Ausgabe 
(29.8.1937) Nr. 236
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parteiamtliche ^geszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen

der uationa

flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen

NS -Gauvnlaa ^ begründen keinenAnspruch ausErstattung oderErsatz.

N^.-Gauv-rlag Weser-Eins G. in. b. H.. Bremen. Teeren 6/8 / Fernsprecher: 841 21 und 511 18.

Das amtliche Verkiindungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 2ZS / ?. Jahrgang

Sonntag, 2S. flugust 195?

kinzelpreis 15 Npf.

slustakt MNeichslagung S Ausländsdeutschen

Unser lagesspiegel

Gerüchte wollen von einem sowjetrussisch- chinesischen Nichtangriffspakt wissen. Japanische Flieger bombardierten den Schanghaier Sndbahnhof.

Der Auftakt zur Reichstagnng der Ausländs­deutschen hat nach Eintreffen Rudolf Heg' in Stuttgart begonnen.

Der NSKK.-Antikominternzug kommt nach Bremen.

Kreisleiter Pg. Blanke eröffnete die „Klein­garten-Ausstellung Bremen 1837".

Der Reichshandwerksmeister hat deck Foto­grafenmeister Ludwig Vorkhardt in Bremen zum kommissarischen Reichsinnungsmeister für das Fotografenhandwerk bestellt.

Vom 1S.—19. September findet in Bremen der Tag des deutschen Tabakhandels statt. Das SÄ.-Turnier in der Bahr nahm einen vielversprechenden Beginn.

Die westfälische Marine-HJ. trat nach Be­sichtigung der „Bremen" die Weiterfahrt nach Wilhelmshaven an.

Für Zellwolle und Glühlampen tritt eine Preisermäßigung ein.

Nürnberg rüstet sich

Alltag wich der Parteitagstimmung

li. Nürnberg, 29. August. Vor einigen Tagen begann es. Da wandelte sich mit einen? Male der Nürnberger Alltag zur festlichen Reichsparteitags-Stimmung. Die Uni­formen aller Gliederungen traten mehr und mehr im Straßenbild hervor. Führende Männer kamen. Sie hielten Besprechungen ab und gaben letzte Anordnungen, die neue Betriebsamkeit auslösten. ff-Pioniere rückten an und bauten mitten in der Stadt und drauhen im Parteitags-Eelände feste hölzerne Brücken, die den Strom des Fuß­gängerverkehrs über die Marschkolonnen Hinweg- leiten werden. Und eines Tages blieben die Marktfrauen auf dem Adolf-Hitler-Platz mit ihren Eemüseständen und den von der Sonne ge­bleichten großen Schirmen aus. Dafür fanden sich Arbeitsmänner ein, die hier die riesigen Tri­bünen errichten, von denen aus die Gäste des Reichsparteitages und Tausende von Zuschauern den Vorbeimarsch der SA. vot dem Führer er­leben werden. Wenig später wurden die Lager geöffnet, in denen das Festkleid der Stadt der Reichsparteitage mehr als elf Monate hindurch verwahrt wird, bis alljährlich die große Stunde schlägt. Wagen mit langen weißen Fahnenstan­gen, an deren Spitzen goldfarbene Kugeln blitzen, rumpelten durch die Straßen. Nun stehen die Masten schon zu Tausenden, und es scheint, als würden auch sie auf den Tag warten, an dem sie die Flaggen des Reiches und die der deutschen Städte tragen werden.

Da und dort probiert man die große Haus- schmückung aus und stellt mit fachmännisch prü­fenden Blicken fest, was ergänzt werden mug und was noch besser gemacht werden kann als in den Vorjahren. Schnell noch wurden die Erneue­rungsarbeiten an einer ganzen Reihe von Häu­sern zu Ende geführt. Jetzt fallen die Gerüste, und überall in den Wohnungen holt man die großen Hausfahnen und die 190 090 der kleinen Fähnchen zu einer letzten Musterung hervor. Die Parteitagszeit ist angebrochen. Jeder weiß und fühlt das. lind überall, wo es etwas zu sehen gibt, sammeln sich die Menschen an. Das gilt besonders für die beiden Straßen- züge, von denen aus man die Eingänge zu den beiden grauen Häusern der Organisationsleitung beobachten kann. Hier vor dem Hauptquartier der Reichsparteitage ist immer etwas los. Denn hier treffen sich alle, die mit den Vorarbeiten und mit dem Ablauf der großen Tage zu tun haben. . ^ .

Draußen im Parteitagsge lande wird währenddessen noch fieberhaft gearbei­tet. Tag und Nacht, pausenlos, währt dieses Dröhnen und Rammen, das Rumpeln der schwer­geladenen Lorenzüge und der hallende Schlag der Hämmer. Zuschauerscharen wandern vom Rand einer Baustelle zum Rand der anderen im steten Kommen und Gehen. Sie alle wollen noch kurz vor Torschluß einen Blick auf die Aufmarschfelder werfen auf denen bald Kommandorufe erschallen, Standarten leuchten, Fahnen flattern und der Marschtritt der Kolonnen zum Erundton der Tage werden wird. — Nürnberg, das fühlt und sieht man straßauf und straßab, ist partettagbereit.

Seutschiands größtes Freilichtkino

Nürnberg, 29. August.

Am Valzner Weiher ist für Las diesjährige Volksfest „Kraft durch Freude" auf dem Relchs- parteitag in Nürnberg das größte Freilichtkino Deutschlands errichtet worden. Die Brldflache hat eine Größe von 120 Quadratmeter. Täglich wer­den hier den vielen Besuchern der Kd^.-Stadt die neuesten Filme der Deutschen Arbeitsfront ge­zeigt.

Verführer an das Leipziger Messeamt

Leipzig. 29. August.

Der Führer hat an das Leipziger Messeamt folgendes Begrüßungstelegramm gesandt: „Zu/

Eröffnung der diesjährigen Leipziger Herbstmesse sende ich meine besten Wünsche. Möge sie.auch in diesem Jahr zur Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands zum Auslande und da­mit zur Belebung der deutschen Wirtschaft bei­tragen."

kudols heß begeistert empfangen

Nicht meist allein im Nusland

Vom Sinn der Lagung in Stuttgart

Stuttgart im sMchmmk

Stuttgart, 29. August.

Die Stadt der Ausländsdeutschen hat ihre Gäste aus aller Welt empfangen. Im Laufe des Nachmittags trafen die Sonderzüge aus Ber­lin, Hamburg und Mailand ein.' Dem Mailän­der Sonderzug entstiegen allein über 690 Reichs­deutsche aus Italien mit einer großen Anzahl Fahnen, die in der Kundgebung am Sonntag­nachmittag durch den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Hetz, geweiht werden sollen.

Rudolf Hetz traf gegen 18 Uhr aus dem Flug­hafen Böblingen ein, wo er von Gauleiter Reichs­statthalter Murr und Gauleiter Bohle herzlich willkommen geheißen wurde. Geleitet von den beiden Gauleitern begab sich der Stellvertreter des Führers im Kraftwagn nach Stuttgart. Schon stundenlang vor der Ankunft des Stellvertreters des Führers warteten Tausende vor dem Hotel, in dem Rudolf Heg während seines Stuttgarter Aufenthaltes Wohnung genommen hat. Immer wieder erschallten die Heilrufe, und der Jubel wollte kein Ende nehmen, als Rudolf Heg sich am Fenster Zeigte. Auch der deutsche Botschafter in London, von Ribbentrop, ist inzwischen in Stuttgart eingetroffen.

Pünktlich um 19 Uhr wurde das Fest von den Glocken sämtlicher Stuttgarter Kirchen eingeläu­tet. Damit hat die 5. Reichstagung der Aus­ländsdeutschen ihren Anfang genommen.

Auf allen öffentlichen Plätzen der festlich ge­schmückten und illuminierten Stadt konzertierten die Kapellen der Wehrmacht und die Musikzüge der Bewegung.

Abends veranstaltete die Auslandsorganisation der NSDAP. im ehemaligen württenibergischen Landtag einen Presseempfang. Der Presseamts­leiter der AO., Beinhauer, hieß die Presse­vertreter, die in großer Zahl in Stuttgart ein­getroffen sind, im Namen des Leiters der Aus­sandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, willkommen. Der Redner stellte fest, daß die AO. seit ihrem Bestehen für ihre Angehörigen als Richtschnur ausgegeben habe: „Die Politik deines Gastlandes lasse deren Bewohner machen. Dich geht die Politik eines fremden Landes nichts an. Mische dich nicht in diese, auch nicht gesprächs­weise." Diese Richtlinien seien geeignet, völlige Klarheit über die Auffassung der AO. zu geben. Die Aufgabe der AO. sei die Betreuung der Ausländsdeutschen, d. h. der Deutschen im Aus- lande, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Es sei selbstverständlich, daß der deutsche Staats­bürger jenseits der Grenzen in der deutschen Heimat nicht vergessen werden darf.

Der Empfang schloß mit Danksworten von Reichshauptamtsleiter Dr. Dretzler von der Reichspressestelle der NSDAP. Er bezeichnete die Presse als eines der wichtigsten Bindeglieder von Heimat zum Auslandsdeutschtum und wünschte der fünften Reichstagung einen vollen Erfolg. Sonnabend vormittag wurde in Stuttgart die

vom Rassenpolitischen Amt der NSDAP., Gau Württemberg-Hohenzollern, im Landesgewerbe­museum aufgebaute Schau „Volk und Rasse" im Beisein von Reichsstatthalter Murr eröffnet. Die Schau soll den zur fünften Reichstagung nach Stuttgart kommenden Ausländsdeutschen Gelegen­heit geben, sich über die Ziele der national­sozialistischen Rassen- und Vevölkerungspolitik zu unterrichten.

Anschließend an die Eröffnung der Ausstellung „Volk und Rasse" wurde die Eröffnung der Stutt­garter Export-Musterschau vorgenommen. Ober­bürgermeister Dr. Strölin zeigte die Bedeu­tung der Export-Musterschau, die in Zusammen­arbeit zwischen Stadtverwaltung und Außenhan­delsamt der Auslandsorganisation entstanden ist. Die Schau wolle dartunf daß es nicht die Absicht des neuen Deutschlands ist, sich weltwirtschaftlich abzuschließen. Deutschland habe vielmehr den festen Willen, aber auch den unbedingten An­spruch, teilzuhaben an den Wirtschaftsglltern der Welt und teilzunehmen an dem großen inter­nationalen Welthandelsverkehr.

Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, begrüßte Sonnabend auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof die Witwe des unvergeßlichen Landesgruppenleiters Schweiz der Auslandsorganisation, Wilhelm Eustloff, die an der fünften Reichstagung der Ausländsdeut­schen teilnimmt.

Her Schanghaier. . f bombardiert

/ ttenlßn em Heerlager / In krwartung einer japanischen öroßofsenfloe

Sie britische Protestnote

sronterweikerung am WHangpoo

Tokio, 29. August.

, Aus dem Kampfabschnitt um Schanghai wirf» gemeldet, daß die gegenüber den Wusungforts nordöstlich von Schanghai verlaufende japanische Front auch auf das rechte Whangpoo-Ufer ausge­dehnt worden ist. Man erwartet an diesem neuen Frontabschnitt wichtige Entwicklungen. Durch er­folgreiche Landung von japanischen Verstärkungen wurde in diesem Abschnitt eine zusammenhängende Front gebildet.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Domei meldet, ziehen auch die Chinesen erhebliche Ver­stärkungen, zu denen die besten Truppen der Nan­kingregierung gehören, heran, um die Eisenbahn Nanking—Schanghai, die infolge der japanischen Truppenlandungen bedroht ist, entschieden zu ver­teidigen.

Der Nantao-Vezirk südlich der internationalen Niederlassung Schanghais ist am Sonnabend durch japanische Flugzeuge angegriffen worden sein. Die angreifenden Flugzeuge hatten es nach den vorliegenden Berichten, besonders auf den Südbahnhof und das Kiangnan-Arsenal abgesehen gehabt. Die chinesische Bevölkerung habe versucht, in die französische Niederlassung zu gelangen, wo sie jedoch nicht eingelassen worden sei. Durch die Bomben seien zahlreiche Gebäude- in Brand gesetzt worden.

In englischen Meldungen aus Schanghai wer­den die Verluste des Luftangriffs japanischer Flugzeuge auf den Nantao-Vezirk auf 600-Per­sonen geschätzt. Vier Bomben sollen den Schang­haier Südbahnhof getroffen haben. 2n den Be­richten aus Schanghai heißt es weiter, daß von japanischer amtlicher Seite zu der Beschießung des Nantao-Bezirks erklärt werde, weitere Luft­angriffe auf diesen Bezirk stünden bevor, wenn

I die Chinesen nicht aufhörten, immer neue Trup­pen in die Chinessnstadt zu entsenden.

Tientsin, 29. August.

Die Stadt Tientsin, der Sitz des Oberkomman­dos der japanischen Nordchinatruppen, steht seit drei Tagen unter dem Eindruck einer großen japanischen Offensive, die nach allgemein ver­breiteter Ansicht unmittelbar bevorsteht. Fort­gesetzt treffen aus Taku mit der Eisenbahn, zu Fuß und auf Schiffen den Peiho hinauf Batail­lons auf Bataillone japanischer Truppen in Tientsin ein. Die Truppen sind glänzend ausge­rüstet. Man sieht fabrikneue Lastwagenkolonnen und Geschütze frisch aus den Depots sowie ausge­zeichnetes Pserdematerial. Die Straßen der Millionenstadt sind häufig von marschierenden Abteilungen verstopft. Infanterie rastet auf den Vllrgersteigen. Kranke und, Verwundete werden in langen Kolonnen nachgefühlt. Der Gesamt- eindruck ist der einer glänzenden Organisation, auf Grund deren sich der Aufmarsch wie «in Uhr­werk abzurollen scheint.

?urschou und flmog bedroht

London, 29. August.

Wie aus Hongkong gemeldet wird, hat der britische Zerstörer „Dalight" Hongkong in aller Eile verlassen, um sich in den chinesischen Hafen von Futschou zu begeben. Dort sollen Unruhen zu befürchten sein, deren Ausbruch für Ausländer gefährlich sein würde. Nach derselben Meldung soll Jappn aus Amoy seinen Konsularstab abbe­rufen und 100 japanische Staatsangehörige auf­gefordert haben, die Stadt zu verlassen. Die regu­lären chinesischen Truppen sollen das japanische Konsulat von Amoy belagert haben.

London, 29. August.

Wie verlautet, wird die britische Protestnote an Japan bereits an den Geschäftsträger der briti­schen Botschaft in Tokio telegraphiert. Es sei aber nicht beabsichtigt, die Note vor ihrer Ueberreichung zu veröffentlichen. Die Blätter betonen, daß Eng­land sich nicht mit einem förmlichen Protest in Tokio und einer einfachen Entschuldigung Japans begnügen werde. Die Zeitung „Daily Mail" nimmt sogar an, daß es, wenn Japan nicht volle Genugtuung leiste, zu einer zeitweiligen Ab­berufung der diplomatischen Vertreter Englands in Tokio kommen könne.

Wie in Londoner unterrichteten Kreisen er­klärt wird, macht das Befinden des verwundeten britischen Botschafters in Ehina Fortschritte. Sein Leben, erklärt man, sei durch eine Bluttransfusion gerettet worden. Wahrscheinlich kann er in sechs bis sieben Wochen das Krankenhaus verlassen.

Kronrat auf Schloß valmoral

London, 29. August.

König Georg hielt am Freitag auf seinem schottischen Sommersitz, Schloß Balmoral, einen Kronrat ab, an dem insbesondere Ministerpräsi­dent Lhamberlain und der britische Botschafter in Rom teilnahmen. Vor der Besprechung erstat­tete Ministerpräsident Chamberlain ausführlich Bericht über die internationale Lage.

Nichtangriffspakt Moskau-Nanking!

Berlin, 29. August.

Ueber den Abschluß eines Nichtangriffsabkom- mens zwischen China und Sowjetrußland werden von verschiedenen Seiten Meldungen verbreitet, für die man noch keine Bestätigung erhalten konnte. So verbreitet die jäpanische Nachrichten­agentur Domei eine Meldung, wonach ein Nicht- angriffsabkommen zwischen der Nanking-Regie­rung und der Regierung der Sowjetunion abge­schlossen worden sei. Diese Nachricht habe 'in Tokioter politischen Kreisen erhebliches Aufsehen erregt. Das englische Reuterbüro bringt aus Tokio ebenfalls eine diesbezügliche Meldung, die durch eine zweite Reutermeldung ergänzt 'wird. Diese Meldung besagt, in japanischen Kreisen ver­laute, daß der Nichtangriffspakt eine Eeheim- klausel enthalte, nach der China sich verpflichtet, mit Sowjetrußland zusammenzuarbeiten. Man habe weiter erfahren, daß der Pakt sich auf der gleichen Ebene wie ähnliche Pakte bewege, die Sowjetrußland mit anderen Ländern abgeschlossen hat und in denen sich die vertragschließenden Par­teien zu gegenseitigen Nichtangriffshandlungen verpflichteten, ferner dazu, jedem dritten Land, das eines der unterzeichneten Länder angreift' den Beistand zu versagen.

Man wird zunächst allerdings abwarten müssen wie weit sich diese Meldungen bestätigen. Von den beiden hier genannten Mächten war bis jetzt weder eine Bestätigung noch ein Dementi zu er­halten.

Senf meldet sich wieder

London, 29. August.

Wie aus Paris gemeldet wird, rechnet man dort damit, daß China den fernöstlichen Konflikt auf der nächsten Völkerbundssitzung am 10. Sep­tember zur Sprache bringen werde. Man erwäge in Paris bereits die Frage, ob der Völkerbund einen Schritt bei China und Japan unternehmen >olle.

Die „Holden" von Lantniicker. Lolsebewistsv, ckio vor ckon sisgrsiebsn Truppen des Oensruls i?rs.nco aus Lantunclsr gsliücbtst sind, trskksn in dyin krarmösiseksn Haken öscanne ein.

chLrssAS.-LokkwLlln.),

* Bremen, 29. August.

In Stuttgart, der vom Führer zur Stadt der Ausländsdeutschen bestimmten deutschen Stadt, wird heute im Beisein der Witwe des unvergeßlichen Landesgruppenleiters der Auslandsorganisation in der Schweiz, Wilhelm Gustloff, erstmalig die Reichs­tagung der Auslandsorganisation der Na­tionalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Par­tei durch Gauleiter Bohle eröffnet werden.

Es ist diese Tagung, bei der sehr zahlreiche Volksgenossen aus dem Auslande ihr Treue­bekenntnis zu ihrem Deutschtum und zum Dritten Reiche ablegen wollen und werden, von ebenso großer Bedeutung für das Reich wie für die Ausländsdeutschen selber. Als die Repräsentanten deutschen Wesens und deutschen Wollens können die Millionen von Deutschen im Auslande wesentlich zum Ver­ständnis des neuen Deutschlands beitragen und somit zu wertvollen Bindegliedern zwischen dem fremden und dem eigenen Lande werden. Daß sie gleichzeitig auch den wirtschaftlichen deutschen Interessen dienlich zu sein vermögen, sei nur nebenbei erwähnt.

Lange genug waren die in fremden Län­dern lebenden deutschen Volksgenossen, — gänzlich ungenügend betreut durch ihr poli­tisch zur Bedeutungslosigkeit herabgesunke- nes Heimatland — auf sich selber angewie­sen und nicht selten sogar noch unter sich durch Klassengegensätze zerrissen und ver­feindet. Gewiß, es gab deutsche Turnvereine, deutsche Gesangvereine, auch Vereine ge­selliger Art da draußen in fremden Ländern genug; aber außer der gemeinsamen Mut­tersprache war nichts, was sämtliche Menschen deutschen Blutes im Auslande in einer großen Idee vereinigte, nichts, worauf sie allesamt in gemeinsamem Hochge­fühle hätten stolz sein können, nichts, auf was sie sich ausnahmslos in Zeiten ge­fährlicher Wirren im fremden Lande hätten verlassen dürfen.

Erst das Reich, das uns und ihnen der Führer schuf, mußte kommen, um allen Deutschen im Auslande das zu geben, wo­nach sie sich wohl sehnten, woraus sie aber jahrelang vergeblich hofften. Nun der Füh­rer kam und das Reich geschaffen ist, nun eine einzige große deutsche Volksgemein­schaft im Reich besteht, war es auch den Ausländsdeutschen möglich, sich, wo immer sie waren, einheitlich auszurichten auf dps gemeinsame, große, wiedererstarkte deutsche Vaterland, war es möglich, iu wohl­tuender Sicherheit dem Gedanken sich hinzu­geben, ein Deutscher im Ausland stehtnichtmehrallein,ein Deutscher im Ausland gilt in der Welt soviel wie ein Deutscher im Reiche. Denn wie hinter dem Deutschen im Reiche der Führer und die Volksgemeinschaft steht, so steht in inniger, kameradschaftlicher Verbundenheit auch hin­ter dem Reichsdeutschen im Ausland der Führer und sein ganzes Volk.

Millionen Deutsche gingen ihrem Volks­tanz in früheren Jahren verloren, wurden — wie das schöne Wort heißt — zum Kul­turdünger anderer Nationen und verirrten sich in ihrer Geschlechterfolge nicht selten sogar so weit, daß sie zu gegebener Stunde Gegner und Feinde des Volkes ihrer Ahnen wurden. Diese Zeiten liegen endgültig hin­ter uns, so wie die Zeiten deutscher Zerrissen­heit und deutscher Ohnmacht überhaupt vor­bei sind.

In kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit den vom Führer geschaffenen Auslands­organisationen stehen heute alle Reichs­deutschen im Auslande als deutsche Reichs­bürger in bester Betreuung unter dem Schutze des Reiches. Stolz wie je dereinst ein Römer sein „Oivis komoous sum" sprach, können heute unsere Ausländsdeutschen sprechen: „Ich bin ein Deutscher", und un- geahndet bleibt bein Frevel, der an einem Ausländsdeutschen heute begangen wird.

Wenn es auch nicht möglich war, den fei­gen, hinterhältigen Mörder Gustloffs, den gemeinen Juden Frankfurter an den Hen­ker zu bringen, so ist er doch wenigstens, den Gesetzen des Landes entsprechend, in dem er sein verruchtes Attentat verübte, verurteilt worden. Wenn es auch heute noch nicht möglich ist, derer habhaft zu werden, der in Spanien in vertierter Roheit Deutsche ermordet haben, so braucht gerade beim jetzigen Stande der Kämpfe in Spa­nien aufgeschoben noch nicht aufgehoben zu bedeuten, und die Spanien-Flüchtlinge je­denfalls haben durch einen vom Führer so­fort ins Leben gerufenen Hilfsausschuß die betreuende Hand ihres Vaterlandes wohl­tuend erfahren. Nicht anders wird es mit den China-Deutschen sein, denen zu helfen