Ausgabe 
(3.12.1936) Nr. 336
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parteiamtliche Tageszeitung

liachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen

der slationaljozmlislm Vremms

flmtsblan des Senats der Zreien Hansestadt Bremen

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. rre / 6. Jahrgang

Uonnerstag, Z. dezember lSZS

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kinigung der deutschen lugend durchgesübtt

Neichsjugendfützrer valdur von Schirach über die Verstaatlichung der liitler-lugend

Neues öelöbnis

Berlin, 2. Dezember.

Der Reichsjugeudsührer Valdur von Schirach gibt folgende Erklärung ab: Die Reichsregierung hat am 1. Dezember ein Gesetz beschlossen, dessen Bedeutung für die Erziehung unserer Jugend erst i« späteren Jahre» ganz verstanden werden wird. Obwohl das Gesetz über die Hitler-Jugend etwas

Unser lagvsspiegel

Der Reichsjugendführer gab Erklärungen zur Verstaatlichung der HJ. ab.

In München sprach der Reichsfinanzminister über die deutsche Wirtschaftspolitik.

Die belgische Kammer setzte ihre militär­politische Aussprache unter dem MottoLos von Frankreich" fort.

Roosevelt hat sich gegen den Eintritt Amerikas in den Völkerbund ausgesprochen.

Der Führer richtete an die Deutsche Gesell­schaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Bremen, ein Anerkennungstelegramm.

.Die entomologische Abteilung des Kolonial- uud Ueversee-Museums hat eine Bereicherung an Insekten und Schmetterlingen erfahren.

Im Fuhball-Liinderkampf gegen Ungar« siegte England 8:2 (3:1).

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Einzigartiges und Einmaliges in der Geschichte der menschlichen Erziehung darstellt, ist es prak­tisch doch nichts anderes, als die staatliche An­erkennung einer bereits vollzogenen Entwicklung. Denn die Jugend, die nunmehr durch Gesetz und Unterschrift des Führers und Reichskanzlers in der Hitler-Jugend Dienst tun soll, ist zum weitaus größten Teil bereits unter unseren Fahnen an­getreten. Nicht dieses noch irgendein anderes früheres Gesetz hat die Jugend für die national­sozialistische Staatsidee mobilisiert; sie ist aus freiwilligem Entschluß, aus Begeisterung und echtem sozialistischen Gefühl zur HJ. gestoßen.

Als ich zu Beginn dieses Jahres die kommenden zwölf Monate als das Jahr des Deutschen Jung­volks erklärte, konnte ich trotz größter Zuversicht nicht damit rechnen, daß über 99 v. H. der im Jungvolkalter besindl-hen Jugendliche« meinem Ruf Folge leisten und auch in den älteren Jahr­gängen Hunderttausende und aber Hundert­tausende neuer Kameraden und Kameradinnen sich uns anschließen würden. Heute, am Beginn des letzten Monats des Jahres 1936, haben Führer und Reichsregierung dem freiwilligen Einsatz der Jugend die höchste Anerkennung zuteil werde» lassen, die ei» Staat zu vergeben hat.

Aber gerade in diesem Zeitpunkt scheint es mir wichtig und wesentlich, daß wir uns der Grund­sätze erinnern, nach denen diese Jugend einst an­getreten ist und gekämpft und gesiegt hat. Das große und weise Wort: Jugend muß von Jugend geführt werden, das der Führer mir einst in der schwersten Zeit des Kampfes auf meinen Weg mitgab, als er mir den Sektor Ju­gend der nationalsozialistischen Arbeiterpartei an­vertraute, wird auch in Zukunft Richtlinie unserer

Arbeit bleiben. Auch ich selbst gedenke nicht, der­einst mit langem Bart vor meiner Jugend herzu- wanken. Die Führung jeder Einheit der Jugend muß dem Geiste der Jugend entsprechen! Nicht unreife Nichtkönner. sondern junge Akti­visten, die in unseren Führerschulen und Aka­demien hart angefaßt worden sind, werden auch in Zukunft der Jugend vorangestellt weiden. Aber auch hier werden wir nicht dogmatisch ver­fahren und werden erst recht, nachdem wir nun eine oberste Reichsbehörde geworden sind, uns davor hüten, Paragraphen zu reiten und den ge­sunden Instinkt mit Äktenstaub zu ersticken. Zu allen Zeiten unseres Kampfes habe ich in meiner Umgebung eine Reihe von Mitarbeitern besessen, die an Jahren alt waren, aber in ihrer inneren Jugendlichkeit und Elastizität selbst in grauen Haaren Vorbilder jedes Pimpfen wären.

Ich sehe es ferner als meine Ausgabe an, das§> Prinzip der Freiwilligkeit auch unter den ver­änderten Verhältnissen nach Verkündung des Ge­setzes in einer mir bereits klar vorschwebenden Form aufrechtzuerhalten. Die Jungen und Mädel, die vor dem 1. Dezember 1936 in die eigentliche HJ. oder den VDM., das heißt in die Alters­stufe der 15- bis 18jährigen (beim BDM. 18- bis 21jährigen) eingetreten sind, werden von den später hinzukc, menden in einer bestimmten Form unterschieden werde». Trotzdem habe ich nicht die Absicht, in der deutschen Jugend zwei verschiedene

Rangstufen zu schaffen und damit einen Grund zur Eifersucht und Zwietracht. Wohl aber will ich eine Leistungsstuse errichten, die jeder auch nach dem 1. Dezember in unsere Gemeinschaft ein­tretende Jugendliche durch Treue und Pflicht­erfüllung und Einsatzbereitschaft physischer und seelischer Art erklimmen kann.

Der Kampf um die Einigung der deutschen Jugend ist beendet. Ich habe es für meine Pflicht angesehen, ihn hart und kompromißlos durchzuführen. Viele mögen es nicht verstanden baben, daß hierbei um die Jugend

Deutscher, opfere freudig amTag der nationalen Solidarität"!

so viel Aufhebens gemacht wurde. Und doch: Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, als deren Treuhänder ich mich stets gefühlt habe und stets fühlen werde, diese Partei hat im Kampf ihrer Jugend die Entscheidung über die Zukunft des deutschen Volkes gesehen. Daß der National­sozialismus diesen Kampf siegreich bestand, die Herzen der jungen Generation unseres Volkes erobert und die Jugend froh und glücklich machte, sichert ihm auch in kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten seine entschlossene und kompro­

mißlose Gefolgschaft. Meine Tätigkeit in der Zukunft wird nunmehr ganz der Führung und Ausrichtung meiner Millionengefolgschast ge­widmet sein. Der Streit um die Einheit der Jugend ist vorbei und so wie ich die Millionen einst in marxistischen Jugendverbänden organi­sierter Jugendlicher versöhnt und als treue Kameraden und Mitarbeiter gewonnen habe, hoffe ich, auch alle anderen, die nunmehr durch den Willen des Reiches in unsere Gemeinschaft kommen, zu versöhnen und innerlich zu gewinnen. Ich gedenke weder in den Wäldern Germaniens heidnische Opferstätten zu errichten und die Jugend zu irgendeinem Wotanskult zu bringen, noch das junge Deutschland sonstwie den Zauber­künsten irgendwelcher bärtiger Krautapostel aus­zuliefern. Im Gegenteil! Möge jeder der religiösen Ueberzeugung dienen, die er vor seinem Gewissen verantworten kann. Die Hitler-Jugend ist keine Kirche und die Kirche keine Hitler- Jugend. Die von mir geführte und verantwortete Gemeinschaft wird im Sinne des Führers für den nationalsozialistischen Staat ausschließlich durch mich und meine Unterführer bestimmt werden.

Und ich gebe der deutschen Oeffentlichkeit das Versprechen ab, daß die Jugend des Deutschen Reiches, die Jugend Adolf Hitlers, im Sinne des Mannes, dem allein ihr Leben gehört, ihre Pflicht erfülle» wird.

eklstungsstelgerung unserer lugend

Aufgaben und Pläne der neuen Neichsstelle

Berlin, 2. Dezember.

Stabsführer Lauterbacher gab Mittwoch vor Vertretern der Presse die Erklärung des Reichsjugendführers zum Gesetz über die Hitler- Jugend bekannt und teilte im Anschluß daran mit, daß das Gesetz auf die reichsdeutsche Jugend im Auslande keine Anwendung finde. Im An­schluß daran sprach Obergebietsführer Dr. Stellrechtals Beauftragter des Reichsjugend­führers für die körperliche Ertüchtigung.

Es werde darauf geachtet werden, daß die kör­perliche L istungssähigkeit der deutschen Jugend unter Vermeidung jeder Ucberanstrengung gestei­gert werde. Ferner werde das Augenmerk daraus gerichtet bleiben, daß Dienstzeiten und Dienstorte genau innegehalten würden, so daß die Eltern jeder Zeit darüber unterrichtet seien, wo sich ihre Kinder befänden.

Die Hitler-Jugend habe sich das Ziel gesetzt, den körperlichen Zustand der ihr anvertrauten Jungen un!d Mädel bis zum höchstmöglichen Grad zu verbessern. Bereits die Erfolge in den letzten Jahren ließen erkennen, daß diese Absicht nicht erfolglos geblieben sei. Man habe bei den je­weiligen Generalappellen über die Leistungen der deutschen Jugend feststellen können, daß diese von Jahr zu Jahr gestiegen seien. Jetzt könne die Hitler-Jugend-Arbeit auf der ganzen Breite der deutschen Jugend einsetzen, so daß die Lücke, die zwischen Schule, Arbeits- und Heeresdienst bestehe,

wieder Hetzer am Werk

Lügenmeldungen über angebliche deutscherruppenverschlffungen'

(Orakidsriokt uvssrsr Lsrlivsr LebriktlsitunZ)

ir. Berlin» 2. Dezember.

Die englische Presse beschäftigt sich mit Lügen- meldungen, die aus französischer Quelle über an­gebliche deutscheTruppenverschissungen" nach Spanien verbreitet worden sind, obgleich die deutsche Botschaft in London bereits gestern ein eindeutiges Dementi dieser unsinnigen Nachrich­ten gab. Zu den Meldungen es heißt, 4999 Mann deutsche Truppen seien in Zivilkleidung in Cadiz gelandet worden ist zu sagen, daß sie selbstverständlich nach Strich und Faden zu­sammengelogen find.

Das Foreign Office hat sich Dienstag abend selbst veranlaßt gesehen, eine Mitteilung an die englische Presse zu geben, in der es ausdrücklich hieß, daßkeinerlei Beweise für angebliche deutsche Truppenverschissungen" vorlägen. Aller­dings hat das halbamtliche englische Reuterbüro dieses offizielle englische Dementi selbst zu einem guten Teil entkräftet, indem es erneut plumpe französische Lügen übernahm.

Grundsätzlich muß hier festgestellt werden, daß an sich nicht einmal Bedenken dagegen vorliegen würden, sogenannte Freiwilligen- .abteilungen nach Spanien zu entsenden. Be­kanntlich hat die Reichsregierung schon bei Beginn der Londoner Neutralitätsverhand­lungen den Standpunkt eingenommen, daß.

eine wirkliche Neutralität nur. dann erzielt werden könne, wenn sie sich nicht nur auf das Verbot von Waffenlieferungen erstreckt, sondern wenn vor allem die Anwerbung und Entsendung von Freiwilligen in den einzel­nen Ländern unterbunden würde. Leider glaubte außer der französischen damals auch die britische Regierung, besondere Gründe zu haben,die es ihr nicht möglich machten", dem deutschen Vorschlag zuzustimmen. Es muß daher heute daran erinnert werden, daß ein bekannter arbeiterparteilicher Abgeord­neter sich vor einigen Wochen selbst in der englischen Presse in spaltenlangen Berichten rühmen konnte, ein Maschinengewehr in Toledo, das auf die tapferen Verteidiger des Alkazars gerichtet war, bedient zu haben. Eine hundertfach bewiesene Tatsache ist es außerdem, daß ständig Entsendungen großer Freiwilligen-Formationen vor allem von französischem Boden aus an die spanische Front erfolgt sind, ohne daß sich die englische Presse darüber bisher sonderlich aufgeregt hätte. Nicht zuletzt dürfte aber die englische Oeffentlichkeit von den immer größeren Kontingenten sowjetrussischer Truppen, die in Spanien gelandet werden, erfahren haben. Es gehört also schon ein beispielloses Maß an Unverfrorenheit dazu, wenn eine Reihe englischer Skandalblätter einige von deut­scher Seite längst schärfstens dementierte Lügenmeldungen benutzen, um eine neue Hetzkampagne gegen Deutschland in Szene zu setzen! (Siehe auch Seite 2).

durch die körperliche Ausbildung geschlossen werde, die sich bis in das späteste Alter jedes Jungen und Mädels auswirken werde. Aufgabe des Amtes für die körperliche Ertüchtigung in der Reichs- sührung sei, das deutsche Volk gesünder, kräftiger, schöner und froher zu machen.

Obergebietsführer Axmann, der vom Jugendführer des Deutschen Reiches zum Beauf­tragten für soziale Jugendfragen in der neuen Reichsstelle ernannt worden ist, machte Mit­teilungen darüber, wie die Reichsjugendführung die sozialpolitische Ertüchtigung der werk­tätigen Jugend in Deutschland durchführen werde. Der Reichsjugendführer habe in der Kampfzeit im wesentlichen die werktätige Jugend in der Hitler-Jugend erfaßt. Er habe es seit der Machtübernahme durch den nationalsozialistischen Staat als eine seiner großen Aufgaben ange­sehen, die Probleme und Fragen der werktätigen Jugend einer Lösung zuzuführen. Die Sozial-

(Lissss-IIlustiatiousn llokkmoan.)

arbeit der Hitler-Jugend unterscheide sich völlig von der aller Jugendbünde und Organisationen, die ihr vorausgegangen sind. Sie sei in der Ver­gangenheit keine Wohlfahrtsarbeit im überlebten Sinne gewesen, sie sei auch im tiefsten Sinne eine Ertüchtigung. Deshalb sei sie nach dem Grundsatz gelöst worden: Erhaltet die Jugend

gesund und steigert die Leistungsfähigkeit der Leistungsfähigen Im Reichsberufswettkampf sei die Ebene der Pflichterfüllung geschaffen worden, aus der einzig und allein die schaffende Jugend das Recht herleiten könne, in Zukunft sozial­

politische Forderungen an den sozialistischen Staat heranzutragen.

national-

öer Neichsaustcag an Valdur von Schirach

Berlin, 2. Dezember.

Durch die neue deutsche Jugendgesetzgebung wurde der Reichsjugendführer der NSDAP. Val­dur von Schirach mit der für die Zukunft des deutschen Volkes bedeutsamen Aufgabe betraut» die Jugend der Nation in der HJ. zusammenzu­

fassen und sie im Geiste des Nationalsozialismus zu erziehen.

Valdur von Schirach, am 9. Mai 1997 in Wei­mar geboren, stand schon als 17jähriger in der Front des Nationalsozialismus. Er studierte nach seiner Weimare Schulzeit in München Germa­nistik und Kunstgeschichte und tat sich auf der Universität als unermüdlicher Vorkämpfer für die Idee Adolf Hitlers hervor. Seine Revolu- tions-Gedichte fanden vor allem in der jungen Nation lebendigen Widerhall. Er leistete der nationalsozialistischen Bewegung während der Kampfzeit als Journalist, Redner, Organisator und Äugendführer hervorragende Dienste. 1925 trat er in die Partei ein und gehört seit vielen Jahren bereits zum engsten Vertrautenkreis des Führers. Mit 20 Jahren wurde er vom Führer in die Reichsleitung der NSDAP. be­rufen und mit der Führung des National­sozialistischen Studentenbundes betraut. Durch seinen unermüdlichen Kampf gelang es dem NSD.-Studentenbund bereits ein Jahr vor der Machtergreifung, im Staate die Führung der deutschen Studentenschaft an sich zu reißen.

1931 ernannte ihn der Führer zum Reichs­jugendführer der NSDAP. und 1932 zog er als jüngster Abgeordneter in den Reichstag ein als Vertreter der jungen Generation. Im Mai 1933 wurde er Jugendführer des Deutschen Reiches. In den Jahren nach der Machtergreifung schuf Baldur von Schirach die Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung der nationalsozialistischen Jugendbewegung, an der nach dem neuen Gesetz die ganze deutsche Jugend Anteil hat.

Als. Lyriker ist der Reichsjugendführer bekannt geworden durch seine GedichtsammlungFahne der Verfolgten", als Schriftsteller durch mehrere zusammen mit dem Photographen Hoffmann her­ausgegebene Bildbücher über den Führer und vor allem durch sein WerkHitler-Jugend, Idee und Gestalt". Der Reichsjugendführer ist sei Februar 1932 verheiratet und hat zwei Kinder, eine 1933 geborene Tochter und einen 1935 geborenen Sohn.

Senkt die sahnen!

Berlin, 2. Dezember.

Der Reichsjugendführer verkündete Dienstag im großen Sitzungssaal der Reichsjugendführung vor dem Stabsführer Hartmann Lauterbacher vor den versammelten Amtschefs der Reichs- jugendfllhrung und vor der Reichsreferentin des BDM. das Gesetz über die HJ. Der Reichs- jugenführer wies ' darauf hin. daß durch die Schaffung dieses Gesetzes der Kampf und die Ar­beit der HJ. ihre Erfüllung finde.

Die heutige junge Generation ist wie kaum eine vor ihr traditionsgebunden. Auch an diesem Abend kam dies sinnvoll zum Ausdruck. Das Ver­mächtnis der unsterblichen Gefolgschaft der HJ. findet in dem Gesetz über die HJ. seine Er­füllung. Der Reichsjugendführer Baldur von schirach gedachte aus diesem Anlaß jenes Hitler- Jungen, der zum Symbol der unsterblichen Ge­folgschaft wurde: Herbert Norkus. In nächtlicher stunde legte Baldur von Schirach, begleitet von seinen Mitarbeitern, aus dem stillen Waldfriedhof in Plötzensee am Grabe Herbert Norkus', an dem Hitler-Jungen des Gebietes Berlin mit Fackeln zur Ehrenwache angetreten waren, einen Kranz nieder mit der Inschrift:Unserem unsterblichen Kameraden am Tage der Erfüllung seiner Sendung".

2er letzte vaufteln

Die H2. die große Schule der deutsche« Jugend

(vradtbsriedt uvssrsr Ssrlivsr, SediMsituvZ)

Alle deutschen Jungen und alle deutschen>el werden künftig in HJ. und BDM. zu einer großen Gemeinschaft des werdenden Volkes zu­sammengeschlossen sein. Damit hat der Führer den letzten Baustein in das Gebäude des national­sozialistischen Erziehungswerkes eingefügt. Der Weg des jungen deutschen Menschen ist klar vor- gezeichnet. Vor allem aber ist nun erreicht, daß die gewaltigen Impulse, die unser Volk und seine Arbeit durch die Idee des Führers erhielt, nicht nur als solche als äußere Erscheinungen auf die kommenden Geschlechter nachwirken wer­den, sondern daß durch eine feste und unzer­störbare Grundlegung des Erziehungswerkes der Geist derer, die das Reich eroberten, ohne llm- deutung und Verfälschung auf sie übertragen werden kann.

Das Reich der Deutschen aus den Blut­opfern der Bewegung erwachsen ist nicht für das Heute erbaut und nicht für unsere Generation allein. Wir alle haben noch immer in uns selbst und in «deren das auszutilgen, was offen oder getarnt, bewußt oder unbewußt die Ich- Zeit an Anschauungen und Gedanken hinterließ. Gerade die, denen das Erlebnis der Kampfzeit fehlt, sind dieser Gefahr besonders ausgesetzt.

Diejenigen aber, die nach uns kommen, die nicht mehr Vergangenes zu liquidieren haben, die das Vergangene überhaupt nicht mehr kennen, sie werden und müßen dem näherkommen, was der Führer als Idealbild vor uns allen aufgerichtet hat: dem Typ eines aufrechten, tapferen national­sozialistischen Idealisten, der die Welt nicht mehr durch die Brille der Ichsucht sieht, sondern sich ganz als Glied der großen Kette fühlt. Viele große Ideen sind daran gescheitert, daß sie nur in denen unverfälscht lebten, die ihnen zum Siege verhalfen. Der Führer sagte einmal:Ideen kamen und Ideen gingen. Eines aber ist ge­blieben: das deutsche Volk". Dieses Wort des Führers zeichnet die Grundstellung vor, die Be­wegung und Staat bei der Erfüllung der großen Aufgaben der Erziehung einzunehmen haben.

Das deutsche Volk ist geblieben. Es wird im­mer sein. Die Ausgabe liegt daher darin, unsere Idee im Volke so fest zu verankern, daß Volk und Idee zu einer völligen Einheit verschmelzen, daß deutsch" zugleich auchnationalsozialistisch" heißt. Eines darf vom anderen nicht hinwegzudenken sein. Jeder, der sich zur Gemeinschaft der Deut­schen bekennt, muß Nationalsozialist sein im Wort wie in der Tat. Dazu ist notwendig, daß nicht nur der schon fertige, geistig im Zustand der Reife stehende Mensch weltanschaulich im Sinns der Idee geformt wird schon als Kind muß der spätere Träger der Idee, zu dem jeder Deutsche werden soll, in die Gemeinschaft hinein­gestellt sein.

Diese Gemeinschaft ist nun die Hitlerjugend. Schon hier wird dem werdenden Menschen in Umrissen das vermittelt, was er zunächst nur instinktmäßig aufnimmt, um es später durch eigene geistige Erkenntnis neu zu gewinnen und im Bewußtsein zu verankern. Hier begegnet er erstmalig nicht nur den VokabelnRaffe", Volk",Blut",Opfer" undEhre", sondern hier gewinnen inmitten der Gemeinschaft die Worte für das Kind schon Leben. Es muß sich bewähren, um bestehen zu können. Schon hier beginnt also gleichsam ein Einsatz im kleinen; in der Leistung für die Gemeinschaft, in Sport und Spiel, und nicht zuletzt im Erlebnis der Kameradschaft. Als erste große Aufgabe, die sichtbar in den Rahmen des ganzen Volkes ein­geordnet ist. tritt dann der Berufswettkampf an den jungen Menschen heran und richtet eine For­derung vor ihm auf. die seine ganze Hingabe not­wendig macht. Das Gewicht der Arbeit liegt aber stets auf dem Weltanschaulichen, da der Einsatz im Dienste der Sache nur aus dem Geist des Nationalsozialismus heraus erfolgen kann.

Die Organisation der Hitlerjugend, die nun -um Schmelztiegel aller deutschen Jungen und Mädel geworden ist. wird so zu der großen Vor­schule der nationalsozialistischen Idee. Gemein­sam mit Elternhaus und Schule wird sie den jungen deutschen Menschen formen und ihn so zu vollem Einsatz am Bau des Reiches körperlich und geistig befähigen.

O. S.