Ausgabe 
(8.9.1937) Nr. 246
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Parteiamtliche "tageszeitung der Nationalsozialisten Vremens

Bachrichtenblatt der Veutschen flrbeitsstont Bremen flmtsblan des Senats der Lreien kjanseftadt Bremen

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Nr. 246 /?. Jahrgang

Mittwoch, S. September 1SZ?

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Ves fichrers Proklamation an die Nation

kudolf ließ eröffnet den Kongreß der NSdflp. / verkiindung der Irägec des Nationalpreises aus der Kulturtagung

„Parteitag der strveit"

(OiZsnsr. Ornbtbsriabt dar „Lrsmsr 2situnZ") skv. Nürnberg, 8. September. Auch der zweite Tag des Reichsparteitages 1937 — der Führer benannte ihn den „Partei­tag der Arbeit" — verlief in dem bereits zur Tradition gewordenen Rahmen.

Morgens der erhabene Vorbeimarsch der Hit­lerjugend mit ihren Fahnen vor dem Führer am

Unser lagesspiegel

Sowjetrussische Kriegsschisse kaperten acht japanisch« Fischerboote.

Nach der siechen sowjetrussischen Note an Italien ist die Durchführung der Mittelmeer- lonserenz in Frage gestellt.

Staatssekretär Funk legte in Paris am Grab­mal des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder.

Die Ostseekonserenz hat für die Behandlung von Eutern neue Bestimmungen getrosfen. Nach der Erössnung des „Parteitages der Arbeit" durch Rudols Heß verlas Gauleiter Wagner die Proklamation des Führers.

Auf der Kulturtagung wurden Alfred Rosen- berg, Professor Dr. Bier, Professor Dr. Sauer- bruch und Dr. Milchner mit dem National­preis für Kunst und Wissenschaft ausge­zeichnet.

Rudols Hetz erösfnete die Ausstellung „Nürn­berg, die deutsche Stadt".

Bei den NS.-Kampsspielen in Nürnberg begannen die sportlichen Kämpfe der Hitler­jugend.

Das Nürnberg-Kommando der Nordsee-SA. ist in Bremen eingetroffen.

Hohe türkische Gäste besuchten Bremen.

Deutschen Hof", gegen Mittag die Eröffnung des Parteikongresses in der Luitpoldtzall« durch den Stellvertreter des Führers, dabei die Toten­ehrung, anschließend daran die Begrüßungsworte des Gauleiters des gastgebenden Gaues, Streicher, und dann die Verlesung der eindrucksvollen Pro­klamation des Führers durch Gauleiter Wagner. Abends aber die festliche Kulturtagung im Opernhaus mit der Eröffnungsansprache Alfred Rosenbergs, der Verkündigung der Träger des Nationalpreises durch Dr. Goebbels und schließ­lich mit der großen richtungweisenden Rede des Führers.

Die Kongretzeröffnung war natürlich das Er­eignis des Tages. Wenn Rudolf Heß in seiner Rede betonte, daß die Reichsparteitage dem Er­innern an Vollbrachtes, der Feststellung des Er­reichten und der Sammlung zu neuen Leistungen zu dienen haben, so darf wohl gesagt werden, daß aus der verlesenen Proklamation die gewaltige Fülle der Leistungen, auf die der Nationalsozi­alismus mit Stolz, das ldeutsche Volk aber mit dankbarer Freude blickt, sich wenigstens andeu­tungsweise abhebt und daß der unbeugsame Wille zu neuem Schaffen für Deutschlands Größe und Deutschlands Zukunft dabei sich elementar Aus­druck verschaffte, fast mehr noch in den gewaltigen Beifallskundgebungen der vielen Tausende von Kongreßteilnehmern Lei den besonders markanten Stellen der Proklamation als durch die plastisch geformten, von hinreißendem Schwung durch­pulsten Willensäußerungen der Staatsführung zu neuen, grandiosen Leistungen im kommenden Jahr in den weiteren Zeitabschnitten.

Der zweite Tag des Reichsparteitages fand sei­nen Auftakt mit dem Vorbeimarsch der Hitler-Jugend vor dem Führer.

1590 Hitlerjungen aus allen Teilen Deutsch­lands sind bekanntlich vom 20. Juli ab mit 400 Bannfahnen von ihren Standorten durch die deut­schen Gaue nach der Stadt der Rekchsparteitage marschiert. Dienstag vormittag, vor der feierlichen Eröffnung des Parterkongresses, fand dieser sym­bolische Marsch der Hitlerjugend durch Deutschland mit dem Vorbeimarsch vor dem Führer am „Deut­schen Hof" seinen vorläufigen Abschluß. In frischer und straffer Haltung marschierten die Jungen am Führer vorbei. Neben dem Führer standen auf dem Balkon des „Deutschen Hofes" der Stellver­treter des Führers, Rudolf Heß, und der Reichs­jugendführer von Schi räch. Man sah es den Jungen nicht an, daß sie viele hundert Kilometer in ihren Tagesmärschen zurückgelegt hatten; sie kannten die letzten Wochen hindurch nur das eine Ziel: den Vorbeimarsch vor dem Führer! So zog Bann um Bann an dem Führer vorbei und fest war der Blick der Jungen auf den Führer gerich­tet. Die Tausende, die am „Deutschen Hos" stan­den, jubelten den Hitlerjnngen zu; ihre größte Freude aber war der Augenblick, da sie dem Füh­rer ins Auge sehen konnten. — Nach dem Nürn­berger Parteitag ziehen die Marschblocks weiter nach Landsberg, wo der Adolf-Hitler-Matsch

Der lümpkung dos Vübrvrs und Kvivliskaimlers im katbanssnni -m Nürnberg. Von links nscb rsabts (Linier dem Andrer): Bsicbslübrsr st Himmler, Ltabsobsk l-ntris, Ksiebsorganisationsisitsr Or. Oex, Usiobslsitsr llossnbsrg, Iiöicb 8 scbs.t 2 meistsr Lebvsr?, Oberbürgermeister Oiebsl, Keiedslsitsy Sondier. (Prssss-Sokkinann)

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mit einer Feierstunde auf der Festung Landsberg seinen Abschluß findet.

An der Straße zur Kongreßhalle stehen hinter den Absperrmannschaften der st am Morgen des Dienstag wieder unübersehbar« Men- schenmanern. In strahlendem Sonnenschein liegt im Grün des Luitpold-Haines die Kon­greßhalle. Ueber dem Haupteingang leuchtet weithin die Standarte des Führers, in. langen Bahnen hängen die Freiheitsfahnen und gol­denen Bänder herab.

Im Innern ist die Kongreßhalle unverän­dert geblieben. Es ist wieder ein prachtvoller Zu­sammenklang von Rot, Elfenbeintönen, Gold und lichtem Blau. Die Stirnwand beherrscht das ge­waltige, mit goldenem Lorbeer umkränzte, von Scheinwerfern angestrahlte Hakenkreuz. Ueber dem Eingang aber steht als Richtwort des Kon­gresses: „Im Willen zur Einheit

liegtdie Kraftder Nation." Wieder sind lange vor Beginn die Reihen der festlichen Halle Kopf an Kopf bis auf die dem Führerkorps vor- bshaltenen Plätze besetzt, das, wie in allen Jah­ren den Führer vor der Luitpokdhalle empfängt und ihn in die Halle begleitet. In den ersten

Reihen sitzen auf der einen Seite die 48 Missions­chefs der ausländischen Vertretungen und die An­gehörigen der Spitzen der Bewegung, auf der an­deren Seite die Vertreter der höchsten Reichs­und Staatsbehörden, die Spitzen der Generalität und Admi.ralität und endlich die Ehrengäste des Führers zum Reichsparteitag 1937. Unbeschreib­lich ist auch wieder die

freudige und erwartungsvolle Spannung

die die Tausenden beseelt und die sich Luft macht, als der Führer, gefolgt von Rudolf Hetz und dem Frankenführer, den Reichs- und Gauleitern und dem Führerkorps der Kampfformationen, durch den Mittelweg kommt. Dieser Empfang, den die Getreuen Adolf Hitlers alljährlich zum Kongreß­beginn dem Führer bereiten, ist mitreißend und erhebend zugleich. Alle, die zum ersten Mal als Zeugen dieser traditionellen und symbolischen Stunde beiwohnen, reißt er mit in den Strom der Liebe und der Verehrung, der hier in immer neuen Wellen dem Führer entgegen- schlägt.

Nach den straffen Rhythmen eines Marsches aus der Kampfzeit zieht dann, geführt von der

Vlutfahne, funkelnd und gleißend der Wald der ruhmreichen Standarten ein, von den Tausenden ehrfürchtig mit erhobener Rechten begrüßt. -

Nudols tzeß: Her Kongreß ist eröffnet

Mit drei langgezogenen Hornstößen setzt dann Wagners herrliche „Rienzi"-Ouvertüre als fest­licher Aufklang ein. Feierlich steigt das Niederländische Dankgebet empor und klingt mit den rauschenden Akkorden der Riesenorgel der Luitpoldhalle in der Bitte an den Lenker der Schlachten aus: „Herr mach uns frei!" Dann tritt Rudolf Heß an das Rednerpult. Zur Eröffnung des Kongresses führt er aus:

„Der Kongreß des 9. Parteitages der NSDAP. ist eröffnet. Unser erstes Gedenken gilt, wie stets zu Beginn dieses Kongresses, unseren Toten. In diesem Jahre betrauert das deutsche Volk inson­derheit die 31 Gefallenen des Panzer­schiffes „Deutschland". Sie starben in treuer Pflichterfüllung in Durchführung einer internationalen Verpflichtung. Sie wurden Opfer eines der verbrecherischen bolschewistischen An­griffe auf den Frieden Europas.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Moskau stellt einen Nekord der frechlM auf

stee rote Pirat des Mittelmeeres besitzt die Stirn, Italien zu verdächtigen

Die Serie der bolschewistischen Provokationen reißt nicht ab. Nachdem durch zahlreiche Zwischen-- fälle im Mittelmeer ein Krisenzustand geschaffen ist, der sich ohnehin kaum noch verschärfen könnte, haben die Machthaber des Kreml nicht gezögert, die Gangstermethoden ihrer Piratenschiffe auch auf die offizielle Diplomatie zu übertragen. Es kann als nichts anderes als eine unüber­bietbare Provokation bezeichnet werden, wenn sich Moskau erdreistet hat, in Rom einen sogenannten diplomatischen Schritt zu unternehmen, der auch den selbstverständlichsten Geboten des internationalen Taktes brutal ins Gesicht schlägt. Die Machthaber in Moskau haben sich nicht weniger herausgenommen, als Italien offen der Bombardierung sowjetrussischer Schiffe zu beschuldigen. Nicht der Schatten eines Be­weises ist für diese unerhörte Verdächtigung vor­handen. Man versucht, den Spieß umzudrehen und nach der -bekannten Hält-den-Dieb-Methods sich selbst von den schweren Vorwürfen zu reini­gen, die inzwischen auch schon von englischer und französischer Seite gegen die dunklen Machenschaf­ten Moskaus im Mittelmeer gerichtet worden sind.

Demgegenüber sind folgende Tatsachen festzu­stellen: Sowohl der Angriff auf die „Deutschland" wie die fehlgeschlagen«!! Torpedierungsversuche auf die „Leipzig" waren das Werk des bolsche­wistischen Untermenschentums. Nicht aus deut­

scher, sondern aus ausländischer Quelle ist in­zwischen dokumentarisches Beweismaterial dar­über veröffentlicht worden, daß beide Anschläge, die in einem Fall das Leben einer Anzahl tapfe­rer deutscher Seesoldaten kostete, von der bolschewistischen Zentrale in Va­lencia befohlen worden sind. Da die eigentliche Zentrale nicht Valencia, sondern Moskau heißt, ist damit die Verantwortlichkeit der bolschewistischen Gewalthaber für diese frivolen Anschläge gegen den Frieden der Welt einwand­frei festgestellt. Alle vorhandenen Indizien sprechen zweitens, vor allem nach der Havarie des rot- ipanischen U-Bootes „0 4", dafür, baß der Angriff auf den englischen Zerstörer „Havoc" von dem durch Wasserbomben beschädigten rotspanischen U-Boot aus erfolgt ist. Auch in diesem Falle ist der Schuld igeMoskau, da das rote U-Boot nur nach den Anweisungen der Valencia-Zentrale gehandelt haben kann. Drittens steht nicht zuletzt ebenso zweifelsfrei die Verantwortlichkeit des bolschewistischen Piratengesindels für die ver­schiedenen Angriffe auf italienische Schiffe fest, die ebenfalls Todesopfer forderten.

Wenn sich also Moskau angesichts dieser un­geheuerlichen Anschläge dazu erdreistet, sich selbst zum Staatsanwalt zu machen, so ist das ein Vorgang, der nicht nur beispiellos dasteht, sondern eine allerschärfste Antwort verdient. Es liegt auf der Hand, worauf diese Provokation überhaupt hinausläuft: In Paris ist es mit äußerstem Miß­

vergnügen zur Kenntnis genommen worden daß die von England angeregte M i t t e l m e e rko n- ferenz unter Einbeziehung Teutsch- landsund2taliens zustande kommen sollte. Es ist überaus aufsällig, daß sich der Quai d' Orsay nach der Überreichung der sowjetrussischen „Note" in Rom als erster beeilte, festzustellen, daß die französische Regierung mit dieser Her­ausforderung nichts zu tun habe. Worin besteht denn nun aber die enge Zusammenarbeit zwischen Paris und Moskau, derer sich die französische Linkspresse täglich rühmt, überhaupt, wenn die französische Regierung über einen derart schwer­wiegenden Schritt des roten Bundesgenossen nicht vorher in Kenntnis gesetzt worden ist?

Es kann sich um nichts anderes handeln, als daß die vorgesehene Mittelmeerkonferenz, die eine Be­endigung des roten Piratenunwesens im Mittel­meer bringen sollte, rechtzeitig, und zwar schon vor ihrem Beginn, gesprengt werden soll. Es kann nicht abgestritten werden, daß eine gewisse französische Presse mit ihren leidenschaftlichen Ausfällen gegen Italien dieser Sprengung syste­matisch vorgearbeitet hat. Alles andere bedarf keiner längeren Erörterung mehr: Moskau hat ganze Arbeit geleistet! Es hat gezeigt, daß seine Methoden und seine Ziele in nichts anderem be­stehen als jede Zusammenfassung der europäi­schen Nationen für den Frieden zu torpedieren. (Weitere Berichte siehe im Innern des Blattes.)

Iriumpliale fMellungen

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(Orabtbsi'ickt uvssrss in UürnbsrZ lesilsvdsv.

Hauptscbrlltlsiters)

jbv. Nürnberg, 8. September. „Per Vertrag von Versailles ist tot, Deutschland ist frei, und der Garant unserer Freiheit ist unsere Wehrmacht." Das ist das Resümee, das der Führer in seiner Prokla­mation zum Reichsparteitag 1937 in außen­politischer Hinsicht zog. Es ist das ein so klares, 'eindeutiges und für sich selber genügend sprechendes Ergebnis national­sozialistischer Staatsführung von vierein­halb Jahren, daß es müßig erscheint, da­rüber noch ein weiteres Wort zu verlieren, zumal Deutschland sich heute in einer vom Brausen einer aufgewühlten, von Kamps und Unrast erfüllten Welt abhebt wie ein Fels unerschütterlicher Ruhe und gelassener Selbstsicherheit.

„Parteitag der Arbeit" hat der Führer als Name des neuen Reichsparteitages be­stimmt, und es erfüllten darum auch die Aufgaben der Arbeit für die nähere und fer­nere Zukunft den größten Teil der Prokla­mation des Führers. Das soziale Pro­blem ist in Deutschland gelöst, restlos ge­löst, betonte der Führer in seiner Prokla­mation. Es ist gelöst, nicht wie es da drau­ßen jenseits der deutschen Grenzen Marxisten und Kommunisten sich dachten oder zn den­ken vorgeben. Nein, es ist nicht gelöst in der Art einer gesellschaftlichen Revolution, die wie bei den Bolschewisten die Beseitigung der volkseigenen Intelligenz und deren Er­satz durch die jüdische Parasitenrasse zum Ziele hat. Das soziale Problem bei uns ist gelöst ganz einfach durch die Tatsache, daß es in Deutschland keine Erwerbslosen mehr gibt. Da gleichzeitig Löhne wie Preise nahezu vollkommen stabil blieben und da­rüber hinaus die sozialen Lebensbedingun­gen durch eine tausendfältig geleistete Arbeit verbessert und verschönert werden konnten, da außerdem die besten Kräfte der Partei und des Staates nach wie vor hingebungs­voll am Werke sind, die sozialen Lebensbe­dingungen des Volkes weiterhin zu verbes­sern, da andererseits das Pflichtbewußtsein jedes einzelnen Volksgenossen im Kampf um des Volkes Dasein und des Volkes Wohl­fahrt sich immer mehr stärkt und schärft, sind wir in der Tat der Volksgemeinschaft im edelsten Sinne des Wortes tausendmal näher als die pharisäerhaft über Deutschland die Nase rümpfenden, von Klassen- und Wirt­schaftskämpfen zerrissenen marxistisch ver­seuchten Staaten.

Im übrigen: „es gibt als Dogma weder eine sozialistische Wirtschaft, noch eine freie Wirtschaft, sondern es gibt nv.r eine ver­pflichtete Volkswirtschas t", betont des Führers Proklamation und läßt keinen Zweifel darüber zu, daß der Wirtschaft die Aufgabe zukommt, einem Volk die höchsten und besten Lebensbedingungen zu verschaf­fen. Und daran knüpft sich ganz folgerichtig die Feststellung, daß wenn etwa in irgend­einem Wirtschaftszweige, sei es bei der Ei­sen- und Stahlproduktion, sei es woanders, die Unmöglichkeit eintreten sollte, das zum Wähle der Nation notwendigerweise vorge­schriebene Ziel zu erreichen, eben dann von der Nation, also vom Staate, die erforder­liche Arbeit selbst in die Hand genommen und geleistet werden muß. Nicht anders wie ja auch der Staat längst schon die Aufgaben der Reichsbahn übernahm und deren Arbeit in vorbildlicher Weise leitet und lenkt. Daß Hermann Göring der Mann dazu ist. hier nach dem Rechten zu sehen und das Ent­scheidende zu tun, braucht kaum mehr eigens betont zu werden.

Von den Schwierigkeiten unserer Lebens­mittelversorgung ausgehend, die Jahr tür Jahr von dem Ausfall der Ernte abhängt, kommt die Proklamation zu der unaus- weichbaren Forderung eines dem Reiche zustehenden Kolonialbe­sitzes und zu der Feststellung, daß die ab­lehnende Haltung der anderen Machte dieser Forderung gegenüber einfach nicht mehr verständlich ist. Die Apostrophierung der Mächte, denen Deutschland seine Kolonien weder geraubt noch gestohlen hat, wird draußen nicht unverständlich bleiben kön­nen, wo man immer noch nicht begriffen haben will, um was es bei den deutschen Kolomen geht.

Unverständen sollten schließlich auch nicht langer des nationalsozialistischen Deutsch­lands planmäßig in Angriff genommene Be­mühungen um die V o l k s - u n d R a i s e n- hygiene bleiben. „Was hat jeder Dienst