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parteiamtliche Drgeszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen flrdeitsstont vremen
der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Zreien kjanseskadt vremen
2/30 einschl. Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl. 2,39 d !tz°ckungsg°buhr) zuzugl. 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar.
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Vas amtliche Verkündungsblatt des
Reichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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! Tprechz-it: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schrytleitung Dienstag und Freitag 12-/-—13-/- Uhr.
Nr. 291 / ?. Jahrgang
Sonnabend, 2Z. Vktober 19Z?
kinzelpreis 15 Npf.
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Unser lagesspiegel
Der Londoner Nichteinmischungsausschuß stand erneut im Zeichen der Querschösse Moskaus. Die tschechischen Gemeindewahlen wurden ausgesetzt.
Chamberlain hielt eine völkerbundsmüde Rede.
In Belgien ist die Regierungskrise zum Durchbruch gekommen.
Zn einem Ausfätzigen-Hospital in Rumänien kam es zu einer Revolte.
Der Führer empfing den Herzog von Windsor. Das Osnabrücker Kolping-Haus wurde wegen staatsseindlicher Umtriebe geschlossen.
Aus dem deutschen Veamtentag sprachen Bernhard Köhler und Reichssinanzminister Gras Schwerin-Krosigk.
Vom 2. bis 21. November findet in Berlin die Internationale Jagdausstellung statt. Deutsche Seeleute erhalten sür Urlaubsreisen aus der Reichsbahn erhebliche Fahrpreis- ermiihigungen.
Aus der Berliner Reichstagung „Die deutsche Werbung" sprach Staatssekretär Funk richtungweisend über die Ausgaben der Werbung im Rahmen des Vierjahresplans. Gauleiter Carl Rover sprach aus einer Kundgebung in Meppen.
Aus einer Tagung in Oldenburg wurde die H.-J.-Winterarveit festgelegt.
Für Bremer Berkehrsposten ist eine neue weihe Uniform eingeführt.
Der Italiener Taruffi stellte seinen 33. Weltrekord dieses Jahres auf.
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der herzog von windsor beim siilzrer
Verchtesgaden, 23. Oktober
Der Herzog von Windsor hatte, wie berichtet, unter der Führung des Leiters der Deutschen Arbeitsfront. Reichsleiter Dr. Ley. Gelegenheit, in den letzten Tagen zahlreiche Einrichtungen des sozialen Lebens und der Wohlfahrtspflege zu besichtigen. Gestern fand die Studienreise in München ihr Ende. Der Herzog und die Herzogin wurden zum Abschlug vom Führer und Reichskanzler auf dem OLersalzberg empfangen.
der Sruß der faschistischen Partei
Italien in Erwartung des Besuchs des Stellvertreters des Führers
Rom, 23. Oktober.
Die Teilnahme des Stellvertreters des Führers, Reichsministers Rudolf Hetz, und einer Abordnung der NSDAP. an den großen Feierlichkeiten, mit denen das faschistische Italien am kommenden Donnerstag den 15. Jahrestag des Marsches auf Rom begehen wird, wird in ganz Italien lebhaft und freudig begrüßt. Das Amtsblatt der faschistischen Partei enthält einen Aufruf, in dem es u. a. heißt: „Die politischen Leiter aus ganz Italien, die Faschisten und die Bevölkerung Roms bereiten sich vor, die deutschen Gäste mit der größten Herzlichkeit und aufrichtigsten Kameradschaft zu empfangen." — Die Berliner Korrespondenten der italienischen Blätter unterstreichen die Tatsache, daß Reichsminister Rudolf Heß als Stellvertreter des Führers an der Spitze der deutschen Abordnung steht und betonen, daß deren sämtliche Mitglieder Träger des Goldenen Parteiabzeichens und hervorragende . Vertreter des nationalsozialistischen Deutschlands sind.
von Mbb entrop bei Mussolini
Rom, 23. Oktober.
Im Verlauf eines Aufenthaltes in Rom stattete Botschafter von Ribbentrop am gestrigen Freitag dem italienischen Regierungschef Mussolini und Außenminister Graf Ciano Besuche ab.
kesichtigungsreise des Stabschefs
Besichtigung des Fischereihafens Wesermünde Hannover, 23. Oktober
nover Besichtigungen durchführen, u. a. das Gelände der geplanten Eckertalsperre, die Arbeiten
an der Werlaburg, die im Zuge des Vierjahres- planes errichteten Neuanlagen im Fischereihafen Wesermünde und die Hafenanlagen in Cux- haven. Am 26. Oktober begibt sich der Stabschef mit dem Stellvertreter des Führers von München aus nach Rom, um dort auf Einladung des Duce an dem 15. Jahrestag des Marsches aus Rom teilzunehmen.
Nach deutschem Vorbild
Warschau, 23. Oktober
Die diesjährige polnische Winterhilfsaktion für die Arbeitslosen, die im Doriahre zum ersten Male unter bewußter Anlehnung an das deutsche Vorbild organisiert worden war, wird auch in diesem Winter unter der Schirmherrschaft des Staatspräsidenten MosciE und des Chezs der polnischen Armee, Marschall Rydz- b.migly, stehen. Die offizielle Eröffnung des polnischen Winterhilfswerkes erfolgt am 28. Oktober,
MttlnniWungsauslchuß sucht flusweg
Rückfragen
(bllgsnsr Draliibsriolit äsr „Lrsmsr Leitung") London, 23. Oktober
Die gestrige Sitzung des Londoner Nichtein- mischungsausschusfes endete nach langen Debatten, bei der erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die aus der Tagesordnung stehenden Fragen zutage traten, mit dem Entwurf einer Entschließung, der sämtlichen im Ausschuß beteiligten Regierungen zur Stellungnahme zugeleitet wer» den soll. Diese Entschließung umfaßt die Zurückziehung der Freiwilligen, die Wiederherstellung einer verstärkte» Kontrolle und die Gewährung der Rechte Kriegführender.
Der Entschließung lag ein englischer und ein italienischer Entwurf zugrunde. Sofern über einzelne Punkte keine Uebereinstimmung erzielt werden konnte, wurden die voneinander abweichenden Vorschläge aufgenommen. Anscheinend wird englischerseits kein besonderer Wert mehr auf eine „symbolische" Zurückziehung von Freiwilligen gelegt, weil sich hierfür erhebliche Schwierigkeiten ergeben haben. Bemerkenswert ist übrigens, daß sämtliche Vertreter eine niedrige Zahl von Freiwilligen für diesen „symbolischen" Akt befürworteten.
In der Sitzung wurde deutlich, daß der Optimismus, der nach der letzten Sitzung geherrscht hatte, stark herabgemindert worden ist. Wie nicht anders zu erwarten, setzte der sowjetrusiische Vertreter Maiskq seine bisherige Politik der Quer
schösse fort, indem er genau wie bei der letzten Sitzung erklärte, daß Moskau jede Verantwortung sür die Fortsetzung der Nichteinmischungspolitik ablehne. Aus die Frage Edens, was er damit eigentlich sagen woll«, wich Maisky aus. Er wiederholte nur die gleiche Erklärung und fügte hinzu, daß Sowjetruhland zwar weiter an den Verhandlungen teilnehmen werde, die Frage der Kriegsührenden-Rechte aber erst dann zu erörtern bereit sei, wenn der letzte Freiwillige Spanien verlassen habe. Um ein Scheitern der Verhandlungen zu verhindern, entschloß man sich zu dem Ausweg des erwähnten Entwurfes.
Die nächste Sitzung des Nichteinmischungsausschusses wurde für Montag, 16 Uhr, anberaumt. Man hofft, daß bis zu diesem Zeitpunkt die Stellungnahme der einzelnen Regierungen zu den verschiedenen Punkten vorliegt.
MMche Semeinvewalslm widerrufen
flogst vor der Willenskundgebung der Sudetendeutsthen Partei
(Orabtbsriobt nvssrsr Bsrlinsr Lodriktisituug) iü. Berlin, 23. Oktober
Wie der „Freiheitskampf" soeben aus Prag erfährt, hat der tschechoslowakische Ministerrat beschlossen, die bereits erfolgte Ausschreibung der Eemeindewahlen, die bekanntlich am 14. November auch in zahlreichen deutschen Gemeinden stattfinden sollten, zu widerrufen.
Als Begründung dieses Schrittes der Regierung wird unter Hinweis auf die Teplitzer Vorfälle angegeben, daß die Agitation zu den nach Ansicht der Regierung unpolitischen Eemeindewahlen zu politischen Zwecken mißbraucht werde. In Wirklichkeit scheint man zu der Ueberzeugung gekommen zu sein, daß entgegen den gehegten Hoffnungen die Sudetendeütsche Partei trotz der Maßnahmen der letzten Monate und trotz des sogenannten Ausgleichs mit den deutschen Regierungs-Aktivisten bei diesen Wahlen eine wertere Anhängerschaft zu verzeichnen haben würden.
Als zweite überraschende Aktion beschloß die Regierung neben der Absetzung der Gemeinde- wahlen auch ein Verbot sämtlicher politischer Versammlungen auf unbestimmte Zeit.
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Die Begründung der Präger Regierung zu der Absetzung der Gemeindewahlen stellt eine neue bewußte Verdrehung der Wirklichkeit dar und wirft von neuem ein bezeichnendes Licht auf die Methode, wie Prag demokratische Grundsätze zur Anwendung bringt. Die Behauptung, daß die noch nicht einmal begonnene Wahlagitation zu politischen Zwecken mißbraucht werden könnte, ist völlig aus der Lust gegriffen, da die verantwortliche Regierungsstelle ja selbst Maßnahmen in erheblicher Zahl getroffen hat, um
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b'eiorlicbs OeberAndo dev IVeibestnttv der llenegnnx in Laservalk. Ilit sinsr eindrucksvolle» LunckZebnvF wurde, wie beliebtet, das skswaligs üararstt in Lassrvaik, in dem der lkiibrer am 21. Oktober 1918 infolge sinsr Oasvsrgiktung nabsru erblindet /tuknobms fand, als tVsibe Stätte der Lsrvsgung dureb keiebsininister lkndolk kleb der Oskksntliobksit iil» ! g»dsn. — Von links: RsiekLloitsr Kikrsd kosenbsrg, Leiebsminister Rudolk IIsü und Oaulsiter Lobwede-Ooburg wäkrsnd dsy l?sisrstundtz ay der Msidsstätty. .(Lrssse-Hokkwann)
die Wahlen ihres politischen Charakters zu entkleiden. Dabei hatte sie sogar den Plan erwogen, den sudetendeutschen Abgeordneten bis zum 14. November, dem Wahltag, das Reden in den ausgeschriebenen Gemeinden zu untersagen. Wohlgemerkt, die Anordnung richtete sich immer nur gegen die Su- detendeutsche Partei unter wohlweislicher Umgehung der anderen politischen Gruppen, die, wie jederzeit nachzuweisen ist, schon seit langem mit den schärfsten politischen Mitteln auf den 14, November hinarbeiten. Der jetzige Beschluß der Regierung wird offenbar darauf zurückzuführen sein, daß sie den deutschen Kompromiß-Parteien ihre Unterstützung zuteil werden lassen will, da diese bei einer stattfindenden Wahl eine große Schlappe erleiden würden. Der Hinweis auf die Teplitzer Vorfälle ist aufs schärfste zurückzuweisen: aus der Tatsache, daß die Regierung es für nötig hält, die Vorfälle hier anzuführen, ist klar zu erkennen, daß sich Prag in dieser Sache keines reinen Gewissens erfreut. Dieser Schritt der Regierung reiht sich würdig den Fällen an, die bezeichnend sind für die tschechoslowakische „Demokratie":
Prag erzwingt kntiastung Neichsöeutschee
Prag, 23. Oktober
Wie Präger Blättern aus Zägerndors im Ri«--, scngcbirgc gemeldet wird, hat die tjchechoslowa-^ kische Staatspolizei aus Grund des Staatsverteidigungsgesetzes einer Reihe von Industrieunter- nehmungcn einen Erlaß der Brünner Landes- behörde zugestellt, wonach alle bisher in diesem Gebiete als Arbeiter oder Angestellte beschäftigten Ausländer, sofern sie nicht als Spczialarbcitcr eine besondere Arbeitsbewilligung besitzen, fristlos zu entlassen sind. Die von dieser Verfügung Betroffenen sind zum großen Teil reichsdeutsch'e Staatsangehörige, zum geringeren Teil stammen sie aus Oesterreich, Jugoslawien oder sind überhaupt staatenlos. Viele dieser Ausländer, die mit Arbeitsschluß im wahrsten Sinne des Wortes aus der Straße liegen, besaßen dauernde Arbeitsbewilligungen.
In einem von dieser Maßnahme betroffenen pmgerndorfer Betriebe allein sind mit Ablauf des gestrigen Arbeitstages mehr als 26 Personen arbeitslos geworden, die 'in der Verfügung der Landesbehörde angeführt sind. Die Tuchmacher- stadt Jägerndorf liegt in der tschechoslowakischen Provinz Schlesien, hart an der deutschen Grenze. Bei den Entlassenen handelt es sich durchweg um Menschen, die jähre-, vielfach sogar jahrzehntelang dort arbeiteten. Viele sind dort geboren, haben nch also immer nur in diesem Gebiet aufgehalten und gearbeitet. Ungeachtet der Tatsache dag bekanntlich in Deutschland Mangel an Arbeitskräften besteht, daß also den Betroffenen nicht unbedingt auf die Dauer Arbeitslosigkeit zu drohen braucht, wird doch die Entlassung irkdiesem Augenblick als eine ganze besondere Härte empfunden.
Neue Präger srechkeit
Der Deutsche Gruß „ruhestörend"
Prag. 23. Oktober
Der Vertreter der Bauernschaft im- Bezirk Rumberg m der Tschechoslowakei erhielt nachstehendes Strafmandat der tschechischen Staatspolizei in Warnsdorf: Laut Wahrnehmung der Amts-
organe und ihres teilrveisen Geständnisses haben Sie am 6. September 1937 vormittags in St. Ge- orgenthal anläßlich des Erntedankfestes der Sudetendeutschen Partei vor der Versammlung der Menschen die rechte Hand nach reichsdeutscher Art, ausgestreckt, so daß durch diese Handlungs- wepe am öffentlichen Orte die öffentliche Ruhe, die guten Sitten und. der Anstand gestört und das öffentliche Aergernis erregt wurden"
kill Volk In eeibeslilnmgm
körperertiichkigung im Zeichen der kiniioit
AuZ Anlaß des 59. Geburtstages des Reichssportführers von Tschainmer und Qsten am 25. Oktober bringt die NSK. einen Abriß über die Entwicklung der neuen deutschen Leibesübungen, um damit das Werk des Führers des deutschen Sportes am besten zu würdigen.
Fünf Jahre Geschichte des deutschen Sports bedeuten in der Gesamtentwicklung gesehen nur einen zeitlichen Bruchteil, und doch stellen diese Jahre von 1933 bis 1937 die wertvollsten und entscheidenden im Aufbau der neuen deutschen Leibesübungen dar. Eines wurde in diesem Zeitabschnitt ganz deutlich: Das deutsche Volk hat sich mehr und mehr den Leibesübungen zugewandt und damit der Erundforderung, ein Volk in Leibesübungen zu werden, in vollem Umfange entsprochen.
Wer in den fünf Jahren dieser Entwicklung an all den Hochtagen des deutschen Sports teilgenommen hat, der mutz heute, da ihn von den Ereignissen der Vorjahre ein gewisser Abstand trennt, zugeben, daß der Weg mehr und mehr zur Einheit geführt hat. Heute sind die Leibesübungen nicht mehr das Vorrecht irgendeines Verbandes, einer Jnteressentengrupps politischen oder gar konfessionellen Einschlages, vielmehr sind alle Gliederungen von Partei und Staat dem sportlichen Gedanken aufs engste verbunden, alle stellen sich aktiv mit in die Front der Kämpfer für ein gesundes, sporttreibendes Deutschland.
Wenn man nach den ersten NS.-KampfspieleN in Nürnberg Rückschau auf diese Entwicklungsjahre der neuen deutschen Leibesübungen hält, die einst in der Geschichte einen Ehrenplatz einnehmen werden, dann muß man hier und da auf die Ereignisse eingehen, die bestimmend waren für den Gang der Dinge. Jedes dieser fünf Jahre kann man mit einem besonderen Kennwort versehen, das als herausragendes Mahnmal zugleich Begriff für einen Zeitabschnitt ist. Das „Gründer- jahr" 1933 stand im Zeichen des Stuttgarter Turnfestes, im nächstfolgenden Jahr trafen sich die Turner und Sportler bei den Deutschen Kampfspielen in Nürnberg. 1933 sah alle in Koburg bei der 7S-Jahr-Feier der Deutschen Turnerschaft versammelt und dann folgte nach den Jahren des revolutionären Umbruchs, der Planung und Formung schließlich die Bewährung des deutschen Sports, das Jahr der Olympischen Spiele. Dieser gewaltige Erfolg in Garmisch-Partenkirchen und Berlin war naturgemäß der Ansporn zum weiteren Ausbau der Arbeiten. Zahlreiche Länderkämpfe im Jahre 1937 erhärteten den Leistungserfolg des Vorjahres. Höhepunkt und Abschluß der bisherigen Entwicklung brachten die ersten Nationalsozialistischen Kampfspiel« in Nürnberg, die nun alljährlich das Hochfest deutscher Leibeskultur und Leibeszucht sein werden.
2m Hinblick auf die letzte Sitzung des Reichsausschusses für Leibesübungen als des Vorläufers des Reichsbundes — wenngleich auch mit gewissen Einschränkungen — wurde im April 1933 die Forderung erhoben, ein Reichskommissariat für Turnen und Sport einzurichten, damit „endlich eine Stelle geschaffen sei, die alle widerstrebenden Meinungen im Turnen und Sport zu einer Einheit zusammenschweißen könnte". Diese letzte Sitzung eines durch die verschiedenen Verbünd« lebenden Ausschusses war alles andere als eine repräsentative Tagung des deutschen Turn- und Sportlebens. Dank schnellen Handelns wurde der Wunsch von Millionen von Sporttreibenden erfüllt und am 28. April des gleichen Jahres SA.- Eruppenfiihrer von Tschammer und Osten zum Reichssportkommissar ernannt. Damit war vom Führer zugleich einer seiner politischen Soldaten mit der hohen Aufgabe betraut, nicht nur die gesamten deutschen Leibesübungen zu ordnen, sondern darüber hinaus alle weiteren Maßnahmen für den Aufbau des deutschen Turn- und Sportlebens vorzubereiten. Bei den denkwürdigen Stuttgarter Tagen des Deutschen Turnfestes sprach der Führer zum ersten Male zu der deutschen Turn- und Sportgemeinde, hier setzte er Friedrich Ludwig Iahn in sein Ehrenrecht ein und gab zugleich die Marschrichtung in die Zu-
^ Zusammenschluß der deutschen Turn- und Sportlehrer, der Sportärzte und der Sportpresse, die alle an den weiteren Arbeiten lebhaftesten Anteil nahmen. 2m November des gleichen Jahres wurde dann das Sportamt der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude unter Leitung des Reichssportführers errichtet. Eine soziale Maßnahme von weittragender Bedeutung stellte die Bildung des Hilfsfonds des deutschen Sports, der jetzigen DeutschenSport- hilfe. dar. Das folgende Jahr, in dessen Mittelpunkt die Deutschen Kampfspiele in Nürnberg standen, wo sich Deutschlands Sportler im Kampf um Meisterehren trafen, brachte die immer stärker einsetzende Werbung für die Sache der Leibesübungen. Immer kraftvoller ging es der Einigung entgegen, die Olympischen Spiele waifen ihre Schatten bereits voraus. Auf Grund der Anordnung des Führers wuchsen die gewaltigen Sportanlagen des Reichssportfeldes, und 1933 er-