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(1.3.1938) Nr. 59. (Nr.59)
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der ilation

parteiamtliche Lageszeitung

Bachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsstont Bremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des lieichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

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kinzelpreis 15 Npf.

Italienbestich des Führers erfolgt im Mai

Keichstaltiges Festprogramm für

Usuts 8lvr IiUÜivatts

einen achttägigen stufentstalt

kam, sloren; und Neapel werden besucht

verlln, 1. MSr;. fimllich wird mitgeteilt: der vesuch des siilirers und Neichskangers in Italien wird in der ersten Halste des Monats Mai stattfinden, der silstrer und Neichskanster wird während seines etwa achttägigen flufenthalts in Italien kam, Ilorenz und Neapel besuchen. In Nom wird er im Yuirinal Wohnung nehmen.

Vas reichhaltige Festprogramm steht u. a. eine slottenschau, eine Parade der Wehrmacht, Vorführungen der Land-und Luftstreitkräfte sowie drei große Veranstaltungen der nationalen faschistischen Partei zu khren des sührers vor.

Stalins neuer Schauproreß

11 frühere Volkskommistare unter den stngeklagten Sewaitlos Sestorbene werden ermordete

Moskau. 1. März.

Der neue Schauprozeh gegen die 21 des Hochverrats angeklagten früheren Sowjetgewaltigen (unter ihnen befinden sich nicht weniger als 11 frühere Volkskommissare) ist bereits der fünfte in der^Reihe der großen sowjetischenHochosrratsprozesse" der letzten Monate.

Während der Gegenstand der Anklage im we­sentlichen mit den früheren Vorbildern überein­stimmt, stellt das Ausmaß der Anschuldigungen alles bisher Dagewesene in den Schatten. Man

gegen Lenin aus dem Jahre 1818 entwickeln dürf­ten wie ihre angebliche landesverräterische Tätig­keit im Jahre 1837.

Ein großer Teil der Angeklagten ist bereits seit vielen Monaten in Haft, ein Zeitraum, der für die GPU. erfahrungsgemäß genügt, um jeden 'etwaigen Widerstand zu brechen. Daß sogar der frühere EPU.-Thef Jagoda in einem öffentlichen Prozeß als Landesverräter auftreten wird, ent­behrt nicht des besonderen Interesses. Natürlich sind noch nicht alle gestürzten Sowjetkoryphäen unter den 21 Angeklagten zu finden. Man ver­mißt insbesondere die bisherigen Volkskommissare Rndsutak, Anlipow, Meschlauk, Bubnow, Ka­minski sowie zahlreiche verhaftete Sowjetdiplo­maten.

Der Zweck des bevorstehenden Prozesses dürste es sein, der Sowjctöfsentlichkeit eine Art von Rechtfertigung" für die furchtbare Säuberung der letzten, Monate zu liefern, die dem Ausmaß dieser Aktion entsprechend auch die nötigen bom­bastischen Anklagen ins Feld führen mutz. Selbst wenn man die Frage beiseite lassen wollte, ob diese ungeheuerlichen Anschuldigungen gegen die bisherigen Vertrauten des Kreml im Partei- und Staatsapparat der Sowjetunion begründet oder erfunden sind. wird man zu dem Ergebnis kom­men, daß die sürchterliche moralische Erschüt­terung des Sowjetstaates unbestreitbar gewor­den ist.

Die Mitteilung des Sensationsprozesses selbst wird vorerst nur durch Leitartikel der Moskauer ZentralblätterPrawda" undIswestija" kom­mentiert.

Beide Blätter bemühen sich, die im Ver­gleich zu den früheren Prozessen neuen An- klagepumkte besonders hervortreten zu lassen: so vor allem diehistorische" Fundierung der an­geblichen Verschwörung, ferner das angebliche Attentat Trotzkis und Bucharins auf Lenin sowie dieteuflische Ermordung" Kuibyschews, Men- schinskis und desDichters" Eorki mit Hilfe der Scheusale in Arztgestalt". Beachtlich ist, daß die genannten. Blätter sich im wesentlichen darin er­schöpfen, unter Beifügung der fürchterlichsten Schimpfworts' die einzelnen Anklagepunkte der amtlichen Verlautbarung zu wiederholen, ohne diese irgendwie glaubhaft machen zu können.

Nun versteht man plötzlich, warum die Reihe der grauenhaften Schauprozesse in Moskau so lange unterbrochen wurde. Die letzten Bluturteile der GPU. wurden be­kanntlich hinter verschlossenen Türen gefällt, und die Öffentlichkeit erfuhr in vielen Fäl­len erst dann von dem Schicksal irgendeiner

Sowjet-Größe im Stalin-Paradies, wenn die Henker das Urteil bereits vollstreckt hat­ten. Derartige Schauprozesse benötigen eine lange Vorbereitung, bis die Angeklagten so weit sind, daß sie vor den Schranken eines Gerichts" die Bemühungen des Staats­anwalts überflüssig machen und als Anklä­ger gegen sich selbst auftreten. Wir kennen aus den letzten Schauprozessen zur Genüge die. grauenhaften Methoden der GPU.-Spe- zialisten, ihre Opfer so lange zu zermürben, bis sie allesgestehen", was. man von ihnen hören will. Nach monatelanger Folter, in der die geistigen und körperlichen Kräfte der Angeklagten gebrochen wurden, kann also wieder das ekelerregende 'Theater be­ginnen. - Erstaunlicherweise erfährt man in diesem Zusammenhang, daß Kuibyschew, der frühere Leiter der Staatsplankommission, der frühere GPU.-Chef Menschinski und Maxim Gorki ermordet worden seien,.ob­wohl deren natürlicher Tod nie bezweifelt worden ist. Ausgerechnet die Kreml-Aerzte sollen diese Sowjetgewaltigen beseitigt haben. Was die noch nicht unter Anklage gestelltenSaboteure" betrifft, die zur Zeit noch in Kerkern sitzen, so will sich Stalin offenbarMaterial" für weitere Schaupro- zeffe aufsparen. Der auf Blut und Ver­brechen ausgebaute Bolschewismus fordert eben zur Aufrechterhaltung seines Systems immer wieder neue Opfer.

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Moskau kennt keine 6ren;en, wenn es stch darum Handelt, ;u morden

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Paris, 1. März.

Der Untersuchungsrichter in der Verschlep- pungsangeleaenheit des weißrussischen Generals Miller, der bekanntlich am 22. September vergangenen Jahres spurlos verschwunden ist, setzte äm Montag die Zeugenvernehmung' fort, nachdem die Untersuchung in den letzten Wochen zu der einwandfreien Feststellung geführt hat, daß die Sowjetregierung bzw. die GPU. die Urheber dieser Verschleppung sind.

DerMattn" macht in sensationeller Auf­machung nähere Angabe^ über die bisher festge­stellten Tatsachen. Das Matt weist daraus hin, daß General Skoblin, der seit der Verschleppung des Generals Miller ebenfalls verschwunden ist, das ausführende Organ der GPU. gewesen ist.

Als Ches der sog.äußeren Linie", einer weiß­russischen Organisation in Paris, deren Aufgabe darin bestand, Beobachter nach Sowjetrußland zu schicken, um sich über die politische und wirtschaft­liche Lage zu unterrichten und den Widerstand gegen das Sowjetregime zu organisieren, arbeitete er Hand in Hand mit Moskau. Er teilte der GPU. jeweils die Entsendung eines Beobachters mit, so daß diese Leute beim Betreten sowset- russischen Bodens sofort verhaftet werden konnten. Mehr als 10 solcher Beobachter sind spurlos ver­schwunden und es unterliege keinem Zweifel, daß sie nicht unter den Lebenden weilen.

Die Tätigkeit Skoblins hat in weißrussischen Kreisen nach und nach Mißtrauen erregt. Das veranlaßte General Miller, keine weiteren Agen­ten mehr nach Sowjetrußland zu senden. Skoblin lief dadurch Gefahr, bei der GPU. in Ungnak- s zu fallen.

Hierauf ist sein Plan zurückzuführen, General Miller zu entführen, um sich selbst an die Spitze der Weißrussen in Paris zu, stellen und seine Spionagetätigkeit fortsetzen zu können. Die Unter­suchung hat ferner ergeben, daß der fowjetrussische DämpferMarja Uftanowa" an dessen Bord

General Miller wahrscheinlich entführt wurde, den Hafen von Le Havre sofort verlassen hat, nachdem der Pariser Kraftwagen auf dem Hafen- gelände eingetroffen war, der Stunden vorher an dem Orte gesehen worden war, an den Skoblin General Miller hinbestellt hatte.

DerMatin" wendet sich energisch gegen dieses abenteuerliche Verbrechertum der GPU. auf fran­zösischem Boden und stellt fest, daß Moskau keine Grenzen kenne, wenn es sich darum handele, zu morden.

Sowjerputsch in Kuba ausgedockt

Havana, 1. März.

Laut Mitteilung des Geheimdienstes der kuba­nischen Armee wurde in den letzten Tagen eine bolschewistische Verschwörung gegen die Regierung von Kuba m großem Außmaße aufgedeckt. Präsident Caredo und Oberst Bat ista sollten, wie aus dem beschlagnahmten Material hervorgeht, im Verlaufe eines kommu­nistischen Generalstreiks gestürzt werden. Die Aktion sollte unternommen werden zu einer Zeit. während der sich Oberst Batists zu einer Gedächt­nisfeier in einer östlichen Provinz aufhielt.

Im Verlauf der Maßnahmen des Geheim­dienstes wurden bereits 27 kubanische und spa­nische Kommunisten verhaftet sowie gegen weitere 500 Steckbriefe erlassen. Am Sonntagmorgen fan­den Beamte des Geheimdienstes bei Haussuchun­gen in den Geschäftsräumen zweier verbotener -panischer bolschewistischer Organisationen in Ha­vana zahlreiche Gewehre nebst Munition sowie große - Mengen kommunistischen Agitations­materials.

Aus den beschlagnahmten Eeheimakten geht einwandfrei hervor, daß dieses gegen die kuba nische Regierung geplante Komplott von aus limbischen Kommunisten angezettelt und organi siert worden ist,

Bresse-ZvUllurnii

^4^

Zum dritten Male jährt sich der Tag, an dem die Gründung einer neuen deutschen Luftwaffe vorgenommen wurde. Durch das Diktat von Versailles war Deutschland nicht einmal eine Ungleichung an den Luft- rüstungsstand der anderen waffenstarrenden Staate», geschweige eine seiner Lage im Herzen Europas angemessene militärische Luftfahrt gestattet worden. Deutschlands ungeschützter Luftraum lag für jeden seiner meist nicht gerade friedlich gesinnten Nach­barn offen als ein Ziel da, das zu Aeber- fällen geradezu verlockte.

Die friedliche Arbeit eines Volkes kann jedoch nur gewährleistet werden, wenn der Arm, der sonst den Hammer schwingt, im Notfall auch das Schwert zu handhaben weiß. Das lehrt die Geschichte gerade uns Deutsche, die jahrelang zur Wehr- losigkeit verdammt waren. Rüstung heißt für uns nicht Krieg, sondern Schutz des Friedens. Diesem Gedanken gab auch Her­mann Göring bereits in einem Interview mit dem englischen Journalisten Ward Price am 18. März 1935 Ausdruck. Da­mals erfuhr die Weltöffentlichkeit nicht nur die Tatsache, daß Deutschlakd eine Luft­waffe aus dem ureigenen Recht eines starken Volkes heraiks geschaffen hatte, sondern es wurden auch in einer Weise, die keinen Zweifel an. dem uneingeschränkten Frie­denswillen des Dritten Reiches ließ, die Aufgaben unserer neuen militärischen Luft­fahrt als einer Einrichtung der Abwehr, nicht des Angriffs, umrissen. Dieser Ge­danke kam weiter in der Zustimmung der deutschen Regierung zu dem von englischer

Seite vorgeschlagenen Luftpakt zum Aus­druck.

In den drei Jahren ihres Bestehens hat die von Hermann Göring, dem alten Kampfflieger des Weltkrieges, dem jungen Generalfeldmarschall des Dritten Reiches geführte Luftwaffe sich technisch und taktisch zur Höhe neuzeitlichster Vollkommenheit entwickelt. Wenn bislang als Tag der Luft­waffe der 21. April galt, so geschah es in Erinnerung an Rittmeister Freiherr» von Nichthofen, den unvergeßlichen Kampfflie­ger des Weltkrieges, der vor 28 Jahre« bei Vaux sur Somme nach seinem 88. Luft­sieg ein Leben soldatischer Pflichterfüllung mit dem Fliegertode besiegelte. In der un­ermüdliche» Einsatzbereitschaft der Männer der neuen deutschen Luftwaffe lebt das Ver­mächtnis Nichthofens weiter. Es findet seinen sichtbaren Ausdruck am Tag der Luftwaffe, der fortan zur Erinnerung an ihre Wiedergeburt am 1. März 1935 be­gangen wird.

Die Volksgemeinschaft und ihre der Zu­kunft des Reiches dienende Aufbauarbeit "M schützen, ist die Aufgabe unserer Luft- "baffe, die aus nationalsozialistischer Tat­kraft und Spferbereitschaft entstand. Aeber- zeugend kam dies zum Ausdruck durch jene unvergängliche Tat der SA., die mit dem Geschenk des Horst-Wesiel-Geschwaders an die junge deutsche Luftwaffe damals den Grundstock zu ihrem Aufbau schaffen half und damit symbolisch den Kreislauf vom politischen Soldatcntnm zum neuen Waf­fenträger der Nation schloß.

Uns«» sagssspksye

In Kuba wurde ein Sowjet-Putschplan auf­gedeckt.

Im neuen Moskauer Schauprozeß werden 11 frühere Volkskommissare als Angeklagte auf­treten.

Die Italien-Reise des Führers wird in der ersten Maihälste erfolgen.

Generalfeldmarschall Göring spricht heute über den Rundfunk zumTag der Luftwaffe". Zu einem großen Erfolg Finnlands wurde in Lathi die Weltmeisterschaft über 5VKm. Der letzte Eintopssonntag im Gau Weser-Ems erbrachte rund 134 008 Reichsmark. SA.-Sturmbannsührer Kurt Wegner oerab- ichiedete sich »oim SA.-Sturmbann 3/75. Bremens Eisenbahngüterverkehr ist 1837 ins­besondere durch erhöhten Kohlenumschlag ge-