Ausgabe 
(1.9.1937) Nr. 239
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AM

der Natrons

parteiamtliche Lageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Bremen

flmtsblatt des Senats der Zielen Hansestadt Bremen

Erscheint 7mal wöchentl. Monatsbezug: -N«« 2,30 einschl. Zustellgeb.: Postbezugspreis monatl. 2.30 (einschl. 50.54 eH/ Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.

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Nr. 25S/?. Jahrgang

Mittwoch, 1. September 1S57

kinzelpreis 15 Npf.

Programm des Kelchsparteitages IM

Nürnberg vom S. bis lZ. September

festtage der Nation

Berlin, 1. September.

Die „Nationalsozialistische Parteikprrespondenz"j veröffentlicht das folgende Programm des dies-' jächrrgen Reichsparteitages:

Montag, ö. September

15.30 llhr: Empfang der Presse im Kulturvereins- haus durch den Reichspressechef der NSDAP., Pg. Dr. Dietrich.

16.00 Uhr: Eintreffen des Führers.

17.30—18.00 llhr: Einläuten des Parteitages durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürn­bergs.

Unser logssspiegel

China hat die allgemeine Mobilmachung an­geordnet.

In Paris trafen die in der Deutschen Kultur­woche mitwirkenden Kräfte der Berliner Staatsoper ein.

Das Programm des Reichsparteitages 1837 umfaßt einen gewaltigen Aufmarsch- und Ar­beitsplan für Nürnberg.

Auf der 8. Reichstagung der Ausländsdeut­schen sprachen Reichsleiter Dr-. Leq, Reichs- minister Dr: Frank und Dr, Groß.

Der Rhein-See-Verkehr hat erneut zuge­nommen.

In Bremen trafen vier junge, spanische Fa- langisten ein.

Heute tritt die erste Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz in Kraft.

Morgen beginnen die großen Divisionpiibun- gcn mit einem Weserübergang.

Polizeimeister Eroeneveld wurde von Polizei­oberst Dr. Lankenau in Bremen empfangen. Der österreichische Olympiasieger im Gewicht­heben, Robert Fein. stellte zwei Weltrekorde auf.

Joe Louis schlug vor nur 49 900 Zuschauern Tommy Farr nach Punkten.

18.00 llhr: Empfang des Führers und Reichs­kanzlers in Anwesenheit der Vertreter der NSDAP. und der Reichs- und Staatsbehör­den im Großen Rathaussaal.

18.30 Uhr: Im Opernhaus Festaufführung „Die Meistersinger von Nürnberg".

Menstag, ?. September

9.30 llhr: Vorbeimarsch der HJ.-Bannfahnen vor dem Führer am Deutschen Hof.

11.00 Uhr: Feierliche Eröffnung des Parteikon­gresses der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der Luitpoldhalle.

16.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Nürnberg, die deutsche Stadt — Von der Stadt der Reichstage zur Stadt der Reichsparteitage" im Germanischen Museum, Kornmarkt 1.

16.00 Uhr: Tagung des Hauptamtes NSVO. und des Hauptamtes „Handel und Handwerk" im Großen Rathausfaal.

16.00 Uhr: Beginn des „Kraft - durch - Freude" - Volksfestes am Valznerweiher in der KdF.- Stad-t. (Das „Kraft-durch-Freude-Volksfest findet bis Sonnabend, 11. September, täglich 16.00 Uhr statt.)

20.00 Uhr: Kulturtagung im Opernhaus.

MittwoÄi, S. September

10.00 Uhr: Appell des Reichsarbeitsdienstes aus der Zeppelinwiese.

13.30 Uhr: Abrücken zum Marsch durch die Stadt durch folgende Straßen: Zeppelinwiese—Her­zogstraße — Bayernstraße — Regensburger Straße—Marientunnel—Vahnhofstraße—Kö­nigstor — Königstraße — Hallplatz — Korn­markt — Jakobstraße — Färberstraße — Fär­bertor — Frauentorgraben — Bahnhofsplatz — Allersberger Tunnel — Allersberger Str.

Fischbachstraße — Holzqartenstraße — Ni- belungsnstraße — Wodanstraße — Luitpold- arena — Vayernstraße — Eroßestratze —

Lager Langwasser.

18.00 llhr: HJ -Führertagung im Großen Nat- haus>aal.

18.00 Uhr: Fortsetzung des Parteikon­gresses.

20.00—21.30 Uhr: Standkonzert am Adolf-Hitler- Platz. ausgeführt von den Musikkorps der 1. und 2. Marine-Unterofsizier-Lehrabteilung.

Vonnerstag, S. September

8.00 llhr: Tagung des Amtes für Kommunal­politik in der Kongreßhalle.

10.00 Uhr: Eröffnung der NS.-Kampfspiele und Grundsteinlegung des neuen Stadions durch den Führer.

10.30 Uhr: Vorkänipfe zu den NS.-Kampfspielen im Stadion, auf dem Sportplatz Zabo, auf i em Exerzierplatz Tennenlohe bei Erlangen,

auf dsm Schießstand in Feucht und auf dem Schießstand in Erlenstegen.

11.30 llhr: Tagung des NS.-Studentenbundes im Kulturvereinshaus.

11.30 Uhr: Tagung des Hauptorganisations-, - Hauptschulungs- und Hauptpersonalamtes im s Opernhaus.

11.30 llhr: Tagung des Hauptamtes für Erzieher (NS.-Lehrerbund) im Herkules-Saal.

16.00 Uhr: Fortsetzung des Parteikon- g r e f s e s.

20.00 Uhr: Antreten des Fackelzuges der Politi­schen Leiter auf der Deutschherrnwiese zum Marsch durch folgende Straßen: Deutschherrn­wiese — Kontumazgarten — Ludwigstor — Plärrer — Frauentorgraben—Hauptbahnhof — Königstraße — Kaiserstraße — Fleisch­brücke — Adolf-Hitler-Platz.

21.00 Uhr: Vorbeimarsch des Fackelzuges der Pol. Leiter vor dem Führer am Deutschen Haus. Die Gaue marschieren in der Reihenfolge: Spielmanns- und Mustkzug Berlin, Gau Berlin, Gau Kurmark, Spielmanns- und Musikzug Essen, Gau Essen, Gau Schleswig- Holstein, Spielmanns- und Musikzug Koblenz- Trier, Gau Koblenz-Trier, Gau Köln-Aachen, Spielmanns- und Mustkzug Schwaben, Gau Schwaben,' Kau Ost-Hannover, Spielmanns­und Musikzug Württemberg, Gau Württem­berg. Gau Düsseldorf, Spielmanns- und Musikzug Westfalen-Süd, Gau Westfalen-Süd, Gau Sachsen, Spielmanns- und Musikzug Bahrische Ostmark, Gau Bayrische Ostmark, Gau Schlesien, Spielmanns- und Musikzug Slldhannover-Braunschweig, Gau Slldhanno- ver-Braunschweig, Gau Ostpreußen, Spiel­manns- und Musikzug Mllnchen-Oberbayern, Gau Mllnchen-Oberbayern, Gau Halle- Merseburg, Spielmanns- und- Musikzug Main-Franken, Gau Main-Franken, Gau Hamburg, Spielmanns- und Musikzug Dan- zig, Gau Danzig, Gau Mecklenburg. Spiel-' manns- und Musikzug Baden, Gau Baden, Gau Thüringen, Spielmanns- und Musikzug Hessen-Nassau, Gau Hessen-Nassau, Gau Westfalen-Nord, Spielmanns- und Musikzug Kurhessen, Gau Kurhessen, Gau Saarpfalz, Spielmanns- und Musikzug Pommern, Gau Pommern, Gau Weser-Ems, Spiel- manns- und Mustkzug Franken, Gau Fran­ken, Gau Magdeburg-Anhalt, Spielmanns­und Mustkzug Vogelfang, Ordensburg Vogel­fang.

srettag, 10. September

7.30 Uhr: Arbeitstagung des Reichsrechtsamtes der NSDAP. im Kulturvereinshaus.

8.15 Uhr: Polizei-Auf- und Vorbeimarsch vor dem Führer am Deutschen Hos.

9.00 Uhr: Tagung der Eauschatzmeister und

Kreiskassenleiter der Partei (Rechenschafts­bericht 1936) im Opernhaus.

9.00 Uhr: Tagung des Hauptamtes fllr Beamte im Herkules-Saal.

ab 10.00 Uhr: Fortsetzung der Vorkämpfe zu den NS.-Kampfspielen im Stadion, auf dem Sportplatz Zabo, auf dem Exerzierplatz Ten­

nenlohe bei Erlangen, auf dem Schießplatz i in Feucht und auf dem Schießstand in Erlen- § stegsn.

10.30 Uhr: Fortsetzung des Parteikon­gresses.

13.00 Uhr: Tagung der Presseamtsleiter und Pressereferenten im Großen Rathaussaal. ^

14.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Volks­gesundheit im Herkules-Saal.

14.30 Uhr: Tagung der NS.-Kriegsopferversor- gung im Kulturvereinshaus.

14.30 Uhr: Tagung der Parteigerichtsvorsitzenden im Opernhaus.

16.00 Uhr: Tagung der NS.-Frauenschast in der Kongreßhalle.

20.00 Uhr: Appell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese.

Sonnabend, 11. September

9.30 Uhr: Appell der Hitler-Jugend in der Haupt­kampsbahn des Stadions.

11.30 Uhr: Fünfte Jahrestaguna der Deutschen Arbeitsfront in der Kongreßhalle.

15.00 Uhr: Hauptkämpfe der NS.-Kampfspiele in der Hauptlampfbahn des Stadions in An­wesenheit des Führers.

16.00 Uhr: Haupttag des „Kraft-durch-Freude"- Volksfestes am Valznerweiher in der Kraft- du'rch-Freude"-Stadt.

18.00 Uhr: Fortsetzung des Partetkon- g reff es.

20.00 Uhr: Feuerwerk am Dutzendteich.

Sonntag, 12. September

8.00 llhr: Appell der SA., ff. des NSKK. und

NSFK. in der Luitpoldarena. Anschließend Marsch durch die Straßen: Wodanstraße—

Allersbergerstraße — Vahnhofplatz — Frauen­torgraben — Plärrer — Ludwigstraße — Kaiserstraße—Fleischbrücke.

11.30 Uhr: Vorbeimarsch am Ndolf-Hitler-Platz. Nach dem Vorbeimarsch marschieren: SA.,

Sebalduskirche links ab: Weinmarkt — Karl­straße — Weintraubengasse — Maxbrücke — Waizenstraße — Fürthertor — Plärrer — Sandstraße — Tafelfeldstraße — Humboldt­straße — Horst-Wessel-Straße — Sperber­straße — Frankenstraße — Bayernstraße — Große Straße — Lager Langwasser. Se­balduskirche rechts ab: Theresienstraße —

Innere Laufergasse — Veckschlagergasse — Innere Eramer Klettstraße — Laufertor- graben — Prinzregentenufer — Wöhrder- talübergang — Dürrenhofstraße — Hainstraße — Wodanplatz — Ludwig-Ruff-Straße — Vayernstraße — Eroßestraße — Lager Lang­wasser. NSKK. Theresienstraße — Innere Laufergasse — Aeußere Laufergasse — Feld- marschall-Hindenburg-Platz — Roßbacher­straße — Aeußere Unterführung Ostbahnhof — Flußstraße — Schmausenbuckstraße — La­ger Schäferwiese. — Sebalduskirche links ab: Weinmarkt — Karlstraße — Wein­

traubengasse — Maxbrücke — Waizenstraße — Fürthertor — Plärrer — Sandstraße — Tafelfeldstraße — Humboldtstrahe — Horst-

Wessel-Straße — Sperberstraße — Franken­straße — Lager Hasenbuck. Es wird mar­schiert in der Reihenfolge: Oberste SA.-Füh- rung, Hilfswerk Nordwest, SA.-Eruppe Fran­ken, SA.-Eruppe Hansa, SA.-Gruppe Bay­rische Ostmark, SA.-Gruppe Ostmark, SA.- Eruppe Ostland, SA. -Gruppe Nordsee, SA.-Gruppe Niedersachsen, SA.-Eruppe Pommern, SA.-Gruppe Berlin-Brandenburg, SA.-Gruppe Nordmark, SA.-Eruppe Süd­west, SA.-Eruppe Mitte, SA.-Eruppe Sach­sen, SA.-Eruppe Niederrhein, SA.-Eruppe Schlesien, SA.-Eruppe Thüringen, SA.- Eruppe Westmark, SA.-Eruppe Kurpfalz, SA.-Eruppe Westfalen, SA.-Gruppe Hoch­land, SA.-Eruppe Hessen, Standarte Feld­herrnhalle, NSKK., NSFK., ff.

Montag, 1Z. September

8.00 Uhr: Erste Vorführung der Wehrmacht.

8.30 Uhr: Tagung der Eauamtsleiter des Haupt­amtes für Technik im Sitzungssaal des Rat­hauses.

9.00 Uhr: Tagung der NSV. in der Kongreß­halle.

9.00 llhr: Tagung des Amtes für Agrarpolitik im Katharmenbau.

9.00 llhr: Tagung der Kommission für Wirt­schaftspolitik im Kulturvereinshaus.

10.30 Uhr: Tagung des Hauptamtes für Technik

- ' im Großen Rathaussaal.

11.00 Uhr: Tagung der Gau- und Kreispropa­gandaleiter im Herkules-Saal.

11.30 Uhr: Tagung der Gau-.und Kreisleiter im Opernhaus.

14.09 Uhr: Vorführungen der Wehrmacht. Parade­aufstellung der Truppenteile. Meldung an den Führer. Kefechtsvorfllhrungen der Wehr­macht. Es werden u. a. gezeigt: Abwehr von Luftangriffen durch Flakartillerie. Vorbei­flug aller teilnehmenden fliegenden Ver­bände der Luftwaffe, Vorführungen eines Kavallerie-Regiments. Einfahren und Ge­fecht eines Panzerregimentes. Nachrichten­dienst auf dem Gesichtsfeld. Kampf von Krastradschützen und Panzerspähwagen. Auf­fahren und Darstellung der Feuerarten be­spannter und motorisierter Artillerie. Vor­führungen einer Panzerabwehrabteilung. Gefecht der Infanterie unter Einsatz von schweren Waffen, Panzerabwehr, Pionieren und Panzerkraftwagen.

Vorbeimarsch vor dem Führer

19.00 Uhr: Fortsetzung und Schluß des Parteikongresses.

Vorbeimarsch vor dem Führer

24.00 Uhr: Großer Zapfenstreich der Wehrmacht, ausgeführt von sämtlichen am Reichsparteitag teilnehmenden Musikkorps, vor dem Führer am Deutschen Hof. Programm: Anmarsch: Badenweiler Marsch. 1. Marsch: Bayrischer Defiliermarsch 2 Marsch: Fridericus-Marsch. Großer Zapfenstreich. Deutschland- und Horst? Wessil-Lied. Abmarsch: Zapfenstreichmarsch Anschließend Abtransport aller Formationen.

llsim ordnet allgemeine Mobilmachung an

Sie Japaner im fort wusung — kngland verstärkt seine Schuhlruppen

London, 1. September.

Wie Reuter aus Schanghai meldet, hat die chi­nesische Regierung die Mobilmachung aller Waffenfähigen angeordnet.

Die Japaner gingen am Dienstag im Raum von Wusung zum Angriff vor und nahmen das Fort Wusung nach Artillerievorbereitung. Sie setzten dann ihren Vormarsch fort. Her Angriff auf Wusung wird in Schanghai als die Einlei­tung zu größeren Operationen angesehen, zu denen die Japaner weitere Truppen gelandet haben. Auch die Chinesen haben vor Schanghai Verstärkungen zusammengezogen. An allen Fron­ten bei Schanghai hat die Gesichtstätigkeit zuge­nommen. Japanische Flugzeuge warfen mehrmals auf das Gebiet beim Nordbahnhof und westlich davon Bomben an.

Japanische Truppen überquerten am Dienstag den Whangpoo und besetzten verschiedene strate­gisch wichtige Punkte. Die Aktion wurde von ja­panischen Artillerie-Abteilungen und von den ja­panischen Kriegsschiffen aus gedeckt.

Aus Kalkutta ist zur Verstärkung der britischen Streitkräfte im Fernen Osten im Laufe des Dienstags eine Abteilung des Rajputana-Regi- ments in See gegangen. Der 10 000-Tonnen- Kreuzer „Dorsetshire",. der erst im Februar von Singapore nach England zurückgekehrt war, ist jetzt wieder zum Dienst im Fernen Osten nach China kommandiert worden. Die britische Bot­schaft in Nanking hat inzwischen ihre Keller­räume für dczr Luftschutz umgebaut. Die Zivil­bevölkerung verläßt schnell Nanking. Man rech­

net, daß von der einen Million Einwohner, die Nanking hat, bereits 700 000 die Stadt verlassen haben.

Japanischer Luftangriff auf Kanton

Tokio, 1. September.

Nach einer japanischen Meldung haben japa­nische Bomber einen Luftangriff auf den Flugplatz und die militärischen Anlagen der großen siid- chinesischen Hafenstadt Kanton durchgeführt. Die in der Stadt lebenden japanischen Staatsange­hörigen einschließlich der Beamten des General­konsulats waren vor dem Angriff aus Veran­lassung der japanischen Regierung abtransportiert worden.

Politische Kreise messen der Bombardierung Kantons erhebliche Bedeutung bei, da auf diese Weise eine Ausdehnung des lapanisch-chinesischen Konfliktes auf das britische Eiuilußgebirt in Süd- china zu befürchten sei.

Japans Kriegsausgaben

Tokio, 1. September.

Allmählich nehmen die Gesetzvorschläge, die in der nächsten Sitzung des japanischen Reichs­tages eingebracht werden sollen, festere Gestalt an. So sollen die Ausgaben für den Krieg in Nord­china aus dem ordentlichen Haushalt bestritten werden, allerdings soll für diese Ausgaben eine besondere Abrechnung vorgenommen werden. Diese Regelung entspricht der in früheren Kriegen, üb­

lichen. Zu den bereits bewilligten 500 Mill. Peil sollen weitere 2100 Mill. Pen hinzukommen. Zur Deckung dieses Betrages hat der japanische Reichs­tag eine weitere Vondsausgabe zu bewilligen, die auch kleinere Stücke mit Prämien enthalten soll.

Weitere wichtige Gesetzentwürfe sehen vor: 1. Die Regelung der Neuinvestitionen in der In­dustrie. 2. Eine Revision des Gesetzes über die Jndustriebank zum Zweck der Verminderung des Kapitalmangels. Innerhalb dieses Gesetzes soll auch die Grenze für die Obligationenausgabe der Jndustriebank von 500 auf 1000 Mill. Pen herauf­gesetzt werden. 3. ist vorgesehen eine Revision der Devisenkontrolle. 4. Eine Ermächtigung für d?n Handelsminister, die Ein- und Ausfuhr und nach Bedarf auch die Bedingungen der heimischen Er­zeugung zu regeln. Weiter ist vorgesehen ein Schiffskontrollgesetz sowie die Regelung des Han­dels. mit Reis und Düngemitteln. Die japanische Presse meldet, daß außerdem die Absicht bestehe, eine Reorganisation des Wirtschaftlichen Plan­amtes durchzuführen, wobei das Planamt einem Minister ohne Portefeuille unterstellt werden soll.

Frankreichs Solschafker verläßt Nanking

Paris, 1. September.

Wie aus Schanghai gemeldet wird, will sich der französische Botschafter in China, Naggiar, von Nanking aus mit dem Flugzeug nach Tsingtau be­geben, um dort an Bord des französischen Anilo „Dumont d'Urville" zu gehen.

(Siehe auch Seite 2)

„Saugende vlutegel

Zur Beschichte der Juden in Nürnberg

k. Mü. In wenigen Tagen wird das ganze deutsche Volk, wird die gesamte Nation wieder nach Nürnberg blicken. Die Stadt der Reichs- parteitage und mit ihr die historische Stadt der Reichstage tritt schon vor Beginn der ge­waltigen nationalsozialistischen Heerschau vor unser geistiges Auge. Deutsches Schicksal gestaltete sich in ' den Mauern der alten Kaiserstadt, deutsches Schicksal findet seine Erfüllung draußen auf dem weiten Auf- marschgelände. am Dutzendteich. Heute wollen wir hier zunächst auf die Anfänge jener Entwicklung näher eingehen, die auch in der Ortsgeschichte Nürnbergs eine hervor­ragende Rolle spielte und im großen in den Nürnberger Gesetzen zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre ihren Abschluß fand. Gerade das schändliche Treiben der Juden im Nürnberg des Mittelalters läßt uns einen Begriff von der Unwandelbar- keit des antideutschen Charakters der jüdischen Rasse gewinnen, und es ist daher in mehr als einer Hinsicht lohnend, in den alten.Chroniken über die zweimalige Ver­treibung der.Juden aus Nürnberg in den Jahren 1349 und 1499 den tieferen Ursachen der städtischen Selbsthilsemaßnahmen gegen­über den hebräischen „Schmarotzern und Blutegeln" nachzuspüren.

Es ist als würde in jenen' wertvollen jahr­hundertealten Dokumenten auch die jüngste Vergangenheit lebendig. Da tritt zunächst immer wieder das jüdische Wuchertalent in allen Spielarten in Erscheinung. Schon 1310 mußte der deutsche Kaiser eingreifen, um den Zins, den die Juden von den „Bürgern und Insassen" Nürnbergs nehmen durften, auf ein erträg­liches Maß herabzusetzen. Die hohen Ein­nahmen infolge des Wuchers versetzten einige der Juden in die Lage, Steuergelder für ihre Rassegenossen auszulegen. So zahlte einer der besonders befähigten Wucherer 1376 die für damalige Zeiten außerordent­lich hohe Summe von 2000 Gulden im vor­aus an Steuern. Besonders hatten es die Hebräer auf den Kauf von Häusern abge­sehen, so daß hinsichtlich dieser Uebereignun- gen mehrmals behördlich gebremst werden mußte. Durch Beschluß einer Synode ordnete um 1450 der Kaiser an (nachdem der Zins­satz wiederum eine unhaltbare Höhe erreicht hatte), daß „die Juden in Nürnberg fortan keinen Wucher mehr treiben sollten, sondern arbeite n". Der Rat von Nürnberg verbot den Juden daraufhin allen Geldhandel, sah sich aber später genötigt, beim Kaiser um Aufhebung seiner Anordnung nachzusuchen. Die Juden hatten nämlich das gesamte Handelswesen Nürnbergs in derart starkem Maße von ihrer eigenen „Tätigkeit" ab­hängig gemacht, daß nach Ansicht des damaligen Nürnberger Rates mit dem er­wähnten Verbot zwangsläufig eine Stillegung des gesamten Wirtschaftslebens der Stadt verbunden war.

Mit außerordentlichem Eifer war der Nürnberger Rat Jahrzehnte hindurch bemüht, eine Tarnung der Juden zu verhin­dern und eine reinliche Scheidung der Juden von den Deutschrassigen herbeizuführen. Be­reits vor 1349 wurden den Juden bestimmte Wohnplätze in der Stadt angewiesen. Ihre Kleidung mußte ihre Rassezugehörigkeit so­fort erkennen lassen, und zwar hatten die Männer gelbe Zeichen und die Frauen eine blaue Echleiereinfassung zu tragen. Einem zu großen Anwachsen des jüdischen Anteils an derNürnberger Einwohnerschaft sollte fol­gende Bestimmung vorbeugen: „Juden, die untereinander heiraten, dürfen nach ihrer Eheschließung nur noch vier Wochen in der Stadt bleiben, auch wenn beide Väter das Bürgerrecht besitzen." (Die Zahl der in Nürn­berg ansässigen Juden wurde 1338 mit 2000 angegeben.) Viele Hebräer verstanden es jedoch, die Bestimmung zu umgehen bzw. ihrer Durchführung unter Zahlung hoher Strafsummen auszuweichen.

Ein beliebtes Mittel der Tarnung war schon damals die „Bekehrung" .zum Christentum. So berichtet uns der Nürn­berger Geschichtsschreiber Falkenstein, daß sich bereits im ersten Jahrhundert in Nürn­berg ein Jude taufen ließ, „unfehlbar in der Absicht, das Abendmahl zu schmähen". 1436 zog sich ein des Diebstahis angeklagter Jude dadurch aus der Schlinge, daß er kurzer­hand zum Christentum „übertrat" und den ihn taufenden Pfarrer veranlaßte, das ein­geleitete Verfahren niederschlagen zu lassen. 1499, im Jahre der endgültigen Vertreibung der Juden aus Nürnbergs!), suchte ein Rabbi namens Samuel dadurch der Aus-