parteiamtliche Tageszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen flrdeitsftant Vremen
der Nationalsozialisten Bremens
flmtsblatt des Senats der Zreien kjanseftadt Bremen
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Nr. 2S4 / ?. Jahrgang
Menslag, 26. vktober 1SZ?
kmzelpreis 15 Npf.
km neuer lorpedo der Sowjets für London
Unssr lagesspiegel
Die englischen Truppen in Schanghai erhielten Befehl, aus angreifende japanische Flugzeuge zu feuern.
Sowjetruhland droht mit dem Austritt aus dem Nichteinmischungs-Ausschuß.
Die belgische Regierung ist zurückgetreten. Der Stellvertreter des Führers fährt heute nach Rom.
Der Führer empfing deutsche Sportler und Sportlerinnen.
Nach seinem Besuch in Brake und Roden- lirchen sprach unser Gauleiter auf einer Grog- kundgebung in der Nordenhamer Midgard- Halle.
Der Reichskommisfar für Preisbildung erließ eine Anordnung zur VerbMigung von Empfangsgeräten.
Der Deutsche Genossenschaststag nahm in Berlin seinen Auftakt.
Heute jährt sich zum 66. Male der Tag des ersten Ferngesprächs.
31 Schriftleiter der Reichspresse befinden sich auf Einladung der DAF. auf einer Besichtigungsfahrt durch den Gau Weser-Ems.
Dem Cuxhavenrr Frauenmörder werden weitere Verbrechen zur Last gelegt.
Im Altonaer Bolkspark wurde die Leiche der vermißten Paula Neumann gefunden. Flugkapitän Hanna Reitsch stellte eine neue Höchstleistung für Hubschrauber aus.
Mit großartigen Erfolgen Bernd Rosemeqers begann auf der Reichsautobah« Frankfurt a. M. die Rekordwoche unserer Rennfahrer.
Nudolf keß fährt nach Italien
Berlin, 26. Oktober.
Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: Der Stellvertreter des Führers, der, wie bereits berichtet, einer Einladung des italienischen Regierungschefs folgend, an der Spitze der Abordnung der NSDAP. an der 15-Jahr-Feier des Marsches auf Rom teilnimmt, wird seine Reise am heutigen Dienstag antreten und im > Laufe des Mittwochnachmittag in Rom eintref- ^ fen. Der Stellvertreter des Führers ist eingela- - > den worden, im Anschluß an seinen Aufenthalt in ? Rom noch einige Tage in Süditalien zu verbrin- ' gen. Wie wir erfahren, wird Rudolf Heß dieser Einladung Folge leisten.
! Die römischen Zeitungen veröffentlichen zu dem bevorstehenden Besuch das BAd des ersten Mit- ' arbeiters Adolf Hitlers und Schilderungen der : Persönlichkeit des Gastes. „Eiornale d'Jtalia" weist besonders auf die stille und selbstlose Arbeit' von Rudolf Hetz in der Partei hin. Unter großen Ueberschriften wird ferner die Teilnahme der ersten amtlichen Delegierten der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei an den Feiern des Jahrestages des Marsches auf Rom angekündigt. Es wird mitgeteilt, daß Parteisekretär Staatsminister Starace und der Stabschef der faschistischen Milizden Stellvertreter des Führers und die übrigen Mitglieder der amtlichen Abordnung der NSDAP. auf dem festlich geschmückten römischen Hauptbahnhof am Mittwochnachmittag Z Uhr empfangen und durch ein dichtes Spalier von Schwarzhemden zu ihrem Hotel begleiten werden. Abordnungen sämtlicher Sektionen und Organisationen des faschistischen Roms werden mit ihren Standarten und Wimpeln zur Begrüßung erscheinen. Desgleichen wird die Garnison Roms durch Abordnungen aller Waffengattungen vertreten sein.
Sank des Herzogs von windsor an den sichrer
Berlin, 26. Oktober
Beim Verlassen des deutschen Bodens hat der Herzog von Windsor dem Führer telegraphisch seinen Dank ausgesprochen für das Entgegenkommen, das er überall auf sesner Reise durch Deutschland und bei der Besichtigung seiner sozialen Einrichtungen gefunden hat. Der Führer sandte ein ebenso herzlich gehaltenes Antworttelegramm.
Schickt flrbeiterfülzrer nach Veutschiand!
Aga Khan an die englische Oessentlichkeit
London, 26. Oktober.
, Deutschland kommend, traf Aga Khan in n ein. Dem „Daily Telegraph" erklärte er, überzeugt, dun Deutschland eine sejte Stutze n Weltfrieden sei. Man würde viel ,ur eine : 'Verständigung zwischen Erogbritannlen 2eutschland tun, wenn man möglichst vieie he Arbeiterführer^ nach Deutschland Mär, sie dort das Wunder des lozialen Auf- kennen leinten. Die Leistungen Deutjch- ,auf diesem Gebiet haben aus ihn einen n Eindruck gemacht. Die Deutschen gab-n hren Bauten ihrer Heimat ein fast neues t. Riesige Bauwerke seien überall in Angenommen Elendsquartiere wurden meder- -n, wunderbare Häuser erstünden an nirer !. Deutschlands Bemühungen in der Bannig überböten alles, was man aus diesem t in England getan habe Anschließend wies Khan aüs die Reichsautobahnen hin, die er ttuidervoll bezeichnete.
WstM aus dem Spanienausschuß MMdroht
Krise der Nichteinmischung
(lüigsnsr Oradtdsrioüi äsr „Lrswsr 2sitmug")
London, 28. Oktober
Ein neuer Torpedo hat den NichteinmischungsAusschuß von sowjetrussischer Seite getroffen. Wie die Londoner Presse meldet, hat der Sowjetdelegierte Maisky von Moskau Anweisung erhalten, in einem „günstigen Augenblick" dem Vorsitzenden Lord Plymouth mitzuteilen, daß Moskau die ganze Nichteinmischungspölitik als praktisch zusammengebrochen betrachte und es daher nicht in der Lage sei, den Nichteinmischungs-Ausschuß finanziell weiter zu unterstützen. Damit würde Sowjetrußland, praktisch aus dem Londoner Aus- schuß zurücktreten. Diese Ankündigung hat die letzten Hoffnungen der Optimisten in London begraben.
Der englische Außenminister Eden besprach gestern mit oem deutschen Geschäftsträger Gesandten .-Dr. Woermann, dem italienischen Botschafter Erandi und dem französischen Botschafter Corbin Einzelheiten der heutigen Sitzung des Spanien-
Ausschusses. Die englische Presse beurteilt die Aussichten dieser Sitzung sehr pessimistisch. Man hält es für unwahrscheinlich, in den drei Hauptpunkten Freiwilligen§urückziehung, Kontrolle und kriegführende Mächte eine Einigung erzielen zu können. Nach der Rückkehr des französischen Botschafters aus Paris wird vermutet, daß sich die französische Haltung wieder versteift habe. So werde Corbin darauf bestehen, daß die von dem Spanien-Ausschuß festgestellien Freiwilligenziffern für alle Ausschußmitglieder verbindlich sein müßten. Dieser Forderung hat bekanntlich Grandi bereits energisch widersprochen.
Die wenig optimistische Stimmung, die man in London über den Fortgang der Arbeiten im Nichteinmischungs-Ausschuß verzeichnet, wird ist italienischen politischen Kreisen vollkommen geteilt. Die Meinungsverschiedenheiten der im Aus- schuß vertretenen Mächte drohen, wie Londoner Korrespondenten italienischer Zeitungen feststellen, einen unversöhnlichen Charakter anzunehmen, nachdem Sowjetrußland sich geweigert hat, den englischen Plan als Verhandlungsgrundlage anzunehmen. Die Gegensätze grundsätzlicher Natur im Neunerausschuß seien heute nach der neuen russischen Sabotage nur noch stärker geworden.
wieder rote MMelmeerpirakerie
Paris, 26. Oktober.
Wie aus Perpignan gemeldet wird, ist der französische Dampfer „Uled Mellah", der sich mit einer Eetreideladung aus Marokko aus dem Wege nach Port Bendre befand, etwa 6V Meilen östlich von Barcelona von einem roten Flugzeug bombardiert worden. Eine der Bomben traf den Dampfes, so daß die Besatzung sich gezwungen sah. das Schiff zu verlassen. Aus die SOS.-Rufe hin trafen zwei französische Zerstörer ein, die die Besatzung des Schiffes an Bord nahmen. Kurze Zeit darauf ist der französische Frachtdampser gesunken.
Nach einer Havas-Meldung aus Marseille ist der vom französischen Kriegsmarineministerium der Luftfahrtgesellschaft Air France zur Verfügung gestellte französische Dampfer „Chasseur 91" in der Nähe von der im Besitz der Bolschewisten befindlichen Insel Minorca ebenfalls von einem roten Flugzeug angegriffen worden und gesunken, Wie es heißt, hatte der „Chasseur 91" eine acht- köpfige Besatzung an Bord. Die Marseiller Air- France-Direktion erklärt, daß kein Opfer zu beklagen sei. (Siehe auch Seite 2)
deutsche Sportlerunv SportlerinnenbeimMrer
empfang ;u ehren des Neichssportführers / Sank flöolf Hitlers an von Ischammer und Mten
Berlin, 26. Oktober
Aus Anlaß des 86. Geburtstages des Reichssportführers von Tschammer und Osten hatte der Führer gestern abend die hervorragendsten deutschen Sportler und Sportlerinnen als seine Gäste in die Reichskanzlei geladen.
Zu Beginn des Abends sprach der Führer dem Reichssportführer seine Glückwünsche zum 8V, Geburtstag aus und dankte ihm für seine so außerordentlich erfolgreiche Arbeit im Dienste der körperlichen Ertüchtigung des deutschen Volkes und im Kampf für die Weltgeltung des deutschen Sports. Dieser Dank gelte auch allen anwesenden deutschen Sportlern und Sportlerinnen, die durch ihre glänzenden Leistungen dazu beigetragen haben, das deutsche Ansehen in der Welt zu stärken,,
und die Erziehung des deutschen Menschen zum Selbstbewußtsein zu fördern. Der Führer überreichte dem Reichssportführer als Geburtstagsgeschenk «ine Vronzeplastik des Bildhauers Arno Vreker, die einen Zehnkämpfer darstellt.
»
Dem Reichssportführer von Tschammer und Osten, der Montag seinen 86. Geburtstag beging, sind von feiten der Partei und des Staates die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen worden. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, sandte ein Telegramm, in dem es heißt: Die sportliche Tüchtigkeit der Nation und der Erfolg der Olympiade 1936 sind der sichtbare Erfolg Ihrer Tätigkeit. Möge Ihnen noch lange Jahre die Kraft und Gesundheit erhalten bleiben, um
auch weiterhin so segensreich an der Ertüchtigung des deutschen Volkes zu wirken. Ministerpräsident Hermann Göring gedachte in seinem Glückwunsch der Verdienste des Reichssportfiihrers auf dem Gebiete der Umwandlung und Entfaltung aller sportlichen Kräfte im deutschen Volk. Auch Reichsminister Dr. Goebbels hat dem Reichssportführer sein« besten Wünsche für eine weitere erfolgreiche Tätigkeit im deutschen Sport ausgesprochen. Der Reichsjugendfllhrer Val-dur von Schrrach überbrachte dem Reichssportführer als seinem Mitarbeiter selbst seine und der deutschen Jugend herzlichste Glückwünsche. Ihre Glückwünsche übermittelten ferner u. a. Stabschef Lutze, Reichsleiter Dr: Ley und der Asienforscher Sven Hedin. (Siehe heutigen Sportteil)
varmat bringt van Zeeland ;u fall
NücktrM des gesamten belgischen Kabinetts / Nätselraien um den Nachfolger
Brüssel. 26. Oktober.
Am gestrigen Montag fand ein Kabinettsrat unter dem Vorsitz des belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland statt, der seinen Kollegen mitteilte, daß er dem König seinen Rücktritt anbieten werde. Die Minister beschlossen daraufhin, sich van Zeeland anzuschließen und die Eesamtdemission der Regierung einzureichen. Ban Zeeland begab sich anschließend zum König, um ihm den Entschluß der Regierung mitzuteilen. Während van Zeeland noch beim König war, verfaßten die übrigen Minister einen Brief, in dem sie den bisherigen Ministerpräsidenten ihres Vertrauens und ihrer Anhänglichkeit versichern.
Die beiden belgischen Kammern werden heute eine Sitzung abhalten, in der ihnen der Rücktritt der Regierung zur Kenntnis gebracht wird. Die parlamentarischen Verhandlungen werden dann
bis zur Neubildung der Regierung ausgesetzt werden.
Als mögliche Nachfolger werden der sozialistische Kammerpräsident Jngenleek und Finanzminister Deman genannt.
> Ministerpräsident van Zeeland hielt im Rundfunk eine Ansprache, in der er die Gründe darlegte, die den Eesamtrllcktritt der Regierung herbeigeführt haben. Da die Opposition das Kabinett in seiner Arbeit und seiner Politik nicht habe treffen können, habe sie ihre Angriffe auf das persönliche Gebiet vorgetragen und versucht, den Ghef der Regierung besonders zu treffen. Während seiner kurzen Abwesenheit sei eine Krise in der Mehrheit der-Regierung entstanden. Schließlich seien die Vorfälle bei der Natio- nalbänk eingetreten, die, wie er glaube, ihn persönlich und direkt nichts angingen. Aber er könne
ihnen gegenüber auch nicht gleichgültig bleiben, da von diesen Angriffen die große Institution betroffen würde, der er 18 Jahre lang angehört habe. Es müsse vollständige Klarheit geschaffen werden, und zwar im Interesse der Nationalbank, aber auch in seinem eigenen Interesse. — Hierzu werde er auf seine Weise helfen, indem er sich seine Handlungsfreiheit wiedernehme. — Zum Schluß erklärte van Zeeland, daß es ihm unter solchen Umständen nicht mehr möglich sei, die Verantwortung für die Leitung der Politik des Landes zu übernehmen.
öouoerneur -er
belgischen Nationalbank beurlaubt
Brüssel, 26. Oktober
Amtlich wird mitgeteilt, daß der belgische Finanzminister dem Gouverneur der Nationalbank, Staatsminister Louis Franck, auf dessen Ersuchen einen dreimonatigen Urlaub gewährt hat. Franck hat diesen Urlaub bereits angetreten. Diese amtliche Mitteilung steht, wie man annimmt, im Zusammenhang mit der gerichtlichen Unterjochung, die vor einktzen Tagen wegen gewisser bankmäßiger Unregelmäßigkeiten gegen die Leitung der belgischen Nationalbank eingeleitet worden ist.
Noch ein Vpsec vormats
Brüssel, 26. Oktober.
Der belgische General Etienne, dessen Namen >chon wiederholt im Zusammenhang mit der Bar- mat-Assäre genannt wurde, hat Selbstmord verübt Der General hotte sich nach seiner Pensionierung mit Finanzangelegcnheiten beschäftigt, und war dabei in die Fangarme Barmats geraten Die Enthüllungen, die- der Barmatprozeß gebracht hat, haben gezeigt, daß der General ein reines Spielzeug in den Handen des nalen jüdischen Gauners gewesen ist
Verschiebung
der Neunmäch'e-Kumserekr; -
Brüssel. 26 Oktober
Die Brüsseler Zeitung „Soir" rechnet mit der Möglichkeit, daß im Hinblick aus die politische Kriie in Belgien die Neunmäck-te-Koni- enz di- Ende dieses Monats in Brüssi> jusannu. iit.ric» iollte verschoben wird Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen aber es sei möglich daß bei den eingUadenen Regierungen angeregt werde den Zeitpunkt der Konferenz um einige Tage zu verschleben.
Rote Ililii-vii klielieii »uel> Ri'unül'oieli. Im Ilakon von Louillae (8tick0'>:»tlraullroicti; traf >!!>>^>> rotsponisolie Oawpkor mit aus Qijon gallUedtotsv Kotau ein .(Lr.osso-Uoktwauu)
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Moskaus Wühlarbeit in Nordafrika
Die Komintern ist in der Auswahl der Mittel, die Weltrevolution zu entfachen, nicht wählerisch. 2n Erkenntnis der Wichtigkeit der Kolonien für die Mutterländer hat sie mit besonderem Eifer die Verhetzung der Eingeborenen in die Hand genommen. Die Grundlagen der kommunistischen Zersetzungsavbeit sind in allen Kolonien dieselben und tarnen sich in der Parole: Kampf gegen die weißen Unterdrücker! Mit allen Mitteln skrupellos hetzender Propaganda wird den Eingeborenen der Nationalismus gepredigt und dabei auf die Segnungen des kommunistischen Paradieses hingewiesen. Nordafrika, insbesondere die französischen Kolonien wurden von der Komintern immer als besonders günstiges Wirkungsfeld angesehen. Seit die Volksfrontregierung in Frankreich wirkt, hat sich diese Moskauer Zuversicht noch verstärkt. Mitte des Jahres wurde in Moskau eine Sitzung der Spezialsektion Novdafrika der Komintern abgehalten. Zu ihrem Abschluß wurden in Anwesenheit von Dimi troff nachfolgende Beschlüsse gefaßt:
„Die Lage in Nordafrika ist einer revolutionären Massenbewegung günstig gesinnt. Deshalb soll durch eine umfassende Organisation nicht nur die Arbsitergewerkschaft, sondern auch der nationalistische Verband in die Hand der Komintern gelangen. In erster Linie sind deshalb die nationalen Verbände zu bearbeiten. Sie sind durch Vorgänge im Mittelmeer derart interessiert, daß ihnen der Prsstigeverlust der europäischen Mächte Anlaß zu einer Aktion geben kann. Um diese Ziele zu erreichen, find folgende Maßnahmen zu ergreifen: Die beiden Jnstruktoren Wafstf Sp- leimann und Said Jdris werden nach Paris entsandt, um die Arbeit mit der Komintern Paris direkt aufzunehmen. Die französische Kommunistenpartei hat sofort alle Maßnahmen zu ergreifen, um die revolutionäre Tätigkeit zu verstärken und eine noch umfassendere Gewaltaktion für die nächsten Monate vorzubereiten. Eröffnung von llntsrrichtskursen für hundert kommunistische Eingeborene, die von der Komintern ausgewählt werden. Die Lieferung von Waffen für die Eingeborenen wird unverzüglich erweitert.
2n einer späteren Sitzung beschloß die Komintern Paris die Verteilung eines Fonds von 590 966 Mark, der dem Finanzagenten der III. Internationale, Walter Rauscher, überwiesen wurde. Rauscher war bisher Finanzagent der Komintern in Lhina und hat als solcher die rote Ehinesenarmee des Generals Tschu-De finanziell versorgt. Seit einigen Monaten ist er einer der drei Finanzkontrolleure der Komintern. Für die illegalen Kampforganisationen der Muselmanen wurden drei besondere Instrukteure von Moskau ernannt. Sie waren früher mit Spezialaufgaben in Arabien und im Irak betraut und gleichzeitig Organisatoren des A r a b e r a u fst a nd e s gegen die Engländer. Um die Arbeit besser überwachen zu können, wurde eine eigene Mittelmeerzentrale der Komintern ist Marseille in den Räumen der ehemaligen „Hilfsaktion für die Frente Populär" eröffnet. Dadurch ist eine Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Organisationen hergestellt. Mit Hilfe weiterer Spezial- agenten ist Nordafrika von einer großen Anzahl geheimer Zellen. übersät worden. In Marseille werden den Agenten die kommunistischen Propagandamittel ausgehändigt und vor allem die Anleitungen zum bewaffneten Aufstand und Widerstand gegeben. Ebenso erfolgt hier die Auszahlung der bewilligten Summen. Zwischen den beiden Spezialagenten Milakos und Karolis für Spanisch-Maroklo unv ven algerischen Aliionszentren sind-enge Beziehungen geschossen worden. Durch sie werven den algerischen Zellen besonders ausgebildete Eingeborene, die sich bereits im spanischen Bürgerkrieg bewährten, zur Ausbildung der illegalen Truppen der Komintern zugewiesen.
Für die Durchführung der praktischen Arbeit bestehen drei geheime Organisationszentren in Algier, Tunis und Marokko. Jede Zentrale arbeitet einen gesonderten Aktionsplan aus der den besonderen Verhältnissen der Gebiete entspricht. Der Plan der marokkanischen Sektion umfaßt nachfolgende Punkte: Vereinigung mit den ultra- nationalen Verbänden, die den Abfall von Frankreich betreiben: finanzielle Unterstützung dieser Verbände durch die Ainanzagenten Gen Nassif und 2bn Mall, Ueberlassung von vier Waffen- lagern, die der Kommunistischen Partei gehören an die uirranationalen Verbände; Organisation von eingeborenen Landarbeitersektionen, die der Aktionszentrale angegliedert werden; ' Werbeaktion bei den Kleinhändlern der Städte, um sie zur Steueroerweigerung aufzuhetzen. Die Halb- nomaden der Bleb sind einer umfangreichen Aktion anzugliedern, um ihren Fanatismus für .inen heiligen Krieg gegen Frankreich aurzu-
acheln Dar ben i it-bcn . i Wafsendepols, weiche bis Ende Noocmbel aus vu vorgeschriebene Zahl der Waffen gebracht werden wllen. Zu diesem Zwecke sind in Marseille, Tanger und Barcelona besondere Stocks errichtet worden. Gleichzeitig ist von Moskau eine Flottille