Ausgabe 
(20.12.1936) Nr. 353
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parteiamtliche ^geszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zielen kjansestadt Vremen

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. Z5Z / 6. Jahrgang

Sonntag, 20. Vezember ISIS

kinzelpreis IS Npf.

IWlingkmMK bleibt in Meuterer-Handen

Unssr lagssspiegsl

Tschiangkaischek befindet sich noch immer in der Gewalt Tschanghsueliangs, dessen Frei- gabebedingnngen unannehmbar sind

Die spanische Hauptstadt wird seit gestern mit schwerem Artillerieseuer belegt.

England und Italien haben sich in der Mit­telmeersrage grundsätzlich geeinigt

Gauleiter Bohle richtet an die Ausländs­deutschen eine Weihnachtsbotschast

Am Montag werden in 23 »Oll Weihnachts­feiern 3 Millionen Kinder beschert

Der Reichsjugendführer hat Bestimmungen zum Führer-Zehnkampf der HJ. erlassen.

Der gestrige Abend in Bremen stand im Zeichen der Weihnachtsfeiern der SA., SS. und des NSKK.

Bremen hat seine erste Stadt-Gas-Tankstelle in Betrieb genommen.

M. S. „Cairo" machte zum ersten Male im Freihafen II fest.

Der Ernteertrag der Eewächshausanlagen in Wiesmoor ist weiter gestiegen.

füHrer-IeHnkampf -er 61.

Eine Anordnung des Reichsjugendführers

(Oraktbsridit äussrer Lsrlinsr LeöriktlsitunZ) R. Berlin, 19. Dezember. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Rerchsleiter Baldur von Schirach, erläßt folgende Anordnung:

I. Die Führerschaft der Hitler-Jugend ist das Vorbild der Reichsjugend. Alle Anforderungen, die wir an unsere Gefolgschaften stellen, ver­langen wir in erhöhtem Maße von unseren Führern, Ilm der HJ.-Führerschaft die Gelegen­heit zu geben, auch auf sportlichem Gebiet ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen und um diese Leistungsfähigkeit zu erhalten, ordne ich an, daß alle HJ.- und DJ.-Führer, vom Fähnlein- und Eefolgschaftsführer an aufwärts, einschließlich der Mitglieder der Stäbe der Banne, Jungbanne, Gebiete und der Reichs- jugendsührung in jedem Jahre die Bedingungen des Führer-Zehnkampfs der Hitler-Jugend zu er­füllen haben. Gleichzeitig dient der Führer- Zehnkampf der sportlichen Auslese und der ein­heitlichen sportlichen Ausrichtung der HJ.-Führer­schaft.

H. Der Führer-Zehnkampf stellt an die Teil­nehmer die vielseitigsten Anforderungen. Er um­faßt folgende Uebungen der Grundschule: 1. 199- Meter-Lauf, 2. 1999-Meter-Lauf, 3. Hochsprung, 1. Weitsprung, S. Keulenweitwurf, 6. Keulenziel- wurf» 7. 399-Meter-Brustschwimmen, 8. Klein­kaliberschießen liegend aufgelegt, 9. Kleinkaliber­schießen liegend freihändig, 19. Orientierungs- Eepäckmarsch.

III. Ich erwarte, daß sich alle Führer der Hitler-Jugend und des Deutschen Jungvolks mit Ernst und Eifer für diesen Wettkampf vor­bereiten, der erstmalig im Jahre 1937 ausge- tragen wird. Die Sieger in diesem Wettkampf werde ich alljährlich dem Führer auf dem Reichs­parteitag vorstellen.

IV. Ausführungsbestimmungen zum Führer- Zehnkampf der Hitler-Jugend erläßt das Amt für körperliche Schulung.

Berlin, den 18. Dezember 1936.

Baldur von Schirach.

Die Einführung des Führer-Zehnkampfes der Hitler-Jugend ist die Vollendung eines Plans, den Baldur von Schirach am 7. Dezember im Rahmen seiner Erläuterungen zum Staats­jugendgesetz zum ersten Male anschnitt.

2)000 Weihnachtsfeiern im Neich

Berlin, 19. Dezember.

Seit vielen Wochen sind die Vorbereitungen für die große Volkswvihnachtsfeier am 21. De- zsmDer, in welcher den Kindern der vom Win- terhilfswerk betreuten Volksgenossen eine be­sondere Weihnachtsfreude bereitet werden soll, im Gange. Framsnschaift, BDM.. und Hitler-Jugend sind im Verein mit den Helfern des Winterhilfs- werkes und den Propagandaleitern der NSDAP. unermüdlich damit beschäftigt, die Geschenke für die Kinder unserer ärmsten Volksgenossen bereit­zustellen.

Im ganzen Reiche werden rund 23 üüü Weih­nachtsfeiern stattfinden, in welchen etwa 3 Mil­lionen Kinder beschert werden. Alle politischen Leiter und ehrenamtlichen Helfer des Winter- hilfswerkes sowie die führenden Persönlichkeiten von Partei und Staat werden an den Feiern teilnehmen. Damit wird vor der Weltöffentlich­keit dokumentiert, daß das ganze deutsche Volk zu dieser Stunde mit den Kindern seiner ärmsten Volksgenossen gemeinsam Weihnachten feiert.

Am Sonntag werden auf den mit Lichter­bäumen geschmückten Plätzen Chöre Weihnachts­lieder singen und die Musikzüge der Wehrmacht, der Gliederungen der Partei und anderer Or­ganisationen Weihnachtskonzerte veranstalten. Reichsminister Dr. Goebbels nimmt am Mon­tag an der Volksweihnachtsfeier im Saalbau Frisdrichshain teil. Seine Weihnachtsansprache wird um 19 von allen deutschen Sendern übertragen ui.s in allen Volkswerhnachtsfeiern rm ganzen Reiche gehört werden.

Unannehmbarevedingungenlschlinglisueliangs

VesorgnW in Japan

Nanking, 19. Dezember.

Soweit hier bisher bekannt geworden ist, hat Tschanghsueliang für die Freilassung des Mar­schalls Tschiangkaischek folgende sechs Bedingun­gen gestellt: 1. Zahlung von 399 Millionen chine­sische Dollar. 2. Neueinteilung der Garnisonbe­zirke. (Damit will Tschanghsueliang die Ver­legung seiner Truppen in reichere Provinzen als Schensi und Kamsu durchdrücken.) 3. Sicherheits­zusage für seine Person. 4. Gleiche Versorgung, Besoldung und Ausrüstung seiner Truppen wie die Nanking-Truppen. 5. Sofortige Kriegser­klärung an Japan(!). 8. Besetzung der Posten des Oberkommandierenden und des stellvertretenden Oberkommandierenden einer neu zu bildenden „Landeserrettungsarmee" mit zwei Tschanghsue- liang-Generalen.

Die Forderungen unter S und 6 werden in Nanking als unannehmbar bezeichnet, während man die Forderung unter 1 als „zu hoch" be­trachtet. Da die Nordchinesen und Mandschuren, die die Armee Tschanghsueliangs bilden, das Klima der südlichen Provinzen schwerlich er­tragen würden, käme nur eine Verlegung in eine der Nordprovinzen in Frage.

Schanghai, 19. Dezember.

Nach einem Funkspruch aus Siansü befand sich Marschall Tschiangkaischek am Sonnabend noch immer in Gefangenschaft des Marschalls Tschang­hsueliang. Die Haftverlängerung wird begründet mir dem unbefriedigenden Verlauf der Verhand­lungen mit Marschall Jensischan, der vor Einlei­tung seiner Vermittlungsaktion die bedingungs­lose Freigabe Tschiangkaischeks gefordert haben soll.

Obwohl der vereinbarte dreitägige Waffenstill­stand am Sonnabendabend abgelaufen war, ent­schloß sich der chinesische Kriegsminister zur Ver­längerung der Waffenruhe, um zunächst das Er­gebnis der Vermittlungsaktion des Bruders der Frau Tschiangkaischeks, Song, abzuwarten.

Tokio, 19. Dezember.

Zwischen dem japanischen Außenminister Arita und dem chinesischen Botschafter in Tokio fand Sonnabend eine Aussprache über die an­geblichen Kompromißverhandlungen zwischen Nanking und Sianfu statt. Diesen Verhandlungen sollen sie Forderungen Tschanghsueliangs zu-

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gründe liegen. Wie die Agentur Domei berichtet, drückte Außenminister Arita dem chinesischen Bot­schafter gegenüber die Besorgnis der japanischen Regierung aus, daß durch ein Kompromiß der kommunistische Einfluß in Nanking gestärkt wer­den würde. Wenn auch die jetzigen Vorfälle eine innere Angelegenheit Chinas seien, so bedeute nach japanischer Ansicht eine unter kommunisti­schem Einfluß stehende chinesische Regierung eine wachsende Gefahr und Unsicherheit für Japan und für Mandschukuo. Außerdem würde dadurch der Friede im Fernen Osten, den Japan aufrecht­erhalten wolle, gefährdet. Der chinesische Botschaf­ter habe erwidert, daß ein Nachgeben Nankings gegenüber den Rebellen von Sianfu ausge- lossen sei.

Madrid unter schwerem flrtillerieseuer

enttäuschte belgische „freiwillige" fordern ihre sofortige Nückbesörderung in Sie Heimat

Paris, 19. Dezember.

General Queipo de Llano erklärte Freitag abend im Sender von Sevilla, daß die meisten im Verlauf der letzten Kämpfe gefangengenom­menen Roten sich in vollkommen ausgehungertem Zustande befunden haben. Man habe ferner bei ihnen Banknoten gesunden, auf denen eine Unter­schrist fehlte und die infolgedessen wertlos waren.

General de Llano erstattete sodann Bericht über verschiedene finanzielle Zuschüsse, die die Nationalisten von privater Seite erhalten haben und kritisierte in diesem Zusammenhang sehr scharf das Verhalten gewisser reicher Familien,

die nur geringfügige Beträge für die Soldaten gespendet hatten, die für die Erhaltung ihres Be­sitzes kämpften. Früher oder später, so erklärte der General, werde man dieser Haltung Rechnung tragen müssen. Die Ausführungen Queipo de Llanos werden in bestimmter Hinsicht von dem Sonderberichterstatter des Pariser „Jour" bestä­tigt. Seinem Bericht zufolge haben zahlreiche bel­gische Freiwillige der internationalen roten Di­vision in der belgischen Botschaft in Madrid Zu­flucht gesucht und sich geweigert, an die Front zurückzukehren. Die belgischen Marxisten erklärten, daß sie von den bolschewistischen Machthabern i n gemein st erWeisegetäuscht worden seien. Die Truppen General Francos seien den roten

Sie Zulrunstsaufgabe der Ssi.

Im fluftrag des fülieers - Semeinschaft des Weges mit der HJ.

Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt in einem Rückblick aus den gemeinsamen Führerappell der SA. und der HJ. in Berchtes- gaden folgendes:

Taten sprechen für sich. Wir Nationalsozialisten haben es nicht nötig, die endlose Reihe unserer Erfolge immer wieder aufzuzählen, um unseren Gegnern zu beweisen, daß wir auf dem richtigen Wege sind. Ueber alle Erfolge hinweg aber darf die Nation als das schönste Ergebnis unserer Ar­beit die Schaffung und Erziehung eines neuen Menschen verzeichnen.

Ein neues Geschlecht wächst heran, eine Gene­ration tritt an, deren Väter und Mütter die Grauen des Krieges erlebten und die aus der Not und der Unfreiheit der Nachkriegsjahre ihren Weg in eine neue Zukunft fanden. Diese Generation 'teht heute inderkämpfendenFrontdes Nationalsozialismus. Sie gestaltet un­sere Zeit aus dem Erlebnis des hinter ihr liegen­den Kampfes um die völkische Erneuerung Deutsch­lands. Diese Generation weiß, was sie will. Das deutsche Volk weiß, wem es die Wiedergeburt des deutschen Menschen und des deutschen Idealismus verdankt. Nicht Professoren, nicht Wissenschaftler, Künstler und nicht Generale haben den Weg be­reitet, der in die Freiheit führte! Daspoliti - sche Soldatentum unserer Partei,

die unbekannten Marschierer in der SA., die Ar- beiterjungen und Studenten im Braunhemd tru­gen aus dem Dunkel der Städte die neuen Parolen vor gegen eine Welt von Nichtverstehenwollen, gegen ältliche Parlamentarier und knochenharte Bürokraten. Diese unbekannten SA.-Männer setz­ten sich durch.

Das muß zuvor gesagt werden, wenn wir die Stellung umreißen wollen, die heute die SA. innerhalb der Partei einnimmt. Gerade in diesen Tagen wieder ist durch den Appell des Führer korps derSA. und der HJ. in Berchtesgaden und durch die große richtungwei- sende Rede des Führers Stellung und Aufgabe der SA. klar und groß für das Jetzt und die Zukunft gedeutet worden.

Stabschef Lutze hat eingangs des Appells die neue und gewaltige Aufgabe umrissen und er­läutert. die der Führer seinen Sturmabteilungen kürzlich gestellt hat. Die Nationalsozialistischen Kampfspiele, die alljährlich in Nürnberg statt­finden werden und mit deren Vorbereitung und Durchführung die SA. beauftragt wurde, sind in ihrer Tragweite für die Bewegung und das ganze Volk heute noch gar nicht abzusehen.

Der Stabschef der SA hat in seiner Rede aus­gesprochen. was Hunderttausende von SA.-Män-

nern fühlten, was unausgesprochen auch das ganze Volk bewegte: Die kämpferische, aktivistische Elite der Bewegung wird mit der Jugend des Führers gleichsam wie ein Block den ewigen Bestand der Partei und ihres Staates verbür­gen. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach hat dieses Bekenntnis unterstrichen und bekräftigt wenn er sagte, daß die Hitlerjugend alles tun werde, um der SA. auf ihrem Zukunftswcg treu und hilfreich zur Seite zu stehen. „Die Sorgen der SA. werden auch die Sorgen der Hitlerjugend sein, aber der Stolz und die'Tugen­den der SA. werden ebenso der Stolz und' die Tugenden der Jugend des Führers sein." Und wenn der Jugendführer des Deutschen Reiches weiter betonte, daß er selbst aus der SA. gekommen sei, daß er sich innerlich mit der SA. verbunden füh.e und er in der HJ. nie eine SA.-fremde Haltung dulden werde — dann ist damit die Gemeinsamkeit des Weges und der Arbeit dieser beiden großen Gliederungen der Bewegung von berufenen und verantwortungsbewußten Männern beschlossen und beschworen worden. Und somit ist gewiß, daß „d a s st o l z e st e u n d st ä r k st c I n st r u m e n t der Bewegung", wie der Iugendführer die i--A. nannte, den Auftrag des Führers erfüllen wird.

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Sie Stärke der Meuterer

Tschanghsueliang bildet einen „Militärrat" Peiping, 19. Dezember.

Wie man aus Sianfu hört, ist dort unter dem Vorsitz Tschanghsueliangs ein „Militärrat" gebildet worden. Stellvertretender Vorsitzender ist der sogen. Vefriedungskommissar von Schensi, Janghucheng. Im ganzen dürfte sich die Armee der Meuterer auf etwa 109 000 Mann be­laufen deren Kampfwert infolge der äußerst schlechten Disziplin nicht allzu hoch einzuschätzen ist. Allerdings sind diese Truppen rm Besitz schwer angreifbarer Positionen im zentralen Teil der Provinzen Schensi und Kaufn.

Horden in jeder Hinsicht überlegen. Enttäuscht und verbittert fordern die belgischen Freiwilligen ihre Rückbeförderung in die Heimat.

An der Madrider Front hat am Freitag gegen 21 Uhr ganz plötzlich ein schweres Artillerieseuer eingesetzt, woraus man aus die Vorbereitung eines neuen entscheidenden Angriffs der nationa­len Truppen schließt. Die roten Verteidiger von Madrid können dieses Feuer nicht erwidern, da fast undurchdringlicher Nebel jede Möglichkeit nimmt, de» Standort der nationalen Batterien auch nur annähernd zu bestimmen.

Verpflichtung der Wirtschaft

Sem wögen folgt wogen

* Bremen, 20. Dezember 1836.

Mit dem Auftrag des Führers zum unbe­dingten Einsatz für den Vierjahresplan ist der deutschen Wirtschaft eine Aufgabe ge­stellt, wie ihr keine ehrenvollere je gestellt war. Den Männern der Wirtschaft dies nochmals vor Augen zu führen — nach­dem bereits Hermann Göring im Oktober darüber zum ganzen deutschen Volk sprach — galt des preußischen Ministerpräsidenten Vortrag, diesmal ausschließlich vor den Män­nern der Wirtschaft, deren Verantwortung für das Gelingen des Vierjahresplanes eine ungeheure ist.

Ungeheuer ist die Verantwortung, und un­geheuer die Verpflichtung der Wirt­schaft dem Führer und dem Volke gegen­über, und nicht umsonst ergriff bei dieser Ge­legenheit der Führer - nochmals selbst das Wort. Galt es doch, allen in der Wirtschaft führend tätigen Männern noch einmal auss eindringlichste klarzumachen, um was es bei der Durchführung des großen Werkes geht. Denn Anfang und Ende bei Gelingen dieses Werkes ist die Erkenntnis, daß das Wohl des Volkes über allem stehen und daß die Wirtschaft in einem ausschließlich auf das Volkswohl zielenden Staate Dienerin am Volke und am Staate sein und bleiben muß.

Es sind kaum drei Monate vergangen, seitdem der Führer in Nürnberg den Pier- jahresplan befahl und erst zwei Monate, seit­dem der Führer den zur Durchführung des Planes bestgeeigneten Mann im Reiche, den alten Kämpfer, Parteigenossen Göring, zur Verwirklichung des Planes berufen hat. Strengste Einordnung, unbedingte Opferwilligkeit und begeisterter Willenseinsatz sind zur Durchführung des Planes vonnöten.

Derlei in einer liberalistischen Zeit von der Wirtschaft zu verlangen, wäre vergeb­liches Bemühen gewesen. Wo Eigennutz zum Staatsgrundsatz erhoben war, wo die Men­schen davon überzeugt gewesen, daß, wenn einer irgendwo einen Profit einheimse, auch andere mit ihm verdienen und von diesen wieder andere fortlaufend ihren Nutzen ziehen, da war es schwer vom Staate Ein­ordnung, Opferwille und Begeisterung geld? gewaltiger Wirtschaftler für ein nicht unbe­dingt Privatgewinne bringendes Werk zu verlangen.

Die Zeit des Krieges, wo eine von Juden erdachte, von Juden organisierte und eine von Juden mißbräuchlich ausgenutzte Kriegs­wirtschaft völlig versagt hat, weil man dem Grundsatz, daß Gemeinnutz vor Eigennutz geht, völlig verständnislos gegenüberstand, bietet das beste Beispiel für alle verständigen Männer der Wirtschaft dafür, wie es im na­tionalsozialistischen Staate nicht gemacht werden darf, wenn der Vierjahresplan ver­wirklicht wird.

Es gibt wohl heute keinen Wirtschaftler von Bedeutung mehr, der nicht aus dem le­bendigen Beispiele der letzten vier Jahre — wenn er die Einsicht nicht schon früher in der Kampfzeit in sich trug — die Erkenntnis gewonnen hätte, daß alles Gelingen, alles Gedeihen, alles Vorwärtskommen eines Vol­kes davon abhängt, das Gesamtwohl dem Elgenwohl unbedingt überzuordnen. Wer aber vielleicht noch der Meinung sein wollte, daß solcher Grundsatz etwa nur auf die Poli­tik anzuwenden wäre, der verschließt sein Auge vor den ungeheuren wirtschaftlichen Erfolgen, die der nationalsozialistische Staat m den vier Jahren seit der Machtergreifung zu verzeichnen hat.

Weil Partei und Staat nicht gestatteten, daß Eigennützige da oder dort — gewiß manchmal verbesserungsbedürftige Zustände auf eigene Faust abzuändern versuchten, weil Partei und Staat nicht erlaubten, daß schädliche Einflüsse von schlimmen Absichten getragen, sich in die Reihen der einsichtigen und guten deutschen Arbeiterschaft Eingang verschafften, weil Partei und Staat nicht zuließen, daß bei Gefolgschaftsmitgliedern in den Betrieben der Gedanke aufkommen konnte, als ob der Betrieb zwei gegen­sätzliche große Kraftlinien in sich berge und nicht etwa einGanzesinnerhalb der Gesamth.eitder Wirtschaft sei, darum berrscht seit der Machtübernahme im nationalsozialistischen Staate Ordnung. Ruhe und Gedeihen. Und alle Betriebe sind in der Lage. ohne von irgendwelchen inneren Ge- fabren bedrvbt oder beunruhigt zu werden, sich fort und fort stetig günstig weiterzuent- wickeln.

Kein Zweifel, daß hier Einordnung und Opserstnn der Betriebsgefolgschaften den Ge- samtbetrieben und damit der gesamten deut»

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