Ausgabe 
(19.9.1937) Nr. 257
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parteiamtliche ^geszeitung

NachrichtendlaN der Deutschen flrbeitsftonl vremen

flmtsblan des Senats der Freien Hansestadt vremen

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IN ^ Postzettungsgebuhr) zuzugl. <2 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zablbar

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Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H.. Bremen, Geeren 6-8 / Fernsprecher: 54121 und 51115 .

Das amtliche verkiindungsblatt des

Reichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigcn-Grundpreise: Die 2Z-mrrnZeile im Anzeigenteil 12 cH/. die-mm-Zeile im Textteil 75 Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.)'sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstajsel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristlcitung Dienstag und Freitag 12)^ - t3)4 Uhr.

Nr. 25? / ?. Jahrgang

Sonntag, 19. September 195?

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Note vomben auf englisches Kriegsschiff

Unser liagesspiegsl

Teile Schanghais waren das Ziel chinesischer - Flieger.

Rote Flugzeuge warfen erneut Bomben auf ein englisches Kriegsschiff.

Italienische Arbeiter sind aus Besuch in Deutschland eingetroffen.

Für den Gau Weser-Ems find 900 Karten für eine KdF.-Jtaliensahrt bereitgestellt. Ueber die Meldung Freiwilliger zur Wehr­macht liegen genaue Einzelbestimmungen vor. Das deutsche WalfangmutterschiffWalter Rau", Bremen, wurde gestern in Dienst ge­stellt.

Im Rahmen der DRL.-Leistungsschau weihte Kreislerter Blanke Reichsbundfahnen bre­mischer Sportler.

Heute trifft in unserer Stadt der Marschülock Wilhelm Decker" ein.

Der Handwerker-Wettkamps 1938 wird in drei Abteilungen durchgeführt.

Staatsminister Esser weilte gestern in Bremen.

DasMerkblatt für die Verdunkelungs- Lbung" saht noch einmal die Verhaltungs­maßregeln für die morgen beginnend« Ver- dunkelüngsübung zusammen.

Nach dem ersten Tag des Leichtathletik-Län- derkampfes zwischen Deutschland und Schwe­den führt Schwede« mit 84:59 Punkten.

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von Neurath /f-Sruppenfülirer

Berlin, 19. September

Der Führer und Reichskanzler hat den Reichs­minister des Auswärtigen Freiherr« von Neurath zum Ehrengruppenführer der sf ernannt.

Slückwünsche an INchnee

Telegramme der Reichsminister Dr. Goebbels und v. Neurath

Berlin, 19. September

Nach Eintreffen Dr. Filchners in Indien rich­teten die Reichsminister Dr. Goebbels und Frei­herr von Neurath herzliche Glückwünsche an den erllhmten deutschen Forscher. Reichsminister Dr. Goebbels sandte über das deutsche Generalkonsulat Kalkutta folgendes Telegramm:

Zu der großen Ehrung, die Sie durch die Ver­leihung des Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft durch den Führer erfahren haben, spreche ich Ihnen meine aufrichtigsten und herz­lichsten Glückwünsche aus."

Reichsaußenminister Freiherr o. Neurath drah- kk:Begrüße Sie und Ihren Begleiter Haack nach erfolgten! Eintreffen in Indien aufs herz­lichste und sende aufrichtige Glückwünsche zur ver­dienten Verleihung des Nationalpreises durch den Führer."

Srimdsteliriegung in Hamburg

Hamburg, 19. September. Am Sonnabendnachmittag fand in Hamburg- Langenhorn die Grundsteinlegung zum neuen vtabsgebäude der ff - SandarteEerma- »i a"'in Anwesenheit von Reichsstatthalter Kauf­mann, dem Führer de jf-Oberabschnittes und dem Chef des Hauptamtes. Obergruppenführer, statt.

kineVerwechslung

London, 19. September. Die britische Admiralität teilt mit, daß der ZerstörerFearleß", der an der nordspanischen Küste aus Patrouille ist, am Freitag gegen Mit­tag von einem Flugzeug mit sechs schweren Vom­ben beworfe« worden sei. Alle sechs Vomben seien in der Nähe des Schiffes niedergegangen, ohne jedoch zu treffen. Das Flugzeug sei in Rich­tung Eijon zurückgeflogen, das sich noch in Hän­den der Volschewisten befindet.

Zu dem Zwischenfall meldet Preß Association, daß man in London glaubt, diese Bombardierung sei auf eine Verwechslung zurückzuführen. Es be­fänden sich nämlich ein oder zwei nationalspanische Schiffe in den Gewässern, in denen der Zwischen­fall sich abgespielt habe. Der ZerstörerFearleß" habe auch nicht auf das Flugzeug gefeuert.

Aufklärung über den wahren Sachverhalt des Ueberfalls und den Beweis für die absichtliche Täterschaft der roten Banditen liefert aber eine Mitteilung von nationalspanischer Seite. Man besitzt dort zuverlässige Nachrichten, wonach den unter dem Besehl des Valencia-Ausschusses stehen­den Elementen der Auftrag erteilt wurde, ein Schiff englischer Nationalität zu versenken. Bei diesem neuen Ueberfall handelt es sich also um

einen neuen Versuch, einen internationalen Kon­flikt hervorzurufen, der unter d«n augenblick­lichen Verhältnissen die Ziele der Valencia-Macht­haber fördern würde. Unfähig, den Kampf zu ihren Gunsten zu entscheiden, versuchen die Bol- schewisten nun, die ganze Welt in d«n Schrecken des Krieges zu ziehen.

Die Beschlüsse von Nyon sind früher und auf andere Art, als vielleicht in London er­wartet worden ist, illustriert worden. Der neue frevelhafte Angriff eines roten Flug­zeuges auf ein englisches Kriegsschiff, der zahlreichen britischen Seemännern und Offizieren hätte das Leben kosten können, vollendet das Bild der sowjetrussischen Taktik, wie sie sich in den spanischen Wirren in ihrer ganzen Skrupellosigkeit enthüllt hat. Während aus der einen Seite in Nyon und Genf diediplomatischen Vertreter der Sowjetunion mit Friedensphrasen und plumpen Attacken gegen Italien und Deutschland ihredemokratischen Kollegen" irreführen, werfen bolschewistische Flugzeuge auf ein englisches Kriegsschiff Bomben. Wahrscheinlich werden auch in diesem Fall wieder unbeteiligte Mächte von den Roten

verdächtigt werden, daß sie es gewesen seien, die die Bomben warfen. Aber dieser Ver­such ist von vornherein zum Scheitern ver­urteilt, denn der Angriff der roten Ver­brecher ist weitab von allen italienischen und sonstigen Stützpunkten im Mittelmeer an der Küste Nordspaniens erfolgt. Wird man jetzt in England endlich beginnen einzusehen, von welcher Seite die Anschläge auf. den Frieden kommen? Die mit dem Hinweis auf eineVerwechselung" erfolgende Rück­sichtnahme Englands auf die Volschewisten ist angesichts der unerhörten Herausforde­rung erstaunlich. Diese Nachsicht steht in sonderbarem Verhältnis zu der Geneigtheit der Londoner Stellen, in anderen Fällen

der britische Zerstörer nicht auf das Flug­zeug gefeuert habe. Die Geschütze eines briti­schen Zerstörers schweigen, wenn Bolsche- wisten ihre Bomben werfen war nicht erst vor einigen Tagen ein nachdrücklicher Feuer!"-Befehl an die britische Mittelmeer­flotte ergangen?

M freiwillige Meldung zum Wehrdienst

Veslimmungen über kinslellungsgesiiche, bis genau ;u beachten find

Berlin, 19. September.

Das Reichskriegsministerium gibt bekannt: Wehrdienst ist Ehrendienst! Für jeden jungen Deutschen besteht die Möglichkeit, als Freiwilli­ger in die Wehrmacht einzutreten, vorausgesetzt, daß er völlig auf dem Boden des nationalsozia­listischen Staates steht, daß er sittlich, geistig und körperlich dieser ernsten Aufgabe gewachsen ist und daß er Lust und Liebe zum Wehrdienst mit­bringt.

Reben der Begeisterung für den Wehrdienst ist in den meisten Fällen der Anlaß zu einer frei­willigen Meldung der Wunsch, den Zeitpunkt zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht selbst zu wäh­len und die Möglichkeit, zu einem Truppenteil zu kommen, der der Vorbildung den Neigungen und Fähigkeiten des Bewerbers entspricht oder mit dem er durch Tradition oder persönliche Be­ziehungen verbunden ist.

Die Wehrmacht kommt dem Wunsch jedes ein­zelnen Freiwilligen in weitgehendem Umfange entgegen. Es ist dies jedoch nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen möglich. Eine möglichst f r ll h z e i t i ge Me l d u n g liegt somit im persönlichen Interesse eines jeden Be­werbers. Einstellungsgesuche für die Herbsteinstellung 1938 müssen von landwirtschaft­lichen Arbeitskräften bis zum 18. September 1937 von Bewerbern für die Heeresunteroffiziersschule bis zum 1. November 1937. von allen übrigen Bewerbern bis zum 8. Januar 1938 eingegangen

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Schanghai, 19. September.

Das Kampfgebiet von Schanghai stand im Zeichen äußerst heftiger chinesischer Fliegeran­griffe. Immer wieder überflogen chinesische Flug­zeuge in kurzen Abständen bis spät in die Nacht hinein vor allem das Ssangtsepu-Eebiet und war­fen zahlreiche Bomben ab. Die im Hafen liegen­den japanischen Kriegsschiffe antworteten mit starkem Abwehrfeuer. Mehrere ausländische In­dustriebetriebe im Yangtsepu-Bezirk wuren durch Bomben in Brand gesetzt. Auch das Gebiet der internationalen Niederlassungen wurde in Mit­leidenschaft gezogen.

lHina protestiert

Entrüstung über das USA.-Waffenaussuhroerbot Newyork, 19. September.

Der chinesische Botschafter in Washington hat gegen das Ausfuhrverbot von Kriegsmaterial auf allen in amerikanischem Staatsbesitz befindlichen schiffen nach Japan und China durch Präsident Roosevelt einen formellen Protest ausgesprochen. Die chinesische Botschaft gab eine Mitteilung ihrer Regierung bekannt, derzufolge in China eine ernste Enttäuschung über die Maßnahmen des amerikanischen Staatspräsidenten Platz greise. Die Verfügung begünstige Japan und benach- ieilige China, in dem Mangel an Munitions­fabriken herrsche.

kin innermongolisches Neich!

Tokio, 19. September.

In der von der japanischen Armee in Nord­china gemeldeten Einnahme Fengdschens an der Euiyuan-Bahn sieht man in Japan die Gewin­nung eines ersten wichtigen Stützpunktes nördlich

der großen Mauer auf dem Wege zur inner­mongolischen Provinz Suiyuan. Während die Provinz Tschachar schon lange unter japanischem Einfluß steht, wies man in Suiyuan bisher den politischen und militärischen Einfluß Japans zurück. Durch die Einnahme Fengdschens be­kommt nun jene Bewegung einen erneuten Auf­schwung, die ein i n n e r m o n g o l i s ch e s autonomes Reich unter japanischer Führung schaffen will, das unter dem Mongolen- pirsten Tewang gegründet werden soll.

Japans kampfgegenvlockadebrechee

Tokio, 19. September.

Das Auswärtige Amt teilt offiziell mit, daß die japanische Regierung die Gültigkeit solcher Uebertragungen der Nationalität chinesischer Schiffe auf die Nationalität dritter Länder nicht anerkennt, die nach der Blockadeerklärung vom 25. August erfolgten, sofern nicht die Ueber- tragung in Uebereinstimmung mit den Gesetzen der betreffenden Länder tatsächlich vollzogen wurde. Im Zweifelsfalle sei die japanische Flotte angewiesen worden, die nötigen Schritte, wie das Aufhalten und die Untersuchung des betreffenden Schiffes zur Klärung der Eigentumsverhältnisse, durchzuführen. Das Auswärtige Amt warnt daher dritte Mächte, chinesischen Schiffen das Recht der Erwerbung ihrer Nationalität zu geben. Diese Maßnahme der japanischen Flotte bedeutet die Unterbindung der Durchbrechung der Blockade durch chinesische Schiffe unter dem Deckmantel der Nationalität dritter Mächte.

sein, sonst können sie für die Herbsteinstellung 1938 nicht mehr berücksichtigt werden. Bei späte­rer Meldung muß der Bewerber jedoch, damit rechnen, einem änderen Wehrmacht- oder Trup­penteil zugewiesen zu werden. Ein Anspruch auf Einstellung bei dem gewünschten Wehrmacht- teil, Lei der ausgesuchten Waffengattung oder bei einem bestimmten Truppenteil besteht grundsätz­lich nicht. Für eine freiwillige Meldung ist die genaueste Beachtung nachstehender Bestimmungen erforderlich:

1. Der freiwillige Eintritt in den aktiven Wehrdienst ist für Wehrpflichtige in der Regel vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 25. Le­bensjahr möglich. Am beabsichtigten Einstellungs­tag« darf daher das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten und muß das 17. Lebensjahr vollendet sein. Als Stichtag für die Herbstein­stellung 1938 gilt der 15. 19. 38. Abweichend hier­von werden eingestellt: s) b e i m H e e r: bei den Heeresunteroffiziersschulen: Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 20. Le­bensjahr: b) Lei der Kriegsmarine: In den Flottendienst: Wehrpflichtige vom vollende­ten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr: c) bei der Luftwaffe: bei der Fliegertruppe («inschl. Sanitätsdienst): Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23/ Lebens­jahr.

2. Bewerber aus den EeburtssahrgängeN 1918 und jüngere dürfen im Jahre 1938 nur dann ein­gestellt werden, wenn sie besonders geeignet sind und sich zu einer längeren Dien st zeit als 2 Jahre in dxr Wehrmacht verpflichten. Von einer solchen Verpflichtung zu einer längeren Dienstzeit darf nur bei Bewerbern abgesehen wer­den, denen durch eine spätere Ableistung ihrer Arbeitsdienst- und Wehrpflicht ein beträchtlicher Nachteil für ihre Berufsausbildung (z. B. Abiturienten) erwächst.

3. Lehrlinge in der Berufsausbildung dürfen als Freiwillige nur dann angenommen werden, wenn sie ihre Lehrzeit vor Eintritt in den Reichs­arbeitsdienst. also mindestens ein halbes Jahr vor Eintritt in den Wehrdienst, voraussichtlich mit Er­folg beenden werden oder die Einwilligung ihres Lehrherrn zur LehrzeitverkUrzung beibringen.

1. Angehörige des Eeburtsjahrgangs 1915 und jüngerer Geburtsjahrgänge müssen vor Ableistung des aktiven Wehrdienstes der Arbeitsdienstpflicht genügt haben. Sie werden behördlicherseits zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, nachdem ihre An­nahme als Freiwilliger bei einer Einheit der Wehrmacht erfolgt ist.

5. Voraussetzung für eine Annahme als Frei­williger ist es, daß der Bewerber: a) eine Min- destkörpergröße von 160 Zentimeter hat. (Heeres- unteroffiziersschulen mindestens 165 Zentimeter, schwere Artillerie mindestens 168 Zentimeter, Panzerabteilungen höchstens 176 Zentimeter.) b) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichsange- hörigkeit) besitzt, e) wehrwürdig ist; 6) tauglich für den Wehrdienst ist; s) nicht unter Wehrpflicht­ausnahmen fällt; k) nicht Jude ist; g) gerichtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbescholten ist; b) unverheiratet ist; 1) der minderjährig ist, die Genehmigung des gesetzlichen Vertreters vorliegt; ü) notwendige Zahnbehandlungen vor der Ein­stellung durchführt. Bewerber, die diesen Bedin­gungen nicht entsprechen, können als Freiwillige nicht eingestellt werden.

6. Vor der Meldung zum freiwilligen. Eintritt

haben bei der zuständigen polizeilichen Melde­behörde persönlich zu beantragen: a) Nicht gemusterte Bewerber: Die Ausstellung

eines Freiwilligenscheins zum Eintritt in den aktiven Wehrdienst. Hierzu melden ste sich per­

sönlich Lei der zuständigen polizeilichen Melde- behorde zur Anlegung des Wehrstammblattes, pfbr.stualpapiere und von Minderjährigen die schriftliche, amtlich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt sind zur Anmeldung mitzubringen, b) Bereits gemusterte Bewerber: Die Ausstellung

eines polizeilich beglaubigten Auszuges aus dem Wehrpaß. Vordrucke sind bei der polizeilichen Meldebehorde erhältlich.

7. Die Wahl des Wehrmachtsteiles (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe), der Waffen­gattungen und des Truppen-(Marine-)teiles steht dem Bewerber mit der Einschränkuna frei, daß sie bei Heer und Luftwaffe in der Regel nur

- möglich ist, deren Standorte m der Nahe des dauernden Aufenthaltsortes des Bewerbers liegen. Bei der Kriegsmarine und beim Regiment General Göring können sich Be­werber aus dem ganzen Reich melden, bei letzte­rem leöoch mit Ausnahme von Ostpreußen. Sind dem Bewerber die für ihn in Betracht kommen­den Truppen-(Marine-)teile nicht bekannt so kann er jie bei,dem für seinen dauernden Äuf- enthaltsort zuständigen Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt erfragen.

8. Die Meldung zum freiwilligen Eintritt darf nur bei einem, und zwar grundsätzlich bei d e m Truppen-fMarine-)teil erfolgen, bei dem

eintreten möchte. (Im einzelnen siehe Nr. 9.) Jeder Bewerber hat sich schriftlich zu melden. Dieser Meldung sind beizufügen: s,) der Freiunlligenschein oder der beglaubiare Auszug aus dem Wehrpaß (siehe Nr. 6); b) ein handgeschriebener lückenloser Lebsnslauf; e) zwei Paßbilder (keine Seitenansicht) in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, nicht in Uniform (Groge 3^7 mal 5,2 Zentim.), mit Namensangabe au; der Rückseite.

Wehrmachtteile!"^'''"''^" ^^nen

I. 6eer:

- ^Einstellung von Freiwilligen erfolgt

'7 1938. b) Dienstzeit 2 Jahre,

o) Wahl der Massen.gattung ist dem Bewerber xreigestellt. Es kommen hierfür in Frage: Infanterie (Schützenkompanie). Mafchi- nengewehrkompanie, Jnfanterie-Geschützkompanie Panzerabwehrkompanie (mot.). Nachrichtenzug' Reiterzug, Kavallerie (Reiter- und Radfahrer- abteilungen), Artillerie (leichte und schwere Ar­tillerie, Beobachtungsabteilung), Pioniere Kraft- fahrkampftruppe (Schützenbataillon). ' Krad- schutzerrbataillon, Aufklärungsabteilung (mot) Pamerabwehrabteilung (motz). Panzerabteilung.' Nachrichtentruppe, Fahrtruppe (Kraftfahrabtei- lung, oahrabteilung), Nobeltruppe, Sanitäts­abteilung. >1) Meldung hat bei dem Bataillon bzw. der Abteilung zu erfolgen, bei dem der Be­werber eintreten will,, für den Eintritt in Hee­resunteroffiziersschulen bei der Heeresunteroffi- ziers-schule Potsdam-Eiche. s) Bevorzugt eingestellt werden: Inhaber des Reiter- schelns: bei Reiter- und Maschinengewehrschwa- dronen der Kavallerie, bei bespannten Batterien der Artillerie^ bei Jnfanterie-Reiterzüqen bei bespannten Maschinengewehrkompanien und Lei belvannten Infanterie-Eeschütz-Komvanien In­haber einer Bescheinigung über die Kraftfahraus- bildung bei einer Motorsportschule des NSKK' bei motorisierten Truppenteilen, dabei in erster Linie bei Kraftfahrkampftruppenteilen. Bewer­ber. die den Nachweis der Morseausbildung er­bringen können (z. B. Mvrseschein der SA.): bei Nachrichtenabteilungen für Funk- und Horchkom- panien oder bei Truppennachrichteneinheiten.

(Fortsetzung auf Seite 2)

vlindtieit am Werke

VeutschlanS und Italien auf dem Posten

* Bremen, 19. September.

Der Reichsparteitag der Arbeit ist vor­über. S o groß war das Erlebnis, daß wäh­rend seines Verlaufs alles übrige Geschehen in der Welt in seiner Bedeutung zurück­getreten war. Nun man wieder von dem großen gewaltigen Ereignis hinweg den Blick über die Grenzen Deutschlands richtet, wird man so recht gewahr, wie ganz im Gegensatz zur erhabenen Größe in Nürn­berg kleinlich und erbärmlich, armselig und gehässig da draußen in der Welt Politik gemacht wird, Politik, die nicht an­ders als verbrecherisch im Hinblick auf das vom Bolschewismus gefährdete Europa genannt werden muß.

Ob wir nach Genf blicken, wo ein Negrin, der sowjetspanische Mörder und Mordbrenner, diese Zierde des sowjet- spanischen Untermenschentums, als soy. Chef der Valencia-Regierung den Vorsitz im Völkerbundsrat führt, oder ob wir nach London blicken, wo der sog. Nichtein­mischungsausschuß langsam in Agonie ver­fallen ist, oder ob wir nach Nyon sehen, wo man unter fadenscheinigen Borwänden der Besorgnis um den Frieden Europas eine Macht wie Italien, (das ein Eckpfeiler dieses Friedens sein könnte und sein möchte, wenn man sich dieses Eckpfeilers bei den Westmächten nur bedienen wollte) in herausfordernder Weise und unbekümmert um die Folgen zu verletzen für gut fand; überall sehen wir Blindheit am Werke, mit allen Mitteln das zu verhindern, was den Völkern Europas die Zukunft zu sichern ver­möchte, nämlich: die Ausschaltung bolsche­wistischer Quertreiber aus der europäischen Politik.

Wenn in einem, so hat der französische Außenminister Delbos darin recht, daß er eben aus der gestrigen Ratstagung des Völkerbundes in Gens feststellte, der Krieg sei tatsächlich, vorhanden und die Gefahr weiterer Ausbreitung be­stehe, wenn sie durch die Zersplitterung und die Untätigkeit der Kräfte, die sie be­schwören könnten, begünstigt werde. Aber statt daraus die entsprechenden Folgerungen zu ziehen und die Kräfte, welche der Kriegs­gefahr entgegentreten wollen, zu unter­stützen und die den Krieg schürende und auf seine Ausbreitung hinarbeitende Macht in die Schranken zu weisen, geht man mit jener Macht es ist natürlich Moskau Arm in Arm und versucht einer Welt gauben zu machen, daß Europa und der Friede von den Gegnern der Sowjetpolitik, also von den Vorkämpfern des europäischen Frie­dens, gefährdet sei.

Dabei macht man in England sogar guie Miene zum bösen Spiel, wenn es sich darum handelt, den lieben Schützlingen Moskaus nicht wehe zu tun. Und man geht dabei so wert, entschuldigend von Verwechslungen zu sprechen, wenn nach Zwischenfällen lüsterne sowjetspanische Flugzeuge Bomben nach einem englischen Kriegsschiff werfen. Wie England solche Politik vor dem englischen Volke und der Geschichte dereinst oeranr- worten will, ist uns ein Rätsel. Die Verein­barungen von Nyon gehören allerdings auch in dieses Kapitel. Denn es liegt diesen Ver­einbarungen, denen zufolge das einst die Meere beherrschende England sich in die Beherrschung" des Mittelmeeres mit Frankreich teilen will, sowohl das Ein­geständnis eigener machtpolitischer Unzu­länglichkeit zugrunde als auch die nicht mehr zu leugnende Voreingenommenheit Englands gegenüber dem autoritär regier­ten Italien.

Wir in Deutschland stehen nunmehr in Er­wartung des Besuches des italienischen Staatschefs Mussolini und wir freuen uns, ihn als den Mann begrüßen zu können, der jem Land und sein Volk auf jene politische Machthöhe geführt hat, von der aus Italien heute mit eiserner Ruhe den Vereinbarungen von Nyon seinN e i n" entgegensetzen kann Wir wissen uns eins mit dem itaiieniscken Volke in Abwehr der bolschewistischen Ge­fahr von Europa und wir stehen nicht an zu sagen daß nicht eher den Forderungen der geichichtlichen Lage des Abendlandes genügt nl, als auch die Westmächte der Abwehrfront gegen den Bolschewismus sich zugesellen.

Dies aber geschieht nicht durch Reden, wie sie von Außenminister Delbos gestern in .^/F^En wiirden, es geschieht auch nicht durch die immer wieder versuchte Wie- derholung unsinniger Behauptungen, Italien und Deutschland verfolgten eigennützige Zwecke im Kampfe gegen den Bolschewis­mus, sondern einzig und allein nur durch

5 ° ilslose Eiiistellun

^Unheil, das der von Moskau aus­gehende Bolschewismus bisher bereits in