Ausgabe 
(30.12.1936) Nr. 360
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parteiamtliche Lageszeitung

pachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt oremen

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 560 / e. Jahrgang

Mittwoch, 56. vezember 1S56

kinzelpreis 15 Npf.

Unsere Lewegung im Jahre IM

kiii Zeitabschnitt neuer großer krsolge und neuer gigantischer Aufgaben der NSggp.

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Wenn am Schlüsse eines Avbeitsjahres über alle wesentlichen Vorgänge nicht nur des wirtschaftlichen, sondern auch des politi­schen Lebens eine Bilanz gezogen wird, dann

Unser lagssspivgsl

Ein Erlatz des Reichserziehungsministers bringt die Vereinheitlichung des höhere» Schulwesens.

Die spanischen Volschewisten haben den deut­schen Dampser „Palos" wieder freigegeben.

Die Hungerrevolten in den roten Provin­zen Spaniens nehmen einen bedrohlichen Charakter an.

USA.-Flugzeuge sollen den Marxisten in Spanien Hilfe bringen.

Die japanischen Staatsminister warnen in einer Neujahrsbotschaft vor dem Kom­munismus.

Der «ordatlantische Fahrgastverkehr weist gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme auf.

Die Haushaltsnachweise sind ab 2. Januar von den Polizeiwachen wieder abzuholen.

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Bezirksfachgruppe Bremen, Pg. Appel, erläuterte die neuen Bestimmungen über die Fettwirtschaft.

NSKK.-Eruppenfiihrer Jürgensen schreibt zum Jahreswechsel über Arbeit und Auf­gaben des NSKK.

erscheint im innenpolitischen Leben des nationalsozialistischen Deutschlands an erster Stelle die Arbeit der Partei.

Mögen andere Völker am Jahresschluß die wechselvolle Tätigkeit ihrer Parlamente be­trachten, mögen sie sich die Frage vorlegen, ob mit ihren Methoden den nationalen Not­wendigkeiten Rechnung getragen, die natio­nalen Pflichten erfüllt wurden, in Deutsch­land ist heute keine Ueberlegung über die Zweckmäßigkeit des Prinzips mehr nötig. Denn das weiß das deutsche Volk bereits: die nationalsozialistische Methode der Volks­führung, Volksbetreuung und Volksvertre­tung durch die Partei, durch die NSDAP. ist die richtige. Nicht eine Diktatur regiert in Deutschland, sondern ein Staat wurde aufgebaut, dem der Führer durch die gleichberechtigte Beiordnung der national­sozialistischen Partei eine lebendige Verbindung zum Volk, ein dauern­des Instrument aufbauender und anregender Kritik, vor allem aber die nie ver­sagende jugendliche Kraft an die Seite gegeben hat. Mit seiner Partei hat Adolf Hitler sich einst den Staat erobert, mit ihr hat er den deutschen Volksstaat ausge­baut, und durch die planmäßige Stärkung ihrer Stellung und Erweiterung ihrer Auf­gaben sichert er diesem seinem Staat die lebendigen Kräfte der Volksverbundenheit, ebenso wie er damit dem deutschen Volk un­mittelbaren inneren Anteil gibt an dem Ge­schehen des Tages und der Zeit. Eine nie stillstehende Entwicklung zeichnet die Linie des Parteiaufbaues.

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Die Bilanz, die der politisch Denkende am Jahresende zieht, kann deshalb nichts ande­res sein, als eine Uebersicht über die Ereig­nisse und Entwicklungen, die im Jahre 1936 die Aufgaben der Partei im Staate und für die Nation unterstrichen und erweitert haben. Es war ein stolzes Fahr für die Partei, dieses Jahr 1936. Erinnern wir uns im einzelnen an einige der bedeutsam­sten Vorgänge dieses Jahres, und wir wer­den wieder einen Blick tun in den Ernst und die Größe unseres innerdeutschen Lebens.

Zu zwei weltbewegenden politischen Er­eignissen rief uns der Führer in diesem Jahre: zum großen Wahlkampf, der

zu einer beispiellosen Demonstration des nationalsozialistischen Deutschlands wurde, und zum Reichsparteitag in Nürn­berg, der in der ganzen Welt einen tiefen Eindruck hinterließ. Das einzigartige Be­kenntnis der Einheit der deutschen Nation verband sich mit der Anklage gegen den bolschewistischen Weltfeind. Es waren zwei Ereignisse, die dazu beitrugen, der Welt em wahres Bild des Nationalsozialismus in Deutschland zu vermitteln und uns allen den

Mick auf das weltbewegende geistige Ringen unserer Zeit zu erweitern.

Aber auch die innere Arbeit der Partei hat bedeutungsvollste Ereignisse zu verzeichnen. Die Neuorganisation der Block- einteilung hat die Partei noch mehr als bisher mitten m das Volk hineingestellt. Die unterste Basis der Parteiorganisation ist nicht mehr nur die Parteigenossenschaft, son­dern das ganze Volk! Diese umfassenden Organisationsmaßnahmen sind in vielen Gauen schon so weit abgeschlossen, daß sich bereits vielfach der Volksbetreuungsarbeit der Partei ganz neue und vielgestal­tige Aufgaben eröffnet haben. In einigen Gauen haben Gemeinschaftsarbeiten der Ortsgruppen bereits sehr positive prak­tische Ergebnisse gezeitigt. Freiwillig schaf­fende Hände gestalten — wie zum Beispiel

im Traditionsgau München-Oberbayern — Anlagen und Bauten, die der Allgemeinheit dienen. Aus der gemeinsamen Arbeit aber erhält das nationalsozialistische Gemein- schastsdenken neue Impulse.

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ist in diesem Jahr um ein großes Werk be­reichert worden. Die drei Ordensburgen — Vogelfang, Crössinsee und Sonthofen — wurden vollendet und zu Stätten national­sozialistischer Fllhrererziehung gestaltet. Völlig neue Wege der Auslese und Heranbil­dung von jungen Menschen für die Partei­aufgabe können jetzt erforscht und beschritten werden. Zwei außergewöhnliche Tagungen haben diese Burgen der Partei bereits er­lebt: Im April die Tagung aller Kreisleiter in Crössinsee und im No­

vember die Tagung aller Gauamts- leiter aus dem ganzen Reich auf Vogel­fang.

Auch das Werk der großen Organisatio­nen, mit deren Einsatz die Partei ihre so­zialistische Ausgabe erfüllt, der Deutschen Arbeitsfront und der National­sozialistischen Volkswohlsahrt und der ande­ren nationalsozialistischen Schöpfungen, war im Jahre 1936 von äußerem und innerem Erfolg begleitet. Ohne sie gibt es keinen Be­trieb, kein Dorf, kein Haus in Deutschland. Von den Fragen der Siedlung bis zu den Ausgaben der Verschönerung der Betriebs­stätten, von der Tätigkeit der „Braunen Schwestern" bis zur Kinder-Lcindverschickung, von den Fragen der Berufserziehung bis zum Reichsberufswettkampf — all diese Fragen sozialistischer Lebensgestaltung wer-

Vereinheitlichung des höheren . '

kkn neuer erlaß Ses kelchserrkeliungsmlnlsters Nust über Sen vttdtingsgang unserer Zugenb

(Drsbtbsrioltt unserer Rsrliuer 8lliir1kttsitunZ) k. Berlin, 29. Dezember.

In einem neuen Erlag hat der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rüst, die Richtlinien bekanntgegeben, nach denen sich der Schulaufbau im nationalsozialistischen Deutschland vollziehen wird. Der Erlatz bedeutet die Ergänzung zu den schon im Frühjahr 1938 bekanntgegebenen Grundlinien der grotzen Schul­reform, die nunmehr nach einer Klärung strit­tiger Fragen zur Durchführung kommen soll. Der gesamte Entwurf liegt bereits in allen Einzel­heiten dem Stellvertreter des Führers, Reichs­minister Rudolf Hetz, zur Begutachtung vor.

Es handelt sich um einen Reformplan der das Erziehungswesen im nationalsozialistischen Deutsch­land wesentlich beeinflussen wird und da­her harmonisch in das Gesamtprogramm national­sozialistischer Erziehung eingefügt werden mutz. Das Ziel der Reform ist die Beseitigung einer Erziehungsanarchie, die vor 1933 in Deutschland Platz gegriffen hatte. Während infolge der vor­angegangenen Entwicklung heute das höhere Schulwesen in soviel einzelne Schultypen zerfällt, datz selbst der Fachmann nicht hindurchfinden kann, soll in Zukunft für die nationalsozialistische Ju­gend wieder eine einheitliche Bil- vungslinie geschaffen werden. Als die

hauptsächlichste Erziehungsform soll im höheren Schulwesen die sogen. Oberschule mit Englisch von Sexta an und Latein als zweitwichtiger Fremdsprache durchgesetzt werden. Daneben bleibt von allen anderen Typen, die wir heute kennen, neben den sechsjährigen Aufbauschulen nur noch das Alte Gymnasium mit Latein und Grie­chisch als Hauptsprachen bestehen.

Selbstverständlich bedeutet die Durchführung dieser Schulreform zunächst eine kleine Revolution im Schulwesen und bringt für die Ilebergangs- zeit gewisse Unannehmlichkeiten für Schüler und Lehrer mit sich. Angesichts des Zieles eines ein­heitlichen und ganz nach national­politischen Grundsätzen ausgerich­teten Bildungsganges unserer Ju­gend, der wieder für die Zukunft einen einheit­lichen Vildungsstamd verbürgt, müssen jedoch ge­wisse Schwierigkeiten in Kauf genommen werden. Die Umstellung erfolgt nicht von heute auf mor­gen in sämtlichen Klassen der Anstalten, sondern mutz in der untersten Klasse beginnen und dann langsam von Schuljahr zu Schuljahr alle Klassen der Anstalten erfassen.

Nach den neuen Durchführungsbestimmungen mutz die Hauptsorm, d. h. die neue Oberschule, an erster Stelle und auf jeden Fall durchgesetzt werden. Das bedeutet also, datz dort, wo nur

eine höhere Schule besteht, nur eine Oberschule bleiben kann. Das trisst in der Praxis von 1959 höheren Schulen, die in Deutschland gezählt werden, aus 690 zu. Bei dieser Reform werden auch etwa 199 Gymnasien, die als Alleinschulen in einem Ort bestehen, verschwinden müssen. Auch sonst ist es notwendig, datz in diesem und jenem Ort ein Gymnasium der neuen Schulsorm weicht.

In besonderen Fällen können allerdings Aus­nahmen gemacht werden, aber auch nur dann, wenn es sich tatsächlich um besondere Fälle han­delt. z. V., wenn Ehrwürdigkeit und Be­deutung einer Anstalt ihre Erhaltung recht­fertigen. Die Entscheidung über derartige Streit­fälle behält sich jedoch der Minister selber vor.

Durch diese Schulreform soll keinerlei Urteil gesprochen werden über den Wert dieser oder jener Bildungsform. Der Sinn ist nur der. endlich wieder eine einheitliche Bil­dungslinie zu schaffen, aus der dann auch später die Universitäten und Hochschulen ihr Erziehungsprogramm aufbauen können. Datz dabei manches Alte dem Neuen weichen mutz. lässt sich nicht vermeiden. Bei aller Ehrfurcht vor der Tradition, die der Nationalsozialismus immer gekannt hat, gilt doch zuerst der Grundsatz, datz für eine neue Entwicklung Platz zur Entfaltung frei gemacht werden mutz.

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den von einer Organisation der Partei auf­gegriffen und bearbeitet. Denken wir daran, mit welchem berechtigten Stolze etwa die Gemeinschaft „K ra st d u r ch F r e u d e" im Juli auf dem großen Weltkongreß „Freizeit und Erholung" vor den Vertretern der gan­zen Welt ihre stolzen Leistungen, ihre Reisen, ihre kulturellen Veranstaltungen, ihre sport­lichen Schulungen sehen lassen durfte! Und vergessen wir nicht, wie sehr es sich gerade in diesem Winter zeigt, daß der Gedanke des Winterhilfswerks dem deut­schen Menschen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das frei­willige Opfer ist heute durch den unermüd­lichen Einsatz der Partei nicht nur zur Selbstverständlichkeit, es ist zum Bedürfnis für alle geworden. Dazu die Intensivierung der volksgesundheitlichen Betreuung, die durch die Organisationen der Partei in immer umfassenderer Weise durchgeführt wird!

Es gibt kein Gebiet der Arbeit für das tägliche Leben des Volkes, das von der Par­tei nicht mit Ideen und Taten erfüllt wor­den wäre! Die Sorgen, Nöte und Wünsche des jungen wie des alten deutschen Men­schen — die Partei ficht sie, greift sie auf. nimmt sich ihrer an.

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Die beratende Stimme der Partei spricht dazu mit bei tausendfältigen Einzelmaßnah­men der staatlichen Behörden. Ideen, die aus allen Kreisen kommen, haben ernstes Ge­wicht aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens.

Auch große neue Aufgaben sind der Patrei in diesem Jahre wieder übertra­gen worden. Die SA. hat vom Führer den Auftrag der Vorbereitung und Durchfüh­rung der Nationalsozialistischen Kampsspiele erhalten. Ein Olympia der deutschen Nation ist im Werden. — Die Kräfte des deutschen Studententums sind geeint worden. In der Hauptstadt der Bewegung haben sie ihre Zentrale gefunden. Auch hier sind neue Aufgaben für die Partei- initiative erschlossen worden.

Mit einem Entschluß von historischer Be­deutung hat der Führer am 1. Dezember schließlich dem Reichsjugendführer der Partei die Aufgabe übertragen, in der Hitler­jugend die gesamte deutsche Ju­gend zusammenzufassen. Diese deutsche Jugend ist damit auch äußerlich unmittelbar mit der nationalsozialistischen Partei ver­bunden worden.

Es ist ein wirklich großes Bild/das sich schon aus diesen kurzen Hinweisen auf einige der wesentlichsten Ereignisse der Parteiarbeit dieses einen Jahres gestaltet:

Am Silvesterabend, Donnerstag, wird Reichsminister Dr. Goebbels über alle deut­schen Sender eine Ansprache halten, und zwar in der Zeit von 13 Uhr bis voraus­sichtlich 19.20 Uhr.

Es ist das Bild der Bewährung im Dienst der Nation und im Rahmen der großen Aufgaben, die Adolf Hitler sei­ner Partei gestellt hat.

Gestaltet aber wurde dieses Bild, das wollen wir nie vergessen, durch den Einsatz von Millionen unbekannter deutscher Män­ner und Frauen, die bis in das letzte Dorf Deutschlands hinein die Aktivität und den Elan der nationalsozialistischen Bewegung im Dienste der Zukunft unseres Reiches mit der gleichen Begeisterung tragen, wie viele von ihnen einst überall draußen den Kampf gegen den volksfremden Staat von gestern aufnahmen und vorwärtstrugen.

Der Dienst in der Partei und für die Partei ist heute für Millionen deutscher Volksgenossen zum großen Ehrendienst für Volk und F ü h r e r geworden. Und in diesem gemeinsamen Einsatz, unter der zielbewußten Führung der von Adolf Hitler berufenen Männer, von Rudolf Heß bis zum Ortsgruppenleiter und VIockleiter. konnte das geschaffen werden, was wir heute vor üns sehen, und wird das weitergebaut wer­den, was heute bereits in Plan und festen Grundmauern vor uns steht.