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parttiamtliclie Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Bremen
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Nr. 1SS / 7. Jahrgang
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblan des Senats der Zreien kjansestadt Bremen
Das amtliche Derkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und vremen
Anzeigen-Grundprcise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 eH/, die 7I)-mm-Zeile im Tsxttsil 75 Ermäßigte Grundpreise (siir kleine Familien-An,eigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste k (Nnchlnßstasiel 6,, Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 1k Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12- 13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12>L - 13X- Uhr.
sreitag, 25. Juli 1SZ7
kinzelpreis 15 Npf.
Moskau bereitet flnWag auf Portugal vor
Unser lagssspiegel
Die chinesischen und japanischen Trappen sind in reibungslosem Abzug aus der Peipinger Kampfzone begriffen.
Nach Aussagen eines gefangenen Piloten beenden sich 15V sowjetrussische Flugzeuge aus seilen der spanischen Roten.
Der amerikanische Untersuchungs-Ausschutz gibt die mutmaßliche Ursache des „Hinden- burg"-Ungliicks bekannt.
Senator Bernhard, Bremen, ist in Paris eingetroffen.
Ein Zoppoter Zentrums - Stadtverordneter wurde wegen Sabotage einer Fnhrerehrung in Schutzhaft genommen.
Eine Verordnung des Führers regelt die Auszeichnung bei Rettung von Menschen aus Lebensgefahr.
Ein katholischer Priester äußerte sich in Koblenz scharf gegen den Klostersumps Der Fünfmastschoner „Werner Pinnen" wurde zu einem Motorfrachtschiss umgebaut. Zum 2. Gebietsausmarsch der HJ. erfährt die Pauliner Marsch eine besondere Ausschmückung.
Das Bremer Staatstheater wird mit einer neuen Drehbühne ausgestattet.
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400 Killerjungen beim sührer
(Digerier Orabtibsrlclit: cksr „Lrswsr 2situng") g. Stuttgart, 23. Juki.
Bei einem Ausmarsch der 400 Stuttgarter Hitlerjungen, die zur Zeit ein Ferienlager am Königssee bezogen haben, .fuhr plötzlich der Wagen des Führers an der Kolonne vorbei. Groß war die Freude, als Adolf Hitler seinen Wagen halten ließ, die Meldung des Eefolgschaftsführers entgegennahm und sich dann mit den Jungens unterhielt. Abends traf dann im Lager die Meldung vom Obersalzberg ein, daß der Führer am anderen Tag die gesamte Lagerbeleg- . schaftempfangen wolle. Dieser Besuch wurde M den 400 Stuttgarter Jungen zum einmaligen unvergeßlichen Erlebnis. Adolf Hitler schritt ihre Reihen ab, sprach mit den einzelnen und ließ sich zusammen mit der ganzen Gruppe fotografieren. Zum Schluß spendete der Führer 2000 Mark für die Lagerkasse.
Sabotage der sükrerekrung
Alldeutsche Haltung
: Zoppoter Zentrumsabgeordneter
Zoppot, 23. Juli
In der Zoppoter Stadtverordnetensitzung hatte sich der Oberbürgermeister veranlaßt gesehen, der Zentrumsopposition eine völlige Teilnahms- - lost gleit und Gehässigkeit vorzuwerfen. Er schloß seine Ausführungen und damit die Sitzung mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Während der Stadtverordnete Eroth bereits vorher den Saal verlassen hatte, machten die beiden anderen Zentrumsstadtverordneten Weiß und Liedtke keine Anstalten, sich wie alle anderen im Saal Anwesenden bei der Führerehrung von den Plätzen zu erheben. Auf die entrüsteten Zurufe sowohl der übrigen Stadtverordneten als auch der Zuhörer zogen sie es jedoch vor, ebenfalls den Saal zu verlassen. Die beiden Stadtverordneten wurden darauf vom Vorsteher von der Teilnahme an den nächsten drei Sitzungen ausgeschlossen. Nur durch die Besonnenheit und Disziplin der nationalsozialistischen Stadtverordneten wurde ein größerer Tumult vermieden. Die undeutsche Haltung der Zen- trumsleute führte zu solcher Empörung der Bevölkerung, daß der Zentrumsstadtverordnete Liedtkein Schutzhaft genommen werden mußte.
Werkfest im walShof karinkall
Berlin, 23. Juli.
: Aus Anlaß der Schlüsselübergabe für den Waid- Hof Karinhall, der in den Sommermonaten Dienst- sitz des Ministerpräsidenten Generaloberst Eöring und seiner nächsten Mitarbeiter ist, gab Ministerpräsident Eöring allen Arbeitern und Handwerkern die bei der Errichtung des Hauses tätig : waren, ein Werkfest. Der Ministerpräsident war damit bewußt von der Sitte der bisher üblichen Richtfeste — an denen immer nur die Maurerund Zimmerleute teilnahmen — abgewichen. Es iollte jeder, der am Werk initgeschafft hat, auch an der Feier teilnehmen, bei der der Ministerpräsident allen Beteiligten für ihre Arbeit seinen besonderen Dank aussprach.
Senator vernkard in Paris
Paris, 23. Juni.
Eine größere Gruppe der Deutsch-französischen Gesellschaft in den Hansestädten, darunter der Negierende Bürgermeister der Freien Hansestadt Hamburg, Krogmann, sowie Senator B er n- Hard-Vremen und Senator Richter-Hamburg rst unter Führung ihres Vorsitzenden. Landesgruppenleiter Frankreich der NSDAP., Schleier, Zu einem mehrtägigen Besuch in Paris eingetroffen. Die norddeutschen Gäste wurden am Bahnhof von Vertretern der Botschaft, der französischen Frontkämpferverbände, insbesondere von der Union Föderale und der Union Nationale, seiner von dem stellvertretenden Ortsgruppen- . letter der NSDAP. und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Lomitö France-Allemagne emp- lrngetz.
belielmbeWuß der Komintern
Sanze Schiffsladungen voll Waffen
(Digerier Orsbtbsricbt cksr „Drsmer 2sitmng") 7. Brüssel, 23. Juli.
Die flämische Tageszeitung „de Nicuve Staat" veröffentlicht aufschlußreiche Enthüllungen über die Umtriebe der Komintern in Portugal mit dem Ziel, dort die Revolution zu entfesseln, um so einen neuen Platz im Kampf um Spanien zu gewinnen. Das politische Sekretariat der Dritten Internationale habe sich noch vor wenigen Tagen in einer Eeheimfitzung mit der Frage eines revolutionären Anschlags auf Portugal beschäftigt. Die Berichterstattung sei durch die portugiesischen Kommunistenfiihrer Kayros und Carlos da Faria, die Vertreter der portugiesischen Abteilung der iberischen Sektion der Komintern erfolgt.
Die Konferenz sei zu folgenden Beschlüssen gelangt: 1. Zum Ehef der Komintern von Portugal wurde Peter Roze ernannt. Roze hat
längere Zeit in Spanisch- und Französisch- Marokko geweilt, war dann in Paris und begab sich Mitte Juni auftragsgemäß im Flugzeug nach Sowjetspanien. Zu seiner Verfügung standen zwei Flugzeuge, von denen das eine von dem Sowjetrussen Wassili) Erouchko, in dessen Besitz sich ein auf den Namen Stanislaus Maretzky lautender polnischer Paß befindet, gesteuert wurde. 2. An die iberische Abteilung der Komintern soll unverzüglich ein Betrag von 2 5 Millionen Pesetas gezahlt werden. 3. Die portugiesische kommunistische Partei erhält 5 neue Instrukteure: Karl Hepkins
(Leite), Andre Vasoff (bulgarischer Terrorist), Wilhelm Eoslauer, Francois Mitlaut und Eduard Richardson. 4. Das Büro der Kommunistischen, Internationale in Amsterdam wurde beauftragt, drei Schiffsladungen Waffen und Munition anzukaufen, die auf Abruf unverzüglich nach Portugal abgehen sollen. Die Waffen sollen in Rotterdam und Antwerpen verladen werden. Die Versicherung der Ladungen übernimmt das Waffeneinkaufsbüro der Komintern in Antwerpen, das unter der Leitung von Karl Steinhauer, Wassili) Jougoff und Mozes Stukau (!)
steht. 5. Die spanische kommunistische Partei wurde beauftragt, alle in Spanien kämpfenden portugiesischen Kommunisten, auch die in den Reihen der Internationalen Brigade befindlichen, zu Spezialabteilungen zusammenzustellen. Auf diese Weise sollen zwei Regimenter gebildet werden, die zum Eingreifen in Portugal bereitstehen sollen.
Diese in der Tat sensationellen Enthüllungen stehen zweifellos in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Attentat, das erst kürzlich auf den portugiesischen Ministerpräsidenten Salazar verübt wurde und wodurch der schlüssige Beweis geliefert wird, daß Moskau einen neuen Anschlagsversuch auf Portugal vorbereitet hat. Die im Zusammenhang mit dem Attentatsversuch auf Salazar vorgenommenen Verhaftungen und das dabei zutage geförderte Material haben die portugiesischen Behörden einer weitverzweigten Verschwörerorganisatton auf die Spur gebracht, deren Fäden ausschließlich nach Moskau gehen. Auf nationalspanischer Seite ist außerdem bekannt, daß auf bolschewistischer Seite besondere Spozialformationen ausgebildet und zur Verfügung gehalten werden, die zum Einsatz gegen Portugal bestimmt sind.
150 moderne Sowjetbomber in Valencia
Sensationelle Passagen eines gefangenen raten Kampffliegers
(Digerier vralrtbsriotil: äsr „Bremer Leitung")
Salamanca, 23. Juli.
Die Nachrichten, die in den letzten Tagen über den Einsatz von Personal und Maschinen der Luftwaffen gewisser Mächte zugunsten der Balencia- Volschewisten zur Kenntnis der Weltöffentlichkeit gelangte», erfahren durch die Aussagen eines aus der Seite der Roten kämpfenden Piloten, der am 13. Juli bei Voadilla del Monte abgeschossen wurde, eine eindeutige Bestätigung.
Die Aussagen dieses jungen amerikanischen Piloten werfen nicht nur ein bezeichnendes Licht aus die skrupellosen Werbemethoden der Valencia- Bolschewisten; sie sind vor allen Dingen ein erneuter Beweis für den offenen und großangelegten Einsatz der sowjetrussischen Luftwaffe aus rotspanischer Seite.
Der gefangengenommene Pilot wurde mit noch anderen amerikanischen Fliegern unter großen geldlichen Versprechungen durch Werbeagenten der Komintern als „Instrukteur" und „Mechaniker" angeworben. Nach seinem Bericht wurde er nach Vorstellung bei dem roten „Obersten" Gamacho in Valencia mit anderen amerikanischen Piloten für die Fliegerschule Los Alca- ceres bestimmt. Als die letzte rote Offensive bei Madrid begann, wurde er einer der Staffeln zugeteilt, die an der Front eingesetzt waren. Sein Protest gegen die Verwendung an der Front mit Hinweis auf die Tatsache, daß er nur als „Mechaniker" angeworben sei, wurde mit einem Achselzucken Übergängen.
An der Front wurde'er einer Staffel zugeteilt, deren Führer und Piloten S o w j'e t r u s s e n waren. Die Staffel lag auf dem Flugplatz Algete und bestand aus 10 Maschinen. Die Hälfte der Mechaniker war ebenfalls Sowjetrussen. Der Ehef des Flugplatzes war zwar ein Spanier, der aber nach den Aussagen des gefangenen Piloten innerhalb des Flugplatzes keinerlei Autorität besaß, sondern vollständig unter dem Einfluß des sowjetrussischen Staffelführers stand. An roten Flugplätzen für Jagdflugzeuge, die an der Madrider Front eingesetzt werden, waren dem gefangenen Piloten u. a. bekannt Guadalajara, Alcala, Algete, El Real, Campo Real und schließlich ein Flugplatz zwischen Ribas de Jarama und Sau Fernando.
Ueber die Typen der aus rotspanischer Seite vorhandenen Kriegsflugzeuge äußerte der Pilot, daß zurzeit auf selten der Valencia-Volschewisten mindestens 150 moderne Kamps- und Jagdflugzeuge eingesetzt seien. Aus den Aussagen des amerikanischen Piloten ergab sich weiter, daß die auf rotspanischer Seite kämpfenden Flieger zum großen Teil Angehörige der aktiven sowjetrussischen Luftwaffe sind und die Kampfflugzeuge der Balsncia-Bolschewisten, soweit sie nicht aus Frankreich stammen, von der Sowjetunion nach Rotspanien transportiert wurden.
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Angesichts dieser neuen beweiskräftigen Darstellung der offenen Einmischung der Sowjetunion zugunsten der Valencia-Bol-
schewlsten kann es, nicht überraschen, daß Moskau, unterstützt von Frankreich, zurzeit in London nach besten Kräften bemüht ist, die Durchführung einer wirkungsvollen Kontrolle durch eine bewußte Verschleppungsund Sabotagepolitik zu hintertreiben.
Frankreich streitet ab
Berlin, 23. Juli.
Zu der Meldung über den Transport französischer Fremdenlegionäre nach Spanien verbreitet die französische Agentur Havas eine Erklärung, in der es heißt, daß die französische Regierung den Mitteilungen ein kategorisches Dementi entgegensetzt.
Bon feiten der Korrespondenz, die die Nachricht verbreitet hat, wird dazu erklärt, daß sich die Quelle, aus der der betreffende Bericht stammt, bisher als hundertprozentig zuverlässig erwiesen habe und daß noch niemals ein Bericht aus der gleichen Quelle habe angezweifelt werden können. Man werde der Angelegenheit sofort nachgehen. Schon jetzt könne jedoch gesagt werden, daß die betreffenden präzisen Angaben in Marseille von Angehörigen der französischen Fremdenlegion gemacht worden seien, die sich ausdrücklich damit gebrüstet hätten, daß sie nun nach Spanien kämen.
Vio Ausgestaltung ckes livicdspaltoitnggelänSes in Xürnkerg, nacb cken Dirtrviirken von I'roksssor ,4Ikert Speer unä ckes Ateliers l'rnkessnr- Knkk sedreitvt rüstig kort. Unser Stick 2 vigt ckss rmtiirgrvüo Solrmockoll üvr Turms ckes Ilürr.kelckes. (IVsItbilck.)
krjeugungsschlacht
für den Bauer und den Städter
-Es ist wohl zutreffend, wenn im vieler Hinsicht das Problem der Verknappung lebenswichtiger Vodenerzeugnrsse im Zusammenhang gebracht wurde mit den Schwierigkeiten des verengten Warenaustausches unter den Völkern, die durch die Krise der Weltwirtschaft bedingt sind. Dabei muß es wundernehmen, daß wenig an den Zusammenhang des Schmalerwerdens der Nahrungskette mit dem Wirtschaftsauftrieb gedacht wird. Denn der nationalsozialistische Wirtschaftsauf- trieb, der Millionen deutscher Volksgenossen wieder in Lohn und Brot gebracht hat, machte im einem ganz besonderen Maße fühlbar, wie schwer der Weg zur völligen Nahrungsfreiheit ist. Vor kurzem teilte der Lberregieruwgsrat im Reichsund Preußischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Clausz, Zahlen mit, die die Auswirkung des wirtschaftlichen Aufschwungs auf den Nahrungsinittelverbrauch erweisen. Danach sind im Jahre 1936 über eine Million Tonnen Nahrungsmittel mehr verbraucht worden als im Jahre 1932. An Fleisch wurden nach dieser Mitteilung 194 090 Tonnen, an Butter 91 000 Tonnen, an Trinkmilch 300 000 000 Liter 1936 mehr verbraucht als 1932. Wenn man zugleich erfährt, daß im den vier Jahren zwischen 1932 und 1936 der Auslandsanteil vom 25 auf 17 v. H. der Ee- samtversorgung gesenkt werden konnte, so kann man ermessen, welche Arbeit bereits vom Reichsnährstand in der Erzeugungsschlacht geleistet worden ist.
Das ist das Entscheidende: dem durch den Wirtschaftsaufschwung bedingten Mehrverbrauch an Nahrungsmitteln steht. heute bereits die er - höhte Leistung ausde irischem Boden gegenüber. Wäre diese Leistung nicht vollbracht worden, hätt« nicht sofort mit der Machtübernahme die Erzeugnissteigerung in der Landwirtschaft begonnen, so würden wir heute vor unüberwindlichen Schwierigkeiten stehen. Es ist nicht möglich, und sicher auch nicht notwendig, alle die Maßnahmen zu erwähnen, die das deutsche Bauerntum ergriffen hat, um die Produktionssteigerung im der Landwirtschaft herbeizuführen. Wichtig aber ist es, von Zeit zu Zeit einmal in den Einzelmaßnahmen des Reichsnährstandes aufzuspüren, wie konkret die Aufgaben angepackt werden. Auch dem Laien entwickelt sich dann das heute feingegliederte System in der bäuerlichen Arbeit.
Die Aufgaben, die vor dem Bauerntum stehen, sind groß, beispiellos aber sind auch die Maßnahmen, um die Ausgabe zu erfüllen. Was ist z. B. alles bereits auf dem Gebiete der Schulung und Berufserziehung im Bauerntum geleistet worden! Noch nie zuvor sind mit solcher Zielsicherheit gerade diese Fragen angepackt worden. Beispielsweise hat die Fachschaft Gärtner- gefolgschaft im Winter 1936/37 monatlich 450 Schulungskurse durchgeführt, die von 20 000 Teilnehmern besucht wurden. Es ist erstaunlich zu hören, daß solche Schulungsarbeit auch während der Sommermonate, in denen ja die Hauptarbeit des Bauerntums liegt, nicht unterbrochen wird. So wurden z. B. im Jahre 1936 rund 100 006 Bauern und Landarbeiter geschult, eine Tatsache, die den außerordentlichen Mangel an Facharbeitern in der Landwirtschaft beheben soll.
All diese Arbeit ergeht sich nicht in theoretischen Erwägungen, sondern ist immer auf das Praktische ausgerichtet, auf die unmittelbar gegebene Aufgabe. Leistungssteigerung kann man nicht proklamieren, Leistungssteigerung kann man sich nur durch sorgfältige Kleinarbeit erkämpfen! Wenn an den kommenden Reichsbauerntagen diejenigen Bauern und Landwirte öffentlich ausgezeichnet werden, deren Betriebe der Ausweis ihrer besonders guten Berufsarbeit sind, dann wird es auch dem letzten Volksgenossen sinnfällig werden, daß die Aufgabe der Crzeugungsschlacht das schöne Ergebnis einer vorher nicht einmal versuchten Berufsfortbildung und Erziehung gezeitigt hat.
Aber in der gegenwärtigen Situation der Erzeugungsschlacht handelt es sich nicht allein darum, das Bauerntum selbst auf die größtmöglichste Höhe seiner Leistung zu bringen, sondern es muß versucht werden, auch den letzten einsatz- fähigen Volksgenossen für die Landarbeit zu gewinnen. Für diese Aufgabe ist der kürzlich veröffentliche Aufruf des bayrischen Ministerpräsidenten kennzeichnend, den er gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, der Landesbauernschaft, der Deutschen Arbeitsfront und dem Landesarbeitsamt an Betriebsführer und Eefolgschaftsrnitglie- dcr der städtischen Betriebe richtete, um an der Sicherung der Ernte mitzuhelfen. In diesem Aufruf wird darauf hingewiesen, daß nunmehr auch auf Volksgenossen zurückgegriffen werden müsse, die in Gewerbe und Industrie tätig sind, aber.Erirtehilfsarbeiten verrichten könnten. Diese Volksgenossen sollen sich wenigstens für einige Tage und Wochen für die Erntehilfsarbeit zur Verfügung stellen.
Bemerkenswert in dieser Hinsicht ist die Einstellung der staatlichen Stellen, die darauf verweiln. daß auch die Arbeitsämter eine wesentliche Rolle in der Lenkung geeigneter Kräfte spielen. In der „Sozialen Praxis" wies kürzlich ein Vertreter der Reichsstelle für Arbeitsvermitt-