arteramtttche Tageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
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^ Nr. 286 / 7. Jahrgang
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Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatttzalters in Oldenburg und Vremen
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Montag, 18. Vktober 195?
kinzelpreis 15 Npf.
bauten der lugend - Lieder der Landschaft
von Schirach weihte auf dem flnnaberg die Jugendherbergen des „vaujahres der HI." / dank an das deutsche Volk
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Wahrzeichen einer sozialistischen Seneration
St. Annaberg, 18. Oktober
Der historische Boden am Annaberg in Ober- schlesien, dieses Symboles deutscher Heimatlieie und Opferbereitschaft aus schwerster Notzeit, als deutsche Menschen aus Oberschlesien und allen Gauen des Reiches mit der Waffe in der Hand jiir den Bestand der Südostmark einstanden, war am Sonntag die Stätte einer weihevollen Feierstunde. Unweit der säst vollendeten Feierstätte
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In Teplitz-Schönau wurden sudetendeutsche Abgeordnete von tschechischen Polizisten schwer mißhandelt.
Die brasilianische Regierung verkündet schärfste Maßnahmen zur Unterdrückung des Kommunismus.
Der Reichsjugendführer weihte vom Annaberg aus die Jugendherbergen des „Vaujahres der Hitlerjugend".
Der sowjetrussische Terror in Madrid wird immer schärfer.
Der Gauleiter Carl Röver sprach vor der Gemeinschaft der Mitspieler des Dramas „De Stedinge" über den zukünftigen Ausbau der Bookholzberg-Gedenkstätte.
Mit großem Erfolge wurde auch in Vremen gestern die erste Reichsstraßensammlung des dieswintrigen WHW. abgeschlossen.
Im Deutschen St. Leger in Hoppegarten erwies sich „Abendfrieden" als bester Dreijähriger.
Der Niedersachsenmeister SB. Werder-Vre- men errang in Vlumenthal gegen den ASV. nur ein 1:1 (2:3).
Unser Meisterläufer Spring stellte in Wit- tenberg zwei neue Leichtathleten-Vestleistun- gen auf.
Deutschlands Schwimmer hatten mit mehreren deutschen Rekorden einen erfolgreichen Sonntag.
Das Silberschildtreffen Nordmark gegen Nie- dersachsen endete 2:2.
Oberschlesiens und des gleichfalls im Bau befindlichen Ehrenmals für die Toten des Selbstschutzes ist auf beherrschender Höhe in reizvoller landschaftlicher Lage die „Annaberg-Jugendherberge" erstanden, die sich mit der Feierstätte und dem Selbstschutz-Ehrenmal zu einem gewaltigen Denkmal deutschen Vehauptungswillens im Ostland vereinigt.
Von hier aus nahm gestern vormittag Neichs- jugendfiihrer Valdur v. Schirach die Einweihung aller Jugendherbergsbanten des Vaujahres der Hitler-Jugend im ganzen Reiche vor. 58 Neubauten wurden mit dieser Feier ihrer Bestimmung übergeben. Ueber 19 weiteren Jugendherbergen wurde in dieser Stunde der Richtkranz gehißt und zu 19 anderen der Grundstein gelegt.
Die „Annaberg-Jugelldherberge" trug als einzigen Schmuck zur Feier des Tages ein mit Gold- band durchzogenes Tannengrüngebinde. Auf dem mit den Fahnen der Jugend und der Nation umsäumten Vorplatz waren Einheiten der Hitlerjugend, des Jungvolks und des VDM. sowie die Ehrenformationen der Partei und ihrer Gliederungen und des Reichsarbeitsdienstes mit der Front zur Terrasse angetreten, die von den Vann- «nd JunabannfahneN der Erenzlandjugend flankiert wurde. Zahlreiche führende Persönlichkeiten Ms Partei und Staat, der Provinz und den Gemeinden Schlesiens, zahlreiche Gäste der Wehrmacht und viele Volksgenossen aus allen Kreisen des Erenzlandes nahmen an der Feier teil. Die ehemaligen Annaberg-Kämpfer waren durch eine Abordnung vertreten und gaben damit ihrer Verbundenheit mit der jungen Mannschaft Ausdruck.
Die Klänge des Liedes der Ostlandjugend „In den Ostwind hebt die Fahnen" leiteten die Feierstunde ein. Der Wiedergabe eines Fuhrerwortes durch einen Einzelsprecher folgte der Willkom-
mensgrutz des schlesischen Eebietsführers an Valdur von Schirach im Erenzland des Ostens.
Obergebietsführer Rodatz berichtete dann über die Erfolge des Jugendherbergswerkes im Baujahr 1937,und dankte allen, die an diesem Werk teilhatten. Die fast 19V Namen der Jugendherbergen dieses Jahres, die Obergebietsführer Rodatz verlas, waren ein eindrucksvolles Zeugnis der Opferbereitschaft eines ganzen Volkes für seine Jugend. Dann richtete
der NeichsjugendsrUiree
das Wort an die deutsche Jugend im ganzen Reich, die zu dieser Stunde über den Rundfunk an der Weihefeier auf dem geheiligten Boden des Annaberges teilnahm. Es sei nun das dritte Mal, daß Obergebietsführer Rodatz eine größere Anzahl von neuen Bauten melde, die als Jugendherbergen in den Dienst des Nationalpro- grammes der deutschen Erziehung gestellt werden lallen. Heute seien es 58 neue Bauten. Der Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen gebe damit der deutschen Oeffentlichkeit einen so starken Beweis seiner Leistungsfähigkeit, daß er ihm, so erklärte der Reichsjugendführer, von dieser Stelle aus seine Anerkennung aussprechen möchte. Sie gelte jedem Volksgenossen und jeder Volksgenossin, die im Rahmen dieses Werkes mitgearbeitet haben.
Die Aufwärtsentwicklung der Uebernachtungs- ziffern in den deutschen Jugendherbergen, so fuhr Valdur von Schirach fort, ist seit 1933 von 1639 883 Uebernachtungen auf 7 188 778 Ueber- nachtungen im vergangenen Jahr gestiegen. Das gesamte Vauprogramm des Jahres 1937 einschließlich der in Planung befindlichen Jugendherbergen erfordert gegenüber einer Vausumme von 3,7 Mill. RM: im vergangenen Jahr für 1937 eine Vausumme von 19,5 Mill. Mark.
Diese gewaltige Summe, die bei weitem alles übertrifft, was jemals für solche oder ähnliche Zwecke auf der Welt ausgegeben wurde, ist weder durch Steuern erhoben worden, noch ist sie das
Ergebnis der Wohltätigkeit einiger Multimillionäre! Das deutsche Volk selbst hat in wenigen Jahren
aus Sroschen und Pfennigen
diese Riesensumme freiwillig zusammengetragen und uns zu treuen Händen überantwortet. Der Bauherr dieser vielen neuen Häuser, die das deutsche Volksvermögen um Millionenwerte bereichern, ist die deutsche Nation. Es ist etwas Großes um die Macht eines einigen Volkes. Es baut mit einem einzigen Sammeltag im Jahre aus Pfennigen gewaltigste Bauten. Und dafür möchte ich im Namen des Führerkorps der deutschen Jugend, im Namen vieler Tausende von Jugendsiihrern und -führerinnen, Erziehern und Erzieherinnen dem deutschen Volke von Herzen danken.
Wie froh macht es uns, daß wir eben diese Bauten nicht der Wohltätigkeit einzelner, sondern der sozialistischen Gesinnung eines ganzen Volkes verdanken. Hier baut das deutsche Volk, das mächtiger ist als einzelne Kapitalisten. Es will, daß die Jugend Deutschlands niemand anderem zu Dank verpflichtet sei als der Nation. Jede Jugendherberge ist ein Elternhaus, denn die deutschen Eltern haben sie erbaut. Und gerade die Kinder unserer ärmsten Volksgenossen können in unseren Eemeinschaftsbanten am stolzesten ihr Haupt erheben. Mancher hat von seinem geringen Lohn für diese Bauten 29 Pfennige gespendet und damit ebensoviel gegeben wie der Mann, der vielleicht 1999 Mark monatliches Einkommen hat. Selbst wenn von allen diesen Reichen jeder einen Hohen Betrag zur Verfügung stellen würde, wäre die Summe dieser Spenden nur winzig klein im Vergleich zu der
Spende der deutschen flrbeiterschaft
Ihr gilt heute mein besonderer Dank. Und ich will dir, deutscher Volksgenosse am Schraubstock, an der Drehbank oder hinter dem Pslug, feierlichst mein Wort dafür verpfänden, daß deine
Oült'l'iesiselis ckiiKeuiI »üliieml üeo Hecke ckvs livietisjiiKviickkiilirvrs vor ibrer svliinuelrsv, neuen
,/iiAeiickliorbvrxv ^uiivli.
Kinder in den Häusern, die du mit Millionen anderen Volksgenossen für sie errichtet hast, als gleichberechtigte und tzleichbepflichtete Kameraden und Kameradinnen aufgenommen sein werden.
Im zweiten Teil seiner Rede ging Valdur von Schirach auf die Gesetze künstlerischer Erziehung
Sudetendeutsche Abgeordnete mißhandelt
Von tschechischen PoiiMen geprügelt / Unerhörte Vorfälle in repiitz-Schönau
Prag, 18. Oktober.
Nach einem störungslosen Verlauf der großen Amtswaltertagung der Sudetendeutscheu Partei des Wahlkreises Laun im Stadttheater in Teplitz-Schönau kam es gestern zu unerhörten Vorfällen. Als Konrad Heul ein, der sich mit seinen Mitarbeitern in die Wohnung des Kreisleiters, Abgeordneten Dr. Zippelius, begeben hatte, das Haus wieder verließ, um sich in seinem Wagen, der vor der Haustür parkte, nach Leitmeritz zu begeben, fanden sich rasch etwa hundert Personen ein, um ihn ,zu begrüßen. Drei Polizisten, die beim Wagen standen, forderten die Leute zum Auseinandersetzen auf.
Plötzlich trat eine in Bereitschaft gehaltene Polizeiabteilung von 29 bis 39 Mann in Tätigkeit, stürzte aus den Wagen und die ihn umstehende Menge los und begann, ohne zum Auseinandersetzen aufzufordern, mit dem Gummiknüppel auf die Menge einzuschlagen. In dem Augenblick, als der Abgeordnete Karl Hermann Frank den Wagen besteigen wollte, versuchte die Polizei, ihn am Einsteigen zu hindern. Er wurde brutal aus dem Auto znrückgerissen, während ein anderer Polizist mit dem Gummiknüppel zum Schlag gegen ihn ausholte. Frank, der in der linken Hand eine Aktentasche und seine Abgeordnetenlegitimation hielt, konnte den Schlag mit der rechten Hand abfangen. Daraus stürzten sich drei weitere Polizisten auf ihn und schleppten ihn ins Polizeigebäude. Während vier Polizisten Frank an den Armen und am Mantel hielten, schlugen andere über deren Köpfe hinweg auf ihn mit Gummiknüppeln ein.
Zur gleichen Zeit wurde der Abgeordnete Ernst Kundt, der die Polizei auf ihr-ungesetzliches Verhalten aufmerksam machen wollte trotz seiner Legitimation als Abgeordneter gepackt und rücklings über die zur Polizei führende Treppe hinab- gestoßen. Der Abgeordnete Kellner, Her auch gegen dieses rücksichtslose Vorgehen protestieren wollte, wurde ebenfalls mit Fauststößen miß
handelt. Der versammelten Menge bemächtigte sich eine ungeheure Erregung, die sich in empörten Rufen Luft machte. Außer dem Abgeordneten Karl Hermann Frank wurden aus dein gleichen Anlaß weitere Personen verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen.
Die unglaublichen Vorfälle fanden ihre Fortsetzung im Polizeigebäude. Abgeordneter Frank wurde dort erneut mißhandelt. Er wurde durch einen brutalen Faustschlag auf die Halsschlagader verletzt. Mittlerweile hatten sich die Abgeordneten Dr. Zippelius, Sandner und Birke den Einlaß in den Amtsraum erzwungen. Selbst in deren Anwesenheit stieß ein höherer Polizeibeamter, ohne daß seine anwesenden Vorgesetzten Einspruch dagegen erhoben hätten, Frank mit beiden Fäusten gegen die Brust. Einer der Verhafteten wurde hinter einem Vorhang von Polizisten derart verprügelt, daß er vor Schmerz gellende Schreie ausstieß.
Die mißhandelten Abgeordneten Frank, Kundt und Kellner sowie die als Augenzeugen anwesenden Abgeordneten Birke, Dr. Zippelius und Sandner sehten die Festlegung schriftlicher Protokolle durch und protestierten auf das schärfste gegen das rücksichtslose Vorgehen der Polizeibeamten. Birke, Dr. Zippelius und Sandner begaben sich sofort zum Leiter der Teplitzer Staatspolizei. Dr. Sou- kop, und bestanden auch dort auf der schriftlichen Niederlegung ihrer Aussagen. Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei haben mitgeteilt, daß diese Vorfälle auch Gegenstand einer scharfen Interpellation und einer Vorspräche im Innenministerium sein werden.
SudetendeutsHer Protest
Prag, 18. Oktober.
Die Teilnehmer der 3. Tagung für öffentliches Recht der Sudetendeutschen Partei in Leitmeritz haben auf Grund der Vorfälle in Teplitz- Schönau die Sitzung sofort abgebrochen und ein
Kampfansage an Ven Kommunismus
vrastlien verkündet schärlste Unterdrückungsmaßnastmen
Rio de Janeiro, 18. Oktober.
Die brasilianische Zentralkommission zur Durchführung des Kriegszustandes hat ein Aktionsprogramm zur Unterdrückung und Bekämpfung des Kommunismus bekanntgegeben in dem nach- Itehende Maßnahmen vorgesehen sind: Sofortige Verhaftung aller der kommunistischen Agitation verdächtigen, unabhängig von ihrer Stellung, die Errichtung militärischer Konzentrationslager für Erziehung marxistisch verseuchter Jugend, Fest- Uung sämtlicher kommunistischer Führer in einem Gefängnis auf einer Insel, Einsetzung na,analer Kommissionen zur systematischen Werbetätigkeit gegen den Kommunismus und für
ein gesundes nationales Gefühl in Schulen, Hochschulen und Fabriken, wo die Lehrer und die Betriebsführer angehalten werden sollen, die Tagesarbeit jeweils mit kurzen Ansprachen gegen die kommunistischen Ideen einzuleiten. Ferner wird die Einziehung aller Literatur, die direkt oder indirekt für die kommunistischen Ideen wirbt oder der nationalen Gesinnung feindlich ist, sowie die Verpflichtung der Presse und anderer Werbeorgane zu einem energischen Feldzug gegen den Kommunismus gefordert.
Von der Bundesregierung wird der Erlaß von Gesetzen gesordert, die die rasche Durchführung des Aktionsprogramms, die summarische Verur
teilung der kommunistischen Führer sowie die Möglichkeit, unabhängig vom Kriegszustand Kommunisten und mit diesen Sympathisierende zu verhaften, sicherstellen. Die Schaffung einer Bundespolizei soll die Unterdrückung des Kommunismus erleichtern. Das Aktionsprogramm kündigt abschließend die Vorbereitung aller Mittel zur energischen Unterdrückung seder kommunistischen Kundgebung oder Ruhestörung unter Anwendung des Standlichtes in voller Ausdehnung au.
Telegramm an den tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Dr. Hodza abgesandt, in dem es heißt, die 179 versammelten sudetendeutschen Juristen hätten mit Entrüstung erfahren, daß in Teplitz Polizei mit dem Gummiknüppel eingeschritten ist. Sie sähen in diesem Vorfall ein Symptom von grundsätzlicher Bedeutung. Der Ministerpräsident wird eindeutig auf die historische Verantwortung festgelegt, die denen zukomme, welche die Vollziehungsgewalt über die Exekutive haben und nicht zu verhindern wissen, daß Nachgeordnete Faktoren Zwischenfälle schaffen, die unerträglich seien für jeden rechtlich Denkenden und unberechenbar in ihren Auswirkungen für die Zukunft.
Ein weiterer Uebergriff der Staatspolizei in Teplitz-Schönau ereignete sich in den Abendstunden nach der Amtswaltertagung der Sudetendeutschen Partei. Der Abgeordnete Richter, der den Abgeordneten Dr. Zippelius besuchen wollte, wurde, als er vor dem Wohnhaus Dr. Zippelius' zu den Fenstern hinaufwinkte, plötzlich von einem Wachmann aufgefordert, weiterzugehen. Als Richter sich legitimierte, rief der Polizist einen zweiten Wachmann herbei. Beide packten Richter und schleppten ihn in das Polizeigebäude. Hier beschwerte sich Richter, daß dieses Vorgehen gegenüber Parlamentariern einzig dastehe, wo- rauf ihm ein höherer Beamter antwortete, das fei ihm vollkommen gleichgültig.
Die Verhaftung Richters hatte einen großen Auftauf zur Folge. Gegen diese Ansammlung ging plötzlich ein Polizeitrupp von 19 Mann vor, und ohne Aufforderung zum Auseinandergehcn schlugen die Schergen mit dem Gummiknüppel auf die Menge ein. Der. Abgeordnete Sandner, der mit Senator Liehm vom Fenster der Wohnung Dr. Zippelius aus Zeuge des Vorfalls gewesen war, wollte den diensthabenden Beamten über den Zwischenfall aufklären, wurde aber, ohne Gehör zu finden, von einigen Polizisten mit aller Wucht aus der Tür der Wache gestoßen.
Kaum sind auf der' Präger „Manes-Aus- stellung auf den energischen deutschen Protest hm die Bilder entfernt worden die in unflätigster Weise das Deutsche Reich und seine führenden Männer beleidigten richtet die Präger Regierung, denn s i e allein ist für das ungeheuerliche Vorgehen der tschechischen Polizisten in Teplitz-Schönau verantwortlich zu. machen, einen unerhörten Angriff gegen ihre sudetendeutschen Staatsbürger Ohne einen rechtlichen Grund, nur aus dem Haß gegen alles Deutsche werden sudeten- deutsche Abgeordnete von der Strane weg verhaftet und den schwersten Mißhandlungen ausgesetzt, Männer also, die allein schon aus Grund ihrer Abgeordneten-Immunität - streng nach den Gesetzen Pm'-: -- .i.
mus - gegen diese rohen Zugriffe geschützl sein mußten. Aber hier handelt es sich nicht mehr um parlamentarische Gepflogen"-'iten. sondern um offenen, dazu noch staatlich konzessionierten Terror. Der Gummiknüppel regiert und nicht mehr das Recht! —o.
Kokn.: 8okkwLo.il
ein, wie sie im Raum wirksam werden. Er erklärte u. a.: „Wir sprechen vom erzieherischen Raum. Der erzieherische Raum ist zugleich der künstlerische, denn er erfüllt die erste Forderung, die wir als moderne Menschen an ein Kunstwerk stellen, nämlich die Forderung nach der unbedingten Ehrlichkeit. Ich glaube an die alles bestimmende Macht des Vorbildes. Wir müssen dem Beispiel des Führers folgen, wieder in seinem Wirkungskreis, sei dieser nun groß oder klein, jene Räume errichten, in denen das Negative nicht denkbar ist und deshalb niemals entstehen kann. Der Jugend soll gelehrt werden, material- echt zu denken oder bester: es soll dafür gesorgt werden, daß ihr natürliches Materialempfinden nicht durch falsche Vorbilder zerstört, sondern im Gegenteil durch gute gestärkt wird. Die vollkommene
Uebereinstimmung der gestalt mit der Idee
ist harmonisch und darum schön. Selbst der bescheidenste von Menschen gefügte Raum kann durch den Geist, der ihn schuf, zu einem Sinnbild der ewigen Schönheit werden. Der Führer hat wiederholt das Bauen der Jugend als eine in diesem Sinne vorbildliche Arbeit bezeichnet. Ich glaube, wir haben sein baumeisterliches Wollen insofern richtig verstanden, als wir nicht das äußere Vorbild des Königlichen Platzes zu München für unsere Arbeit übernahmen, sondern dem inneren Gesetz dieses erhabenen Raumes gehorchend im Geiste seiner Schöpfer unser bescheidenes - Werk zu vollbringen suchten.
Es heißt einer nationalsozialistischen Kunstauffassung entgegenhandeln, wenn man dorische oder ionische Säulen oder als solche verkleidete Eisenträger geistlos und sinnlos an die Vetonsassade eines Dorsrathäuschens klebt und pompöse Wirkungen dadurch zu erreichen versucht, daß man in friedliche Landschaft gebettete Plätze mit Steinplatten täfelt.
Die Bauten der Jugend singen das Lied ihrer Landschaft. Sie sind Cleichniste und Kinder des größeren Raumes, dem sie entwuchsen. Ich habe einst verboten, für diese Bauten ein Zentralbüro mit angestellten Archiielten in Berlin zu errichten, damit nicht von einem Mittelpunkt aus am grünen Tisch die Häuser konstruiert würden die in allen Teilen des Reiches unserer Jugend zur Erholung und Freude dienen sollen. Meine Architetten-Mitarbeiter in Berlin haben keine andere Aufgabe, als die Erfahrungen aller Bauten zusammenzutragen und jedem neuen Bau vorher dienstbar zu machen. Ihre Tätigkeit ist eine anregende. Sie rufen die Architekten des Landes auf, die jungen sowohl wie die alten. Diese gehen ans Werk und folgen der Stimme ihres Gewissens, ihres Blutes und Stammes.
Zugleich aber wachen wir darüber, daß nicht die romantischen Türmchen der Gründerzeit an unseren Bauten wiederkehren, oder die falschen Propheten von gestern aus der Herberge der fugend eine Maschine zum Uebernachten konstruieren. Im übrigen sind wir der Sachlichkeit gewogen und erheben sie sogar zu einem Maßstab, den wir furchtlos an alles anlegen, was den praktischen Ausgaben unserer Jugend zu dienen hat. Denn für unsere Jugend, für die Jugend Ado" ^-tlcrs eben, ist
die Zeit der Minnesänger und Surgsräuiein vorbei
Die Generation des Berukswettkampfes i-sinft
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tisches enthalten.
Baidur von Schirach erinnerte schließlich daran, vag im vergangenen Jahr in den deutschen Jugendherbergen allein 196591 Ausländer- Uebernachtungen zu verzeichnen gewesen seien. Erklärungen, die der französische Minister-