Ausgabe 
(14.9.1937) Nr. 252
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parteiamtliche "Tageszeitung

NachrichkenblaN der Deutschen Arbeitsfront Bremen

der NationlchoZialisten Bremens

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des

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Nr. 252 / 7. Jahrgang

Meirstag, 14. September 1SZ?

kinzelpreis 15 Npf.

wuchtiaer stusktana in Nürnberg

Vorführungen und große Parade aller Wehrmachtsteile

Ver oberste vefehlshaber der Wehrmacht: „ks stnd noch nle die Völker vom frieden gesegnet worden, die schwach waren, sondern immer nur jene, die stark gewesen stnd. Vaß aber Deutschland heute wieder stark ist, dankt es in erster Linie seinen Sbldaten!"

packende Schlußrede stdols Hitlers aus dem Parteikongreß

Ver sichrer: „Nichts ist mehr geeignet, uns mit ganzer Kraft der nationalsozialistischen Idee zu verpflichten, als die klare kr- kenntnis, daß wir inmitten einer allmöhlich aus ihrem bisherigen politischen und wirtschaftlichen lZesüge geratenen Welt stehen"

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Ver khrentag der Waffenträger

Nürnberg, 13. September.

Mit dem Großen Wecken ist bei herbstlichem Himmel der letzte Tag der Heerschau der Nation, der Tag der Wehrmacht, angebrochen. Stand- konzerte auf den schönen, alten Plätzen Nürn­bergs haben ihn eingeleitet. Mit den teilneh­menden Truppen ziehen in den ersten Morgen­stunden unübersehbar« Zuschauerscharen hinaus "?>.das Zeppelmfeld, um dem großartigen mili­tärischen Schauspiel, das am Nachmittag unter 'den Augen des Obersten Befehlshabers der stol- zen Wehrmacht des Dritten Reiches wiederholt wird, beizuwohnen. Mehrn als lOOOOOZn- schauer hatten sich am frühen Vormittag auf dem fahnengejchmückten Zeppelinfeld zu den' Vor­führungen der Wehrmacht eingesunken. Trotz wenig günstiger Witterung — die Vorführungen der Lultwane konnten wegen der tief hängenden Wolken und der starken Bodennebel auf den Startplätzen nur zu einem Teil durchqefichrt werden, rollte ein militärisches Schauspiel von stärkster Ausdruckskraft ab, das durch seine Vielfalt und die Präzision der Ausführung immer wieder die helle Begeisterung der Besucher hervorrief.

2n knapp zwei Stunden gab die Wehrmacht «in anschauliches Bild von dem hohen Stande ihrer Ausbildung. Gerade die beschränkten räum­lichen Verhältnisse — das Zeppelinfeld weist nur eine Länge von 289 und eine Breite von 203 Meter auf — stellte» besondere Anforderungen

an die Leitung der Vorführungen und die teil­nehmenden Truppen, sollten die Darbietungen wirklichkeitsgetreu einen Einblick in die Waffen- schule unserer neu erstandenen Wehrmacht geben. In welchem Maße das gelungen ist, bewiesen die Sprechchöre, die von den Zuschauerblocks dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Reichskriegs­minister Eeneralfeldmarschall von Blom- berg, den Dank der Besucher aussprachen.

Kurz vor Beginn der Vorführungen traf, mit Jubel empfangen Generalfeldmarschall von Blomberg mit seiner militärischen Begleitung auf der Stätte der Vorführungen ein, wo die Truppen bereits Paradeauf st ellung ge­nommen hatten. Am rechten Flügel standen die Infanterieregimente! 34 und 110, in der ersten Linie die Schützenkompanien, hinter ihnen die bespannten Kompanien. Anschließend folgten das Kavallerieregiment 17, das Artillerie-Lehrregi- ment, die I. und II. Marineunteroffizier-Lehr- abteilung, das Panzerregiment 7, eiu Regiment der Luftwaffe zu Fuß und das Flakregiment 28 In der zweiten Linie schlössen sich an die be spannten Kompanien der Infanterieregiment«!, die Panzerabwehrabteilung 10. die Aufklärungs­abteilung VII, die Krastfahrkampstrupp'.'nlehr- abteilung, das motorisierte Pionier-Lehr- und Versuchsbataillon I, motorisierte Teile der Nach richtenlehr- und Versuchsabteilung und endlich bespannte Teile des Artillerielehrregtments.

(Fortsetzung auj Kett« 2)

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(vssktberlekt unserss in Nürnberg weilenden ttsuptsekriktleitsi's)

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(IVsltdilä)

llsv. Nürnberg, 14. September.

Die Rede des Führers zum Abschluß des Parteikongresses in Nürnberg war weit über ihre hohe innenpolitische Be­deutung hinaus von größter außenpolitischer Bedeutung. Des Führers tiefe Sorge um die Kultur und Zivilisation der Menschheit, im besonderen um die Europas, drängte zum Ausdruck in messerscharfen, folgerichtigen Formulie­rungen gegen die Gedankenlosigkeit, Bequemlichkeit und zum Teil jawohl auch nicht zu leugnende Böswilligkeit einer bürgerlichen Demokratie gegenüber, allen wohlgemeinten Warnungen vor der bolschewistischen Weltpest.

Und nur weil wir in Deutschland diese Gedankenlosig­keit, Bequemlichkeit und Böswilligkeit aus'Erfahrung ken­nen, erscheint es uns nötig, den Törichten noch besonders zuzurufen: Beachtet des Führers wohlgemeinte leiden­schaftliche Warnung, glaubt dem Führer endlich, wenn er euch so wie gestern in unwiderleglicher Beweisführung mit dem ganzen Rüstwerk seiner überzeugenden Beweiskraft zeigt, wie es um euch da draußen, ihr von Blindheit Ge­schlagenen, bestellt ist, wie euch das sichere Berderben be­droht, wenn ihr es euch bisher auch noch nicht eingestanden habt.

Glaubt vor allem an das, was der Führer euch über das jüdische Parasitentum und dessen weltzerstörerischen Absichten sagte. Glaubt, daß das Problem der heutigen Weltunruhen ein jüdisches, ja das jüdische Problem ist, und daß die Wertmessung der jüdischen Rasse durch den Führer an Hand von Tatsachen (wie der schöpferischen Unbegabt- heit dieser Rasse und dem daraus erwachsenden Drang, alle wirklich schöpferischen Völker auszurotten) die allein rich­tige ist und daher auch für die verantwortlich Regierenden aller europäischen Völker verpflichtend und maßgebend sein sollte. Und glaubt ja nicht, ihr Staatenlenker demokratischer Art Europas, daß euch eure demokratische Staatsform auto­ritär regierten Staaten gegenüber das Vorrecht gibt, in Vertretung eurer Interessen mehr beanspruchen zu dürfen als etwa Deutschland und Italien in Vertretung ihrer In­teressen beanspruchen können. . Wir sehen in jedem Versuch einer weiteren Ausbreitung des Bolschewismus ln Europa grundsätzlich eine Verschiebung des europäischen Gleichge­

wichts" sagte der Führer. Und wie England interessiert ist an der Verhinderung einer solchen nach seiner Auffassung, so sind wir interessiert an der gleichen Verhinderung nach unserer Auffassung. Für uns Deutsche ist Europa, so wie es heute ist, eine Voraussetzung unserer Existenz. Belehrun­gen auf diesem Gebiete von anderen, die nicht unsere Er­fahrungen haben, lehnen wir kategorisch ab.

Beachtet ihr Völker Europas und ihr verantwort­lichen Staatsmänner aber auch, was der Führer des weiteren sagte über seine und das ist Deutschlands Ent­schlossenheit gegenüber der bolschewistischen Gefahr für den Fall, daß jemand versuchen sollte, diese Gefahr von außen an Deutschland heranzutragen. Beachtet des Führers Wort und glaubt ja, daß er der Mann ist, sein Wort wahr zu machen! „Blitzschnell" werden wir jeden solchen Versuch „niederbrechen"! Was heute Deutschland ist und Deutschland vermag in seiner Stärke und nie vorher gewesenen inneren Geschlossenheit, hat schon rein äußerlich wieder der jetzt vergangene Reichsparteitag bewiesest. Ihr habt das neue Deutschland hier in Nürnberg gesehen, den inneren Gleichklang von Millionen Seelen erfühlt und ihr habt doch. nur erst e i n e n T e i l des gesamten Deutschland, nur die vordersten Gruppen der gewaltigen national­sozialistischen Bewegung, die Deutschland selber ist, vor Augen gehabt. Ihr habt nur die vorderen Gruppen unserer Wehrmacht gesehen, „nur die Spitze des Schwertes", wie der Führer sagte, die Spitze des Schwertes, das unsere Heimat schützt, erblickt, aber ihr habt daraus erkennen können, was an Opfern, an Fleiß und Tatkraft im nationalsozialistischen Deutschland geleistet worden ist und möget ermessen, was dieses Deutschland weiter zu leisten in allen Lagen seines Schicksals fortan imstanoe sein kann.

„Die deutsche Nation hat endlich ihr germanisches Reich erhalten'^ so sagte der Führer zum Abschluß seiner Rede bei dem Schlußkongreß, und dieses germanische Reich der deutschen Nation ist, das können die Völker der Welt nicht übersehen, nie stärker und stolzer zuvor hier in Nürnberg in Erscheinung getreten wie gerade in diesem Jahre. Das ist der unvergängliche Eindruck aller, die Nürnberg er­lebten.

parackier.s» satt 3«-

.(Wsttkilä),