Ausgabe 
(7.8.1937) Nr. 214
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtliche Tageszeitung

TlachriHtenblatt der deutschen flrbeitsstont Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblott des Senats der freien kjansestadt vremen

Erscheint 7mal wöchentl. Monatsbezug: 2,30 einschl, Zustellgeb.; Postbezugspreis monatl, 2.30 ^

(einschl, 50,54 2 A 2 Postzeitungsgebiihr) zuzügl, 42 ^ Bestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinenAnspruch auiErstattüng oderErsat;. NS.-Gauvcrlag Wescr-Ems G. in. b. H., Bremen, Seeren 6/8 / Fernsprecher: 541 21 und 511 15 .

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Bremen

Anzeigen-Grundpreise: Tke 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 'M, die 70-ww-Zeile im Textteil 75 4A2. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis- liste k (Nachlaßstassel 0). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. AnnahmeschlutzlS Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12 -13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13^5 Uhr.

Nr. 214 / 7. Jahrgang

Sonnabend, 7. flugust 1SZ?

kinzelprels 15 Npf.

Mißlungene Sowjetstankerei in London

Unser lagesspivgel

Der Führer empfing den neuen spanischen Botschafter.

Der Nichteinmischungsausschütz wurde aus drei Wochen vertagt.

General Franco unterzeichnete das Programm der neuen spanischen Nationalpartei.

Um die nordchinesischen Eisenbahnlinien find heftige Kämpfe im Gange.

Ein Taifun über dem Pangtse erforderte mehrere hundert Tote.

Der Führer der japanischen Jugendorganisa­tion Fhutara kommt zum 2. Eebietsaufmarsch der Nordsee-HJ. nach Bremen. Obergebietssiihrer Lühr Hogrese empfing auf der Pauliner Marsch die Adolf-Hitler-Marsch- einheit seines Gebietes.

LW Siebenbürger Sachsensänger fanden in Bremen begeisterten Empfang.

Veheims Erdapfel, der erste Globus der Welt, wurde für das Germanische Museum erworben. Eemätz einem Erlaß des Beauftragten für den Vierjahresplan darf Nutzholz nicht mehr verfeuert werden.

Bei den internationalen Deutschen Tennis­meisterschaften stehen sich im Einzel-Endspiel Henkel und McErath gegenüber, f Hans Stuck gewann das La-Tourbie-Rennen.

........M.......

gbereichsanwalt vrettle im flmt

Leipzig, 7. August

Der als Nachfolger des am 12. Oktober ver­gangenen Jahres verstorbenen Oberreichsanwalts Dr. Karl Werner vom: Führer.und Reichskanzler zum Oberreichsanwalt erkannte bisherige Eene- ralstaatsanloa.lt Emil Vrettle aus Karlsruhe wurde am Freitag im Festsäwl des Reichsgerichts durch den Reichsminister'der Justiz Dr. Eürt- ner feierlich in sein Amt eingeführt. Die An­wesenheit zahlreicher Ehrengäste, unter diesen als Vertreter des Reichsstatthalters Mutschmann der sächsische Innenminister Dr. Fritsch, ferner Staatssekretär Dr. Freisler, der Präsident des Reichskriegsgerichts General der Artillerie Heitz, der Oberreichskriegsanwalt Dr. Reh- dans, zahlreiche Vertreter ' der Reichs- und Landesbehörden und aller Parteigliederungen so­wie Männer der Rechtswissenschaft und Rechts­praxis, bezeugten die große Anteilnahme aller Volkskreise am Rechtswegen.

40 000 flrbettsmLnner marschieren

Berlin, 7. August

Die ZeitungDer Arbeitsmann" veröffentlicht «ine Vorschau auf die Teilnahme des Reichs­arbeitsdienstes am Reichsparteitag. Danach wer­den diesmal rund 40 000 Führer und Männer des Reichsarbeitsdienstes sowie 600 Führerinnen und Maiden des Arbeitsdienstes für die weibliche Ju­gend aufmarschieren. Wenn die Zahl diesmal etwas geringer ist als im vergangenen Jahr. so liegt das daran, datz der Reichsarbeitsdicnst in außerordentlich starkem Maße bei der Ernte ein­gesetzt ist, und die Arbeiten im Interesse der Sicherung unserer Volksernährung keine Unter­brechung erfahren dürfen.

krnleliilfe des NSKK.

Berlin, 7. August.

Der Führer des Nationalsozialistischen Kraft- fahrlkorps, Korpsführer Hühnlein, hat an die Führer und Männer des Korps den Appell ge­richtet, die Einbringung der Getreideernte über­all tatkräftig zu unterstützen. Die Teilnehmer an Erntearbeiten werden für die Zeit dieses freiwilligen Einsatzes vom IsSKK.- Dienst befreit.

polnisch bis ;ur oder"

(Ligevsr vraktbsriebt äsrBremer Leitung") s. Königsberg, 7. August

Das Königsberger Sondergericht verurteilte den 86 Jahre alten Viktor Cavinowski aus N a r e y t h e n, der eine kleine Landwirtschaft be­treibt und sich zur polnischen Minderheit zählt, zu einem Jahr und 6 Monaten Gefängnis. Der Angeklagte hatte unter der Grenzbevölkerung das Gerücht verbreitet, ein Krieg zwischen Polen und Deutschland stehe unmittelbar bevor, das Reich werde unterliegen und Ostpreußen an Polen fallen. Das ganze Land bis zur Oder würde später polnisch sein. In seinen Hetzgesprächen machte Cavinowski dann die Partei ver­ächtlich ein Vergehen, das um so unver­ständlicher erscheint, als dieser Hetzapostel stets ungehindert seine kulturelle Zugehörigkeit zum Polentum zum Ausdruck bringen konnte. Die Verhandlung vor dem Sondergericht beleuchtete im übrigen das dunkle Treiben gewisser polnischer Agenten in Ostpreußens Erenzbezirken. In der Urteilsbegründung betonte der Vorptzende, ge­rade im Zeichen der deutsch-polnischen Freund­schaftspolitik, die vom Führer angebahnt wurde, sei eine derartige Hetze verwerflich.

flutounfall Vr. Leus

München, 7. August.

Reichsleiter Dr. Ley erlitt am Donnerstag auf der Fahrt vom Münchener Flughafen zur Sladt einen Autounfall, bei dem er sich einen Bruch des rechten Armes zuzog. Dr. Ley und ein Lei dem Unfall mitverletzter Radfahrer fanden in einem Münchener Privatkrankenhaus Ausnahme.

kngland willbesseres" KvnirolMtem finden

(Ngsnsr' Orabtchsriobt derBremer Leitung")

London,?. August.

Wie es nach den offiziösen Ankündigungen kaum anders zu erwarten war, eüdete die Sitzung des Unterausschusses ,der Nichteinmischungskon- - ferenz mit einer Vertagung, und zwar gleich auf drei Wochen., Der Ausschutz überläßt es Lord Plymouth, ihn nach dieser Frist nach eigenem Ermessen wieder einzuberufen.

Da die englische/Legierung anscheinend vom der Aussicht s l ö sigkeit weiterer Ver­handlungen in Anbetracht der sowjetrussischen Obstruktionspolitik überzeugt war, hatte ihr Ver­treter, Lord Plymouth,- den Auftrag, das Problem der Kriegsrechte und der Freiwilligenzurück-

^ ziehung in den Hintergrund zu rücken und dafür die Kontrollfrage aufzurollen. Nach lan­gem Hin und Her wurdeZchlfeßlich der von. Lord Plymouth eingebrachte Vorschlag angenommen, die englische Regierung mit der Ausarbeitung einesbesseren" Kontrollsystems zu beauftragen.

. Lord Plymouth selbst übernahm außerdem den ' Auftrag, weiterhin die bestehenden S.ch wie - rigkeiten zu klär.en., Da zür Zeit eine Kontrolle nur noch insofern'besteht, als britische und französische' Kriegsschiffe ' nationalspanische Küsten zu überwachen vorgeben, dürfte es . nicht schwer fallen, an die Stsslle diesesSystems" ein besseres zu setzen. Der deutsche.Vertreter.wies aber vorsorglich darauf hin, daß ein neuer'KoM' trollplan nicht wieder zur Errichtung eines züm Nachteil des nationalen . Spaniens : einseitigen Systems führen dürfe.

Mit tatkräftiger Assistenz des französischen Bot­schafters versuchte der Vertreter Moskaus, die

eindeutige Sabotage zu verschleiern, die er bisher in dieser Konferenz getrieben hatte. Ohne aus die in der ganzen Weltpresse gegen Moskau ge­richteten Angriffe wegen offensichtlicher Torpedie- rung der Nichteinmischungspolitik zu antworten und sich zu rechtfertigen, richtete er an Deutsch­land, Italien und Portugal die scheinheilige Frage, ob sie ihre Freiwilligen bedingungslos aus Spanien zurückziehen wollten und diese Frage mit ja oder nein beantworten könnten. Selbst Lord Plymouth sah sich in Anbetracht die­ser lächerlichen Vertuschungsmanöver Deutsch­land und Italien haben ihre Stellungnahme zu diesem Problem schon mehr als einmal ossiziell fixiert veranlaßt, den Sowjetbotschaster Maisky darauf hinzuweisen, daß es Lei dieser Sitzung nicht um ein von ihm inszeniertes Frage- und Antwortspiel, sondern um die Erör­terung des britischen Planes gehe.

Her spanische votschafier beim Meer

Ueberreichung des veglaubigungsschreibens auf dem Vbersalzberg

Berchtesgäden, 7. August.

Der Führer und Reichskanzler.euipsing fqpr.

Freitag in seinem Hause auf dem Obersalzberg den vom Ehes des spanischen Staates General Franco ernannten neuen spanischen Botschafter in Berlin, Antonio Marques de Mägaz, zur Ent­gegennahme seines Beglaubigungsschreibens.

Der Botschafter war von dem bisherigen spa­nischen Geschäftsträger in Berlin Baron de la Torr es und dem Militärattache Oberst im Ee- neralstab Martinez sowie dem stellvertreten­den Protokollchef des Auswärtigen Amtes Lega­tionsrat Boltze begleitet. Am Bahnhof Berchtes- gaden wurde er durch Staatssekretär und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner empfangen und im Kraftwagen des Führers zum Obersalz­berg geleitet, wo ihn eine Wache der SS.-Leib- standarte Ehrenbezeigungen erwies. Botschafter Marques de Magaz überreichte das Handschreiben seines Staatschefs General Franco dem Führer und Reichskanzler mit einer Rede in spanischer Sprache, die in deutscher Uebersetzung wie folgt lautet:

Exzellenz! Es ist für mich eine besondere Ehre, die ich als beste und würdigste Krönung meines Lebens und meiner Laufbahn betrachte, Ew. Exzellenz das Beglaubigungsschreiben zu über­reichen, das mich als Außerordentlichen und Be­vollmächtigten Botschafter des Generalissimus

Franco, Chef des spanischen Staates, Lei Ew. Exzellenz akkreditiert. Seit langer Zeit.unterhält. Sstanien die L este st '' B czsi irh'u nHen zu Deutschland, Beziehungen, die auch durch den großen europäischen Krieg keine Beeinträchtigung erlitten, jedoch, jetzt,. mein Land durch den chlutigen., Kayipf zerrissen ist, fühlt das gesunde,, von General Franco. geleitete Spanien um, so mehr die gleiche Gesinnung wie Deutschland, die sich im gemeinsamen Haß.gegen den Kom­munismus ausdrückt, sowie eine unermeßliche Dankbarkeit für ihm erwiesene wahre und echte 'Freundschaft. Diese Dankbarkeit ist einem so feuri- rigen und freigiebigen Land wie Spanien, ist der beste Beweis für eine feste und offene Freund­schaft, die einen glücklichen Austausch der ma­teriellen und moralischen Interessen zwischen den beiden Ländern zu sichern verspricht.

In der Tat besteht kein Zweifel, daß viele der Grundlagen, die das Dritte Reich verkörpern, und die auf die kluge und zähe Politik Ew. Exzellenz zurückzuführen sind, auch in Spanien ihre. Anwen­dung finden werden, natürlich innerhalb seiner besonderen Eigenart und Tradition.

Die Mission des Botschafters wird unter dielen Bedingungen eine leichte sein, da er, wovon ich überzeugt bin, mit der wohlwollenden Unterstützung Ew. Exzellenz und der in. der Regierung tätigen Mitarbeiter rechnen kann. Als alter und steter Bewunderer Deutsch­lands, seiner Tugenden, seiner Wissenschaften und Methoden, werde ich meinen ganzen Willen in diese Mission legen, die mir General Franco aufgetragen hat, wobei er mehr auf seine Freund­

schaft zu mir als auf meine geringen Verdienste achtete- . . . ,

Der bei meiner Ankunft unterzeichnete Vertrag, der die Hanhelsgrundlagen zwischen Deutschland und Spanien festlegt, ist ein glückliches Vorzeichen dafür, daß sich während meiner hiesigen Amts­tätigkeit die Bande, die unsere Völker miteinander verbinden, enger und enger gestalten werden.. Ge­statten mir Ew. Exzellenz, daß ich von ganzem Herzen die aufrichtigsten Wünsche für die Zukunft und.den Ruhm des Deutschen Reiches sowie für dir Gesundheit Ew. Exzellenz .zum Ausdruck brin­gen darf,da Ew. Exzellenz es verstanden half dem deutschen Volke die Handlungsfreiheit wiederzugeben und den Stolz seiner Würde, wenn überhaupt noch möglich, zu steigern vermochte."

Der deutsche Reichskanzler antwortete mit folgender Ansprache:Herr Botschafter! Ich habe die Ehre, aus den Händen Ew. Exzellenz das Schreiben entgegenzunehmen, durch das Seine Exzellenz Herr Francisco Franco Vahamonde, Chef des spanischen Staates und Generalissimus des nationalen Heeres, Sie als Außerordentlichen und Vevollmächiigten Botschafter bei mir beglau­bigt. Es ist mir eine besondere Freude, in Ihnen einen Vertreter des spanischen Volkes zu be­grüßen, dessen Ringen um seine Einigkeit und seine Freiheit ich seit langem mit wärmster Sym­pathie verfolge. Das deutsche Volk, das mit dem fpanischen durch jahrhundertealte freundschaftliche, auch in .den Stürmen des Weltkrieges bewährte Beziehungen verbunden ist, nimmt an dem heroi­schen Kampf des spanischen Volkes und an dem Aufbau des spanischen Staates regsten inneren Anteil.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Von äen voutsclien Bolireiiiiej.^terseliakte». die in der I.eirlitulliletiü und i»i 1I»»»«eIii>kt->-6epäeüiiurr8eli in krankt»rt am Hain gegenwärtig ansgotrageu worden, reizt unser Bild den Kukinarscli der 1'viInstruier. (Liebs dey Lportteil!) . ' fkrssLS-LoLwsnn

VMM

.W

»WM

KMM

MAO

*"» ^

fimerikos jüngste stepublik

Unterredung mit dem Uesandten Panamas

(Von unserer Berliner. Lebriktlsitunz)

Schon mehrfach wurde in der letzten Zeit die deutsche Oefsentlichkeit auf Panama aufmerksam: Ein Teil der großen Manöver der USA.-Kriegs­marine hatte den Panamakanal in seine strategi­schen Pläne einbezogen. Und es ist erst wenige Tage her, seit die Sensationsmeldung über den Atlantik eilte, in einer Provinz des Staates Panama seien ungeheure Schätze aus der Jnkazeit entdeckt worden. Mancher hat in diesen Tagen vielleicht zum Lexikon gegriffen, um sich einmal die Bedeutung dieser jungen Republik auf der Landbrücke zwischen Nord- und Süd- amerika zu vergegenwärtigen.

Exzellenz Dr. Franciso Villalaz C., der Gesandte Panamas in Berlin, der die Freund­lichkeit hatte, «inen Mitarbeiter unserer Berliner Schriftleitung zu einer Unterredung zu empfan­gen, ging daher gerade auf diese Probleme be­sonders ausführlich ein. Panama erhielt, so er­zählte Exzellenz Villalaz C., am 3. November 1903 seine Unabhängigkeit von Kolum­bien, und heute ist unser Staat mit seinen 87 000 Quadratkilometern und etwa 1 Million Einwohnern eine souveräne Republik wie alle anderen lateinischen Schwesterrepubliken von Südamerika. Wir haben zur Erringung unserer völligen Unabhängigkeit allerdings einen ansehn­lichen Teil unseres Landes seinerzeit opfern müssen. Aber wir wollten um jeden Preis frei sein, und dafür war uns kein Opfer zu groß:

Auf einen Hinweis auf.die zwischen Pmi.nnn und den Vereinigten. Stäaten bestehenden so-- machungen erwiderte der Gesandte: Wir ränmlcn der nordamerikanischen Regierung gewisse Bor. rechte in der Kanalzone ein. z. B die Verwaltung und die Verteidigung des g,c>n Werkes. Es ist selbstverständlich, daß mir im Falle eines Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und einer anderen Macht mit'dsrf?-..:en Sorgfalt die Kanalzone schützen werden wie die Nordamerikaner selbst. Diese liegt doch im Herzen unseres Territoriums, und eine Zerstörung des Kanals durch militärische Angriffe würde sich zweifellos katastrophal für unser Land auswirken müssen. Trotzdem ist es ein grundlegender Irrtum, etwa anzunehmen, Panama stehe unter nord- amerikanischem Protektorat. Panama ist nicht nur die Verbindungsbrllcke zwischen Nord- und Südamerika, sondern auch alle Schiffe, die zwi­schen dem Pazifik und dem Atlantik verkehren, lausen unsere Häfen an. Wenn somit alle Schiff­fahrtslinien zwischen Amerika . einerseits und Europa, China, Japan, Australien und Neuseeland andererseits unsere Küste berühren, so ist es doch wohl klar, daß Panama vom geographischen Standpunkt aus direkt bevorzugt, ja geradezu beneidenswert ist.

Aber auch in anderer Beziehung, so fuhr Exzellenz Villalaz C. fort, ist Panama ein glückliches Land. Unsere Vodenflächs ge­hört zu den wertvollsten der Neuen Welt und umfaßt ein Gebiet, das etwa dem Umfang Bel­giens, Hollands und Dänemarks zusammengenom­men entspricht. Es gibt aber im Lande heute noch fast keine e i g e n e I n d u st r i e, und auch unsere Landwirtschaft arbeitet noch nicht nach wissenschaftlichen Grundsätzen. In verschiedenen Gegenden harren noch Vorkommen von Kupfer, Gold, Blei, Zink und anderen Mineralien ihrer Erschließung. Der Boden selbst ist so fruchtbar, daß Kaffee, Kakao, Zuckerrohr, Bananen, Mais, Tabak, Gummi, Baumwolle, Reis, Ananas und verschiedene andere tropische und semitropische Frückite gedeihen Nicht zu ver­gessen sind die wertvollen Hölzer, Perlen und Perlmutter, eins der wichtigsten Produkte der Republik.

Jegliche Industrie findet die beste Aufnahme in unserem Lande, und sie genießt ein besonderes Entgegenkommen seitens unserer Regie­rung. Diese steht der Einwanderung von geeigneten und gutgesinnten Elementen nicht nur wohlwollend gegenüber, sondern sie unterstützt diese, wo sie kann. Alle, die zu uns kommen mit der Absicht, zu arbeiten und sich ein neues Leben zu schaffen, werden von uns mit offenen Armen empfangen: aber wir holen niemanden, und es liegt uns durchaus fern, jemanden zu reizen, zu uns zu kommen.

Mit besonderem Stolz verwies Exzellenz Dr. Villalaz C. auf den hohen Stand des Erzie­hungswesens in Panama: Wir haben eine Universität und verschiedene Institute für höhere Bildungsgänge. Jede kleine Stadt besitzt ihre eigene Schule. Für die Volkserziehung gibt die Regierung mehr als 35 Prozent ihrer gesamten Einnahmen aus. Die moderne Erziehung ihrer Jugend liegt der Staatsführung besonders am Herzen. Da wir erkannt haben, daß der Sport der Hauptfaktor für eine gesunde, und starke neue Generation ist, ist in allen Erziehungsanstalten des Landes der Sport durchweg obligato­risch! Er wird von allen Schichten des Volkes mit wahrem Enthusiasmus betrieben.

Unsere hygienischen Einrichtungen sind mit . dem modernsten ausgestattet, was es über-