Ausgabe 
(18.12.1936) Nr. 351
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parteiamtliche Lageszeitung

Bachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen

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Nr. Z51 / 6. Jahrgang

seeilag, 1S. Vezember 1SZ6

kmzelpreis lS Npf.

Zwei Kolonlal-Vedingungen Neutschlands

kigene Verwaltung und eigene Währung

Ausführungen Vr. Schachts

Berlin, 17. Dezember.

Der Reichsbankpräfident und Reichswirtschasts- minister Dr. Schacht hat der Zeitschrift „Foreign Asfairs" einen längeren Aussatz über „Deutsch­lands Kolonialproblem" zur Verfügung gestellt, dem wir folgende Ausführungen entnehmen:

Angesichts des Verfalls der internationalen Handelsbeziehungen sind wichtige Länder dazu

llnssr lagssspisgvl

In Paris ist ein Putschplan der Kommunisten aufgedeckt worden.

England will jährlich 20 üüv Flieger mehr als bisher ausbilden.

Der letzte abessinische Würdenträger Ras Zmru hat sich den italienischen Truppen ergeben.

Dr. Schacht äußerte sich über die beiden Grundsorderungen der deutschen Kolonial- politik.

Der deutsche Außenhandel im November schließt wieder mit einem Ausfuhrüberschuß ab.

Für das Gesetz über die Gewährung von Straffreiheit bei Devisenzuwiderhandlunae« wurde die Durchführungsverordnung erlassen. Die DAF. legt den Bericht über die von ihren Unterstützungseinrichtungen geleisteten Zah­lungen vor.

Zu Anwesenheit unseres Gauleiters ging über dem Lager des weiblichen Arbeitsdienstes in Cloppenburg das Hakenkreuzbanner hoch.

Mit einem wuchtigen Appell auf dem Doms­hof leitete die HJ. ihre heute beginnende drektägige Sammelaktion für das WHW. ein.

übergegangen, den ihnen zur Verfügung stehenden Wirtschaftsraum intensiver auszunutzen. Es ist heute soviel davon die Rede, daß Deutschland nach Autarkie strebt; aber man vergißt ganz, daß diese Autarkie längst von Ländern wie Frank­reich und Großbritannien verwirklicht wird, ganz zu schweigen von Rußland und USA. Eine solche Autarkie läßt sich leicht verwirklichen, ja sie ist gewissermaßen natürlich vorhanden in Wirt­schaftsgebieten, die über fast alle Rohstoffe ver­fügen, vorausgesetzt, daß sie unter der gleichen Währung leben. In welchem Umfange die Autarkie im großbritannischen und französischen Weltreich Fortschritte gemacht hat, dafür möchte ich einige Zahlen geben: Der Anteil der britischen Dominions, Kolonien und Protektorate an der Einfuhr Großbritanniens stieg in den letzten 12 Jahren von rund 31 auf rund 42 v. H. und der Anteil an der Ausfuhr von rund 41 auf 49 v. H., Frankreichs Einfuhr aus seinen Ko­lonien stieg in den letzten zehn Jahren von runü 10 auf Mnd 26 v. H., seine Ausfuhr dorthin von rund 14 auf rund 32 v. H. Die geographische Aus­dehnung der Vereinigten Staaten von Amerika bietet ein Wirtschaftsgebiet dar von gewaltigem Ausmaß und von größter Reichhaltigkeit so dqß USA. viel weniger auf den Warenaus­tausch mit der Außenwelt angewiesen ist als an­dere Staaten.

Den großen nationalen Wirtschaftsräumen gegenüber stehen nun die Länder, die über be­schränkte Raumverhältnisse aber gleichzeitig über eine große Bevölkerung verfügen und die in­folgedessen bei der Knappheit ihrer Bodenschätze auf den internationalen Warenaustausch viel stärker angewiesen sind. Die „Haves" und die „Havenots", so hat man neuerdings die ver­schiedenen Länder klassifiziert.

Japan und Italien sind aus der Reihe der un­befriedigten Nationen, der „Havenots", ausge­schieden und i« die Reihe der gesättigten Na­tionen, der „Haves", übergetreten. Von den un­befriedigten Großmächten ist allein Deutschland übriggeblieben. Solange daher das koloniale Rohstoffproblem für Deutschland nicht gelöst ist, wird Deutschland ein Unruheherd bleiben trotz aller seiner Friedensliebe, die es aus die Hoss- nnng nicht verzichten läßt, das koloniale Problem auf friedlichem Wege zu lösen und damit in die Reihe der „Haves" einzutreten.

Nun gibt es eine Reihe von Leuten, die der Meinung sind, daß man ja nur den inter­nationalen Warenaustausch wieder herzustellen brauchte, um Deutschlands Absatz zu vergrößern und ihm damit die Möglichkeit zum Ankauf von Rohstoffen wiederzugeben. Das sind die Leute, die immer von der Herabsetzung der Zollsätze und von der Freiheit des Handels reden. Es gibt niemanden, der diesen Leuten nicht zustimmte, aber es ist noch niemals gelungen, die Ideale dieser Leute in die Wirklichkeit umzusetzen. Der Grund hierfür ist ein sehr einfacher. Er liegt in der Entdeckung, daß die wirtschaftlichen Kräfte einer Nation eine außerordentliche Be­deutung haben auch für die politische Stellung einer Nation.

Besonders lächerlich wirkt der Einwurf, den Deutschland so oft auf seine koloniale Forderung hören muß, daß Kolonien und insbesondere seine früheren Kolonien nichts wert seien und daß man ihm gar keinen Gefallen täte, wenn man ihm seine Kolonien zurückgeben würde. Die Gegenfrage liegt auf der Hand: Wenn die

Kolonien so schlecht sind, warum haltet ihr sie fest? Auch der Hinweis auf die geringe Rolle, die die Kolonien in Deutschlands Vorkriegs- außenhandel gespielt haben, ist irreführend. Es ist erstaunlich, was Deutschland vor dem Kriege aus seinen Kolonien ohne große Anstrengung ge­macht hat. Man darf nicht vergessen, daß die deutschen Kolonien durchschnittlich nur rund 25 Jahre lang, nämlich seit Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre in Deutschlands Be­sitz gewesen sind. Wenn heute, wo Deutschland keinen freien Handel hat, wo Deutschland von Auslandsschulden erdrückt wird, wo Rohstoff- und Devisennot es bedrängen, seine Kolonien zurück­erhielte, so würde es mit ganz anderer Intensität an die Entwicklung seiner Kolonien herangehen.

Ein wenig ist ja die Einsicht hinsichtlich der kolonialen Bedürfnisse Deutschlands gewachsen. Als ich 1929 vor der Pariser Experten-Konfe- renz — (Poung-Konferenz) — die koloniale Forderung Deutschlands als unerläßliches Element für das wirtschaftliche Be­stehen Deutschlands bezeichnete, wurde ich verlacht. Jetzt aber hat ein englischer Minister, Sir Samuel Hoare, im September vorigen Jahres in einer Rede vor dem Völkerbund sich für eine neue Verteilung des Zugangs zu den Rohstoffquellen der Welt einge­setzt. Was hinter dieser Formulierung an näheren Vorschlägen und Absichten steht, ist bis-. her nicht bekannt geworden.

Ich möchte deshalb zwei Bedingungen hier nennen, die für die Lösung des deutschen Roh­stoffproblems unerläßlich sind. Erstens muß Deutschland seine Rohstoffe aus einem Terri­torium erzeugen können, das unter seiner eigenen Verwaltung steht, und zweitens muß in diesem kolonialen Territorium die deutsche Währung umlaufen.

Wer koloniale Rohstoffe entwickeln will, der muß erhebliche Investitionen machen. Die kolonialen Märkte sind keine Märkte, die auf dem persönlichen Bedarf der eingeborenen Be­völkerung beruhen. Koloniale Gebiete werden entwickelt durch den Bau von Eisenbahnen und Straßen, durch Automobilverkehr, Radio, elek­trische Kraft, große Plantagen usw. Von dem Augenblick an, wo die deutschen Kolonien unter die Verwaltung der Mandatsmächte gekommen sind, ist Deutschland von der Belieferung von Waren für alle diese Investitionen ausgeschlossen worden. Der Export Deutschlands nach Tan- ganjika z. B. betrug im Jahre 1913 52,6 v. H. und im Jahre 1935 nur 10,7 v. H. der gesamten Tanganjika-Einfuhr. Das ist der Grund, warum Deutschland koloniale Territorien braucht, in denen es selbst die Verwaltung hat. Da aber die Entwicklung der Kolonien von langfristigen Investitionen abhängig ist, und diese Investitionen nicht von der eingeborenen Neger­bevölkerung bezahlt werden können, so muß die eigene deutsche Währung in den kolonia­len Gebieten umlaufen, damit diese Investitionen mit deutschem Kredit gemacht werden können. Daher sind diese beiden Bedingungen, deutsche Verwaltung und deutsche Währung in den kolonialen Gebieten, die Deutschland beansprucht, unerläßlich.

Alle anderen Fragen, die den äußeren Ein­druck der Souveränität: Militär, Polizei, Rechts­prechung, Kirchen, internationale Mitwirkung und dergleichen betreffen, sind diskutierbar. Sie werden alle gelöst werden können unter dem Ge­sichtspunkt internationaler Zusam­menarbeit, solange man der Ehre Deutsch­lands nichts Unwürdiges zumutet Das deutsche koloniale Problem ist kein imperialistisches Problem, kein bloßes PrestigeproLlem, sondern einzig und allein ein Problem der wirt­schaftlichen Existenz. Aber gerade des­halb wird hiervon die Zukunft des europäischen Friedens abhängen.

Der Aufsatz im „Foreign Affairs" stellt noch einmal die Grundsätze des deutschen Kolonial- problems eindeutig heraus und widerlegt die falschen Argumente, die über die deutschen Kolo- nialforderungen im Auslande leider immer noch gebräuchlich sind. Die Ausführungen Dr. Schachts bedeuten, im ganzen gesehen, einen neuen Ver­such, die Debatte über diese für das gesamte deutsche Volk entscheidend wichtige Frage nicht versanden zu lassen. Wir können es nicht dulden, daß man die deutsche Forderung mit billigen, all­täglichen Schlagworten und bequemen Hinweisen auf Welthandel und Weltwirtschaft abtut. Für Deutschland ist, wie der Reichsbankpräfident vor aller Weltöffentlichkeit überzeugend dargetan hat, die koloniale Frage keine Angelegenheit des Prestige», kein imperialistisches Problem. Zum ersten Mal sind in diesem Artikel die beiden grundlegenden Bedingungen festgelegt worden, die Mindesterfordernisse für eine koloniale Be- tätigung des deutschen Volkes sind. Hier bietet sich eine Plattform für eine sachliche Aussprache.

Kommunistenputsch in fkankreich geplant

waffenloser und klnquartlerungen - Schwarze Liste der Noten

Eigener vrsktberickt)

Paris, 17. Dezember.

Ei» in Paris verbreitetes Gerücht» daß die französischen Kommunisten eine« Putsch vorbe­reite« und diese« demnächst durchführen wollen» hat der „Ami du Peuple" in einem aufsehen­erregenden Artikel ausgegrissen. wobei er inter­essante Einzelheiten über diese Putschpläne be­richtet. Danach sind in den letzten Monaten planmäßig in verschiedenen Stadtteilen von Paris, vor allem aber in den roten Bororten, von den Kommunisten umfangreiche Wassenlager angelegt worden. Das Vorhandensein derartiger Wassenlager war an sich bekannt, nnr über ihren Umfang konnten bisher keine genauen Zahlen mitgeteilt werden.

Besonders bemerkenswert ist die Feststellung des „Ami du Peuple", daß in den letzten Wochen etwa 30 000 Algerier in diesen Vorstädte',, ein­quartiert wurden. Von den Kommunisten sei be­reits eine Schwarze Liste angelegt worden, die die Namen von etwa 2000 Personen enthalte, die „im Ernstfälle sofort festgenommen und höchst­wahrscheinlich erschossen werden sollten".

Eines der zuständigen Ministerien (das Krisgs- ministerium? Die Schriftltg.) habe bereits Maß­nahmen ergriffen, um einen etwaigen kommu-

der letzten Zeit besonders scharfe Angriffe gegen Kriegsminister Daladier, den sie als ihren größ­ten Feind innerhalb der Regierung bezeichneten, gerichtet haben. In den letzten beiden Tagen ließ die Regierung in Paris zahlreiche Mauer- anschläge der Roten entfernen, die Anpöbelungen Daladiers enthielten.

Abschließend stellt das Blatt fest, daß es sich die bolschewistischen Führer wohl noch einmal reiflich überlegen würden, tatsächlich loszuschla­gen. Das „Risiko" sei ihnen vorläufig vielleicht doch zu groß.

*

Gleichgültig, ob das „Risiko" zu groß ist oder nicht — die aufgedeckten Putschpläne lassen unschwer den Zweck der widernatür­lichen Ehe zwischen den Kommunisten und den Radikalsozialisten Frankreichs erken­nen: Die letzteren sollten in ihrem Abwehr­willen gegen die Feinde der Staatsordnung eingeschläfert werden, damit die Sendlinge Moskaus recht bald im trüben fischen könn­ten. Ob diese Pläne nur vorläufig ins Wasser gefallen sind?

Kommune tobt in Paris

Paris, 17. Dezember

In Paris ist es zu schweren politischen Zusam­menstößen gekommen. Der Führer der Franzö­sischen Volkspartei, Dorrst» hatte seine An­

hänger in ein geschlossenes Lokal zu einer Sitzung versammelt. Unterdessen begannen in den Straßen immer zahlreicher werdende kommunistische Horden Kundgebungen zu veranstalten, die mit der Zer­trümmerung von Schaufenstern und der Vernich­tung der Inneneinrichtung eines Cafes endeten. Unter der Polizei und unter den Kommunisten gab es zahlreiche Verletzte. Fünf schwerverletzte Angehörige der Mobilen Garde mußten ins Krankenhaus gebracht werden.

Lereor In title

Paris. 17. Dezember

Trotz aller Proteste bleiben die Werke in der Liller Metallindustrie weiter von Streikposten besetzt. Die Obrigkeiten zeigen sich offensichtlich machtlos. Mittwoch ist es wieder zu einem uner­hörten Zwischenfall gekommen, der von der Rechtspresse als bezeichnend für die Lage im Streikgebiet hingestellt wird. In einem Werk der Liller Gegend erschienen 300 Streikende unter An­führung ihres Kommunistenhäuptlings und ent­führten einen dort arbeitenden Ingenieur und drei Vorarbeiter, nachdem sie sie in brutalster Weise geschlagen hatten. Sie durchzogen unter dem Geheul der Internationale die Straßen von Lille, indem sie den Ingenieur und die drei Vorarbeiter vor sich vertrieben. Die Rechtspresse beklagt sich lebhaft darüber, daß die Polizei wieder einmal nicht ein­gegriffen habe.

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Die kommende Feier der Wintersonnenwende am 21. Dezember durch die SA., die sich über ganz Deutschland hin in der gleichen Weise voll­zieht und zur gleichen Stunde ihren Anfang nimmt, wird der Gesamtheit des deutschen Vol­kes zum ersten Male einen Eindruck von dem Ringen der SA. um arteigene, blutge- bundene Ausdrucksformen vermitteln.

Wie bei unseren Ahnen das Fest der Weihe- Nacht eine Besinnung auf die unvergängliche Kraft des Lebens war, wie sich ihnen in der lo­dernden Glut, dem Widerspiel der Sonne, das aus Gott gekommene Licht verkörperte, wie ihnen das Sonnweitdfeuer Sinnbild ewiger Wandlung, ewiger Erneuerung bedeutete, so rückt auch die SA. das Wissen um die Unvergänglichkeit des lebendigen Lebens, um die sich immer wieder verjüngende Kraft des Volkes in den Mittel­punkt ihrer nächtlichen Feier. Sie spannt den Bogen von heute zurück in eine ferne Vergangen­heit und erweckt damit die Kräfte zu neuem Le­ben, die unsere Ahnen dereinst stark und un­überwindlich gemacht haben.

Die Feier trägt in besonderem Maße Berufung und Willen der SA. als kultureller Weg­bereiter in sich und ist Zeugnis dafür, wie durch die Kulturarbeit der SA. die GssamthÄt des Volkes an den Wesensgehalt des National­sozialismus herangeführt wird.

Die SA. als Künder einer neuen deutschen Knl- turgesinnung — ein Gedanke, der mit der über­kommenen Vorstellung von der SA., mit der Vor­stellung von rauhen Liedern, trommelnden Fäu­sten. sturem Kampfgeist zunächst unvereinbar er­scheint. Und doch stellt sich die innere Entwicklung der SA. von ihrer Gründung an bis heute als ein geschlossenesEanzes dar. Nicht die Freude am Dreinschlagen als solche war es, ja, die sich die SA. in Tausenden von Saal- und Straßen- schlachten bewähren ließ. Der Sieg würde nur darum errungen, weil hinter der Kraft der Fäuste eine tiefe Sehnsucht stand, die Sehn­sucht nach einem schöneren Deutschland, der große Glaube, daß der verschüttete Brunnen der deutschen Seele dereinst wieder sprudeln würde, stark und klar. Aber erst mußte der Schutt ausgeräumt werden, erst galt es. die Grundlagen einer neuen deutschen Lebensordnung zu sichern, dann erst konnte über diesem Fundament der Dom einer aus deutschem Geist empfangenen Kultur gewölbt werden..

Heute, nach einem fünfzehnjährigen Kampf, ist das Fundament bereitet. Worum es heute geht,

das hat Reichsleiter Alfred Rosenberg in einer Rede vor dem Führerkorps der SA. mit den Worten gekennzeichnet, daß die totale Er­fassung des d.eutschen.Menschen durch die nationalsozialistische Ideenwelt nunmehr er­reicht werden muß. Im Kampf um die Verwirk­lichung dieses Zieles fällt der SA. ein entschei­dender Anteil zu, denn sie hat in den Jahren vor 1933 in sich jenen Glauben, jene Treue und jene Opferbereitschaft geboren, aus denen heraus allein das neue kulturelle Wollen erwachsen kann. Noch ist das deutsche Leben von zahlreichen Resten morsch gewordenen Weltanschauungsgutes überdeckt. Der deutsche Lebensstil zeigt erst An­sätze einer neuen Gestaltung. Hier Pionierarbeit zu leisten, Wege in fruchtbares Neuland zu öffnen, ist die große Aufgabe, die die SA. nach dem Willen des Führers zu erfüllen hat.

Am Anfang aller kulturellen Pionierarbeit muß die Festlegung der eigenen Marsch­richtung stehen. Hier darf es keinerlei Unklar­heiten geben, soll wirklich Positives erreicht werden. Sodann gilt es, die eigenschöpferi-

Me Kanzlei des siilirers

vom 23. Dezember bis 3. Januar geschlossen Berlin, 17. Dezember.

Der Ches der Kanzlei des Führers, Reichslelte Vouhler, teilt mit: „Die Kanzlei des Führer der NSDAP. ist über die Weihnachtstage vor 23. Dezember 1936 bis 3. Januar 1937 für de gesamten Parteiverkehr geschlossen."

schen Kräfte unter den SA.-MännerK aufzr spüren und zu sammeln, denn nicht durch das En werfen schöner Theorien wird der neue deutsck Lebensstil geprägt, sondern durch die Vermitt lung kultureller Leistungen, dere Wahrheitsgehalt größer ist als der überkommen! Schöpfungen, und die daher kraft der von ihne ausstrahlenden Wirkungen abgestandenes Idee, gut zu überwinden vermögen.

Zu diesem Zweck hat Stabschef Lutze den Kul turkreis der SA. vor einem Jahr ins Lebe gerufen. Er ist das Sammelbecken für die kultm schöpferischen Kräfte in der SA. Was aus de> Kulturkreis an kulturellen Werten herauswuchs das nimmt seinen Weg zu den einzelnen SA Stürmen und trägt dort zum Werden der neue Kulturgesinnung bei. Die Lieder eines Schu