter Uebung und Schulung im Sinne einer Steige­rung der Wehrbereitschaft unter den Freiwilli­gen, die in den Reihen der nationalsozialistischen Formationen marschieren. Und dieser Aufgaben dienen die Wettkämpfe in allen Einheiten der SA., vom SA.-Sturm bis zur SA.-Gruppe und schließlich in der gesamten SA., wenn sie sich am 13. August zu einer riesigen Heerschau und einem gewaltigen Fllhrerappell auf dem Reichssportfeld zusammenfinden wird.

Dort, wie Lei allen anderen Veranstaltungen dieser Art, vertritt sie mit dem ihr eigenen Kampfsport die Grundlage aller wehrhaften Gesinnung, das Vermögen, aus dem Körper das größtmögliche Maß von Leistung herauszuholen und ihn in der Ausdauer zu üben. So schafft die SA. im Dienst ohne Waffe mit am Dienst für die Waffe, indem sie im Manne die Kraft und den Willen für den Dienst an Volk und Nation aufrechterhalten. (Siehe Sportteil.)