Ausgabe 
(26.12.1936) Nr. 357
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parteiamtliche Lageszeitung

Dachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt vremei»

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Ne. Z57 / 6. Jahrgang

Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

Weihnachten 1SZ6

kinzelpreis lS Npf.

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eutsche Weihnacht — sie ist uns das Fest der Sonnenwende, durch eine jahrtausend- alte germanische Tradition geheiligt, ist uns die Feier der Wiedergeburt erdverwurzelten Lebens. An lodernden Flammen draußen in der Natur wie beim Kerzenglanz des Tannenbaumes drinnen an häuslicher Stätte tritt uns das Wunder des Werdens mit allen sei- nen schimmernden und glitzernden Geheimnissen entgegen, hier wie dort leuchtet überunsdie unermeßliche, nie er­löschende Sternenwelt und in uns das weite schöpfe­rische Reich der Seele auf. Die Macht der Finsternis ist besiegt, die Sonne kehrt wieder, und von Tag zu Tag sendet nun der Glutball seine lebenspendenden Strahlen hoffnungsfreudiger, kräftiger, verheißungsvoller zur Erde nieder. Sie ruht noch schlummernd in sich selbst versenkt, die schweigende Natur, doch schon umspielt ein Ahnen des nicht mehr allzu fernen Keimens und Wachsens ihr ewig junges Antlitz. Es offenbart einen tiefen, aus deut­scher Innigkeit gestalteten Sinn, daß zur Wintersonnen­wende vor allem das Wunder der Geburt, das Symbol des Muttertums so unmittelbar ergreifend zu uns spricht. And von dem Kreis der jubelnden Kinderschar, von dem festumrissenen Bild -er zu frohen Stunden vereinten Fa­milie weilet sich unser Blick auf das große, freie, stolze Vaterland. Auch auf diesem Feld des Schaffens stehen wir wiederum an einer Wende, auch hier überschreiten wir die Schwelle vom Erreichten, Erkämpften, Aeberwundenen in ein neues Feld des nationalsozialistischen Wirkens.

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eutsche Weihnachten — es gibt kein schöneres I Fest des Glaubens! Mitten in Nacht und Dunkel erfüllt uns die unerschütterliche Zuversicht, daß die Kräfte des Lichts, die nun die Tage von Woche zu Woche voller und wärmender durchfluten, stärker als alle Schatten der Finsternis sind. Ja, Winterstürmen und eisigen Wettern zum Trotz schauen wir im Geiste schon jetzt das Erwachen der Natur, das Sichentfalten neuen Lebens. Wir glauben voller Ehrfurcht an das Wunder des „Stirb und Werde", bevor die Sonnenstrahlen Felder und Wälder aus ihrem Schlafe wecken. Wir glauben an die Durchschlagskraft der Idee des Guten, mag der Materialismus in der Welt von Zeit zu Zeit sein Haupt auch noch so dreist erheben! Wir glauben mit allen Fasern unseres Herzens an die Anüberwindbarkeit, die Größe und die Anvergänglichkeit des deutschen Vol­kes. Wir glauben an den Endsieg des Führers, noch wäh­rend wirkämPfen müssen um die Sicherung der Frei­heit. Wir glauben, daß in Deutschland nie der Geist der Zwietracht und der Selbstsucht, die Zeit des Kleinmuts und der Knechtschaft wiederkehren werden, daß nimmer­mehr auf unserem Heimatboden Verräter die Fahne der Ehrlosigkeit aufpflanzen können. Getreu dem Vorbild Adolf Hitlers, in dem sich uns das Göttliche am reinsten und am machtvollsten offenbart, glauben wir: die schärfste Waffe gegen Hinterlist und Niedertracht kulturfeindlicher Mächte ist für alle Zeiten der unbeugsame Wille zur un- erschrocknen nationalen Selbstbehauptung. Auf ein heh­res, aus eigener Kraft strahlendes Licht ausgerichtet, glauben wir an das ewige Deutschland!

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eutsche Weihenacht — wir nennen sie heute mit

_ tieferem Sinn als früher das Fest des Friedens.

Mit tieferem Sinn, weil sich erst im Dritten Reich die deutsche Familie mit ganzer innerer Bereitschaft dem Gefühl des Geborgenseins hingeben kann. Zwar atmete schon immer der Heilige Abend in vielen Häusern unserer Städte und Dörfer den ungestörten Frieden lichtvoller Stunden, aber dieser Friede war mehr Ausdruck der Zu­flucht in eine bessere Welt, war mehr ein Abgeschiedensein vom Alltag, dessen Nöte noch nicht überwunden, dessen Sorgen nur kurze Zeit beiseitegeschoben werden konnten. Millionen Volksgenossen, vergeblich Arbeit suchend, kannten nicht mehr das natürliche Wechselspiel zwischen Schaffen und Rasten, zwischen „sauren Wochen und fro­hen Festen". Heute tritt der F-iede uns mit männlicher Festigkeit aus derWirklichkeit entgegen, heute weiht

Äus dem verborgenen Urgrund -er Geschichte ?' /-/

Simmt alle Schöpfung ihren Siegeslauf / /

Und führt dss Große im erhabenen Achte - ///

Äus Sacht und Grauen tatenfroh herauf - / //

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Von hehrem walten ist die Welt durchschimmert: Erschauernd ahnen wir im weihnschtsschein Das Werk, das Gottes Hände uns gezimmert,

Die Religion, ein einig Volk zu sein. -fl.

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er unser ganzes Sein. Wir brauchen, da wir keiner Traumwelt hingegeben sind, das Erwachen nicht zu fürch- ten — wohl das schönste Geschenk des Führers an die Na- tion. Vor allem ist das Gespenst der Erwerbslosigkeit ge- bannt. Große nationalpolitische Aufgaben liegen wieder vor uns, deren Lösung uns innerlich reicher und froher machen wird. Es ist, als hätten wir erst jetzt den Weg zur wahren Weihnacht gefunden, um in der Stille die­ser Tage den deutschen Sinn der Friedensbotschaft zu begreifen. Das größte aber: niemand kann an den Fundamenten unseres Glückes rütteln. Die Sicherheit der geeinten Nation ruht in der starken Hand des Führers. Das scharfe Schwert der jungen Wehrmacht schützt in allen Gauen des souveränen Reiches die Arbeit und den Frieden, die Freiheit und die Ehre — inallen Gauen! Unruhen, Revolten und Bürgerkriege suchen mit ihren furchtbaren Schrecken so viele Völker jenseits unse­rer Grenzen heim. In Spanien wütet die Mordgier des bolschewistischen Verbrechertums, in Frankreich schwäche» endlose marxistische Streiks die Wirtschaft, im Fernen Osten folgt ein Militärputsch dem anderen — das Reich Adolf Hitlers aber kennt keine WirrenundErschütterungen. Mehr nochrZm Mittelpunkt des waffenstarrenden Europa ist es zu einem Hort der Ruhe, zu einem Pionier ehrlicher, die Gleichberechtigung der Völker bejahender Friedenspolitik geworden. Wie kaum eine andere Nation verstehen wir das Sehnen der gequälten Völker nach wahrer Befrie­dung ihres staatlichen Lebens, besonders aber mit den uns Wesensverwandten Nationen verknüpft uns in den besinnlichen Weihnachtstagen das Band gleichen Strebens nach Neuformung der Ordnung in Europa.

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eutsche Weihnachten — wieder erleben wir das —— Fest der artbewußten Volksgemein­schaft. Tausend und aber tausend fleißige Hände haben sich in den Vortagen der Weihenacht geregt, um auch die Kinder unserer ärmsten Volksgenossen mit Gaben helfen­der Liebe zu erfreuen. Niemand in Deutschland soll hun­gern und frieren! — das war und ist der Wille des Füh­rers, der im Winterhilfswerk durch die vorbildliche Tat­bereitschaft aller Schaffenden des nationalsozialistischen Reiches seine restlose Erfüllung fand; die innere Der- pflichtung aber, die im Flammenschein der Winter- wende uns mahnte, lautete: Niemand soll am Fest des Friedens und des Glaubens ohne nachhaltige, unge- trübte Freude teilnehmen, niemand! In keines Deutschen Herzen soll das weihevolle Licht sich ewig er­neuernden Lebens von Schatten der Einsamkeit verdrängt werden! Auch dieser Wille wurde Tat. Die öffentlichen Feiern der Partei und ihrer Gliederungen vereinten im ganzen Reich die Gefolgschaft des Führers, die Gebenden wie die Bescherten, im Geiste volksverbundener und freudevoller deutscher Weihnacht. Jedem strahlt der Lichterbaum, jedem klingen die vertrauten Weisen, und auch die Deutschen im Ausland bekunden die Liebe zu Volk und Heimat durch Festhalten an den Weih- nachtssitten ihrer Väter. Das erhebende Bewußt- sein aller Volksgenossen diesseits und jenseits der Meere, als Glieder einer großen Familie an den Festtagen der Nation unmittelbar teilzuhaben, und die Bereitschaft zur kampfbejahenden Gemeinschaftsleistung — wer wollte es leugnen, daß wir diesen unverlierbaren Besitz jenem Mann verdanken, der uns mitten im Zustand des Der- zweifelns als der Retter, der Einiger, der Befreier des Reiches mit neuem Glauben an die Kraft des unvergäng­lichen Deutschlands erfüllte? Ja, wer wollte nach dem historischen Triumph der Bewegung über die Hoffnungs- losigkeit der lähmenden Systemjahre die vierte Weih­nacht im nationalsozialistischen Staat nicht zugleich als einFestdesDankes begehen? Denn Dank sind wir gerade im flimmernden Glanz des immergrünen Baumes der Treue dem Führer schuldig, Dank nicht zuletzt für den Sieg über die politische Finsternis, den er seinem Volke erkämpfte. Luäolk NüIIer.