Ausgabe 
(31.12.1936) Nr. 361
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parteiamtliche Tageszeitung

Hachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Lremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der freien Hansestadt vremen

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. rei / s. laticgtmg

Soimerstag, 51. Vezember 1956

kinzelpreis 15 Npf.

klgenattige liollündische dollneitssitten

Polizei und Negierung der Niederlande festen svstematiststen Skstmästungen der Hakenkreuzflagge zu

wie wird sich der Pein; verhalten?

Essen, 30. Dezember.

Unter der Ueberschrift „Eigenartige holländische H-ochzeitssitten — Polizei und Regierung sehen Schmähungen der HakenkreuMagge zu" schreibt die „National-Aeitung" in Essen u. a.: Holland schmückt sich zum Feste der Hochzeit seiner Kron­prinzessin Juliana mit dem deutschen Prisen Bernhard zur Lippe-Biesterfeld. Fahnen und (vir-

Unser lagssspiegsl

Der Führer hat sich nach seiner Teilnahme am Staatsbegräbnis für Seeckt wieder nach Berchtesgaden begeben.

Die Schmähungen der Hakcnkreuzflagge in Holland drohen das deutsch-niederländische Verhältnis zu trüben.

In ausländischen Blättern werden phan­tastische Ereuelmeldungen über Danzig ver­breitet.

Ueber das Treiben der Freimaurer in Bul­garien werden interessante Einzelheiten ver­öffentlicht.

Roosevelt verurteilt die Flugzeuglieferungen an die spanischen Bolschewiste».

Heute sammelt die Beamtenschaft in Bremen für das WHW.

Die Bremer Schleppschifsfahrts-Eesellschaft kann auf ein SOjähriges Bestehen zurückblicken.

landen zieren Straßen und Häuser. Schon jetzt sind die Zeitungen angefüllt mit langen Berich­ten über den deutschen Prinzen, der von der holländischen Bevölkerung mit großer Freude und Liebenswürdigkeit aufgenommen wurde. Nur eines beruhigt gewisse Kreise in Holland nicht, nämlich die Tatsache, daß es sich um einen deut­schen Prinzen handelt. Leider wurden die Vor­bereitungen zu dem Staatsakt durch höchst uner­freuliche Zwischenfälle gestört. Wie das selbst­verständlich ist, haben Ungehörige der reichsdeut- schen Kolonie als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Gastland, in dem sie leben, auch ihr Haus mit Fahnen geschmückt, und da es sich um einen deutschen Prinzen handelt, der als Prinz- Eemahl nach Holland kommt, wurde von diesen Deutschen die Reichsflagge gehißt.

Die Ausziehung der Hakenkreuzslagge hat ge­wissen Kreisen der holländischen Bevölkerung An­laß gegeben, lärmende „Protest"-Kundgebungen vor den Häusern der Deutschen vorzunehmen. Unter Schmährufen forderte die Volksmenge die Entfernung der Hakenkreuzslagge.

Die Polizei, die von den bedrohten Haus­besitzern herbeigerufen wurde, beschränkte sick darauf, der Menge zum Auseinandergehen zu raten und empfahl den Hausbesitzern, die Haken­kreuzflagge einzuziehen, „um so Tätlichkeiten zu vermeiden". Angesichts der guten wirtschafts- politischen Beziehungen, die Deutschland und Holland verbinden, sind derartige Vorfälle aufs tiefste zu bedauern. Man kann Der holländischen Regierung den Vorwurf hier nicht ersparen, daß sie am Ende die Schuld an derartigen unlieb­samen Zwischenfällen trägt, denn ungehindert können die marxistische Presse Hollands und selbst ein Teil der offiziellen nicht marxistischen Zeitungen seit vier Jahren einen Hetzfeldzug egen Deutschland führen, der bisher mit usnahme weniger Fälle grober Provokationen von der Regierung ohne Widerspruch ge­blieben ist.

Kein Wunder, daß die so verhetzte Menge sich gegen die Deutschen wandte, die die Hakenkreuz­flagge zum festlichen Anlaß zeigten. In einem Falle riß der Pöbel die deutsche Flagge sogar herunter und besudelte sie! Das paßt wenig in den Rahmen der Hochzeitsvorbereitungen mit einem deutschen Prinzen!

Es ist wenig erbaulich anzusehen, wie ungehin­dert von den dafür verantwortlichen Stellen der holländische Pöbel das Vaterland des zukünftigen Gatten der Kronprinzessin von Holland schmäht. Es liegt jedoch System in dieser Nichtachtung derartiger Zwischenfälle. denn, wenn bei offizi­ellen Veranstaltungen neben der holländischen Nationalhymne nicht die deutsche Nationalhymne, sondern zu Ehren des Prinzen das Spottlied ^Lippe-Detmold, eine wunderschöne Stadt . . . Bum-bum" erklingt, so ist das bei aller Komik doch ein Symptom für die Einstellung, die man vielerorts Deutschland gegenüber hat.

Erstaunlich ist, daß der deutsche Prinz Bern­hard znr Lippe-Biesterfeld selber sich nicht ver­anlaßt sieht, gegen einen derartigen groben Un­fug wie das Abspielen jenes Liedes an Stelle der deutschen Nationalhymne sich aufzulehnen.

Für das Deutsche Reich ist es unerträglich, daß in einem Nachbarlande, Zu dem Deutsch­land gute Beziehungen unterhält, unter den Augen der Polizei Landesverräter, Juden und marxistischer Pöbel Hakenkreuzfahnen von den Häusern Reichsdeutscher herunter­reißen. Alan könnte fast zu dem Schluß , kommen, daß amtliche holländische Stellen >

der Hetze gegen Deutschland Vorschub leisten. Es wird einiger klarer Maßnahmen bedür­fen, um diesen die deutsch-niederländischen Beziehungen auf das stärkste belastenden Eindruck zu verwischen. Man scheint in Hol­land vergessen zu haben, daß der künftige Mann der holländischen Kronprinzessin ein deutscher Prinz ist, der der Fahne, die unter den Augen der holländischen Polizei beschimpft wurde, nicht nur den Aufstieg sei­nes Heimatlandes aus Not und Elend ver­dankt, sondern daß es auch aus den Sieg des

Berlin, 30. Dezember.

Unter allen militärischen Ehren wurde Mittwoch mittag in einem feierlichen Staats­begräbnis die sterbliche Hülle des großen Soldaten und Feldherrn. Generaloberst Hans von Seeckts» auf dem Fnvalidensriedhos der Erde übergeben. Der Gründer der Reichswehr, die zum ehernen Fundament für die neue miede rerstarkte deutsche Wehr­macht wurde, hat damit seine letzte Ruhe­stätte gesunden neben den großen alten Sol­daten, deren Namen mit der ruhmreichen Geschichte Preußens und Deutschlands un­trennbar verbunden sind. Der Führer und Reichskanzler ehrte als Oberster Befehls­haber der Wehrmacht diesen unvergeßlichen Toten durch seine Anwesenheit bei der Bei­setzung. an der Mitglieder der Reichsregie-

Nationalsozialismus in Deutschland zurück­zuführen ist, daß die bolschewistischen Mord­brenner mit ihm nicht kurzen Prozeß ge­macht haben. In Holland verschließt man vor solchen Feststellungen die Augen, aber man sollte annehmen, daß aus alle Fälle der deutsche Prinz Bernhard zur Lippe-Biester- feld es nicht ruhig mit ansieht, wie die Ehre seines Geburtslandes, die Fahne des Reiches, böswillig herabgesetzt wird. Es wäre charak­tervoll, wenn der deutsche Prinz sich vor seine Heimat stellen würde. Dann wüßte der

rung, zahlreiche Vertreter des Staates und der Partei, die Generalität und Admiralität des alten ruhmreichen Heeres und der neuen jungen Wehrmacht sowie zahlreiche Mitglie­der des diplomatischen Korps teilnahmen.

Vor dem Trauerhaus in der Liechtensteinallee ist seit dem Morgengrauen ein Doppelposten aufgezogen. Im Arbeitszimmer ist die Leiche, um-

Bee sichrer wieder in Berchtesgaden

Berlin, 30. Dezember.

Der Führer und Reichskanzler, der anläßlich der Beisetzung des Generalobersten Hans von Seeckt zu einem kurzen Aufenthalt in Berlin ein­getroffen war, hat am Mittwochabend Berlin wieder verlassen und sich nach Berchtesgaden zurückbegeben.

anständige Teil der holländischen Bevölke­rung, der mit Entsetzen die skandalösen Zwischenfälle verfolgt, daß Prinz Bernhard als holländischer Prinzgemahl auch die Ehre seiner künftigen Heimat zu schützen wissen wird. Denn es liegt auf der Hand: ein schlechter Deutscher wird sich nie als ein guter Holländer bewähren können. Wie lange will der Prinz zur Lippe-Biesterfeld, wie lange wollen die amtlichen holländischen Stellen die Verhöhnungen Deutschlands noch dulden?

geben von Blattgrün und einer Fülle von Krän­zen. aufgebahrt. Vier Stabsoffiziere der 23. Di­vision halten mit gezogenem Degen die Ehrenwache. Kurz vor der kirchlichen Feier erscheint Eeneralfeldmarschall von Mackensen und begibt sich ins Totenzimmer, um hier in einer Minute stillen Gedenkens Abschied zu nehmen von seinem Kameraden: auch der greise Zar Fer­dinand von Bulgarien, der in der Uni­form eines preußischen Eeneralfeldmarschalls er­schienen war. verweilte kurze Zeit an der Bahre des Toten. Die kirchliche Feier findet nur im engsten Kreise statt. An ihr nimmt an der Spitze der Generalität der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Fritsch teil. Bischof Schle­gel schildert den Verstorbenen als den großen Sol­daten, der mit heißem Herzen und kühlem Kopf gearbeitet hat. Der Führer habe sich zu seinem Werk bekannt und ihn durch dieses Staatsbegräb­nis geehrt. (Fortsetzung auf Seite 2)

M/HM/re r'm ckenttÄen?erl- AeMe/ren cker 7ick,e§ E6

Liläl:

Dsutseliiaväs Souveräni­tät am Rksiu vuräs

rvisäsrtisrgsstslit. Unter

äem äubst äer Bevölke­rung kielten am 7- dlärr unsere Seiäaten itirsn Rinrug in äis Oarnisonsn Lötn, dlainr unä vüsssl- äork. Unser Riiä Lsigt äsn Uarsck über äis dlainrsr Straßenbrücke.

Riiä 2:

Lack äsr ^.uklösung äss Reichstags vruräsn Lsu- rvakisn ausgeschrieben, nnä am 29. blärri kam äsr Tag, an äem sieb äas ganrs äsutscbe Volk ru ssinäm RObrer be­kannte. 98,3 Rrosent aller Stimmen galten äsr Ro- litik ^äoik Hitlers. Unser Riiä Lsigt äis begeisterte dlengs naeb äem IVabl- sieg, rvis sie äeinRübrer auk äem Balkon äer Reichskanzlei Zujubelt.

6 ilä 3:

Die Oi^mpiscbsp Spiels brachten äsn krisälicksn Wettstreit äsr Kationen, bei äem Dsutscblaoä 33 goläsns, 26 silberne unä 30 bronzene 8rs- gesmsäaillen erringe» Konnte.

Riiä 4:

Km 24. August vuräs äurcb einen Rrlaü äes Dübrsrs äis Dauer äer aktiven Disnstpkllcbt bei äen ärsi ZVskrmacbts- tsilen auk 2 üabrs ksst- gesstst; Rekruten be: äer Vsrsiäigung.

ViIä 5:

^uk äem Rartsitag cb r Obre rvuräs äsr neue Visrjabrssplan äss Rüb rsrs vsrkünäst. Unser Riiä 2 sigt äsn Rübrsr auk sinvr Longrsü- tagung in Mrnbsrg väb- rsnä seiner Rsäs über äsn krisäiicben slukdau in Dsutscbianä.

Rilämontags: Rr.-Illu. Lokkmann (5).

V-

Her Mrer beim Staatsbegräbnis o. Seeckts

kin seldtierr wurde ;u Brabe getragen - flbschied vom Wegbereiter des deutschen votkstieeres

was uns ISIS beachte

Von

Rsicbsministsr vr. Milbvlm Rrick

Das Jahr 1936 wär das vierte Jahr der Re­gierung Adolf Hitlers. Es bildete den Abschluß des ersten Vierjahresplanes, den der Führer und Reichskanzler verkündete, als er die Macht über­nahm. Das Ziel dieses Planes war die Ret­tung des deutschen Bauern und die Beseitigung der Erwerbslosigkett des deutschen Arbeiters.

Wie immer man die unerhörten Anstrengungen der Reichsregierung und des deutschen Volkes beurteilen mag. eines weiß heute alle Welt: Sie waren von vollem Erfolg begleitet. Wer die nationale, politische, kulturelle und wirtschaft­liche Lage des deutschen Volkes an der Jahres­wende 1932/33 mit der gegenwärtigen^ Lage ver­gleicht, muß zugeben, daß selbst die größten Opti­misten in ihren Erwartungen llbertroffen wurden. Das Deutsche Reich, am Anfang 1933 noch ein ohnmächtiger Staat, ist heute in seinem natio­nalen Bestand durch ein starkes Heer vor, jedem Angriff gesichert. Politisch ist das einst in un­zählige Parteien und Klassen zerrissene Volk zu einer Schicksals- und Volksgemeinschaft geeint und an Stelle des drohenden Bürgerkrieges von 1932 ist straffe Ordnung, Disziplin und größte politische Zucht getreten. Das Kulturleben des deutschen Volkes, das in völligem Verfall begriffen war, ist von fremden und zersetzenden Einflüssen ge­säubert und dient wieder der Aufrichtung und Erhebung des deutschen Volkes. Hand in Hand mit diesen sichtbaren Erfolgen ist — trotz aller Boykottbestrebungen des Weltjudentums — auch der wirtschaftliche Ausstieg des deutschen Volkes unverkennbar einhergegangen. Die dauernd sin­kende Zahl der Erwerbslosen, die gewaltige Zu­nahme der nationalen Erzeugung, die Riesen­bauten des Führers und seine für Jahrtausends geplanten Straßen, der gesteigerte Bahn-, Schiffs-, Luft- und Autoverkehr, all das zeugt für den Erfolg der Regierung Adolf Hitlers.

Das zu Ende gehende Jahr 1936 war ein Jahr großer politischer Ereignisse. Hatte schon das Jahr 1935 die Rückgliederung des Saarlan­des aus dem Willen des Saarvolkes, aus dem kühnen Entschluß des Führers und Reichskanzlers die Wehrfreiheit dem deutschen Volke ge­schenkt, so brachte das Jahr 1936 die volle Souveränität des Reichs. Am 7. März befahl der Führer und Reichskanzler den Ein­marsch der deutschen Truppen in die entmilitari­sierte Nheinlandzone. Ein schwerer Entschluß von geschichtlicher Bedeutung! Noch stehen die histori­schen Worte des Führers vor dem Deutschen Reichstag in aller Erinnerung: .In dieser ge­schichtlichen Stunde, da in den westlichen Provin­zen des Reiches deutsche Truppen soeben ihre künf­tige Friedensgarnison beziehen, vereinigen wir uns alle zu zwei inneren Bekenntnissen: Erstens zu dem Schwur, vor keiner Macht und vor keiner Gewalt in der Wiederherstellung der Ehre unseres Volkes zurückzuweichen und lieber der schwersten Not ehrenvoll zu erliegen, als jemals vor ihr zu kapitulieren, und zweitens zu dem Bekenntnis, nun erst recht für eine Verständigung der Völker Europas und insbesondere für eine Verständigung mit unseren westlichen Völkern und Nachbarn einzutreten."

des Locarno-Vertrages von Frankreich durch den Abschluß des sranzösisch-sowjetrussischen Waffen- beistands-Vertrages auf das schwerste verletzt wor­den waren und jagte in seiner großen Rede, daß die Reichsregierung alle Maßnahmen zum Schutze des Deutschen Reiches und des Friedens Europas treffen mußte und daß das Reich nach Abschluß des Kampfes um die volle Wehrhoheit bereit sei. mit allen Mächten für die Aufrechterhal­tung des Friedens zusammenzuwirken.

Am 24. August 1936 führte der Führer in An­betracht der Riesenrüftungen Sowjetrutzlands die zweijährige Dien st zeit ein und zerstörte damit jede Aussicht der roten Kriegshetzer auf einen Erfolg ihrer Angriffe. Im letzten Jahres- viertel vervollständigte der Führer die Befreiung vom Versailler Diktat durch die Aufhebung

derJnternationalisierungderdeut-

schen Ströme und stellte so die deutsche Sou­veränität auf allen Gebieten wieder her. Es ist nicht zuviel gesagt: Das Jahr 1936 brachte das innenpolitische Ende des Diktats von Versailles.

Neben der Wiederherstellung der Freiheit nach außen setzte der Führer den Kampf um die innere Stärkung des Reiches fort. Außer der Durch­führung der Deutschen Gemeindeordnung, die zum ersten Male in der Geschichte der Nation eine einheitliche Gemeindeverwaltung in allen Teilen des Reiches sichert, ist als wichtiger Schritt in der Fortführung des Neubaus des Reiches die VereinheitlichungderDeutschenPo- lrzei unter dem Reichsführcr SS. Heinrich Himmler als Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern zu nennen. Vor der Machtergreifung gab es im Deutschen Reich 17 verschiedene Staatsgewalten. Das Polizei­wesen war in ebenso viele Organisationen zer- ?-^.erst der nationalsozialistische Staat Adolf Hitlers auch das Polizeiwesen im gesamten Reichsgebiet einheitlich in einer Spitze zusammengefaßt und damit einen bedeutenden Abschnitt der Rcichsrcform abgeschlossen.

Von größter außen- und innenpolitischer Be­deutung war ferner im abgelaufenen Jahr der Nürnberger Parteitag. Wie ein War- nungsjignal stand über ihm das im Bürgerkrieg