parteiamtliche Hageszeitung /der Naliona
Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsstont Vremen flmtsdlatt des Senats der Freien Hansestadt Lremen
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Nr. / 7. Jahrgang
Vienstag, 5. Vkrober 1SZ7
kinzelpreis 15 Npf.
Neuer M der bolschewistischen Piraterie
Unser logesspiegv»
Ein rotes ll-Voot versuchte erneut, im Mittelmeer einen britischen Zerstörer zu versenken.
Der Deutsche Taa in Newyork gestaltete sich zu einer machtvollen Kundgebung der Treue des Deutschtums in USA. zu seiner alten Heimat.
Der Führer eröffnet heute in der Deutschlandhalle das WHW. 1S37-38.
Der Reichsjugendführer und'die Reichsfrauen- sührerin erlassen Aufrufe, in der sie mehr Sorgfalt für das tägliche Brot fordern.
Der Reichserziehungsminister erlieg eine Neuordnung der Leibeserziehung in den Schulen. Zu Kiel wurde die U-Voot-Flottille „Lohs" in Dienst gestellt.
Die von Professor Vrinkmann ausgestatteten Räume des Reichspräsidentenpalais fanden die höchste Anerkennung Mussolinis.
Der Mörder der Frau von Bargen, ein dreifacher Frauenmörder, wurde von der Kriminalpolizei Hamburg festgenommen.
Die Rcprivatisierung der Dresdner Bank wurde abgeschlossen.
Die Midgard A -G. übernimmt die Stauerei des NDL.
Italiens Meisterboxer gaben im Central- hallensaal einen glänzenden Beweis ihres Könnens.
Begeisterte Worte findet die englisch' Presse zu dem fünffachen deutschen Rennsieg im Domington-Park.
öeneral Milch in Paris
Feierlicher Empfang durch führende Vertreter der französischen Luftfahrt
Paris. 8. Oktober.
Der Staatssekretär im Reichsluftfahrtministe- rium General der Flieger Milch traf mit seiner Begleitung am Montagnachmittag auf dem Militärflughafen bei Paris ein. General Milch wurde von dem Unterstaatssekretär im französischen Luftfahrtministerium. Andraud, dem deutschen Botschafter Grafen Welczek. dem General- stabschef der französischen Luftstreitkräfte, dem Befehlshaber des 2. Luftkreises und dem Chef des Militärkabinetts f>es Luftfahrtministers empfangen. Ferner hatten sich zahlreiche führende Persönlichkeiten der militärischen und zivilen Luftfahrt Frankreichs, der deutsche Militärattache Generalleutnant Kühlenthal, der deutsche Marine- attachs, Kapitän von der Marwih, Botschaftsrat Dr. Förster und der Vertreter der Lufthansa Dr- Asam eingefunden.
Härtere Strafen notwendig!
Jude wegen fortgesetzter Rassenschande verurteilt Nürnberg, 8. Oktober-
Die Erste Große Strafkammer beim Landgericht Nürnbera-Fürth verhandelte am Montag gegen den 82 Jahre alten Juden Arthur Strauß aus Nürnberg, der seit dem Jahre 1931 mit einem deutschblutigen Mädchen ein Verhältnis unterhielt. Selbst nach dem Erlaß der Nürnberger Gesetze hat er dieses Verhältnis, obwohl er von der Polizei dreimal verwarnt worden war, weitergeführt. Der Staatsanwalt beantragte, den Angeklagten wegen eines fortgesetzten Verbrechens der Raßenschande zu einer harten Strafe zu verurteilen. Er betonte dabei, baß die milden Urteile, die die Gerichte bisher gefällt haben, wie die Erfahrung lehrte, nicht abschreckend genug gewirkt haben. Demgemäß beantragte er, Strauß zu fünf Jahren Zuchthaus und zu fünf Jahren Ehrverlust zu verurteilen.
Die Strafkammer schloß sich diesem Antrag an und begründete dies wie folgt: Wer gegen das Rassengesetz verstößt, verübt einen Angriff schwer st er Art auf die Lebensgrundlage des deutschen Volkes. Menschliche und moralische „Einwände" gegen ein derartiges Urteil haben hier hinter dieser politischen For- derung zurückzutreten. Der Angeklagte hat in seltener Hartnäckigkeit und Frivolität gehandelt. Er hat alle Warnungen der Polizei in den Wind geschlagen und sich sogar nicht gescheut, sich äls Katholik zu tarnen. Ihn muß deshalb die ganze Härte des Gesetzes treffen. Die Strafkammer hält die vom Staatsanwalt beantragten fünf Jahre Zuchthaus für durchaus angemessen, desgleichen, da der Angeklagte eine ehrlose Gesinnung an den Tag gelegt hat, den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre. Da der Angeklagte keine Schuld an dem späten Termin der Verhandlung trägt, billigt ihm das Gericht die Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft auf die ausgesprochene Strafe zu. (Vergleiche auch die Meldung „O./S. kein Kreiland für Juden" im Innern des Blattes.)
«vagreutlier Testspiele" schon 1SZ8
Zur Erinnerung an den 128. Geburtstag von Richard Wagner
Baqreuth, 5. Oktober.
Die Vaqreuther Festspiele, die ursprünglich erst wieder igzg abgehalten werden sollten, finden aus Anlaß des 128. Geburtstages von Richard Wagner bereits 1938 statt. In der Zeit vom 26. Juli bis 19. August werden zwei Zyklen des „Nibelungenringes", ferner fünf Aufführungen des „Parsifal" und sechs Ausführungen von »Tricon und Isolde- gebot««. _
Notes U-Voot greift englischen Zerstörer an
Sei Valencia!
London, 8. Oktober.
Von der englischen Admiralität wird mitgeteilt, daß der britische Zerstörer „Basilisk" am Montagmorgen von einem U-Boot im Mittelmeer angegriffen worden sei. Der Engländer habe den Angriff mit Tiefenladungen beantwortet, deren Wirkung noch nicht bekannt sei. Auf das englische Kriegsschiff sei ein Torpedo abgefeuert worden, das aber sein Ziel verfehlt habe.
Reutermeldungen aus Valencia besagen, daß sieben britische Zerstörer und zwei Flugboote die Suche nach dem U-Boot in der Nähe von Kap Sän Antonio (etwa 109 Kilometer südöstlich von Valencia!) aufgenommen hätten. Nach diesen Meldungen soll das U-Voot -sogar zwei englische Zerstörer angegriffen haben.
Alle Begleitumstände des U-Boot-Angriffs auf den englischen Zerstörer weisen darauf hin, daß es sich hier um einen neuen frechen Akt bolschewistischer Piraterie im Mittelmeer handelt. Moskau hat ja auch allen Grund, angesichts der Entwicklung der Verhandlungen über die Spanienfrage wieder einmal Störungsfeuer zu inszenieren. Erneut mußte ein englisches Kriegsschiff bei der Provozierung des Znnschenfalles als Zielscheibe dienen. Um eine Verständigung zwischen den westeuropäischen Staaten einerseits und Italien andererseits zu hintertrei
ben, ist den roten Verbrechern eben jedes Mittel recht. In Valencia, dem Sitz der Bolschewistenhäuptlinge, beeilt man sich denn auch mit Hilfe des französischen Nachrichtenbüros Havas, entsprechende Meldungen über den U-Boot-Angrifs in die Welt zu setzen. So berichtet Valencia dreist: „Wie man aus Denia erfährt, haben sich sieben britische Zerstörer und zwei Wasserflugzeuge im Laufe des Montags in der Nähe von Kap Sän Antonio vereinigt und gewisse Manöver durchgeführt. Man vermutet, daß diese Manöver das Ziel verfolgt haben, ein U-Boot zu fangen, von dem zwei der englischen Zerstörer angegriffen worden sein sollen." — Wie schnell die spanische Bolschewistenzen- trale das alles „erfährt", was sie selbst angerichtet hat!
tin flugenzeugenberichi
Paris, 3. Oktober.
Havas veröffentlicht den Wortlaut einer drahtlosen Meldung des Leuchtturmes von Kap Sän Antonio, dessen Wärter offenbar die Begegnung der britischen Torpedobootszerstörer mit dem roten U-Boot selbst beobachtet hat. Darin heißt es, zunächst seien nur zwei Zerstörer in Sicht gewesen. Diese hätten plötzlich ihre Geschwindigkeit wesentlich erhöht, und gleich daraus habe man das Geräusch von drei sehr starken Explosionen vernommen. Darauf seien die beiden Zerstörer eine Zeitlang ständig hin und her gefahren. Bald seien noch sünf weitere britische Zerstörer auf der Bildfläche erschienen sowie zwei Wasserflugzeuge. Schließlich hätten sich die Zerstörer in zwei Grup
pen geteilt, um wieder systematisch das Meer abzusuchen. Später habe man an der Stelle, wo eine der Zerstörergruppen manövrierte, mehrere Rauchsäulen emporsteigen sehen.
tr erspart dem Serichl die flrbeit
Salamanca. 8. Oktober.
Großen Eindruck soll bei den bolschewistischen Haufen Valencias der jetzt durch Ueberläuzer bekanntgewordene, vor wenigen Tagen erfolgte Selbstmord des Oberstleutnants Eueto, eines der militärischen Führer der Bolschewisten von Madrid, hervorgerufen haben. Man hat in seinem Waffenrock einen Brief gefunden, worin Eueto erklärte, er könne nicht länger „mit allen Mördern, Gaunern, Verbrechern, die das Volksheer bilden, zusammenleben- Er selbst habe viele Verbrechen geduldet, aber nach dem Siege der Nationalen werde währe Gerechtigkeit herrschen. ^ Er erspare den Kriegsgerichten Arbeit, wenn er lchon jetzt aus dem Leben scheide.
Wie man sich bemüht, Barcelona zu sowjeft- sieren, geht aus einer Meldung der Barcelonaer Zeitung „Vanguardia" hervor. Sie berichtet, daß sechs große Straßen der Stadt Sowjetnamen erhalten hätten: Avenida de la Revolucion Social, Gran Via de la USSR Calle Komsomol Calle Uktania, Lalle Kropotkin und Calle Friedrich Engels.
Mchtung Spanien
Panzerschiff „Deutschland" und die 1. Torpedobootsslottille gehen nach Spanien
Berlin, 8. Oktober.
Zur Ablösung der deutschen Seestceitkräfte, die sich in den spanischen Gewässern befinden, laufen am 3. und 7.. Oktober das Panzerschiff „Deutschland" und die 4. Torpedobootsflottills aus.
Deute eröffnet der sichrer das Mw. lg;? ;s
Sroßkundgebung in der Veuischlandhalle / gebt allen Selegentieit zum Semeinschastsempsang!
Berlin, 3. Oktober.
Im größten Hallenbau Europas, in der repräsentativen Deutschlandhalle am Berliner Messegelände, wird, wie wir bereits berichteten,
heute um 20 Uhr der Führer das Winterhilfs- werk 1937/38 eröffnen. Die Kundgebung für den friedlichen Feldzug gegen die Not beginnt mit einer Ansprache des Stellvertretenden Berliner
Gauleiters Staatsrat Cörlitzer. Reichsminister Dr. Goebbels wird dann über das abgeschlossene Winterhilfswerk 1936/37 Rechenschaft ablegen.
Anschließend gibt der Führer und Reichskanzler die Parole für das große soziale Werk der kommenden sechs Wintermonate, durch das vor der ganzen Welt die Solidarität aller Deutschen zum Ausdruck kommen wird. Alle deutschen Sender übertragen die Großkundgebung in der Deutschlandhalle. Jeder Besitzer eines Rundfunk- apparates wird aufgefordert, alle diejenigen, die kein Empfangsgerät haben, in ihre Wohnungen zum Gemeinschaftsempfang einzuladen, so daß das ganze deutsche Volk heute um 29 Uhr die llebcr- tragung mit der Rede des Führers hört.
An dieser Großkundgebung werden sämtliche Reichsminister, Reichsleiter, Staatssekretäre, Reichsstatthalter, Gauleiter, die führenden Männer der Parteigliederungen, der Wehrmacht und der Polizei teilnehmen. Auf Einladung des Reichspropagandaministers werden unter ihnen als Abgesandte des deutschen Volkes 20 000 Männer und Frauen sitzen, die seit Jahren opferreiche Arbeit im Dienst an der Allgemeinheit bei der großen Sammelaktion geleistet haben.
Preußen schenkt Sem sichrer den vückeberg
Berlin, 8. Oktober.
Reichsminister Dr. Goebbels überreichte dem Führer auf i>em Vückeberg anläßlich des Erntedankfestes 1937 folgende Urkunde:
„Das deutsche Bauerntum feiert alljährlich auf dem im Herzen des Reiches gelegenen Bücke- berg den Erntedanktag. Es dankt mit dem ganzen Volk seinem Herrgott für Frucht und Ernte eines arbeitsreichen Jahres. Es gelobt dem Führer des Reiches auss neue Gefolgschaft im Dienst an der heimatlichen Scholle.
, Die Feierstätte des deutschen Landvolkes soll für alle Zeiten erhalten und würdig gestaltet werden. Auf ihr sollen sich deutsche Volksgenossen aller Stämme im Bekenntnis zu der Einheit des Blutes vereinen.
Diesen Zielen will das Land Preußen mit seinem Beitrag dienen Das Staatsministerium hat beschlossen, den Bückeberg, soweit er als preußisches Staatseigentum bisher zur Domäne Ohlsen gehörte, dem Führer und Reichskanzler zu übereignen. Ich vollziehe diesen Beschluß am fünften Erntedanktag im Reiche Adolf Hitlers, der über die Gabe Preußens nach seinem Willen verfügen möge.
Berlin, den 3. Oktober 1937.
Der preußische Ministerpräsident Hermann Höring."
(krsgsg-IIIllstr, Lokkwsmt
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weltanschauliche Schulung der ftltler-lugend
Von Oborbnnnkakrox 6lort Lsllnsrvlt?
Anläßlich des Lehrgangs der Untergaufiihre- rinnen des BDM. in der Reichsakademie für Leibesübungen in Berlin kommt den nachstehenden Ausführungen von Oberbannsiihre« Gert B e n n e w r tz, dem stellvertretenden Chef des Amtes 3V8 in der Ncichsjugendfllhrung, erhöhtes Interesse zu:
Die nationalsozialistische Bewegung, die zum ersten Mal seit dem Mittelalter dem deutschen Volk wieder eine verbindende Idee gegeben hat, schuf auch den Begriff der „weltanschaulichen Schulung". Sie geht bei der Durchführung dieser Schulung vor allem von dem Gedanken aus, daß es nicht damit getan ist, dem jungen Menschen in der Schule die Grundbegriffe des Rechnens und Schreibens, und im Heer die grundlegende körperliche Ausbildung mitzugeben, und es ihm im übrigen selbst zu überlassen, wie er sein Leben einrichten will. Die neugewonnene Einheit des deutschen Volkes darf nicht nur nicht mehr zerstört werden, sondern sie muß von Jahr zu Jahr gefestigt werden. Die Abwehr der Störungsversuchs reicht nicht aus; immer tiefer mutz der Gedanke der deutschen Einheit in den Herzen aller Volksgenossen Wurzel schlagen. Der Weg zur Verewigung der Einheit im Sinns des nationalsozialistischen Gedankens führt über die deutsche Jugend.
So ergibt sich ganz klar die Linie, auf der sich die weltanschauliche Schulung der deutschen Jugend zu vollziehen hat: Alles, was der Einheit des Volkes, was der nationalsozialistischen, alle verbindenden Idee dient, wird als Vorbild herausstellt; alles, was eine neue Zerspal- tung hervorrufen könnte, abgelehnt. Die Formen dieser Schulung hat die Hitler-Jugend selbst entwickelt. Da ist kein Gelehrter gekommen und hat bewiesen, daß der Heimabend so oder so durchgeführt werden müßte, oder daß die Fllhrerschule nach diesem oder jenem Prinzip aufzubauen sei: Die Jugend selbst hat die Formen gefunden, in denen sie der Bewegung dient.
Die Schulung der Millionengefolgschaft der nationalsozialistischen Jugend findet ihren festen Rückhalt im Heimabend. 100000 Heimabende werden jede Woche im ganzen Reich abgehalten, überall in den Heimen der HJ. und des BDM. finden sich die Einheiten zusammen unter dem Erlebnis der nationalsozialistischen Weltanschauung. Jede Woche stehen hier der Unterführer und die Unterführern vor den Kameraden, um sie immer fester und fester im Glauben an die Bewegung zusammenzuschließen-. Für diese Heimabende erscheint in einer Auflage von Hunderttausenden von Exemplaren vierzehn- tägig Material, das dem Heimabendleiter alles Rüstzeug an die Hand gibt, das er für die Durchführung benötigt: Lieder, Gedichte, Ausschnitte aus Erzählungen, auch Bilder, um das Gesagte noch anschaulicher zu machen. Natürlich werden diese Hefte für HJ., D2., BDM. und Jungmädel getrennt gehalten, um auf das verschiedene Interesse und geistige Fassungsvermögen Rücksicht zu nehmen.
Die Fahrt und das Lager sind zwei weitere wesentliche Formen für die Erziehung der nationalsozialistischen Jugend. Die Fahrt soll dem Jungen seine Heimat zeigen. In ihr soll er wurzeln, von ihr aus den Blick bekommen auf die Gesamtheit, die Einheit des deutschen Volkes. Früher einmal war die Fahrt ein planloses Dahinziehen hündischer Gruppen. Heute gehört sie zum Dienst der^ neuen Jugend. Das Schönste, was es im Dienst des Jungen geben kann, ist die Großsahrt: Die alte deutsche Wanderlust bricht mächtig durch, die geheimnisvolle Ferne lockt. Aber auch hier geht es nicht ums Abenteuer Die Großsahrt soll dem Hitler-Jungen „Die Heimat des Kameraden" zeigen: Dem Jungen aus der Mitte des Reiches die Grenze und ihre Menschen, dem Jungen aus dem Industriegebiet die Berge und die See. Kreuz und quer geht das Netz der Kroßfahrten jedes Jahr durch Deutschland, und über die Grenzen des Reiches, und immer fester wird so das Band, das alle Deutschen verbindet.
Das Lager ist neben der Fahrt die einzige Gelegenheit, wo der Junge gewissermaßen „kaserniert' ist, wo er Tag und Nacht in Gemeinschaft seiner Kameraden steht und andere Einigste und Ablenkungen weitgehendst ausgeschaltet sind. In einer solchen Gemeinschaft wird aber hauptsächlich sein Charakter gebildet. Das Leben in der Enge des Zeltes erfordert schon ganz von allein eine starke gegenseitige Rücksichtnahme und hei,ende Kameradschaft. Außenseiter werden ichnell abgeschliffen und ausgeschieden. Der zahlreich betriebene Sport im Lager erzieht zu 'Mut und Einsatzbereitschaft, die erhärtet werden durch die straffe Ordnung. Dicse Prägung des Charakters wird unterstützt durch die weltanschauliche -schulung. Hier im Lager werden keine lanaatmi- gen Vortrüge gehalten, hier werden auch keine großen Erklärungen gegeben: In einer kurzen Morgenfeier werden dem Jungen deutsche Männer der Geschichte und der Gegenwart als Vorbilder herausgestellt; Widubind. Heinrich der