Ausgabe 
(29.10.1937) Nr. 297
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parteiamtliche ^geszeitung

der Tlationalsoziansten Vremens

nachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsftont Vremen

Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Dremen

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 2S? / ?. Jahrgang

freitag, 2S. Vkwber 1957

kinzelpreis lS Npf.

Her Nuce bekräftigt unsere Kolonialforderung

stas faschistische Italien feierte den IS. lastrestag des Marsches aus Nom/Vegeisterung um kudols ließ und seine vegleitung

Mussolini:ks ist notwendig, daß das deutsche Volk den Platz an der afrikanischen Sonne wiedererstSit, der ihm und

den es vor dem kriege innelMe"

(Oigsvsr vrnkthsriclrt äsrBremer 2siivvZ")

Rom, 29. Oktober.

Der 28. Oktober, mit dem das Jahr XVI der faschistischen Zeitrechnung begann, wurde für die Hauptstadt des römischen Imperiums zu einem Erlebnis überwältigender Art. Seinen besonderen Stempel aber erhielt dieser Tag dadurch, daß er durch die Anwesenheit einer offiziellen Abordnung

Unser lagesspiegel

In Madrid toben Stragenschlachten zwischen Tscheka und bolschewistischen Ueberläufern. Auf dem chinesisch-japanischen Kriegsschau­platz ist eine Atempause eingetreten.

In feiner Rede anläßlich des Jahrestages des Marsches aus Rom bekräftigte Mussolini Deutschlands Kolonialforderungen.

Dr. Goebbels erweiterte seine Spende ..Künstlerdank" um 1,5 Millionen Reichsmark. Regierungspräsident Pg. Eggers-Osnabrück ist am Mittwoch gestorben.

In Delmenhorst und Werden hielten die Fahnen des JR. 85 ihren Einzug.

Die Leeser Mörder wurden zu lebensläng­lichem Zuchthaus begnadigt.

Die den Bremer Truppenteiles verliehenen Standarten wurden feierlich eingeholt.

Max Schmeling wird am 13. Dezember in Newyork gegen Farry Thomas boxen.

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der NSDAP., unter Führung des Stellvertreters des Führers zu einer eindringlichen Demonstra­tion der engen Verbundenheit zwischen den beiden Revolutionen wurde.

Schon während der Nacht hatten zahlreiche Sonderzüge und endlose Autokolonnen Hundert­tausende von Faschisten in die Hauptstadt gebracht, die sich in ein farbenprächtiges Festkleid gehüllt hatte. Schon lange bevor die Großkundgebung im Olympischen Stadion in Rom ihren Anfang nahm, zogen die Marschkolonnen der 100 000 Politischen Leiter in die imponierende Arena. Ueber 15 000 Fahnen, unter ihnen immer wieder das Haken­kreuzbanner, wehten über dem marmornen Sta­dion und den umliegenden Hügeln, die von un­zähligen Menschenmassen belagert waren.

Als die 290 Parteigenossen der Ortsgruppen und Stützpunkte der NSDAP. in Italien zum Forum Mussolini zogen, an der Spitze 28 Haken­kreuzfahnen, begleitete sie stürmischer Jubel der die Straßen säumenden Menschenmassen, während die faschistische Miliz ihnen mit präsentiertem Dolch militärische Ehren erwies. Noch orkanarti­ger aber schwoll der Jubel an, als die Vraun-

Hemden in das Stadion marschierten und dort gegenüber der Tribüne des Duce Aufstellung nahmen.

Auf den Ehrentribünen nahmen die Abordnung der NSDAP., sämtliche Mitglieder der italieni­schen Regierung, die höchsten Würdenträger Ita­liens, das Diplomatische Korps, die zur Zeit in Italien weilenden verwundeten nationalspanischen Offiziere und die anderen Ehrengäste Platz.

Um 11.30 Uhr kündeten die Signale von 2000 Trompeten die Ankunft des Duce, der nach der Grundsteinlegung sür das neue monumentale Ver­waltungsgebäude der faschistischen Partei in dem Forum eintraf. Die Begeisterung der Massen kannte keine Grenzen mehr, als der Duce in Be­gleitung des Stellvertreters des Führers Rudolf Heß das Podium bestieg. Der Generalsekretär der faschistischen Partei, Minister Starace, meldete die angetretenen 100 000 Politischen Leiter und die Zahl von rund 11,4 Millionen Männer und FraMitder faschistischen Partei.und ihrer Organi­sationen. Und wiederum brandete stürmischer Ju­bel aus, als Starace im Namen aller Faschisten den Erüpder des i Imperiums grüßte. Dann er­griff Mussolini das Wort zu folgender, innen- wie außenpolitisch gleich bedeutsamen Rede: Kameraden! 15 Jahre sind seit den Tagen ver- apgen, in denen sich ein für das Leben unserer 'ation historisch höchst bedeutsames Ereignis ab­spielte. Nachdem die faschistischen Kampfbünde den Kommunismus und seine direkten und indirekten Helfershelfer hart bekämpft und geschlagen hatten, nachdem sie ihr edles Blut in allen Gauen Ita­liens vergossen hatten, marschierten sie auf Rom, um eine politische Klasse zu stürzen, die in der verabscheuungswürdigen und zersetzenden Form des demokratischen und liberalen Parlamentaris­mus nicht mehr den Anforderungen der neuen Zeit entsprach. Am 28. Oktober 1822 begann jene fa­schistische Revolution, die schon 15 Jahre an­dauert. Die Revolution ist zum Regime geworden und das Regime ist immer mehr mit dem italieni­schen Volk eins geworden, mit diesem energischen und starken italienischen Volk, mit dem ein Waffengang für jedermann äußerst gefährlich wäre. Wenn wir in Gedanken für einen Augen­blick rückwärts blicken, können wir mit ruhigem Stolz feststellen, daß wir während dieser geschicht-

HZ-7ütirer in Salamamo

Lissabon, 29. Oktober.

Mit dem Motorschiff .,Manie Pascoal" trafen sieben HJ.-Führer, unter denen sich bekanntlich dei Führer des Jungbannes 75 Bremen, Jungbann- fuhrer Rolf Red ecker befindet, in Lissabon ein. Zum Empfang hatten sich u. ä im Hafen ein­gesunken: Vertreter der spanischen Anlange, der spanische Generalkonsul und eine Abordnung der portugiesischen Stgatsjugend. Die HJ.-Führer reisten gestern nach Salamanca weiter.

lichen Periode große Taten vollbracht haben, die alle in der einen ihren strahlenden höchsten Aus­druck finden, im wiedererstandenen Imperium Roms.

Wir sind glücklich, datz der Führer eine Abordnung seiner hervorragendsten Männer nach Rom entsandt hat, die Kameraden Hetz, Frank, Lutze, Wagner, Terboven und Gör- litzer, und die sie begleitenden Kameraden, die Vorkämpfer und Nationalsozialisten der ersten Stunde, Verwundete des Weltkrieges und Revolution. Nach den unvergeßlichen Tagen von München, Mecklenburg, Essen und Berlin bildet ihre Anwesenheit bei unserer Feier Beweis der Tatsache, datz sich neben der politischen Achse eine immer engere Solida­rität zwischen beiden Regimen und eine immer aufrichtigere Freundschaft zwischen den beiden Völkern entwickelt.

Nachdem der Duce die Politischen Leiter der faschistischen Partei an die Tradition ihrer Grund- tugenden erinnert und den GrundsatzDas Ka­pital fei dem Staate untergeordnet!" betont hatte, fuhr er fort:Kameraden! Unter welchem Zeichen wollen wir das 18. Jahr der faschistischen Zeit­rechnung beginnen? Das Zeichen ist in dem einfachen Wort enthalten: Friede! Dieses Wort ist von den blökenden Herden der reaktionären, sogenannten Demokratien viel gebraucht und miß­braucht worden. Aber wenn dieses Wort über un­sere Lippen kommt, von uns Männern ausge­sprochen wird, die wir gekämpst haben und bereit sind, zu kämpfen, so erhält dieses Wort seine tiefe, feierliche und menschliche Bedeutung zurück.

Damit dieses Wort wieder dauerhaft und fruchtbar sei, ist es notwendig, den Kommu­nismus aus Europa und zunächst aus Spa­nien auszuschalten. Es ist notwendig, datz einige zum Himmel schreiende und absurde Klauseln derFriedsnsoerträge" revidiert werden. Es ist notwendig, daß das deutsche Volk den Platz an der afrikanischen Sonne wiedekerhält. der ihm zukommt und den es vor dem Kriege innehatte.

Es ist schließlich notwendig, daß man Italien in Ruhe läßt, weil es sich mit seinem Blut und seinen eigenen Mitteln sein Imperium geschaffen hat, ohne einen einzigen Quadratmeter fremder Imperien anzutasten. Kameraden, erhebt die Standarten in der Glorie der Sonne Roms! Es sind nicht nur die Banner ein'er Idee, einer Welt­anschauung, einer Revolution, es sind die Banner des Jahrhunderts, dieses Jahrhunderts, des Jahr­hunderts des Faschismus!"

(Siehe auch Seite 2)

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Mckwunfch des Meers an den duce

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' 2 -''

relegramm fldolf Hitlers ;um ZaHreswg des Marsches auf Nom

verlin, 28. Oktober

Ver sichrer und Neichskanzler Hat an den italienischen Ministerpräsidenten Mussolini folgendes lelegramm gerichtet:

In dankbarer krinnerung an die läge, die ich gemeinsam mit kurer erretten; in Deutschland verleben durste, nehme ich an der heutigen seier des faschistischen Italiens besonderen flutest. Mit mir gedenkt das ganze deutsche Volk des heute vor 15 Jahren von Ihnen so wunderbar begonnenen Marsches auf Nom, der nicht nur für die l-efchichte Italiens, sondern für die ganze europäische kntwicklung einen Wendepunkt bedeutet. Mit meinem herzlichen l-lückwunfch zum heutigen rage verbinde ich meine wärmsten wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen wie für Ihre flrbeit im Dienste der italienischen Nation und für unsere gemeinsamen Nnstrengungen für die europäische Kultur und den europäischen frieden.

gez.fldolf Hitler"

Kukv.:: Ouslav

llr. öosspk Loebbels 4ll öskrs s!1

Lin S«N2SS Volk ssäsnkt äss volkstümkolisn Lämplsrs

ISO. Bremen, 29. Oktober.

Dr. Joseph Goebbels vollendet mit dem heu­tigen Lage sein 40. Lebensjahr. Als eine der volkstümlichsten Persönlichkeiten des Drit­ten Reiches kennt seinen Namen die ganze Welt. Denn was er als nächster Gefolgsmann des Führers während der Kampfzeit, und was er als Reichsminister für Volksaufklä­rung und Propaganda seit der Machtüber­nahme sür die Bewegung und für Deutsch­land geleistet hat, stellt ihn sür immer den Gestalten deutscher Geschichte zur Seite, die ihr Bestes sür Deutschland gaben und denen Deutschland ewig zu Dank verpflichtet ist.

Vier kurze Jahrzehnte füllen erst den bis­herigen Lebenslauf Dr. Goebbels. Aber was er in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens schuf, haben nur wenige Bevorzugte des Schicksals in der Geschichte für ihr gan­zes Leben auszuweisen. Und wenn Man rück- blickt auf Dr. Goebbels Kämpfe und Erfolge, wenn man seine Herkunft aus altem Ge­schlecht westfälischer Bauern und Kleinbür­ger. seinen Bildungsgang zunächst durch die katholische Volksschule in Rheydt, dann durch das Gymnasium und schließlich durch die Universitäten Bonn, Freiburg, Würz- burg, München, Heidelberg, Köln und Ber­lin sich vergegenwärtigt, so kann man versucht sein, zu glauben, er mutzte aus­gerechnet in Westfalen geboren sein, er mußte ausgerechnet an so zahlreichen Uni­versitäten sich ein ganz umfassendes und vielgestaltiges Wissen angeeignet haben, um innerhalb der NSDAP. und spä­ter im Dritten Reich das leisten zu können, was er an Großem geleistet hat.

Wer könnte beim Lebensgang Dr. Goeb­bels verkennen, daß er geradezu schick- salsmäßig berufen war, dort mit seiner ganzen ungeheuren Willenskraft, mit seinem sprühenden Geist, mit seiner intuitiven Red­

nergabe von unübertrefflicher Prägnanz der Wortivahl, messerscharfer Logik und streng durchdachten.Eedankengängen, kurzum mit seinen überaus vielseitigen Fähigkeiten sich einzusetzen für die Bewegung, wo nur ein Mann seinesgleichen erfolgreich wir­ken konnte.-Im Jahre 1922 hörte Dr. Goeb­bels in München den Führer und war fort­an ihm und seiner großen Idee für immer gewonnen.

Unter den Augen der französischen Be­satzung im Rheinland und Ruhrgebset grün­dete Dr. Goebbels im Ruhrstädtchen Hai­ti n gen einen Stützpunkt der Partei. Von der Besatzungsbehörde ausgewiesen, über­nahm er in Elberfeld die Schrrstleitung der ZeitungVölkische Freiheit" und brachte es fertig, daß in einem dem Marxismus und Zentrum heillos verfallenen Gebiete' der Gau Rhein-Ruhr einen für ganz Deutschland bei­spielgebenden Aufschwung nahm. Selbst aus katholischer Familie, in der Schule katholisch erzogen, kannte er seine Zentrums-Pappen- heimer und wußte genau, wie er die unge­heuren Schäden eines politischen Konfessio­nalismus den deutschen Volksgenossen zu zei­gen hatte, um ihnen die Augen über die oolksverderbenüe ultramontane Politik schwarzer Volksverräter zu öffnen. Und nicht weniger genau kannte er auch aus eigener Anschauung das Los des Menschen ohne Vaterland, des Arbeiters, in der Systemzeit und wußte Bescheid um die so­ziale Frage, nach deren Lösung Millionen und aber Millionen zum Himmel schrien.

Es war darum vor allem die Arbeiter­schaft, der Dr. Goebbels Bemühungen in sei­nen! Gau Rhein-Ruhr galten, die Arbeiter- ' > dorE unter den ungünstigsten

wirtschaftlicheil Verhältnissen in verzweifel­ter Lebenslage sich befand, bestenfalls von ihren Pfarrern mit dem Hinweis auf ein