!4l
mCew kK verlorkn^!
-srA
'L
LN''"L
"LL--"
L"" "'» r..
Moi"7 jtb'
>»-»».»?!'»>
llus dex 7. ^ li
lende rote l
'rte fielen «,/K> und er verS Äri er auch
T°nd nich7Ht
K» i."S«! L S'"«»
on Ä. Zeltler
S schließlich auch
ab Ule eine M re wieder am St>
l Stämmen ins » en Ferne der off -gtes Licht, x >erz, dann beqm, h stch m einer N leg. und die W tz und tief. lcharfkantigm §, !, und fand be^ Y und die tioike rlden der Nieder, andt an dem stet ,ar eine verkinn
rffes und ein spitzn, ir Erde riß und ^
, ganzen Körper ou :rner glücklichen Bu kt« er drei Mannn wehre um die Lchnl von ihnen stieß ihr >rte undeutlich ein« erstand. Der Lchmeij ersuchte austusteh«»; hob den ersten zui lieber.
feinen Rock. n das Licht brennt" end. Me blickte sie
r. als ob Sie »P irenze gelaufen M! >fen! Das dn Wm ann."
astete Utes Wunde, rch den ganzen Nimm alles im Me». außer sich. „Hinist es wissen!"
stöhnte Me. I
ckden inne.
? Bor dem Kv:
auf: er war stm'j , bleich. Als sie^
i er zugelaufen« alkte Haus. in »» . Die Männer M ß und schlössen V ,d sah. daß er W als Kind zum M'
'te aller Triebe, en und die Taube», Menschen glaub«», höner ist als Liebt xiate»
er lang' sie l°rg'
Parteiamtliche Tageszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen flrdeitssront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
slmtsblatt des Senats der Lreien ksansestadt vremen
Erscheint 7mal wöchentl. Monatsbezug: 2,30 einschl. Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2,30
(einschl. 50,54 cH/ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.
Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oder Ersatz. NS.-Gauberlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Geeren S/8 / Fernsprecher: 54121 und 51115.
Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstaichalters in Mdenburg und Vremen
Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Ze!le im Anzeigenteil >2 die 70-mm-Ze!le im Textteil 75 ctz/.
Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 (Nachlaßstasfel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12-4 -13)4 Uhr.
Nr. 242 / 7. Jahrgang
Sonnabend, 4. September 1SZ7
kinzelpreis 15 Npf.
Mussolini besucht den sichrer und Neichskamler
kin Ereignis von überragenver vedeutung
Zwei Männer - zwei Völker
Berlin, 4. September In der zweiten Hälfte des September wird der italienische Regierungschef Benito Mussolini dem Führer und Reichskanzler auf dessen Einladung einen Besuch in Deutschland abstatten. Es ist ein Ereignis von einzigartiger, überragender Bedeutung, daß sich der Schöpfer des faschistischen Italiens und der Schöpfer des nationalsozialistischen Deutschlands in dieser Weise persönlich begegnen. Die Zusammenkunft soll und
...... ..
Unssr Isgesspisgei
Mussolini wird im September den Führer besuchen.
2n Schanghai ist ein schweres Artillerie- Gefecht im Gange.
Die spanischen Bolschewisten richteten vor ihrer Flucht in Santander ein Blutbad an. In Paris oerössentlichte Dokumente enthüllen bolschewistische Pläne sür Ueberfälle aus deutsche Schiffe.
In der Frage einer Mittelmeer-Konferenz entwickelt sich eine italienisch-englische Spannung. Der Führer entbot zum Ableben des Barons de Coubertin ein Beileidstelegramm.
Ein Riesenskandal entstand um die neuen Schiebereien des Juden Varmat in Brüssel. Der polnische Vizeverkehrsminister Vobowski besuchte mit seiner Gattin Bremen.
Die Uebungen der 22. Division fanden gestern ihr Ende.
Nach vollständiger Wiederherstellung Hat der Walfänger „Ran Hl" seine Abnahmeprobe- sahrt durchgeführt.
Aus die Kasse des Bremer Staatstheaters wurde ein Raubüberfall versucht.
Ein Brand bei Jpwege vernichtete rund 800 Hektar Moor und Heide.
U!!l!!!I!I!I^l!!!!!MUMUWUUR!WR!!!R!i!R!RW!!RWWRWRRRR>
wird dazu dienen, aufs neue die enge ideelle Verwandtschaft und Verbundenheit der gewaltigen revolutionären Bewegungen zu bekunden, die in den beiden Ländern zu einer Neugestaltung des gesamten völkischen und staatlichen Lebens geführt haben. Mit seinem Führer weiß sich das ganze im Nationalsozialismus geeinte deutsche Volk eins in der tiefempfundenen Freude, den Duce des faschistichen Italiens demnächst auf deutschem Boden begrüßen zu können.
Der Besuch des italienischen Staatschefs Mussolini in Deutschland wird in der gesamten
Weltöffentlichkeit mit Recht als ein Ereignis von allergrößter Vedeutung gewürdigt. Mussolini ist der Führer eines Volkes und der Schöpfer eines neuen Staatswesens, das die granitenen Fundamente für eine tausendjährige Zukunft schuf. Millionen blicken zu ihm auf als dem einzigen, dem sie zu folgen gewillt und für dessen Werk sie zu siegen oder zu sterben bereit sind. Es ist ein neuer Mythos und es sind völlig neue Werte, die hier aus den tiefsten Tiefen einer völkischen, einer sozialistischen und überhaupt einer neuen staatlichen Ordnung herausgewachsen sind. Was der Faschismus und die 15 Jahre seiner Herrschaft für Italien bedeuten, bedarf keiner Aneinanderreihung einzelner historischer Daten oder Ereignisse. Die Welt hat sich in stärkstem Maße nicht nur mit der Existenz dieser jungen Staatsidee beschäftigen müssen: Die Dynamik der neuen Idee ist, ohne irgendwie eine „Exportware" zu sein — um ein Wort des italienischen Staatschefs selbst zu gebrauchen — damit zu einem maßgebenden Faktor in der Entwicklung der ganzen Weltpolitik geworden.
In allen diesen entscheidenden Dingen liegen die tiefen und starken Bindungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien begründet. Nur oberflächliche Beobachter werden — beeinflußt durch hier und da aufgetretene Unebenheiten, die an das Grundsätzliche nie im letzten herankommen — übersehen haben, daß es eine starke historische Parallelität ist, die in Wirklichkeit die gemeinsame Marschrichtung beider Nationen in vielem bestimmt hat.
Der Nationalsozialismus ist ebenso wie der Faschismus aus dem Volk gekommen. Sein Weg zur Macht und sein Eintritt damit in die Weltpolitik — ein Zeitpunkt, der heute überall als das historische Datum unseres Jahrhunderts registriert ist — wurden aus den gleichen Ursachen geboren und von den gleichen dynamischen Kräften getragen. Die gleichen Gegner und Systeme waren es, die überwunden werden mußten: aus der liberalistischen Welt, die sich als der konsequenteste Wegbereiter des bolschewistischen Chaos erwiesen hat, ist unter den wuchtigen Schlägen beider Revolutionen in beiden Staaten eine völlig neue Ordnung entstanden, die die alte Welt ablöste.
Der gemeinsame Gegner heißt heute für das nationalsozialistische Deutschland wie für das faschistische Italien: Bolschewismus. Er
ist die große Gefahr, die auf eine völlig natürliche Weise aus dem Zusammenbruch der alten Weltordnung erwachsen ist. Seine unterirdische Existenz, seine Anschläge und seine letzten Ziele werden auf den stärksten und den entschiedensten Widerstand stoßen, der in der nationalsozialistischen wie in der faschistischen Revolution zu einer alles überwindenden stählernen Kraft geworden ist. In ihren größten Aufgaben und in ihrer
Sendung treffen sich so die beiden Revolutionen. Sie treffen sich aber auch in den Männern, deren Namen mit ihnen unlösbar verbunden sind.
Mussolini ist der Schöpfer des jungen Italiens, der ebenso wie der Führer des neuen Deutschlands aus der Mitte seines Volkes kam und der ein neues Zeitalter faschistischer Geschichte in der großen heroischen Geschichte des italienischen Volkes einleitete. Das nationalsozialistische Deutschland begrüßt daher in ihm einen Mann, der für das italienische Volk ebensoviel bedeutet, wie der Führer des neuen Deutschlands für sein Volk: alles! Es grüßt deshalb in ihm das faschistische Italien und das italienische Volk selbst, zu dem es tiefe freundschaftliche Gefühle hegt und mit dem es durch die Gemeinschaft einer großen Idee verbunden ist. Das Ausland — soweit es von Natur aus mißgünstig gestimmt ist — spekuliert falsch, wenn es an die bevorstehende Zusammenkunft auf deutschem Boden Maßstäbe anlegt, die deshalb falsch sein müssen, weil sie die Maßstäbe einer anderen Welt sind. Ebensowenig wie man aus diesem Geist heraus überhaupt zu begreifen imstande ist, daß Führer und Volk in Deutschland und Italien identisch sind, daß der Faschismus heute das ist, was man Italien nennt, daß der Nationalsozialismus Deutschland ist.
Ebenso wird man schwerlich gemerkt haben, daß die Achse Berlin — Rom nicht eine Konstruktion im luftleer.en Raum ist. Alle Prophezeiungen über ihre geringe „Festigkeit" haben sich nicht nur als falsch, sondern als absurd und lächerlich erwiesen, sie waren die Hirngespinste, oft allerdings die zu naiv verratenen heimlichen Sehnsüchte eines gewissen internationalen Klüngels, der vergessen hat, daß weder Ströme von Tinte noch auch die besten Phantasten Geschichte machen.
Hätte die Politik der europäischen Mächte in den letzten anderthalb Jahren jene Klarheit und Eradlinigkeit ausgewiesen, die die deutschitalienische Politik auszeichneten, so wären verhängnisvolle Irrtümer vermieden worden, die heute auf der passiven Seite der europäischen Bilanz stehen. Was Europa gefehlt hat, haben Deutschland und Italien durch ihre eigene Solidarität ersetzt. Der gefährlichste Anschlag auf die höchsten Güter, die die abendländische Welt zu verzeichnen hat, ist in Spanien allein durch diese starke Solidarität verhindert worden. Es ist eine klare Grenze gezogen worden zwischen den Kräften der Ordnung und denen der Zerstörung. Diese gemeinsame Marschrichtung — daran kann kein Zweifel sein — wird auch in Zukunft bestehen. Sie wird ihren stärksten Ausdruck in der Zusammenkunft des italienischen Staatschefs mit dem Führer des nationalsozialistischen Deutschlands finden und sie wird insofern eine der wichtigsten Realitäten der Weltpolitik sein. In dieser Hinsicht ist der Besuch Mussolinis mehr als ein Höflichkeitsbesuch.
Üolnmienk des bolschewistischen plratentmns
flnweisung ;u Ueberjöllen auf deutsche Kriegsschiffe — Sensationelle Veröffentlichungen des pariser „Jour"
Paris, 4. September
Wie der „Jour" berichtet, hat der Bolschewisten- ausschug Üei seiner Flucht aus Bilkao einen Teil seiner Archive zurücklassen müssen. Der nationale Eeneralstab konnte aus diese Weise zahlreiche Dokumente von unschätzbarem Wert vorsinde». Der „Jour" veröffentlicht nun im Faksimile die Fotografie eines Telegramms des „Chefs" der rotspanischen Seestreitkräfte in den Cantabrischen Gewässern. Das Telegramm hat folgenden Wort. laut:
„Der Chef der cantabrischen Seestreitkräfte an den Kriegskommissar, Santander. An die U-Boote C 2 und'C 5 ist der Befehl gegeben worden, sich in der Nähe von Santona aus Beobachtungsposten zu halten. In dem Fall, daß ein Handelsschiff oder eine Stadt bombardiert werden sollte, werden sie sofort die Torpedierung eines deutschen Schisses vornehmen. Bilbao, 1. Januar 1937."
Ein zweites Telegramm lautet: „Der Chef der cantabrischen Seestreitkräfte an den Chef der Wasserslugzeuge, Santander: Sofort nach Erhalt dieser Mitteilung müssen Sie schnellsten die größtmögliche Zahl von Apparaten vorbereiten. Die Besatzung muß in Malino bleiben und aus Ab- slugorder oder Instruktionen warten, die aus dem Telefon 1798 gegeben werden. Wir haben Jagdflugzeuge, die zum Schutze des Fluges der Wasserflugzeuge geeignet find. Wahrscheinliches Ziel wird es sein, über Santona zu fliegen, wobei der deutsche Panzerkreuzer bombardiert werden muh, wenn dies nötig sein sollte. Bilbao, 2. Januar 1937."
Der „Jour" schließt daran die Betrachtung, daß es der Wunsch der Bolschewisten von Valencia war, den innrrspanischen Konflikt ins einen euro
päischen Zusammenstoß umzuwandeln. Seit dem Anfang des Winters habe Largo Caballero gewußt, daß die spanisch-bolschewistische Sache endgültig verloren sei. Im Einvernehmen mit dem Vertreter Moskaus habe er seitdem nicht aufgehört, Zwischensälle zu provozieren. Die Bombardierung oder die Torpedierung eines deutschen Schisfes sei nach Ansicht der Volsche- wisten das belle Mittel gewesen, diesen allgemeinen Konflikt zu provozieren, der ihnen allein die Hoffnung auf einen Sieg geben konnte; sie seien vor dieser grauenhaften Möglichkeit nicht zurückgeschreckt. Das von dem Blatt im Faksimile abgedruckte zweite Telegramm sei hierfür der handgreifliche Beweis.
stuf dem Wege ;um Piratenmeer
Bolschewistisches U-Boot an der türkischen Küste Istanbul, 4. September Wie die türkische Zeitung ^.Akscham" meldet, ist von Zollwachen auf der Höhe von Jneboli an der türkischen Küste des Schwarzen Meeres ein „Unterseeboot unbekannter Nationalität" gesichtet worden; der Kommandoturm des Bootes war deutlich zu erkennen. Als der türkische Dampfer „Vatan" in die Nähe kam, tauchte das Boot sofort unter. Türkische Wasserflugzeuge sind zu Erkundungsflügen nach dem Küstengebiet des Schwarzen Meeres entsandt worden. Inzwischen wird die Luftbeobachtung der Meerengen durch tägliche Kontrollflügs fortgesetzt.
Man biilt es siir ausgeschlossen, daß ein Unterseeboot der Franco-Streitkräste ungesehen durch die Meerengen ins Schwarze Meer gelangen kann. Infolgedessen bleibt nur die Annahme übrig, daß es sich um ein sowjetrussisches si-Po-j
i'6
handelt, dessen Anwesenheit in den türkischen Gewässern schwer zu erklären wäre, wenn sich das Boot nicht aus dem Wege zum Mittelmeer befände, das seit geraumer Zeit durch bolschewistische U-Boot-Piraten so unsicher gemacht wird.
Britische Mittelmeerflotte verstSrkt
London, 4. September.
Die britische XI. Zerstörer-Diviston ist nach Spanien abkommandiert worden. Die vier zu ihr gehörenden Zerstörer „Fury", „Forester", „Fired- rake" und „Fortune" werden aus ihren englischen Heimathäfen Portsmouth und Chatham nach der Ostküste Spaniens auslaufen, wo sie sich den übrigen englischen Zerstörern anschließen werden. Der Ausreisebefehl erfolgte im Zusammenhang mit dem Beschluß des englischen Ministerrates, infolge der unverschämten bolschewistischen Piraterie mehr Zerstörer ins westliche Mittelmeer zu entsenden.
Ist das knglands Segenleistung r
London, 4. September.
Der bolschewistische Zerstörer „Jose Luis Diaz" lief am Dienstag mit ernsten Beschädigungen den englischen Hafen Falmouth an, wo er ins Dock^kam. Die Mannschaft behauptet, daß ihr Schiff schwere Beschädigungen bei einem Luftangriff nationaler Flugzeuge auf Eijon erlitten habe. Die englische Regierung hat dem Kommandanten des Schiffes mitgeteilt, das Schiff dürfe solange im englischen Hafen bleiben, bis es wieder als seetüchtig gelten könne.
(Siehe, auch Seite 2).
Ilnssoliiiis Nosuoli — ein koxeiibesueli. Im ÜUIN 1934 bssueüts öolcsnntliLÜ der Rudrer dlussollni in Vsnsäig. Unser Bild Lsigt die LsgrüünnZ rrviscksn ^dolk Hitler und dem Italisnisodsy Ltastscksk unk dem bdugüoksn in VsnsdiZ. (krssse-b'oto);
Das VsUstttM Lrks
^Isrsci korsnidsi'g sicrgt Deutschland
* Bremen, 4. September
Weltrekord an Selbstbespeiung nennt Alfred Rosenberg in seiner soeben im Hohen- Eichen-Verlag, München, erschienenen Schrift „Protestantische Rompilger" die aus den Reihen „bekennender Pfarrer" im Kampfe gegen ihn vielfach zutage getretene Besudelung der seit Jahrhunderten in den Größten der Nation sich symbolisierenden schönsten Substanz des Deutschtums. Damit nimmt Alsred Rosenberg den Fehdehandschuh auf, den ihm seine Gegner im orthodoxen evangelischen Lager zuwarfen, nachdem er bereits mit seiner Schrift „An die Dunkelmänner unserer Zeit" mit seinen Gegnern aus dem Lager des politischen Katholizismus vernichtende Abrechnung hielt.
Zwei Jahre lag das Manuskript der nun erschienenen Schrift in der Schublade des Verfassers. Denn — wie Alsred Rosenberg in dem Vorwort mitteilt — hatte er bisher immer noch gehofft, daß die Herausgabe dieser Schrift sich als nicht notwendig erweisen werde, wenn der große Teil der protestantischen Orthodoxie wieder zum Volke zurück- fände. Da aber — so sagt der Verfasser — die Haltung der Führenden in dieser Orthodoxie angesichts der Toleranz des nationalsozialistischen Staates nur noch herausfordernder wurde und jede Rücksicht gegenüber dem Gesamtschicksal des Reiches vermissen läßt, so erscheint nunmehr die Schrift — wieder sprechen wir mit Rosenbergs Worten — „nicht um die sektiererische Führerschaft zu überzeugen, wohl aber in der Hoffnung, daß in deren bisherigen Anhängerschaft gesunde Abwehrinstinkte des Lebens geweckt werden könnten".
Wer wollte bezweifeln, daß solche Abwehr- instinkte erwachen angesichts der lückenlosen
Laien auf den ersten Anhieb ganz ungeheuerlich anmutenden Tatsachen in der geistigen Einstellung seiner Gegner. „Protestantische Rompilger" — wir sagten es schon — nennt Rosenberg sein neues Werk und gab ihm als Unterzeile den weiteren Titel „Der Verrat an Luthe r". Mit fast ratlosem Erstaunen wird mancher mit den Strömungen innerhalb des evangelischen Lagers noch nicht voll vertraute Leser aus dem 2. Kapitel der Rosenbergschen Schrift überschrieben „Die Gemeinsamkeit" bestätigt finden, daß evangelische Pfarrer, die doch berufen erscheinen, Martin Luthers Erbe zu wahren, es fertigbringen, Hand in Hand mit der römischen Kirche zu gehen, ja, wie Bischof Meißner in München im Amtsblatt für die Evangelische Kirche in Bayern es tat, sogar ein Bekenntnis für die „heilige katholische und apostolische Kirche" abzulegen.
Schrieb doch Bischof Meißner, wie Rosenberg feststellt am 1. Oktober 1934 wortwörtlich: „Wir glauben an eine heilige katholische und apostolische Kirche, die Gott der Herr aus allen Völkern und Rassen beruft, und harren auf seinen Tag, an dem alle, die an Jesus Christus glauben, unter ihm als dem einzigen Hirten eine Herde werden. Darum stellt Rosenberg die Frag eandas ganze Deutschland, ob Martin Luther heute sür die maßgebende Führung des Protestantismus noch eine Kraft ist oder ob Ignatius von Loyola geistiges Oberhaupt der Bekennenden Kirche wurde.
Mit dieser Frage beschäftigt sich Alfred Rosenberg in dem folgenden Kapitel, worin er dartut, daß Martin Luthers Empörung