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parteiamtliche Lageszeitung
NachrichkenblaN der Deutschen flrbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtsblatt des Senats der Zreien fjansestadt Bremen
Erscheint Imal wochentl. Monatsbezug: ^ L,zg einschl. Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2.30 22 .« (einschl. o».S4 Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch ausErstattung oder Ersatz NT.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Vremen, Teeren S-8 / Fernsprecher: 841 21 und 511 18 .
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Sonntag, W. aktober 1SZ7
kinzelpreis lS Npf.
vremen „Schlüssel zur Wett"
vroßriigige Ausstellung der schaffenden Hansestadt oom 2S. Mai bis 19. luni IgZS auf der pauliner Marsch
Unser logesspiegel
Die militärischen Operationen in Nordchina stehen im Zeichen einer Hochwasserkatastrophe. Italien hat seine Antwort auf die englisch- sranzösische Spaniennote überreicht.
Die Riistungskiinfe der Sowjets in Amerika nehmen ihren Fortgang.
Dr. Goebbels hielt am Geburtstag Horst Wessels vor der Berliner SA. eine große Rede.
Im Ruhrgebiet ist die Arbeiterbelegschäst um über SlI Prozent gegenüber 1932 gestiegen. Vremen wird im kommenden Jahr mit einer grohen Ausstellung Zeugnis seiner Leistungsfähigkeit ablegen.
Der Kommandeur der Bremischen Schutzpolizei, Oberst Dr. Lankenau, verabschiedete sich gestern von der Bremer Polizei.
Der Antikominternzug ist ab heute zur Besichtigung freigegeben.
Die Stromer Ochtnmbrücke wurde gestern dem Verkehr übergeben.
Der erste Tag der reichsossenen Wettkämpse des Bremischen Schwimmverbandes brachte dem Veranstalter mehrere beachtenswerte Erfolge.
Gauleiter Rover besuchte Lopshof, das Schulungsheim der Erzieher unseres Gaues.
0er sichrer schaffte es
Gewaltige Belegschaftssteigerung im Ruhrbergbau
, Essen. 10. Oktober.
Die Arbeiterbelegschaft des Ruhrbergbaues hat Ende September die Zahl von. 300 000 überschritten. Gegenüber dem Tiefstand im September 1982 mit 198 000 ist also eine Belegschaftssteigerung um rund 83 v. H. festzustellen. Im Zeichen des neuen Vierjahresplanes hat im Verlauf des Zeitraumes von Ende September vorigen Jahres bis Ende September dieses Jahres die Steigerung 23 v. H. betragen.
kinweitiung der Nordmark-seierstätte
Dr. Goebbels spricht in Bad Segeberg Bad Segeberg (Schlesw.-Holst.), 10. Oktober.
Mitten aus der norddeutschen Tiefebene steigt Lei Bad Segeberg ein gewaltiger Felskegel empor, rund 90 Meter hoch Wer dem Spiegel der Ostsee. Von großer Vergangenheit zeugt dieser sagenumwobene Berg, auf dessen Gipfel einst Kaiser Lothar im Jahre 1134 die Trutzburg gegen die Slawen errichtete. Längst ist die Burg verfallen, in den Wirren des 30jährigen Krieges wurde sie von dänischen Truppen zerstört. Geblieben Wer ist die gewaltige Felsenlandschaft, die jetzt zu einem imponierenden Rahmen für eine der grötzten Ausdrucksstätten deutschen Kultur- wollens geworden ist. Im Frühjahr 1934 tat Gauleiter Oberpräsident Lohse den ersten Spatenstich zur Nordmark-Feierstätte. In mächtigem Halbrund steigen nun, tief eingebettet in das schroffe und zerrissene Gestein des Kalkberges, die Stufen und Ränge hoch, die 20 000 Menschen Raum bieten. 2n strenger Linienführung ist ein Werk entstanden, das sich harmonisch in die eigenartige Felslandschaft einordnet und^durch seine riesenhaften, sinnvoll aufgeteilten Flächen den Eindruck eines monumentalen Bauwerkes erweckt. Gewaltig war die Arbeit, die unter der Leitung von Regierungsbaumeister a. D. Schaller-Berlin, von den Männern des Reichsarbeitsdienstes und einer Gruppe von Facharbeitern zu leisten war. Rund 18 000 Kubikmeter Erdboden mußten bewegt werden, 3000 Kubikmeter Kalkstein wurden gesprengt Die Nordmark-Feierstätte^ stellt ein weiteres starkes Bekenntnis zur deutschen Baukunst unserer ZNt dar. Heute werden die Zahnen des neuen Deutschlands an ragenden Masten über ihr flattern. Zum ersten Mal wird auf der Spielfläche ein großes chorisches Spiel des Reichsarbeitsdienstes „Die Straße in das Reich" stattfinden. Reichsminister Dr. Goebbels wird dann diese jüngste Stätte der feiernden Gemeinschaft in Bad Segeberg ihrer Bestimmung übergeben.
öaujaftr der Hitlerjugend
Berlin, 10. Oktober.
Am Sonntag, dem 17. Oktober, wird der Ju- gcndführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, im Rahmen einer Feier, die vom deutschen Rundfunk übertragen wird, die Einweihung der neuen Jugendherberge auf dem Annaberg (Oberschlesiens vornehmen. Zur gleichen Stunde werden weitere 37 Jugendherbergen eingeweiht, bei 19 Jugendherbergen das Richtfest gefeiert und zu 19 Jugendherbergen der Grundstein gelegt.
Das deutsche Jugendherbergswerk tritt mit diesen Feiern seit 1933 zum dritten Male an die Oefsentlichkeit und stellt die Leistungen des Jahres 1937 unter Beweis. Konnten im Jahre 1933 26 neue Jugendherbergen und im Jahre 1936 49 Jugendherbergen in Dienst gestellt werden, so hat sich in diesem Jahr die Zahl erfreulicherweise weiterhin erhöht. Damit erfüllt sich die Neujahrsbotschaft Baldur von Schirachs, der das Mr 1937 zum Baujahr der Hitlerjugend er-
Bremen, 10. Oktober.
TsUi. In der Zeit von, 25. Mai bis 19. Juni 1938 wird unsere Hansestadt mit einer gewaltigen Ausstellung auf der P a uIiner Marsch vyr die Oefsentlichkeit treten. Bremen wird mit dieser Ausstellung, die bereits seit Monaten unter dem vorläufigen Arbeitstitel „Bremen, S ch l ii s s el zu r W e l t" vorbereitet wird und ihren Plan der Initiative unseres Kreisleiters Blanke verdankt, in riesigen Ausstellungshallen eine Schau der Leistung, Ernte und Aussaat seines ebenso in alle Winkel des Vaterlandes wie in alle Weltweiten ausstrahlungsfähigen Lebens bieten. Es wird sich in ihr ein Bild von einer schaffenden Stadt dartun, wie es zusammenfassender und einprägsamer nicht gedacht werden kann. Diese Demonstration der Kraft und seiner städtischen und der bremisch-deutschen Aufgaben unserer Hansestadt ersteht aus jener Verpflichtung, die aus der Tradition erwuchs, ferner aus der Verpflichtung dem neuen Reiche gegenüber und nicht zuletzt aus der Notwendigkeit, die Macht unserer Leistungsstärke in jeder Beziehung einmal Klipp und klaroor aller Augen herauszu st eilen. Diese Demonstration wird nicht nur begleitet sein von großen Tagungen, wie z. B- einer Tagung des R e i ch s k o I o n i a l b u n d e s, sondern es sind dieser Tage Verhandlungen zum Abschluß gelangt, die die Errichtung einer Sond erschau über den Vierjahresplan in einer ganz neuen Form zum Ziele hatten und in denen beschlossen wurde, diese als wandernde Schau später für alle Städte des Reiches gedachte Sonderausstellung im Rahmen von „Bremen, Schlüssel zur Welt" erstmalig zu zeigen.
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Aus all dem geht hervor, daß es sich nicht darum handeln kann, im Hinblick auf Bedeutung und Qualität eine Schau nur mittleren Ausmaßes aufzurichten, sondern sie muß der Stadt, deren Namen sie trägt, des Gaues, als dessen bedeutendster Platz Bremen die Repräsentantin des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens zwischen Weser und Ems ist, und erst recht des Reiches als einer seiner großen Brückenköpfe zur Welt würdig sein.
Dem Aufruf aller Kräfte unserer Stadt für diese Schau der Leistung, der unser Gauleiter Carl Röver die Ehre seiner Schirmherrschaft gab und deren ideelle Träger das Reichspropagandaamt Weser-Ems, die Kreisleitung der NS- DAP., Bremen, und der Bremische Staat sind. galt auch die erste Unterrichtung der namhaften Vertreter aus allen Zweigen unseres bremischen Lebens. So sprachen Kreisleiter Pg. Blanke. Regierender Bürgermeister SA.-Eruppenfllhrer Pg. Böhmcker. die gemeinsam mit dem Leiter des Reichspropagandaamtes Weser-Ems Pg. Schulze und dem Leiter der Wirtschaftskammer Bremens Pg. Vollmeyer den leitenden Ausschuß bilden, und das mit der Ausstcl lungsleitung beauftragte Mitglied des Instituts für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda, Pg. Könicke, am Donnerstagabend im kleinen Saal der Glocke über Inhalt und Ziel des VorhWens.
Die Ausführungen des Kreisleiters und des Reg. Bürgermeisters waren aber darüber hinaus noch ein ebenso kameradschaftlicher wie ernster Appell, in engster Zusammenarbeit ganz allgemein alle Kräfte zu mobilisieren, jedoch im besonderen für diesen Weg aus dem Dornröschenschlaf, als in den versunken Bremen — das ist leider Tatsache — in weiten und oft nicht unmaßgeblichen Kreisen im Reiche gilt und endlich einmal an die Stelle
Italiens ttntwort
Keine konferen; ohne Veurschland!
Rom, 19. Oktober
Die italienische Antwort aus die am vergangenen Sonnabend überreichte englisch-französische Note über Drcierbesxrechungen zur spanischen Frage ist gestern von Gras Ciano dem englischen Botschafter Lord Perth und dem französischen Geschäftsträger Vlondel überreicht worden.
Italien charakterisiert die Unzwcckmäßigkeit der englisch-französischen Vorschläge und tritt für eine Beiterberatung der Spanienfrage im Londoner Nichteinmijchungsausschuß ein. Die italienische Regierung werde an keiner Konferenz ohne Deutschland teilnehmen. — Näheres Seite 2.
der Erinnerungsschwelgerei die Tat des Hanseatengeistes zu setzen.
Denn es zeugt von keinem Hanseatengeist, Aufträge zu erwarten, die dank des Sieges der Bewegung und seiner steilen Aufbaufolgerungen nun wieder fließen und der gesamtdeutschen Wirt- . schuft einen nie für möglich gehaltenen Aufschwung gegeben haben. Hanseatengeist, verstanden in dem 'ursprünglichen Sinn seiner weltklin- genden Bremer Namen, ist P i o n i e r g e i st.
Und diesen Pioniergeist den Zielen des Führers zur Verfügung zu stellen wäre nicht nur ein bescheidener Dank für die epochalen Leistungen des Nationalsozialismus, sondern auch ein Segen für Bremens Zukunft. Sich antreiben zu lassen ist bestenfalls ein unbefriedigender Zustand, aber selbst schöpferischer Krastspender zu werden ist ebenso im persönlichen wie im gemeindlichen Dasein ein Feuer, dessen strahlender Schein und wärmende Wirkung das Leben stärker und stärker befruchtet. In diesem Sinn- muß auch Bremen ein noch ungeheuer viel machtvolleres Feuer werden. Es soll in seiner Leistungsschau 1938 den Scheffel von diesem Lichte abheben und vor aller Augen ausbreiten was früher getan worden ist, was es zur Zeit zu tun im Begriffe steht und was es in Zukunft zu leisten gewillt ist!
(Fortsetzung im örtlichen Teil)
vremen stellt aus!
Hanseatenwagemut unter Beweis 3. S. v. Bremen, 10. Oktober.
Männer bester nationalsozialistischer Prägung haben sich und der bremischen Wirtschaft die Ausgabe gestellt, im nächsten Jahre in unserer Stadt eine Ausstellung herzurichten, die Deutschland zur Ehre, Bremen zum Nutzen und dem Gau Weser-Ems zum Ruhme gereichen soll. Und es können die Männer, die in ihrer Obsorge um die größte Stadt unseres Gaues den Gedanken einer Ausstellung erwogen und gefaßt haben, wohl erwarten, daß ihr Ruf zur Mitarbeit an der großen Plgnung bei allen, die er angeht, Anklang und Verständnis finden wird.
Mit Recht kam in der Ansprache des Kreisleiters sowohl wie des Reg. Bürgermeisters im Kleinen Glockensaal der Wunsch zum Ausdruck, bei Inangriffnahme und Durchführung des Unternehmens den Rechenstift nur soweit zu Rate zu ziehen, als es unbedingt notwendig ist, um dem Unternehmen eine gediegene wirtschaftliche Grundlage zu verschaffen. Denn wenn je, ist gerade bei dieser Planung zu bedenken, daß im ganzen Leben wirklich Großes und Gutes niemals mit dem Rechen- stift allein, sondern vor allem mit dem notwendigen Wagemut, d. h. mit jenem Unternehmungsgeist erreicht worden ist, den das lebende bremische Kaufmannsgeschlecht nicht hoch genüg von seinen Vorfahren rühmen kann. > , . .....
Dabei ist es selbstverständlich, daß. bei der geplanten Ausstellung das Rechnerische und rein Berechenbare bereits von allem Anfang an die notwendige Berücksichtigung fand und Schritt für Schritt bei der Durchführung der Ausstellung gewissenhaft weiter finden wird. Dafür bürgt allein schon das mit reichen Erfahrungen versehene Institut für Deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda als der wirtschaftliche Träger des Unternehmens. Was aber gemeint ist, wenn von Wagemut und hanseatischem Unternehmergeist gesprochen wird, das ist das Verlangen an die Wirtschaft, sich zum eigenen Nutz' und Frommen an der Ausstellung weitestgehend zu beteiligen. .Wenngleich diese Ausstellung nicht den Charakter einer Messe haben soll'und nicht haben darf, trägt sie dennoch — oder gerade darum —' ihre ganz besonderen positiven Werte in sich, indem sie über den unmittelbar wägbaren Vorteil hinaus auf längere Sicht noch ganz erhebliche unwägbare Vorteile den Ausstellern, der Stadt, dem Gau und sogar dem Reiche bringen wird und bringen muß.
Unwägbare Vorteile? Es möchte manchmal scheinen, als ob man bisher mit solchen in Bremen nur wenig, jedenfalls nicht in hinreichendem Maße zu rechnen pflegte. Hat man sich schon genug vor Augen geführt, daß Bremen, als die Stadt des „Märchens der Bremer Stadt- musikanten", als die Stadt des' im Kindermund beim deutschen Volke beflügelten Stabreims vom „Roland dem Riesen am Rathaus zu Bremen", als die Stadt der „Phantasien im Bremer Ratskeller", oder als die Stadt unseres grohen Carl Peters, — und anderer deutscher Kolonialhelden, deren Namen untrennbar- mit Bremen verbunden sind — ja nicht zuletzt auch als die Stadt der großen deutschen Schiffahrtsgesellschaft, des N o r d - deutschen Lloyd in der Vorstellungswelt des deutschen Volkes — und zwar gerade bei den Volksteilen, die die Wasserkante nicht kennen — ein viel mehr lebendiger, ein — man möchte fast sagen — bedeutenderer Begriff ist, als je eine der anderen deutschen Hansestädte am Meer?
Und wenn man sich dies vergegenwärtigt: Glaubt man dann'nicht, daß dieses unser Bremen, wenn es nur erst selbst etwas aus sich macht, in der Vorstellüngswelt des deutschen Volkes in immer höher steigendem Maße etwas gar Schönes und Großes bedeuten kann, und daß dann gerade der Wunsch ungezählter Volksgenossen, die von ungefähr einmal Gelegenheit erhalten, an die Wasserkante zu kommen, dahinzielen wird, eben dieses Bremen kennenzulernen? Wieviel Kongresse ließen sich allein schon aus solchen Gesichtspunkten heraus in Bremen denken, wenn nur erst überhaupt ein. stilvoller Raum, die geplante Kongreßhalle, in unserer Stadt vorhanden wäre. Aber auch da scheint man noch nicht durchwegs der unwägbaren Vorteile gedacht zu haben.
Und doch sind es gerade die unwägbaren Vorteile, die — selbst von nur wirtschaftlichem Standpunkt aus gesehen — bei der