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parteiamtliche ^geszeitung
NachrichtendlaN der Deutschen flrbeitsftonl vremen
flmtsblan des Senats der Freien Hansestadt vremen
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Das amtliche verkiindungsblatt des
Reichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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Nr. 25? / ?. Jahrgang
Sonntag, 19. September 195?
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Note vomben auf englisches Kriegsschiff
Unser liagesspiegsl
Teile Schanghais waren das Ziel chinesischer - Flieger.
Rote Flugzeuge warfen erneut Bomben auf ein englisches Kriegsschiff.
Italienische Arbeiter sind aus Besuch in Deutschland eingetroffen.
Für den Gau Weser-Ems find 900 Karten für eine KdF.-Jtaliensahrt bereitgestellt. Ueber die Meldung Freiwilliger zur Wehrmacht liegen genaue Einzelbestimmungen vor. Das deutsche Walfangmutterschiff „Walter Rau", Bremen, wurde gestern in Dienst gestellt.
Im Rahmen der DRL.-Leistungsschau weihte Kreislerter Blanke Reichsbundfahnen bremischer Sportler.
Heute trifft in unserer Stadt der Marschülock „Wilhelm Decker" ein.
Der Handwerker-Wettkamps 1938 wird in drei Abteilungen durchgeführt.
Staatsminister Esser weilte gestern in Bremen.
Das „Merkblatt für die Verdunkelungs- Lbung" saht noch einmal die Verhaltungsmaßregeln für die morgen beginnend« Ver- dunkelüngsübung zusammen.
Nach dem ersten Tag des Leichtathletik-Län- derkampfes zwischen Deutschland und Schweden führt Schwede« mit 84:59 Punkten.
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von Neurath /f-Sruppenfülirer
Berlin, 19. September
Der Führer und Reichskanzler hat den Reichsminister des Auswärtigen Freiherr« von Neurath zum Ehrengruppenführer der sf ernannt.
Slückwünsche an INchnee
Telegramme der Reichsminister Dr. Goebbels und v. Neurath
Berlin, 19. September
Nach Eintreffen Dr. Filchners in Indien richteten die Reichsminister Dr. Goebbels und Freiherr von Neurath herzliche Glückwünsche an den erllhmten deutschen Forscher. Reichsminister Dr. Goebbels sandte über das deutsche Generalkonsulat Kalkutta folgendes Telegramm:
„Zu der großen Ehrung, die Sie durch die Verleihung des Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft durch den Führer erfahren haben, spreche ich Ihnen meine aufrichtigsten und herzlichsten Glückwünsche aus."
Reichsaußenminister Freiherr o. Neurath drah- kk: „Begrüße Sie und Ihren Begleiter Haack nach erfolgten! Eintreffen in Indien aufs herzlichste und sende aufrichtige Glückwünsche zur verdienten Verleihung des Nationalpreises durch den Führer."
Srimdsteliriegung in Hamburg
Hamburg, 19. September. Am Sonnabendnachmittag fand in Hamburg- Langenhorn die Grundsteinlegung zum neuen vtabsgebäude der ff - Sandarte „Eerma- »i a"'in Anwesenheit von Reichsstatthalter Kaufmann, dem Führer de jf-Oberabschnittes und dem Chef des Hauptamtes. Obergruppenführer, statt.
kine „Verwechslung
London, 19. September. Die britische Admiralität teilt mit, daß der Zerstörer „Fearleß", der an der nordspanischen Küste aus Patrouille ist, am Freitag gegen Mittag von einem Flugzeug mit sechs schweren Vomben beworfe« worden sei. Alle sechs Vomben seien in der Nähe des Schiffes niedergegangen, ohne jedoch zu treffen. Das Flugzeug sei in Richtung Eijon zurückgeflogen, das sich noch in Händen der Volschewisten befindet.
Zu dem Zwischenfall meldet Preß Association, daß man in London glaubt, diese Bombardierung sei auf eine Verwechslung zurückzuführen. Es befänden sich nämlich ein oder zwei nationalspanische Schiffe in den Gewässern, in denen der Zwischenfall sich abgespielt habe. Der Zerstörer „Fearleß" habe auch nicht auf das Flugzeug gefeuert.
Aufklärung über den wahren Sachverhalt des Ueberfalls und den Beweis für die absichtliche Täterschaft der roten Banditen liefert aber eine Mitteilung von nationalspanischer Seite. Man besitzt dort zuverlässige Nachrichten, wonach den unter dem Besehl des Valencia-Ausschusses stehenden Elementen der Auftrag erteilt wurde, ein Schiff englischer Nationalität zu versenken. Bei diesem neuen Ueberfall handelt es sich also um
einen neuen Versuch, einen internationalen Konflikt hervorzurufen, der unter d«n augenblicklichen Verhältnissen die Ziele der Valencia-Machthaber fördern würde. Unfähig, den Kampf zu ihren Gunsten zu entscheiden, versuchen die Bol- schewisten nun, die ganze Welt in d«n Schrecken des Krieges zu ziehen.
Die Beschlüsse von Nyon sind früher und auf andere Art, als vielleicht in London erwartet worden ist, illustriert worden. Der neue frevelhafte Angriff eines roten Flugzeuges auf ein englisches Kriegsschiff, der zahlreichen britischen Seemännern und Offizieren hätte das Leben kosten können, vollendet das Bild der sowjetrussischen Taktik, wie sie sich in den spanischen Wirren in ihrer ganzen Skrupellosigkeit enthüllt hat. Während aus der einen Seite in Nyon und Genf die „diplomatischen Vertreter der Sowjetunion mit Friedensphrasen und plumpen Attacken gegen Italien und Deutschland ihre „demokratischen Kollegen" irreführen, werfen bolschewistische Flugzeuge auf ein englisches Kriegsschiff Bomben. Wahrscheinlich werden auch in diesem Fall wieder unbeteiligte Mächte von den Roten
verdächtigt werden, daß sie es gewesen seien, die die Bomben warfen. Aber dieser Versuch ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn der Angriff der roten Verbrecher ist weitab von allen italienischen und sonstigen Stützpunkten im Mittelmeer an der Küste Nordspaniens erfolgt. Wird man jetzt in England endlich beginnen einzusehen, von welcher Seite die Anschläge auf. den Frieden kommen? Die mit dem Hinweis auf eine „Verwechselung" erfolgende Rücksichtnahme Englands auf die Volschewisten ist angesichts der unerhörten Herausforderung erstaunlich. Diese Nachsicht steht in sonderbarem Verhältnis zu der Geneigtheit der Londoner Stellen, in anderen Fällen
der britische Zerstörer nicht auf das Flugzeug gefeuert habe. Die Geschütze eines britischen Zerstörers schweigen, wenn Bolsche- wisten ihre Bomben werfen — war nicht erst vor einigen Tagen ein nachdrücklicher „Feuer!"-Befehl an die britische Mittelmeerflotte ergangen?
M freiwillige Meldung zum Wehrdienst
Veslimmungen über kinslellungsgesiiche, bis genau ;u beachten find
Berlin, 19. September.
Das Reichskriegsministerium gibt bekannt: Wehrdienst ist Ehrendienst! Für jeden jungen Deutschen besteht die Möglichkeit, als Freiwilliger in die Wehrmacht einzutreten, vorausgesetzt, daß er völlig auf dem Boden des nationalsozialistischen Staates steht, daß er sittlich, geistig und körperlich dieser ernsten Aufgabe gewachsen ist und daß er Lust und Liebe zum Wehrdienst mitbringt.
Reben der Begeisterung für den Wehrdienst ist in den meisten Fällen der Anlaß zu einer freiwilligen Meldung der Wunsch, den Zeitpunkt zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht selbst zu wählen und die Möglichkeit, zu einem Truppenteil zu kommen, der der Vorbildung den Neigungen und Fähigkeiten des Bewerbers entspricht oder mit dem er durch Tradition oder persönliche Beziehungen verbunden ist.
Die Wehrmacht kommt dem Wunsch jedes einzelnen Freiwilligen in weitgehendem Umfange entgegen. Es ist dies jedoch nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen möglich. Eine möglichst f r ll h z e i t i ge Me l d u n g liegt somit im persönlichen Interesse eines jeden Bewerbers. Einstellungsgesuche für die Herbsteinstellung 1938 müssen von landwirtschaftlichen Arbeitskräften bis zum 18. September 1937 von Bewerbern für die Heeresunteroffiziersschule bis zum 1. November 1937. von allen übrigen Bewerbern bis zum 8. Januar 1938 eingegangen
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Schanghai, 19. September.
Das Kampfgebiet von Schanghai stand im Zeichen äußerst heftiger chinesischer Fliegerangriffe. Immer wieder überflogen chinesische Flugzeuge in kurzen Abständen bis spät in die Nacht hinein vor allem das Ssangtsepu-Eebiet und warfen zahlreiche Bomben ab. Die im Hafen liegenden japanischen Kriegsschiffe antworteten mit starkem Abwehrfeuer. Mehrere ausländische Industriebetriebe im Yangtsepu-Bezirk wuren durch Bomben in Brand gesetzt. Auch das Gebiet der internationalen Niederlassungen wurde in Mitleidenschaft gezogen.
lHina protestiert
Entrüstung über das USA.-Waffenaussuhroerbot Newyork, 19. September.
Der chinesische Botschafter in Washington hat gegen das Ausfuhrverbot von Kriegsmaterial auf allen in amerikanischem Staatsbesitz befindlichen schiffen nach Japan und China durch Präsident Roosevelt einen formellen Protest ausgesprochen. Die chinesische Botschaft gab eine Mitteilung ihrer Regierung bekannt, derzufolge in China eine ernste Enttäuschung über die Maßnahmen des amerikanischen Staatspräsidenten Platz greise. Die Verfügung begünstige Japan und benach- ieilige China, in dem Mangel an Munitionsfabriken herrsche.
kin innermongolisches Neich!
Tokio, 19. September.
In der von der japanischen Armee in Nordchina gemeldeten Einnahme Fengdschens an der Euiyuan-Bahn sieht man in Japan die Gewinnung eines ersten wichtigen Stützpunktes nördlich
der großen Mauer auf dem Wege zur innermongolischen Provinz Suiyuan. Während die Provinz Tschachar schon lange unter japanischem Einfluß steht, wies man in Suiyuan bisher den politischen und militärischen Einfluß Japans zurück. Durch die Einnahme Fengdschens bekommt nun jene Bewegung einen erneuten Aufschwung, die ein i n n e r m o n g o l i s ch e s autonomes Reich unter japanischer Führung schaffen will, das unter dem Mongolen- pirsten Tewang gegründet werden soll.
Japans kampfgegenvlockadebrechee
Tokio, 19. September.
Das Auswärtige Amt teilt offiziell mit, daß die japanische Regierung die Gültigkeit solcher Uebertragungen der Nationalität chinesischer Schiffe auf die Nationalität dritter Länder nicht anerkennt, die nach der Blockadeerklärung vom 25. August erfolgten, sofern nicht die Ueber- tragung in Uebereinstimmung mit den Gesetzen der betreffenden Länder tatsächlich vollzogen wurde. Im Zweifelsfalle sei die japanische Flotte angewiesen worden, die nötigen Schritte, wie das Aufhalten und die Untersuchung des betreffenden Schiffes zur Klärung der Eigentumsverhältnisse, durchzuführen. Das Auswärtige Amt warnt daher dritte Mächte, chinesischen Schiffen das Recht der Erwerbung ihrer Nationalität zu geben. Diese Maßnahme der japanischen Flotte bedeutet die Unterbindung der Durchbrechung der Blockade durch chinesische Schiffe unter dem Deckmantel der Nationalität dritter Mächte.
sein, sonst können sie für die Herbsteinstellung 1938 nicht mehr berücksichtigt werden. Bei späterer Meldung muß der Bewerber jedoch, damit rechnen, einem änderen Wehrmacht- oder Truppenteil zugewiesen zu werden. Ein Anspruch auf Einstellung bei dem gewünschten Wehrmacht- teil, Lei der ausgesuchten Waffengattung oder bei einem bestimmten Truppenteil besteht grundsätzlich nicht. Für eine freiwillige Meldung ist die genaueste Beachtung nachstehender Bestimmungen erforderlich:
1. Der freiwillige Eintritt in den aktiven Wehrdienst ist für Wehrpflichtige in der Regel vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 25. Lebensjahr möglich. Am beabsichtigten Einstellungstag« darf daher das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten und muß das 17. Lebensjahr vollendet sein. Als Stichtag für die Herbsteinstellung 1938 gilt der 15. 19. 38. Abweichend hiervon werden eingestellt: s) b e i m H e e r: bei den Heeresunteroffiziersschulen: Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 20. Lebensjahr: b) Lei der Kriegsmarine: In den Flottendienst: Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr: c) bei der Luftwaffe: bei der Fliegertruppe («inschl. Sanitätsdienst): Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23/ Lebensjahr.
2. Bewerber aus den EeburtssahrgängeN 1918 und jüngere dürfen im Jahre 1938 nur dann eingestellt werden, wenn sie besonders geeignet sind und sich zu einer längeren Dien st zeit als 2 Jahre in dxr Wehrmacht verpflichten. Von einer solchen Verpflichtung zu einer längeren Dienstzeit darf nur bei Bewerbern abgesehen werden, denen durch eine spätere Ableistung ihrer Arbeitsdienst- und Wehrpflicht ein beträchtlicher Nachteil für ihre Berufsausbildung (z. B. Abiturienten) erwächst.
3. Lehrlinge in der Berufsausbildung dürfen als Freiwillige nur dann angenommen werden, wenn sie ihre Lehrzeit vor Eintritt in den Reichsarbeitsdienst. also mindestens ein halbes Jahr vor Eintritt in den Wehrdienst, voraussichtlich mit Erfolg beenden werden oder die Einwilligung ihres Lehrherrn zur LehrzeitverkUrzung beibringen.
1. Angehörige des Eeburtsjahrgangs 1915 und jüngerer Geburtsjahrgänge müssen vor Ableistung des aktiven Wehrdienstes der Arbeitsdienstpflicht genügt haben. Sie werden behördlicherseits zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, nachdem ihre Annahme als Freiwilliger bei einer Einheit der Wehrmacht erfolgt ist.
5. Voraussetzung für eine Annahme als Freiwilliger ist es, daß der Bewerber: a) eine Min- destkörpergröße von 160 Zentimeter hat. (Heeres- unteroffiziersschulen mindestens 165 Zentimeter, schwere Artillerie mindestens 168 Zentimeter, Panzerabteilungen höchstens 176 Zentimeter.) b) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichsange- hörigkeit) besitzt, e) wehrwürdig ist; 6) tauglich für den Wehrdienst ist; s) nicht unter Wehrpflichtausnahmen fällt; k) nicht Jude ist; g) gerichtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbescholten ist; b) unverheiratet ist; 1) der minderjährig ist, die Genehmigung des gesetzlichen Vertreters vorliegt; ü) notwendige Zahnbehandlungen vor der Einstellung durchführt. Bewerber, die diesen Bedingungen nicht entsprechen, können als Freiwillige nicht eingestellt werden.
6. Vor der Meldung zum freiwilligen. Eintritt
haben bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde persönlich zu beantragen: a) Nicht gemusterte Bewerber: Die Ausstellung
eines Freiwilligenscheins zum Eintritt in den aktiven Wehrdienst. Hierzu melden ste sich per
sönlich Lei der zuständigen polizeilichen Melde- behorde zur Anlegung des Wehrstammblattes, pfbr.stualpapiere und von Minderjährigen die schriftliche, amtlich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt sind zur Anmeldung mitzubringen, b) Bereits gemusterte Bewerber: Die Ausstellung
eines polizeilich beglaubigten Auszuges aus dem Wehrpaß. Vordrucke sind bei der polizeilichen Meldebehorde erhältlich.
7. Die Wahl des Wehrmachtsteiles (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe), der Waffengattungen und des Truppen-(Marine-)teiles steht dem Bewerber mit der Einschränkuna frei, daß sie bei Heer und Luftwaffe in der Regel nur
- möglich ist, deren Standorte m der Nahe des dauernden Aufenthaltsortes des Bewerbers liegen. Bei der Kriegsmarine und beim Regiment General Göring können sich Bewerber aus dem ganzen Reich melden, bei letzterem leöoch mit Ausnahme von Ostpreußen. Sind dem Bewerber die für ihn in Betracht kommenden Truppen-(Marine-)teile nicht bekannt so kann er jie bei,dem für seinen dauernden Äuf- enthaltsort zuständigen Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt erfragen.
8. Die Meldung zum freiwilligen Eintritt darf nur bei einem, und zwar grundsätzlich bei d e m Truppen-fMarine-)teil erfolgen, bei dem
eintreten möchte. (Im einzelnen siehe Nr. 9.) Jeder Bewerber hat sich schriftlich zu melden. Dieser Meldung sind beizufügen: s,) der Freiunlligenschein oder der beglaubiare Auszug aus dem Wehrpaß (siehe Nr. 6); b) ein handgeschriebener lückenloser Lebsnslauf; e) zwei Paßbilder (keine Seitenansicht) in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, nicht in Uniform (Groge 3^7 mal 5,2 Zentim.), mit Namensangabe au; der Rückseite.
Wehrmachtteile!"^'''"''^" ^^nen
I. 6eer:
- ^Einstellung von Freiwilligen erfolgt
'7 1938. b) Dienstzeit 2 Jahre,
o) Wahl der Massen.gattung ist dem Bewerber xreigestellt. Es kommen hierfür in Frage: Infanterie (Schützenkompanie). Mafchi- nengewehrkompanie, Jnfanterie-Geschützkompanie Panzerabwehrkompanie (mot.). Nachrichtenzug' Reiterzug, Kavallerie (Reiter- und Radfahrer- abteilungen), Artillerie (leichte und schwere Artillerie, Beobachtungsabteilung), Pioniere Kraft- fahrkampftruppe (Schützenbataillon). ' Krad- schutzerrbataillon, Aufklärungsabteilung (mot) Pamerabwehrabteilung (motz). Panzerabteilung.' Nachrichtentruppe, Fahrtruppe (Kraftfahrabtei- lung, oahrabteilung), Nobeltruppe, Sanitätsabteilung. >1) Meldung hat bei dem Bataillon bzw. der Abteilung zu erfolgen, bei dem der Bewerber eintreten will,, für den Eintritt in Heeresunteroffiziersschulen bei der Heeresunteroffi- ziers-schule Potsdam-Eiche. s) Bevorzugt eingestellt werden: Inhaber des Reiter- schelns: bei Reiter- und Maschinengewehrschwa- dronen der Kavallerie, bei bespannten Batterien der Artillerie^ bei Jnfanterie-Reiterzüqen bei bespannten Maschinengewehrkompanien und Lei belvannten Infanterie-Eeschütz-Komvanien Inhaber einer Bescheinigung über die Kraftfahraus- bildung bei einer Motorsportschule des NSKK' bei motorisierten Truppenteilen, dabei in erster Linie bei Kraftfahrkampftruppenteilen. Bewerber. die den Nachweis der Morseausbildung erbringen können (z. B. Mvrseschein der SA.): bei Nachrichtenabteilungen für Funk- und Horchkom- panien oder bei Truppennachrichteneinheiten.
(Fortsetzung auf Seite 2)
vlindtieit am Werke
VeutschlanS und Italien auf dem Posten
* Bremen, 19. September.
Der Reichsparteitag der Arbeit ist vorüber. S o groß war das Erlebnis, daß während seines Verlaufs alles übrige Geschehen in der Welt in seiner Bedeutung zurückgetreten war. Nun man wieder von dem großen gewaltigen Ereignis hinweg den Blick über die Grenzen Deutschlands richtet, wird man so recht gewahr, wie — ganz im Gegensatz zur erhabenen Größe in Nürnberg — kleinlich und erbärmlich, armselig und gehässig da draußen in der Welt Politik gemacht wird, Politik, die nicht anders als verbrecherisch im Hinblick auf das vom Bolschewismus gefährdete Europa genannt werden muß.
Ob wir nach Genf blicken, wo ein Negrin, der sowjetspanische Mörder und Mordbrenner, diese Zierde des sowjet- spanischen Untermenschentums, als soy. Chef der Valencia-Regierung den Vorsitz im Völkerbundsrat führt, oder ob wir nach London blicken, wo der sog. Nichteinmischungsausschuß langsam in Agonie verfallen ist, oder ob wir nach Nyon sehen, wo man unter fadenscheinigen Borwänden der Besorgnis um den Frieden Europas eine Macht wie Italien, (das ein Eckpfeiler dieses Friedens sein könnte und sein möchte, wenn man sich dieses Eckpfeilers bei den Westmächten nur bedienen wollte) in herausfordernder Weise und unbekümmert um die Folgen zu verletzen für gut fand; überall sehen wir Blindheit am Werke, mit allen Mitteln das zu verhindern, was den Völkern Europas die Zukunft zu sichern vermöchte, nämlich: die Ausschaltung bolschewistischer Quertreiber aus der europäischen Politik.
Wenn in einem, so hat der französische Außenminister Delbos darin recht, daß er — eben aus der gestrigen Ratstagung des Völkerbundes in Gens — feststellte, der Krieg sei tatsächlich, vorhanden und die Gefahr weiterer Ausbreitung bestehe, wenn sie durch die Zersplitterung und die Untätigkeit der Kräfte, die sie beschwören könnten, begünstigt werde. Aber statt daraus die entsprechenden Folgerungen zu ziehen und die Kräfte, welche der Kriegsgefahr entgegentreten wollen, zu unterstützen und die den Krieg schürende und auf seine Ausbreitung hinarbeitende Macht in die Schranken zu weisen, geht man mit jener Macht — es ist natürlich Moskau — Arm in Arm und versucht einer Welt gauben zu machen, daß Europa und der Friede von den Gegnern der Sowjetpolitik, also von den Vorkämpfern des europäischen Friedens, gefährdet sei.
Dabei macht man in England sogar guie Miene zum bösen Spiel, wenn es sich darum handelt, den lieben Schützlingen Moskaus nicht wehe zu tun. Und man geht dabei so wert, entschuldigend von Verwechslungen zu sprechen, wenn nach Zwischenfällen lüsterne sowjetspanische Flugzeuge Bomben nach einem englischen Kriegsschiff werfen. Wie England solche Politik vor dem englischen Volke und der Geschichte dereinst oeranr- worten will, ist uns ein Rätsel. Die Vereinbarungen von Nyon gehören allerdings auch in dieses Kapitel. Denn es liegt diesen Vereinbarungen, — denen zufolge das einst die Meere beherrschende England sich in die „Beherrschung" des Mittelmeeres mit Frankreich teilen will, — sowohl das Eingeständnis eigener machtpolitischer Unzulänglichkeit zugrunde als auch die nicht mehr zu leugnende Voreingenommenheit Englands gegenüber dem autoritär regierten Italien.
Wir in Deutschland stehen nunmehr in Erwartung des Besuches des italienischen Staatschefs Mussolini und wir freuen uns, ihn als den Mann begrüßen zu können, der jem Land und sein Volk auf jene politische Machthöhe geführt hat, von der aus Italien heute mit eiserner Ruhe den Vereinbarungen von Nyon sein „N e i n" entgegensetzen kann Wir wissen uns eins mit dem itaiieniscken Volke in Abwehr der bolschewistischen Gefahr von Europa und wir stehen nicht an zu sagen daß nicht eher den Forderungen der geichichtlichen Lage des Abendlandes genügt nl, als auch die Westmächte der Abwehrfront gegen den Bolschewismus sich zugesellen.
Dies aber geschieht nicht durch Reden, wie sie von Außenminister Delbos gestern in .^/F^En wiirden, es geschieht auch nicht durch die immer wieder versuchte Wie- derholung unsinniger Behauptungen, Italien und Deutschland verfolgten eigennützige Zwecke im Kampfe gegen den Bolschewismus, sondern einzig und allein nur durch
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^Unheil, das der von Moskau ausgehende Bolschewismus bisher bereits in