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Nachrichtenblatt der Veutschen flrbeitsftont Vremen
der Nationcchsjlalisten Vremens
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Nr. eo / s. Jahrgang
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Lüden bürg und Vremen
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Mittwoch, r. Mürr 1SZS
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Deutschlands Luftwaffe unüberwindlich
öeneralseldmarschall Söring sprach im euftfayrtminislerium;ur Nation
Me Schaffung des jüngsten leiies der Wehrmacht
(vraktboi-iokt nusorsr Verlivei- SebriktlvitnvK)
rÄ. Berlin, 2. März.
Am gestrigen Dienstag vor drei Jahren, am 1. März 1SS5, wurde die neue deutsche Luftwaffe unter dem Oberbefehl Hermann Vörings aus der Taufe gehoben. Die Erinnerung an diesen Tag wurde in allen Standorten als „Tag der Luftwaffe" festlich begangen. Im Mittelpunkt dieser Gedenkveranstaltungen stand ein Festakt im Reichslustfahrtministerium mit einer Ansprache des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalseldmarschall Göring.
Wie in allen Standorten des Reiches hatte auch in der Reichshauptstadt bereits am frühen Morgen in feierlicher Flaggenparade die Hissn ng de r R e jchskriegsflagge stattzesnnden; die Ehrenwachen am Ehrenmal Unter den Linden, am Brandenburger Tor und vor dem Hause des Führers und Reichskanzlers waren durch die Luftwaffe gestellt worden. Schon lange vor Beginn der Feierlichkeiten säumten dichte Menschenmauern die Wilhelnrstiaße. Gegen 11.30 Uhr rückten mit klingendem Spiel die zur Feierstunde kommandierten Ehrenformationen an, um ip Front gegen das Luftfahrtministerium Aufstellung zu nehmen. Kurz vor 12 Uhr traf der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschall Göring in der Wrlhelmstrahe ein. Der Eeneral- feldmarschall schritt die Front der aufgestellten Formattonen der Luftwaffe ab, um sich anschließend durch den Ehrenhof des Luftsahrtmini- ftrriums, wo ihn feine Staatssekretäre Körner und General Milch ermatteten, zum Eh reu- saal zu begeben. Hier hatten inzwischen die Neichsminister, Reichst eiter, Gauleiter sowie sämtliche Offiziere und Beamte im Generalsrang des Standortes Eroßberlin, ferner die Luft- kreisbefeblshaber. die Abteilungschefs, im Luft- fahrtmimsterimn und die Offiziere der höheren Stäbe Matz genommen. Generalfeldmarschall Göring. der bei seinem Erscheinen von den Ehrengästen stehend begrüßt wurde, nahm neben dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. c. Rasder und dem Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch Platz. Nach einem festlichen Marsch ergriff der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe
Seneralseldmorschali Söring
das Wort zu seiner Ansprache. Er führte aus:
„Meine Kameraden! Als der Vertrag von Versailles dem deutschen Volke als ein Schmachsrieden aufgezwungen wurde, da zerbrach die deutsche Wehrmacht, bezwungen durch den Feind nicht auf dem Schlachtfeld, sondern durch eine Reihe von Umständen, die im Innern wie im Aeußeren lagen. Es zerbrach vor allem aber durch den Frieden von Versailles jene Waffe, die zum erstenmal im Weltkrieg einen kühnen Aufstieg genommen hatte, zum Schrecken der Feinde wupde und und unentbehrlich als Teil der Streitkrast eines Volkes, — zerbrach die deutsche Luftwaffe.
Ruhmreich wie kaum eine Waffe hat sie in wenigen Jahren Unsagbar! es geleistet und
Heldenhaftes vollbracht. Leuchtende Namen stiegen gleich Meteoren in ihr auf. Nun lag die Waffe als solche zertrümmert. Blinder Haß zerschlug die eigenen Maschinen. Nur
ein kläglicher Nest blieb übrig
in der sogenannten zivilenLuftfahrt, auch diese am Anfang gedrosselt, auch diese am Anfang kaum zum Leben fähig. Im Inneren unserer Heimat aber herrschte ein Geist, der auch keine Luftwaffe gebrauchen konnte. Feiger Pazifismus, oder ohnmächtiger Parlamentarismus zerstörte alles, was an Wehrkraft und Wehr- geist noch im deutschen Volke lebte. Nicht nur, daß eine Abrüstung durchgeführt wurde, einmalig in ihrem gewaltigsten Ausmaß in materieller Richtung, nicht nur, daß Hunderttausende, Millionen von Gewehren zerstört wurden, Zehntausende von schwersten Geschützen, Zehntausende von Flugzeugen usw.; das war nicht das.Entscheidende. Ein Heer kann zerbrechen und kann neu geschaffen werden.
Das Furchtbare war, daß nun eine Abrüstung einsetzte seelischer und geistiger Art. Das deutsche Voll wurde in seinem Charakter, in seinem Wehrwillen, in seiner Geisteshaltung abgerüstet, nunmehr nicht mehr durch den Feind, sondern durch eigene Feigheit und innere Zerrissenheit.
Trotz allem aber konnte
Ser Seist nicht völlig vernichtet
werden, der das deutsche Volk in allen seinen Schichten beseelte, als es viereinhalb Jahre lang in einer einzigen Mauer von Rauch und Stahl und Tod und Vernichtung die Grenzen.des Vaterlandes gegen eine ganze Welt in Waffen beschützt hatte. Dieser Geist lebte in den Besten der Nation weiter. Vom ersten Tage ab arbeitete er jenem Ungeist entgegen, der Deutschlands Vernichtung hieß. Man konnte nicht das Andenken in der Luftfahrt töten oder vergessen, das Andenken an die strahlenden Heldengestalten eines Boelcke und Richthofen, eines Jmmelmann und vieler anderer junger bester deutscher Männer.
Es lebteweiter, dieses Andenken, und allmählich begann es sich wieder zu verkörpern, begann es wieder Menschen zu beseelen, und allmählich wieder stieg der neue Geist empor, der Deutschlands Rettung werden sollte.
In der Lust aber blieb Deutschland gefesselt. Mit Mühe und Not, durch ein Ausnutzen aber auch der letzten Möglichkeiten entstand in Deutschland ein einziger Hort, in dem noch die Luftfahrt
leben konnte: die Deutsche Lufthansa, der deutsche Luftverkehr. Dort sammelten sich tatkräftige Männer, um, wenn auch unter ziviler Betäti- gung, wenigstens jenen Geist zu hüten und zu be- tätigen und jene Sehnsucht wiederaufkommen zu lassen, die durch viele Jahrtausende den Menschen beseelt hat: sich von der Erdenschwerc zu erheben in die freie Luft. In kümmerlichen Verhältnissen, aber doch unüberwindbar, konnte dieser Geist in der kleinen Gruppe der deutschen Luftfahrt erhalten werden. Aus ihr heraus entwickelte sich dann, langsam immer stärker werdend, der deutsche Luftverkehr.
Bald überflügelte er an Sicherheit und Tatkraft, an Maschinenlerstu-ng und an Vodenorgani- sation den Luftverkehr der ganzen Erde, Ueberall tauchten nun die deutschen Verkehrsflugzeuge auf, im Süden ebenso wi-e im Norden, in Asien, Afrika und in Europa. Wieder war
^ beste Seulsche Wertarbeit ;um Siege gekommen
Und in dieser allmählich sich ausbreitenden Lufthansa konnten jetzt auch wieder jene jungen .Deutschen sich betätigen, die nun einmal gottlob nicht ablassen konnten von dem Gedanken, sich in die Lust zu erheben.
Das war ungefähr der Stand bei der Machtübernahme. Militärisch aber war es nicht nur die Klausel, vou Versckilles, die das Entstehen einer deutschen Luftwaffe verhinderte, sondern es war ja auch jener feige Pazifismus des Parlaments, das der jungen deutschen Reichswehr keine Mittel und Möglichkeiten gab. sich fliegerisch zu betätigen. Lediglich im Offizierkorps lebte der Geist der Flieger weiter, der sich praktisch jedoch nicht auswirken konnte. Denn zu argwöhnisch blickte der Feind, aber auch zu feige war die eigene politische Leitung.
Als nun durch den glorreichen Sieg des Nationalsozialismus endlich in Deutschland eine ney,e Zeit anbrach, als unser Hakenkreuzbanncr aus allen Zinnen wehte, da wurde die Möglichkeit gegeben zum Aufbau einer deutschen Wehrmacht. Denn im Programm dieser nationalsozialistischen Bewegung stand unverrückbar fest, daß wieder ein starkes Volksheer, alle Teile der Nation umfassend, zur Sicherheit des Reiches erstehen mußte. Das war ein wesentlicher und wichtiger Programmpunkt, der einen Mann beseelte, der selbst alle Zeit der erste und beste und tapferste Soldat Deutschlands geblieben ist.
Diese neue deutsche Wehrmacht — das muß ich stets dankbar bekennen — war uur möglich durch den Sieg jenes Hakenkreuzbanners, das viele Jahre hindurch das Feldzeichen aller jener Deutschen war, die sich nicht beugen wollten, sondern die an ein neues Deutschland glaubten, weil sie die inneren Werte des Volkes kannten. Das Volk ist meist so, wie die Führung; wie wir Soldaten wissen, daß eine Kompanie, ein Geschwader stets die Haltung seines Kommandeurs hat.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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vä. Berlin, 2. März
Die von uns veröffentlichten Einzelheiten des - 7 , ... Programms des Führer-Besuches in
.A-ien in der ersten Maihälfte kündigen einen
des
glänz Monumentalen
Rahmen zu
- Ae von uns veröffen-rncyreu .
/Mhen Programms des Führer-Besuches miien in der ersten Maihälste kündigen eir Iphalen Empfang an, der dem Führer des Volkes im faschistischen Italien zuteil A^oen soll. Das deutsche Volk nimmt mit freu- Genugtuung wahr, wie das faschistische . wien alle Kräfte einsetzt, um die Tage, an nen der Führer im Süden weilen wird, zu
. am glanzvollen Ereignis in einem " ' . gestalten.
geht eine sechs Kilometer lange achtoolle Cinzugsstraße ihrer Vollendung ent- Ein neuer Bahnhof wird in Rom N„wu!w.des Führer-Besuches eingeweiht werden.
übrigen Städte, die Adolf Hitler besuchen Cm»l und intensiv am Werk, um einen würdigen des deutschen Staatsoberhauptes vorzu- äußere Rahmen der Ausschmückung .and der übrigen vom Führer besuchten xz "st Italiens wird die alte römische Tradition ick „ kV^r,unterstreichen wie die enge Freund- unsrer beiden Nationen, re^lik^/aus herzlichen und begeisterten Worten dx!. n 'P.Pch die italienische Presse aus Anlaß VrnI?l>antlichung näherer Einzelheiten des d°r politischen Bedeu- 8 des Fichierbesuches im Italien Mussolinis.
in blaffen Kombinationen auf die etwaig zu erwartenden politischen Ergebnisse, wie dies bereits in Parjs von übereifrigen Blättern getan wird, sie wetzen vielmehr in warmen und freundschaftlichen Ausführungen auf die historische Bedeutung des kommenden Ereignisses im Hinblick auf die Neugestaltung Europas hin. „Messagero" erklärt, Paß die Fundamente des europäischen Kulturkreises auf germanisch-lateinischen Elementen beruhten und daher auch der Besuch des Führers die Parallelität zwi- " utschen und der italieni- ' ''m werde. Italien nicht uur wirt- beide aus Ma
chen der deutschen unv oei >.
>chen Entwicklung ausweisen werde. Italien und Deutschland ergänzen sich nicht nur wirtschaftlich, kulturell und politisch, da sie
--^-n/i-manldten Revolutionen schöpften; Ita-
— einsame Gegner.
Stellungnahme als
m
Der
dessen
Messagero'. -^
charakteristisch für die freundschaftliche Ge- samthaltuug der italienischen Presse angesehen werden kann, ruft das italienische Volk auf. mit der gleichen Leidenschaftlichkeit Leim Besuch des Führers die Gefühle der Freundschaft zu offenbaren, die das deutsche Volk Mussolini im vorigen Jahre entgegengebracht habe.
Angesichts solcher zwei Monate vor dem Besuch freundschaftlicher und ehrlicher Worte kann man
ermessen, wie sehr sich das italienische Volk bereits heute seelisch auf die großen Tage im Mai einstellt, die für beide Nationen von historischer Bedeutung sein werden.
Semeinsamkett 0er Absichten
Berlin, 2. März.
Der italienische Außenminister Graf Ciano veröffentlicht in der politischen Zeitschrist „Wille und Macht" einen Aussatz über die Bedeutung und Wirkung der Achse Berlin—Rom.
Er schreibt u, a.: Deutschland'begriff, während das übrige Europa blind danach trachtete Italien zu erdrosseln, die Notwendigkeit für Italien, seinen Söhnen ein Imperium in Afrika zu schaffen, Italien hat seinerseits frei und offen die Notwendigkeit proklamiert, daß das deutsche Volk den Platz erhält, der ihm unter der afrikanischen Sonne zusteht. Das eine wie das andere ein Beispiel jener Solidarität, die die Kulturvölker vereinen muß und mit .der Deutschland und Italien über ihre eigenen Interessen hinaus den Interessen des Friedens in Europa dienen, eines Friedens, den der Duce bezeichnet als „den wahren und fruchtbaren Frieden, der nicht die Probleme de°^ Zusammenlebens der Völker übergeht, sondern sie löst."
„In dieser Gemeinsamkeit der Absichten liegt der Grundstock der italienisch-deutschen politischen Zusammenarbeit, und in der Solidarität im Volk der beiden Nationen findet die Achse Berlin- Rom ihren weitreichendsten und letzten Sinn."
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Die LcikeüittttK ries OL«tes
kj^K.-^ntsi-ssclung mii cjsm l-eitsr clss sür äippsnkokscliuiig
Die Nürnberger Gesetze, die die reinliche Trennung zwischen deutschem und sremdem Blut anstreben, haben eine ungeheure Kleinarbeit im Gesolge, die vordringlich dem Amt sür Sippenforschung in der Reichsleitung der NSDAP. und der Reichsstelle für Sippenforschung beim Reichsministerium des Innern obliegt. Beide Dienststellen sind in der Hand von Reichsamtsleiter Dr. Mayer vereint. Diesen Dienststellen fällt aber nicht nur die aus den Nürnberger Gesetzen erwachsende Arbeit zu, sie müssen überhaupt die rassische Ausscheidung aus Grund des Reichsbürgergesetzes, des Schriftleitergesetzes und des Erbhofgesetzes vollziehen. Anläßlich des Besuches bei diesen Stellen gab Reichsführer und Ches der Deutschen Polizei, Himmler, kürzlich der Hoffnung Ausdruck, daß von allen Dienststellen der Partei und des Staates alles getan werden möge, um die Reichsstelle für Sippenforschung instand zu setzen, ihre Arbeit in Durchführung des Programmpunktes 4 der NSDAP. erfolgreich fortzuführen. Aus diesem Anlaß führte die Nationalsozialistische Partei-Korrespondenz eine Unterredung mit Reichsamtsleiter Dr. Mayer, in der er einen Aufriß über die von seinen Dienststellen durchgeführte sippenkundliche Arbeit gab.
Man merkt es dem Hause Schiffbauerdamm Nr. 28 m. Berlin, in dem sich die Reichsstelle befindet, sofort an, daß in ihm ernste Forschungsarbeit geleistet wird. Hier gibt es keinen Lärm, und das Telephon wird höchst selten verwendet: was hier erarbeitet wird, muß seinen Niederschlag in den Akten finden. Schwarz auf weiß wird hier bescheinigt, ob mau zur deutschen Vlutsgemein- schast gehört oder nicht. „Wir leisten diese Arbeit im amtlichen Interesse", erklärt Dr. Mayer, „im staatlichen Interesse, indem wir eine Durchprüfung des deutschen Vewmtenapparates, im parteiamtlichen Interesse, indem wir die ALstwmmungs- forschung für die Führerschicht der NSDAP, vornehmen, wobei zu bedenken ist, daß es viele Zehn- tausende von Beamten und politischen Führern gibt. In der Reichsstelle für Sippenforschung werden alle jene Fälle geprüft, mit denen die Personalamtsstellen der betreffenden Behörden nicht fertig geworden sind. Es handelt sich dabei nicht um die Organisation einer Urkundenvermittlung über die Ahnen der Antragsteller, weil von diesen ermattet wird, daß sie sich diese Urkunden selbst beschaffe^. Natürlich greift die Reichsstelle im Ein- zelfalle einmal helfen ein. Aber es hat keinen Zweck, sich an dieses Amt mit der Bitte um die Herstellung einer Ahnentafel zu wenden.
Die Hauptaufgabe der Reichsstelle für Sippenforschung ist die, in allen jenen Fällen einen Abstammungsbescheid zu erteilen, in denen die Abstammung der Antragsteller bisher zweifelhaft war. Auch dort, wo Urkunden über die arische Abstammung vorliegen, kann ja durchaus Rassen- mischung vorhanden sein. Es kann sich dabei um die verschiedensten Möglichkeiten bandeln, Reichsamtsleiter Dr, Mayer erzählte ein Beispiel: ein Mädchen wollte heiraten und berief sich dabei auf Urkunden, aus denen hervorging, daß sie einer arischen Ehe entstamme. In Wirklichkeit statte die Mutter Verkehr -mit mehreren Männern unterhalten, unter denen sich auch ein Jude befand. Nur deshalb galt das Mädchen als arisch, weil ihr Vater, der von den Verhältnissen der Mutter wußte, dennoch die Ehrlichkeit des Mädchens nicht angefochten hatte. In dem vorliegenden Falle stellte es sich jedoch tatsächlich heraus, daß der eigentliche Vater des Mädchens der 2ude war. Dem arischen Ehepartner muß demnach die Vaterschaft aberkannt werden, und die Papiere des Mädchens wanderten in die Fremdstämmigen- Kartei der Reichsstelle, Sie wird nun dort als
HalbjWin geführt und darf demnach nur entsprechend den Nürnberger Gesetzen heiraten.
Das ist ein typisches Beispiel für die Schwierigkeiten, die bei der Herstellung des Wbstakn- mungsnachwerses entstehen, wenn der Vettähr der Mutter nächgeMiefenermatzen unmoralisch ist. Auch dem Laien wird verständlich, wie schwierig sich unter Umständen eine derartige Erhebung gestalten kann. Man denke nur an die immerhin in die Tausende gehenden unehelichen Fälle, bei denen die Vaterschaft überhaupt nicht zu ermitteln ist. Bekanntlich wird das Kind dann im allgemeinen als arisch erklärt, wenn die Mutter arisch ist. Doch hat die Forschung auch hier noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten entwickelt, die dem Abstammungsnachweis eine immerhin recht sichere Grundlage geben: in die Gemeinschaft deutschen Blutes wird man nur aufgenommen, wenn alle Möglichkeiten der Forschung ausgeschöpft sind und nach menschlichem Ermessen fremdes Blut im Antragsteller nicht vorhanden sein kann. Auch die Bilder der Mutter und der Kinder stellen dabei — wie sich in den letzten Jahren immer wieder heraus-
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An britischen Bombenflugzeugen wurden Sabotageakte verübt. ,
Der neue Moskauer Schauprozetz findet in der Weltpresse stärkste Beachtung.
Die römische Presse widmet dem bevorstehenden Besuch Adolf Hitlers in Italien herzliche Worte.
Hermann Göring sprach über die Schasfnng der deutschen Luftwaffe und über 5 Jahre Luftfahrttechnik.
Die Braunkohle-Benzin AG. legt eine 4Ü- Millioncn-Anleihe zum Ausbau ihres Produktionsapparates aus.
Die Deutsche Arbeitsfront hat den Lloqd- dampser „Stuttgart" angekauft.
Zum Eroßflugtag in Adelheids am nächsten Sonntag verkehren von Bremen aus drei Sonderzüge.
Das Werk III der Hemelinger Dampfziegelei wurde das Opfer einer Feuersbrunst.