Ausgabe 
(11.10.1937) Nr. 279
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parteiamtliche Tageszeitung

NachrichtendlaN der Deutschen Arbeitsfront vremen

mlisten Vremens

flmtsblaN des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

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Nr. 279/?. Jahrgang

Montag, 11. Nktober 19Z7

kinzelpreis 15 Npf.

0r. Goebbels weihte die Nordmark-feierstatte

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per Neichspropagandaminister: „Möge diese seierstötte eine politische Kirche des Nationalsozialismus sein!"

Schleswig-Holsteins großer lag j

Bad Segeberg, 11. Oktober.

Im Rahmen einer überwältigenden Feierkund- gebnng weihte Reichsminister Dr. Goebbels am Sonntagmittag in Bad Segeberg in Anwesenheit von mehr als 28 888 Nordmärkern die in drei­jähriger Arbeit erstandene grobe Nordmark-Feier- stiitte.

Kaum eine bessere Stätte hätte man im ganzen Gau Schleswig-Holstein für die Errichtung die- !

Onssr lagesspisgsl

Sir Oswald Mosley wurde auf einer poli­tischen Kundgebung schwer verletzt.

In Bad Segeberg weihte Dr. Goebbels die Nordmark-Feierstätte mit einer großen Rede. Alfred Rosenberg sprach vor dem Volk der Ostmark.

Die deutschen ehemaligen Torpedobootfahrer trafen sich in Wilhelmshaven zur S8-Jahr- Feier.

Die Marine-SA.-Brigade 2 führte in Clop- penburg eine Arbeitstagung durch.

Im Casino fand das erste gemeinschaftliche Eintopfessen des WHW. 1837-38 in Bremen statt.

Die NSDAP. Ortsgruppe Westen weihte ihre neue Geschäftsstelle in der Landwchrstrage. Ein Flugneuling schildert seine Eindrücke bei seinem ersten in Vremen durchgeführten Kunstslug.

Aus dem Hallenschwimmsest des Bremischen HV. erzielte der Magdeburger Hellene R. Ohrdorf einen neuen deutschen Rekord im 183- Meter-Vrustschwimmen.

Der Städte-Fugballkampf Bremen — Gro­ningen endete K:1 (2:8) für Vremen.

Im Reichsbund-Pokalspicl besiegte Nieder- 'sachsen Württemberg in Hannover 1:2 (2:8).

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ses neuen Werkes deutschen Kulturwillens finden können, als den geschichtserfüllten Boden des Se- geberger Kalkberges. Mitten aus dem schleswig- holste'mischen Flachland ragt der Berg empor, auf dessen zerklüftete und wild aufgetürmte Fels­massen einst im 12. Jahrhundert Kaiser Lothar die inzwischen längst wieder zerfallene Sieges­burg als Schutz und Schirm gegen das Vordrin­gen slawischer Völkerschaften errichten lieg. Die eigenartige Felsenlandschaft bot den gleichsam von der Natur geschaffenen Rahmen für die Schöpfung einer der schönsten Feierstätten des neuen Deutschlands.

sreude über der Nordmark

Son seit Tagen stand die ganze Nordmark im Zeichen des Weihetages ihr^r Feierstätte. Das sonst so stille holsteinische Städtchen war wie ver­zaubert- Fahnen über Fahnen, Girlanden über Girlanden. Seit den frühen Morgenstunden lief Sanderzug auf Sonderzug in Bad Segeberg ein. Lastwagenkolonnen brachten Tausende und aber Taufende herbei. Alle wissen, daß die Schöpfung des gewaltigen Bauwerkes der Nordmark-Feier- stätte mit in erster Linie der Tatkraft und Unter­stützung durch Dr. Goebbels zu danken ist.

Schon Stunden vor Beginn der Feierlichkeiten sind die Ränge der Feierstätte dicht gefüllt nnt einer erwartungsvollen Menge. Im Vorraum des Spislrunds haben die Arbeitsmänner der Ab­teilung g/73 des Reichsarbeitsdienstes, Gau Vll (Arbeitslager Schafhaus), die das Werk errichtet haben, Aufstellung genommen. Auch die am Bau der Feierstätte beteiligten Facharbeiter^ sind er­schienen und haben in den vordersten Sitzreihen Platz genommen. Rings um den höchsten Ring- wall wehen die Fahnen Adolf Hitlers., Auf dem mittleren von den drei mächtigen Masten grüßt das Hoheitszeichen des Drittem Reiches^ umgeben von dem Landeswappen Schleswig-Holsteins und dem Stadtsymbol Segebergs. ,

Schmetternde Marschmusik setzt ein, die Ehren- abteilungen aller Gliederungen der Bewegung Ziehen in die Feierstätte ein. SA., ff. Politische Leiter HJ., RAD., NSKK-, Werkscharen, BDM-, Jungvolk und alle anderen Formationen sind in starken Abordnungen vertreten und nehmen aus dem Grunde der Feierstätte Ausstellung.

Ver Neichspropagandaminister trifft ein

Jetzt hört man von weitem ein Brausen und ein Wogen, das von Minute zu Minute zu­nimmt. Dr. Goebbels ist in Bad Segeberg ein­getroffen. Die Fahrt des Ministers durch die Dörfer und Flecken des schleswig-hol,teim,chen Landes gestaltete sich ebenso wie die Fahrt durch die Straßen Segebergs zu einer nicht enden- wollenden Kette von begeisternden Kundgebungen. Besonders die Jugend der Nordmark bereitete dem Minister herzlichste Huldigungen. In Bad Segeberg umsäumten die Menschen in tiefen Staffeln die Straßen. Nun ist der Minister, in dessen Begleitung sich Ministerialdirektor Hanke und der stellvertretende Pressechef der Reichs- regierung, Ministerialrat Verndt, befinden, am Eingang der Feierstätte eingetroffen, wo er von Gauleiter Oberpräsident Lohse herzlich willkommen geheißen wird. Dr. Goebbels begrubt dann die übrigen führenden Männer der Nord­mark, unter denen sich der stellvertretende Gau­leiter Sieh SA.-Gruppenführer Meyer- Quade. ij-Oberführer Bremer, NSKK.- Eruppensührer von Bülow upd Oberstarbeits-

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Dr. Kovbbels bei seinem Wirti-ekkon unk «ler igvststiitte in kirnt 8eKvI,ei-K

führer Triebei befinden. Die Wehrmacht ist vertreten durch den Kommandierenden General des 10. Armeekorps, General der Kavallerie Knochenhauer, den Kommandierenden Ge­neral des Luftkreises VI, General der Flieger Zander, und Oberst Schede als Vertreter des Kommandeurs der 30. Division; ferner be­grüßte der Minister Kreisleiter Stiehr (Sege­berg), den Bürgermeister der Feststadt Koch und SA.-Standartenfiihrer Koehler.

Als Dr. Goebbels die Feierstätte betritt, bran­det ihm ein Meer von tosenden Heilrufen ent­gegen. Der Minister schreitet unter klingendem Spiel die Fronten der Ehrenformationen ab und nimmt dann in der vordersten Sitzreihe mit den Ehrengästen Platz, unter denen sich auch der Lei­ter des Reichspropagandaamtes Schleswig-Hol­stein, Schierholz, Vizepräsident Schow, Eauamtsleiter Oberbürgermeister Behrens (Kiel), Senator Richter (Hamburg), der In­tendant des Reichssenders Hamburg, Erupe, der Admiral der Kriegsmarinedienststelle Ham­burg, Konteradmiral Wolfs, und zahlreiche

weitere führende Männer der Partei, des Staa­tes und der Wehrmacht befinden.

Von stärkstem Eindruck ist der Einmarsch der Fahnen. — Einzelsprecher und Sprechchöre leiten das unter der Leitung von Oberstfeldmeister Brinkmann vom Arbeitsgau VII stehende chorische Spiel „Die Straße in das Reich" ein. Die Wirkung des Spieles in dem monumentalen Rahmen der Nordmark-Feierstätte ist eindrucks­voll und erhebend. Sie wird erhöht durch den straffen Einsatz der mitwirkenden Arbeitsmänner. Mit dem Rufe „Deutschland!" und einem leisen, vom Chor gesungenen Einsatz steigert sich das letzte Bild zu einem erhebenden Abschluß des Spieles. Die Dichtung von Thilo Scheller, von Steinbecker musikalisch untermalt, stellt symbolisch die Straße als Mittlerin zwischen Stadt und Land, von Mensch zu Mensch dar. Brausender Beifall belohnt.die Männer des Ar­beitsdienstes für die Darbietung.

Langsam legt sich der Beifall der Massen, Gauleiter Oberpräsident Lohse betritt das

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Rednerpult, um Dr. Goebbels nochmals herzlich in der Nordmark willkommen zu heißen. Als darauf

Neichsminister Vr. Soebbels

aus Mikrophon tritt, erhebt sich ein erneuter Jubelsturm, der kaum enden will. Erst nach Minuten kann der Minister das Wort ergreifen.

Der Redner ging von der Tatsache aus, daß von allen großen Willensdemonstrationen der Bewegung in den Jahren des Kampfes und des Sieges d i e am festestem in der Erinnerung haftengeblieben sind, die mit gro­ßen Mühen, Strapazen oder Sorgen verbunden waren. Und im Hinblick auf den strömenden Regen fuhr er fort: „Wenn wir zu dieser Feier­stunde der Nordmark ohne Mühe und Strapaze zusammengekommen sind, dann würde die Erinne­rung vielleicht schon in Wochen oder Monaten verblaßt sein. Da aber jeder stundenlang in strömendem Regen zu dieser Feierstunde fahren oder marschieren mutzte und dann wieder Stunde

„Nicht vie bebett ves Zentrums brachten Heilung"

kttfred Nosenberg vor dem Volk der Vstmark über Sie drei grundläklikken forderungen der NSVflp.

Landsbcrg a. d. W., 11. Okt.

In dem mit Fahnen und Herbstlaub geschmück­ten Wohlfahrtshaus in Landsberg erhoben sich die Nationalsozialisten der Grenzmark wie ein Mann, als Alfred Rosenberg am Sonntag früh zum Schluß ihrer Schulungstagung unter sie trat. Wie der Beauftragte des Führers für die weltan­schauliche Schulung hier eine Losung ausgab, so strahlte er Stärke und Zuversicht aus auf den Platz der SA., wo ihn die Nationalsozialisten Landsbergs dicht gedrängt erwarteten. Gauleiter und Oberpräsident Stürtz leitete die Kund­gebung mit einer Begrüßung des Reichsleiters ein. Än seiner Rede sprach er das Bekenntnis der Grenzmark aus zu dem, was hier früher ge­schaffen wurde und auch zu dem, was heute ist und was noch werden wird-

Dann standen alle im Banne Alfred Rosen- bergs Wir hätten so führte er in seiner Rede aus, alles daranzusetzen, daß sich ein Zusammen- bruch in der deutschen Geschichte nicht wieder­holt. Das sei die große Ausgabe, die schon ein­mal zu Beginn ihres Kampfes, vor der NSDAP. geständen habe, und die auch heute noch als das wichtigste Problem vor der deutschen Nation stehe. Vordringlich vor allen übrigen Aufgaben sei die Notwendigkeit einer nationalen Sicherung ge­wesen. die Forderung der Gleichberechtigung.

Der Reichsleiter wies die ausländischen Vor­würfe und Behauptungen zurück daß Deutsch­land infolge der nationalsozialistischen Revo­lution viele von seinen früheren Sympathien ver­loren habe. „Wir wußten, daß die national­sozialistische Revolution eine Kampfansage be­deute an jene Mächte, die einmal über Deutsch­land herrschten: Die Juden, die Sozialdemokraten. und das Zentrum." Alles was aus die Macht­

ergreifung seitens des Auslandes folgte, habe man vorausgewußt: Das habe man aber auf sich nehmen müssen, weil eben die Schicksalsfragen des deutschen Volkes so drängend waren.

Stürmischen Beifall erntete der Redner, als er feststellte: „Lieber weniger von diesen Sym­pathien aber mehr Respekt vor Deutschland!" Und hier konnte Rosenberg zufügen, daß so viele Men­schen, die aus dem Ausland zu uns gekommen sind, als Bewunderer Deutschlands wieder nach Hause fuhren.

Das Jahr 1918 habe gezeigt, daß gerade jene, die sich als die berufenen Hüter der Seele und der Kultur bezeichneten, versagten. Und jene, die dem Nationalsozialismus heute Antichristen- tum vorwerfen, hätten — durch das Bündnis des Zentrums mit dem atheistischen Kommunismus — die größte antichristliche Demonstration durchge­führt. „Wir haben jedenfalls die Pflicht, dafür zu sorgen, daß ein solcher Volks- und Landes­verrat, wie er vom Zentrum und von der Sozial- demokratie 1917 vorbereitet und 1918 durchgeführt wurde, niemals mehr sich wiederholt. Das können wir nur, wenn wir den Anspruch erheben, die ge­samte kommende Generation allein zu erziehen.

Das kommende Geschlecht dürfen nur jene er­ziehen, die Deutschland vor dem Untergang ge­rettet haben. Und Deutschlad wurde nicht ge­rettet durch die Gebete der Zentrumsleute, son­dern durch den opferbereiten Kamps der NSDAP." (Stürmische Zustimmung.)

Rosenberg bewies diesen Anspruch und lehnte ähnliche An'.prüche irgendwelcher anderer Gruppen bedingungslos ab. „Denn wenn wir einmal ge­storben sein werden, dann könnten sich aus die­

sen verschiedenen Erziehuwgs- und Rechtssystemen politische Gruppen zur Verteidigung ihrer Er­ziehungssysteme bilden, und dann könnte wieder einmal ein Tag kommen, an dem Deutschland, vor eine Schicksalsprobe gestellt, nicht so einig dastehen könnte wie heute." Dann entstehe aber auch die Frage, ob an solchem Schicksalstage dem deutschen Volke wieder ein Mensch und'Mann vom Format Adolf Hitlers geschenkt werde. Vor einer solchen Frage werde die NSDAP. Deutsch­land nach Menschenkräften bewahren.

Wenn man es — auch hier im Grenzgebiet — erlebe, daß mancherorts erklärt werde „wenn ihr der NSDAP. beitretet, so werdet ihr bestimmt in die Hölle kommen!" (Allgemeine Heiterkeit), so glaube er demgegenüber, daß das aufrechte Men­schentum des Erenzlandes sich durch derartige Dinge nicht einschüchtern lassen werde „Wir sind vielmehr", so, rief Rosenberg unter erneutem stür­mischem Beifall aus, „der tiefen Ueberzeugung, daß, wenn es einen Himmel gibt, einer der ehr­lich und tapfer für Deutschland kämpft eher dort­hin gelangen wird als einer der mit dem Gebet auf dem Munde einen Volksverrat begeht."

Wenn seitens des Nationalsozialismus eine religiöse Toleranz bekundet werde, müsse man auch die Anerkennung der Lebcnsgesebe unserer Zeit von allen Freunden fordern. Man müsse von ihnen erwarten, daß die Reinerhaltung der deutschen Ehre als Plattform für alle Deutschen gelte, daß der Schutz des gesunden Blutes ein Grundsatz für alle und die Erziehung der deut­schen Nation dem Nationalsozialismus auck innerUch zugesprochen werde. Bon diesen drei grundsätzlichen Forderungen kenne heute und nie­mals auch nur das Geringste abgelassen werden. Es täte gut, wenn alle sich mit diesen Forde­rungen abfinden würden.

um Stunde treulich ausharrte, wirb die Erinne­rung an diesen Tag unvergeßlich sein, weil sie mit Strapazen, Mühe und Sorgen verknüpft war."

Dr. Goebbels rechnete dann mit überzeugenden Argumenten mit denen ab, die da meinen, die nationalsozialistische Bewegung und national­sozialistische Kundgebungen seien heute nach der Erinnerung des Sieges völlig überflüssig, es wisse ja doch jeder im Volk, was der Nationalsozialis­mus wolle, und auf den Kundgebungen würden im wesentlichen doch immer dieselben Gedanken­gänge gepredigt. „Die Kirchen", so betonte Dr. Goebbels diesem Einwand gegenüber, „predigen auch heute noch dasselbe, was ihr Lehrmeister vor 2000 Jahren gesagt hat. Wir handeln nach denselben Grundsätzen, nach denen sich große welt­anschauliche Gebilde in der Geschichte durchgesetzt haben.

Darum versammeln wir immer wieder das Volk um uns, predigen wir immer wieder die Ideale, durch die wir groß geworden sind, damit nicht nur unsere Generation nationalsozialistisch bleibt, sondern alle Generationen nach uns auf Jahrhunderte hinaus nationalsozialistisch werden."

„Es kommt nicht nur darauf an", so stellte Dr. Goebbels weiter fest, „ob jemand nationalsoziali­stisch denkt, sondern auch darauf, daß er dem­gemäß handelt! Dieses Handeln mutz gelernt und geübt werden und das besorgen wir in den dazu geschaffenen Organisationen." (Stürmische Zu­stimmung.) Dr. Goebbels streifte in diesem Zu­sammenhang, immer wieder von Beifall unter­brochen, auch

„Wir tun den Kirchen nichts zuleide, im Ge­genteil: wir nehmen ihnen noch Arbeit ab, die sie eigentlich selbst besorgen müßten. Wenn die Kir­chen sich darüber beklagen, daß sie kein richtiges Verhältnis mehr zum Volke finden und vielleicht zum Sündenbock hierfür stempeln möchten, so ist hierauf zu entgegnen: Sie finden kein richtiges Verhältnis mehr zum Volke, weil sie nicht mehr in der richtigen Weise das Volk anzusprechen ver­stehen. Ein Volk, das vier Jahre Krieg und 18 Jahre Marxismus durchgemacht hat, bringt kein Verständnis mehr für theologische Haarspaltereien auz. Es will ein Christentum der Tat sehen und sieht es lebendiger verkörpert etwa im Win­ter h i l s s w e r k als in einer theologischen Aus­einandersetzung der sogenannten Vekenntnis- sront." (Langanhaltender Beifall.)

Reichsminister Dr. Goebbels ging dann auf die Tatenlosigkeit der Regierungen von einst ein, die sich nach dreimonatiger Regierungszeit meistens im Volke gar nicht mehr hätten blicken lassen dürfen und stellte dem gegenüber die innere Verbundenheit von Führung und Volk im nationalsozialistischen Staate. Unter, begeisterter Zustimmung der Tausende stellte er fest: „Wir sind keine burokratliche. über dem Volk stehende Regierung. Wir fahlen uns als V o l ks fü h r ung. Das Volk kann man aber nur führen, wenn man es ihm u^eht!" " E' wenn man täglich mit

. ^mmer wieder unterbrach stürmischer Beifall den Minister, als er in prägnanten Formulie­rungen die Tatsache hervorhob, daß alles, was die nationalsozialistische Regierung tue, nicht für die Interessen irgendwelcher einzelnen Klassen "dermStand-kgeschehe, sondern stets nur für das

„Aus diesem Grunde allein konnte auch der Mihrer Werke von der monumentalen Größe

w>e wir ihnen heute allüberall in Deutschland begegnen." Auf '

die außenpolitische tage veutschlands

übergehend, wies Dr. Goebbels darauf hin, daß das Ausland m den 13 Jahren der Systemzeit sich daran gewohnt habe, sich in alle inneren An­gelegenheiten Deutschlands einzumischen, dauernd uns gegenüber die Gouvernante zu spielen und an Deutschland unerbetene Kritik zu üben. Weil Deutichland heute für dieses tantenhafte Gou- vernantentum nicht mehr empfänglich sei, sich vielmehr dagegen wehre, sei man in gewissen Kreisen des Auslandes empört.

wolle gewiß mit allen Völkern in Eintracht und frieden leben. Dafür sei jedoch d-c erste Voraussetzung, daß die anderen Völker pch ,» erster Linie um ihre eigenen Anqe- legcnhe,t-n kümmern und es dem deutschen

ordne,, seine inneren Dinge selbst zu

In diesem Zusammenhang behandelte Dr. Goebbels auch die ausländische Kritik amVier- Iah resplan, der in Wirklichkeit das Ziel verfolge, ern Volk, dem man seine Kolonien ae- nommen habe, in seiner Ernährung und Wirt- ichast möglichst unabhängig zu machen. Denn ein Volt von 68 Millionen könne man mit Brot, mach wit ^knfer Völkerbundsphrasen satt

Die nationalsozialistische Volksführung brauche ach vor dem Angesicht des Volkes nicht zu schämen. „Wir brauchen nichts zu verheimlichen", so er­klärte Dr. Goebbels, „das Volk soll an unseren Sorgen und an unseren Verantwortlichkeiten teilhaben. Es soll unser guter Freund sein, mit dem wir Freud und Leid zu teilen versuchen." Wenn einzelne lediglich die Methoden der nationalsozialistischen Staatsführung kritisieren wollten, dann müsse man demgegenüber daran, hinweisen, daß dem Volke die Methoden gleich­gültig sein könnten. Es komme auf die Tr­io l g e an. Sie sprächen für sich. Wenn es dar­über hinaus noch eine Reihe ungelöster Probleme gebe, so sei das nur ein Beweis dafür, welcher