Ausgabe 
(1.12.1936) Nr. 334
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parteiamtliche ^Tageszeitung

BachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfront Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

flmtsdlatt des Senats der Zielen Hansestadt Bremen

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Nr.;Z 4 / 6 . Jahrgang

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läuschungsmanöver der

Volschewisten

die Komintern will in varcelona tagen

franco durchbrich» die feindliche sront

Paris» 30. November.

DerMatin" will nähere Aufklärungen über die Absichten Sowjetrutzlands in Spanien machen können» insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Tätigkeit der Komintern. Die Unterzeichnung des

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Unser lagssspisgsl

Die Komintern plant die Verlegung ihres politischen Sitzes nach Barcelona.

Den Truppen Francos gelang es, die Front der Bolschewisten bei Madrid zu durchbrechen. General a. D. Baupel überreichte dem Ver­treter der spanischen Rationalregierung sein Beglaubigungsschreiben.

Der Kommunistenhäuptling Thorez setzt den französischen Ministerpräsidenten erneut unter Druck.

Das polnische Bezirksgericht in Tarnowitz hat ein Fehlurteil gegen deutsche Jugendliche gefällt.

Der amerikanische Präsident Roosevelt ist in Buenos Aires eingetroffen.

Aus dem Garnisonsriedhof in Kiel fand die Trauerseier für die Verunglückten vonU18" statt.

Große Erfolge feierte« deutsche Fechter auf einem internationalen Turnier in Graz. Senator Bernhard übernahm die Leitung des Kameradschaftsbundes der Nachrichtentruppe«.

deutsch-japanischen Abkommens» so schreibt das Blatt, habe in Sowjetrußland einen sehr viel stärkeren Eindruck gemacht, als man dies allge­mein glauben machen wolle.

Eine Gruppe in Moskau sei der Ansicht, daß Sowjetrutzland sich nicht eher in einen Konflikt einlassen dürfe, bevor es nicht einer zumindest wohlwollenden Haltung derbürgerlichen Staa­ten" sicher sei. Zu diesem Zweck habe man vorge­schlagen, den politischen Sitz der Komintern aus Sowjetrutzland nach Barcelona zu verlegen. Es handle sich jedoch nur um das politische Sekre­tariat, während der technische Dienst und die Ge­heimarchive nach wie vor in Moskau bleiben soll­ten. Die Versammlung der Dritten Internatio­nale aber sollen in Zukunft an dem neuen Sitz stattfinden. Die katalanischen Behörden hätte» schon ihre begeisterte Zustimmung zu diesen Plänen gegeben.

Salamanca, 3V. November.

Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers der spanischen Nationaltruppen in Salamanca gibt bekannt, datz am Sonntag von den nationa­len Streitkräften die Kampftätigkeit an der Front von Madrid wiederaufgenommen wurde. Die Front der Bolschewisten wurde westlich von Madrid in nördlicher Richtung durchbrochen. Dabei wurden das Dorf Pozuelo de Alarcon und die diesen Ort beherrschenden Höhen eingenom­men. Die Bolschewisten haben allein bei dem Angriss einer einzigen Kolonne der nationalen Truppen über 400 Tote und 1V« Gefangene ver­loren.

Amtliche Nachrichten von der Nordarmee be­sagen ferner, datz die Nationalen die Ortschaft Humera westlich von Pozuelo (etwa vier Kilo- meter nordwestlich von Madrid) besetzt haben. In der Nacht zum Sonntag haben Luftstreit­kräfte der nationalen Regierung die Häfen von Alicante und Cartagena mit zahlreichen schweren Bomben belegt. Obwohl bolschewistische Jagdflieger und Kriegsschiffe den Bombenangriff zu stören versuchten, wurden sichtbare Erfolge er­zielt. Nationale Flugzeuge bombardierten am Sonntag ferner die Eisenbahnstation Pedro Albad el Earpio und Montoro (etwa 40 Kilo- meter östlich von Cordoba) und die in der Nähe der Bahnhöfe haltenden Züge, die beschädigt wurden.

Außerdem warfen nationale Flugzeuge über dem Kloster Santa Maria de la Cabeza bei An- buja (70 Kilometer nordöstlich von Cordoba) 40 Zentner Lebensmittel ab für etwa 500 nationale Spanier, die sich dort seit Monaten heldenhaft gegen die bolschewistischen Angreifer verteidigen.

Drei Sowjet-Dampfer versenkt

Sevilla. 30. November

Der spanische General Queipo de Llano teilte am Montag über den Rundfunksender von Sevilla mit, daß bei der Beschießung von Cartagena drei sowjetrussische Dampfer versenkt worden seien, von denen einer eine Eranatenladung an Bord ge­habt habe.

»Kein Sieg ohne das vauerntum

Die Soslarer Neden Nudols keß', waltker Darrss und Hermann Sörings

Eoskar, 30. November

Auf der abschließenden Haupttagung des vier­ten Reichsbauerntages in Goslar ergriff wie bereits kurz berichtet der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, das Wort zu einer Anspra^, in der er allen denjenigen dankte, die im Kampfe um die Ernährung des deutschen Volkes auch im vergangenen Jahre ihren Mann gestanden haben. Hierauf gedachte er auch beson­ders des Einsatzes der deutschen Arbeiterschaft. Darauf behandelte er die deutschen Maßnahmen zur Sicherung des Friedens vor der Bedrohung Lurch die Komintern. .Mir können dem Führer", so fuhr Rudolf Heß fort,nicht dankbar genug seiin, daß er diese schwere dauernde Bedrohung unserer Nation durch einen M von weltpoliti­scher Bedeutung verhindert hat durch das Anti- kominternbündnis, das er vor wenigen Tagen mit der großen Macht im Osten, mit Japan, geschlossen hat. Auch Japan hat das völkerzersetzende Wirken der Komintern in seiner ganzen Bedeutung er­kannt. Zwei Nationen haben sich damit zusammen­gefunden im gemeinsamen Jniteresse: In der Abwehr der Gefahr, welche beide bedroht.

Wir wollen einen Zusammenschluß der Völker gegen Verbrecher, die bewußt und gewollt Eift- bazillen in die Völker tragen. Ich sage: Ver­brecher, denn es ist ja auch in Sowjetrutzland Rcht das Volk» das von sich aus bolschewistisch ist»

sondern eine jüdische Clique hat dem Volk terroristisch die Zwangsjacke aufgezwängt.

Wir fragen nicht nach der Regierungsform der Völker, die zur Selbsterhaltung gegen die Welt­pest zusammenstehen» wir fragen nicht danach, ob sie autoritär oder demokratisch sind. Wir denken nicht daran, unsere Regierungsform anderen Völkern auch nur zu empfehlen, geschweige denn zu versuchen, unserer Regierungsform bei ihnen Eingang zu verschaffen. Wir wissen aber, datz es die Absicht der Komintern ist, die Regierungsform des Staates, in dem sie wurzelt» mit Gewalt anderen Völker» aufzuzwingen» und wir wün­sche», datz die Völker zusammenstehen gegen diese Versuche der Einmischung in ihre inneren An­gelegenheiten gegen diese Versuche der Ver­gewaltigung ihrer Selbstbestimmung.

Man verübelt es uns hier und da in der übrigen Welt, datz wir einen Zusammenhalt ge­schaffen haben zwischen den Staaten, die die Ge­fahr der Komintern und der ihnen zur Ver­fügung stehenden Machtmittel wirklich erkannt haben. Sollten wir etwa deshalb, weil andere Staaten trotz des spanischen Fanals diese Gefahr noch nicht erkennen und, in die wieder und wieder dargebotene Hand einzuschlagen, scheinbar nicht

Molotowverherrlicht" das Judentum

Hemmungslose Beschimpfungen Deutschlands

Moskau, 30. November.

Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, Molotow, verstieg sich in einer Rede vor dem Rätökongretz Zu hemmungslosen Beschimpfungen gegen denFaschismus", die offenbar eine Ant­wort auf die Reden des letzten Nürnberger Kon­gresses der NSDAP. darstellen sollten. Bekannt­lich hatte es damals die Smvjetpresse vorgezogen, die Nürnberger Anklagen gegen den Bolschewis­mus der Öffentlichkeit der Sowjetunion voll rnd ganz zu verschweigen. Molotow sprach nun­mehr von »Modernen Menschenfressern" und fihrte als Beispiel die deutsche Judenaesetz- glbung an! Ihr gegenüber betonte er, daß die vckschewistische Auffassung der Judenfrage sich M einem AuSspruch Stalins decke, der erklärt bäte, Laß derAntisemitismus als gefährlicher Res des Kanibalismus für die werktätigen Malen besonders bedrohlich" sei. Mtiver Anti- semtismus werde in der Sowjetunion mit dem Tode bestraft. Ferner erklärte Molotow, daß die Haltma des Bolschewismus zur Judenfrage da­durch bestimmt sei, daß das jüdische Volk den genicken Befreier der Arbeiterklasse Karl Marx Hervogebracht" habe. In der Sowjetunion wür­den Le Juden alstalentierte Organisatoren und Vrteidiger der Sache des Sozialismus" ge­fordert.

Schließlich kam Molotow auch auf das deutsch­japanische Abkommen gegen die Komintern zu sprechen und versuchte, es als eineVerschwörung gegen den Frieden" hinzustellen. Dabei behaup­tete er, daß der Kommunismus den Frieden, die gegen ihn gerichteten Kräfte jedoch den Krieg bedeuteten.

Daß diemodernen Menschenfresser" ein­zig und allein in den Organisationen der Komintern zu suchen sind, weiß heute die ganze zivilisierte Welt, nachdem sie Zeuge des grauenvollen bolschewistischen Blutregi­ments in Spanien geworden ist. Molotow kann sich also den Versuch, die Tatsachen in ihr Gegenteil zu verdrehen, ruhig schenken; kein sehender und denkender Europäer fällt jetzt noch aus die lächerlich dumme, aber echt jüdische Behauptung herein, der Kommunis­mus bedeute den Frieden. Gerade nach den hemmungslosen Beschimpfungen Deutsch­lands wirkt es doppelt demagogisch, wenn die blutbefleckten Machthaber des Kreml die Verantwortung für die Störung des Welt­friedens von sich abwälzen wollen.

gewillt sind, darauf verzichten, eine Abwehrge­meinschaft zu bilden? Erwartet, man von uns, daß wir sehenden Auges das Verderben über uns hereinbrechen lassen, weil andere keine Augen haben zu sehen? Lord Kitchener sprach wenige Jahre vor dem Weltkriege zu einem deutschen Offizier das Wort, das er die kommende Kata­strophe des Weltkrieges herannahen sehe, aber sie für unabwendbar halte, weil auf allen Seiten die Staatsmänner fehlten, die weitblickend und tatkräftig genug seien, sie abzuwenden.

In der heutigen Welt gibt es, so stellte Rudolf Heß unter langanhaltendem und stürmischem Beifall fest, einige Staats­männer, die weitblickend und tatkräftig ge­nug sind. alles zu tun, um für ihre Völker die sichtbar heraufsteigende neue Gefahr zu dämmen die Gefahr, im Chaos eines Weltbolschewismus zu versinken. Sie lassen ihre Völker nicht in eine Katastrophe stür­zen, wie die Staatsmänner von 1914. Rudolf Hetz schloß seine Rede:Wir danken vor allem dem Führer (stürmische Beifallskund­gebungen), datz er uns das Gefühl der Ge­borgenheit gegeben hat in unserem Lande. In dieser Geborgenheit wird der deutsche Bauer auch im nächsten Jahr dem Volk das tägliche Brot schaffen und so seinen Beitrag leisten für das Leben unseres Volkes. Das friedliche Schaffen des deutschen Bauern, ja das friedliche Schaffen des ganzen Volkes ist der Inhalt nationalsozialistischen Sinnens und Trachtens. Und der Allmächtige wird unsere Arbeit segnen, wie er sichtbar geseg­net hat das ehrliche Streben des deutschen Volkes und seines Führers!"

In seiner Rebe auf der Schlußkundgebung des Reichsbauerntages beschäftigte sich

Neichsbaueenjüheer N. walther Bares

zunächst mit den Kritikern an der national­sozialistischen Agrarpolitik. Es gibt heute noch in unserem Volke Menschen, so führte er aus, welche ein Gefallen darin finden, zwischen dem Nationalsozialismus aus der einen Seite und dem Preußentum auf der anderen Seite einen Gegensatz zu konstruieren. Die Erfolge der nationalsozialistischen Ernährungswirtschaft sind die durchaus folgerichtige Uebertragung der Grundgedanken Friedrichs des Großen auf das Gebiet der Ernährungswirtschaft. Von einem Gegensatz zwischen Preußentum und National­sozialismus kann hier keine Rede sein.

(Fortsetzung auf Seite 2)

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Dsi- ponamsiilcomsclis Kongi-sb uncl ssins k^cirols

Heute wird in Buenss Aires der achte panamerikanische Kongreß eröffnet, aus dem das Schicksal der Reuen Welt eine bessere Regelung finden soll. Dieser Kongreß der 21 amerikanischen Staaten soll zu einem amerikanischen Völkerbünde ausgebaut werden, aus ihm sollen alle Streitigkei­ten und Gegensätze verschwinden, die die latein­amerikanischen Republiken oft genug untereinander auszusechten gehabt haben und die sie von ihrem großen Bruder im Norden trennten.

Präsident Roosevelt ist gestern in Buenos Aires eingetroffen, um der Eröffnungsfeier­lichkeit eine besondere Weihe zu geben. An der Spitze der umfangreichen nordamerikanischen De­legation befindet sich der Staatssekretär Cordei Hüll, der die Vereinigten Staaten auch auf dem Kongreß in Montevideo vertrat und dort persönliche Freundschaften mit den südamerika- nischen Staatsmännern, im besonderen mit dem argentinischen Außenminister Dr. Saavedra- Lamas, geschlossen hat. In Montevideo hatte der Präsident von llruguay, Dr. Terra, in seiner Er­öffnungsrede der Hoffnung Ausdruck gegeben, die 240 Millionen Bewohner des amerikanischen Kontinents möchten von nun an den 540 Millionen des zerrissenen und uneinigen Europas ein Bei­spiel der Einigung und Friedfertig­keit geben. Diese Parole ist von allen beteilig­ten Staaten aufgegriffen worden, und man hat sich in der Neuen Welt im Verlauf der letzten vier Jahre viel Mühe gegeben, alle Hemmungen zu beseitigen und eine Atmosphäre zu schaffen, die einen Erfolg der Beratungen in Buenos Aires verbürgen.

Zwischen Nord- und Lateinamerika stand bis­her als trennender Wall die Monroe-Doktrin. die in den lateinischen Staaten als ein aufge- zwungenes Protektorat empfunden wurde und gegen deren staatsrechtliche Bedeutung oft genug Protest erhoben worden war. Man haßte und fürchtete in den Südstaaten des Kontinents den nordamerikanischen Imperialismus. So geschah es denn auch, daß Kuba bei der Eröffnung des letzten panamerikanischen Kongresses in Monte­video durch seinen Delegierten den Antrag stellte, Nordamerika solle es -durch einen Kongreß- beschluß hinfort unmöglich gemacht werden, sich

in die inneren Angelegenheiten anderer ameri­kanischer Staaten einzumischen oder sich als Pro­tektor Gesamtamerikas aufzuspielen. Nordamerika sah sich in Montevideo in die Defensive gedrängt, und Staatssekretär Hüll mußte mit seiner sofor­tigen Abreise drohen, ehe es gelang, eine einiger­maßen befriedigende Einigungsformel über zweitklassige Fragen zu finden.

Da es aber mehr als jemals, seit Washington den europäischen Angelegenheiten den Rücken gekehrt hatte, in den Plänen Roosevelts lag, sich mit Lateinamerika politisch und wirtschaft­lich zu verständigen, so hat in den letzten vier Jahren die Diplomatie der Vereinigten Staaten es sich angelegen sein lasten, sich auf politischem und wirtschaftlichem Gebiete mitdenLatein- amerikanernzu verständigen. Auf die Empfindlichkeiten der Lateinamerikaner wurde weitgehend Rücksicht genommen, die volle Unab­hängigkeit Kubas wurde bestätigt, und die soge­nannte Konvention Platt, die Nordamerika das Recht gab, sich unter gewissen Voraussetzungen in die inneren Angelegenheiten der großen Antil- leninsel einzumischen, wurde annulliert, mit Panama wurde ein llebereinkommen getroffen, aus Nikaragua wurden die nordamerikanischen Marinetruppen zurückgezogen, und ängstlich wurde alles vermieden, was irgendwie wie eine Protektoratshandlung aussehen konnte.

Auch in Südamerika hat inzwischen der Gedanke eines kontinentalen Zusammenschlus­ses erhebliche Fortschritte gemacht. Schon 1933 hatte in Mendoza eine viel beachtete Zusammen­kunft des argentinischen Außenministers Saave- dra-Lamas mit dem Außenminister von Chile, Don Miguel Cruchaga, stattgefunden, aus der man sich über alle südamerikanischen Probleme einigte und sich über Wirtschaftsfragen verständigte. Der Staatspräsident von Argentinien. General Justo, stattete dem Vundesprästdenten von Brasilien, Dr. Eetulio Varqas, einen Staatsbesuch ab. In Nio de Janeiro wurde dann ein Freund, schafts- und Nichtangriffspakt ab­geschlossen. dem die meisten amerikanischen Staa- ten beitraten. Die Zusammenarbeit in wirtschaft­licher und politische,: Beziehung ist ich Laufe der

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