Ausgabe 
(4.10.1937) Nr. 272
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parteiamtliche Tageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitssront Bremen

der Natlona

mlisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien kjansestad» Bremen

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Nr. 272 / 7 . Jahrgang

Montag, 4 . Nktober 1 S 57

kinzelpreis 15 Npf.

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das deutsche Volk feierte seinen krntedank Her Führer spricht: ks ist etwas wunderbares um das schaffende veutschland / krneute Forderung nach Kolonien / stnsprachen Vr. Soebbels und Harros

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Semeinschast

zwischen Stadt und Land

AusdemBückeberg,4. Oktober

Aus Bauern, Bürgern und Arbeitern ist unter nationalsozialistischer Führung im Lause weniger Jahre ein unlösbar verbundenes einiges deut­sches Volk geworden. Der deutsche Bauer weih, dah Volk und Führer ihm hohe Ausgaben anver­traut haben, für die Nahrungssreiheit des deut­schen Volkes zu sorge». Mit Herz und Hand steht der Bauer zu dieser seiner grohen und lebenswichtigen Ausgabe. Eine stolze Eenug-

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Unser lagssspsegst

Bei dem seierlichen Staatsalt aus dem Bücke­berg sprachen der Führer und die Reichs­minister Dr. Goebbels und Darr« zu 1 200 000 deutschen Bauern und Landarbeitern. Gauleiter Carl Rover sprach aus der Eau- schulungstagung in Haneburg.

In Palästina wurden aufs neue Araberfiihrcr verhaftet.

Die Pamir-Flieger wurden bei ihrer Anknnst rn Berlin von Staatssekretär Misch begrüßt. Auch in Bremen wurde das Fest des Ernte­dankes in einer machtvollen Feierstunde würdig begangen.

Die erste Reichsschulungswoche sür den Kolo- nialwaren-Grohhandcl wurde gestern in Bre­men eröffnet und wird vom 3. bis 9. Oktober durchgeführt.

In der Gauliga Niedcrsachsens gab es zum Teil sehr hohe Siege der Favoriten Ein­tracht Vraunschweig, Hannover 88 und Wer­der Bremen.

Bei den Hockey-Punktspielen Niedersachsens liegen Club zur Bahr und Horn in Führung. In Paris siegte Corrida im Renne« um den Triumphbogcnpreis; Sturmvogel wurde Fünfter.

Tara gewann in München-Daglsing das Silberne Pferd von Deutschland.

Verbunden mit sportlichen Wettkiimpsen weihte der HZ.-Unterbann IV/75 das Korss- sche Landgut als zukünftiges Heim.

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tuung ist es ihm, jedes Jahr an einem der höch­sten Feiertage der Nation, dem Erntedankfest, sich um den Führer zu scharen und den Dank dasiir abzustatten, dah dieser mit fester Hand den deut­schen Bauernstand vor dem drohenden Zusammen- bruch bewahrt hat.

Wie alljährlich sind heute wieder Hundert­tausende deutscher Menschen aus Stadt und Land zum Bückeberg geeilt, um hier in einer gewal­tigen Kundgebung inmitten fruchtbarster nieder­deutscher Landschaft in enger Gemeinschaft den Ehrentag des deutschen Bauerntums zu begehen und ein neues Bekenntnis zur Arbeits- und Schicksalsgemeinschaft unseres Volkes abzulegen.

Der Staatsakt des Erntedanktages ist von einem prachtvollen sonnigen und warmen Wetter begün­stigt. Ein Klingen und Singen hat bereits in den frühesten Morgenstunden eingesetzt, seit ö Uhr früh ist der

stusmarsH Ver leilneffmer

im Gange. Marschmusik ertönt auf allen Straßen. Wehrmachtsformationen, die durch ihre Schau­übung die enge Verbundenheit von Arbeitern, Bauern und Soldaten bekunden, sind in den Be­reitstellungsräumen angelangt. Sechs Musikkorps der Wehrmacht spielen unter Leitung des Luft-- waffen-Musikinspizienten Pros. Husadel fröhliche Weisen und Märsche. Ein Massenchor von fast 2g 000 Säugern aus Niederdeutschland unter Lei­tung von Kapellmeister Stenzel vom Deutschland­sender bringt Volkslieder zu Gehör. Durch die Reihen der bereits zu vielen Hunderttausenden angeschwollenen Menge, die aus allen Gauen des Reiches stammen, marschieren fast Ivgg Feldzeichen und Fahnen der Parteigliederungcn. Dann folgen in langen farbenfrohen Reihen 3U0Ü Trach­tenträger. 90 Jungen und Mädel als Abord­nungen des Landjahres und 60 Studenten als Vertreter der 9000 Erntehelfer der deutschen Studentenschaft, die den Bauern beim Ernten freudig und selbstlos zur Hand gingen. 1000 Kriegs- und Arbeit-opfer werden mit Omnibussen herangefahren und erhalten bevorzugte Plätze unterhalb der oberen Tribüne, so dag sie dem Führer heute am nächsten sind. Die Ehrenforma­tionen der Politischen Leiter, der SA. und SS., des NSKK., des NSFK., des Reichsarbeits- dlenstes und der Hitler-Jugend nehmen Auf­stellung. Immer neue Abwechslung bietet sich«öem Auge. Mit freudigem Stolz wird das Ehren- bataillon der Wehrmacht, bestehend aus je einer Kompanie von Heer und Luftwaffe, sowie die SS.-Verfügungstruppe begrüßt, die am Fuße des

Berges vor der unteren Tribüne aufmarschieren. Hunderttausende stimmen ein in den Gesang immer neuer Lieder. Die Zahl der Menschen auf dem Berge und am Berge schwillt immer, weiter an, und man hat tatsächlich den Eindruck, daß die gewaltige Zahl des Vorjahres heute noch über- troffen ist. Die Vertreter der fremden Mächte, die an diesem Festtage des deutschen Volkes teil­nehmen, werden zu den Ehrentribünen geleitet.

Ber Führer kommt

Die Blicke der Menschen gehen hinunter ins Tal zu dem kleinen Bahnhof Tündern. Hier ist um 11.30 Uhr der Sonderzug des Fahrers ein­gelaufen. Der Führer ist hier von Reichsminister Dr. Goebbels, Reichssührer Himmler, dem Oberpräsidenten von Hannover, Stabsches Lutze, dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Frhr. von Fritsch, und dem Gauleiter des Gaues Südhannover-Brgunschweig, Reichsminister Rüst, empfangen worden. Langsam nähert sich die Wa­genkolonne dem Festplatz, während 21 Schuß Sa­lut das Staatsoberhaupt begrüßen. Jubelnde Zurufe klingen dem Führer entgegen, der unter den Klängen des Präsentiermarschcs vor der un­teren Tribüne im Tal die Ehrenformationen der Wehrmacht und der Parteigliederungen abschrei­tet. Reichsstudentenführer Scheel meldet dem Füh­rer die Abordnungen der studentischen Ernte­helfer. Die Trachtengruppen füllen zu beiden Sei­ten den erhöhten Weg, den der Führer aus dem Wege zur oberen Tribüne gehen muß. Bon heute ab führt dieser Weg den Namen

„Bor weg durch das Volk"

Wieder beginnt, wie in jedem Jahr, der Triumphgang des Führers durch das Spalier der Trachtengruppen, die meist mit Vodenerzeug- nissen ihrer Heimat hierhergekommen sind und sie dem Führer darbringen wollen als Beweis dafür, was Fleiß und Geschicklichkeit des deutschen Bauern dem Boden abzuringen vermögen. Von rechts und links strecken sich Tausende und aber Tausende von Händen dem Führer entgegen, um ihm die Hand zu drücken. Hunderttausend« von Armen winken ihm zu. Ununterbrochen rollen die Begeisterungsstürme, klingt der brausende Jubel der Massen üher das weite Feld, über Berg und Tal hinweg. Der Sängergruß „Grüß Gott mit hohem. Hellem Klang" schallt aus.

Dem Gau Ostpreußen ist in diesem Jahre die Ehre zugefallen, dem Führer die Erntekrone überreichen zu dürfen. Die Abordnung besteht aus einem Jungbauern, einer Jungbäuerin, einem Junglandarbeiter und einer Jungland- arbeiterin Mit der Erntekrone überbringen sie dem Führer die Grütze ganz Ostpreußens. Der Erntefpruch schließt mit den Worten:

Mein Führer!

Sie schützen mit starker Hand

unser Land, unser Volk, unseren Stand!

Als unseres Dankes bescheidenes Zeichen wir Ihnen die Erntekrone reichen!

Der Führer erwiderte mit herzlichen Dankes­worten und sprach noch einige Worte mit den Ostpreußen. Fast 2L Stunde hat der Führer für den 500 Meter langen Weg durch das Volk bis zur Tribüne gebraucht. Als der Führer aus der oberen Tribüne anlangt, wird die Führer­standarte aufgezogen und. die Fllhrerfanfare er­tönt In der Begleitung des Führers auf der Ehrentribüne sieht man jetzt u. a. die Reichs- ministe, Darrd, Goebbels, Frick, Frank, Rüst, Kerrl, Schwerin-Krosigk, Reichssührer » Himm­ler, Stabschef Lutze, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsleiter Bouhler, Reichsjugendfuh- rer von Schirach, Generaloberst Freiherr von Fritsch als Vertreter des Reichskriegsministers Generalfeldmarschall von Blomberg, die Reichs­statthalter Rover und Sauckel, den Oberpräsi­denten von Pommern Gauleiter Schwede-Coburg, den Ehef des Wehrmachtsamks General Keitel' General der Artillerie Becker. General der In­fanterie Lies, Fliegergeneral Hal-m aus Münster Ministerpräsident Klagges-Braunschweig, Staats­sekretär Königs, den Führer des NSFK. General­major Christiansen, Staatssekretär Backe und die Reichsfrauenführerin Fräu Scholtz-Klink,

Der Führer begrüßte die Mitglieder des Diplo­matischen Korps und wendet sich dann, immer wieder dankend, den Massen zu, deren Seilrufe kein Ende nehmen.

Grüne Leuchtbomben und das Signal „Das Ganze marsch!" künden den

Beginn der großen wekrmachtsiibungen

an, die sich ähnlich wie im letzten Jahre, aber unter stärkerer Beteiligung der Kavallerie, ab­spielen

An ber blauen Partei nehmen teil das Jnf.- Reg. 82. die I. Abteilung des Art.-Reg. 19, die II. (schwere) Abteilung des Art.-Reg. 12, die II. Abteilung des Panzerregiments 3, zwei Jagdstaffeln und einö Sturzkampfstaffel. An der roten Partei die Kavallerieregimenter 3 und 14 das . Kraftradschützenbataillon 3, eine Fall- schirm-Jnfanterie-Kompanie, die II. Abteilung des Art.-Reg. 19, die Panzerab­wehrabteilung 6, eine leichte Flakbatterie und eine schwere Flakbattevie. Das Gefecht, an dem über 10 000 Mann beteiligt sind. spielte sich ost­wärts der Bahnlinie Pyrmont-Hameln ab. Hin und her wogt der Kamof. Wieder einmal be­festigt diese Uebung bei allen Zuschauern die Ueberzeugung von der Kraft, und Stärke der neuen deutschen Wehrmacht. Der schwungvolle

Angriff der Kavallerie-Regimenter wird mit der gleichen Begeisterung verfolgt wie der tapfere Einsatz der Infanterie, das tollkühne Fallschirm- abspringen aus den Flugzeugen genau so wie das Vorgehen der Tanks und der Einsatz der Kampfstaffeln und Sturzflieger. Eine Ärücke wird von den Fliegern vernichtet und auch das „Bückedorf" geht schließlich im Feuer der Ar­tillerie in Flammen auf. Ein besonderes Er­eignis bildete Start, Flug und Landung des langsam fliegenden Flugzeuges „Fieseler-Storch", das aus den letzten großen Wehrmachtmanövern weithin bekanntgeworden ist.

Nach den Darbietungen der Wehrmacht begab sich der Führer zur unteren Tribüne, wieder auf dem ganzen „Weg durch das Volk" von den Freudenkundgebungen der dankerfüllten Massen aus Stadt und Land begleitet. Der Massenchor fang das zu dieser Feststunde, gehörige Lied „Wir sind die Männer vom Bauernstand".

kin keittg 6ut

Deutschlands klintedsnle

Wieder hat die Nation ein erhebendes Erlebnis hinter sich. Nach den politischen Höhepunkten der vergangenen Woche bedeutete der Erntedank­tag gewissermaßen einen Abschluß der Kette von Ereignissen, die die ganze Nation geistig und see­lisch über den Alltag hinausführte. Der Lebens- rhythmüs unseres Volkes hat nun wieder in die gewohnten Schwingungen zurückgefunden. Aber bevor wir uns endgültig an die Arbeit des-All­tages begeben, hat uns die Feier auf dem Bücke­berg mit ihrer einmaligen Eindruckskraft noch einmal für eine Stunde des Besinnens zusammen­geführt. Was wir als großes geschlossenes Gan­zes in seiner strahlenden Großartigkeit erlebt haben, setzt sich zusammen aus vielen Millionen Teilergebnissen, die deutsche Volksgenossen mühe­voll erarbeitet haben.

Wir stehen noch mitten in dem Kampf um die deutsche Lebensgrundlage, und als die vordringlichste Aufgabe, die noch zu be­wältigen ist, steht, wie der Führer schon in Nürn­berg ausdrücklich hervorhob und wie er gestern in seiner großen Rede auf dem Bückeberg noch­mals betonte, die Erringung der endgültigen Nahrungsfreiheit unseres Volkes vor uns. Man hat im Ausland das Märchen zu verbreiten ver­sucht, daß das deutsche Volk hungern müsse. Phantasiebegabte ausländische Berichterstatter sehen Schlangen vor Lebensmittelgeschäften in Deutschland. Was aus all diesen Lügengeweben als einzige harte Wirklichkeit vor uns steht, ist die bittere Erfahrung, daß bei ganz bestimmten und nicht ganz einflußlosen Kreisen, die im Hintergrund einer derartigen gewissenlosen Hetze stehen, der Wunsch der Vater des Gedankens ist. Dadurch, daß dem deutschen Bauern mit der Einführung der Marktordnung und vieler an­derer einschneidender Gesetze seine Existenzgrund­lage wiedergegeben wurde, ist der ganzen Nation die Nahrungsfreiheit gerettet worden. Wenn auch infolge des gewaltig gesteigerten Be­darfes die völlige Unabhängigkeit der deutschen Ernährung noch nicht erreicht werden konnte und daher auf gewissen Gebieten der Nahrungsmittel­versorgung zeitweise jahreszeitlich bedingte Span­nungen auftreten, so können derartige Unbequem­lichkeiten doch kaum ins Gewicht fallen, wenn man sich vor Augen hält, daß infolge dieser Um­stellung auf die Eigenwirtschaft im Lande und den Verzicht auf überflüssige aus­ländische Einfuhren die Ernährung der Nation auf jeden Fall sichergestellt ist.

Wir haben daher gewiß keinen Grund, über diesen Erscheinungen auch nur einen Augenblick das große Ziel aus den Augen zu lassen. Sie lehren uns nur eine Wahrheit, die unser Volk in vergangenen Jahrzehnten seelischer und gei­stiger Verirrung auch beinahe vergessen hätte, daß das Brot, das auf dem Boden der Heimat wächst und uns nährt, heilig ist. Wir haben uns wieder darauf besonnen, die Frucht der Scholle als ein kostbares Gut des Volkes zu be­trachten, das nicht vergeudet werden darf. Ver­walten wir dieses Gut. sorgfältig! Das mutz der Lrntedank der Nation sein!

(Fortsetzung auf Seite 2)

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kduikai-cnbläsci- der IVchrmacht verbünde,, die .Vnknnkt Käolk Hitlers. Hechts die Ni-nteki- mq von ostpreuüisclieu kauern dem bstilirer überreicht rvurda