Ausgabe 
(31.10.1937) Nr. 299
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parteiamtliche Lageszeitung

Ilachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

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flmtsblatt des Senats der Lreien kjansestadt Dremen

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Das amtliche verkiindungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

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llr. rss / 7. Jahrgang

Sonntag, 51. Vklober 1S5?

kinzelpreis 15 Npk.

Schulschiffteo Schlageter" lies vom Stapel

Unser?agesspiegvl

Die Japaner sind in Nordchina weiter vor­gedrungen.

Neichsminister Rudolf Hetz hat sich von Nom aus nach Süditalie« begeben. Reichsautzenminister von Renrath sprach in München über Deutschlands gradlinige Ver­ständigungspolitik.

Die Jahresschau des deutschen Schrifttums wurde in Weimar und die Reichsschau Ewiges Volk" in Hamburg eröffnet. Gauleiter Carl Rover und Eaufrauenschasts- leiterin Friede! Klausing haben zurWoche des deutschen Buches" einen Aufruf erlassen. In Melle bildete die Kulturtaaung des Ge­bietes Nordsee der HJ. den Auftakt zur Ein­weihung des HJ.-Heimes. Eaupropagandaleiter Schulze ist als Hilfs­arbeiter in einer württembergischen Kattun- sabrik eingesetzt worden.

Der dritte Segler der Kriegsmarine, Schul­schiffLeo Schlageter" lief in Hamburg vom Stapel.

Kreisamtsleiter Pg. Rinne äußerte sich über den Einsatz des WHW.

Oberstleutnant der Schutzpolizei Kurt Pohl- meqer ist zum Kommandeur der Schutzpolizei Bremen ernannt.

Die Lehrlinge der Focke-Wulf Flugzeugbau führten einenTag des Lehrlings" durch.

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Neichsminister gest in Süditalien

Rom, 31. Oktober

Der Stellvertreter des Führers, der nach Ab­schluß der offiziellen Feierlichkeiten gemeinsam mit der Abordnung- der NSDAP. -den gestrigen Sonnabend mit einer privaten Besichtigung der Stadt Rom und ihrer Umgdbung verbrachte, hat sich nach Capri begeben, Stabschef Lutze, der an der Reise durch 'Süditalien verhindert ist, ist Sonnabend früh im Flugzeug nach Berlin zurück­gekehrt, ,

Zu Ehren des Stellvertreters des Führers und der Abordnung der NSDAP, hat Botschafter von Hassell in den Räumen der deutschen Botschaft am Vortag einen großen Empfang veranstaltet,

Neichsminister Vr. Soebbels dankt

Berlin, 31. Oktober.

Neichsminister Dr. Goebbels sind zu seinem 40. Geburtstage aus allen Kreisen der Bevölke­rung so viele Glückwünsche, Geschenke und sonstige Zeichen der Verbundenheit zugegangen, daß es ihm leider unmöglich ist, jedem, der seiner so freundlich gedachte, persönlich zu danken. Er bittet, seinen Dank in herzlichster Weise auf diesem Wege aussprechen zu dürfen.

Vesörderungen in der Kriegsmarine

Berlin, 31. Oktober

Der Führer und Reichskanzler hat mit Wir­kung vom 1. November 1937 befördert: Zum

Admiral den Vizeadmiral Witzelt, Chef des Marinewaffenamtes, zu Vizeadmiralen die Konteradmirale Witthoeft-Emden, Marineattachö bei der Botschaft in Washington. Euse, Chef des Stabes der Seekriegsleitung, zugleich Ches des Marinekommandoamtes, zum Konteradmi­ral den Kapitän zur See Patzig, Chef des Ma- rine-Personalamtes, zu Kapitänen zur See die Fregattenkapitäne von Bredow, Kommandeur der I Marine-Ergänzungsabteilung, Büttner, Kommandant des KreuzersEmden", von Trotha. Kommandeur der I. Marmeunterosfizier-Lehr- abteilung, zum Vizeadmiral des Ma­rine-Ina enieurroesens den Konteradmi­ral des Marine-Jnqenieurwesens Fechter, Inspek­teur der Schiffsmaschineninspektion.

Spenden ;um Vkw. sittliche Pflicht

Berlin, 31. Oktober

Reichsjustizminister Dr. Eürtner hat zum Winterhilfsroerk des deutschen Volkes 1937/38 eine Verfügung erlassen. Darin äußert er die Er­wartung daß die Justizbehörden wie bisher alles tun, unfeine enge Zusammenarbeit mit den Be­auftragten des WHW. zu gewährleisten. Ferner richtet er an die der Aufsicht der Justizver­waltung unterstehenden Stiftungen wiederum die dringende Bitte, sich gleichfalls durch Spenden an das WHW. zu beteiligen, soweit sich dies nach den verfügbaren Stiftungsmitteln ermöglichen läßt. Mit Hinweis auf ein früheres Rund­schreiben betont der Minister, daß auch Stiftun­gen zur Hergäbe eines angemessenen Beitrags für das WHW. sittlich verpflichtet sind. Deshalb handele ein Stiftungsvorstand bei der Leistung solcher Beiträge auch im Rahmen seiner gesetz­lichen und satzungsmäßigen Befugnisse.

logung per deutsch-franröfischen Negserungsausschüsse

Köln, 31. Oktober

Die durch den deutsch-französischen Wirtschafts­vertrag vom 10. Juli 1937 eingesetzten Regie­rungsausschüsse haben in der Zeit vom 26. bis 30. Oktober ihre erste gemeinsame Tagung ,n Köln abgehalten. Die bisherige Entwicklung des beiderseitigen Warenaustausches unter dem neuen Vertrag wurden überprüft und eine Reihe von Maßnahmen vereinbart, um die reibungslose Durchführung des Vertrages in den kommenden Monaten zu fördern.

I»e Schwester Schlageters vollzog die lause

1-vo Lclilngeter" Kur/, vor Ovni KtapvIIuuk in Hamburg

/lukv.: ürogs

Miller Segler der Kriegsmarine

Hamburg, 81. Oktober Das dritte Segelschulschifs der Kriegsmarine, das aus den Namen des deutschen Freiheitshclden Leo Schlageter" getauft wurde, lief gestern um 14.18 Uhr auf der Werst von Vlohm L Boß in Hamburg glücklich vom Stapel. Der Oberbefehls­haber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder- und viele hohe Offiziere der Wehrmacht, insbesondere der Kriegsmarine, führende Ver­treter der Parte«, des Staates und der Schiffahrt wohnten der Feierlichkeit bei. In Vertretung des Reichsstatthalters Kaufmann war Regierender Bürgermeister Krogmann erschienen/

Am Ufer der Werft hatten die beiden Segel­schulschiffe der KriegsmarineEorch Fock" und Horst Wessel",festgemacht. Eine Ehrenkompanie der Schulschiffe war vor dem festlich geschmückten Bug des neuen Schiffes, von dessen hohen Masten die Reichskriegsflagge wehte, aufmarschiert. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine General­admiral Dr. h.'c. Raeder wurde bei seinem Ein­treffen vom Betriebsführer Staatsrat Vlohm willkommen geheißen. Nach dem Abschreiten der Front der Ehrenkompanie begab sich der General­admiral mit den übrigen Ehrengästen auf die Taufkanzel. Außer der Frau Frieda Steinte, der Schwester Albert Leo Schlageters, wohnte sein Bruder Otto Schlageter der Feier Lei.

Del Inspekteur für das Bildungswesen der Kriegsmarine, Admiral Saal Wächter, hielt die Taufrede. Nach einem Hinweis auf die Be­deutung der Segelschiffe als Schulschiffe für den Offizier- und Unterofsiziernachwuchs würdigte er eingehend das Heldenleben des Mannes, dessen Namen das Schiff trägt.

Dieser Kämpfer," s- fuhr Admiral Saalwäch­ter fort,lebt fort, er marschiert in der vorder­sten Reihe der Blutzeugen, die sllr ein neues Deutschland starben; seine Tat, sein Glaube, sein Leben und sein Sterben stehen mahnend, ver- pslichtend sür immer vor uns. Der Geist dieses Freiheitskämpfers und frühen Gefolgsmannes unseres Führers erfülle jeden einzelnen Mann aus diesem Schiss unserer Kriegsmarine.- Sein letztes Wort soll jedem Mann auf diesem Schiss Richtschnur und Lebensinhalt sein:Deutsch­lands"

Nach dieser Rede, die mit dem begeistert auf­genommenen Sieg-Heil auf den Führer und

Obersten Befehlshaber der Wehrmacht schloß, dröhnte der Startschuß über die Werft.

Die Schwester Leo Schlageters trat vor und sprach die Tausworte:Im Namen des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht lause ich dich aus den NamenLeo Schlageter".

Die Haltevorrichtungen lösten sich, hoch oben am Bug des stolzen Seglers erschien der Name des Mannes, der als einer der ersten im Frei­

heitskampf sein Leben gab. Während die Lieder der Nation machtvoll erklangen, glitt das stolze Schiff glücklich in sein Element.

Auf Befehl des Oberbefehlshabers der Kriegs­marine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, wur­den heute zur Stund« des Stapellaufes des drit­ten Segelschulschiffes der Kriegsmarine am Schlageter-Ehrenmal in Düsseldorf und am Grabe Albert Leo Schlageters in Schön an Kränze niedergelegt.

Keine polllW-moraMen Sittenrichter!

o. Nematst auf0er4.1akresoertammlui,g SerstkaSemlefüroeutsches stecht / Vas Schlagwort..kollektivitätspolilik"

München, 31. Oktober.

In der Aula der Münchener Universität trat gestern die Akademie für Deutsches Recht zur Voll­sitzung ihrer 1. Jahresversammlung! zusammen.

Der von Rom zurückgekehrte Präsident der Aka­demie für Deutsches Recht, Reichsleiter Dr. Frank, begrüßte die zahlreichen Ehrengäste, die aus allen Teilen Europas gekommen seien, um an dem Problem der Rechtsgemeinschaft zu arbeiten. Mit ehrenden Worten wandte sich Dr. Frank an den aus seinem Amte scheidenden stellvertretenden Präsidenten der Akademie für Deutsches Recht Geheimrat Kisch und überreichte ihm im Namen des Führers und Reichskanzlers als Anerkennung für seine hervorragenden Verdienste um die Rechtswissenschaft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft.

Dann nahm der italienische Justizminister Solmi das Wort. Er wies darauf hin, wie der aus großen Revolutionen der faschistischen und der nationalsozialistischen, entstammende Staat eine wirkliche Vervollkommnung des modernen Staat« darstelle, wie er den Erfordernissen der aktiv«« Kräfte der Kultur entspreche, die die natioitttle Gemeinschaft vom Abgrund der De­magogie und von den Verheerungen der bolsche­wistischen Vernichtung retten wollen. Der Mi­nister schloß seine Rede, indem er im Namen der gemeinsamen Ideale der Schöpfer der neuen Ge­schichte Mussolini und Hitler gedachte.

Im Anschluß an diese Rede sprach Reichsautzen- minister Freiherr v. Neu rath. Nach einleiten­den Worten über das Verhältnis des Völker­rechtes zur Politik führte der Minister aus, daß der jetzt zum allgemeinen Schlagwort gewordene Begriff einer Kollektivitätspolitik oder einer kollektiven Sicherheit natürlich aus der Ideologie des Völkerbundes stamme.

Nach allen Erfahrungen in und außer dem Völ­kerbund kann es als ei« sicheres Gesetz gelten, daß

ein wirksamer organisatorischer Zusammenschluß von Staaten nur insoweit möglich ist, als er aus­schließlich zur Erreichung von Zielen dient, an deren Erreichung diese Staaten alle das gleiche Interesse haben. Aus der Erkenntnis dieser elementaren Tatsachen heraus ist die Rcichsregie- rung stets dafür eingetreten, jedes konkrete inter­nationale Problem nach den gerade dafür ge­eigneten Methoden zu behandeln, es nicht un­nötig durch die Bcrquickung mit anderen Proble­men zu komplizieren und, so weit es sich um Pro­bleme zwischen nur zwei Mächten handelt, dafür auch den Weg unmittelbarer Verständigung zwi­schen diesen beiden Mächten zu wählen. Wir kön­nen uns darauf berufen, daß sich diese politische Methode nicht nur im deutschen sondern auch im allgemeinen Interesse voll bewährt hat.

Einen sehr aktuellen Anlaß, sich mit der Frage der sür die Behandlung internationaler Konflikt« zn wählenden Methode zu befassen, bietet die für die nächste Zeit in Aussicht genommene Brüsseler Konferenz, die über die fern­östlichen Verwicklungen beraten will. Deutschland hat die Einladung zu der Konferenz nicht an­nehmen können, weil diese sich auf Grund des so­genannten Neun-Mächte-Vertrages von 1922 mit der Anwendung der Bestimmungen dieses Ver­trages beschäftigen soll. Da Deutschland dem Neun-Mächte-Vertrag nicht angehört, kann es sich logischerweise auch nicht an Beratungen über die Durchführung dieses Vertrages beteiligen. Wir haben aber zum Ausdruck gebracht daß Deutsch­land jederzeit bereit ist, bei dem Versuch einer Vermittlung zwischen Japan und China mitzu­wirken, wenn für diesen Versuch die unerläßlichen Voraüsletznngen gegeben sind und wenn er in der geeigneien Weste unternommen wird. Ich möchte ohne zu dem Konflikt selbst, in irgendeiner Weis« sachlich Stellung zu nehmen, darauf hinweisen, daß ich es für einen höchst unglücklichen Auftakt

für die Einleitung von Versuchen zur Beendigung des Konfliktes halten würde, wenn diese Versuche sich von dem Geiste des Beschlusses inspirieren ließen, den der Völkerbund letzthin in der Ange­legenheit gefaßt hat. Dieser Beschluß enthält allerdings nur noch einen dünnen Aufguß von Kollektivitäts-Politrk.

Ich glaube jedoch, es kann kein Zweifel dar­über bestehen, daß, wie der Streitfall auch zu be­urteilen sein mag, Mächte, die zwischen den strei­tenden Parteien vermitteln wolle», sich zu diesem Zweck nicht auf den Stuhl des moralischen Sitten­richters setzen dürfen.

> Eins aber möchte ich zum Schluß mit allem Nachdruck betonen: Wir hören nicht selten Stim­men aus dem Auslande, die die, unbedingte Vor­liebe für kollektive Sicherheitsmethoden ohne wei­teres mit dem Willen zum Frieden und zur in­ternationalen Zusammenarbeit gleichsetzen und umgekehrt in der Ablehnung oder auch schön in der Kritik jener Methoden einen Mangel an Frie­dens- und Gemeinschastsmillen sehen'wollen Eine solche Gleichsetzung ist falsch und wird von uns auf das entschiedenste abgelehnt.

Wenn sich die Anhänger der Kollektivitätsidee weder durch die Erfahrungen der letzten Jahr­zehnte noch auch durch nüchterne Beurteilung der realen politischen Möglichkeit bekehren lassen wollen, dann mögen sie doch zum mindesten davon ablassen, für sich die höhere Moral und den besseren Willen in Anspruch zu nehmen.

Sie mögen ihrerseits zeigen, welche greifbaren Resultate sie mit ihre» Plänen erzielt haben. Ich sehe keine. In der Politik, auch in der Friedens­politik entscheidet aber der Erfolg, nicht die bloße Ausstellung schöner Ziele, die bestechend wirken mögen, die aber praktisch unerreichbar und des­halb wertlos sind«

veispielgebend!

Lösbare Probleme

s. o. Bremen, 31. Oktober.

Deutschland geht wieder einmal beispiel­gebend voran: Während die Verbraucher-

schaft anderer Länder, namentlich die Frank­reichs, aber auch der meisten übrigen euro­päischen Staaten über fortgesetzte Preis­steigerungen als der Folge gewissenloser Börsenmache, verzweifelter Streiks und schlechter Finanz- und Wirtschaftspolitik ihrer Regierungen mit Recht zu stöhnen alle Ursache hat, wurden im Reiche von dem Reichskommissar für die Preisbildung im Einvernehmen mit den einzelnen Wirt­schaftsgruppen erhebliche Preissenkungen für zahlreiche Waren des täglichen Bedarfs vorgenommen.

Es ist dies ein immerhin bedeutsames Moment in der Preisbildungspolitik des Dritten Reiches und gleichzeitig die Bestäti­gung der richtigen Lösung einer Aufgabe, die im Vierjahresplan beschlossen liegt und die Aufrechterhaltung der Preis st ablli- tät, d. h. des Verhältnisses zwischen Löh­nen und Preisen, verlangte. Daß nicht allein die Verordnung des Preisbildungskom­missars vom 26. November 1936 der- gemäß Preiserhöhungen nicht zulässig waren bis zum heutigen Tage strikte durchgeführt werben konnte, sondern fortan sogar ein Rückgang der Preise bei verschie­denen Gegenständen des täglichen Bedarfs zu verzeichnen ist, bedeutet nicht mehr und nicht 'weniger, als die rückwärtige Bewe­gung des Instruments, das man einmal, als es in der Systemzeit sich unaufhaltsam zur Verzweiflung der deutschen Verbraucher, vorwärtsdrehte, die Schraube ohne Ende nannte.

Wir wissen aus jener Zeit, was die Bewe­gung dieser Schraube nach vorwärts zu be­deuten hatte, und wir freuen uns wenn sie sich jetzt, nach dem lobenswerten Still­stand des letzten Jahres sogar schon um einen Ruck nach rückwärts wieder bewegen kann der glückhasten Möglichkeit, daß, so wie einst die Vorwärtsbewegung eine be­ständige gewesen, wohl nun auch die RUck- wärtsbewegung nicht gleich beim ersten Ruck wieder stehenbleibt. Einhundert Millionen an Kaufkraftersparnis hat man ausgerech­net, bedeutet die Preissenkung nach der jüngsten Maßnahme. Einhundert Millionen Kaufkraftersparnis sind natürlich vom Standpunkt des Gesamtaufwandes eines fast 70-Millionen-Volkes noch nicht allzu viel. Auch sind nicht alle Gegenstände, die vorerst einmal von dem Preisrückgang ersaßt wer­den, geeignet, die Gesamthaushaltskosten einer Familie merklich zu verbilligen. Aber daß eine rückläufige Tendenz der Preise in Deutschland überhaupt verzeichnet werden kann, wo draußen außerhalb Deutschlands die Preise überall die Tendenz nach oben haben, ist eine Erscheinung, die als Erfolg nationalsozialistischer Preisbil- dungspolitik, nicht zuletzt auch im bescheiden­sten Haushalt anerkannt und dankbar ent­gegengenommen wird, also dort, wo man mit Recht vertrauensvoll für die Zukunft wei­tere Verbesserungen des Lebensstanües sich erhofft und erwartet.

Vorerst sind es nur Markenartikel, die von der Preissenkung erfaßt werden konn­ten. Wenn erst einmal der Vierjahresplan seine völlige Durchführung erfahren hat, und gleichzeitig Deutschlands Rechtsanspruch aus seine Kolonien erfüllt ist, dann kann wohl bie Erfüllung jener Hoffnungen reifen, die sich auf die Verbesserungen der Lebenshal­tung des deutschen Arbeiterhaushaltes schlechthin erstrecken.

-r-

Deutschland gebührtseinPlatz anderSonneAfrikas! Das hat. wie wir wissen, Mussolini dieser Tage bei der großen Gedenkfeier Italiens zur Erinnerung an den Marsch auf Rom im Beisein des Stellvertreters des Führers und der natio­nalsozialistischen Abordnung gesagt. Die Welt täte recht gut daran, der Worte des italienischen Staatsmannes höchste Beach­tung zu schenken; denn es ist nichts damit getan, daß man diese Worte leichthin wieder vergißt oder mit der Erwiderung kommt, Deutschland sei Manns genug, seine Inter­essen selber zu vertreten. Gewiß ist dessen Deutschland Manns genug. Aber Deutschland hat bereits laut genug gesprochen, und es freut sich, daß sein Anspruch bei dem befreun­deten Italien auf so großes Verständnis traf und als so gerechtfertigt empfunden ^ italienische Regierungschef

Deutschlands Forderung im Interesse des