Ausgabe 
(19.12.1936) Nr. 352
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parteiamtliche Tageszeitung

NachrichtenblaN der veutschen flrbeitsfront Bremen

der Nalionalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien fjansestadt Bremen

Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. Zustellgebühr; durch die Post RM. 2,3» , einschl. ü-,55 Pfg. Uberwsisungsgebuhr, ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. PMlicbeek: vamburg I7S72. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsatz.

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. ZZr / s. Jahrgang

Sonnabend, 1S. Vezember 1SZ6

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile Ermäßigte Grundpreise (für kleine Fam liste 6 (Nachlaßstassel L). Für Anzeigen durch Mrn,pre-yer reine Sprechzeit: B-rlag werktäglich 12-13 Uhr; S christleitung Dienstag und Freitag I2N-I3-L Uhr.

kinzelpreis IS Npf.

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flppell des füftrers an die deutsche Wirtschaft

Unser lagssspisgel

Der Führer hat an die deutsche Wirtschaft einen Appell gerichtet.

Der Reichsjugendführer gab eine wichtige Erklärung zu den Weihnachtsfeiern der > HJ. ab.

Der polnische Außenminister äußerte sich über Las deutsch-polnische Verhältnis.

! Der Metallarbeiterkonflikt in Frankreich hat zu einem neuen Krach bei der Volksfront qe- ! führt.

^ Ueber die grauenhaften Zustände im roten Madrid werden neue Einzelheiten bekannt.

> Das Bauprogramm für die USA.-Marine sieht eine riesige Erweiterung vor. Tschiangkaischek rechnet mit seiner Freilas­sung am heutigen Tage.

i Die „Nordische Kunsthochschule und Hand­

werkerschule Bremen" ehrte den bekannten j Architekten Eildemeister. l Die NSKK.-Motorbrigade Nordsee weihte

' dem Unbekannten NSKK.-Mann bei der Motorsportschule in Hülsen ein Ehrenmal. Die Ausgabe der WHW.-Weihnachtsspenden- Pakete in Bremen hat begonnen.

weitinachlsfelern der ftZ.

Berlin, 18. Dezember.

Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter Baldur von Schi räch, hat die nachstehende Verfügung erlassen: Weihnachten

ist und bleibt das Fest der deutschen Familie. Da -is Gemeinschaft der Hitler-Jugend eine einzige große Familie darstellt, sollen auch ihre Ein­heiten Weihnachtsfeiern veranstalten, bei denen nach Möglichkeit am brennenden Weihnachts­baum unsere Kameradschaft bekräftigt wird. Wir wollen nicht die schönen alten Bräuche unseres Volkes zerstören» zu denen vor allem auch die Weihnachtsfeier gehört» sondern wollen im Ge­genteil dieses Fest zu einem wirklichen Erlebnis der in der Hitler-Jugend geeinte» deutschen Ju­gend werden lassen. Die Weihnachtsfeiern der Hitler-Jugend find selbstverständlich so zu legen, daß der Abend des 21. Dezember ausschließlich der Familie vorbehalten bleibt.

Lebhafte vautättgkett

(Oraktbsrivkt äussrer Lsrliosr LebriktlsituuZ) R. Berlin, 18. Dezember.

Das Statistische Reichsamt veröffentlicht in „Wirtschaft und Statistik" soeben eine Auf­stellung über die Bautätigkeit in den ersten drei Vierteljahren 1936, aus der hervorgeht, daß in diesem Zeitraum nicht weniger als 47 o. H. mehr Wohnungen fertiggestellt wurden als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Insgesamt wurden 105100 Wohnungen zum Bau genehmigt. Fertiggestellt wurden allein im dritten Vierteljahr 81100 Wohnungen. Die Bautätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr in den Großstädten mit 51 v. H. weit stärker entwickelt als in den Mittelstädten mit 46 v. H. und in den kleineren Städten mit « v. H.

Sehen Sie alle geschloffen mit Söring!

Im Vierjaliresplan kein „Unmöglich"

Berlin, 18. Dezember.

NSK. meldet: Ministerpräsident Generaloberst Göring hielt am Donnerstagnachmittag vor den Männern der deutschen Wirtschaft einen grundlegenden und umfassenden Vortrag über die Ausgaben, die die deutsche Wirtschaft bei der Durchführung des Vierjahresplanes zu er­füllen hat.

Als grundsätzliche Erkenntnis stellte der Mini­sterpräsident seinen Ausführungen die Feststellung voran, daß die Wirtschaft nicht das Primäre ist, sondern der Staatspolitik zu dienen habe. Das Ziel der nationalsozialistischen Politik ist auf das Wohl des Volksganzen gerichtet. Das ist Sinn und Inhalt aller Kämpfe und Maßnahmen, die die nationalsozialistische Bewegung bisher durchgeführt hat. Es ist selbstverständlich, daß nun auch die veralteten Grundsätze des liberali- stischen Wirtschaftsdenkens im nationalsozialisti­schen Deutschland keinerlei Geltung mehr haben.

Bis in die letzten Einzelheiten gab Minister­präsident Görina die Richtlinien über die ein­zuschlagenden Wege und wies an zahlreichen treffenden Beispielen darauf hin, daß durch den Vierjahresplan den Männern der deutschen Wirtschaft Gelegenheit gegeben ist züm erfolg­reichen Einsatz der eigenen Initiative. Zum Schlug seiner zweistündigen Ausführungen

richtete Ministerpräsident Göring die Aufforde­rung an die deutsche Wirtschaft, die letzten Kräfte zu mobilisieren, um die Leistungen zu erfüllen, die der Führer von ihr fordert.

Nach der Rede des Ministerpräsidenten, die mit angespannter Aufmerksamkeit und Zustimmung ausgenommen wurde, ergriff zur freudigen Ueber- rafchung aller Anwesenden der Führer und Reichs­kanzler selbst das Wort. Die politische Führung, so erklärte der Führer u. a., müsse die Interessen des einzelnen einordnen und sie dem größeren Interesse der Gemeinschaft unterordnen, in der Erkenntnis, daß die Wirtschaft nicht im luftleeren Raum leben könne und nicht aus Doktrinen und Theorien aufgebaut sein dürfe, sondern daß am Ende auch ihr Schicksal mitbestimmt werde durch den gesamten Lebenslaus des Volkes.

Ueber die besondere Stellung der deutschen Wirtschaft und die ihr gesteckten Aufgaben gab der Führer sodann einen eingehenden Ueberblick, in dem er die Notwendigkeit darlegte, zur Grundlage des Ausbaues der eige­nen Produktion auf allen Gebieten zurückzukehren. „Das Wort „unmöglich" gibt es hier nicht!" — so rief der Führer den Männern der Wirtschaft zu, indem er auf den unerhörten Willen und die Entschlußkraft hinwies, mit der die nationalsozialistische Bewegung ein großes Reich erobert habe, und mit der die deutsche Staatsführung dann in knapp vier Jahren dieses Reich frei und unabhängig gemacht habe. Mit dem gleichen Willen und der gleichen Entschlußkraft werde es jetzt unternommen, zu leisten, was Menschen zu leisten vermögen, um

alle unsere Hilfsquellen auszunutzen. Darum habe er mit der Durchführung des Vierjahresplanes einen Mann mit unbeugsamem Willen beauftragt, von dem er wisse, daß für ihn das Wort „es geht nicht" nicht existiere. Dieser Mann, sein älter Mitkämpfer und Parteigenosse Göring, werde seinen Entschluß und seinen Auftrag in die Wirklichkeit umsetzen.

Die Worte des Führers schlössen mit einem Appell an die Männer der deutschen Wirtschaft: „Vertrauen Sie dem Mann, den ich bestimmt habe. Es ist der beste Mann, den ich für diese Ausgabe habe. Ein Mann größten Willens und größter Entschlußkraft. Gehen Sie alle geschlossen mit ihm. Damit legen wir die festen Grundlagen einer deutschen Wirtschaft, die in der Stärke, in der Stabilität und Sicherheit des Deutschen Reiches wurzelt. Wenn wir uns dieser Ausgabe fanatisch verpflichtet fühlen, dann werden beide vor der Nachwelt bestehen: Die politische Füh­rung, weil sie und ihre Männer etwas gewollt und erreicht haben und die deutsche Wirtschaft mit allen ihren Arbeitern, weil sie ihre ganze Kraft für die Durchführung dieses Werkes ein­setzten."

Die Worte des Führers, die von stürmischem Beifall begleitet waren, hinterließen einen tiefen Eindruck bei allen Versammelten, die ein drei­faches Sieg-Heil auf den Führer ausbrachten.

Hungersnot, klend, jüdisches"

kill erschütternder flugenzeugenbericht von den grauenhaften Zustünden in Madrid

Salamanca, 18. Dezember Ein ausländischer Kaufmann, der seit Jahren in Madrid ansässig war und sich bis zum 5. De­zember in der spanischen Hauptstadt aufgehalten hat, gibt einen sensationellen Bericht über die augenhlicklichen Zustände in der spanischen Haupt­stadt. Die Lage in Madrid ist danach als voll­kommen verzweifelt anzusehen. Die we­nigen Lebensmittel, die über einige noch offene Straßen von Valencia und Barcelona, genau wie das Kriegsmaterial nach Madrid hereinkommen, reichen bei weitem für die Ernährung der Bevöl­kerung nicht aus, Milch, Eier und Fleisch sind überhaupt nicht zu haben. In den Straßen sieht man von vor 7 Uhr morgens bis in den späten Nachmittag hinein Frauen und Kinder zu Hun­derten vor den einzelnen Geschäften Schlange stehen, um kleine Rationen Eßwaren zu bekom­men. Die Säuglingssterblichkeit nimmt rapide zu. Anfang Oktober wurde die Einführung von L e - bensmittelkarten beschlossen. Trotz dieses Systems bekommen die Einwohner die verzeich­neten Eßwaren nicht zu kaufen, da überhaupt keine Lager mehr bestehen. Schlimm ist auch die Kohlen not. Die Bevölkerung geht allmählich dazu über. Möbel und sonstige Eebrauchsgegen- stände zu verbrennen.

Als Ration stehen der Bevölkerung je Person und Woche ein Kilogramm Linsen und Reis zur Verfügung. In den Geschäften ist das Personal angewiesen, bei Klagen über die unzureichenden Lebensmittel auf die demnächst eintreffenden sowjetrus fischen Zufuhren hinzuweisen.

Bei Bekanntgabe der neutralen Zonen, in die General Franco der nicht kämpfenden Madrider Zivilbevölkerung einzuziehen empfahl, hatten die Madrider „Behörden" nichts Eiligeres zu tun, als sich selbst dort in Sicherheit zu bringen. Die Po­lizeidirektion, Gemeindeamt und der „Verteidi- gungsausfchuß" flüchteten sich in die der Zivil­bevölkerung anempfohlene Gegend. Der Ansturm in diesen Straßen war derart groß, daß in 10- und 12-Zimmerwohnungen mitunter 150 Men­schen f!j in drangvoller Enge Hausen.

Gesinde! in irgendwelchen Uniformen, das sich „Miliz" nennt, durchzieht gröhlend und singend die Straßen. Haussuchungen mit anschließender Ermordung sind nach wie vor an der Tagesord­nung. Wehrlose Gefangene zu foltern und zu verstümmeln, gehört nach wie vor zum „Sport" der jüdisch-bolschemist ischen Anführer. Die Verteidigungsarbeiten vor den Toren Ma-

wieder einmal Krach bei der Volksfront

vium „befiehlt" Vettegung des Metallarbettersteettrs - Innenminister will „sreiwilligen' -Werbung einschränken

(Liigonsi- viÄktbörlebt)

Paris» 18. Dezember.

Im französischen Senat gab es harte Ausein­andersetzungen, als die Frage der obligatorischen Schiedsverfahren auf der Tagesordnung stand. Von allen Seiten hagelte es Vorwürfe gegen die Regierung, deren Vertreter schließlich zugeben mutzten, daß auch nach ihrer Ansicht die Besetzung von Fabriken durch Streikende ungesetzlich sei. Sie mußten auch zugestehen, daß die dauernden Streiks in der Metallindustrie für die Landes­verteidigung und die Aufrüstung eine schwere Gefahr bedeuten.

Zweifellos unter dem Druck dieser Schwierig­keiten sah sich der Ministerpräsident veranlaßt, in den Metallarbeiterstreik einzugreifen. Noch in der Nacht empfing er die Vertreter der Gewerk­schaften. um mit ihnen eine sofortige Beilegung des Streiks zu erörtern. Anschließend gingen an die zuständigen Präfekten Telegramme ab, in denen sich Blum ausdrücklich auf den Wunsch des Senats bezog, die für die Landesverteidigung nachteiligen Streiks beizulegen. Der Minister­präsident verlangte darin die sofortige Wieder­aufnahme der Arbeit in den bestreikten Werken, llnterbreitung der Arbeitskonflikte vor dem Präsidenten des Kassationshofes, dessen Schlich­tungen bindend seien, und sofortige Aufnahme der Schiedsverhandlungen.

Diese Telegramme werden von den Kommu­nisten als eine Art Ultimatum aufgefaßt. Die Folge ist eine neue wilde Hetze gegen die Re­gierung, der zum Vorwurf gemacht wird, „das ausgebeutete Proletariat dem Egoismus der Industriellen opfern zu wollen." Die „Empörung" ist um so größer, als man bis zur Stunde nicht geglaubt hatte, daß es der Ministerpräsident tat­sächlich wagen würde, gegen die Streikenden und ihre kommunistischen Führer vorzugehen.

Aber nicht nur gegen den Ministerpräsidenten richten sich die außerordentlich scharfen Angriffe der Kommune. Besonders wütend sind ihre Attacken gegen den Innenminister, der unerwartet Anweisungen gab, die die Anwerbung von jugendlichen Grubenarbeitern für das rote Spanien verhindern sollen. Wie in unter­richteten Kreisen verlautet, ist der englische Bot­schafter beim Quai d'Orsay vorstellig geworden, um die französische Regierung darauf hinzu­weisen, daß die massenweise Rekrutierung von „Freiwilligen" für Katalonien nicht mit der Neutralitätspolitik vereinbar sei. Die

„Humanitä" stößt wilde Drohungen aus und beschimpft die Regierung in geradezu widerlicher Weise. Der Krach in der Volksfront ist also wieder einmal da, bis... der Zweck erreicht und eine neue „Versöhnung" fällig ist.

Der französische Senat hat am Freitagnachmittag das Gesetz über das obligatorische Schiedsgerichts­verfahren verabschiedet. Einige wesentliche Be­stimmungen sind jedoch so stark abgeändert worden, daß Ministerpräsident Leon Blum erklärte, er könne diese Fassung vor der Kammer nicht vertreten.

„Zeichen -er Zeit"

Paris, 18. Dezember.

„Jwtransigeant" veröffentlicht unter der Ueber- schrift „Zeichen der Zeit" eine Betrachtung, die ein bezeichnendes Licht auf die in Paris herrschen­den politischen Verhältnisse wirft. Es wird be­richtet, daß sich dieser Tage in den Straßen von Paris ein Zug von Polizisten gebildet hat, die Aum Hotel „Matignon" marschierten, um Leon Blum Forderungen zu unterbreiten. In dem Bericht heißt es weiter: Ein Polizist ist dazu da, für Ordnung zu sorgen und er ist nicht dazu da, die Ordnung zu stören. Er hat außer­dem die Pflicht, den Behörden zu gehorchen, und er habe nicht mit ihnen auf gleichem Fyße ver­handeln zu wollen. Man erzählt, daß der Ministerpräsident anderweitig beschäftigt war. Aber man hatte alle Mühe, die Polizisten zu über­reden. mit ihren Forderungen nach Hause zu gehen, ohne daß sie Blum gesehen hatten. Sie meinten, er müsse ihnen zür Verfügung stehen unk all« anderen Geschäfte liegen lassen, um sich

mit ihnen über ihre Sonderanliegen zu unter­halten. sobald sie dies für zweckmäßig erachten.

Andere Beamte gehen noch weiter. Die Be­amten des Haupttelegraphenamts haben an den „Genossen Blum" ein Schreiben gerichtet, in dem sie ihm ihre „Beunruhigung" und ihre „Empörung" mitteilen. Sie sind „beunruhigt", weil sie gezwungen sind, Telegramme zu 'be­fördern, die ihrer Ansicht nach geeignet sind, „die Lebensteuerung zu begünstigen", ohne daß die Dienststellen des Innenministeriums davon ip Kenntnis gesetzt werden, um mit der Strenge des Gesetzes einzuschreiten. Sie sind „empört" über Pressetelegramme, die saschistenfreundliche Nachrichten enthalten und „wissentlich die Zwi- schenfälle in der Arbeiterschaft entstellen".

Das Haupttelegraphenamt, so erklären sie, müsse vor allem der Volksfront zur Verfügung stehen. Im Grunde genommen haben wir es also mit einem Sowjet zu tun, der die Tele­gramme zensiert, und je nachdem, ob ihm die Nachricht günstig oder ungünstig für eine Partei erscheint, sie absendet oder nicht.

drids, die ja Aufgabe der „Milizen" wären, wer­den Passanten und Kaffeehausgästen „auferlegt". Bewaffnete Horden fallen plötzlich in ein Kaffee­haus ein und zwingen die anwesenden Gäste mit der Pistole in der Hand zum Schützengrabenauswerfen.

In Madrid „residieren" 18 sowjetrussische Generalstabsossiziere, die im Savoy-Hotel wohne». Einige wurden bei einem der letzten Bombenangriffe aus die Stadt getötet. Die Disziplinlosigkeit geht so weit, daß ein Angriffs­befehl eines Obersten zuvor von einem politischen Komitee gutgeheißen werden muß. Es ist vor­gekommen, daß Pläne und Angriffsbefehle von dem Komitee einfach zurückgezogen wurde». Die Autorität wird dadurch völlig untergraben.

Hinter der Kampfzone treibt sich das übelste Gesinde! herum. Offiziere vertreiben hier mit lichtscheuen Elementen beim Kartenspiel, bei Gelagen und anderer Kurzweil ihre Zeit. Die Zusammensetzung der „internationalen Brigade" ist derart, daß man einen großen Teil ihrer Mitglieder von Steckbriefen und polizeilichen Laufzetteln her kennt. Kommunisten aus allen Ländern suchen hier Unterschlupf. Gegen 6000 Verbrecher haben sich hier zusammen­gefunden, um unter der Anführung des früheren Abgeordneten Hans Veimler ihre Schandtaten zu begehen. Beimler wurde am 1. Dezember von seinen Genossen ermordet. Jetzt führt General Lieber diese „Elitetruppe", in der u. a. etwa 1500 Mann sowjetrussischer Herkunft sind. Zur­zeit sind etwa 60 000 Waffenfähige in Madrid. 25 000 sind mit Gewehren bewaffnet, 10 000 tragen nur Pistolen. Die übrigen haben mili­tärische Ausbildung erfahren.

Das ursprünglich 3000 Frauen umfassende Frauenbataillon wurde nach und nach mit der Kolonne Mangada zusammengelegt. Unterschlupf in diesem Bataillon, dessen Schöpfer General Man­gada ist, suchten hauptsächlich Dirnen und Ver- brecherinnen, die bei Beginn der Unruhen aus den Gefängnissen flohen. Hemmungslos leben sie ihren Trieben. Mehrere Hundert dieser Weiber mußten Mitte September wegen unheilbarer Ge­schlechtskrankheiten erschossen werden. (!) In Ma­drid ist es stadtbekannt, daß die eigentliche Lei­tung des Mustergesängnisses in den Händen der Freundin des Direktors liegt, die eigenhändig über 300 Gefangene in den Kellern des Gefäng­nisses erschossen hat. (!) Ein beliebtes Spiel unter den roten Verbrechern ist es weiter, um das Leben von Gefangenen zu würfeln und sie als Einsatz be'm Kartenspiel zu bewerten. Wer gewinnt, kann sich irgendeinen der wehrlosen Gefangenen als Schießscheibe aussuchen. (!) An manchen Tagen werden über 500 Ermordete in die Lei­chenhallen eingeliefert, darunter auch zweijährige Kinder.

Als Höhepunkt der jüdischen Unverschämtheit wird mit angesehen, daß Haussuchungen fast immer unter der Leitung von Juden stattfinden. Vielfach sind es aus Deutschland aus­gewanderte Juden, die die Haussuchungen durchführen und vor allem Korrespondenzmaterial, das sie vorfinden, auf ihren Inhalt prüfen. Im Zollamt in Alicante ist ein Jude als Geheim­agent tätig. Eine der größten Schiebungen, die kürzlich aufgedeckt wurden, haben jüdische Schieber im Austrage ihres Rassegenossen, des sowjet- russischen Botschafters Moses Rosenberg durchgeführt, der auch angeordnet hat, daß Wert- gegenstände. Devisen und Goldbeträge. Psund- schecks usw., die bei Haussuchungen „beschlag­nahmt" werden, an ihn abzuliefern sind. Er ver­wertet sie dann angeblich im Auftrage weiter. (!)

(Fortsetzung Seite ,

Me nationale vewegung tliinas

Der rote Aufruhr in China hat die Augen der ganzen Welt auf den Fernen Osten gelenkt, wo der Bolschewismus mit den gleichen brutalen, offenen und versteckten Mitteln wie in Spanien den Weltbrand schürt. Der Zersetzungsarbeit der Komintern steht in China eine nationale Erneuerungsbewegung gegenüber, deren Wesen meist noch unbekannt und als deren Gründer und Führer General Tschiangkai­schek, der sich jetzt in der Gewalt der Aufstän­dischen befindet, anzusehen ist. Tschiangkaischek, der eine Erneuerung des nationalen, politischen,

Ueber alle deutschen Sender ...

Berlin, 18. Dezember.

Die Weihnachtsfeier des Gaues Erotz-Berlin der NSNAP. im Saalbau Friedrichshain, auf der Reichsminister Dr. Goebbels spricht, wird vom Reichssender Berlin am Montag, 21. Dez., von 18.50 bis 19.15 Uhr übertragen und von allen deutschen Sendern übernommen.

wirtschaftlichen und kulturellen Lebens Chinas mit Hilfe dieser Organisation eintritt, hat un­längst einen Leitfaden verfaßt, in dem Wesen und Ziele der Bewegung „Neues LeLen" dar, gelegt werden. Das Programm, das in leicht verständlicher Form abgefaßt ist, soll in Hundert­tausenden von Exemplaren unter der breiten Masse des Volkes verteilt werden. .

Die in Schanghai erscheinende Zeitung „Ost- asiatischer Lloyd" veröffentlichte das Programm der Vewegung „Neues Leben" und bemerkte ein­leitend, daß sie eine geistige und soziale Revolution Chinas im größten Stil dar­stelle. Die wichtigsten und wesentlichsten Punkte folgen nachstehend und sollen einen kurzen Be­griff von dieser chinesischen Erneuerungsbewegung vermitteln. Die Errichtung des neuen Staates ist nach Auffassung des Schöpfers dieser Bewegung nur aus der Grundlage der geistigen Erfassung und Durchbildung des einzelnen möglich. Eine Rückkehr zum gesunden Empfinden und zu den alten Tugenden des chinesischen Volkes sollen die Vorbedingung für die Wiedergeburt des Volkes schaffen.

Ein Abschnitt des Programms behandelt zu­nächst die Organisation, Arbeitsweise und Me­thoden der Bewegung, sowie die damit verbun­denen Pflichten. Die ganze Bewegung wird von der „Vereinigung zur Förderung der Bewegung „Neues Leben" in Nantschang (Hauptstadt der Provinz Kiangsi) geleitet. In jeder Provinz, jedem Distrikt oder Kreis, wo eine gleichartige Bewegung entsteht, sollen dann ebenfalls Ver­einigungen gegründet werden. Sparsamkeit ist einer der Leitsätze der Vewegung. Die not­wendigen Gelder sollen durch Sammlungen un­ter den Mitgliedern erbracht werden. Den An­hängern und Mitgliedern sowie darüber hinaus allen Bürgern wird empfohlen, die Arbeit beim eigenen Ich zu beginnen. Die Propaganda soll bei öffentlichen Körperschaften oder Einrichtun­gen einsetzen. Man will zunächst in Schulen und Behörden eindringen und allmählich alle Schichten des Volkes erfassen.

Was die Methoden der Bewegung anlangt, so nimmt die Erziehung die erste Stelle ein. Ihr soll die Prüfung folgen. Die Erziehung be­steht in der Erziehung des eigenen Ichs (durch das Beispiel) und der Uebertragung (durch Wort und Schrift), ferner sollen Gemälde, Literatur, Theaterstücke und Film usw. zur Erziehung bei­tragen. Die Prüfung besteht darin, daß die Orts­gruppen dieser Bewegung Kontrollorgane ent­senden oder daß man jährlich, vielleicht in klei­neren Zeitabschnitten, Wettbewerbe veranstaltet, um den . Eifer anzuspornen.

Ueber die Bedeutung der Bewegung „Neues Leben" wirb gesagt, daß sie die Uebereinstim­mung des Volkslebens mit wirtschaftlicher Ver­nunft auf der Grundlage der der chinesischen Rasse eigentümlichen vier Tugenden: Anstand, Gerechtigkeit, Gewissenhaftigkeit und Gewissen bezwecke. Eine den Umständen entsprechende Le­bensführung soll an Stelle von artfremden Ge­wohnheiten treten. Die Bewegung „Neues Le­ben", so heißt es, bedeute eine Revolution des gesamten chinesischen Volkes. Soll ein neues Reich in China erstehen, so seien diese vier ge­nannten Tugenden besonders wichtig. Betont wird weiter in dem Leitfaden, daß die Bewegung mit der Staatsregierung zusam- mena>r-eite, ihr aber .vorausgehe. Sie HLikg«