Ausgabe 
(22.7.1937) Nr. 198
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parteiamtliche Lageszeitung

liachnchtenblatt der Deutschen prbeitssront Vremen

der Nationavtzimisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestad» Vremen

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsftatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 1SS / Jahrgang

Vonnerslag, rr. Juli IM

kinzelprels 15 Nps.

frclNjösische fremdenlegionSre für Notspanien

kskorte durch franröflsche Kriegsschiffe / öesangene Sowjetoffiziere berichten über ilzren Transport

von Moskau über Paris nach Valencia

veispielloser Skandal

'(lügsnsi: Vralltbsrivlit äsr, „Srsmsr 2ottunZ") rä. Marseille, 22. Juli.

Soeben werden erneut sensationelle Einzel­heiten bekannt, wie man aus französischer Seite auch weiterhin die Freiwilligenfrage zu „lösen" gedenkt und in welcher Weise die Arbeiten des Londoner Nichteinmischungsausschusses erleichtert werden sollen. Der am 8. Juni mit dem Passagier-

Unssr ?c»gesspisge>

Im Nordchina-Konflikt ist eine Entspannung zu verzeichnen.

Eesangene Sowjetosfiziere berichten über ihre Verschickung von Moskau nach Valencia über Paris.

Frankreich hat etwa 808 Fremdenlegionäre nach Rot-Spanien gesandt.

Im Pariser Hotelstreik ist eine Einigung erzielt worden.

Im englischen Unterhaus konnte ein Märchen über ein deutsches U-Boot widerlegt werden. Im ersten Halbjahr wurde durch die Weser- schiffahrt fast die gleiche Gütermenge befördert wie im Vorjahr.

Aus dem Rechnungswerk der Allgemeinen Ortskrankenkasse Bremen geht die Hebung des Lebensstandards der Bremer Bevölkerung hervor.

Für die Nürnvergfahrer unserer Nordsee-SA. werden dringend Quartiere in Bremen benötigt.

In diesem Jahr kann das bremische Flug­wesen auf ein LSjähriges Bestehen zurück­blicken.

2n Strom brannte das Wirtschaftsgebäude eines Erbhofes aus.

.........

Kampfer „Marschall Lyautey" im Marseiller Ha­sen eingetrosfene etwa 800 Mann starke Transport von französischen Fremdenlegionären, der an­schließend in einem außerhalb der Stadt gelegenen Lager untergebracht wurde, ist nicht — wie nun­mehr einwandfrei feststeht — nach Syrien abge­gangen, sondern an die rotspanische Front geschickt worden.

Bei den zufälligen Augenzeugen der Ausladung hatte es damals Verwunderung erregt, daß es sich Lei diesem Transport nicht um einen geschlossenen Truppenverband handelte, sondern um eine An­zahl Legionäre, die die Abzeichen verschie­dener Legionärbataillone trugen. Da die Truppen, die ihre Waffen mit sich führten, in einem geschlossenen Lager untergebracht wur­den, lag die Vermutung nahe, daß hier ein neues französisches Fremdenbataillon für Syrien zu­sammengestellt werden sollte, zumal auch dement- sprechende Erklärungen abgegeben worden waren. Einige Tage vorher war ein Bataillon eines fran­zösischen Infanterieregiments in Verfolg des stän­digen Austausches aus Marokko in Marseille ein­getroffen. Die am 8. Juni ausgeschifften fran­zösischen Legionäre waren am selben Abend Lei diesem Bataillon zu einem kameradschaftlichen Beisammensein eingeladen.

Die Gerüchte, die besonders in Marseiller Volksfrontkreisen umliefen, nach denen die Frem­denlegionäre in Wirklichkeit nach Rotspanien verschickt würden, werden jetzt durch die Aus­sagen eines Legionärs aus dem II. Bataillon des Fremdenlcgionärs-Regiments, das in Mei­nes (Französisch-Marokko) stationiert ist, ein­wandfrei bestätigt.

Nach diesen Angaben ist am 30. Mai beim Kompanicappell, zu dem auch sämtliche Offiziere antreten mußten, ein Regimentsbefehl verlesen worden, in dem die Legionäre aufgefordert wer­den, sich freiwillig zu melden, um in Rotspanien aus bolschewistischer Seite zu kämpfen. Von seiner Kompanie hatten sich etwa 50 Mann ge­meldet; auch von den anderen Kompanien habe etwa die gleiche Zahl der Aufforderung Folge geleistet. Der Regimentsbefehl habe ausdrücklich betont, daß die Meldungen aus freiem Ent- Ichluß erfolgen müßten.

Die betreffenden Legionäre des II. Bataillons wurden später mit Armeelastwagen nach Casa- blanca und dort an Bord des Dampfers „Mar- Ichall Lyautey" gebracht. An Bord befanden sich bereits Augehörige anderer Formationen der Fremdenlegion. Vor der Abfahrt aus Casa- Llanca wurden an die Mannschaften Gasmasken, eherne Portionen und Verbandstoffe ausgege­ben. Am 6. Juni ist der Dampfer in See ge­gangen. Nach Aeußerungen von Offizieren waren 800 Legionäre an Bord des Schiffes. Je­doch habe man bei der Mannschaft behauptet, daß die Zahl auf 30 Offiziere und 800 Legionäre beziffert würde. Etwa 4 Stunden nach der Abfahrt gesellten sich zwei franzö­sische Torpedokreuzer, von denen der eine den Namen ,PLe Tcrrible" trug, zu diesem Transport und begleiteten ihn bis Marseille. An Bord war man der Ansicht, daß der Passagier­

dampfer in Wirklichkeit einen anderen Na­men trüge und daß man die Bezeichnung „Mar­schall Lyautey" nur zum Zwecke der Geheim­haltung gewählt habe. Bereits während der Fahrt wurden die Legionäre kriegs mäßig ausgerüstet und die Käppis mit einem Uebsrzug versehen. Die Legionäre trugen die üblichen Infanteriewaffen mit sich. Vor der Aus­schiffung in Marseille wurde den Legionären noch einmal eingeschärft, daß sie, wenn sie über das Ziel ihrer Reise befragt würden, Syrien an­geben sollten.

befangene Sowjetoffiziere sagen aus ...

Salamanca, 22. Juli.

Der nationalspanischen Luftwaffe ist es in den letzten Tagen gelungen, bei Madrid eine ganze Reihe von roten Flugzeugen abzuschießen. Es handelt sich dabei vorwiegend um sowjetrussische Jagd- und Vombenmaschinen. Die Besatzung von sieben jowjetrussischen Flugzeugen, darunter eine Anzahl von Offizieren, wurde gefangengenommen. Sie sind sämtlich Angehörige der aktiven sowjet- russischen Luftwaffe, und — zum Teil unter Vor­spiegelung falscher Tatsachen — über Paris nach Spanien geschafft worden, um dort bei sowjet- russischen Fliegerverbänden Dienst zu tun.

Die Vernehmung dieser Fliegeroffiziere hat außerordentlich interessantes Material ergeben. Am 6. Juli wurde bei Madrid der sowjetrussische Leutnant Erigory Tozaiswb abgeschossen. Bei seiner Vernehmung gab er an, daß-er erst feit wenigen Tagen Dienst getan habe. Er . sei am 20. Juni mit Schiff von Leningrad nach Le Havre gebracht worden. In Le Havre habe man'ihn und seine Kameraden abgeholt und' in Autos nach Paris geschafft. Mit weiteren 1o sowjetrussischen Piloten seien sie dann in einem französischen Verkehrsflugzeug nach Valencia geflogen. Nach seinem Eintreffen in Valencia«habe man ihn auf die Jagdschule Los Alcazares bei Tar- tagena, die unter sowjetrussischem Kommando stehe, geschickt. Er sei dort wenige Tage ausgebildet worden und schon am 5. Juli einem Frontverband im Flughafen Alcala de Henares östlich Madrid zugeteilt worden. Die Staffel habe aus 12 sowjetrussischen Jagdflug­zeugen mit 12 Piloten bestanden, die sämtlich Geschwadern der sowjetrussischen Luftwaffe angehörten. Stasselführer sei ein sowjetrussischer Hauptmann gewesen.

Leutnant -kozaiswb machte weiterhin sehr in­teressante Angaben über den roten Wechselverkehr zwischen Sowjctrußland und Spanien. Er berich­

tete, daß die sowjetrussischen Flugzeugführer je­weils nach sechs Monaten durch neue Piloten aus Sowjetrußland abgelöst würden.

Am 12. Juli gelang es nütionalspanischen Flug­zeugen, im Luftkampf westlich von Madrid einen Martin-Bomber abzuschießen. Die Besatzung sprang im Fallschirm ab. Sie wurde von den nationalen Truppen gefangengenommen. Zu der Besatzung des Bombers gehörten auch zwei aktive sowjetrussische Offiziere. Einer von diesen beiden Offizieren, Michael Saikin, gab an, daß er am 3. Juni von Lenin­grad auf dem Seewege nach Le Havre und von dort im Kraftwagen nach Paris gebracht worden sei. Die Angaben über seinen Transport nach Spanien decken sich völlig mit denen des Leut­nants Xozaiswb. Anscheinend hat ein umfang­reicher Transport von Piloten jeweils auf dein Wege Leningrad — Le Havre — Paris — Va­lencia stattgefunden, für den eine besondere Transportorganisation in Frankreich eingerichtet war. Auch Saikin gibt an, daß er von Paris mit einer Reihe von Kameraden in einem französischen Verkehrsflugzeug nach Va­lencia abgeflogen und. dann einem sowjetrussi­schen Fliegerverband zugeteilt worden sei.

Bordschütze Tschtrkassow erklärte bei der Ver­nehmung, daß er in Sowjetrußland von seinen Stafselkameraden gefragt worden sei, ob er auf Kommando gehen wolle. Das Kommando sei ihm nicht genannt worden. Am 14. Juni sei er mit neun anderen Fliegern und einem Agenten mit Zivilpapieren mit der Bahn über Warschau- Berlin nach .Pari? gefahren.- Man hätte ihm Papiere des Inhalts mitgegeben, daß sie die Weltausstellung bosuchey.wollten. Am. 27. Juni sei er dann mit Hern gleichen Verkehrsflugzeug, Mit dem auch Leutnant Tozaiswb nach Valencia gebracht worden sei, nach Valencia geflogen. Am 17. Juli sei er einer aus 12 sowjetrussischen Martin-Bombern bestehenden Bombenstaffel in Villasranca zugeteilt worden.

Die Angehörigen der sowjetrussischen Luftwaffe haben erklärt, daß man sie völlig im dunkel ge­lassen habe, wie es eigentlich in der Welt aus­sehe und wofür sie kämpfen sollten. Man habe ihnen immer erzählt, daß alle anderen Staaten nur darauf lauerten, Sowjetrußland zu überfallen, daß in der ganzen Welt Hun­gersnot und Elend herrsche und nur in Sowjet­rußland die Zustände erträglich seien. Die auf nationalspanischer Seite kämpsenden Truppen habe man Räuber und Mörder genannt und

jedem von ihnen erklärt, es sei besser, sich bei einer Notlandung zu erschießen, denn sonst wür­den sie unter grauenhaften Umstän­den zu Tode gefoltert.

Die sowjetrussischen Offiziere und Soldaten wa­ren äußerst überrascht, daß sie auf national- spanischer Seite in absolut soldatischer Form als Kriegsgefangene behandelt wurden und daß sie im Gefangenenlager schon eine Anzahl von Kame­raden trafen, denen es ausgezeichnet ging, die gut verpflegt und gekleidet waren, über nichts zu kla­gen hatten und die nur empört darüber waren, mit welchen Mitteln man sie in Moskau belogen, betrogen und zu dem Abenteuer in Spanien ver­anlaßt hatte. Die meisten von ihnen erklärten, daß sie nie wieder nach Sowjetrußland zurück­kehren und nun ein neues Leben in einem anderen Lande Europas beginnen würden.

So also sieht die am Quai d'Orsay immer wieder beteuerte Nichteinmischung Frank­reichs im Spanien-Konflikt in der Praxis aus! Daß Moskau sich an seine in Lon­don eingegangenen Neutralitätsverpflich­tungen in keiner Weise hält, sondern die Valencia-Bolschewisten ebenso dreist wie offen mit roten Soldaten und Kriegsmaterial unterstützt, haben wir unzählige Male auf Grund authentischer Feststellungen berichtet — nunmehr aber ist auch der Bruch des Nichteinmischungsabkommens durch F r ank- reich klar erwiesen! Mit Recht bemerkt der „Völkische Beobachter": „Während die offi­zielle französische Diplomatie sich den An­schein gibt, verantwortungsbewußt wie nur irgendeine Macht an der Aufrechterhaltung der Nichteinmischungspolitik mitzuarbeiten, gibt es zahlreiche andere Faktoren in Frank­reich, die ihre Hauptaufgabe darin sehen, hinter der offiziellen Tarnung ihre eindeu­tigen Pläne in die Wirklichkeit umzusetzen." Welche Erklärung wird der Vertreter Frank­reichs im Nichteinmischungsausschutz zu den eindeutigen Skandalen abgeben, und wie wird der Londoner Ausschuß selbst Stellung nehmen? Wir sind auf das „dinlomatische Echo" der unbestreitbaren, im Bunde mit Sowjetrußland erfolgenden Einmischung Frankreichs nicht wenig gespannt.

siuslaufchlager für VolksecMer

Lehrer des öaues weser-kms in Lasdorf östlich von öerlin

Berlin. 22. Juli.

In dem landschaftlich reizvoll gelegenen Schu­lungsheim des nationalsozialistischen Lehrerbun­des in Tasdorf bei Rüdersüorf östlich von Berlin wurde am Dienstagvormittag durch den Gau­walter des NSLB., den Berliner Stadtschulrat Dr. Meinshauicn das erste Lehreraustauschlager eröffnet. Das Lager, an Sem 25 Lehrer des Gaues Weser-Ems mit 10 Berliner Be­rufskameraden teilnehmen, dient dem Erfah- runqs- und Gedankenaustausch, aber auch einer

engen persönlichen Fühlungnahme der Lehrer untereinander. Mit den überkommenen Gegen­sätzlichkeiten zwischen Stadt und Land und den Vorurteilen, mit denen einst die Lehrerschaft der Großstadt den Berufskamsraden aus den Land­kreisen, aber auch umgekehrt entgegengetreten sind, soll radikal aufgeräumt werden. Nur wenn der Lehrer selbst frei von den erstarrten Vor­urteilen der Vergangenheit sei, so führte Dr. Memshausen aus, könne sich eine segensreiche Er­ziehungsarbeit an der ihm anvertrauten Jugend

ergeben. Es sei ein guter Gedanke des Reichs­walters des N2LV. Gauleiter Wächtler gewesen, diese Lehrer-Austauschlimer in allen deutschen Gauen einzurichten. Während der etwa drei­wöchigen Dauer des Austauschlagers ist «in viel­seitiges, mit Vortrügen, Ansprachen, Sport, Spiel und Baden abwechslungsreich gestaltetes Pro­gramm vorgesehen; Ausflüge und Besichtigungen in Berlin geben Erziehern aus dem Gau Weser- Ems auch ein anschauliches Bfld von der Reichs­hauptstadt selbst.

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„Kriegswichtige" Baupläne der Seemächte

England hat zurzeit 150 große und kleine Kriegsschiffe in Bau, aber neue Pläne greifen schon weiter. England erwägt den Ausbau sei­ner Handelsflotte. England glaubt bekanntlich, sich in einem ungewöhnlichem Umfang auf den Kriegsfall vorbereiten zu müssen, obwohl nicht wenige britische Wirtschaftler infolge der gehäuf­ten Aktionen direkter und indirekter Kriegs- rüstung eine starke Störung des wirtschaftlichen Gleichgewichtes des Landes befürchten. Sir Sa­muel Hoare hat aber, kurz bevor er das Amt des Ersten Seelords mit dem des Innenministers ver­tauschte, erklärt, eine starke Handelsflotte sei unent­behrlich, denn im Ernstfälle brauche die Kriegsflotte eine Ergänzung durch die „Versorgungsflotte". Später hat er seine Meinung noch schärfer zum Ausdruck gebracht: die „Versorgungsflotte" sei ebenso wichtig wie die Kriegsflotte. Versorgungs­flotte — das ist die im Kriegsfall vom Staat zu übernehmende Handelsflotte, die mit großem Ein­satz von Schiffsraum die Versorgung des Landes mit überseeischen Produkten sicherzustellen hat. Die englischen Reeder haben, wie sich erwarten läßt, die amtliche Auffassung über die Schaffung einer größeren „Versorgungsslotte" unterstützt Und bereits ausgerechnet, daß die englische Handels­flotte um mindestens 700 Schiffe zu klein sei, wenn nicht gär um 1000 oder 1500 Schiffe, sofern sie im Kriegsfall ihre Aufgabe richtig erfüllen solle. Die Frage ist nur, was mit einem stark erweiterten Schiffsraum während der Friedens- zei-t geschehen soll. Die gegenwärtig starke Be­anspruchung der Fmchttonnagö am Weltmarkt darf nicht über die normalen Verhältnisse'hin­wegtäuschen.

Wie sehr England darauf aus ist, seine Han- delsschiffahrt über den jetzigen Rahmen hinaus zu heben, geht auch daraus hervor, daß die Handels­flotte ein besonderer Programmpunkt, der .briti­schen Reichskonferenz war. Nachdem englische Minister die „Versorgungsflotte" der Kriegsflotte gleichgestellt haben, kann das nicht überraschen. Das besondere Augenmerk galt dabei der engli­schen Handelsflotte im Pazifik. Seit Jahren wird die dortige Empireflotte durch erfolgreiche ameri­kanische und japanische Konkurrenz bedrängt. Wiederholt ist schon der völlige Niedergang der englischen Schiffahrtslinien zwischen Australien und Nordamerika angekündigt worden.

Die Lage ist nun um nichts leichter geworden, nachdem Roosevelt das neue Bauprogramm für die amerikanische Handelsflotte verkündet hat. Der unbeteiligte Beobachter findet wiederum, wie ein Keil den anderen treibt. England will sich des amerikanischen Vorsprungs erwehren und Amerika glaubt im voraus, die noch nicht ver­wirklichten englischen Baupläne übertreffen zu müssen. Roosevelt plant den Bau von 95 Handels­schiffen, und zwar von 80 Frachtdampfsrn, 21 Fracht- und Passagierschifsen, 10 Tankschiffen und einem Passagierschiff von der Manhattan-Klasse. 45 Schiffe sollen innerhalb von achtzehn Monaten von Stapel laufen. Die Reeder erhalten aus einem Fonds 160 Mill, Dollar Baukredite. Auf die einzelnen Schiff« wird bis zu 75 Prozent der Vausumme geliehen. Neben den 150 Millionen Dollar, die vom Kongreß bewilligt werden müssen, stehen aus dem Fonds der Marine-Kommission noch 200 Mill. Dollar zur Verfügung. Findet der Plan nicht genug Gegenliebe bei den Reedern, dann erwägt die Regierung, die Schüre auf eigene Rechnung bauen zu lassen und sie au die Schsts-

ib i g ell.chasten zu oercharrern. Ausreichender Werslraum für den Bau der Schiffe soll vorhan­den sein. Für das ungewöhnliche Programm werden zwei Gründe angeführt: 1. sei die ameri­kanische Handelsflotte veraltet; die meisten Schiffe waren über 15 Jahre im Dienst; 2. habe die britische Reichskonserenz den unmittelbaren An­stoß gegeben, insbesondere weil Kanada zwei große Fracht- und Passagierdampfer für den Schiffsverkehr zwischen Nordamerika.und Austra­lien bauen wolle. Wegen dieser zwei Dampfer glauben die USA. mit dem Bau von 95 Schiffen nicht langer zögern zu dürfen! Wahrscheinlich wird man in Waihington annehmen, daß im Schoße der britischen Reichskonserenz noch größere Baupläne geboren wurden.

Frankreich hak nicht gezögert, gleichfalls eio.e Ucberaltcrung seiner Handelsflotte anzu­melden. Ei» Drittel der jranzösiichen Schisse sei aliir als 15 Jahre. Die französische Handels- chttlahn arbeite mit höheren Kosten als andere Ha,:-)cli,flortt-n. Für die Sicherheit des Landes im Kttegsrallc sei die Flotte völlig unzureichend.

> ^ seistge Zustand an. würde die französische

-tt-Ngj- in 20 Jahren von den Meeren oerichwun- ^ n 'e

Auch Japan wird nicht tatenlos bleiben. In aug!a.>o Hai man bereits japanische Baupläne trinken. Japan habe die Absicht, eine Serie von 10 OOO-Tonnen-Tankschissen zu bauen, die eine Ge­schwindigkeit von 20 Knoten erhalten werden.