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parteiamtliche ^geszeitung
NachrichtenbM der Deutschen flrbeitsstont Bremen
der liationalfLklmtisten Vremens
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Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen
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Nr. rw / 7. Zaiirgang
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Menslag, Z. flugust 1SZ7
kinzelprels 15 Nps.
Schlag gegen die
englischer UMer entjlekt der vegründung für den Naub
de! deutschen Kolonien den voden
Berlin. I August
Im Juli-Heft der „Europäischen roue" berichtet Sir Raymond Beazleuüber die Entscheidungsjahre der deutschen Kouialpolitik in Mrira 1890 und 1891. Mit «endlichem Wagemut und größter Zähigkeit habKarl Pe-
MWW
Unser lagesspieg^
Mussolini hat den Brief Chamblains beantwortet. j
Die nationalspanische Lustwafse snnte ein rotspanisches Handelsschiff vernicht.
Die chinesische Presse ermähnt h Bevölkerung zur Geduld. i
In zeitgemäßen Feststellungen ^setzt der englische Historiker Beazley -er Kegsschuld- lüge einen vernichtenden Schlag.j
Der Führer empfing den türkisch! Minister für öffentliche Arbeiten. s
Die NS.-Frauenschaft Bremen Sann mit der Ernte der Adols-Hitler-FlachHnde.
Siebenvürger Sachsen statten Vr en demnächst einen Besuch ab.
Eine heftige Explosion richtete in sr Wals- roder Straße Sachschaden an.
Bremens Seeschiffsoerkehr steigt nter an.
Bei den Deutschen Tennismeiste^asten in Hamburg wurde v. Cramm ausgekltet.
In Werden wurde der 19». Schünkönig ermittelt. s
ters den Anspruch Deutschlands auf weite und wertvolle Gebiete erworben und in Uganda, wo Englands Bemühungen um Einflußnahme ziemlich erfolglos geblieben waren, das Vertrauen der Sultane zu Deutschland gewonnen. Aber mit einem Federstrich sei ein groges Kolonialgebiet (oder doch zumindest der sichere Anspruch darauf) durch den Sansibar-Vertrag zunichte gemacht worden. Das sei 1890 gewesen. „Drei Jahre später", fährt Beazley fort, „legte ein gütiges Schicksal Deutschland eine einzigartige Entschädigung zu Füßen, die aber nach reiflicher Ueberlegung zurückgewiesen wurde." Hier habe es sich um ein Angebot Englands an Deutschland gehandelt, sich mit ihm in den zentralen Sudan so zu teilen, daß Deutschland ein großes Stück des heutigen französischen Zentral- afrikas zugefallen wäre. Aber auf den energischen Protest Frankreichs hin, für dessen afrikanische Pläne diese Gebiete eine erhebliche Rolle spielten, habe . Deutschland ohne jede Entschädigung auf das englische Angebot verzichtet.
Beazley schließt seinen Artikel mit den Worten: „Selten hat eine große Nation (oder vielmehr ihre Regierung) sich unbedachter von großen, wiederholt dargebotenen Gelegenheiten zurückgezogen. Auf jeden Fall aber rechtfertigen diese Verzichte, wie sie dann auch in der Marokko- politik vor 1911 geübt wurden, keineswegs das Bild eines Deutschlands, das immer und überall koloniale Expansion erstrebt und gegen jeden Nachbarn, sei er Rivale oder Freund, konspiriert, um diese Expansion zu ermöglichen."
Diese Feststellung eines der bedeutendsten britischen Historiker der Gegenwart muß mit ehernen Lettern in das Buch der Kolo- nialgeschichte Deutschlands eingetragen wer
den. Hiermit wird die schwerwiegendste Begründung für die Fortnähme der deutschen Kolonien, der deutscherseits immer auf das schärfste entgegengetreten worden ist, nun auch englischerseits Lügen gestraft. Sie. führt auf Grund stichhaltiger Beweisführung die Behauptung der Antwortnote der Alliierten vom 16. Juni 1919 s.ck absurckuiu, daß die Fortnähme der Kolonien die Sicherung des Weltfriedens bedeute „gegen einen militärischen Imperialismus, der darauf ausging, sich Stützpunkte zu schaffen, um gegenüber anderen Mächten eine Politik der Einmischung und Einschüchterung zu verfolgen".
Gleichzeitig sollte diese Feststellung aber auch als Mahnung denjenigen gelten, die auch heute in erster Linie mit der gleichen ungerechtfertigten Verdächtigung der Anerkennung des deutschen Kolonialanspruches entgegenarbeiten, daß Deutschland wie vor dem Kriege auch künftig mit seiner Kolo- nialforderung imperialistische Ziele verfolgen werde und sich mit der Rückgabe seiner srüheren Kolonien niemals begnügen werde. Raymonds Feststellung wird in Deutschland nicht vergessen werden, und mit Befriedigung und Dankbarkeit kann festgestellt werden, daß der Geschichtsschreiber auch englischerseits heute die Kolonialschuldlüge als solche erkennt und brandmarkt und Deutschland die Gerechtigkeit zukommen laßt, an die wir den Glauben nie verlieren werden. Die Politiker würden viel zur Verständigung und zum Frieden beitragen, wenn auch sie sich dieser Gerechtigkeit nicht länger verschließen würden.
wie st» die pause gemißt werden?
Frankreichs flußrminister will vermitteln
(vrakthsriobt uvssrsr Ssrlcksr Lvkr: s-ickvZ) ick. Berlin, 3 chgust
Der Nichteinmischumgsausschuß hat ; Donnerstag Zeit, die durch die sowjetrussisch Haltung drohende Gefahr abzubiegen. Seine So ist es, die Tatsache zu erkennen und danach du ntschei- dung zu treffen, ob eine Kontrolle Spn ns und damit die Bürgschaft für die Nichteinmisl ng noch möglich ist oder nicht mehr.. Zur Vo erei- tnng dieser Entscheidung versucht difranzo- sischs' Außenminister Delbos die Soi trussen wieder an den englischen Plan Herar führen. Ein natürlicher Vorgang, denn Par verfügt über die besten Vezishuren zu den Sowjetrussen und könnte ise Beziehungen im Sinne des Friedens < nutzen, denn es hat nebenbei auch einige Trllm, in der Hand. Allerdings scheint es nach den letz i Meldungen, als spiele Frankreich seine Trll se nur soweit aus, daß die. eigenen, französische Absichten erreicht werden, das heißt, Frank, h versucht die sowjetrussische und dann auch e englische Einwilligung dazu zu erreichen, ß eine Anerkennungdsr Rechte Krr,füh- render an General Francoausge- sprochen wird, wenn der Abzug der Frchilligen gewisse Fortschritte gemacht hat. Der Auäuß soll daher vor eine Art V e r tr a u e n s frd e gestellt werden, indem er der Moskauer Rsterung einen Blankoscheck für die Erfüllung ein, Maßnahme ausstellt, die Moskau gerade mchtreffen will. Daß die Sowjetunion eine solchePerab- redung sogar mit legalen Mitteln sabojeren kann, indem sie zur gegebenen Zeit eiirch erklärt, daß der Abzug der Freiwillig! n o ch nicht ausreiche, wird verschwiegenes ist also nicht vorstellbar, daß die Art, wiedelbos vermittelt, den notwendigen Erfolg haben könnte. !
Zugleich mit der Behandlung der Zuky't der Nichteinmischung wird in der englischen >d italienischen Presse viel von der gegenseitigeL n t - spannung und dem Briefwechsel tischen Chamberlain und Mussolini gesprochen. Ogland hat den Wunsch, die zwischen den eurojischen Mächten bestehenden Meinungsperschiedestiten von irgendeiner Seite her zu beseitigen unHeint jetzt den Umweg über die Anerkenung Abessiniens zu wählen. Zweifellos sticht hier die Erkenntnis mit, daß die spanischekrage doch nicht befriedigend geregelt werden sann, wenn nicht ein gewisses Vertrauen-er- hältnis zwischen den Mächten Vorhand! ist. Es dient also auch der Nicht.einmischungsj itik, wenn die Mächte, die aufeinander angelesen find, ihr Verhältnis an anderen Stellen zu Isern versuchen. Gefördert wird dieser englische Ansch durch die Tatsache, daß England des ermiiaden 'Spiels im Nichteinmischungsausschutz längstper- drüssig geworden ist. Hier ist allerdings Zink- reich noch reichlich rückständig, denn zur Zeiregt man sich in Paris über angebliche italische Angriffe auf. Delbos hat mit Botschafter Csttti gesprochen, und zugleich ist die französischMe- gierung in Rom vorstellig geworden. Die „Aks- frontregierung" scheint sich also zur Zeit ng zu
bemühen, Italien dem englischen Freunde gegenüber zu verdächtigen und so in London für den neuen zu erwartenden Vorschlag Delbos' eine günstige Stimmung zu schaffen. Auch von hier aus gesehen betrachten wir die französische Tätigkeit mit nicht großen Erwartungen. Das letzte Wort aber wird der Ausschuß selbst zu sprechen haben also jene Staaten des Nichteinmischungsabkommens, die sich klar darüber zu sein haben, ob sie sich von Moskau an der Nase herumführen lassen wollen oder nicht.
Vor Hute antwortet llianiberlain
Rom, 3. August.
Der Duce hat einer amtlichen Verlautbarung zufolge auf die handschriftliche Botschaft des englischen Ministerpräsidenten Ehamberlain . mit einem eigenhändigen Schreiben geantwortet, das der italienische Botschafter Graf Grandi Montag nachmittag in Downingstreet überreicht hat.
Die Entwicklung der italienisch-englischen Beziehungen bildet das Hauptthema der römischen Presse. Besonders wird dabei die Bedeutung des Briefwechsels Lhamberlains und Mussolinis unterstrichen. Das halbamtliche „Eiornale d'Jtalia" erklärt im Rahmen eines Londoner Berichtes, dieser Briefwechsel und die damit verbundenen Freundschaftsbeziehungen zwischen dem englischen Premierminister und Mussolini könnten zu einer Londoner Konferenz zur Herstellung eines Paktes zwischen den vier Westmächten führen. Hinsichtlich einer Anerkennung des italienischen Imperiums betone man in offiziösen Londoner Kreisen, daß die Entscheidung nicht von England, sondern von Genf abhänge. Aus zuverlässiger Quelle verlaute jedoch, daß Ehamberlain der englischen Delegation weit genauere und ganz andere Instruktionen für die nächste Sitzung des Völkerbundes geben werde, als die britische Abordnung für die letzte Sitzung im Mai mitbekommen habe.
VrummonS bei liano
Rom, 3. August
Der italienische Außenminister Graf Eiano empfing am Montag den englischen Botschafter Sir Eric Drummond.
Einer amtlichen Mitteilung aus Rom zufolge werden die vor drei Monaten aus London abberufenen Korrespondenten der italienischen Blätter in den nächsten Tagen ihre Tätigkeit in -der englischen Hauptstadt wieder aufnehmen.
Her Briefwechsel Mischen London und kom
Frankreich ;u den Westpaktplänen
Paris, 3. August.
Der Briefwechsel zwischen dem englischen Ministerpräsidenten und Mussolini bildet in der französischen Presse ebenso wie die Absicht Lhamberlains, eine neue Westmächtekonferenz einzuberufen, das Hauptgesprächsthema. Man erklärt, daß Frankreich alles tun werde, um die englischen Bemühungen nach dieser Richtung zu unterstützen. Chamberlain, so schreibt der „Paris Soir", sei sich über den Mißerfolg der Nichteinmischungspolitik klar geworden. Es bleibe ihm deshalb nur noch die Möglichkeit, zu versuchen, auf europäischer Grundlage das zu erreichen, was er auf „rein spanischer Grundlage" nicht erreichen konnte. Der englische Premierminister sei es sicherlich leid, die Zukunft Europas noch länger mit der ungewissen Zukunft Spaniens zu verbinden, und er versuche, den politischen Boden zu ebnen. Hierauf sei auch die Initiative für die Einberufung der ehemaligen Locarno-Mächte zurückzuführen. Es wäre falsch, wenn man Chamberlain dabei irgendwelche Hintergedanken unterschieben wollte, denn-er versuche lediglich, sich von der spanischen Frage loszulösen und die anderen Mächte durch die Regelung aller Fragen zu einigen, die. sie einander näherbringen könnten. Sein „Manöver" sei jedenfalls geschickt.
Der „Jntransigeant" wendet sich gegen die Auffassung gewisser Kreise, wonach der Briefwechsel zwischen Mussolini und Chamberlain möglicherweise eine vollkommene Aenderung der englischen Außenpolitik herbeiführen könne, und zwar nach der Richtung hin, daß an die Stelle Frankreichs in der Zusammenarbeit mit England nunmehr Italien treten solle. Frankreich und England könnten nicht aufeinander verzichten, weil sie sich gegenseitig nötig brauchten.
, »Veutschland Kot recht"
Paris, 3. August.
Der Direktor der französischen Zeitung „Le Jour" stimmt in einem außenpolitischen Leitaussatz der Richtigkeit der Feststellung des deutschen Botschafters in London, von Ribbentrop, zu, die dahin lautete, daß ohne Sowjetrußland in Spanien nicht der Krieg wüten würde. Der deutsche Botschafter von Ribbentrop, schreibt „Le Jour" habe in London das Wort gesprochen, das der Lage entspreche. Wir können unmöglich die Richtigkeit der Aeußerung von Ribben- trops bestreiten, daß es ohne die Sowjetregierüng in Spanien keinen Bürgerkrieg geben werde. — „Sowjetrutzland habe in Europa nichts zu schaffen. Der Abscheu, den jeder Franzose vor dem Bolschewismus empfinde, sei nur der einfachste und richtigste Reflex eines gesunden Körpers angesichts einer tödlichen' Gefahr. Was anders habe Sowjetrußland in Spanien zu suchen, als den Keim der Revolution zu verbreiten, der dann bald auch Frankreich anstecken solle.
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Mit dem strahlenden Akkord des großen Festzuges sind die ereignissrohen Breslauer Tage abgeschlossen worden. Sie haben, was vordem kein Sängerbundesfest ' vermochte, die Bedeutung des deutschen Liedes als ewiges Bindeglied zwischen ' Menschen gleicher Art einer ganzen Nation mitgeteilt. Und die Tatsache, daß der Führer des Deutschen Reiches die ergreifenden Huldigungen der vielen tausend Ausländsdeutschen entgegennehmen konnte, beweist nichts als die überschäumende Liebe. dieser Menschen zu ihrer Heimat, zu dem Land ihrer Väter, dessen symbolischen Garanten sie in Adolf Hitler sehen. Ebenso wie der Festzug und die Weihestunde auf der Friesenwiese waren die übrigen Veranstaltungen Künder dieses Volkstums, musikalisches Gleichnis einer Gesinnung, die von Geburt auf deutsch gewesen ist und es für alle Zeiten — auch im Auf- gabenkreis eines fremden Staates - bleiben wird. Breslau wurde der weithin tönende und deutliche Ausdruck einer ungebrochenen Kraft deutschen We- sens, und noch nie nahm das Lied auf den Festen des Deutschen Sängerbundes einen so überzeugenden Klang an. niemals vordem war die Menge so erfüllt von diesem Bewußtsein wie hier.
Musik ist immer ein Teil der Lebenshaltung eines Volkes: sie umschließt alle seine Nöte. Hoffnung und Freude in einem friedlichen Erlebnis. In den Ebor- und Go>,fHjer- stunden von Breslau ist eine neue Form der musikalischen Gemeinschaft erprobt worden, die richtungweisend für die Zukünftige Kulturarbeit des Männergesangs sein kann. Denn ihr Plan rückt von den äußeren Schaustellungen der „Monster-Konzerte" ab und schasst einen inneren und .greifbaren Anlaß für die. Teilnahme, der. Massen. Der durch die Jahrhunderte glühende
Marschtritt im „Wehrhaften Volk" vom Gau Thüringen, der heiße Atem der Arbeit im „Schaffenden Volk" vom Gau Westfalen, die kämpferisch straffen Rhythmen der „Singenden Kolonnen" vom Gau Rheinland und der tänzerische Kehraus des „Fröhlich Volk" vom Gau Franken sind eine breite und haltbare Grundlage für ein Erlebnis gewesen, das sich in allen seinen Inhalten mitzuteilen vermag. Aehnlich steht es mit den Chorfeiern im Stadion die ebenfalls die ehemaligen Grenzen zwischen Podium und Zuhörer, aufzuheben sich bemüht haben. Nicht sehr glückliche Klangverhältnisse auf dem Riesenfeld sind zwar einem restlosen Durchsatz der Gedanken hinderlich gewesen, aber trotzdem, wird man sie weiter pflegen, um Sänger und Volk zu einer natürlichen Ein-
SA.-Eeist ist Wehrwille des Volkes! Reichswettkämpseder SA. Berlin, 13. bis 1 S. August
hebt zu verbinden, die das Verständnis für wirkliche Kunst in einer lebendigen Gemeinschaft weckt. , .
Breslau. ist auch das klingende Bild aller deutschen Landschaften gewesen. Die vielfältige Schönheit und Eigenart, die-Fülle und Weite des deutschen Raumes und' der un-' endliche Reichtum an Empfindungen haben sich in den Sonderveranstaltungen der Vereine verdichtet: denn nicht nur die Sprache, auch die Musik strebt nach einem „Dialekt". Ob er die schöpferischen Aeußerungen der Komposition bestimmt oder ob er sich in der Wiedergabe ausprägt, beide haben Zeugnis abgelegt von einem Gestaltn n g s w i l len , der auf dem Boden der Heimat keimt. Herrlich ist der Gesang der