Ausgabe 
(2.10.1937) Nr. 270
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parteiamtliche ^geszeitung

liachrichtenbiaN der Deutschen flrbeitssront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt vremen

Erscheint 7mal wöchentl. Mnnatsbezug: 2,30 einschl, ZusteNgeb.; Postbez»q?preis monatl. 2,3g

(einschl. 50,54 Postzeitungsgebiihr) zuzügl 42 BesteNqeld. Beznqspreis ist im voran? zahlbar Postscheck: Hamburq 17272. Betriebsstörnnqen begründen keinenAnsprnch misErstattunq oderErsah NT -Gauvcrlag Wefcr-Ems G. m. b. H.. Bremen, Geeren K-8 / Fernsprecher: 541 21 und 511 15.

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatttiatters in Vldenbmg und Vremen

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Nr. 2^0 / 7. Jahrgang

Sonnabend, 2. gkwber 195?

kin;elpreis 15 Npx.

NieZuden planen neuenslnschlag ausveutschland

Unser lagesspiegel

Ein polnisches Blatt enthüllt geheime In­struktionen über einen neuen antideutschen Fcldzug der Juden.

Der Chef der Sowjetflotte wurde kaltgestellt. Die Engländer haben in Palästina führende Araber verhaftet.

In der Spanien-Freiwilligen-Frage wird von London und Paris ein neuer Druck auf Rom versucht.

Gauleiter Bohle sprach anläßlich des Ernte­dankfestes zur deutschen Kolonie in London. Der Führer wird am kommenden Dienstag das WHW 1837/38 eröffnen.

Dr. Todt eröffnete die Reichsautobahn Karlsruhe-Bruchsal.

Das Programm für das Erntedankfest auf dem Vückeberg liegt nun vor.

Oberst v. Hanncken sprach in Duisburg über die Ausgaben der Eisen- und Stahlbewirt­schaftung.

Aufschlußreiche Entdeckungen ergab die Ausgrabung eines Eermanendorfes in Schlesien.

Großartige Erfolge erzielte die Kavallerie­schule Hannover in ihrem 70jährigen Be­stehen.

Der löfache Nationalspieler Zielinski-Ham- born wurde als Eausportlehrer für Nieder- sachsen angestellt.

Das Deutsche Turn- und Sportfest 1938 in Vreslau gilt als Vorprüfung für die Kunst- Olympiade.

Vem Sedenken Hmdenburgs

Keiriis-piäsiävnt Oeneialkvlümarscüail Lnul von IliniIviibui'K 4vürv Iionto 90 cksliiv alt Korvovüen ^uknabms: ?rssss-?kata

wichtig für alle vlutordensträger!

München, 2. Oktober

Die Reichspresfestelle der NSDAP. teilt mit: Alle Inhaber des Blutordens — auch diejenigen, die auf Grund ihrer führenden Stellung in Par­tei, Staat und Wehrmacht an sich zur Teilnahme verpflichtet oder besohlen sind — die an den Ber anstaltungen des 8. und 9. November 1987 in der Hauptstadt der Bewegung teilnehmen, haben aus­nahmslos bis spätestens zum 20. Oktober 1937 an das Amt für den 8. und 9. November 1923 in München, Residenz, Kaiserhof, schriftlich zu mel­den: ihre jetzige genaue Anschrift, Nummer ihres Blutordensausweises. Wer diese hiermit bindend vorgeschriebene Meldung unterlägt, kann weder zum Appell im Vürgerbräukeller am 8. November abends noch zum Erinnerungsmarsch am 9. No­vember zugelassen werden.

ölückwünsche des sührers an Neichsminister Nust

Berlin. 2. Oktober

Reichserziehungsnrinister und Gauleiter Rüst feierte am Donnerstag seinen 54. Geburtstag. Außer den Spitzen von Partei und Staat sandten die Mitglieder des Reichskabinetts, vor allem aber der Führer und Reichskanzler sowie Mini­sterpräsident Generaloberst Göring, ihre herz­lichen Glückwünsche. Ganz besonders freute sich der Minister über das Ständchen, mit dem ein Musikzug der Nationalpolitischen Erziehungs­anstalt Potsdam-Neuzelle und eine Abordnung von Jungen und Mädchen des Landjahres der Verbundenheit der Jugend mit dem Reichserzie­hungsminister Ausdruck gaben, die gleicherweise aus den Glückwünschen sprach, die der Reichs­studentenführer für diese studentische Jugend über­brachte

stufschluhmche Instruktionen enthüllt

Weder Vlorkadeabsichlen

(ÜliZanoc vraktbsricbt Osr „Lrsmsr Leitung") rä. Warschau, 2. Oktober.

Der polnischen Wochenzeitschrift „Eo Slychac", die in der Industriestadt Lodz erscheint, ist es gelungen, in den Besitz einer Ausgabe des „Jn- struktions-Merkblattes" des Weltjudentums zu gelangen. Dieses Merkblatt, das an die „de­mokratische" Presse der ganzen Welt gerichtet ist, wurde herausgegeben vom „Weltverband der re­visionistischen Zionisten" in Paris, also von einer führenden Stelle der jüdischen Internationale Der Verfasser ist der jüdische Professor A. Kri­tischer, der sich in Deutschland einstmals durch seine „Wirtschaftsgeschichte Europa" einen „Na­men gemacht" hat. Die „Instruktionen" sind sehr umfangreich. Die gegen Deutschland anbefohlene Hatzaktion wird ausführlich „begründet". Aber selbst diese Begründung schon ist aufschlußreich, denn sie enthüllt den jüdischen Erößenwahnsinn, den der Verfasser selbst überhaupl nicht empfindet. „Die Juden haben den Deutschen allzu gut ge­dient", heißt es da, „sie haben ihnen eine wirt­schaftliche und geistige Macht geschenkt, die sie selbst nie hätten schaffen können." Nun also weiß es die uralte deutsche Nation: Die Juden sind aus ihren Ghettos gekommen und haben diese

Nation „gemacht". Weil die Deutschen dies nun nicht mehr wahr haben wollen, darum fährt Kri­tischer fort: „Gegenüber einem solchen Fe'Nde kann man sich nicht dadurch wehren, daß man eine falsche und irreführende Unterscheidung zwi­schen dem „Dritten Reich" und dem „deutschen Volke" trifft!" (Man sieht: auch bei der jüdi­schen Prominenz hat es sich nun herumge­sprochen, daß Hitler und Deutschland ein und dasselbe sind.)

Darum fährt die „Instruktion" fort: „Hag

gegen Haß! Tödlicher Hag gegen die verbreche­rische Nation! Unbarmherziger Kamps, dessen Ziel darin besteht, diese Nation völlig zu zer­stören. Dies ist die Pflicht jedes Juden sich selbst gegenüber und gleichzeitig unsere Pflicht gegen­über der gesamten Menschheit."

Um diese Vernichtungsaktion durchführen zu können, ergeht an die demokratische Presse ein Aufruf: „Man darf weder bei Deutschen kaufen, noch ihre Waren verkaufen!" Unter diesem Leit­motiv werden die folgenden Befehle gegeben' Die Presse soll unaufhörlich verkünden, daß die Wirtschaftsblockade gegen Deutsch­land das einzige und letzte Mittel zur Er­haltung des Friedens sei, daß den Völkern nur in der Verbindung mit dem Judentum der kom­mende Krieg erspart bleibe und daß die „deutschen

Krregsverbrcchen" nicht vergessen worden dürfen. „Bei dieser Propaganda aber muß vorsichtig vor­gegangen werden", so fährt Kulischer fort, „um nicht den Gegnern die Gelegenheit zu Vorwürfen zu geben, daß ein solches Vorgehen die Arbeits­losigkeit z. B. in Amerika vergrößert und die Verbesserung der Konjunktur verzögert". Der Jude Kulischer weiß also genau, daß die geplante jüdische Aktion Arbeitslosigkeit bei ganz unbe­teiligten nicht-jüdischen Arbeitern erzeugt, und fordert deshalb zum Vertuschen auf. „Beachten muß man auch", fährt .die „Instruktion" fort, „die Vergeltungsmaßnahmen gegen die deutsche Minderheit. Hier muß mit besonderer Vorsicht gearbeitet werden, weil eine zu deutliche Aktion die öffentliche Meinung in dritten Ländern gegen die Juden aufstacheln könnte."

Das polnische Blatt schreibt zu diesen aufschluß­reichen Enthüllungen: „Der jüdische Größenwahn­sinn hat von den Deutschen einen mächtigen Schlag versetzt bekommen. Trotzdem will das „ause'rwählte Volk" den Eojims einzureden ver­suchen, daß die Welt ohne Judentum der Bar­barei ausgeliefert sei. weil die einzigen Men­schen, die geeignet sind, Kultur zu schaffen, eben Juden seien. Zum Glück gibt es zusehends we­nige Naive, die man mit solchem Gerede mobi­lisieren kann."

Her klief vrr roten flotte abgesügt

per lerror in SoWjetruhland wütet weiter — Neuer stettoertrerenver kriegskommisjor

London, 2. Oktober

Der Sowjetterror, der nun schon seit Jahren das russische Volk in Angst und Schrecken hält, ist in den letzten Wochen und Tagen erneut hem­mungslos aufgeflammt. So meldet der „Daily Telegraph" aus Moskau, daß der Chef der roten Flotte, Großadmiral Orlow, einer der Stellver­treter des Kriegsministers Woroschilow, von sei­nem Posten „entfernt" worden ist. Es ist in die­sem Zusammenhang bemerkenswert, daß gerade Großadmiral Orlow als Vertreter Sowjstruß- lands bei den Krönungsfeierlichkeiten König Georgs VI. im vergangenen Mai auftrat, nach­dem 24 Stunden vorher der ursprünglich vor­gesehene Vertreter Marschall Tuchatschewski, der bekanntlich wegen Landesverrats erschossen wor­den war, wegen einer „Erkältung" absagen mußte.

Großadmiral Orlow hatte den Oberbefehl über die rote Flotte seit 1920 inne. Bis jetzt schien im Strudel der sowjetischen Verhaftungen und Absetzungen der oberste KommandostaL der Flotte noch verhältnismäßig in Takt geblieben zu sein. Gerüchte meldeten zwar schon vor Monaten, daß gegen den bisherigen Chef der roten Pazifik- Flotte. Viktorow. eine „hochnotpeinliche" Unter­suchung im Gange sei. Inzwischen wurde jedoch, wie man „nebenbei" einer sowjetamtlichen Ver­lautbarung entnimmt, sein Schicksal ins Gegen­teil verkehrt: Er ist zum Nachfolger Orlows be­stimmt worden.

Die sowjetrussische Nachrichtenagentur TASS. meldet, daß der Armeekommissar Zweiten Ran­ges, Smirnow, zum stellvertretenden Kriegs- kommissar ernannt worden ist. Smirnow ist einer der neuen Männer im Kommandostab der roten Armee und verdankt seine Karriere wohl in er­ster Linie der Beseitigung der Tuchatschewski- Gruppe. Zur selben Zeit, als die früheren Armee­führer Tuchatschewski und Jakir im Juni ds. 2s. erschossen wurden, erhielt Armeekommissar Smirnow seine Ernennung zum Chef der politi­schen Verwaltung der roten Armee.

flusnastmezustanS in vrafllien

Geplanter kommunistischer Ausstand verhindert Newqork, 2. Oktober In Brasilien ist ein kommunistischer Aufstand aufgedeckt worden. Das Kricgsministerium gibt bekannt, daß der Ecneralstab eine Echeimkorre-

spondenz der Komintern auffing, die die brasili­anischen Kommunisten anwies, einen Ausstand für den 27. Oktober 1837 vorzubereiten. Die Anwei­sungen gingen dahin, den Aufstand möglichst schnell durchzuführen und alle Rcgierungsbcamte, besonders die Offiziere, die die kommunistische Be­wegung bekämpften, zu beseitigen. Kriegsschisie sollten torpediert, Mrlitiirflugseldcr, Flugzeuge, Kasernen und öffentliche Gebäude durch Dynamit zerstört werden. Infolge der erneuten kommuni­stischen Propaganda ersuchten hohe Marine- und Armeeoffiziere den Präsidenten Vargas, sofort einen OOtägigen Ausnahmezustand zu erklären, um die Komintern-Agenten gründlich bekämpfen zu können. Nach einer Erklärung des Iustizministers Soares soll der Ausnahmezustand innerhalb der nächsten 70 Stunden verhängt werden.

Sie Skstwei; erkennt die pefastr

Billigung des Verbotes der Genfer Kommu­nistischen Partei

Bern, 2. Oktober.

Der Schweizerische Ständerat hatte darüber zu entscheiden, ob das vom Kanton Genf erlassene Verbot der Kommunistischen Partei mit der Bun­desverfassung übereinstimme oder nicht.. Mit 21 gegen 2 Stimmen wurde das Vorgehen des Kan­tons Genf. das eine Abänderung seiner Ver­fassung bedingt, genehmigt Bundesrat Baumann, der Leiter des Justizdepartements, legte dar,, man könne es kaum eine Verletzung der Bundesver­fassung nennen wenn Behörden und Volk des Kantons Genf auf Grund der Staatsgefährlich­keit der Kommunisten Gesetzesmaßnahmen er­greifen.

flraberfüstrer verkostet

Arabisches Hochkomitee verboten

(Nigonsr vrsbtboiiobt cksr „Lrsmsr Leitung") London, 2. Oktober.

Die britischen Behörden in Palästina haben sich zn außerordentlich scharfen Maßnahmen gegen die Araber entschlossen, um, wie in einer Begründung erklärt wurde, die terroristischen Umtriebe der i Araber radikal zu unterbinden. Zahlreiche Verhaf­tungen wurden bereits vorgenommen und die Be­treffenden an Bord des britischen Kreuzers I „Sussex" gebracht. Unter den Verhafteten befindet

sich der Sekretär des arabischen Hochkomitees und der arabische Bürgermeister von Jerusalem. Eine Verhaftung des Großmufti von Jerusalem schei­terte daran, daß die englische Polizei nicht in sei­nen Zufluchtsort, die Omar-Moschee, einzudringen wagte. Er wurde jedoch als Präsident des obersten mohammedanischen Rates für abgesetzt erklärt und zugleich verkündet, daß die Mandatsregierung das arabische Hochkomitce und sämtliche arabischen Nationalausschiijse als ungesetzlich betrachtet und deshalb verbiete.

Der Großmufti, welcher bisher alle Macht in­nerhalb der arabischen Bewegung in religiöser, politischer und finanzieller Hinsicht als gleichzei­tiges Haupt von Kirche, Gerichten, Vermögensver­waltung auf sich vereinigte, bleibt nunmehr nur noch Mufti von Jerusalem, also religiöser Vor­steher des mohammedanischen Kirchenwesens in der Stadt Jerusalem.

krstebung gegen Sie volschewisten

Salamanca, 2. Oktober

Der Frontberichterstatter des nationalspani­schen Hauptquartiers teilt mit, daß sich die Be­völkerung von zwei Ortschaften im Süden von Ovicdo sowie ein ganzes Bataillon gegen die Volschewisten erhoben hätten. Die Milizen, die bisher auf der Seite der Volschewisten kämpf­ten. befänden sich in Ortschaften, die von der bol­schewistischen Artillerie unter Feuer genommen worden sein.

?ranco ein Jastr Staatschef

Salamanca, 2. Oktober.

Das nationale Spanien stand gestern im Zeichen einer großen Begeisterung: General

Franco wurde genau vor einem Jahre zum Staatschef, Führer der Freiheitsbewegung und zum obersten Chef der Armee, der Marine und der Luftwaffe ernannt. In Saragossa fand eine gewaltige Kundgebung statt. General Mos- cardo, der Verteidiger des Alkazars von Toledo, sprach vom Balkon der Militärkommandantur aus zur Menge. In Bilbao fand zu Ehren Francos eine Militärparade statt. In Burgos wurde vor dem Eeneralstabsgebäude ein Gedenk­stein enthüllt.

vergeblicher vruck auf Italien

London und Paris wollen Sonderbekanökung der sreiwilligensrage im Spanienkonflikt erzwingen

London, 2. Oktober.

Die Londoner Zeitungen befassen sich ausführ­lich mit der jüngsten Entwicklung in der Spanien­politik. Besonders wird auf die Entschließung hin­gewiesen, die die Völkerbundsversammlung anneh­men soll, wonach bei Nichtzurückziehung der Frei­willigen innerhalb einer bestimmten Frist die Mächte des Nichteinmischungsabkommens das Aufgeben der Nichteinmischungspo­litik erwägen sollten. Besonders starke Beach­tung findet in der Presse auch Sie Meldung, wo­nach Frankreich die spanischen Bolschewisteii habe wissen lassen, daß, falls die Verhandlungen zwi­schen Frankreich, England und Italien einen Fehl­schlag bedeuten sollten, Frankreich feine Grenze wieder öffnen werde. Ministerpräsident Chamber- lain hatte eine längere Aussprache mit Außen­minister Eden, der davor mit dem italienischen Botschafter eine längere Besprechung gehabt hat. „Daily Telegraph" schreibt, dcH der. italienische

Botschafter auf Anweisung von Rom angeregt habe, die Freiwilligen-Frage statt in einer Drei- mäch'te-Konferenz im Nichteinmischungsausschuß zu behandeln Als Grund habe er angegeben, daß auch andere Mächte an der Frage der Frei­willigen interessiert seien. „Daily Mail" glaubt daß Grand! Eden gegenüber jeden Versuch abge­lehnt habe. Italien durch die Drohung, daß "rankreich leine Grenzen öffnen könnte, in eine reimächte-Konierenz hineinzwingen zu wollen Aus französischen politischen Kreisen verlautet im übrigen, daß man annimmt, Italien werde keinesfalls an den Dreier-Besprechungen mit Frankreich und England teilnehmen.

Der vom Politischen Ausschuß der Völkerbunds­versammlung zur Beschlußfassung in der Vollver­sammlung ausgearbeitete Entwurf in „Sachen Spanieim wird von der italienischen Presse scharf kritisiert. Der Entwurf habe zwar nach den von sechs. Staaten gemachten Vorbehalten und nach

dem ganzen Verlauf der Aussprache nur noch platonische Bedeutung; trotzdem trage er aber die deutlichen Spuren der b o l; ch e w i st i > ch en Int riaen, zu denen sich der Völkerburv von neuem hergegeben habe. Der Entwurf sei so schreibt ..Popolo d'Jtalia" ein Instrument/ das am Vorabend der Verhandlungen über die Frei­willigenfrage Frankreich und Sowjeripanien für ihre Zwecke in die Hände gepieli wurde. 2n der Tat sei Delbos durch die Einwände Irlands und anderer Staaten so in die Enge getrieben worden, daß er offen die Absicht zugeben mußte für die geplanten Dreierverhandlungen ein Völker­bundsmandat vorlegen zu können.

Der Direktor der „Tribuna" erklärt, es sei wahrscheinlich, daß Italien auf eine Einladung zu der Teilnahme an einer Dreier-Besprechung „die Forderung erheben werde, Deutschland bei Verhandlungen über ein so wichtiges Problem den ihm gebührenden Platz einzuräumen".

Her lüde und der veutsthe

Von Alfred Rosenberg

Es ist bei aller Verstandeskälte des jüdi­schen Wesens wohl zwischen zwei Momenten zu unterscheiden: zwischen rationalen Triebfedern und solchen mehr gefühls­mäßiger Natur. Zu jenen gehört das klare Verfolgen persönlicher wie nationaler Interessen und das Abwägen derselben beim Eingreifen in die. Politik der Staaten; zu diesen die oft diese Berechnungen durch­brechende Leidenschaft des Hasses gegen andere Völker.

Nicht immer blieb der Jude, sobald er an Einfluß gewann, der kühle Geschäftsmann und Politiker; oft riß ihn irgendeine Uner­sättlichkeit zum Maßlosen hin und hatte schließlich für ihn selbst die bittersten Folgen. Die Aussaugung und der Wucher, weniger gierig betrieben, der weniger hervorgekehrte religiöse und nationale Hochmut, hätten ihm viele Leiden völlig erspart; aber die jüdi-

per sichrer eröffnet am Dienstag

das wkw. is;?/;s

Berlin, 2. Oktober.

Das Winterhilsswerk 1937/38 wird am Dienstag, 5. Oktober, durch den Führer und Reichskanzler in der Deutschlandhalle er­öffnet. Die Kundgebung wird durch den stellvertretenden Gauleiter und Staatsrat Görlitzer eingeleitet. Reichsminister Dr. Goebbels erstattet dann den Rechenschafts­bericht des abgeschlossenen Winterhilss- werkes 1936/37. Alle deutschen Sender wer­den die Veranstaltung übertragen.

rung aller Völker, wie sie Dosto­jewski, Fichte, Goethe und sonstige Großen erkannten, geboren aus der tiefsten Ab­neigung gegen alles Nichtjüdische, hat aus dem scheinbar kalten Juden letzten. Endes immer einen leidenschaftlichen Hasser ge­macht. Dieser Haß ist so alt wie das Ju­dentum selbst, und kommt überall, je nach der Richtung, die ihm offensteht, zum Vor­schein. Die heutige Zeit ist nun ein Tum­melplatz kaum beherrschter jüdischer Leiden­schaften, die sich mit einer zielbewußten, von unermeßlich reichen Männern gelenkten Weltpolitik verbunden haben; und haupt­sächlich gegen zwei Völker richtet sich dieser jüdische Haß: gegen das russische und das deutsche. Mit einem Lächeln kann heute nur noch ein Kind oder Iudenpatron über diese immer vorhanden gewesene Tatsache hin­wegsehen; sie quillt aus allen Blättern des jüdischen Zeitungswaldes, und aus dem Munde jüdischer Politiker hallt sie nur halb verhüllt hervor.

Um gleich ganz tief zu greifen: kein Volk auf der Erde verachtet so die Mystik, das Ahnen eines in Worte nur schwer zu fassen­den Geheimnisses, wie die Juden. Sie sehen das Fehlen' eines solchen Wertes nicht etwa als einen Mangel an, im Gegenteil, als die Zeichen einer hervorragenden Begabung, und rühmen sich, weder Mythologie noch Gleichnisse (die notwendigen Folgen aller Mystik) zu besitzen. Es braucht auch jeder nur einen Blick in die Geschichte der Reli­gionen zu tun, um das gewahr zu werden. Nur ein Wort aus dem Iakre 1905 sei mit­geteilt: „Das Judentum ist oie einzige unter allen Religionen, die keine Mythologie ge­schaffen hat, und was noch höher anzuschla­gen ist, grundsätzlich jeder Mythologie wider­spricht." Weiter: „Die Religion ist aller Mystik und allem Geheimwerk entzogen" und viele andere Stellen. Nun gibt es in Europa wohl keine Nation, welche dem inne­ren Geheimnis des Menschen so nachgegan­gen und es so verklärt hatte wie die deutsche. Sie bildet darum in ihrem tief­sten Wesen den geistigen Gegenpol des Juden; wenn aber jemand glaubt, daß dies auf das Handeln ganz ohne Ein­fluß bliebe, irrt er gewaltig. Denn was im Tiefsten sich gegenübersteht, Gesetz und Re­ligion, Schema und Phantasie, Dogma und Symbol, das wird sich auch auf der Oberfläche des Lebens als Gegensatz zeigen, unbewußt meist, darum aber nicht minder deutlich. Und wer der russischen Seele etwas nachgegangen ist, der wird auch aus ihr tiefere Klänge vernehmen, die zwar fast nie sich zur Synthese durchringen, aber nicht minder gegensätzlich der Anlage des Juden gegenüberstehen.

Das deutsche Volk hat der Jude von jeher gehaßt. Zwar liebt er auch die Franzosen und Angelsachsen nicht, doch fühlt er sich ihnen viel näher. Der eitle und immer ober­flächlicher werdende Franzose, der nüch­terne und zugleich zum bigotten Aberglau-